Deine Priorität: Damit Gutes das Beste nicht verdrängt
Durch KI transkribiert – Bei Fragen meldet euch gerne an [email protected] Ja, willkommen im Sommer zur Ecksteingemeinde. Das ist hier immer eine interessante Zeit, ja, und das ist Gravitation hier. Irgendwann brauchen wir mal einen Stopper dafür. Ich stelle es mal hier. Ihr könnt eure Bibeln schon mal aufschlagen in das Lukasevangelium. Wir beschäftigen uns heute mit einem Thema, was wir auch gerade im Ansatz schon gehört haben, im Kontext von dem, was Artur auch gesagt hatte, mit der Anbetung der Geschöpfe, die sich selber anbeten, und wir sind dazu aufgerufen, um Gott anzubeten. Das ist eine Frage der Priorität, und das ist ein Wort, was wir heute viel hören werden, das Wort Priorität. Denn es gibt im Leben ganz viele Dinge, mit denen wir uns beschäftigen können. Es gibt ganz vieles, was es zu tun gibt. Es gibt viel Nutzloses dabei, es gibt einiges, das direkt Sünde ist, es gibt aber auch andere Dinge, die dagegen wirklich nützlich sind und sogar, man sagen könnte, dass sie gut sind und Gutes bewirken. Und dann, unter all den ganzen Sachen, den Nutzlosen, den Nützlichen, den Sünden und dem Guten, unter all dem gibt es dann auch die Dinge, die wirklich das Beste sind, dass man tun könnte und tun müsste. Das Problem dabei ist nur, dass das Gute regelmäßig das Beste verdrängt. Das Gute verdrängt regelmäßig das Beste. Paul David Tripp, ein Autor, den ich gerne lese, schreibt in seinem Buch A Quest for More über genau dieses Thema auch, und er zitiert dort einen weltlichen Professor für Unternehmensführung, der heißt Jim Collins, und er zitiert hier mit diesen Worten, müssen wir hören, das ist ein ungläubiger Professor, der das schreibt, der sagt, gut ist der Feind, von hervorragend. Wir haben keine hervorragenden Schulen, hauptsächlich, weil wir gute Schulen haben. Wenige Leute führen ein hervorragendes Leben, weil es schlicht zu einfach ist, sich mit einem guten Leben zufrieden zu geben. Und Paul David Tripp zitiert hier diesen Professor, um zu zeigen, dass das auch für uns Christen zutrifft. Auch in unserem eigenen Leben kann das sehr schnell passieren, dass wir nicht zu hervorragend kommen, dass wir das Beste verpassen, weil wir uns mit dem Guten zufrieden geben. Das Gute verdrängt oft das Beste, und das Beste in dem Fall ist Gott selbst. Es gibt so viele Dinge in unserem christlichen Leben, in unserem privaten Leben, was dazu führen kann, dass wir Gott nicht mehr sehen. Unser Alltag ist voll, wahrscheinlich euer genauso wie meiner, voller Arbeit, voller Beziehung, voller Hobbys, Unterhaltung, vielleicht für einige von euch, soziale Medien, all diese Dinge zerren an unseren 24 Stunden, die uns Gott gegeben hat. Und deshalb ist diese Frage nach einer Priorität keine theoretische Frage, sondern sie ist wirklich dringlich, und sie ist relevant und sie ist notwendig. Vielleicht sollten wir uns aber zuerst ganz kurz darüber unterhalten, was eigentlich Priorität alles bedeutet. Was genau ist Priorität, das deutsche Wort, das wir Priorität nennen, kommt von dem französischen Wort Priorité. Ich bin kein französischer Sprecher, vielleicht gibt es jemanden, der das besser aussprechen kann. Was ursprünglich eigentlich dann von einem lateinischen Prior kommt, und das wissen wir vielleicht noch ein bisschen, was das bedeuten könnte, nämlich das Erste, etwas was zuerst ist, etwas was vorankommt, was allen anderen voransteht. Eine Priorität ist dann etwas, was vor allem anderen kommt. Es ist das Erste, es ist das Vorderste, es ist der Vorrang, es ist die Grundlage für alles, die alles andere sortiert und orientiert. Hier ein kleines Hobbypferd, ein kleines Steckenpferd von mir, ich habe immer Schwierigkeiten die ganze Zeit von Prioritäten zu hören, dass es die höchste meiner Prioritäten ist. Wenn Priorität wirklich eine einzige Sache ist, wie kann das im Plural stehen, wie kann ich mehrere Prioritäten haben, eigentlich ist es ja nur eine, oder? Also wenn eine Priorität per Definition nur das eine ist, auf das wir zusteuern sollen, dann kann es eigentlich nicht mehrere Prioritäten geben, aber egal, wir verstehen, was gemeint ist, wenn wir von Prioritäten reden. Also wenn wir nun von der höchsten Priorität sprechen, jetzt dem Folgenden, dann meinen wir eben dieses Eine, das alles andere unterordnet, das immer und überall in unserem Leben vor allem anderen dran ist, und das soll unser Leben definieren. Vor vielen Jahren waren wir mal in der Stadt unterwegs und haben mit evangelistischen Fragebögen die Menschen angesprochen und die erste Frage von diesem Bogen war, was ist in deinem Leben das Wichtigste? Die Antworten waren eigentlich ziemlich interessant, weil sie gar nicht so weit weg sind von dem, was wir oft auch als das Wichtigste betrachten. Da waren solche Dinge dabei wie Familie, Kinder, vielleicht Arbeit war auch ein Teil davon, Zeit für mich, Beziehungen, Geld, Sicherheit, Spaß, Freundschaften, all diese Dinge haben die Leute geantwortet als ihre Priorität und das sind gar keine schlechte Sachen an sich notwendigerweise. Aber jetzt möchte ich mal die Situation für euch so ein bisschen malen, stellt euch mal vor, wir treffen euch irgendwo in Berlin auf der Straße mit so einem Fragebogen und wir fragen euch die Frage, wir fragen dich mal die Frage, was ist denn für dich das Allerwichtigste? Was ist für dich die höchste Priorität in deinem Leben, was würdest du antworten? Vielleicht auch Familie oder Kinder oder Arbeit oder Gemeinde oder Dienen oder den Herrnleben oder was auch immer, was würdest du sagen? Und wenn du Schwierigkeiten hast, diese Frage zu beantworten und du weißt gar nicht so richtig, was denn überhaupt deine Priorität ist, dann kann ich dir mit ein paar Fragen helfen, die du dir selber fragen kannst, um ein bisschen herauszufinden, in welche Richtung das geht. Das sind solche Dinge wie, wo fließt denn deine beste Zeit hin? In was investierst du deine beste Zeit, tagtäglich, über die Wochen, über dein Leben hinweg? Wofür gibst du gerne dein Geld aus? Worüber redest du? Ständig. Was sind die Themen, die dich ständig bewegen? Was löst denn dir starke Reaktionen aus, entweder starke Freude oder starken Unmut über irgendetwas? Das zeigt auch, wo deine Prioritäten liegen. Wofür bist du bereit Opfer zu bringen und überleichtend zu gehen? Das wäre auch eine weitere Frage. Oder, was wir heute auch im Text sehen werden, eine Frage, die du dir stellen kannst, um zu sehen, wo deine Prioritäten liegen, ist, was passiert denn, wenn Druck um dich herum passiert? Was kommt denn da bei dir raus? Wie reagierst du auf ein druckvolles Umfeld, das ist eins von den Sachen, die wir heute auch sehen werden. Die Antwort auf diese Fragen zeigt nicht, was du sagen würdest, deine Priorität ist, weil ich bin mir sehr sicher, wenn ich jeden von euch fragen würde, was eure Priorität ist, was würde ihr antworten? Jesus, richtig, genau, und das ist auch eigentlich das Richtige, da wollen wir alle hin, das soll unsere erste Priorität sein, nur das ist oft nicht wirklich tatsächlich der Fall. Geht mal diesen Katalog an Fragen durch und schaut mal, wo ihr da landet in eurem Leben. Und du solltest mit dir wirklich ehrlich sein, weil es bringt niemanden was, wenn du dir selber etwas in die Tasche lügst, wenn du diesen Idealzustand für dich behältst und sagst, meine erste Priorität ist Gott, aber eigentlich ist in deinem Leben alles andere eine Priorität, als du das, da hast du nichts davon und niemand anders sonst auch was. Deswegen solltest du ziemlich ehrlich sein, wenn du diese Frage stellst, wo ist denn dein Schatz? Diese Frage hat Jesus nämlich auch schon gestellt, Matthäus 6, Vers 21, er hat dieses Prinzip, dieses Muster klar gemacht, hier geht es nicht um einzelne Momente, hier geht es nicht darum, was bewegt dich gerade heute, sondern hier geht es um Dinge, die dich immer wieder aufs Neue rumtreiben und wo du dich immer wieder findest. Jesus hat in Matthäus 6, Vers 21 gesagt, denn da wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. Also wenn du sehen möchtest, wo dein Herz ist, musst du schauen, was für Schätze du dir gerade ansammelst in deinem Leben. Das ist ein klares Prinzip, was prägt dich, wo liegt dein Schatz? Nun wir alle haben auf unterschiedliche Art und Weise Neigungen in die eine oder in die andere Richtung zu gehen, manche sind sehr Hobbybesessen, manche sind sehr besessen mit denen, manche sind von vielen Sachen getrieben und jeder von uns unterscheidet sich da auf irgendeine Art und Weise und eines fällt dem anderen leichter als der nächsten Person. Aber wie wir schon mal besprochen hatten, ist diese automatischen Reaktionen, diese Neigungen, die wir haben, die sind ein Produkt von vielen Dingen, mitunter aber auch in der Art und Weise, wie wir denken. Ich weiß nicht, ob ihr euch noch daran erinnern könnt, aber unser Denken kann am Ende diese Neigungen, diese Richtung, in der wir gehen, die kann das wirklich beeinflussen und deswegen hört ihr auch heute zu, deswegen hat Gott euch auch heute hierher gebracht und deswegen dürft ihr heute über Gottes Wort hören, weil Gott das weiß und Gott möchte, dass wir unser Denken ändern, damit sich unsere Realität ändert und unsere Neigungen ändern. Aber nicht nur Jesus hat so viel über dieses Thema gesprochen, sondern wir finden auch im Alten Testament genügend Beispiele. Ich möchte euch eins nennen, das ist David, der sah dieses gleiche Problem wie ihr auch. David war ein sehr beschäftigter Mann, er hat sehr viele Dinge um sich herum gehabt, sehr viele Sachen, die auf ihn eingeprallt sind, sehr viele Verantwortung, die er hatte und dennoch hat er diese Aufforderung verstanden, nach dieser einen Sache zu suchen, die ihn wirklich ausmacht. Und im Psalm 27 Vers 4 formuliert er das als Gebet und hört mal zu, er formuliert es so, weil er versteht, er ist nicht immer dort. Und er hört mal zu, wie er zu sich selber redet, aber auch Gott bittet. Er sagt, eines erbitte ich von dem Herrn, nach diesem will ich trachten, also er redet zu sich selber auch, das werde ich jetzt machen, dass ich bleiben darf im Haus des Herrn mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des Herrn zu schauen und ihn zu suchen in seinem Tempel. Eines erbitte ich, ich möchte Gott sehen, möchte Gott sehen. Nur eine Sache sollte David antreiben und ihn definieren, Gott zu sehen und Gott zu kennen. Die Frage wieder an dich, ist das auch bei dir so? Treibt auch dich das um, Gott zu sehen, Gott zu kennen, die höchste Priorität in meinem Leben. Kommst du deswegen zur Gemeinde, komme ich deswegen zum Bibelstudium, mache ich deswegen meine Bibel, schlage ich deswegen meine Bibel auf oder mache sie an heutzutage? Was treibt mich an? Und genau darum geht es heute in unserem Text, den wir uns anschauen werden. Wir werden heute hierin nicht nur ein Beispiel sehen von einem, der das verpasst hat und jemand, der den richtigen Weg gewählt hat, sondern wir werden eben auch eine Definition von, was diese Priorität ist, in diesem Text erkennen. Lass uns lesen, zusammen Lukas 10, 38 bis 42. Es begab sich aber, als sie weiter reisten, dass er in ein gewisses Dorf kam und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus, also hier geht es um Jesus. Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß. Die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung und sie trat herzu und sprach, ja, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt, sag ihr doch, dass sie mir hilft. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr, Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles, aber eines ist Not, Maria aber hat das gute Teil erwählt und das soll nicht von ihr genommen werden. Soweit unser Text für heute. Wir sehen hier in diesem Text zwei Frauen, mit diesen zwei Frauen aber auch gleichzeitig zwei Einstellungen, zwei Reaktionen, zwei Prioritäten, die gegeneinander stehen. Und wir sehen diese ein Priorität, das ist unser erster Punkt für heute, das seht ihr dann auch gleich in der Gliederung, dass man eben durch gutes Tun auch das Beste verpassen kann. Und die zweite Priorität sehen wir in der zweiten Frau, nämlich dass jemand auch wirklich in all dem das Beste wählen kann und ein Segen erfahren kann. Diese Gliederung, die dient nur als Struktur, weil eigentlich ist der Text sehr einfach zu verstehen, es ist eine Geschichte, ein Punkt, werden wir gleich noch drauf eingehen. Aber wir müssen ein bisschen im Kontext, den Kontext verstehen, wir sind ja gerade aktuell nicht im Lukasevangelium, deswegen seid ihr jetzt nicht gerade so voll im Bild, das führt uns aber jetzt trotzdem dazu, auf den Werdegang zu schauen, wie wir zu dieser Geschichte gekommen sind. Lukas, der dieses Evangelium geschrieben hat, deswegen heißt es ja Lukasevangelium, er war von Beruf Herr Arzt und das merkt man nämlich daran, dass er ganz oft sehr genau beschreibt und auch medizinische Aspekte genau beschreibt. Und er ist am ausführlichsten von all den Evangeliumsschreibern, kein Wunder, dass er Geschichten bei sich hat, die bei anderen nicht vorkommen und diese Geschichte von Maria und Martha ist eine von denen, ebenso auch ein paar andere, die in dem Kapitel 10 vorkommen. In Kapitel 10, in dem wir jetzt nun hier befinden, ist natürlich schon sehr viel passiert, kapitelmäßig im Lukasevangelium, nur in der Geschichte von Jesu noch nicht so arg viel. In Kapitel 10 ist ein definitiver Moment, eine besondere Zeit, Jesus hatte gerade eine Gruppe von 70 Leuten ausgesandt, damit sie in die Welt hinausgehen, das Evangelium zu verkündigen und Kranke zu heilen und wisst ihr was passiert ist, die sind zurückgekommen und es war Wahnsinn, Dämonen sind ausgetrieben, Menschen wurden geheilt, Menschen sind zum Glauben gekommen, die waren vollkommen überwältigt von all dem, was hier passiert ist, die waren richtig gehypt und dann sagte Jesus zu ihnen in Vers 23 bis 24, nachdem sie zurückgekommen sind, glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. Manchmal wünscht man sich, man wäre in so Momenten in der Bibel mit dabei, dass es einer von denen, wo man mit dabei gewesen wäre, einer von den 70, um das zu sehen, was dort passiert ist, glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht, viele Propheten und Könige wünschten zu sehen, was ihr seht und haben es nicht gesehen. Und kurz darauf, auf diese Geschichte folgt nun die bekannte Geschichte, die wir sehr gut kennen, die Geschichte des barmherzigen Samariters, weil ein Gesetzesgelehrter eine Frage gestellt hat, die ein Gesetzgelehrter oft stellt, nämlich, was muss ich denn tun, um ewiges Leben zu erreichen, also was muss ich denn tun, wie viel muss ich denn spenden, wie oft muss ich zur Gemeinde gehen, was muss ich denn alles machen am Tag, damit ich wirklich Errettung finde, was muss ich tun, um ewiges Leben zu erben und die Antwort auf diese Frage ist, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und was ist, was er tun sollte, nun er sollte seinen Nächsten, unabhängig davon wer das ist, einfach lieben und barmherzig ihm gegenüber sein, das war die Antwort von Jesu, in Lukas 10 Vers 37 sagt er, geh hin und handle ebenso, also mach etwas, geh hin, sei beschäftigt, kümmere dich um andere, sei barmherzig ihnen gegenüber und genau an dieser Stelle, dieser Aufruf zum tun, kommt nun diese Geschichte mit Martha und Maria und das ist nicht ohne Zufall, ich weiß nicht, ob euch das schon mal aufgefallen ist, aber beim Lesen der Bibel, gerade von den Evangeliumsschreibern, sind manchmal Geschichten einander gereiht und man fragt sich, was haben die miteinander zu tun oder wie hat Gott das denn geführt, wie kann das denn sein, dass diese Geschichte gleich direkt nach dem passiert ist, das hat alles Gott in seiner Hand und alles orchestriert, damit wir heute einen Punkt haben, weil die Evangeliumsschreiber das aufgeschrieben haben, sie haben das aufgeschrieben, Gott hat das geschehen lassen, sie haben das aufgeschrieben und daraus lernen wir heute Dinge, auch in der Reihenfolge und dass eben das direkt danach passiert, ist kein Zufall, die Geschichte von Maria und Martha ist nämlich eine Art korrektiv für diese ganzen Aktivismus Hype, den die Apostel und die Jünger gerade miterlebt hatten und es sagt im Endeffekt aus, dass Handeln ohne die richtige Priorität immer das Beste verpasst, Handeln ohne die richtige Priorität kann dich sehr wohl und fast immer das Beste verpassen lassen und das bringt uns eben heute zu unserem ersten Punkt unserer Geschichte, nämlich durch gutes Tun das Beste zu verpassen und das ist unsere Frau Martha, sie ist die Hauptfigur von unserer Geschichte, die ihr euch anschauen könnt, sie ist eine bemerkenswerte Frau, schaut euch mal Vers 38 nochmal an, sie hatte ein Haus, sie war eine Hausbesitzerin, wir lesen übrigens nichts von ihrem Ehemann in keinen von den Berichten, entweder sie war nicht verheiratet oder sie war schon verwitwet, auf jeden Fall war sie somit die Hausherrin dieses Hauses und sie nimmt Jesus auf, das ist auch gewaltig, sie dient ihm, das ist ihre Einstellung, sie hat ein Haus, sie hat es offen für die Menschen und sie dient Jesus, sie ist die Hausherrin, sie ist aktiv, wenn wir den Text gelesen haben dann sehen wir, dass sie dienstbereit ist und sie ist ein richtiger kleiner Wirbelbind, eine echte Macherin. Schaut euch mal Vers 40 an, sie macht sich viel zu schaffen steht dort, nun das ist im Griechischen ganz interessant, weil das Verb was hier hinter steht das ist reflexiv, das heißt sie macht sich selbst viel zu schaffen, was bedeutet es gab schon viele Dinge zu tun, aber sie tat mehr als sie eigentlich tun musste, weil sie, das steht jetzt da nicht drin, aber man kann sich das denken, wahrscheinlich einen sehr hohen Standard hatte und Vorstellungen wie so eine Sache ablaufen sollte, aber wichtig bei dem Ganzen nicht zu vergessen ist, dass Martha gläubig war, sie hat wirklich an Jesus Christus geglaubt, wir können das in Johannes 11 wunderbar nachlesen, aber wir haben auch Indikatoren hier in unserer Geschichte, nämlich in Vers 40 nennt sie Jesus nicht Lehrer oder Rabbi, sondern sie nennt ihn Kyrios, Herr, das ist ein Glaubensbekenntnis, das ist nicht nur irgendein Herr, sondern es ist der Herr. Nun, es gab an diesem Abend aber in unsere Geschichte ziemlich viel Druck, schaut euch Vers 38 nochmal an, wer kam denn da zu Besuch? Es war nicht nur Jesus, wer war dann da noch mit dabei? Na wenn ihr euch den Vers anschaut, dann seht ihr, dass mindestens die Apostel dabei waren, das waren 12 plus Jesus sind 13, also das ist die Minimalzahl, aber höchstwahrscheinlich sind Teile oder vielleicht sogar die ganzen von den 70, die dabei waren, auch noch mit dabei, weil wenn wir Jesu Leben verfolgen, wissen wir, dass die Jünger, die mit ihm mitgegangen sind, die sind nicht einfach nur auf einen Trip geschickt worden und dann wieder nach Hause gegangen, sondern die sind dann mit ihm mitgelaufen, also vielleicht im Maximalen sind hier 80 Leute, die unangemeldet vor Matas Tür stehen und ihr müsst euch dran erinnern, dass es in einer Zeit, wo es keinen Supermarkt um die Ecke gab und kein Pizzaservice, den man einfach anrufen konnte. Also was macht nun diese Frau? Sie kocht und sie dient und sie macht Dinge, um es möglich zu machen, dass diese Leute, die alle da sind, genug zu essen, genug zu trinken bekommen und spannt ihre Schwester Maria damit natürlich auch mit ein. Das war Mata, die Herrin des Hauses, sie bewirtet Gäste und dieses Bewürten von Gästen, das war nicht nur etwas, was Mata machte, sondern in der jüdischen Kultur, wie ihr vielleicht wisst, und auch in der arabischen Kultur, ist das etwas nicht Optionales. Wenn Gäste kommen, dann bewirtest du sie, das ist Standard, das ist selbstverständlich, besonders bei so einem hohen Gast und so sehen wir sie in dieser Geschichte, organisieren und rennen und machen und wirbeln. Und das war sicherlich nicht das erste Mal, dass Mata so reagiert hat. Sie kommt uns rüber in diese Geschichte als jemand, der das ständig machte, das war einfach sie, das war normal. Aber was jetzt nicht normal war, das können wir in Vers 39 lesen, schaut euch mal den Vers an. Diese, die Mata, diese Rumme wirbelt, die hat ja eine Schwester, welche Maria hieß und die, die setzt sich zu den Füßen Jesu und hört es seinem Wort zu. Nun, im Haus Matas kocht jetzt nicht nur noch die Suppe, sondern auch Mata selbst. Und so bricht es aus ihr heraus und kommt, sie tritt zu Jesus und stellt ihnen eine Frage, die eigentlich gar keine Frage ist. Und vielleicht einige von euch verstehen dieses Mittel, um ein Druckmittel eigentlich in der Frage zu verpacken. Und sie kommt dann zu Jesus in Vers 40, schaut euch das an und sagt, Herr, kümmerst du dir denn dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Kümmerst du dich nicht darum? Kümmerst du dich nicht, der Herr, der auf die Welt gekommen ist und für dich zu sterben und sein Leben für alle zu lassen und sich hinzugeben und allen zu dienen, kümmerst du dich nicht darum? Was für eine Frage ist das denn? Nun, die Frage ist eigentlich keine richtige Frage, weil das, was Mata eigentlich damit sagen wollte, kommt gleich danach, am Ende von Vers 40, schaut euch das nochmal an. Sie steht nun vor dem Herrn Jesus und befiehlt ihm und sagt, sag du ihr, dass sie mir helfen soll. Das ist ein ziemlich hartes Stück. Das Geschöpf gibt dem Schöpfer Anweisungen, was zu tun ist und das ist vielleicht ein Teil von dem, wie Mata funktionierte. Sie war vielleicht weil sie so eine Macherin war, vielleicht weil sie sehr lange auf sich allein gestellt war in diesem Haus, in diesem Haushalt und hat gerne bewirtet. Vielleicht war sie jemand, der einfach macht und gerne Anweisungen verteilt, damit Dinge passieren. Ihr seht so ein bisschen den Charakter in dieser Situation und das Gleiche macht sie nun auch mit Gott, weil natürlich, es muss was passieren. Das ist der Plan und der Plan funktioniert nicht, deswegen muss Gott diesen Plan nachrücken und du mach nun, rede du mit ihr. Aber das ist schon ziemlich daneben, oder? Was ist hier passiert? Wie kommt sie zu diesem Punkt, um vor Jesus zu stehen und ihm diese Anweisungen zu geben, verpackt auch in der Frage. Nun, ihr könnt euch gut vorstellen, der Text sagt es nicht ausdrücklich, aber ihr könnt euch gut vorstellen, dass als Jesus an die Tür geklopft hat, Mata wirklich über alle Wolken war. Der Herr ist hier. Jesus ist da. Wir müssen etwas machen. Sie hat richtig Freude daran gehabt, dass sie so einen hohen Besuch bekommt. Aber es war nicht lange Zeit danach, dass sie komplett ihre Freude verloren hatte. Unzufrieden war mit der Situation, so dass sie ihm Anweisungen geben musste. Was ist da passiert? Nun, unter Druck kommen unsere Prioritäten heraus. Hier ist der Druck immer höher geworden für sie. Und was kam heraus? Die Bibel zeigt es uns nicht direkt. Es könnte Angst vor Kontrollverlust sein. Es könnte Stolz sein. In meinem Haus läuft es immer so und so. Es könnte Kontrollsucht sein. Es können so viele Dinge sein. Aber eine Sache ist klar, dass Matas Priorität am falschen Ort war. Und es wird deutlich, dass durch dieses Gutes tun, was ja alles gar nicht falsch war, den Leuten zu dienen, zu schauen, dass genügend Essen da ist und was sie auch immer getan hat, um ihnen zu helfen, dass dieses Gute das Beste verdrängt hat und am Ende ein unzufriedenes Herz übrig bleibt. Ein selbstzentriertes Herz. Und das ist was unweigerlich passiert, wenn wir unsere Priorität am falschen Ort haben. Und das ist ein Aspekt, den wir nicht nur bei Mata kennen, nicht wahr? Ich glaube, das kennen wir auch aus unserem eigenen Leben ganz gut. Manche von uns streben so nach Perfektion, dass das alles überschreibt. Und dass sie bereit sind, über Leichen zu gehen, damit das, was sie sich vorgestellt haben, auch wirklich so stattfindet. Über Beziehungen hinweg und alles, was nur sein kann, damit das vorkommt, was man sich vorgestellt hat. Das Streben nach guten Taten kann dich auch so dermaßen definieren, dass du wiederum Beziehungen verpasst und vielleicht sogar die wichtigste verpasst, die du brauchst. Vielleicht bist du damit beschäftigt, andere beeindrucken zu wollen, wie viel du dienen kannst. Vielleicht machst du es nicht willentlich, aber vielleicht ist es ein Teil von dem. Du bist überall beschäftigt, in allem mit involviert Einnahmen, das ist aber eigentlich nicht wirklich ein Dien des Herrn, sondern ich diene sehr viel. Es kann alles eine Form von selbstgemachter Gottesdienst sein, mit Anschein von Gottesfurcht, über die Paulus in Kolosser 2 redet und sagt, das ist alles nur zur eigenen Befriedigung, nicht gottgemäß. Und ihr seht, wie wichtig das nun ist, dass wir verstehen, wo unsere Prioritäten liegt. Weil wir können all diese Dinge machen und trotzdem auf dem falschen Weg sein. Wir können mit all den guten Dingen beschäftigt sein und am Ende doch das falsche machen. Und das, was nun hier passiert, ist ein Beispiel davon, hier ist die Frau, die gerade Jesus Kyrios den Herrn nennt und sie gibt ihm Anweisungen. Das ist absurd. Und das ist, was falsche Prioritäten in unserem Leben immer machen. Sie produzieren immer absurde Situationen. Bevor du aber zu hart mit Martha ins Gericht gehst oder gerade an irgendjemanden denkst, der diese Predigt unbedingt hören sollte, frag dich einmal selbst, wieso kommst du denn zur Gemeinde? Wieso kommst du hierher jeden Sonntag? Wieso schlägst du vielleicht deine Bibel auf? Wieso dienst du in den Gebieten, in denen du dienst? Warum betest du vor anderen? So viele Fragen, die du stellen könntest. Was treibt dich an? Wann saß du denn zuletzt an den Füßen Jesu und hast ihm wirklich zugehört? Die Antworten auf die Fragen sind ein Indikator dafür, wo deine Prioritäten wirklich liegen. Kein Zweifel. Martha liebte Jesus. Aber Jesus liebte Martha so sehr, dass ihr es nicht verpasste, das Problem in ihrem Leben anzusprechen. So schaut euch mal Vers 41 an und man kann den Tonfall fast schon hören. Martha, Martha, du machst dir Sorgen und Unruhe um so vieles. Eines aber ist Not. Und sie hat es offensichtlich verpasst. Was für eine gnädige Antwort, ja. Ich meine, es ist schon frech, wenn das Geschöpf vor dem Schöpfer steht und sagt, hey, du, hilf ihm mal hier diese Sache hinzukriegen. Er hätte sie in Kopfkürze machen können, er hätte sie scharf und öffentlich irgendwie vernichten vor allen anderen zurechtstutzen können, aber das hat er nicht gemacht. Das ist nicht wie Gott mit seinen Schafen umgeht. Das ist nicht wie der Hirte mit seinen Schafen umgeht. Er führt sie und leitet sie in Geduld und in sanften Mut und Barmherzigkeit. Und genauso sehen wir es hier auch Martha. Martha, was machst du? Du machst dir Sorgen und Unruhe um vieles. Eines aber ist Not. Und genau diese Sanftheit macht seine Klarheit noch schärfer. Martha, dein Verständnis von Notwendigkeit ist falsch. Ja, das ist alles gut, was du machst, aber das ist jetzt nicht notwendig. Du hast all die guten Dinge getan und dabei hast du das Wichtigste vergessen. Und das kann auch uns passieren, nicht wahr? Und ich gehe mal so weit und sage, das passiert vielen von uns tagtäglich. Dass wir so eingenommen sind von den Dingen um uns herum, von der Arbeit, von dem Dien, in der Gemeinde und von Beziehungen oder was auch immer, dass wir die erste Sache, die wichtig ist, hinten anstellen. Und das bringt uns dann zum Gegensatz, zum zweiten Punkt, das, was eigentlich bei uns passieren sollte, nämlich das Beste zu wählen, wenn es dran ist. Und das ist in dem Beispiel von Maria. Schau ich mal Vers 42 an. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das soll nicht von ihr genommen werden. Nun, wer ist denn Maria? Über Maria erfahren wir nicht so arg viel, außer, dass sie uns hier ein Vorbild ist. Nicht notwendigerweise in wer sie ist, sondern wie sie hier reagiert. Und wir sehen, ihre Priorität war an diesem Punkt in ihrem Leben am richtigen Punkt. Nun, was hatte sie denn gewählt? Was hatte sie denn gewählt, was Jesus gesagt hat? Das gute Teil, was war das? Schaut euch mal Vers 39 an. Sie setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu. Einfach. Ja, das war das gute Teil. Das ist, was Jesus von ihr erwartet hatte, das ist, was das Beste an diesem Zeitpunkt war. Nun, hierzu drei Beobachtungen, um deutlich zu machen, wie stark Maria getrieben war, von diesem Verlangen Gott zu hören. In der damaligen Kultur war es für Frauen nicht erlaubt, bei den Rabbis und Lehrern zu sitzen. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber es, viele Rabbis lehrten sogar, dass die Frauen nicht lernen, nicht lehren durften und nicht belehrt werden konnten. Aber hat Jesus Maria abgewiesen und gesagt, das gehört sich nicht, das ist nicht Etikett. Ja, überhaupt nicht. Er hat sich sogar eher geehrt. Und das ist ein kleiner Stich auch in die Richtung der damaligen religiösen Kultur, um zu zeigen, ihr habt das noch nicht ganz verstanden. Gott liebt alle Menschen gleich und alle Menschen haben sein Wort gleich nötig. Also sie hat kulturell sich komplett falsch verhalten, nicht nach Etikett gehandelt. Wieso? Weil sie ihn hören wollte. Die zweite Beobachtung ist, zu den Füßen sitzen ist eine Beschreibung von sich Demütigen. Sich wirklich vor jemanden unterwürfig darzustellen und lernbereit. Im Endeffekt zu sagen, ich setze mich vor dich, ich möchte von dir hören und ich möchte lernen, ich höre dir zu, erzähl mir alles, was ich benötige. Und die dritte Beschreibung von dem, was sie hier macht ist, dass es eine bewusste Entscheidung war. Das Verb in Vers 39, dass sie sich setzte, ist ein aktives. Niemand hat sie dazu gezwungen. Niemand hat gesagt, ok, komm, setz dich jetzt mal hier hin. Sondern sie selber hat sich entschieden, gegen Etikett und gegen Kultur zu gehen, um jetzt an dem Punkt das zu hören, was wirklich notwendig war. Und Jesus geht in Vers 42 nochmal darauf ein und sagt, sie hat es erwählt, das ist genau das gleiche grammatische Konstrukt, genauso aktiv. Sie hat sich aktiv dafür entschieden, den richtigen Weg zu gehen. Maria handelte entgegen all den Erwartungen, um ihre Priorität, Jesus zu hören, wirklich hinterher zu gehen. Nun, das wäre auch Martas richtige Reaktion gewesen. Sie hätte alles, was sie getan hat, einfach stehen und liegen lassen können und hätte Jesus zugehört und es wäre nichts Falsches dabei gewesen. Der Boden hätte nicht gefegt sein müssen, die Gläser hätten nicht voll sein müssen, die Leute hätten auch später warten können, noch mehr zu essen. Der Kochtopf hätte auf die Seite gestellt werden können, es wäre alles nicht problematisch gewesen. Sie hätte zuhören lernen sollen, das war das Beste. Und das ist, was wir vorher schon bei David gelesen hatten, was sein Verlangen ist, das finden wir aber auch nicht nur bei David, sondern das finden wir auch bei Paulus selbst, hört mal kurz, Philippa 3 Vers 13 bis 14. Wieder eine gleiche Formulierung wie bei David und auch was Jesus hier zu Martha sagt, eines aber tue ich. Also jedes Mal, wenn ihr eines aber irgendwie hört, dann wisst ihr, ihr habt mit Prioritäten zu tun, weil mit Priorität, das hatten wir ja gerade besprochen, das ist, was Priorität ist, etwas, was vorrangig ist, was vor allem kommt und was ist das eine, auf das Paulus aus ist, eines aber tue ich, ich vergesse, was da hinten ist und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt und jage auf das Ziel zu den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Also was war das eine, was Paulus machte, vergessen, was hinter mir ist, vorangehen auf das, was vor mir ist und was ist vor mir, Jesus Christus. Jesus Christus ist vor mir, wir alle, die wir im Glauben sind, steuern auf ihn zu und da sollten unsere Augen drauf gerichtet sein. Und das ist, was nach Jesu Verständnis unsere Priorität sein sollte, dass du ihn kennen möchtest, ihn hören möchtest, ihn sehen möchtest, in aller seiner Herrlichkeit und Schönheit und das dich antreibt in jedem Punkt deines Lebens. Wie kannst du ihn kennen? Indem du sein Wort kennen lernst, indem du Zeit damit verbringst, ihn dort zu sehen. Wo kannst du das machen? Das kannst du hier in der Gemeinde machen, am Sonntag, das kannst du zu Hause, jeden Tag, zu jeder Zeit machen. Deshalb kommen wir auch Sonntag für Sonntag hier zusammen. Wir kommen hier nicht zusammen aus Gewohnheit oder weil wir nichts besseres zu tun hätten, wir kommen auch hier nicht zusammen alleine nur in erster Linie wegen der Gemeinschaft, das ist auch ein wichtiger Aspekt, das ist auch gut. Wir kommen in erster Linie hier zusammen, um gemeinsam auf Gottes Wort zu hören, damit wir uns gegenseitig Rechenschaft abgegeben können und ermutigen können mit dem, was wir gehört haben, weil wir Jesus gesehen haben. Wir wollen Jesus sehen. Und das ist auch der Ruf des Hebräerbriefs, Hebräer 12, Vers 3, vielleicht könnt ihr euch noch dran erinnern, wir waren ja vor kurzem im Hebräerbrief. Achte doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen Jesus sicher duldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert. Also was ist ein sicheres Rezept, müde zu werden und den Mut zu verlieren? Jesus nicht als Priorität in seinem Leben zu haben. Das ist ein sicheres Rezept. Wenn du anfängst in deinem Leben, dich großteilig mit all den guten Sachen zu beschäftigen und dich nicht mehr mit dem Besten zu beschäftigen, bist du mit Sicherheit auf dem Weg, geistlich müde zu werden und den Mut zu verlieren. Und das ist es, was Maria, Martha, die Jünger und die Apostel an diesem Punkt hören mussten. Weil von jetzt an dem Lukasevangelium bis hin zu Kapitel 19 ist Jesus fast ausschließlich mit Lehren beschäftigt. Der Großteil von seinem Dienst war eben das, die Wahrheit weiterzugeben und die Leute sollten das hören. Und vielleicht könnt ihr euch noch an das Gleichnis von den vier Ackerböden erinnern, Matthäus 13. Es gibt dort vier Ackerböden und alle haben etwas gehört. Nur einer hat etwas verstanden und das ist der Richtige, auf den Jesus raus möchte und sein ganzer Punkt ist, wer Ohren hat zu hören, der hört. Wir sollen Jesus hören, ihn sehen. Wir sollen Zeit mit ihm verbringen. Das soll uns ausmachen, unsere Freude sein. Und ich weiß, wir alle sind an unterschiedlichen Punkten da in unserem Leben. Der ganze Wunsch Gottes ist, dass wir uns auf den Weg machen, so wie wir es gerade bei David auch gehört haben. Ich werde das nun jetzt tun. Ich werde heute anfangen, vielleicht einen neuen Weg zu gehen, den ich vor noch nicht gegangen bin. Und ich warte darauf, dass Gott mir wirklich das gibt, diese Erkenntnis von ihm und die Gemeinschaft mit ihm, damit mein Leben wirklich auf dem Weg ist, den er für mich hat. Unser Leben, müssen wir zum Abschluss festhalten, ist voll. Ist voller Dinge. Und wenn du deine Priorität nicht klar gesetzt hast, dann überrollt dich das Leben mit all den guten Dingen, ganz wie Martha auch. Und du kommst ganz wie Martha an Punkten, wo du unglücklich und unzufrieden und nicht erfüllt bist, weil du großteilig mit guten Dingen beschäftigt bist, die aber alle an dem Punkt das Falsche sind. Doch, wenn du ihn kennen und erkennen lernst, wenn das deine erste Lebenspriorität ist, dann hast du etwas in die Hand, in der Hand, was dir wirklich im Alltag hilft, diese ganzen Dringlichkeiten, die vor dir sind. Wirklich den Stand zu halten und an Punkten zu kommen, wo du Friede im Herrn finden kannst, indem du auf ihn schaust. Zum Beispiel. Wir alle haben unterschiedliche Aufstehzeiten und Aufstehprobleme oder Einfachkeiten. Manche von unseren Kindern sind einfach beim Aufstehen, andere nicht. Zu unterschiedlichen Zeiten in unserem Leben geht es mal so und dann mal so. Ich hatte eine lange Zeit jetzt auch, in der ich mich immer wieder gewartet hatte. Meine beste Zeit mit dem Herrn ist immer frühs. Wir hatten schon alles mögliche andere versucht abends mal Zeit zu verbringen, da bin ich meistens nicht mehr frisch genug, um alles aufzunehmen. Also für mich ist die beste Zeit, 5.30 Uhr oder 6.30 Uhr wirklich eine halbe Stunde mit Gottes Wort zu verbringen. Nun kommen Kinder und alles Mögliche und Krankheiten und all das und du fängst an, das aus dem Leben rauszulassen, weil du müde bist und dann musst du dieses und das nächste noch machen. Aber es kommt ja noch, du wirst es wieder neu machen. Das kann sich Monate, Jahre hinstrecken, wenn du nicht aktiv einschreitest und sagst Stopp. Ich werde alles dransetzen, weil das meine höchste Priorität im Leben ist. Nicht mich zuerst, um mich zu kümmern, ins Bad zu gehen und da eine halbe Stunde zu verbringen, sondern wenn alle Stricke reißen, dann verbringe ich lieber die halbe Stunde mit Gott und mache die anderen Sachen auch noch und kriege das irgendwie noch hin. Also ich muss mir einen Plan machen, eine Priorität setzen, das wird Unterschiede in meinem Leben machen. Vielleicht ein weiteres Beispiel. Ich bin immer wieder mal beschäftigt mit Sachen, die an sich gut sind, aber die nicht unbedingt an dem Punkt dran sind, wo sie sein müssen. Das beste Beispiel ist, vielleicht spreche ich jetzt zu ein paar Leuten, die sind wenige, die Predigten vorbereiten. Es ist fast immer so, zumindest ist es bei mir so, wenn ich Predigten vorbereite, sind in der Woche, in der ich mich vorbereite, die größten Herausforderungen. Dann kommen die größten Sachen auf dich zu, dir fällt auf einmal auf, wie viel aufgeräumt werden musst, dass du schon Wochen irgendwie hättest aufräumen müssen. Solche Sachen kommen dann ständig. Was hilft mir, mich wirklich hinzusetzen und zu fokussieren? Meine Priorität. Jesus sehen zu wollen. Nicht eine Predigt schreiben zu müssen, nicht fertig werden zu müssen, sondern ich möchte wirklich Gott erkennen. Und wenn das mein Antrieb ist, der mich ständig antreibt, dann fällt es mir leicht nein zu sagen zu Dingen. Dann fällt es mir einfacher Dinge wirklich abzukapseln und zu sagen, ich werde diese Zeit brauchen und ich werde sie investieren. Das ist der Unterschied. Das ist, wo Priorität einen großen Alltagsunterschied macht. Oder ich mache mir Gedanken dann darüber, wie ich muss die Küche aufräumen, meine Frau ist krank, die Kinder sind alle auch krank und ich habe gar keine Zeit, um das zu machen. Dann mache ich mir Gedanken darüber, wie kriege ich dann trotzdem in all dem Trubel Zeit mit Gott zu verbringen. Vielleicht während dem Kücheaufräumen mache ich dann eine Predigt an und versuche darauf zu hören oder in einem Auto auf dem Weg. Ich versuche irgendetwas zu finden, um Gott zu hören und Gott zu sehen. Das ist, was meine Prioritäten, wo sie mich hintreiben. Aber wenn ich das nicht habe, wenn ich diese Priorität nicht habe, dann überrollt mich all diese anderen Sachen und Monate und Jahre später habe ich kaum noch Beziehungen mit dem, der wirklich das Beste ist. Und das ist fatal. Also verpflichte dich heute erneut auf diese Suche. Verpflichte dich heute erneut wieder darauf, das, deine erste Sache zu machen, Jesus zu sehen und ihn zu kennen. Haus, Familie, Kinder, Finanzen, Gemeinschaft, Dien, Evangelisieren, alles das ist wichtig, alles das ist gut. Aber das ist alles nur der zweite Schritt. Der erste Schritt muss sein, ihn sehen zu können. Und dann vielleicht ist dieses Gebet, das David gebetet hat, was ich euch nochmal vorlesen möchte, auch das, was vielleicht euer Gebet ausmacht in der nächsten Zeit. Es wird auf jeden Fall meines sein. Psalm 27 Vers 4. Eines erbitte ich von dem Herrn, nach diesem will ich trachten, dass ich bleiben darf im Haus des Herrn mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des Herrn zu schauen und ihn zu suchen in seinem Tempel. Lass auch das unser tägliches Gebet sein. Lass das unsere Ausrichtung sein. Und vielleicht hier noch eine geile kleine Klammer. Das bedeutet nicht, dass das beste Leben für dich ein Leben ist, den ganzen Tag nur Bibel zu lesen und den ganzen Tag sich nur mit Predigten zu beschäftigen. Das bedeutet auch nicht, dass du auf der Arbeit sitzt und Predigten hörst und nicht deine Arbeit machst. Das ist nicht der Punkt. Ja, das hier so Punkt für Martha war nicht, dass sie alles hin, alles schmeißen sollte und keine Gäste mehr haben, sondern nur noch Bibel lesen. Das war nicht der Punkt. Sondern der Punkt ist, wenn das dran ist, dann sollte das deine einzige Priorität sein und es sollte insgesamt in deinem Leben deine Priorität sein. Lass uns zusammen beten und Gott bitten, dass er uns hilft, das auch auszuleben. Treuer Vater im Himmel, wir wollen dich bitten, dass du uns hilfst, dein Wort wirklich ernst zu nehmen. Schenk du uns Ohren, dich zuhören. Schenk du her, dass wir das erkennen, wo wir falsch laufen und wo wir unterwegs sind, wo wir nicht unterwegs sein sollten. Hilf uns her, dass wir das erkennen und umändern können. Gib uns durch dein Geist die Disziplin, diese Dinge auch wirklich zu machen, dich zu suchen und in deinem Wort wirklich die Erfüllung zu finden, die du versprochen hast. Denn deine Versprechen sind gewaltig. Dein Wort ist lebendig, schärfer als ein zweischneidiges Schwert, das uns zurechtschneidet und zusammenstutzt und trotzdem immer wieder aufs neue Hoffnung gibt. Ja, wir sehen in deinem Wort wirklich die großen Versprechen, die du gibst, dass wenn wir dich suchen und wenn wir all den Trubel dieser Welt vor deine Füße legen, dass du uns Frieden in unserem Herzen gibst. Dinge, die wir nicht verstehen können, wie es passieren kann und doch hast du es versprochen und an diese Versprechen halten wir fest. Weil wir wissen, dass du ein guter Gott bist und dass du niemals lügst und dass deine Versprechen wirklich echte Versprechen sind. Hilf uns her, dass wir nicht aufhören dich zu suchen. Hilf uns her, dass wir jetzt nicht nur eine To-Do-Liste machen, Zeit mit dir zu verbringen, sondern dass es etwas ist, was in unserem Kern unseres Wesens das erste, das Vorrangige, vor allem anderes. In deinem Namen wollen wir dich bitten. Amen.
