Du hast wenig Zeit. Tu das Wichtigste! | Prediger 9 | Lukas Güthler
Ja, du hast sehr wenig Zeit, das Wichtigste zu tun. Und das ist die Wahrheit für jeden Menschen, der in diesem Raum hier heute Morgen sitzt. Unser Leben ist sehr kurz. Und wann unser Leben endet, ist völlig unklar. Das ist eine Wahrheit, die sich in Gottes Wort findet, aber die wir auch in unserer Lebensrealität wahrnehmen. Als Kind wächst du heran und du erlebst vielleicht dann irgendwann das Sterben deiner Großeltern, vielleicht dann irgendwann die ersten paar Klassenkameraden. Und dann wirst du älter und diejenigen, die sterben, sind dann nicht mehr die, die weit älter sind als du, sondern vielleicht auch langsam die Gleichaltrigen. Also zuletzt waren das bei mir ein alter Freund aus meiner Fußballmannschaft bei einem Unfall oder eine Klassenkameradin bei mir aus der Berufsschule, die an einer Krankheit stürmt. Und irgendwann bist du vielleicht in einem Alter, wo diejenigen, die sterben, gleichaltrig sind. Und du bist vielleicht, wie bei vielen der Fall ist, der einzige, der im Freundeskreis noch übrig ist von diesen Leuten. In der heutigen Zeit ist der Gedanke an unser Sterben und an unser Tod oft nicht gegenwärtig. Während man früher von seinen Geschwistern vielleicht manchmal sogar die Hälfte verloren hat, können wir heute den Gedanken an unser Tod immer wieder vertagen und immer wieder aufschieben und immer wieder können wir durchs Leben gehen und einen kurzen Moment an den Tod denken und im nächsten Moment haben wir den Tod wieder aus den Augen verloren. Meine Aufforderung an euch ist nicht heute zu einem trübseligen, traurigen Leben, sondern zu einem weisen Leben im Denken an deinen Tod. Mose betet im Psalm 90 Vers 12, Herr lehre uns Bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir ein weises Herz bekommen. Mose stellt also fest, dass Weisheit das Ergebnis sein wird dessen, dass wir daran denken, dass wir sterben werden. Weisheit. Weisheit heute das Wichtigste zu tun, angesichts dessen, dass du vielleicht morgen schon tot bist. Was würdest du nämlich tun, wenn du nur noch eine Stunde hättest zu leben? Dieser Gedanke ist weise, denn du würdest wahrscheinlich die wichtigsten Dinge in diese eine Stunde packen, um diese eine Stunde bis aufs Äußerste auszukaufen. Was das Wichtigste ist, zeigt uns heute Prediger 9 in unserem Text in Gottes Wort. Aber vor wir diesen Text lesen, müssen wir eine Haltung austreiben, die häufig in unserem Herzen ist, wenn wir an den Tod denken. Und diese Haltung findet sich am besten wieder im Stadthalter Felix, zu dem der Apostel Paulus in Apostelgeschichte 24 gesprochen hat. Paulus geht zum Stadthalter Felix und er spricht mit ihm über den Glauben an Jesus und wie dieser Glaube an Jesus sein Leben verändert und sein Verhalten verändert. Und was ist die Reaktion von diesem Stadthalter? Im ersten Moment denken wir, ja, da ist Hoffnung. Furcht erfüllt ihn. Seine Reaktion ist Furcht. Er merkt, eines Tages muss ich Gott gegenüberstehen und Verantwortung ablegen für das, was ich in diesem Leben getan habe. Er denkt für einen Moment an den Tod. Aber im nächsten Moment ist dieser Gedanke verschwunden. Und nicht wie der Kerkermeister Paulus und Silas fragt mit der Frage, was muss ich tun, um errettet zu werden, worauf die Antwort ist. Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden. Nein, seine Antwort ist eine ganz andere. Seine Antwort, die er für Paulus hat, er prokrastiniert. Er sagt zu Paulus, für jetzt geh hin. Für jetzt geh mal weg. Wenn ich aber gelegene Zeit habe, werde ich dich rufen lassen. Lass diese Predigt, diesen Text nicht an dich vorübergehen und sag nach der Predigt, für jetzt geh hin. Und wenn ich dann wieder eine gelegene Zeit habe, mich so fühle, wie wenn ich mich mit solchen harten Wahrheiten beschäftigen kann, dann denke ich mal wieder darüber nach. Sondern geh heute nach Hause und sieh, dass heute die gelegene Zeit ist. Denn wann ist die gelegene Zeit? Angesichts dessen, dass du vielleicht morgen tot bist. Jetzt ist die gelegene Zeit. Für alle gilt sie. Jetzt ist die wohlangenehme Zeit. Sie, jetzt ist der Tag des Heils. 2. Korinther 6, Vers 2. Für alle zählt, sucht den Herrn, während er sich finden lässt. Ruft ihn an, während er nahe ist. Jesaja 55, Vers 6. Und für die jungen Leute hier, sucht, Gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugendzeit. Prediger 12, Vers 1. Jetzt ist die Zeit. Viele sagen, ja, wenn ich jung bin, will ich noch das Leben genießen. Und dann, wenn ich irgendwann so alt bin, also so 30 ungefähr, dann denke ich mal über den Glauben nach. Aber dann ist man 30 und dann macht man Karriere und hat gar keine Zeit, darüber nachzudenken. Und dann sagt man, okay, wenn ich alt bin, vor dem Tod, da lohnt es sich ja, an Gott zu denken. Aber du weißt nicht, wie lange du leben wirst. Und somit ist heute der richtige Zeitpunkt, an deinen Tod zu denken, um heute das Wichtigste zu tun. Bei Felix, er hat diesen Gedanken weggeschoben. Schieb diesen Gedanken nicht weg. Sei wie ein Mann, der im vierten Jahrhundert ausgerufen hat, wie lange noch? Wie lange noch? Morgen und immer wieder morgen? Warum nicht sogleich? Warum soll nicht diese Stunde das Ende meiner Schande bedeuten? Warte nicht auf eine angenehme Zeit, um dir diese Frage zu stellen, was das Wichtigste in deinem Leben ist, angesichts dessen, dass du eines Tages tot sein wirst. Sondern geh mit einer Offenheit an diesen Text heute ran, dass du vergänglich bist, um das Wichtigste zu tun. Wir lesen aus Gottes Wort Prediger Kapitel 9. Prediger Kapitel 9. Dies alles habe ich mir zu Herzen genommen und dies habe ich zu erkennen gesucht, dass die Gerechten und die Weisen und ihre Werke in der Hand Gottes sind. Der Mensch weiß weder um Liebe noch um Hass im Voraus. Es liegt alles verborgen vor ihnen. Alles geschieht gleicherweise allen. Es kann dem Gerechten dasselbe begegnen wie dem Gottlosen, dem Guten und Reinen wie dem Unreinen, dem der Opfer darbringt, wie dem, der keine Opfer darbringt. Dem Guten wie dem Sünder, dem der schwört, wie dem, der sich vor dem Eid fürchtet. Das ist das Schlimme bei allem, was unter der Sonne geschieht, dass allen dasselbe begegnet. Daher wird auch das Herz des Menschen voll Bosheit und Tollheit ist in ihren Herzen ihr Leben lang und danach geht es zu den Toten. Denn für jeden, der noch zu den Lebenden gehört, gibt es Hoffnung. Denn ein lebendiger Hund ist besser daran als ein toter Löwe. Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen, aber die Toten wissen gar nichts und es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil, denn man denkt nicht mehr an sie. Ihre Liebe und ihr Hass wie auch ihr Eifer sind längst vergangen und sie haben auf ewig keinen Anteil mehr an allem, was unter der Sonne geschieht. So geh nun hin, iss mit Freuden dein Brot und tränke deinen Wein mit fröhlichem Herzen, denn Gott hat dein Tun längst gebilligt. Lass deine Kleider alle Zeit weiß sein und lass das Öl nicht fehlen auf deinem Haupt. Genieße das Leben mit der Frau, die du liebst, alle Tage deines nichtigen Lebens, dass er dir unter der Sonne gegeben hat. Alle deine nichtigen Tage hindurch, denn das ist ein Anteil in diesem Leben und in der Mühe, womit du dich abmühst unter der Sonne. Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft, denn im Totenreichen, dass du gehst, gibt es kein Wirken mehr und kein Planen, keine Wissenschaft und keine Weisheit. Und ich wandte mich um und sah unter der Sonne, dass nicht die Schnellen den Wettlauf gewinnen, noch die Starken die Schlacht, dass nicht die Weisen das Brot erlangen, auch nicht die Verständigen den Reichtum, noch die erfahrenen Gunst, denn sie sind alle von Zeit und Umständen abhängig, denn auch der Mensch kennt seine Zeit nicht so wenig wie die Fische, die mit dem tödlichen Netz gefangen werden und wie die Vögel, die man mit der Schlinge fängt. Gleich diesen werden auch die Menschenkinder gefangen zur Zeit des Unheils, wenn es plötzlich über sie kommt. Auch das habe ich als Weisheit angesehen unter der Sonne und sie schienen mir groß. Gegen eine kleine Stadt, in der wenig Männer waren, kam ein großer König und belagerte sie und baute große Belagerungstürme gegen sie. Da fand sich in derselben Stadt ein armer Mann, der weise war, der rettete die Stadt durch seine Weisheit und doch gedachte kein Mensch an diesen armen Mann. Da sprach ich, Weisheit ist besser als Stärke, aber die Weisheit des Armen ist verachtet. Man hört nicht auf seine Worte. Die Worte der Weisen, die man in Ruhe hört, sind besser als das Schreien eines Herrschers unter den Narren. Weisheit ist besser als Kriegsgerät, aber ein einziger Sünder verdirbt viel Gutes. In den ersten zwei Teilen dieser Predigt sehen wir erstens, wie die Wenigkeit deiner Zeit dich zweitens dazu bringt, die wichtigsten Dinge des Lebens jetzt zu machen. Dann sehen wir in den letzten zwei Teilen drittens, wie die Wechselhaftigkeit deines Lebens dich dazu bringt, nicht nur die wichtigsten Dinge zu tun, sondern sie zum richtigen Ziel zu machen, was unser vierter Punkt sein wird. Es wird klar werden, Gott hat klare Prioritäten für deine kurze Zeit. Du hast wenig Zeit, tu das Wichtigste. Aber was ist das Wichtigste? Zuerst schauen wir uns an, dass deine Zeit wenig ist. Dass deine Zeit wenig ist, das betont Salomo häufig im Buch Prediger. Er hadert häufig darum, was die sinnvolle Beschäftigung des Menschen hier auf der Erde ist. Wie jeder Mensch auf Erden überlegt er sich, was der Sinn des Lebens sein könnte und dadurch, dass er unbegrenzte Weisheit und unbegrenzte Mittel hat, hat er alle Möglichkeiten auszuprobieren, Sinn in den Dingen dieses Lebens zu suchen. Er baut sich große Bauwerke, er genießt bis aufs Maximale alles, was er mit seinen Mitteln sich beschaffen kann. Er versucht, irgendeine Bedeutung unter der Sonne zu finden. Unter der Sonne haben wir häufig schon in dieser Predigt 3 gehört und diese Begrifflichkeit kommt in unserem Text sechsmal vor. Und das bedeutet, die gesamte Erfahrungswelt des Menschen hier auf Erden aus Perspektive des Menschen in Ausklammerung Gottes. Und nachdem er alles geprüft hat mit Möglichkeiten und Mitteln, die wir niemals in unserem Leben haben werden, er war überaus reich und überaus weise, kommt er zum Schluss, dass diese Dinge eitel sind, nichtig. Dieses Wort bedeutet so viel wie Dunst oder Dampf. Sie lösen sich in Luft auf, sie haben keine bleibende Bedeutung, keinen Wert, der ewig wert. Und er bezeichnet auch in unserem heutigen Text, dass unser ganzes Leben und alle Tage des Lebens, Kapitel 9, Vers 9, eitel oder nichtig sind. Sehr pessimistisch, oder? Vielleicht, vielleicht auch nicht, werden wir sehen. Aber der Prediger stellt im Buch Prediger sehr häufig uns den Tod vor Augen. Ein Beispiel findet sich in Prediger 3, Vers 20. Alles geht an einen Ort. Alles ist aus dem Staub geworden und alles kehrt zum Staub zurück. Aber es wird immer der Mensch in Beziehung zu Gott gestellt. Immer wird klar, dass allein hier unter der Sonne in den Beschäftigungen und in dem Suchen nach Genuss und Erfüllung in den Dingen dieser Welt keine Erfüllung zu finden ist. Und mit dem Tod vor Augen werden den Menschen Ratschläge gegeben. Beispielsweise, dass der Mensch genießen soll, was wir in unserem heutigen Text sehen werden. Aber es wird auch eine Bedingung für diesen Genuss gegeben. Und zwar spricht Gott und sagt, denn wer kann essen und wer kann genießen, getrennt von mir. Also ein Gottbezug muss beim Menschen da sein, um Sinn zu finden in den Dingen dieser Welt, was wir heute auch sehen werden. Der Prediger stellt also die verzwickte Situation sehr gut dar. Ohne Gott macht die Gleichung Leben keinen Sinn. Sie geht nicht auf. Und alles, was man tut, gewinnt darin ihren Sinn in Beziehung und in Verantwortung vor Gott. Und auch in dem Wissen, dass die Zeit jetzt zählt, um erstens in die Beziehung zu Gott zu treten und zweitens die Dinge zu tun, die über dieses Leben hinausbleibenden Wert haben. Unser erster Punkt betont also, was in fast jedem Kapitel des Buches Predigers betont wird. Deine Zeit ist wenig. Die Versen 1 bis 6. Und in Versen 1 bis 6 beginnt es mit der Aussage, dies alles habe ich mir zu Herzen genommen. Also alles, was jetzt folgen wird, was wir uns ansehen werden, hat er sich zu Herzen genommen. Und das ist auch die Aufforderung an dich heute, dass du das zu Herzen nimmst, dass es nicht an dir vorüber gehst. Zu Herzen nehmen bedeutet, in sich rein lassen, die Offenheit zu haben, nicht die Härte, sich mit einer schwierigen Wahrheit auseinander zu setzen, mit der Bereitschaft sich verändern zu lassen, mit der Willigkeit verändert rauszugehen. Dies alles habe ich mir zu Herzen genommen und dies habe ich zu erkennen gesucht. Ich versuche es so einfach zu formulieren, dass es zu erkennen ist, aber der Text sagt es auch sehr klar. Wir wollen es heute erkennen. Und was erkennt er? Dass die Gerechten und die Weisen und ihre Werke in der Hand Gottes sind. Und das ist ein ganz wichtiger Vers, denn uns werden in diesem Kapitel zwei Kategorien von Menschen vor Augen gestellt. Und Vers 1 beginnt in der Anrede oder in der Beschreibung der Gerechten und Weisen. Sie sind weise und sie sind gerecht. Das ist die erste Kategorie. Die zweite Kategorie wird uns später vorgestellt, aber hauptsächlich wird uns hier die erste Kategorie vor Augen gehalten und die wird auch hauptsächlich angesprochen. Das wird später wichtig. Dies habe ich zu erkennen gesucht, dass die Gerechten und die Weisen und ihre Werke in der Hand Gottes sind. Die Gerechten und die Weisen, was sind das für Leute? Diejenigen, die gottwohlgefällig leben, die gerecht vor Gott stehen, die weise sind in Bezug auf Gott. Sie sind in Gottes Hand. Diese eine Kategorie von Menschen, wo ich hoffe und mir wünsche, dass die meisten in diesem Raum zu dieser Kategorie gehören, von vornherein stellt der Prediger klar, dass diese Menschen in der Hand Gottes sind. Ist alles in Gottes Hand? Natürlich, wir glauben an die völlige Souveränität Gottes, dass er alles in seiner Hand hält, aber dieses in seiner Hand halten deutet auf ein väterliches, liebendes, fürsorgliches in seiner Hand halten, wie wir in einer Predigt zu Psalm 139 vor einiger Zeit gehört haben. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Das tut er, aber auch nicht mit loser Hand. Jesus sagt, dass niemand sie aus seiner Hand reißen wird. Johannes 10,28. Es ist dieses über die Masen große Vorrecht, nicht den grausamen Schlägen des Zufalls unterworfen zu sein. Die Gerechten und die Weisen, die sind in der Hand Gottes und das ist die Kategorie, die hauptsächlich hervorgehoben wird. Sie dürfen in diesem wechselhaften Leben wissen, dass alles, aber auch wirklich alles dem Kind Gottes zum Guten mitwirken muss. Was für Sicherheit gibt es dir? Was für Ruhe? Alles, was du bist und tust, ist als sein Kind und du bist von seiner Liebe umschlossen, von Gnade geführt. Das darfst du in Anspruch nehmen, wenn du ein Kind Gottes bist und das ist dein größtes Glück in diesem Leben. Aber jetzt wird der Mensch wieder allgemein gefasst. Wir hatten jetzt diese eine Kategorie. Wir werden nachher die zweite Kategorie anschauen und darüber hinaus sind ja alle einfach Menschen. Diese andere Kategorie, die jetzt angesprochen wird, im zweiten Teil von Vers 1, der Mensch weiß weder um Liebe noch um Hass im Voraus. Da sind die Gläubigen auch mit innen begriffen, denn Liebe und Hass beschreibt hier das, was der Mensch erleben wird. Du weißt nicht, ob du morgen Liebe oder Hass erleben wirst. Wird morgen eine gute Zeit auf dich warten oder eine schlechte Zeit, eine traurige Zeit, eine freudige Zeit, eine schöne Zeit oder eine böse Zeit? Das weißt du nicht. Vielleicht spekulierst du auf eine schöne Zeit und sagst, alles geht bei mir bergauf und dann geht es bergab oder vielleicht denkst du, alles geht bergauf und plötzlich geht es berg, ja berg, andersrum. Das weißt du nicht. Der Mensch weiß weder um Liebe noch um Hass im Voraus. Es liegt alles verborgen vor ihnen, aber vorausgesetzt du bist ein Kind Gottes, darfst du wissen, dass du in diesem Unwissen in der Hand Gottes bist. Es ist so ein schönes Unwissen. Wer wusste von euch mit drei Jahren, wo eure Eltern euch in den Urlaub hinfahren? Ihr seid einfach eingestiegen, keine Ahnung, am Strand wieder ausgestiegen, gespielt, eingestiegen und je älter man wird, nun sagen wir nicht, haben keine Kinder, aber wenn man so Erwachsene sieht mit Kindern, die in den Urlaub fahren, bei euch Hochstädters, als ihr gepackt habt, da geht es hin und her und die Eltern sind aufgewühlt und planen und denken und sind am Navi und so weiter und so fort. Stress pur, aber die Kinder, die steigen einfach ein und sagen, ach toll, ich freue mich schon richtig auf diesen Urlaub. Schlaf erst mal im Auto, aber die Eltern fahren und so ist es bei den Gläubigen auch. Sie haben keine Ahnung. Weißt du, was morgen sein wird in deinem Leben? Nein, du weißt es nicht. Ich auch nicht, aber du bist in der Hand Gottes, bist du einer dieser Weisen und Gerechten. Das ist das Tröstliche und Schöne, aber dann gehen wir zu Vers 2. Es gibt nämlich eine zweite Kategorie von Menschen, die hier beschrieben wird. Vers 2. Alles geschieht gleicherweise allen. Es kann dem Gerechten dasselbe begegnen wie dem Gottlosen, dem Guten und Reinen, wie dem Unreinen, dem der Opfer darbringt, wie dem, der keine Opfer darbringt. Dem Guten wie dem Sünder, dem der schwört, wie dem, der sich vor dem Eid fürchtet. Und diese zwei Kategorien stelle ich sehr einfach dar. Die kann man unterschiedlich darstellen. Es ist Gläubig, Ungläubig, Sünder, Gerecht, Gottesfürchtig, Gottlos. Diese Kategorie lässt sich in zwei Kategorien teilen und die ganze Menschheit ist in zwei Kategorien aufgeteilt. Nicht in ihrer Wertigkeit, aber in ihrem Stand vor Gott. Es gibt diejenigen, die fest in der liebevollen Hand Gottes eingeschlossen sind und die anderen, die das Gefühl haben, sie sind einfach auf einem Staubkorn, das durchs Weltall geschleudert wird, der völligen Willkür des Universums preisgegeben. Beiden geschieht aber gleicherweise alles. Vers 2. Der Gerechte, der kann krank werden. Der Ungerechte auch. Der Gerechte kann seinen Job verlieren. Der Ungerechte auch. Es passiert ganz vieles. Beiden Kategorien. Euch passieren dieselben Dinge wie anderen Leuten. Also wenn du heute überlegst, Christ zu werden, wird es nicht, um durch dein Christsein reich zu werden. Das wird nicht versprochen. Du weißt nicht, ob morgen dein glücklichster oder dein traurigster Tag sein wird. Aber es gibt eben diese Kategorien und diese Kategorien sind sehr wichtig. Gut und rein, unrein, der der Opfer darbringt, was hier alttestamentlich gesehen diejenigen sind, die Teil des Volkes Israels waren, wie dem, der keine Opfer darbringt, der Gute, der Sünder, heißt, was kannst du in deinem Leben ändern? Vielleicht nicht, dass du den morgigen Tag heraus findest. Christen wissen nichts über die, doch insgesamt wissen wir viel über die Zukunft, aber nicht speziell in unserem Leben. Aber was ist der Unterschied, dass die, die anfangen an Jesus zu glauben, fest umschlossen sind in der Hand Gottes? Aber wie kommt man an diesen Punkt? Wie wechselt man die Kategorie? Wie kommt man vom Unreinen zum Reinen, vom Sünder zum Guten, sodass man dieses Vorrecht der Hand Gottes erlebt? Ein Rabbi schrieb 1981 ein Buch, das hieß, warum guten Menschen schlimme Dinge passieren. Der Titel ist schon mal komplett verrückt, aber er hat auch gesagt, am Ende des Tages geht es nur darum, wie du lebst und wenn du gut lebst, passieren auch gute Dinge in deinem Leben. Also lebe gut, ist das die Botschaft an euch heute. Ihr werdet bald sterben, aber solange ihr lebt, lebt einfach gut, dann passieren gute Dinge und ihr habt ein sinnerfülltes Leben. Nein, es geht um diese Beziehung zu dem Gott, der seine Hand über dich hat. Und dass du erkennst, dass du getrennt bist von ihm durch deine Sünden, dass du dich niederwirfst vor ihm und im Glauben zu ihm aufschaust und ihn annimmst als deinen Retter, weil du völlig hilfsbedürftig erkennst, dass du selber dich nicht bessern kannst, durch alle Selbsthilfeprogramme der Welt hindurch nicht, durch Selbstdisziplin nicht. Ein Kapitel vorher heißt, Gott hat den Menschen aufrichtiger schaffen, sie aber suchten viele Ränke. Wir sind gefallen, wir suchen Gott nicht, aber er hat uns gesucht, um zu suchen und zu finden, dass was verloren ist. All diese Beschreibungen sagen lediglich, da ist einer in richtiger Beziehung zu Gott und der andere nicht. Genauso wie in diesem Raum auch zwei Kategorien von Menschen anwesend sind. Die in richtiger Beziehung zu Gott und die, die keine Beziehung zu Gott haben. Und aufgrund dessen, was er sieht, dass den Gerechten und den Gottlosen gleichermaßen das Gleiche geschieht, ist sein Fazit, das ist schlimm. Vers 3, das ist das Schlimme bei allem, was unter der Sonne geschieht, dass allen dasselbe begegnet. Also wieder ein Bezug zu Vers 1. Es gibt oft keinen Zusammenhang von Ursache und Wirkung. Du magst ein gutes Leben führen und dir passieren schlimme Dinge. Du magst eine gute Tat tun und am nächsten Tag, also Karma existiert nicht, um so viel zu sagen. Jeder Mensch ist von Anfang an Sünder und getrennt von Gott und er darf in diese Beziehung treten durch Glauben an Jesus Christus, der am Kreuz für deine Sünden gestorben ist und darf dann sich unter dieser mächtigen Hand wissen, aber unwissend sein über seine Zukunft. Der Mensch ist voll Bosheit und Tollheit. Er ist also verrückt, wie die Tollwut. Er ist durchgedreht. Wie irrational ist es, ein kürzes Leben zu haben, eine Ewigkeit vor sich, aber in diesem kurzen Leben nicht an die Ewigkeit zu denken. Es wäre wie, wenn ich in einer Raststätte Urlaub mache auf dem Weg in mein Strandhotel. Es wäre wie, wenn ich nur das Vorwort von einem Buch die ganze Zeit lese, ohne zum Hauptteil überzugehen. So sind die Leute, die sich nur auf dieses Leben hier konzentrieren und so leben, wie wenn es kein Morgen gäbe, keine Ewigkeit gäbe. Aber solange du lebst, gibt es Hoffnung. Solange du lebst, gibt es Hoffnung. Und das sehen wir in Vers 4. Denn für jeden, der noch zu den Lebenden gehört, gibt es Hoffnung. Denn ein lebendiger Hund ist besser daran als ein toter Löwe. Nun, es gibt wieder zwei Kategorien von Menschen. Jeder, der ein Hundemensch ist, darf sich melden. Hundemenschen hier? Gar nicht viele. Katzenmenschen? Also die Beteiligung hier ist echt sehr schade. Oder wer ist keins von beiden? Ihr erstaunt mich wirklich. Keine Tiermenschen, okay, gut. Oder andere Tiere? Ich bin ein Kaninchenmensch. Aber die Hunde, die wir heute kennen, sind nicht die Hunde, an die der Schreiber Salomo hier denkt. Salomo denkt an Hunde, die man vielleicht in einem dritten Weltland gesehen hat. So richtige elende Straßenköter, wo Leute herausgeschickt werden, um die abzuschießen, weil sie eine Plage sind. Miffy Boschett bezeichnet sich so in der Bibel. Er sagt, er bezeichnet sich als einen toten Hund. Also es war so eine Bezeichnung für einen selber, dass man das erbärmlichste, elendste, geringste Wesen von allen ist. Und hier wird ein Kontrast gemacht. Das elendste, erbärmlichste, geringste Wesen und der majestätische, mächtige, erhabene Löwe. König der Tiere. Welcher ist krasser und erhabener? Da braucht man kein Hund- oder Katzenmensch zu sein, um zu sagen, der Löwe thront über allen Tieren. Aber ein toter Löwe? Da könnte so ein winzelnder Hund herkommen und er wäre weit besser dran. Warum? Der Text sagt es sehr einfach. Für den, der noch zu den Lebenden gehört, gibt es Hoffnung. Hier in diesem Raum leben alle, hoffe ich. Physisch zumindest. Und solange du lebst, gibt es noch Hoffnung. Aber du weißt nicht, wie lange du lebst. Aber jetzt gibt es Hoffnung. Vielleicht in einer Stunde nicht mehr, vielleicht in zwei Stunden nicht mehr, vielleicht in einem Tag nicht mehr, vielleicht in einem Jahr nicht mehr. Aber jetzt gibt es Hoffnung. Hoffnung worauf? Das werden wir jetzt gleich weiter sehen. Aber jetzt noch ein bisschen eine Frage, die sich stellt. Wir haben ja Prediger ganz gründlich gelesen und studiert und wir sehen im Buch Prediger, dass ja häufig gesagt wird, es ist besser gar nicht zu leben, als zu leben, weil im Leben ja nur schlimme Dinge passieren. Aber diese Aussage ist kein Widerspruch zu unserem heutigen Text, sondern einfach nur eine Beobachtung unter der Sonne. Wenn du alles Leiden auf dieser Welt siehst, wie in den vorigen Kapiteln, dann würdest du auch sagen, also gefühlt ist es aus menschlicher Perspektive besser nicht zu leben, als so ein schlimmes Leben zu haben. Hier wird aber gesagt, mit der Perspektive Ewigkeit und dem ewigen Leben vor Augen und dem, dass es zwei Kategorien von Menschen gibt, dem Gerechten und dem Ungerechten, für den, der lebt, gibt es noch Hoffnung. Und du lebst. Es gibt Hoffnung für dich. Warum gibt es Hoffnung? Weil du weißt, dass du stirbst. Vers 5. Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen, aber die Toten wissen gar nichts. Und es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil, denn man denkt nicht mehr an sie. Ihre Liebe und ihr Hass, wie auch ihr Eifer sind längst vergangen und sie haben auf ewig keinen Anteil mehr an allem, was unter der Sonne geschieht. Du lebst, du weißt, dass du stirbst. Vielleicht hast du es bisher einfach verdrängt und überspielt und lebst einfach im Moment und versuchst einfach nicht weiterzudenken. Oder vielleicht hast du dir schon Gedanken gemacht über den Tod und es ist ein fürchterlicher Gedanke und du versuchst ihn wegzuschieben, aber er belagert dich und er will sich in deinen Kopf schieben, dann lass ihn rein und denk darüber nach. Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen. Solange du lebst, kannst du noch eine Entscheidung treffen, die deine Ewigkeit verändern wird. Aber die Toten wissen gar nichts. Wenn du tot bist, sind die Würfel gefallen, das Spiel ist vorbei, es kann nichts mehr gerüttelt oder gemacht werden. Die Bibel sagt ganz klar, dass es dann nicht wie bei Fußballspielen ein Relegationsspiel gibt, wo du dich dann nochmal hochspielen kannst, um doch nicht abzusteigen. Die Toten wissen gar nichts und es würde ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil, denn man denkt nicht mehr an sie und dann versenkt ihre Liebe und ihr Hass, wie auch ihr Eifers sind längst vergangen und sie haben auf ewig keinen Anteil mehr an allem, was unter der Sonne geschieht. Noch liebst du und hast du und hast Eifer. Noch bist du emotionsgeladen, bist du lebendig. Aber eines Tages wirst du nicht mehr die Möglichkeit haben, Gott zu lieben, die Sünde zu hassen und für Gott zu eifern. Und wenn du Gott noch nicht kennst und liebst, dann ist jetzt der Anfang, es zu tun. Und wenn du ihn schon liebst, erkenne, heute ist der Tag, wo du ihn lieben und die Sünde hassen kannst und für ihn eifern kannst. Wie Jesus gesagt hat, der Ei von deinem Haus hat mich verzerrt. Und dieser Text mit der Ewigkeit und dem Tod vor Augen treibt dich an aus der Trägheit und deinem Schlaf und sagt, greift es an, was du vor dir hast, das sehen wir später jetzt noch. Aber wenn du tot bist, die ganzen Dinge, wofür du leidenschaftlich warst, interessiert keinen mehr. Wenn du ein Fan von irgendeiner Fußballmannschaft bist und immer in der Südkurve gestanden bist, ich bin aus Bayern, deswegen FC Bayern, Südkurve, Allianz Arena, steinigt mich nicht. Dein Platz wird leer stehen und es wird keinen interessieren. Die Fangesänge werden weitergehen ohne dich. Auch dein Dienst in der Gemeinde, da wird jemand anderes kommen. Jetzt ist die Zeit, wo du wirken kannst. Aber vor allem, dass du dich vorbereiten kannst auf die Ewigkeit. Wir Deutschen bereiten alles vor, wir schließen Versicherungen ab, wir sichern uns bis aufs Maximale ab und wenn wir alt sind, dann planen wir sogar noch unser Erbe und schreiben unser Testament und kaufen am besten noch unser Sarg und schauen am Friedhof, wo wir liegen wollen. Aber wir denken nicht darüber nach, was wir nach dem Tod erleben werden. Dass es wichtig wäre, dafür eine Entscheidung zu treffen, wo wir in der Ewigkeit sein werden, bei unserem herrlichen Gott oder getrennt von ihm auf ewig. Jonathan Edwards sagte, überlegt einmal, welchen Wert diejenigen der Zeit wohl beimessen, die ihr Ende bereits hinter sich haben. Zeit ist das Wertvollste der Welt. Was glaubt ihr, welche Gedanken sie über ihre Kostbarkeit hegen, die jede Chance auf das ewige Leben verspielt haben und in die Hölle gekommen sind. Auch wenn sie zu Lebzeiten sehr verschwenderisch mit ihrer Zeit umgingen und ihr keinen größeren Wert beigemessen haben. Wie sehr haben sie doch ihre Meinung geändert, wie sehr würden sie die Chance schätzen, die ihr habt, wenn sie sie nur noch erhalten könnten. Was würden sie nicht alles für einen eurer Tage geben, an denen ihr Gottesdienst feiert. Ihr sitzt heute in diesem Raum, ihr seid beim Gottesdienst. Der größte Teil von Berlin läuft an der Schillingbrücke 4 vorbei und hört heute Morgen nicht das Evangelium. Die Sache, die das gesamte ewige Leben verändern wird. Aber sie würden alles geben, zu uns im Gottesdienst zu kommen. Wir müssten gar kein Marketing machen. Die würden alle hierher kommen wollen, weil sie wissen würden, hier gibt es eine Botschaft, die ihre Ewigkeit verändert. Aber was machst du jetzt mit der Ewigkeit vor Augen? Die Verse 7 bis 10, tu jetzt das Wichtige. Die Zeit ist wenig, tu jetzt das Wichtige. Und das erste ist ein bisschen überraschend, aber wir müssen bedenken, dass der gerechte und der weise hier zuerst vor Augen gemalt wird. Und diese Kategorie von Menschen, die die meisten von euch hoffentlich sind, die wird hier angesprochen und beschrieben. Was diese Leute machen sollen, Vers 7, so geh nun hin, aufgrund dessen, dass du verstanden hast, geh nun hin, iss mit Freude dein Brot und trinke deinen Wein mit fröhlichem Herzen, denn Gott hat dein Tun längst gebilligt oder hat wohlgefallen an deinem Tun. So geh nun hin, deutet also auf den Zusammenhang zum vorigen Text. Und die Reaktion eines Menschen auf die Kürze des Lebens ist, hinzugehen und zu genießen. Okay, aber was unterscheidet diesen Menschen dann von dem, der sagt, lass uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot. Dieser Mann weiß vielleicht, ja morgen sterbe ich, ich lade jetzt alle Freunde rein und wir feiern bis in die frühen Morgenstunden ein Riesenfest. Was unterscheidet diese Aufforderung hier von diesem Mann? Weil derjenige, der zu den Gerechten und Weisen zählt, der gerechtfertigt worden ist aus Glauben und Frieden mit Gott, hat durch den Herrn Jesus Christus, Römer 5 Vers 1, derjenige hat in diesem Leben Frieden. Diejenigen, die in Essen und Trinken ihre Erfüllung suchen, die gehen feiern, weil sie darin alles wollen und alles erwarten und alles haben wollen. Wir als Gläubige, wir erwarten von etwas zu essen und einem Glas Wein nicht mehr als es ist, weil wir wissen, dass dieses Getränk und dieses Essen und diese Gaben Gottes von seiner Hand kommen und wir sie empfangen, aber wir ja nicht nur die Gabe, sondern sogar den Geber, unser Eigen nennen. Er gehört uns. Wenn ich nur dich habe, so verlangt mir nichts nach Himmel und Erde, heißt es im Psalm 73. Gott zu haben stillt jedes Verlangen, auf Erden irgendwas zu haben. Und so kannst du die Gaben Gottes als Christ nehmen und dich an ihnen erfreuen. Aber warum? Weil du nicht in ihnen den Endzweck deines Lebens suchst. Aber die Leute, die darin den Endzweck ihres Lebens suchen, versuchen aus Wein und Essen alles rauszupressen an Sinn, was sie nur können und enden leer und enttäuscht. Gott hat dein Tun längst gebilligt. Warum? Warum hat er Wohlgefallen an deinem Tun? Gott muss zuerst Wohlgefallen an deinem Tun haben, sodass du zu seiner Erde genießen kannst. Er muss in Christus Wohlgefallen an dir haben, sonst isst du und trinkst du, weil du in diesen Dingen Erfüllung suchen möchtest. Wohlgefallen hat Gott an denen, so sagt Salomo in den Sprüchen, nicht an denen, die verkehrten Herzens sind, sind die ihm ein Wohlgefallen, aber sein Wohlgefallen sind diejenigen, die in Lauterkeit wandeln. Oder David, der Vater Salomos, sagt und ich weiß mein Gott, dass du das Herz prüfst und Wohlgefallen hast an Aufrichtigkeit. Gott hat nur Wohlgefallen. Er billigt nur, was seinem Wesen entspricht, was rein und heilig ist. Es ist also nicht einfach, hier der Aufruf, hirnlos zu genießen, weil du morgen stirbst, sondern weil Friede mit Gott herrscht und diese Unruhe von dir fort ist, dass du das genießen, was Gott gibt, solange du lebst. Ob er nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Einer schrieb zu dieser Stelle, die Gläubigen haben zu den Gaben Gottes mehr Recht als die Gottlosen. Was ist also das Wichtige? Gottes Gaben zu genießen, weil wir in den Gaben nicht die Erfüllung haben, sondern in dem Geber der Gaben. Und hier wird weiter beschrieben, wie dieses Genießen aussieht. Vers 8, lass deine Kleider alle Zeit weiß sein und lass das Öl nicht fehlen auf deinem Haupt. Diese freudige Feststimmung, die durch weiße Kleider zum Vorschein kommt, vielleicht auch auf moralische Reinheit bezogen, aber auch Öl, mit dem du zur Festfreude gesalbt wurdest, statt trauriger Stimmung. In den Sprüchen heißt Öl und Räucherwerk erfreuen das Herz. Also ein Freudenfest statt Trauerspiel. Und es geht noch weiter als das. Genieße das Leben mit der Frau, die du liebst, alle Tage deines nichtigen Lebens, dass er dir unter der Sonne gegeben hat. In Vers 9, man wirft oft Salomo vor, er schreibt im Buch Prediger und die Bibel und Gottesordnung sei Frauen verachtend. Salomo selber irrte sehr im Bereich der Ehe und der Beziehungen, die er zu Frauen unterhielt. Er hatte 1000 Frauen. In Prediger 7 sagt Salomo, einen Mann habe ich unter 1000 gefunden, eine Frau aber habe ich nicht gefunden. Und selbst konservative Theologen sagen, ja hier muss man alles im Buch Prediger verwerfen, weil es ist dann mysogyn oder halt Frauen verachtend. An dieser Stelle sehen wir aber im Vergleich zu Prediger 7, dass Prediger 7 aus der Perspektive von Salomo beschrieben ist. Salomo hat unter 1000 Frauen keine Frau gefunden, weil er keine Frau hatte. Er hatte 1000. Er hatte nicht seine Frau gefunden, die er genießen konnte. Hier wird die göttliche Ordnung vor Augen gestellt. Da sagt er, wie ich es gesehen habe, in Prediger 7. In Prediger 9 sagt er als imperative in Befehlsform, genieße das Leben mit der Frau, die du liebst, mit der einen. Also Aufforderung zum Genuss der Gaben Gottes, weil auch eine Ehefrau eine Gabe Gottes ist. Wer eine Frau hat, hat etwas Gutes gefunden, hat Wohlgefallen vom Herrn erlangt, steht in Sprüche 18 Vers 22. Deine Zeit ist also wenig, tu das Wichtigste, aber es bleibt nicht beim bloßen Genuss. Aber es ist schön und so ist Gott. Er erlöst uns und führt uns in diese endlose Prärie des Friedens, in der wir einfach nur vor uns hin spazieren und Wonne und Glück haben, aber es gibt auch einen Auftrag. Tu das Wichtigste, weil deine Zeit wenig ist, im Genießen und jetzt hier im Wirken, Vers 10. Alles was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft, denn im Totenreich, in das du gehst, gibt es kein Wirken mehr und kein Planen, keine Wissenschaft und keine Weisheit. Die Zeit ist so kurz und die Arbeit, die wir zu tun haben, ist so groß, sodass es keine Zeit zu verlieren gibt. Jesus sagte zu sich über seinen Auftrag auf Erden, Johannes 9 Vers 4, ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat. Solange es Tag ist, es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Noch bei uns steht eine Nacht bevor, die Nacht des Todes, der wir alle entgegen gehen und mit dem Tod vor Augen und unserer Endlichkeit, die uns Gläubigen ja schon lange kein Grund zur Furcht ist. Tod, wo ist dein Stachel, rufen wir Christen aus. Tod, wo ist dein Stachel, weil wir wissen, dass unser Tod, der des Gläubigen Tod, nur ein kleiner Übergang sein wird in die Gegenwart unseres geliebten Herrn. Aber trotzdem wissen wir, dass wir keine Zeit zu verlieren haben, weil wir ja trotzdem hier leben und einen Auftrag haben. Die Ernte ist groß, die Arbeiter sind wenig. Deswegen gilt es jetzt das Wichtigste zu tun, das Wichtigste für dich, der du keine Beziehung zu Gott hast, der du noch nicht an Gott glaubst, ist jetzt diese kleine Entscheidung zu treffen, die dein ganzes Leben, aber auch darüber hinaus deine Ewigkeit in eine andere Richtung lenken wird. Dafür ist dein Leben da, als Vorbereitung auf die Ewigkeit. Dieses Leben ist Vorwort zum großen Buch. Es ist wie die Vorschau für den besten Film. Stell dir jetzt mal vor, du stehst auf einem Bahnhof und es gibt viele Ziele und die Züge sind überall voll und dann kommt einer zu dir und zeigt auf einen ziemlich leeren Zug und er sagt, dieser Zug fährt an den schönsten Ort der ganzen Welt. In euren Köpfen kommen jetzt ganz viele unterschiedliche Orte, bei jedem was anderes und er sagt, steige in diesen Zug ein und wir fahren dorthin und es gibt unendlich viele Sitzplätze und du kannst an den Haltestellen so viele Leute mitnehmen, wie du nur möchtest. Dann müsstest du zuerst entscheiden einzusteigen. Vielleicht wärst du als typischer Deutscher auch so, dass du sagen würdest, das ist bestimmt Betrug, weil da hocken auch gar keine Leute drin. Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen und vielleicht auch bei uns im Glauben so. Das mit der Religion, das ist was Veraltetes, Gott und Jesus. Aber dann steigst du ein und du fährst los. Du würdest nicht unnötig anhalten. Du würdest in jeder Station so viele Leute dazurufen, wie es nur geht. Lebe so, dass dieses Leben nur eine kurze Durchreise ist an den hauptsächlichen Ort und nimm so viele mit, wie du nur kannst. Bei den Jüngern ist es so, dass die Schriftgelehrten sehen, dass es ungebildete Leute waren, aber dann heißt es, dass sie sahen, dass diese ungebildeten Männer mit Jesus waren und sie konnten es nicht unterlassen, von dem zu sprechen, der sie erlöst hat. Wir haben wenig Zeit. Wir müssen das Wichtigste tun. Das Wichtigste zuerst ist, die Rettung für dich selber in Anspruch zu nehmen und dann diese Rettung weiter zu tragen an die Menschen in dieser Stadt zuerst, in eurem Umfeld, zu euren Arbeitskollegen, zu euren Klassenkameraden. Denn die Zeit ist kurz. Wie ich diese einen Klassenkameraden aus meiner Berufsschule, obwohl ich mit ihr lange in einem Auslandspraktikum war, ihr nie das Evangelium sagen konnte und jetzt ist sie tot. Chance verpasst. Leben vorbei. Und irgendwann werde ich tot sein und ich kann dann Leuten vielleicht, die in meinem Umfeld waren, nichts mehr sagen. Und bei euch auch. Ihr habt jetzt die Gelegenheit zu wirken und zu tun. Warum? Weil die Zeit wenig ist. Im Totenreich, in das du gehst, gibt es kein Wirken mehr und kein Plan, keine Wissenschaft und keine Weisheit. Es gibt keine nachträglichen Entscheidungen für Jesus. Du kannst nicht nach dem Tod sagen, oh, ich sehe doch, Gott existiert. Ich entscheide mich schnell um. Moment mal. Das geht nicht. Und diese Tatsache weckt dich und schreckt dich und lässt dich diese Dinge ernst nehmen. Diese Tatsache deines Todes, selbst wenn deine Ewigkeit schon sicher bei Gott verbracht werden wird, weckt dich auf aus deiner Trägheit, die du vielleicht in deinem Leben hast. Es gibt ja Zielstrebigkeiten, in deinem Leben für Gott zu leben. Aber noch ein anderer Punkt, dein Leben ist wechselhaft. In Versen 11 bis 12 wird beschrieben, wie dieses Leben, die Zeit nicht nur wenig ist, sondern das Fortbestehen unserer Zeit nicht gesichert ist. Es wird anhand von dem Bild beschrieben, wie Tiere in eine Falle tappen. Also wie ein Fisch ins Netz hinein schwimmt, wie ein Vogel in einer Schlinge gefangen wird. So kommt der Tod über uns und wir fühlen uns vielleicht gesund und sind doch todkrank. Oder wir denken jetzt, ist eigentlich gar keine Gefahr und dann haben wir einen Autounfall. Der Tod kommt schneller und unberechenbar. Der Mensch hat sein eigenes Leben in keinster Weise in der Hand. Und das wühlt uns und schreckt uns noch mehr auf. Wir wollen das Wichtige tun. Aber das ist jetzt keine Predigt, die dich einfach nur zu einem leeren Tatendrang aufruft. So ein Carpe diem Verhalten. Nutze den Tag. Dein Tod kommt bald. Du lebst nur einmal. Sondern was muss man nicht nur tun? Man muss nicht nur das Wichtige tun, sondern auch das Richtige. Und dieses Richtige beschreibt Gott. Er gibt die Prioritäten vor. Und so kommen wir in unserem letzten Punkt zu dem, dass du nicht nur das Wichtige, sondern auch das Richtige tust in den Versen 13 bis 18. Da wird ein Mann beschrieben in einer Stadt. Ein armer, aber ein weiser Mann. Und Salomo schreibt, auch das habe ich, also Vers 13, angesehen unter der Sonne und sie schienen mir groß. Gegen eine kleine Stadt, in der wenig Männer waren, kam ein großer König und belagerte sie und baute große Belagerungstürme gegen sie. Da fand sich in derselben Stadt ein armer, aber weiser Mann, der rettete die Stadt durch seine Weisheit und doch gedachte kein Mensch an diesen armen Mann. Da sprach ich, Weisheit ist besser als Stärke, aber die Weisheit des Armen ist verachtet und man hört nicht auf seine Worte. Die Worte der Weisen, die man in Ruhe hört, sind besser als das Schreien eines Herrschers unter den Narren. Weisheit ist besser als Kriegsgerät, aber ein einziger Sünder verdirbt viel Gutes. Und diese letzten Versen sind ein Übergang schon zum nächsten Kapitel, worüber Sam uns noch mehr zeigen wird in den nächsten Predigten. Allerdings gibt es einen Bezug zu unserem Text, den wir uns heute anschauen. Und zwar sollen wir alles, was unsere Hand zu tun findet, mit all unserer Kraft tun. Und dieses selbe Wort kommt hier in Vers 16 vor, wo es heißt, Weisheit ist besser als Kraft. Und das ergibt schon sehr Sinn. Nicht nur mit leeren Händen jetzt in den Krieg stürmen und sagen, jetzt gebe ich alles für Jesus, aber keine Ahnung was, sondern in Weisheit die Prioritäten zu ordnen, wie Gott sie möchte. Weisheit ist besser, du sollst alles mit all deiner Kraft tun, aber Weisheit ist besser als Kraft. Und dieses Beispiel wird bewiesen daran, wie ein armer, aber weiser Mann eine ganze Stadt rettet, während die ganzen Helden wahrscheinlich protzig in den Krieg gestürmt sind und alle gestorben sind. Vermutlich alles so übermütige, übermotivierte, die dann reingestürmt sind und keine Chance hatten. Aber dieser arme, weise Mann, keine Ahnung was der gemacht hat, das sagt unser Text uns hier nicht, hat irgendeinen Plan geschmied und der ist aufgegangen und hat die Stadt gerettet. Aber er wurde auch nicht geachtet dafür. Ein Beispiel dafür, Jonathan Edwards, von dem ich ein Zitat erwähnt habe, die Biografie über seine Frau heißt eine Ehe, auf englisch heißt es, a marriage to a difficult man, also eine Ehe mit einem schwierigen Mann. Wenn das ein Buch ist, was über eure Ehe geschrieben wird, als Ehemann, das ist schon ziemlich krass. Und dieser Mann wird immer noch als bedeutendster Theologe der USA gesehen oder von Amerika gesehen und warum ist das so? Weil dieser Mann Eifer hatte, er hat mit 17 Jahren geschrieben, ich bin entschlossen mit all meiner Kraft zu leben, solange ich lebe. Aber dieser Mann hatte in den vielen Bereichen, wo er weise war, auch das Problem, dass er manchmal die göttlichen Prioritäten nicht gesetzt hat. Und die göttliche Priorität wäre in seinem Fall gewesen, vielleicht ein bisschen mehr Zeit in seine Ehe zu investieren. Es wird von ihm gesagt, dass er 13 Stunden in seinem Studierzimmer verbracht hat und gelesen hat. Ja, viel Gutes, ich will ihn nicht für euch madig machen, diesen Mann, aber er hat die Prioritäten nicht gesetzt in manchen Bereichen, weil die Bibel, die Ehe soll vor allem in Ehren gehalten werden, die Bibel hat eine Priorität über sein Lesen, natürlich. Und somit sehen wir, ihr sollt alles tun mit all eurer Kraft, aber auf richtige Weise und die Richtigkeit wird von Gottes Wort vorgegeben. Und somit sehen wir hier für diejenigen, die nicht Jesus nachfolgen, diese eine Kategorie von Menschen, die ich vorhin angesprochen habe, für die bedeutet es jetzt die Entscheidung zu treffen, die ihre Ewigkeit prägen wird. Die Entscheidung, Jesus nachzufolgen, der am Kreuz für euch gestorben ist, dass ihr euer Leben jetzt ihm hingebt, weil ihr wisst nicht, ob ihr morgen tot seid oder nicht. Und für euch, die Jesus schon nachfolgt, die zu dieser zweiten Kategorie von Menschen gehört, von denen ich gesprochen habe, für euch bedeutet es, neuen Tatendrang zu haben, aber auch neue Ruhe in dem Wissen, dass Gottes Hände euch umschließen, wie am Anfang gesagt, dass euer Endziel schon gesetzt ist und ihr die kurze Zeit nutzen dürft, die Werke Gottes zu tun, sein Reich zu bauen, sei es morgen bei euch in der Arbeit, sei es, wenn ihr in der S-Bahn sitzt, in all euren Gesprächen, in all eurem Tun, diese Freude zu haben, weil das Ziel schon sicher ist. Und so schließe ich mit der Liedzeile von einem Missionar, wo er schreibt, nur ein Leben, schnell vergeht die Zeit, nur das Werk für Christus bleibt auch in Ewigkeit und möge das über eurem Leben stehen und über alles, was ihr tut. Amen. Ich bete noch. Vater, wir stehen vor dir, wir sind sterblich, vergänglich und wir wissen nicht, wie lange wir hier auf Erden noch haben und dieses Wissen rüttelt uns auf und weckt uns auf. Es weckt uns auf, uns zu überlegen, wie wir in unserer Beziehung zu dir stehen und was wir auch mit unserem Leben machen, wenn wir dir schon nachfolgen. Ich möchte bitten für diejenigen, die vielleicht in sich selber mit sich kämpfen, dich anzunehmen und an dich zu glauben, dass sie diesen Schritt heute tun, angesichts dessen, dass jetzt der Tag zur Entscheidung ist, weil sie ungewiss sind, was der morgige Tag bringt. Und für die, die wir dich kennen und lieben, oh Herr, lass uns nicht träge sein und lass uns nicht solche sein, die unser Leben an uns vorübergehen lassen und die dann nichts für dich getan haben, sondern lass uns heute in den Bereichen, die du uns gegeben hast, sei es in der Arbeit, in der Schule, egal wo, in unserer Familie, eifern für dich, aber auf richtige Weise zu deiner Erde. Amen.
