Diakone: Diener der Gemeinde
Durch KI transkribiert – Bei Fragen meldet Euch gerne bei [email protected] Lass mich zu Beginn noch einmal mit uns beten. Vater, wir stehen vor dir, dem Gott, der über allem steht, der Gott, der uns erschaffen hat, der Gott, der uns errettet hat, der Gott, der aber vor allen Dingen sich selber klein gemacht hat um unsere Willen. Wir stehen heute vor dir als deine Kinder, weil du zuerst aktiv wurdest, weil du dich der Sünde angenommen hast, weil du bereit warst ans Kreuz zu gehen und das zu tragen für uns, was keiner von uns tragen konnte. Und Herr, wir sind uns bewusst, dass jedes Opfer, das wir dir bringen, jede Tat, die wir für dich tun, jedes gute Werk, das wir jetzt in der Lage sind zu tun, für dich nicht annähernd widerspiegeln kann, was du Großes getan hast. Und Herr, wir preisen dich dafür, wir loben dich dafür, dass deine Gnade so groß geworden ist und dass sie bis heute völlig genug ist, dass wir nichts anderes brauchen um befreit zu werden, dass wir nichts anderes brauchen um unsere Hoffnung zu finden, dass wir nichts anderes brauchen um erfüllt zu werden, sondern dass du allein genug bist. Und Herr, wenn wir heute vor dir stehen, dann brauchen wir genau diese Erinnerung. Deine Gnade ist genug und du bist genug. Und wir wollen uns wieder neu ausrichten auf das, was du für uns hast. Wir wollen neu unseren Dienst dir zur Ehre ausrichten. Wir wollen auch als Gemeinde deinem Wort entsprechend leben. Und deshalb danken wir auch dir dafür, dass du ein Gott bist, der geredet hat und der weiter redet, dass du dich offenbart hast in deinem Wort, dass du auch heute noch in dieser Stunde durch dein Wort reden möchtest, durch deinen Heiligen Geist. Und darum bitten wir dich. Schenk Gnade, dass dein Wort heute auf fruchtbaren Boden fällt. Schenk Gnade, dass offene Herzen, offene Ohren bereitet sind. Schenk Gnade, Herr, dass wir nicht nur Hörer, sondern Täter deines Wortes werden und umsetzen, was du von uns möchtest. Und so bitten wir dich an diesem Morgen. Rede du, denn dein Job vollkört. Amen. Wir befassen uns heute mit einem Thema, das sehr viele unterschiedliche Auffassungen mit sich bringt. Wenn ich den Begriff Diakon in den Raum stelle, dann hat jeder eine andere Prägung oder eine andere Annahme davon, wie ein Diakon wirkt bzw. was ein Diakon ist. In manchen Kreisen ist ein Diakon ein Mädchen für alles. Ein Hausmeister, eine Putzkraft, ein Gärtner und Handwerker noch dazu. Für andere ist ein Diakon der Buchhalter der Gemeinde, der Armenversorger der Gemeinde, der Assistent in der Gemeinde. Für andere wiederum ist ein Diakon von seinen Tätigkeiten her kaum von einem Ältesten zu unterscheiden. Er predigt, betreibt Seelsorge, zum Teil betreut er ganze Gemeinden und öfter schon in Gesprächen, die ich hatte mit Diakonen aus anderen Gemeinden oder angehenden Diakonen in anderen Gemeinden. Und ich sie gefragt habe, nun, was machst du eigentlich bzw. was ist dein Aufgabengebiet als Diakon, kommt oft die Antwort zurück, nun ja, was ein Diakon nun mal so macht. In der katholischen Kirche ist das Diakonenamt die Vorstufe zur Priesterweihe. In der evangelischen Landeskirche findest du Diakonissen unverheiratet mit Uniformen und Hauben unterwegs. In der Welt wird Diakonie nichts anderes als ein Pflegedienst oder ein Krankenhaus verstanden. Und so stehen wir, wenn wir diesen Begriff Diakon nutzen, vor einem Begriff, über den es keinen Konsens gibt, weder in der evangelikalen Welt noch darüber hinaus. Der Begriff ist sehr unterschiedlich behaftet. Und so wollen wir uns heute mit drei Aspekten des Dienstes grundsätzlich befassen. Und diese drei Aspekte sind Voraussetzungen für dich, um zu verstehen, was ein Diakon eigentlich ist. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass wir mit einer Predigt nicht alle Fragen ausräumen werden. Aber mein Ziel ist es, mit euch heute eine Richtung einzuschlagen, auf der wir weiter vorangehen können. Nun, eigentlich hatten wir heute eine Einsetzung vorgesehen. Die haben wir aus verschiedenen Gründen erst einmal verschoben. Aber wir Älteste waren der Überzeugung, dass es trotzdem gut ist, einmal das Thema Diakone in einer Predigt zu behandeln. Was ist ein Diakon? Was macht er? Was ist das grundsätzliche Verständnis, das wir brauchen, um den Diakon richtig einzuordnen? Jetzt wird einer von euch sagen, Moment mal, was ist denn hier los? Normalerweise bewegen wir uns Textstelle um Textstelle voran. Wir sind in Römerbrief unterwegs, wir sind in Prediger unterwegs. Und jetzt heute steht was ganz anderes vorne auf der Folie. Was ist hier los? Da möchte ich euch noch mal einen kurzen Einblick machen, was wir mit einer Predigt vervollständigen wollen. Bewerkstelligen wollen. Wenn ihr in Kolosse 1, Vers 28 lest, was Paulus selber für einen Auftrag mit der Predigt verfolgt hat, in Kolosse 1, Vers 28, dort schreibt er, ihn verkündigen wir, also Christus verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen. Paulus macht deutlich, ich habe die Aufgabe, jeden Menschen Christus vorzustellen, aber mehr noch, ich habe auch die Aufgabe, jeden Menschen zu lehren, jeden Menschen zu ermahnen und ihn da hinzubringen, dass er zur Reife wächst, dass er vollkommen ist in Christus. Nun, wir haben einen Ratschluss Gottes, ein ganzes Wort Gottes, das sehr viele verschiedene Themen behandelt. Manchmal merkt ihr in Predigten, fokussiert man sich dann auf das Evangelium, wie wir es gesungen haben, nur im Blut des Lammes Christi. Manchemale befassen wir uns aber auch mit Dingen, die zum ersten Augenblick nicht so typisch für den Gegenstand der Predigt scheinen, wie zum Beispiel die Diakonie. Nun, wenn wir den ganzen Ratschluss haben, dann müssen wir uns auch damit auseinandersetzen, dass jeder Vers dieser Bibel, jedes Wort dieser Bibel für jeden Christen relevant ist. Es gibt kein Thema in der Bibel, wo du als Christ sagen kannst, ach, das geht mich nichts an. Alles geht dich etwas an und deshalb brauchen wir manchmal auch einfach Momente im Leben unserer Gemeinde, wo wir in unseren Serien mal anhalten und sagen, stopp, hier gibt es ein Thema, das wir noch mal separat behandeln müssen und genau das wollen wir heute tun. Und so machen wir heute ein etwas anderes. Normalerweise sage ich euch an diesem Punkt Schlagt Römer Brief auf, Kapitel 12 sind wir im Moment. Heute jage ich euch durch die Bibeln. Ihr werdet einiges blättern dürfen, ihr werdet einiges nachschlagen dürfen, ihr werdet auch das eine oder andere einfach aufschreiben müssen und später nachschlagen müssen, weil wir einige verschiedene Verse anschauen müssen. Denn wenn wir über den Diakon in der Bibel sprechen, dann kann ich euch nicht mit dem Finger auf eine Stelle zeigen und sagen, schau mal hier, das ist eine Stellenbeschreibung eines Diakons. Ich kann nicht auf eine Passage hingehen und sagen, hier wird mir beschrieben, wie wir in der Ecksteingemeinde den Diakon einsetzen werden. Vielmehr ist es so, dass dieser Begriff Diakon im griechischen Diakonos oder auch Diakonia im Sinne von Dienst oder auch das Verb Diakoneo in verschiedenen Passagen, in verschiedenen Kontexten kommt und wir müssen uns ein ganzheitliches Bild von diesem Begriff machen, um annähernd zu verstehen, was ein Diakon in der Gemeinde ist. Und so werden wir uns jetzt mit dem ersten Aspekt dieses Dienstes befassen. Der erste Aspekt ist Jesu allgemeiner Aufruf zum Dienst. Der Begriff Diakonia kann man im Deutschen gut übersetzen mit Dienst. Nun, wenn ich im deutschen Sprachgeruch den Begriff Dienst einfach so verwende, dann gibt es verschiedene Assoziationen. Entweder denkt man an seinen Beruf, an sein Arbeitsverhältnis, oder man denkt gar an einen Wehrdienst. Im geistlichen Sinne denkst du an deinen Dienstplan, deinen Dienst, den du in der Gemeinde verrichtest, ob es der Kinderdienst ist, ob es der Aufbaudienst ist, ob es der Küchendienst ist. Oder du denkst einfach allgemein an alles, was geistlich ist, ist ein Dienst für den Herrn. Nun, in der Bibel ist es anders. In der Bibel ist der Begriff Diakonos nicht immer auf den geistlichen Aspekt bezogen. Jetzt nehme ich euch einmal zu einer Stelle, nämlich zu Matthäus 22, Vers 13. In Matthäus 22 berichtet Jesus uns von diesem Gleichnis des Hochzeitsmahls. Er beschreibt diese Szene, wo ein König einlädt, um ein Hochzeitsmahl zu halten. In Kapitel 22, Vers 13 finden wir eine Randnotiz, die mit dem Gleichnis per se in Bezug auf das Gleichnis nicht um Diakone geht, aber wir sehen hier einen kleinen Hinweis, der hilfreich ist, wenn wir den Begriff Diakone verstehen möchten. Matthäus 22, Vers 13, da sprach der König zu den Dienern, hier steht Diakonos, zu den Dienern, bindet ihm Füße und Hände und werft ihn hinaus in die äußere Finsternis, da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Der Punkt, den ich hier betonen möchte, ist, dass Jesus hier mit seinen Zuhörern ganz selbstverständlich feststellt, es gibt ja einen König, der zu einem Hochzeitsmahl einlädt, und dieser König hat ganz selbstverständlich Diener, Diener, die direkt ihm Rechenschaft schuldig sind, Diener, die direkt auf den Auftrag reagieren, den er ihnen gibt. Und genau so, wie dieser König in dem Gleichnis Diener hat, spricht die Bibel auch von den Dienern, die Gott hat, nämlich Engel, Engel sind genauso, Diakoneu genannt. Auch Satan hat seine Diener, die Dämonen, die auch genauso Diakoneu genannt werden. Also im Bild des Zuhörers damals war das völlig normal, es gibt einen König, eine Autorität, und der hat Diener unter sich, die ihm direkt antworten. Und hier müssen wir auch noch einmal einen Unterschied deutlich halten, ein Diener ist per Definition einer, der das freiwillig macht, einer, der freiwillig diesen Dienst wahrnimmt. Im Gegensatz dazu sehen wir den Sklaven, der verkauft wird und dann auch verpflichtet wird. Diener machen das freiwillig, sehen das beispielsweise auch in der Hochzeit zu Karne, wo es den ersten Wunder wirkt, und in dem Bericht in Johannes 2 wird von den Dienern gesprochen, die dem Speisemeister Rechenschaft schuldig sind. Auch dort war also ganz klar, es gibt Diener, die sind die Ausführenden, die sind die Hintergrundarbeiter, und die sind dann auch die Versorgenden. Und so wurden in der damaligen Zeit, wird oft beschrieben, wenn wir die Evangelien durchlesen, immer wieder sind es Frauen, die mit dem Dienen beschäftigt sind. Martha beklagt sich, dass Maria ihr nicht beim Dienen hilft. Die Schwiegermutter von Petrus wird geheilt und steht sofort auf und dient. Und so war Dienen oder Dienersein in den Augen der Bevölkerung damals nicht unbedingt etwas Erstrebenwertes. Nicht unbedingt etwas, dass ein Kind mit fünf Jahren, wenn du ihn fragen würdest, was willst du werden, würde dir kein Kind sagen, ich will Diener werden. Aber Jesus fängt genau an diesem Punkt, in dem Verständnis der Menschen damals, das knüpft er jetzt an und gibt diesem Begriff Diakonos eine ganz andere Gewichtung, wenn ihr jetzt einmal mit mir Matthäus 20 aufschlagt. Wenn wir das im Blick haben, es war damals eher ein notwendiges Övel, es musste halt jemand machen, aber es war auf keinen Fall ein Karriereziel, dann sehen wir das auch wieder reflektiert in dem, was sich in Matthäus 20 zuträgt. Ich lese ab Vers 20. Dann trat die Mutter der Söhne des Zebedeus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich nieder und wollte etwas von ihm erbitten. Er aber sprach zu ihr, was willst du? Sie sagt zu ihm, sag, dass diese meine zwei Söhne einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen in deinem Reich. Jesus aber antwortete und sprach, ihr wisst nicht, um was ihr bittet, könnt ihr den Keich trinken, den ich trinken werde? Sie sagen zu ihm, wir können es. Er spricht zu ihnen, mein Keich werdet ihr trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu vergeben, steht nicht bei mir, sondern ist für die, denen es von meinem Vater bereitet ist. Nun, wenn wir das so lesen, aus unseren Augen, ist das eine ziemlich skurrile Szene. Jetzt versetzen wir uns mal in das Geschehene hinein. Hier ist die Mutter von Johannes und Jakobus. Diese zwei Söhne, Johannes und Jakobus, haben den Familienbetrieb aufgegeben. Sie haben die Fischerei aufgegeben und sind dann einem Jesus nachgefolgt. Dieser Jesus, der der Messias ist, das erkennt sie an. Dieser Jesus, mit dem sie jetzt die Hoffnung hat, dass er ein Reich aufbauen wird. Und jetzt kommt diese Mutter mit einem Anliegen zu Jesus, das man ganz gut verstehen kann. Das Anliegen ist, ich möchte sichergehen, dass aus meinen zwei Söhnen auch wirklich was wird. Ich möchte sichergehen, dass sie nicht nur als Nachfolger in die Geschichte eingehen, sondern als Größen im Reich Gottes. Und es ist hier so, als ob ein Auszubildender im ersten Jahr bei einem Zusteller anfängt als Paketbote. Nach zwei, drei Tagen sagt er sich so, ich habe es raus und ich suche mir mal den CEO auf. Ich gehe an die Hauptzentrale und stürme in sein Büro und stehe diesem Mann gegenüber. Ein Mann, der einiges mehr an akademischen Graden absolviert hat. Ein Mann, der einiges mehr an Erfahrung hat als dieser Auszubildende. Ein Mann, der einen beeindruckenden Lebenslauf vorweisen kann. Und diesem Mann steht jetzt der Auszubildende gegenüber und sagt, hey, mach mich mal zum Vizechef. So ähnlich stehen hier Johannes und Jakobus vor Jesus. Und deshalb fragt Jesus sie auch jetzt, Moment mal, könnt ihr denn überhaupt das, was ich kann? Was sagen Johannes und Jakobus? Ja klar! Und wir merken hier diese Frechheit, die hier mitschwingt. Diese Anmaßung, die hier mitschwingt, aber eine Anmaßung, die in der DNA eines jeden Menschen auch von uns steckt. Eine Anmaßung, die immer darauf aus ist, irgendwie zu versuchen herauszustechen, irgendwie dafür zu sorgen, ja nicht unterzugehen. Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre in der Masse unterzugehen als einer von vielen. Und das wollen Jakobus und Johannes und die Mutter von den beiden verhindern. Aber jetzt stellt Johannes Jesus vor allen Dingen, stellt jetzt die Erwartungen komplett auf den Kopf, wenn wir jetzt weiterlesen in Kapitel 20, Abs. 24. Und als die zehn es hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. Nun kann man ja verstehen, da sind zehn Jünger und da sind jetzt zwei, die sagen, uns zwei, nimm mal von den zwölf heraus und mach uns zu was Besonderem. Mit den anderen kannst du machen, was du willst. Natürlich kreiert das etwas Unfrieden, um das Gemilde auszudrücken. Wir gehen jetzt weiter, Vers. 25. Jesus aber rief sie heran und sprach. Ihr wisst, dass die Regenten der Nationen sie beherrschen und die großen Gewalt gegen sie üben. Jesus spricht hier ihre Erfahrung an. Er sagt, ihr wisst, dass die Regenten der Nationen herrschen und Gewalt ausüben. Und sie tun das ziemlich rabiat. Die Jünger kannten ein prominentes Beispiel, nämlich Herodes den Großen. Ein Mann, der in den Geschichtsbüchern, auch den säkulären Geschichtsbüchern, bekannt ist als ein listiger Mann. Ein Mann, der sehr eifersüchtig ist, ein Mann, der alles daran gesetzt hat, sich bei dem Kaiser einzuschmeicheln, um sein Reich zu bekommen. Als er sein Reich dann hatte, war er so versessen darauf, dass er jedem Nebenbohler oder jeder, der auch nur ansatzweise den Eindruck vermittelte, eine Verschwörung gegen ihn zu machen, sofort umgebracht wurde. Herodes war einer dieser Männer, der mit Fäusten sein Reich festgehalten hat und es ja nicht zulassen wollte, dass jemand es nimmt. Und dadurch Gewalt ausübte und dadurch herrschte. Aber, obwohl er so ein Typ war, den man charakterlich alles andere als vorbildhaft bezeichnen könnte, war er trotzdem ein Mann, zu dem die Juden aufschauten. Er war ein König der Juden. Er hatte den Juden ihren Tempel gebaut. Er hatte auch wieder dafür gesorgt, dass Israel ein Königreich ist. Und so ist er trotzdem bedeutungsvoll in seinem Volk. Und wenn ihr jetzt beobachtet und euch fragt, wer ist denn heute in unserer Welt bedeutungsvoll, dann sind es genau diese Menschen, nicht unbedingt die, die charakterlich herausstechen, sondern die, die bekannt sind, die reich sind und die einflussreich sind. Die so einflussreich sind wie ein Donald Trump. Die so innovativ sind und reich wie ein Elon Musk. Die so erfolgreich sind wie ein Jeff Bezos. Die so extravagant sind wie ein Cristiano Rodaldo. Oder die eine solchen Gefolgschaft um sich bilden wie eine Taylor Swift. Und darauf schaut die Welt. Und darauf schauen auch Christen. Wenn wir die Ordnung Gottes nicht verstehen, dass Gott zuerst den sucht, der sich erniedrigt, dann sind wir versucht auch zuerst auf die zu schauen, die sich aufspielen. Und selbst unter Christen wird dann Mehrwert darauf gelegt, wer hat den radikalsten Lebensstil, macht die markantesten Aussagen, wer hat die einflussreichste Gemeinde, wer hat am meisten Einfluss auf Social Media. Aber Jesus sagt hier jetzt was anderes in Vers 26. Und unter euch wird es nicht so sein. Die Ordnung innerhalb der Gemeinde unter den Christen soll genau gegensätzlich zu dem sein, was die Welt produziert. Sondern, wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein. So und jetzt wird ein oder andere von euch versucht sein und sagen, groß werden, den Anspruch habe ich nicht. Ich habe keinen Anspruch, Ältester zu werden. Ich habe keinen Anspruch, Diakon zu werden. Ich habe keinen Anspruch, irgendwie in die Geschichtsbücher einzugehen. Diese Stelle hat also nichts mit mir zu tun. Und das wäre eine falsche Annahme. Denn Jesus gibt dir nicht eine Einladung, dich aufspielen zu können. Es geht hier um das Bild, das Jesus von dir am Ende hat. Und dieses Bild ist entweder die Frage, wird er zu dir sagen, recht so du guter und treuer Knecht, oder wird er zu dir sagen, ich kenne dich nicht. Dieses, was Jesus hier sagt, betrifft jeden. Denn es gibt im Reich Gottes keine Mittelmäßigkeit, die schon so okay ist. Sondern es gibt nur Exzellenz, die er belohnen möchte. Und deshalb ist der Anspruch an jeden Christen der, ich diene Gott, indem ich ein Diener aller werde. So spricht das hier aus. Wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein. Und hier haben wir wieder den Begriff, euer Diakonos wird er sein. Hier ist die bewusste Haltung eines Christen, sich zu beugen und zu dienen und zu helfen, wo er helfen kann und zu erleichtern, wo er erleichtern kann und zufrieden sein, zu sein in der Masse von vielen, zu verschwinden und bereit zu sein, im Hintergrund zu arbeiten und sich dafür nicht zu schade zu sein. Das ist der Aufruf, den Gott allen Christen gibt. Und das ist ein Aufruf, der nicht optional ist. Das ist eben kein Aufruf, in dem du sagen kannst, diese Stelle gilt nur für Diakone, Älteste oder wer sonst noch was werden will. Diese Stelle gilt allen, sie ist verbindlich. Jesus führt jetzt fort in Vers 27. Und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein. Ich habe vorhin schon gesagt, Diener und Sklave sind zwei unterschiedliche Dinge. Diener ist freiwillig, Sklave ist unfreiwillig. Aber Jesus stellt im Reich Gottes die beiden auf die gleiche Ebene. Du bist sogar bereit, wie ein Leibeigener anderen gegenüber dich zu verhalten. Das wurde damit der Grundtenor im Christentum. Ich diene Gott anderen Menschen zugute. Und es ist genau aus dem Grund, dass wir später in den Briefen dieses Wort auch wiederfinden für das ganz normale Gemeindeleben. 1. Petrus 4, Vers 10 nutzt Petrus diesen Begriff, wenn er sagt, wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient einander damit als gute Verwalter der verschiedenenartigen Gnade Gottes. Es ist deine Aufgabe, deine Gaben, die Dinge, die Gott dir anvertraut hat, zu nutzen, um anderen damit zu dienen. Noch einmal um das zu belegen. In Epheser 4, Vers 11 schreibt Paulus die Stelle, die wir kürzlich erst angeschaut haben sonntags. Und er hat die einen als Apostel gegeben, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer. Vers 12 zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, Diakonier, für die Erbauung des Leibes Christi. Also Christ zu sein bedeutet, in den Dienst Gottes gestellt zu sein zum Wohl anderer. Und so geht, wenn wir über Diakonie sprechen, der Dienst eines Diakons geht dich sehr wohl an. Jeder Christ ist in gewisser Weise ein Diener des Königs, der bereit ist im Hintergrund zu agieren, unbeachtet zu sein, scheinbar unbeachtet zu agieren und somit ein Leisetreter im Reich Gottes zu werden. So fängst du an, ihm zu dienen mit dem, was du bist und was du hast, indem du betest für deine Mitmenschen, indem du sie unterstützt mit dem, was du hast, sei es finanziell, sei es mit Kochen, sei es mit Putzen, sei es Babysiten, sei es praktische, handwerkliche Hilfe, sei es ein Ratschlag. All deine Worte, die du von dir gibst, sind nicht nur einfach ein Wiedergeben dessen, was sich in dir abspielt, sondern ein Dienst an anderen, indem du sie ermutigst, erbaust und sie tröstest. Du dienst dann auch durch deine Gaben. Das ist der Aufruf Christi an dich. Wenn wir über den Diakon sprechen, sprechen wir nicht nur über etwas, was nur eine Gruppe von Menschen betrifft. Wir sprechen über einen Aufruf, der alle betrifft. Um diesen Aufruf noch besser verstehen zu können und vor allen Dingen das Beispiel zu sehen, das Gott uns selber gibt, brauchen wir den zweiten Aspekt. Zweitens. Jesus ist ein außerordentliches Beispiel zum Dienst. Denn jetzt wieder zurück in Matthäus 20. Dort ist Jesus noch nicht ganz fertig mit seiner Argumentation. Um es noch einmal hervorzuheben. Wenn jemand die Erlaubnis gehabt hätte, einen Throne gewaltsam für sich in Anspruch zu nehmen und mit aller Macht dafür zu sorgen, dass sein Reich etabliert wird, dann gibt es keinen anderen als Jesus Christus selbst, der dieses Recht gehabt hätte. Doch stattdessen tritt er auf als ein Diener, ein Diakonus. Und das sehen wir jetzt in Kapitel 20 Vers 28, wenn er jetzt sagt, so wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Er selber stellt sich jetzt hier als das Beispiel für Dienst vor. Er kam nicht, um bedient zu werden. Er kam eben nicht wie ein König, der seinem Diener sagte, jetzt reich mir mal den Becher. Er kam nicht wie einer, der sich sofort sein Palast aufgebaut hat, um ja die Stellung auszufüllen, die ihm gebührt, sondern er kam wie ein Diener, als ein Diener. Er wurde ein leise Treter schlechthin. Er kam in einer Krippe zur Welt, fernab von dem Geschehen. Er ist dann als ein ganz normaler Mensch unter ganz normalen Menschen aufgewachsen. Er lebte unter normalen Menschen, aß unter normalen Menschen, redete wie ein normaler Mensch, verhielt sich wie ein normaler Mensch. Und währenddem hat er mit jeder Faser seines Wesens gedient. Gedient. In der Bergpredigt sehen wir, er redet auf eine Art und Weise, dass man ihn versteht. Während die Schriftgelehrten einfach ihre hochgestochenes Gefasel davon gegeben haben, damit sie als groß gesehen werden. Er redet mit Ausgestoßenen, Verstoßenen, Verzweifelten, mit denen sonst niemand mehr etwas zu tun haben möchte. Er heilt selbst am Sabbat völlig frei davon, sich um eigenes Ansehen zu bemühen. Und während er dient und dient und dient, wird er verlästert, er wird verleumdet und er wird sogar ins Kreuz geschlagen und er hört nicht auf zu dienen. Und Jesus stellt es besonders zur Schau beim letzten Abendmahl in Johannes 13, als dieser König der Könige, Herr des Universums und der einzige Erlöser, den die Welt je gesehen hat, tatsächlich eine Schüssel in die Hand nimmt, Wasser reinkippt, sich eine Schürze umbindet und die dreckigen Füße seiner Jünger anfängt zu waschen. Eine Arbeit, die sonst nur eine Sklararbeit tun soll. Jesus tut das in Johannes 13. Ihr solltet das jetzt aufschlagen, weil das möchte ich jetzt mit euch lesen. Und teilt seinen Jüngern dann damit eine Lektion mit. In Johannes 13, Vers 13 sagt er, ihr nennt mich Lehrer und Herr. Und ihr sagt Recht, denn ich bin es. Vers 14, wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, das auch ihr tut, was ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ein Sklave ist nicht größer als ein Herr, auch ein Gesandter nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Jesus macht den Jüngern hier ganz deutlich, praktisch ganz deutlich, ich bin mir für den Dienst an dir nicht zu schade. Und ich bin sogar bereit, mich auf die Ebene eines Sklaven runter zu bewegen, um dir die Füße zu waschen. Und er sagt diesen Jüngern jetzt, liebe Freunde, das müsst ihr verstehen. So wie ich jetzt gerade bereit war, mich soweit zu erniedrigen, so sollt auch ihr es tun. Und ein Leben zu leben, das mit jeder Phase seines Wesens dient und dient und dient. Und wenn du dann irgendwann an den Punkt kommst und dich fragst, wann ist jetzt endlich genug gedient, dann schau Jesus an und du wirst zu der Antwort kommen, es ist nie genug. Und wenn du an den Punkt kommst und dich fragen möchtest, wann ist jetzt endlich das Maß erschöpft, dann schau Jesus an und du wirst sehen, es ist nie genug. Dieser Dienst, den Jesus gelebt hat, war seine Lebensaufgabe, eine Aufgabe, die auch bedeutete, alle seine Privilegien aufzugeben. Dazu solltet ihr jetzt einmal Philippa 2, Vers 5 aufschlagen. Es bedeutete für ihn, alle seine Privilegien aufzugeben, Philippa 2, Vers 5. Doch der Mann Paulus, die Philippa, die Aufforderung hier, habt diese Gesinnung in euch. Und jetzt nicht einfach irgendeine Gesinnung, sondern die Gesinnung, die auch in Christus Jesus war. Schiebt wieder Jesus als den Typus, den das Vorbild vor, denjenigen, den du und ich tagtäglich nacheifern dürfen. Jetzt in Vers 6 geht es weiter. Was hat denn Jesus so besonders getan? Vers 6. Der Gestalt Gottes war und es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein. Aber er entäußerte sich und nahm Knichts Gestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist und er gestellte nach, wie ein Mensch befunden. Er niedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod. Ja, zum Tod am Kreuz. Was Jesus getan hat, ist die höchste Stellung, die jemand sich hier vorstellen kann. Die Stellung, in der du alles hast, indem du alles genießt, indem du alles kontrollierst, diese Position aufzugeben und nur einer von diesen kleinen Menschen zu werden. Jesus sieht den Menschen in seiner Not, eine Not, die er selber nicht lösen kann. Die Sünde, die ihn fesselt und ihm die Verdammnis kosten wird. Eine Not, die nur durch einen gelöst werden kann, nämlich durch Jesus Christus allein. Und dieser Jesus kommt jetzt, gibt all das auf. Er kommt jetzt und er dient, und er dient, und er dient, und er dient sogar mit seinem Tod am Kreuz. Und dadurch gibt er endlich eine Antwort auf die Not, die du und ich haben. Und so lebt Jesus hier, sein Leben für Gott zum Gute der Menschen. Und genauso sagt Jesus, ist dein Leben, ein Leben für Gott, den Menschen zu Gute. Alles, was du hast, gehört dem Herrn. Und alles, was du hast, möchte er, dass du es einsetzt zum Gute Andere. Sei es deine Wohnung, sei es dein Auto, sei es dein Computer, sei es dein Handy, sei es deine Kleidung, sei es deine Zeit. Alles gehört ihm. Und sei ihm den Menschen zu Gute eingesetzt. Und genauso, wie er das getan hat, alles gegeben hat, alles zu nutzen, zum Nutzen Andere, ist sein Auftrag hier, für dich ein Leisetreter im Reich Gottes zu werden. Wenn wir das jetzt so herausarbeiten und sehen, dass Dienst jeden Christen betrifft, ist jetzt die Frage, was ist denn jetzt mit offiziellen Diakonen, die dazu eingesetzt werden. Und damit kommen wir jetzt zu dem dritten Aspekt. Es gibt eine besondere Berufung zum Dienst. Wenn dieser Begriff Diakonos auch in vielen verschiedenen Zusammenhängen genutzt wird und er zum einen sehr allgemein klingt, gibt es aber doch andere Stellen, die für uns deutlich machen, dass es auch eine bewusst besetzte Position ist, eine Position, die jemandem in der Gemeinde anvertraut wird. Wir sehen das z.B. in 1. Timotheus 3, eine Stelle, die wir gleich noch weiter anschauen werden, da spricht Paulus zum einen Anforderungen für Älteste aus, aber auch Anforderungen für Diakone. Wir sehen das auch in Philippa 1, wo die Gemeinde adressiert wird, zusammen mit ihren Ältesten und ihren Diakonen. Also es gibt einige Stellen, die für uns den Schluss ziehen lassen, Diakonen, ja es ist ein allgemeiner Auftrag, aber ja es ist auch eine besondere Berufung. Und um das jetzt so ein bisschen nachzuvollziehen, wie es dazu kam in der Gemeinde Gottes, dass es jetzt notwendig wurde, einzelne Menschen mit dieser Position zu besetzen, dazu dürft ihr jetzt mit mir zur Apostelgeschichte 6 gehen. Wir sehen dort den Schatten oder die Grundzüge dessen, was später zum Diakonenamt werden würde. Wir haben vor einigen Jahren, sind wir durch Apostelgeschichte 6 gegangen, und wer damals dabei war und sich noch erinnert, der weiß, dass ich damals deutlich gesagt habe, in Apostelgeschichte 6 ist die Überschrift, es handele sich hier um eine Diakonenwahl, nicht richtig. Nirgendwo in der Bibel werden diese sieben Menschen mit dem Titel Diakone bezeichnet. Sie werden vielmehr als die sieben genannt. Aber warum wir jetzt Apostelgeschichte 6 aufschlagen ist, weil viele dieser Dynamiken, die wir hier sehen und der Antwort darauf, uns deutlich vor Augen meinen, dass wir es hier mit einem Vorläufer zu Diakonen zu tun haben, sogenannte, manche nennen sie Proto-Diakone, so Prototypen, die später sich in Diakone entwickelt haben. Apostelgeschichte 6, ich lese mal ab Vers 1. In diesen Tagen aber, als die Jünger sich merkten, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Bedienung übersehen wurden. Die zwölf aber riefen die Menge der Jünger herbei und sprachen, es ist nicht gut, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und die Tische bedienen. So seht euch nun um, Brüder, nach sieben Männern unter euch, von gutem Zeugnis, voll Geist und Weisheit, die wir über diese Aufgabe setzen wollen. Wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren. Und die Rede gefiel der ganzen Menge und sie erwähnten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proseleuten aus Antiochia. Diese stellten sie vor die Apostel und als sie gebetet hatten, legten sie ihnen die Hände auf. Also wir haben es hier mit einem seltsamen Umstand zu tun, nämlich Murren innerhalb der Gemeinde. Nun natürlicherweise würde es zu sagen, hier müsste doch die perfekte Idealgemeinde schlechthin uns präsentiert werden. Apostelgeschichte beschreibt uns die erste Gemeinde, die der Heilige Geist ins Leben gerufen hat. Eine Gemeinde, die viel, viel größer ist als unsere, mehrere tausend Teilnehmer. Eine Gemeinde, die aber auch als Leitung die Zeitzeugen Jesu hat. Und da würde man ja meinen, eigentlich sollte damit alle Probleme beseitigt sein. Aber dem ist nicht so. In Apostelgeschichte 5 treten Hananias und Sapphira innerhalb der Gemeinde aus, sie fallen tot um, weil sie es wagen, den Heiligen Geist zu belügen. Auch da wird schon deutlich, die erste Gemeinde ist nicht perfekt. In Apostelgeschichte 6 ist dann der neue Umstand, der droht, die Gemeinde zu spalten. Wir haben zwei verschiedene Bevölkerungsgruppen. Wir haben die hebräischen Christen und wir haben die griechisch sprechenden Christen in der Gemeinde. Und jetzt sind unter diesen Witwen kommt jetzt ein Konflikt auf. Ein Konflikt, der daher rührt, dass die griechisch sprechenden Witwen, die Hellenisten, wie sie genannt werden im Text, sich benachteiligt fühlen. Wir werden nicht ausreichend versorgt. Die anderen schon, wir aber nicht. So jetzt könnte man ja meinen, dass die Apostel an dieser Stelle, weil sie sich auf das Wort Gottes konzentrieren, weil sie hauptsächlich Christus suchen und versuchen die Gemeinde da anzubringen, Christus als ihr Zentrum zu sehen, könnte man ja meinen, es wäre jetzt der richtige Weg für die Apostel, immer so eine richtige Standpauke dieser Gemeinde zu halten und zu sagen, Leute, jetzt reißt euch mal zusammen. Ein solches Murren gebührt Christen nicht und wir haben ein viel wichtigeres See vor Augen. Also werdet damit fertig und sorgt bloß dafür, dass das jetzt keine Trennung verursacht. Aber das tun Sie nicht. Sondern Sie sehen jetzt vielmehr, nehmen dieses Problem wahr, das hier in der Gemeinde existiert, und suchen nach einer Lösung, um diesem Problem zu begegnen. Und jetzt sehen Sie sich in einem Zwiespalt. Sie sprechen nämlich jetzt in Vers 2 davon, die Tische zu bedienen. Bedienen ist wieder der Begriff Diakoneo drin. Das wäre jetzt eine Möglichkeit, dass die Apostel sagen, okay, wir nehmen diesen Dienst an den Tischen, nehmen wir zu unserer Aufgabe. Aber das bringt ein Problem mit sich, nämlich das, was sie auch wieder als Dienst formulieren in Vers 4, den Dienst des Wortes, auch wieder Diakoneo. Und jetzt seht ihr dieser Zwiespalt, der sich hier auftut. Die Apostel haben nicht gesagt, wir müssen uns dem Dienst entziehen, weil wir sind ja Apostel und wir sind ja über euch und wir sind ja sozusagen die Leitung. Das steht uns nicht zu. Das sagen sie nicht. Sie sagen vielmehr, es gibt verschiedene Dienste, die wahrgenommen werden müssen. Und wir Apostel haben einen Auftrag, nämlich den am Dienst am Wort. Und Sie sehen jetzt die Gefahr, dass wenn Sie dieses Dienst am Wort vernachlässigen und sich stattdessen auf den Dienst am Tisch zu konzentrieren, dass dann die Gemeinde in ein humanitäres Hilfswerk verkommt, das den Dienst am Tischen zu ihrer Hauptpriorität gemacht hat. Und deshalb stellen Sie der Gemeinde jetzt diesen Vorschlag vor. Wir brauchen Menschen, die diesen Dienst, der jetzt notwendig geworden ist, besetzen. Die sich darum kümmern, die da Abhilfe schaffen, damit wir unseren Dienst weiterleben können. Und so werden dann sieben Männer ausgesucht, die werden eingesetzt und so wird dann fast automatisch, scheint es in der Postgeschichte 6, durch diese Einsetzung der sieben das Problem gelöst. Und es kehrt Ruhe in die Gemeinde ein. Und das, was wir hier sehen, das hier dann dadurch Ruhe in die Gemeinde einkehrt, ist das, was hier ein Autor beschrieben hat. Damit ist Diakone sind Stoßdämpfer für die Gemeinde. Du kannst dir vorstellen, dass ein Auto ohne Stoßdämpfer fahren kann. Da ist ein Motor, da sind Räder, da ist ein Lenkrad, da sind sogar Anschnellgurte. Aber ohne Stoßdämpfer geht das ziemlich zur Sache. Und jedes kleine Schlagloch wird dich so richtig durchschütteln. Und vielleicht kommst du sogar mit ein paar blauen Flecken davon und dein Auto wird über Zeiten auch davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Das war die Situation der Jerusalemer Gemeinde. Ein Auto ohne Stoßdämpfer, da fing es an zu knarzen. Irgendwas hat nicht mehr so, lief nicht mehr so rund wie vorher. Und so sind die Diakone Leisetreter innerhalb der Gemeinde, die im Hintergrund arbeiten, die dafür sorgen, dass diese Dienste geschaffen werden, versorgt werden, damit sie der Gemeinde als Ganzes helfen, ihren voranzukommen, dort, wo Gott sie haben möchte. Wir können über Diakone folgende Dinge nun festhalten. Ich habe schon gesagt, es gibt keine Arbeitsbeschreibung, die eins zu eins sagt, wie der Diakon genau aussieht. Aber wir können gewisse Dinge aus der Bibel festhalten. Und das Erste, was wir festhalten können, ist, dass jeder Diakon einen vorbildlichen Charakter hat. Wir haben schon in Apostelgeschichte 6 gesehen, dass die Apostel hier Männer vorgeschlagen haben, die einen vorbildlichen Charakter haben. Apostelgeschichte 6, Vers 3. Es sollen Männer sein, die ein gutes Zeugnis haben, die voll Geist sind und Weisheit, die wir über diese Aufgabe setzen wollen. Und jetzt nehmen wir da hinzu 1. Timotheus 3, wo eine ganze Liste zu lesen ist von dem, was von einem Diakon erwartet wird. Ab Vers 8 lesen wir dort. Ebenso die Diener. Sie sollen ärber sein, nicht doppelzüngig, nicht viel im Wein ergeben, nicht schändlich im Gewinn nachgehen, die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren. In Vers 10 geht es weiter. Ebenso sollen die Frauen ärber sein, nicht verleumderisch, nüchtern, treu in allem. Die Diener seien jeweils Mann einer Frau und sollen den Kindern und den eigenen Häusern gut vorstehen, denn die, welche gut gedient haben, erwerben sich eine schöne Stufe und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christus Jesus ist. Wir können jetzt über jede einzelne Eigenschaft länger reden, aber was hier als Summe herausgestellt werden kann, ist die Tatsache, dass Diakone vorbildlich der Gemeinde vorangehen. Sie sind Männer und Frauen, die die Gemeinde anschaut und sagen kann, so wie sie sind, möchte ich auch sein und so wie sie dienen, möchte ich auch sein. Und so wird auch deutlich, dass in der Gemeinde Gottes nicht jemand automatisch Diakon wird, weil er ein gewisses Profil erfüllt. Ein Buchhalter in der Arbeitswelt wird nicht automatisch Diakon für Finanzen. Eine Erzieherin in der Arbeitswelt wird nicht automatisch Leiterin für die Kinderstunden. Ein Handwerker in der Arbeitswelt wird nicht automatisch Diakon in diesem Bereich, sondern in erster Linie zählt der Charakter. Wie ist sein Leben mit Christus? Ist sein Leben geprägt von Christus und dient er mit diesem Blick von Christus? Und so sind Diakone zweitens auch Diener der Gemeinde. Sie sind Diener der Gemeinde. Männer und Frauen, die sich bewusst in den Dienst Gottes gestellt haben, die bereit sind, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die bereit sind zu organisieren, zu übersehen und auch zu führen in Diensten, und sie machen das dann auch gerne. Aus einer Art und Weise heraus, in der sie ihre Liebe zu Gott und die Liebe zu der Gemeinde zur Schau stellen. Und so sind sie Diener der Gemeinde. Drittens sind sie auch Assistenten der Ältesten. Älteste haben einen bestimmten Auftrag, der sich den die Bibel wiedergibt, mit der Gemeinde Gottes zu hüten. Wir sehen das beispielsweise in Apostelgeschichte 20 oder 1. Petrus 5. Dort nutzen die Autoren diesen Begriff und diese Aufforderung an Älteste, hütet die Gemeinde Gottes. Und in dieser Aufforderung sind drei Bestandteile drin, nämlich die Gemeinde zu nähren, die Gemeinde zu schützen und die Gemeinde zu leiten. Wenn also das die Aufgabe der Ältesten ist, dann zeigt uns aber jetzt auch Apostelgeschichte 6, dass dadurch, durch diese Aufgabe der Ältesten nicht automatisch alle Nöte, die in der Gemeinde existieren, dass dadurch nicht alle automatisch beseitigt sind. Es gibt dann immer noch Leute, die versorgt werden müssen. Es gibt immer noch Dienste, die besetzt werden müssen. Und diese Dienste, diese Dinge, können zu einer Spaltung führen oder die Einheit gefährden, wenn man ihr nicht adäquat begegnet. Und das ist genau die Rolle von Diakonen, dass sie dann das besetzen, sich dieser Nöte annehmen, um damit sicherzustellen, dass die Ältesten ihren Auftrag, den Gott ihnen gegeben hat, auch ausführen können. Viertens sind Diakone sowohl Frauen als auch Männer. Und ich bin mir bewusst, dass wir da als Gemeinde eine Überzeugung und eine Praxis haben, die nicht von allen Gemeinden geteilt wird. Aber ich möchte euch biblisch zeigen, warum wir dorthin kommen. Erstens sehen wir das in 1. Timotheus 3, wo Paulus von Frauen spricht. In 1. Timotheus 3 fängt er an mit Aufsehen, die Ältesten. Er erklärt die Eigenschaften von Ältesten. Dann in Vers 8 leitet er das Gespräch über die Diakone ein und er sagt, ebenso die Diener. Und dann fängt er einen neuen Abschnitt in Vers 11 an, wo es heißt, ebenso sollen die Frauen. Vielleicht steht in der einen oder anderen Bibel von euch hier ihre Frauen. Das steht nicht im Grundtext. Im Grundtext steht nur die Frauen. Und diese Tatsache, dass Paulus hier wieder ebenso einleitet, deutet für mich darauf hin, dass er hier von Frauen, Diakonen spricht. Ein anderes Beispiel für Frauen, Diakonen finden wir in Römer, Kapitel 16, Vers 1. Dort spricht Paulus über die Föbe und er betitelt sie. Römer 16, Vers 1. Ich empfehle euch aber unsere Schwester Föbe, die eine Dienerin der Gemeinde in Kenchrea ist. Dienerin hier im Urtext steht Diakonos. Es gibt keine weibliche Form im Griechischen für Diakonen. Aber hier steht einfach Diener. Jetzt kann man sagen, gut, sie ist eine Dienerin, wie jeder Christian Diener sein sollte, dann ist die Entgegnung hier, dass es eben nicht nur eine Dienerin ist, sondern eine Dienerin, die bewusst einer Gemeinde zugeordnet wird. Und damit teile ich die Ansicht, dass diese Schwester Föbe eine offiziell anerkannte Diakonen der Gemeinde in Kenchrea ist. Zu guter Letzt können wir noch hinzufügen, dass, wenn wir zurückgehen zu 1. Timotheus 3, Paulus uns einen großen Unterschied deutlich macht zwischen dem ältesten Dienst und dem Diakonendienst, der sich in einem Charakterzug unterscheidet. Die Älteste müssen leerfähig sein, weil sie die Gemeinde nähren, weil sie sie leiten, weil sie sie schützen müssen, weil sie hauptverantwortlich dafür sind, die Gemeinde in der Reife voranzubringen. Dieser Auftrag gilt nicht für Diakone. Diakone müssen nicht leerfähig sein und auch das ist damit keine Gefahr, wenn dann Frauen eine Diakonenrolle wahrnehmen. Wir kommen zum fünften Punkt, den wir aus der Bibel sehen können für Diakone. Der fünfte ist, sie stärken die Einheit. Denn es gibt immer wieder Dinge, die in der Gemeinde unter den Tisch fallen würden, wenn die Ältesten sie nicht wahrnehmen würden. Ein Kinderdienst muss organisiert werden, der Aufbau muss gemacht werden, viele kleine Details, die zusammenkommen und die wahrgenommen werden müssen. Und da sind genau Diakone diese Schlüsselstellen, die dafür sorgen, dass keiner durch das Raster fällt, dass Einzelne gesehen werden und dann auch der ganze Leib als Ganzes funktionieren kann. Und dadurch, dass sie dann diese Einheit stärken, erreichen wir das sechste C, das Erreichen des Auftrags der Gemeinde. Die Gemeinde hat einen bestimmten Auftrag und wir haben als Eckstein-Gemeinde für uns diesen Satz formuliert, den wir uns auf die Fahne schreiben möchten. Folgender Satz. Gemeinsam zu Ehre Gottes verherrlichen, folgen und verkünden wir Christus in Berlin. Ich habe unseren Mitgliedern gesagt, ich erwarte, dass sie das bei der nächsten Mitgliederstunde auswendig können. Spaß, aber das ist die Hauptaufgabe, die wir als Gemeinde verfolgen. Unsere Aufgabe ist es, Christus zu verherrlichen, ihm zu folgen mit unserem Leben und ihn zu verkündigen. Und zwar nicht irgendwo, sondern wir sind hier in Berlin, in der Innenstadt Berlins aus einem Grund und hier nehmen wir unseren Auftrag wahr. Und um das jetzt gemeinsam erreichen zu können, als ein Leib, brauchen wir Diakone, die mit dafür sorgen, dass der gesamte Leib vorangehen kann. Und es ist interessant in Römer, in Apostelgeschichte 6, wenn ihr dort jetzt noch einmal zurückgeht, in Apostelgeschichte 6 endet dieser Konflikt, der am Anfang da war, der drauf und dran war, die Gemeinde in zwei zu ziehen, mit einer interessanten Aussage in Kapitel 6, Vers 7. Dort schreibt Lukas dann, nachdem also diese Sieben eingesetzt wurden, geschah Folgendes, und das Wort Gottes wuchs. Und die Zahl der Jünger in Jerusalem mehrte sich sehr, und eine große Menge der Priester wurde dem Glauben gehorsam. Also es war so, als ob sich auf dem Weg der Gemeinde in Jerusalem am Beginn von Apostelgeschichte 16 ein Stolperstein in den Weg gestellt hat, der sie verhindert hat, weiter effizient darum zu kümmern. Es hätte dahin führen können, dass die Gemeinde sich nur noch um die eigenen Probleme kümmert und nicht mehr schafft, ihren Auftrag auszuführen. Aber dadurch, dass der der Not adäquat begegnet wurde, sehen wir dann in Apostelgeschichte 6, Vers 7, dass die Gemeinde an Effektivität sogar noch zugenommen hat und der Leib noch mehr wächst und der Leib auch nach außen hin eine Signalwirkung mit sich bringt. Zum Amt eines Diakons gibt es viel mehr zu sagen, und es gibt viel mehr Fragen, die auch der eine oder andere noch haben möchte. Aber was als Prinzip hier schon mal deutlich die Bibel uns vor Augen malt, ist der Fakt, dass Jesus einen ganz allgemeinen Aufruf an alle richtet, ein Diakon im biblischen Sinne zu sein. Wenn du Jesus Christus kennst, wenn er für dich starb und auch verstanden ist, dann bist du von dem Moment an sein Diener. Derjenige, der sein Leben in seinen Dienst stellt und derjenige, der ihm nacheifert, in seine Fußstapfen tritt, in den der bereit war, alles aufzugeben, um dich zu erlösen. Und mit dieser Perspektive, dem allgemeinen Ausruf und dem Perspektive auf das beste Beispiel der Geschichte, schaust du dann auf die Diakone in der Gemeinde und du wirst sehen, dass diese Männer und Frauen sind, die genau das tun. Sie sind beispielhaft in ihrem Charakter, sie sind beispielhaft in ihrer Liebe zur Gemeinde und zum Dienst und sie helfen der Gemeinde freiwillig, wenn es auch im Hintergrund ist, wenn es auch nicht stark publik gemacht wird. Aber sie helfen der Gemeinde damit, ihren Auftrag durchzuführen. Lass mich beten. Vater, wir danken dir für dein Wort und wir danken dir dafür, dass du eine Gemeinde geschaffen hast, von Anfang an, die in geordneten Bahnen läuft und die deine Dienste so wahrnimmt, wie du es von ihnen möchtest. Ich danke dir auch für die Ermahnung, die wir lesen dürfen, die du an die Jünger gerichtet hast und die Erinnerung für uns, bereit zu sein, ein Diener zu sein. Diener zu sein zu Hause, Diener zu sein auf der Arbeit, Diener in der Gemeinde. Und Herr, wir sehen aber auch, dass du uns einen Dienst anvertraust und uns Ämter anvertraust, die du selber durch deinen Heiligen Geist besetzen möchtest und wir wollen das tun in dem richtigen Ansinnen, mit der richtigen Haltung und vor allen Dingen mit dem richtigen Verständnis des Wortes Gottes. Und so bitten wir dich auch da, dass du uns als Gemeinde führst, dass du weiter dir Kone schenkst, dass du weiter einfach Gnade schenkst, vor allen Dingen, dass wir unseren Auftrag, den du uns gegeben hast, für den du uns in diese Innenstadt gestellt hast, dass wir diesen Auftrag treu und effektiv dir zur Ehre verrichten können. Oh Herr, ich danke dir für jedes einzelne Mitglied, das du geschenkt hast. Ich danke dir für jeden Gast, der auch heute hier ist und ich danke dir vor allen Dingen, Herr, dass du durch all das gezeigt hast, dass du wirklich immer noch ein Gott bist, der Wunder tut, in dem du Herzen veränderst und Dinge möglich machst, die sonst keiner je hätte bewerkstelligen können. Und Herr, wir wollen an diesem Werk teilhaben. Wir wollen uns bewusst in diesen Dienst stellen und wir wollen uns in diesen Dienst stellen mit alledem, was du uns gegeben hast. Und ich danke dir, Herr, für das, was du bis jetzt geschenkt hast und bitte dich auch, dass wir das weiter sehen dürfen, weiter führen dürfen und weiter auch durch dir Kone stellen, dir Kone Personen besetzen dürfen zu deiner Ehre. Amen.
