Gottesdienst 25.01.2026
Durch KI Transkribiert – Bei Fragen meldet Euch gerne an [email protected] Guten Morgen, schön, dass ihr da seid. Wer von euch ist im Glaubensgrundkurs? Oh, etliche. Das ist schön. Sehr schön. Da freuen wir uns besonders drüber. Wir haben einfach die Möglichkeit, jetzt in das Buch Prediger zu gucken. Wir haben gerade gesungen, Gnade so wunderbar. Und wir haben aus voller Kiele mitgesungen. Die Musiker haben uns wunderbar angeleitet und die Freude ist auf uns übergeschwappt. Und gleichzeitig stehen wir vielleicht in Situationen in unserem Leben, wo wir uns fragen, wie kann der sich als perfekt, weise, gut und liebender Gott, wie er sich darstellt, wie kann er, der die absolute Kontrolle über das Universum hat, gleichzeitig die schrecklichen Umstände in meinem Leben zulassen? In einer Welt, die außer Kontrolle zu sein scheint, in einer Welt, in der dir und deinen Geliebten um dich herum schreckliche Dinge geschehen und widerfahren, während die belohnt werden, die eigentlich das Gegenteil bekommen sollten, ist es so schwer, einem souveränen Gott zu vertrauen. Und viele unserer Ängste, unsere Sorgen, unsere Entmutigungen rühren oft daher, dass wir feststellen, ich habe keine Kontrolle über die Dinge. Sie entgleiten mir förmlich aus der Hand. Und hier hilft uns die Bibel und fordert uns auf, dass wir uns nicht so sehr darum drehen sollten, was um uns herum geschieht, sondern dass wir uns immer wieder an das erinnern müssen, was über uns geschieht. Und seht ihr, Menschen setzen alles daran, Einfluss, Macht und Geld zu haben. Manchen Menschen mag das sogar gelingen, aber eins haben sie nie, die absolute Kontrolle über ihr Leben. Und das, was die Menschen wahrscheinlich am meisten versuchen zu kontrollieren, ist gleichzeitig das wertvollste, kostbarste und wichtigste Gut, das wir alle haben. Es ist so kostbar, dass es absolut unmöglich ist, es zu gewinnen. Es ist so wichtig, dass jeder versucht, es irgendwie zu kontrollieren. Und es ist so wertvoll, dass es unmöglich ist, es zu mehren oder zu schmälern. Das, wovon ich rede, ist die Zeit. Sie ist nicht zu kontrollieren und läuft unaufhaltsam, einfach weiter. Und dann stellen wir am Ende fest, wenn die Zeit das Wertvollste ist, was wir alle besitzen, dann ist die Zeit der große Gleichmacher für alle. Denn niemand, egal wie viel Macht, Einfluss oder Geld er hat, kann dadurch seinem Tag eine Stunde hinzufügen, eine Sekunde hinzufügen. Keiner ist in der Lage, dem ständigen Ticken der Zeit zu entfliehen. Und im Endeffekt sind wir alle Gefangene der Zeit und müssen eingestehen, der Sterbliche hat keine Kontrolle über die Zeit. Schaut euch einfach nur Hiob an. Hiob hatte sein Leben scheinbar im Griff. Aber wir bekommen einen Blick über die Sonne, hinter die Kulissen, einen Blick in das Kontrollzentrum des Universums. Und wir stellen fest, Hiob hat sein Leben nicht ansatzweise unter Kontrolle. Sein Leben wendet sich innerhalb eines Tages zum Schlechten, nach einer Weile wieder zum Guten und so weiter. Und bevor wir in unseren Text im Predigerbuch heute einsteigen, möchte ich euch kurz aufzeigen, wie die Sprüche Prediger und Hiob zusammenhängen. Denn im Endeffekt, wenn ihr über Hiob nachdenkt, dann ist Hiob das Ausleben von Sprüche im Buch Prediger im Leben von Hiob. Die Sprüche sind die Weisheitssprüche. Das sind die Sprüche, die Gott als weise und als gerecht vorstellen, als den, der die Welt auf eine faire Art und Weise geordnet hat, sortiert hat. Der Gerechte wird belohnt, der Ungerechte wird bestraft. Mit anderen Worten, du bekommst, was du verdienst. Aber dann kommt das Buch Prediger und die ernüchternde Realität des Lebens, die uns sagt, ein Leben unter der Sonne bedeutet, dass nicht jeder bekommt, was er verdient. Die Welt ist nicht immer fair, das Leben ist unvorhersehbar und absolut schwer zu verstehen. Mit anderen Worten, das Leben ist ein Rätsel, das in einem Geheimnis verschlossen und in einem Mysterium verborgen liegt. Ist Gott wirklich weise und gerecht? Das Leben scheint so oft das Gegenteil zu beweisen. Das Leben scheint so oft unfair zu sein. Und dann kommen wir zu Hiob. Hiob beantwortet diese Frage, ist das Leben wirklich gerecht aus seiner Perspektive? Nämlich sieht es so aus, als ob Gott weder weise noch gerecht wäre. Und gleichzeitig sehen wir, dass die Grösse Gottes, die Perspektive Gottes so unfassbar größer, so viel mehr an Komplexität hat, als wir jemals entscheiden, ergründen könnten. Weil Gott tatsächlich Gott in Weisheit, in aller Weisheit ist. Hiob hätte diese Komplexität niemals verstanden, so sehr er sich auch anstrengt. Und so lernt Hiob Demut zu leben. Er lernt an keiner Stelle, warum er leidet und lebt doch im Frieden und mit der Furcht vor dem Herrn. Was wir durch das Leben von Hiob lernen, ist, dass Hiob zu einer Person geworden ist, die eigentlich vorher schon war, die, egal was kommt, Gutes oder Schlechtes, an Gottes Weisheit und an seiner Kontrolle festhält. Jedes dieser drei Bücher zeigt uns auf seine Weise auf, was es heißt, ein gutes Leben zu führen. Und deshalb dürfen wir sie zusammen betrachten, zusammen lesen und gleichzeitig uns ganz besonders auf das Buch Prediger gemeinsam konzentrieren heute an diesem Gottesdienst. Und bis jetzt haben wir im Buch Prediger gesehen, dass der Prediger in Kapitel 1 mit einer zentralen These beginnt, nämlich, Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist nichtig. Und so wird der Prediger quasi zu einem Faktenchecker, der uns auf den Boden der Tatsachen zurückholt und uns in die Schranken unserer irdischen Begrenztheit weist. Nichtigkeit der Nichtigkeiten, das Wort nichtig, hebel im Hebräischen, wird als Hauch, als Atem oder als Dampf oder sogar Seifenblase verstanden. Und wenn ihr an eure Kinder denkt, die eine Kerze auspusten und sich darüber freuen, wie der Dampf jetzt sich schon wieder bewegt, wenn ihr daran denkt, wie sie sich freuen, wenn Seifenblasen da sind, nur um was zu machen, um sie zu poppen, dann kriegen wir ein Bild davon, was es heißt, dass unser Leben ein Hauch ist. Es sieht vielleicht schön aus, aber es ist so schnell vergänglich. Wir sehen die Vergänglichkeit, die Substanzlosigkeit, die Nichtigkeit des Lebens. Das ist das größte Rätsel verpackt in einem Geheimnis, verborgen in einem Mysterium, das keine Lösung bietet, wenn man es nur aus der Perspektive unter der Sonne betrachtet. Der Prediger fragt in Kapitel 1 auch, welchen bleibenden Gewinn der Mensch von seiner Mühe hat. Und dann kommt er zu Kapitel 2 und er zeigt, wie er mit seinen eigenen Mitteln versucht, das Problem der Vergänglichkeit des Lebens zu lösen. Er beginnt mit der Entschlossenheit, indem er Weisheit und Wissen anhäufte. Er kannte jedoch relativ schnell, dass dieses Studium nur zu mehr Verdruss und Kummer führt und ebenfalls ein Haschen nach Wind ist, weil er das Kummer nicht gerade machen konnte. Daraufhin wendet er sich davon ab und wendet sich dem Genuss und der Freude zu, indem er sich Wein, Bauprojekten, Reichtum, Frauen und Besitz hingibt. Und obwohl ihm seine Mühe vielleicht einen kurzfristigen Freudenstoß schenkt, war das Ergebnis ebenfalls Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Es gibt keinen bleibenden Gewinn unter der Sonne. Und diese Erfahrung führt dazu, dass er frustriert und verzweifelt dasteht, weil er feststellt, dass Weisheit zwar einen kurzfristigen und auch einen relativen Vorteil gegenüber der Torheit auf Erden bietet, aber sowohl der Weise als auch der Tor am Ende dasselbe Geschick erlebt, nämlich sie werden beide sterben. Und das bringt uns zu Kapitel 3, Kapitel 3 und der Realität, dass dein Leben unkontrollierbar und vergänglich, aber nicht außer Kontrolle ist. Und ich möchte mit euch zwei Tatsachen betrachten, die uns ermutigen sollen, unser Leben mit offenen Händen zu leben, unser Leben mit offenen Händen zu halten. Und die zwei Tatsachen lauten erstens, ich bin nicht Gott. Und zweitens, am Ende wird gezählt. Lasst uns den Text aber zunächst lesen, aber bevor wir das tun, möchte ich noch einmal mit uns beten. Toller Gott und Vater, habt du dank, dass du ein Gott bist, der uns aus Gnade gerettet hat, dass es Gnade so wunderbar ist, wie wir gerade gesungen haben. Habt du dank, dass du dein Wort gebrauchst, um es zu überführen, um es zu ermahnen, um es zu erziehen. Und so bete ich, dass du uns allen ein Herz schenkst und Ohren schenkst, die hören und die bereit sind, sich von dem zweischneidigen Schwert durchdringen zu lassen, damit wir lernen und leben, was es heißt, dir zu vertrauen, unser Leben mit offenen Händen zu halten. Gib du Gnade zum Reden, erhalte du meine Stimme und gib du Gnade zum Hören her. Amen. Lasst mich Prediger Kapitel 3 lesen. Gottes Wort sagt, alles hat seine bestimmte Stunde und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit. Geboren werden hat seine Zeit und sterben hat seine Zeit. Pflanzen hat seine Zeit und das Gepflanzte ausreißen hat seine Zeit. Töten hat seine Zeit und heilen hat seine Zeit. Zerstören hat seine Zeit und bauen hat seine Zeit. Weinen hat seine Zeit und lachen hat seine Zeit. Klagen hat seine Zeit und tanzen hat seine Zeit. Steine schleudern hat seine Zeit und Steine sammeln hat seine Zeit. Umarmen hat seine Zeit und sich der Umarmungen halten hat auch seine Zeit. Suchen hat seine Zeit und verlieren hat seine Zeit. Aufbewahren hat seine Zeit und wegwerfen hat seine Zeit. Zerreißen hat seine Zeit und flicken hat seine Zeit. Schweigen hat seine Zeit und reden hat seine Zeit. Lieben hat seine Zeit und hassen hat seine Zeit. Krieg hat seine Zeit und Frieden hat seine Zeit. Was bleibt nun dem Schaffenden von dem, womit er sich abmüht? Ich habe das mühselige Geschäft gesehen, das Gott den Menschen Kindern gegeben hat, damit sie sich damit abmühen. Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit. Auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt. Nur, dass der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann. Ich habe erkannt, dass es nichts Besseres unter ihnen gibt, als sich zu freuen und Gutes zu genießen in seinem Leben. Doch, wenn irgendein Mensch isst und trinkt und Gutes genießt, bei all seiner Mühe, so ist das auch eine Gabe Gottes. Ich habe erkannt, dass alles, was Gott tut, für ewig ist. Man kann nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen. Und Gott hat es so gemacht, damit man ihn fürchte. Was da ist, das ist schon vor Zeiten gewesen. Und auch was sein wird, ist schon vor Zeiten gewesen. Und Gott sucht das Vergangene wieder hervor. Vers 16. Und weiter sah ich unter der Sonne an einer Stätte des Gerichts, da herrschte Ungerechtigkeit. Ungerechtigkeit herrschte an der Stätte des Rechts. Da sprach ich in meinem Herzen, Gott wird den Gerechten wie den Gottlosen richten. Denn er hat dort eine Zeit bestimmt für jedes Vorhaben und für jedes Werk. Ich sprach in meinem Herzen, es geschieht wegen der Menschen Kinder, damit Gott sie prüfe und damit sie sehen, dass sie an und für sich wie das Vieh sind. Denn das Geschick der Menschen Kinder und das Geschick des Viehs ist ein und dasselbe. Die einen sterben so gut wie die anderen und sie haben alle denselben Odem. Und der Mensch hat dem Vieh nichts voraus, denn es ist alles nichtig. Alle gehen an denselben Ort, alles ist aus dem Staub geworden und alles kehrt auch wieder zum Staub zurück. Jeder weiß, ob der Geist des Menschen aufwärts steigt, der Geist des Viehs aber abwärts zur Erde fährt. So sah ich denn, dass es nichts besseres gibt, als dass der Mensch sich freue an seinen Werken, denn das ist sein Teil. Denn wer will ihn dahin bringen, dass er Einsicht in das gewinnt, was nach ihm sein wird? Soweit unser Text. Dein Leben. Unkontrollierbar und vergänglich, aber nicht außer Kontrolle. Das macht dieser Text deutlich. Und so betrachten wir die erste ermutigende Tatsache, unser Leben mit offenen Händen zu halten, unser Leben mit offenen Händen zu leben und die lautet, ich bin nicht Gott. Die ersten 15 Verse zeigen das auf und wir erkennen beim Lesen zwei Wahrheiten. In Vers eins beginnt er alles, hat seine bestimmte Stunde und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit und setzt dem folgenden Gedicht, der Poesie, die folgt, die erste Wahrheit auf, oder setzt ihm die Überschrift vor, die die erste Wahrheit aufzeigt, wir stehen in der Zeit und können sie nicht kontrollieren. Wir stehen in der Zeit und können sie nicht kontrollieren. Mit Vers eins wird direkt deutlich, dass es eben nicht darum geht, dass der Mensch die Kontrolle über die Momente seines Lebens hat, sondern, dass jeder Mensch durch gute Zeiten, schlechte Zeiten, harte Zeiten und leichtere Zeiten geht. In allem aber gilt, wer da durchgeht und wir alle gehen durch diese Zeiten, der benötigt Weisheit, die weit über das eigene Vermögen hinausgeht. Wir sehen hier 14 Paare, die wunderbar angeordnet sind und sehen, dass wir in dieser Zeit stehen. Wir kontrollieren nicht, wann wir geboren wurden, fragt die Neugeborenen in der Gemeinde, ob sie irgendwann gesagt haben, jetzt komme ich raus, passiert nicht. Wir kontrollieren auch nicht, wann wir sterben, Gott hat das in seiner Hand. Und diese Paare sind so angeordnet, dass die meisten, wenn ihr sie lest, die meisten davon drehen sich um Beziehungen miteinander. Aber das Leben unter der Sonne geschieht in Beziehungen, im Miteinander und all diese Zeiten, die meisten von ihnen beziehen sich auf die zwischen Menschen Beziehungen, die wir untereinander haben. Aber ich möchte kurz etwas zu zwei Paaren sagen, weil die anderen sind relativ selbsterklärend und es würde einfach zu viel Zeit in Anspruch nehmen, alle Paare jetzt hier anzuschauen. Vers 5. In Vers 5 heißt es, Steine schleudern hat seine Zeit und Steine sammeln hat seine Zeit. Was hat das zu bedeuten? Manch ein biblekritischer Ausleger, der davon ausgeht, dass der Prediger sehr viel später geschrieben wurde, nicht von Salem, sondern von irgendjemand anderem, der sagt, das bezieht sich auf Geschlechtsverkehr zwischen einem Mann und einer Frau, weil das eben im späteren Judentum genauso verwendet wurde. Aber das ist den Text einfach nur verkomplizieren und zu viel um die Ecke denken. Es ist viel einfacher, den Text genauso zu verstehen, wie er da steht. Felder musste man von Steinen befreien, um sie bebauen zu können. Und dann lesen wir in 2. Könige 3, Vers 19 und der Prophetie, dass der Herr die Moabiter in die Hand Israels gibt, da lesen wir, 2. Könige 3, 19, sodass ihr alle festen Städte und alle auserlesenen Städte schlagen werdet und ihr werdet alle guten Bäume fällen und alle Wasserklellen verstopfen und jetzt kommt’s. Und alle guten Äcker mit Steinen verderben. Steine sammeln, um den Acker zu bebauen, Steine werfen, um meinen Feind daran zu hindern, eine Agrarkultur, eine Agrarwirtschaft aufzubauen, weil das viel Arbeit ist. Fragt Umo. Mit ihm habe ich kurz gesprochen nach der Predigt. Ihr Lieben, das alles hat seine Zeit und das zweite Paar, das ich euch vorstellen möchte, ist, wo ihr denkt, was hat das mit Zwischenmenschen die Beziehung zu tun, ist Vers 7, zerreißen und flicken hat seine Zeit. Heute denken wir, was hat das mit Beziehungen zu tun? In der damaligen Zeit wurden die Kleider zerrissen, wenn man getrauert hat, wenn man Buße über etwas getan hat und wenn die Zeit vorbei war, hat man die Kleider wieder gepflegt. Also auch das hat einen zwischenmenschlichen Charakter. Das heißt, wir stellen fest, wenn wir diese Verse lesen, wir suchen uns die Zeiten, in denen wir aktuell stehen, nicht aus. Wir haben die Zeit nicht in der Hand, wir sind nicht der Herr unserer Zeit. Wir legen nicht fest, wann wir töten, heilen, zerstören, bauen, weinen, lachen, klagen, tanzen, Steine schleudern, Steine sammeln, umarmen und uns der Umarmung entziehen. Wir legen auch nicht fest, wann wir suchen, verlieren, aufbewahren, wegwerfen, zerreißen, flicken, schweigen und reden. Nun vielleicht planen wir Dinge und vielleicht hast du dich heute der Umarmung enthalten, weil du erkältet bist. Nun, die Erkältung war die Zeit, in der du gestellt wirst, da kannst du nicht sehr viel dagegen tun. Vielleicht planen wir Dinge, aber zu keinem Zeitpunkt, weil wir in der Zeit stehen, können wir zu 100 Prozent sagen, dass das, was wir planen, auch garantiert eintritt. Wir lieben, wir hassen, führen Krieg, machen Frieden, alles hat seine Zeit. Und auf der anderen Seite stellen diese Paare nicht eine To-do-Liste da. Eine To-do-Liste, die wir abhaken sollen. Denn wenn das so wäre, wenn das Aufforderungen wären, die wir tun sollen, die in unserer Macht stehen, dann würden wir in dieser Liste nichts Negatives finden, weil Gott uns nicht zu Sünde auffordert. Vielmehr zeigen diese Paare, dass es nicht darum geht, Sünde zu rechtfertigen, sondern sehr vielmehr, dass diese Zeiten in einem Leben unter der Sonne zum Leben dazugehören. Das heißt, ich kann nicht mich hinstellen und sagen, es war halt die Zeit zum Töten. Oder zum Krieg führen oder zum Hassen. Nun, an keiner Stelle wird Sünde gerechtfertigt und können wir das nehmen, um unsere Sünde zu rechtfertigen. Aber ein Leben unter der Sonne bringt all diese Zeiten mit sich. Die meisten geschehen in Beziehungen zu unserem Nächsten und sie liegen nicht in unserer Hand. Und damit wird uns diese erste Tatsache gelehrt. Ich bin nicht Gott. Und die erste Wahrheit, ich stehe in der Zeit und habe keine Kontrolle über die Zeit und die Zeiten, die in mein Leben kommen. Das sehen wir vor allem in Vers 9, wenn der Prediger fragt, was denn dem Schaffenden nun von all dem bleibt, mit dem er sich abmüht. Diese gegensätzlichen Ereignisse des menschlichen Lebens, sowohl gute als auch schlechte, die liegen außerhalb der Kontrolle des Menschen. In einem Moment werden wir zum Lachen aufgerufen und freuen uns über etwas, im nächsten Moment ist uns zum Heulen zumute. Aber wir können kaum hoffen, irgendeinen Gewinn aus diesem sich wechselnden Muster zu ziehen, das sowieso nicht von uns bestimmt wird. Mit anderen Worten, wenn das, was wir heute unter den aktuellen Umständen machen, morgen durch das Eintreten gegensätzlicher Umstände wieder aufgehoben wird und geändert wird, was bringt es dann, sich so viel Mühe zu machen? Was bringt es dann, so viel Mühe in die gestrige Arbeit gesteckt zu haben? Ganz genau so werden die heutigen Bemühungen nur von denen, die morgen sind, von den Morgigen beiseitegefegt. Es sind diese unmittelbaren, unvorhergesehenen Wendungen, die während des Lebens eintreten. Und nicht nur Hiob hat das in seinem Leben erlebt. Er hat diese unvorhergesehenen Wendungen des Lebens erlebt. Die Zahl der Beispiele ist wahrscheinlich so vielfältig wie das Leben eines jeden Einzelnen hier in diesem Raum. Der Plan, eine Predigt vorzubereiten, der durchkreuzt wird, weil ein Kind krank wird und von einer Klassenfahrt abgeholt werden muss. Der Plan, in die USA zu fliegen, wird von einem Schneesturm in Texas vereitelt. Der Plan, Kinder zu bekommen, wird durch Kinderlosigkeit herausgefordert. Dann wird man schwanger und freut sich nur, um später die Nachricht zu erhalten, das Kind ist im Mutterleib gestorben. Oder der Plan, irgendwo hinzufahren, mit dem Auto liegen zu bleiben und nachts um drei noch da zu stehen, durchgefroren und kalt. Wir haben das Leben nicht in der Hand. Wir stehen in der Zeit und können sie nicht kontrollieren. Was der Prediger also sagt, ist, es ist eigentlich sinnlos, seine Mühlsaal und seine Hoffnung in die Lebensumstände zu stecken. Denn was bleibt uns davon, wenn wir es sowieso nicht kontrollieren können? Aber erst neust am Ende dieser Tatsache, dass ich nicht Gott bin. Wenn die erste Wahrheit die ist, dass wir in der Zeit stehen und dadurch keine Kontrolle haben, dann ist das ermutigende Gegenstück dazu die zweite Wahrheit, die wir hier finden. Gott steht über der Zeit und kontrolliert sie souverän. Verse 10 bis 15. Und schon in Vers 9 wird uns ein kleines Wort vorgestellt, das sich durch die nächsten Verse zieht. Das ist das kleine Wort Arbeit, das mit verschiedenen Worten umschrieben wird. Der Schaffende in Vers 9 müht sich ab. In Vers 10 sieht der Prediger das mühselige Geschäft, nur um dann zu Gott zu schwenken und aufzuzeigen, dass Gott letztendlich derjenige ist, der definitiv etwas gemacht und getan hat und es immer noch tut. Gott ist derjenige, der die souveräne Kontrolle über die Zeit hat, weil er über der Zeit steht. Und ich, ihr Leben, ich bin nicht Gott. Schaut zurück in Vers 1. Alles hat eine bestimmte Stunde und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit. Und dann springt zu Vers 10. Gott hat die Ewigkeit, ja, Entschuldigung, ich bin gesprungen hier, Vers 10. Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit. Und eben das schließt den ganzen Katalog aus den Versen 1 bis 8 mit ein, über den wir keine Kontrolle haben. Meine Zeit steht in deinen Händen, weil du Gott über der Zeit stehst. Und dann weiterhin festsehen heißt es, Gott hat die Ewigkeit ins Herz der Menschen gelegt. Nur, dass der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zum Ende ergründen kann. Das heißt, derselbe Gott, der alles zu seiner Zeit bestimmt, ist derselbe Gott, der dem Menschen klarmacht, dass es eine Ewigkeit gibt. Der Mensch ist also dieser Spannung ausgesetzt. Und ein ungläubiger Kommentator sagt dazu, der Mensch ist sich der Idee der Ewigkeit bewusst, aber das ist nur eine Qual weiterer Frustration, weil er unfähig ist zu begreifen, was Gott von Anfang bis zum Ende tut. Und ich zitiere absichtlich einen ungläubigen Kommentatoren, weil er das perfekte Bild ist, das in das Buch des Predigers passt. Ein Plagen unter der Sonne, ohne den Blick über die Sonne, führt zu Frustration, wenn es ohne Gott geschieht. Die Ewigkeit im Herzen des Menschen unterstreicht lediglich die absolute Vergänglichkeit des Moments, in dem wir uns jetzt aktuell befinden. Die Beschäftigung, die Gott dem Menschen also gegeben hat, um ihn in seine Schranken zu weisen, um zu zeigen, hey, du bist nicht Gott, ist die Ewigkeit. Die Ewigkeit in dem Herzen des Menschen, die diese Wahrheit, die unweigerlich mit der Realität eines jeden Moments im Hier und Jetzt konfrontiert wird. Und das ist eine Ironie des menschlichen Lebens. Die Menschheit kann auf der einen Seite nur im Moment der Zeit leben und nur im Moment der Zeit erkennen, was Gott getan hat, aber auf der anderen Seite kann sie nur hoffen. Nur hoffen darauf, weil irgendwie gibt es was, aber ich kann es nicht erforschen, diese Ewigkeit. Wir können niemals entdecken, was Gott von Anfang bis zum Ende tut. Und so sagt der Prediger in den Versen 12 und 13, genieße das Gute in deinem Leben, aber sei dir bewusst, dass es von dem kommt, der über der Zeit steht. Nicht nur, dass es von ihm kommt, nein, Gott kontrolliert es souverän. In Vers 14 sehen wir das, wenn es heißt, ich habe erkannt, dass alles, was Gott tut, für ewig ist, man kann nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen. Das, was Gott festlegt, wird eintreten. Aber warum hat Gott das so gemacht? Warum hat Gott alles festgelegt und man kann nichts hinzufügen und nichts hinzutun? Was sagt unser Vers, Vers 14, damit, damit man ihn fürchte. Und das ist die Quintessenz, die Hauptaussage vom Prediger. In Prediger 12, Vers 13, ganz am Ende, wenn der Prediger zurückblickt, sagt er in 12, Vers 13, lasst uns die Summe aller Lehren hören. Also er schaut auf alles zurück und sagt, lasst uns jetzt den Zusammenfassung hören. Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus. Gott steht über der Zeit und hat die souveräne Kontrolle und es gibt nichts Neues unter der Sonne. Vers 15, und deshalb können wir unser Leben mit offenen Händen halten und leben. Und so müssen letztendlich alle Situationen dieses scheinbar unkontrollierbaren Lebens in diese erste Tatsache einsortiert werden. Ich bin nicht Gott. Und jetzt sitzt du hier und denkst vielleicht, das gefällt mir aber nicht. Ich will gerne am Steuer meines Lebens sitzen. Ich will gerne das Ende von Anfang an kennen. Ich will alle Lebensabschnitte und Lebensumstände meines Lebens vollkommen unter Kontrolle haben. Nun, dann kann ich dir nur sagen, du bist nicht Gott. Alle Lebensabschnitte und alle Lebensumstände sollen dir dazu dienen, Gott an den Platz zu stellen, an dem er sowieso schon steht. Er ist der souveräne Herrscher des Universums, der über der Zeit steht und somit die absolute Kontrolle hat. Und das macht Gott auch Hiob klar, indem er ihn seine Weisheit sehen lässt und seine Größe sehen lässt in einem Sturm. Zeigt er sich Hiob und zeigt sich in diesen unvorhergesehenen Umständen des Lebens, in dem Hiob sich befindet. Und sagt Hiob im Endeffekt, Hiob, ich bin derjenige, der Billionen von Leben und Tausende Generationen mit all ihren unaussprechenden Leiden und Freuden in ein perfektes Bild webt, das niemand außer mir von Anfang an kennt. Ich bin Gott und du nicht. Und die Reaktion von Hiob, die kennen wir, er legt sich die Hand auf den Mund und fällt nieder und betet an und will nichts weiter sagen. Tatsache Nummer eins, ich bin nicht Gott. Ihr zwei Wahrheiten, wir stehen in der Zeit und können sie nicht kontrollieren, Gott aber steht über der Zeit und kontrolliert sie souverän. Nun, wenn wir uns damit beschäftigen, dass unser Leben unkontrollierbar und vergänglich, aber nicht außer Kontrolle ist, dann haben wir die Unkontrollierbarkeit gerade gesehen. Ja, wir haben es nicht in der Hand und die Vergänglichkeit wird uns in der zweiten Tatsache, die uns ermutigen soll, das Leben mit offenen Händen zu halten, deutlich. In Versen 16 bis 22 sehen wir, am Ende wird gezählt. Und wir finden drei Wahrheiten, die damit zu tun haben, dass am Ende gezählt wird. In Versen 16 bis 18 sieht der Prediger die Ungerechtigkeit an den Orten, an denen eigentlich Gerechtigkeit, Recht und Rechtsspruch herrschen sollten. Korruption, Manipulation, zwielichtige Machenschaften, das hat sich bis heute nicht geändert. Das ist auch in unseren Städten des Rechts heute gang und gäbe, aber nicht nur in der Politik. Wir denken vielleicht auch an die Schulen, an die unsere Kinder gehen und wir lernen schnell, das Leben ist nicht fair. Weil Schüler unmöglich miteinander umgehen, ungerecht miteinander umgehen und Lehrer das entweder nicht sehen oder nichts dagegen unternehmen oder sogar nicht einmal etwas dagegen unternehmen dürfen. Wir sehen Ungerechtigkeit an Städten, an denen eigentlich Gerechtigkeit herrschen sollte. Und dann kommt Vers 17 in unserem Text und die erste Wahrheit, das am Ende gezählt wird, finden wir hier. Gott wird gerecht richten. In dem Wissen, dass Gott über der Zeit steht und sie souverän kontrolliert, weil er alles zu jeder Zeit sieht, können wir den Mut und den Trost darin erfahren, dass nichts außerhalb seines absolut gerechten Richterspruchs bleibt. Er wird alle richten. Und das zu wissen, hilft mir auf das Ende zu schauen und nicht an der Kontrolle meines unkontrollierbaren Lebens festzuhalten, sondern es dem zu übergeben, der gerecht richtet. So wie unser Herr Jesus Christus das getan hat, wenn ihr 1. Petrus 2 liest, als er geschmäht wurde, schmäht er nicht wieder, als er hat seinen Mund nicht aufgetan, warum nicht? Weil er es dem anvertraut hat, der gerecht richtet. Gott hat die Kontrolle und alles zu seiner Zeit bestimmt für jedes Vorhaben und jedes Werk. Vers 17 nach wie vor, ihr Lieben, das hilft uns hoffentlich zu begreifen und auch zu glauben, dass ich kein Minigott bin, dem die Welt um sich herum gehört. Alle Teile unseres Lebens wurden uns anvertraut und Gott allein weiß ganz genau, wie sie alle zusammengehören und welchen Lauf sie ganz exakt nehmen werden, weil Gott sich um seine Schöpfung kümmert. Was auch immer uns an Falschheit und Bosheit angetan wird, Gott wird gerecht richten. Deshalb können wir mit offenen Händen leben, weil am Ende gezählt wird. Die zweite Wahrheit dieser Tatsache finden wir in Versen 18 bis 21. In wenigen Worten zusammengefasst, wir werden alle sterben. Und ihr könnt das hysterisch sagen oder ihr könnt das ruhig sagen, wir werden alle sterben. Der Sündenfall hat für die gesamte Schöpfung dieselbe Konsequenz, nämlich den Tod. Ob Mensch oder Tier, alles kehrt zu Staub zurück. Und was der Prediger hier macht, ist nicht eine Bestätigung der Evolutionstheorie. Nee, man sagt, der Mensch stammt vom Tier ab, sondern lediglich, dass er aufzeigt, eine Stufe, wir stehen mit den Tieren auf einer Stufe, wenn es um das menschliche Leben geht. Am Ende werden wir alle sterben. Und das Leben, das menschliche Leben ist nicht unsterblich. Es ist ewig, für die Ewigkeit geschaffen, ja, aber es ist nicht unsterblich. Wir alle werden sterben. Und Zeit ist der große Gleichsteller, denn am Ende kommt der Tod und dann wird gezählt. Und viele bis alle Menschen, die ein Leben unter der Sonne leben, ohne den Blick auf Gott, wollen dieser Realität, diesen Gedanken so lange entfliehen, wie sie nur können. Sie haben Angst vor dem Tod, Hebräer Kapitel 2. Sie wollen es nicht wahrhaben, dass mit der Sicht unter der Sonne, unter dem Himmel, alles irgendwann mal vorbei ist. Und das sehen wir, wenn wir in die Welt gucken. Wenn wir in die Schönheitsmedizin schauen, wenn wir uns Filme anschauen, in denen Zeit auf einmal als ein Handelsgut gebraucht wird, weil der Mensch ewig leben möchte, weil Gott die Ewigkeit in sein Herz gelegt hat und er versucht, der Realität des Todes zu entfliehen. Und dann kommt die Frage aus Vers 21 zurecht, wenn ich ein Leben unter der Sonne führe. Wer weiß schon, was danach passiert? Denn am Ende unterscheidet sich ein totes Tier nicht wirklich von einem toten Menschen. Das Leben nicht mit offenen Händen zu halten, in der Gegenwart eines souveränen Gottes zu führen, kann dann nur zu Frustration, zu Angst und zu Sorgen führen, weil der Tod auf der einen Seite ist und das Sterben kommt. Wir werden sterben. Deshalb die dritte Wahrheit dieser Tatsache, das am Ende gezählt wird, Vers 22. Freue dich am Heute. Freue dich am Heute. Die Werke sind Teil des Lebens, bevor es zu Ende geht. Es ist eine unausweichliche Tatsache des Lebens, dass Arbeit dazugehört und wir dürfen uns daran freuen. Liebe, es ist in Ordnung, dich an dem Werk deine Hände zu freuen, solange du die Freude an dem Werk deine Hände nicht zu dem Ziel deines Lebens machst. Gott schaut die Schöpfung an Tag 6 an und sagt nicht, es war jetzt aber so anstrengend und eigentlich… Ja, wozu? Da sagt Gott und siehe, es war sehr gut, es war super, es war klasse, es war spitze. Er freut sich an seiner Schöpfung. Er beschwert sich nicht über das Werk seine Hände. Und dann schließlich in Vers 22 dieser ernüchternde Ausspruch, denn wer will ihn dahin bringen, dass er Einsicht in das gewinnt, was nach ihm sein wird? In Kapitel 1, Vers 11 sagt er das Gleiche über die Führer der Nationen. Wenn sie traurig sind, gedenkt man ihnen nicht mehr. Was ist die Wahrheit dahinter? Nun, freue dich am Heute, denn keiner von uns kann jemals wissen, was passiert, nachdem wir gestorben sind. Was unter der Sonne hier auf dieser Erde passiert. Ein sehr guter Freund und Pastor aus den USA hat folgenden Spruch über sein Leben gestellt. Er hat immer wieder gesagt und sich das vor Augen gehalten, das Ziel meines Lebens ist es, Gott die Ehre zu geben, zu sterben und in Vergessenheit zu geraten. Was für eine weise Aussage. Was ist für eine weise Aussage, die uns daran erinnert, dass wir zwar unter der Sonne leben und sterben, aber am Ende bei Gott dem gerechten Richter gezählt wird. Das Ziel meines Lebens, Gott die Ehre zu geben, zu sterben und in Vergessenheit zu geraten. Freue dich am Heute. In einer Welt, die außer Kontrolle zu sein scheint, in einer Welt, die dir und deinen Geliebten durch ihre schrecklichen, boshaften Situationen in Situationen stellt, ausweglos scheinen, während die belohnt werden, die eigentlich das Gegenteil bekommen sollten, ist es herausfordernd, Gottes Souveränität zu vertrauen. Wie sollten wir das Leben mit einer offenen Hand leben? Wie sieht das praktisch aus, wenn wir die Wahrheiten aus Prediger 3 anwenden wollen? Dazu möchte ich euch ein Hilfsmittel an die Hand geben. Ein Hilfsmittel, das ich sehr häufig in der Seelsorge einsetze. Ein Hilfsmittel, das die praktische Auswirkung der Souveränität Gottes im täglichen Leben anwendet und uns hilft, unser Leben mit offenen Händen zu halten. Wir gehen zur nächsten Folie, bitte. Wir sehen zwei Kreise. Der kleinere Kreis ist der Kreis der Verantwortung. Das steht für die Dinge, zu denen Gott dich und mich berufen hat und die du keinem anderen überlassen kannst. Das sind deine täglichen, von Gott geforderten Aufgaben, die er in seinem Wort offenbart. Und die einzig richtige Reaktion darauf, auf diesen inneren Kreis, ist es sorgfältig und treu, durch Gottes Gnade das umzusetzen und gehorsam zu sein. Viele andere Dinge im Leben nehmen unsere Aufmerksamkeit so oft in Anspruch, beschäftigen uns so sehr und liegen uns so schwer auf dem Herzen, bereiten uns Sorgen, lassen uns nachts wach bleiben, weil sie nicht in unserer Verantwortung liegen, weil wir sie nicht ändern können, weil Gott uns in eine bestimmte Zeit hineinstellt, die wir vielleicht nicht fassen können. Und das sind die Dinge, die wir in den Kreis der Souveränität einordnen und daran arbeiten, Gott in allem zu vertrauen, weil er der Herr aller Zeit ist. Wenn ich also in Lebensumständen stehe, die herausfordernd sind, dann möchte ich diese Balance halten und die Dinge richtig einsortieren. Ein Leben zu führen, zu dem Gott uns berufen hat, beinhaltet, dass wir lernen, dass wir wissen, welche Situationen, welche Dinge, welche Herausforderungen in welchem Kreis gehören. Wenn ich zu viele Dinge in meinem Kreis, in meinen Kreis packe, in meine Verantwortung, die eigentlich in den Kreis der Souveränität gehören, dann werde ich kontrollierend, dann werde ich mein Leben mit geschlossenen Händen halten und sagen, so muss das sein, dann werde ich herrschend und gleichzeitig von Sorgen und Frustration geplagt sein. Gott öffnet uns nicht alles. Er öffnet uns nicht alles, aber er stellt uns in die Zeiten, die er zuvor bestimmt hat. Auf der anderen Seite können wir sagen, ich lasse alles los und lasse Gott machen. Let go and let God. Und ich verkleine meinen Kreis und werde passiv und versündige mich ganz genauso. Hier ein kleiner Test für uns alle. Überlegt euch kurz, überlegt mit, in welchen der beiden Kreise folgende Aussagen einzuordnen sind. Ihr müsst das nicht laut machen, einfach nur mental dabei sein. Bibelstudium, mein persönliches Bibelstudium, definitiv in den Kreis meiner Verantwortung. Fleiß bei der Arbeit, das ist meine Verantwortung, fleißig und treu zu arbeiten. Errettung deiner Kinder oder deiner Familienangehörigen, Kreis der Souveränität. Sobald ich meine, ich muss meine Kinder retten, wird es herausfordernd in meinem Leben. Habe ich die Verantwortung, meine Kinder treu zu erziehen und auf das Evangelium hinzuweisen? Ihr dürft alle nicken, auf jeden Fall. Steht es in meiner Macht und Verantwortung, dass meine Kinder gerettet werden und das Evangelium begreifen, ihre Knie vor dem Herrn beugen? Nein, das ist der Kreis der Souveränität. Treuer Dienst in der Gemeinde, Kreis der Verantwortung, das Wetter und der Berliner Verkehr. Wir hätten das so gerne, oder? Ich würde gerne wissen, wenn ich Sonntag morgens zur Gemeinde fahre, dass nicht irgendwo ein Marathon stattfindet und alles gesperrt ist. Es ist aber der Kreis der Souveränität. Genauso wie das Wetter, der Kreis der Souveränität Gottes ist. Zeit im Gebet, meine persönliche Verantwortung. Deine Zukunft? Hier können wir auseinandernehmen, auseinanderklamüsern. Ja, natürlich soll ich verantwortungsvoll planen, aber mit offenen Händen. Weil im Endeffekt weiß ich nicht, was morgen passiert. Aber ich möchte die Schritte gehen in dem Vertrauen, dass Gott alles lenkt, weil er über der Zeit steht. Und ihr Lieben, ihr seht, dass die Situationen in eurem Leben, in die Gott euch stellt, dass sie so besser einsortieren können. Einmal überlegen, in dieser Herausforderung, in der ich stehe, was ist eigentlich meine Verantwortung und was ist Gottes Souveränität in dem Ganzen. Und so könnt ihr euer Herz vor Angst und Verzweiflung schützen. Weil ihr euch davor schützt, in Gottes Souveränität vorzudringen und seinen Job an euch reißen zu wollen. Es schützt euch aber gleichermaßen vor der Passivität. Weil ihr einordnet, ich sollte innerhalb von Gottes Souveränität habe ich Verantwortung, die ich einnehmen soll, die ich ausüben soll. Und so schützt uns das vor Passivität. Und Prediger 3 macht deutlich, mein Leben ist unkontrollierbar und vergänglich, aber niemals außer Kontrolle. Warum nicht? Weil der kleine Kreis sich wo befindet? Im großen Kreis, in der Souveränität Gottes. Das heißt, du kannst und ich kann, wir können unser Leben mit einer offenen Hand halten. Und wir können darin wachsen zu sagen, wisst ihr, es gibt viele Zeiten, in denen ich stehe, die ich absolut nicht verstehe. Aber ich weiß, ich weiß, dass mein Vater souverän darüber steht. Ich weiß, dass er weise und gut ist, auch wenn es sich im Moment vielleicht nicht so anfühlt. Weil ich weiß, dass er seine Kinder liebt. Und im Licht dieser zwei Tatsachen, ich bin nicht Gott und am Ende wird gezählt, die uns ermutigen unser Leben mit offenen Händen zu halten, möchte ich euch noch mit vier abschließenden Fragen herausfordern. Frage Nummer eins, in welchen Bereichen deines Lebens versuchst du die Kontrolle zu haben? Und mit Frage eins anhergehend, wie würde es aussehen, wenn du diese Kontrolle dem übergibst, der sie wirklich hat? Frage Nummer zwei, glaubst du, dass Gott die absolute Kontrolle hat? Glaubst du, dass Gott seinen Sohn für dich gegeben hat? Und wie wir in Galata lesen, wann? Zu einer ganz bestimmten Zeit. Als aber die Zeit erfüllt war, sandte er seinen Sohn. Hast du dein Vertrauen und dein Glauben auf Christus, seinen Tod, seine Auferstehung an deiner Stadt gesetzt? Dann kannst du das Leben unter der Sonne genießen, weil du über die Sonne hinaus schaust. Das war die zweite Frage. Die dritte Frage, wie kannst du die Zeit, die Gott dir jetzt gerade anvertraut hat, besser zu seiner Ehre nutzen? Wie kannst du die Situation, in der du dich jetzt gerade stellst, besser zu seiner Ehre nutzen? Und dann setz dich hin und mach diese zwei Kreise und klamüse das auseinander. Und die vierte Frage, es kommt ein Gericht. Hier lesen wir, dass das Gericht für alle kommt. In 2 Gründer 5, Vers 10 lesen wir, dass wir alle vor dem Richterstuhl Christi erscheinen müssen und Rechenschaft ablegen. Und damit die Frage, welchen Unterschied sollte diese Tatsache, dass das Gericht kommt, in deinem Leben und in deinem Sorgen von heute machen? Dein Leben ist unkontrollierbar und vergänglich, aber niemals außer Kontrolle. Und deshalb befehle es heute der Kontrolle Gottes an und demütige dich unter seine mächtige Hand, so wird er dich erhöhen. Zu was? Zu seiner Zeit. Lass mich beten. Du bist der Herr aller Zeit, wenn Herrscher kommen und gehen, wenn Stürme da sind, wenn wir Angst haben, dann wissen wir, dass du über der Zeit stehst. Ich danke dir dafür, dass du uns das Vorrecht gibst, diese Wahrheit in der Schrift zu betrachten, diese Tatsachen zu sehen, dass wir nicht Gott sind, nicht mal ansatzweise unser Leben kontrollieren können, die Zeiten kontrollieren können, die du uns stellst. Und so hilfst du jedem einzelnen von uns, dass wir darin wachsen, dass wir darin wachsen, das Leben mit offenen Händen zu halten und dir anzuvertrauen. Und gleichzeitig dann wachsen unsere Verantwortung, unsere Reaktion auf die Situation, in die du uns stellst, anzugehen und mit Verantwortung wahrzunehmen, damit du geehrt wirst, damit du großgemacht wirst und damit wir in der Furcht vor dir selbst weiter wachsen. Amen.
