Deutschlands vorbildliche Bürger
Durch KI transkribiert – bei Fragen meldet Euch gerne bei [email protected] Der Schriftsteller Mark Twain schrieb 1880 in einem seiner Bücher, in Deutschland ist alles geregelt und alles wird befolgt. Es gibt kaum ein Land auf der Welt, das so bekannt ist für seine Gesetzesverliebtheit oder Gesetzestreue. Lenin soll aus dem Grund gesagt haben, wenn die Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen sie sich vorher eine Bahnsteigkarte. Deutschland ist bekannt dafür, auf seine Regeln Acht zu haben, wo man daran erinnert wird, dass die Mittagsruhe von eins bis drei ist, etwas, was für viele Zuwanderer sehr fremd ist, wo man tatsächlich in Quartieren Anwohner findet, die Fotos machen von Autos, die knapp vor abgesenktem Randstein stehen, wo man damit rechnen muss, dass man vom Nachbar gewarnt wird, wenn er beobachtet, dass man den falschen Müll in die falsche Tonne schmeißt. Und es ist Deutschland, das so etwas hat wie eine DSGVO. Und so passt das Sprichwort sehr gut. Ein Deutscher bricht keine Regeln, er findet höchstens eine neue Vorschrift, die das erlaubt. Das ist das Stereotyp des Deutschen. Die Frage für uns bleibt, wie sieht denn jetzt aber ein Christ aus in Deutschland? Ein Christ im Umgang mit Gesetz, mit Staat, mit Autorität. Und genau dazu spricht der Römerbrief in Römer 13, die Verse eins bis sieben. Ihr dürft es gerne aufschlagen, Römer 13, die Verse eins bis sieben lesen wir. Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten staatlichen Mächten, denn es ist keine staatliche Macht, außer von Gott, und die Bestehenden sind von Gott verordnet. Wer sich daher den staatlichen Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes, die aber widerstehen, werden ein Urteil empfangen. Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das Böse. Willst du dich aber vor der staatlichen Macht nicht fürchten, so tue das Gute, und du wirst Lob von ihr haben, denn sie ist Gottesdienerin dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottesdienerin, eine Rächerin zur Strafe, für den der Böses tut. Darum ist es notwendig, untertarnt zu sein, nicht allein der Strafe wegen, sondern auch des Gewissens wegen, denn deshalb entrichtet ihr auch Steuern, denn es sind Gottesdiener, die eben hierzu fortwährend beschäftigt sind, gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid, die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre gebürgt. Es ist in diesem Text, wo Paulus dir heute drei Aufforderungen gibt für den Umgang mit staatlicher Autorität, damit du lernst, nicht nur wie ein Deutscher zu sein, sondern wie ein Christ, ein erlöster Mensch in dieser Welt. Nun, diese Verse sind mit einer hohen Kontroverse belastet und nicht erst kürzlich wieder hat man von einem Schlagabtausch in einer Zeitschrift davon gesehen. Immer wieder stehen diese Verse im Fokus, die Frage, wie verhält sich der Christ gegenüber der Regierung. Und es ist für uns wichtig, dass wir diese Verse in den richtigen Zusammenhang einbetten und verstehen, warum Paulus das sagt und warum es hier an dieser Stelle in dieser Bibel steht. Nun, zuerst einmal müssen wir damit mal einen Schritt zurück wagen und eine Vogelperspektive auf die gesamte Bibel bekommen. Wenn ihr euch zurückerinnert an das zweite Buch Mose, dann haben wir dort ein Volk Israel, das unter der Knechtschaft von dem Land Ägypten leidet. Gott errettet sein Volk Israel und etabliert mit diesem Volk eine Theokratie. Theokratie bedeutet, Gott ist der König dieses Volkes. Das wird ganz deutlich, als er derjenige ist, der das Gesetz gibt am Berg Sinai und dass er derjenige ist, der die Verordnungen für dieses Volk schreibt. Er ist König dieses Volkes. Wenn wir die Geschichte Israels verfolgen, ist irgendwann diese Theokratie nicht mehr genug für Israel. Israel wünscht sich einen menschlichen König, wie die Nationen um sie herum es haben, und Gott gesteht ihnen dann einen König zu, zuerst Saul und schließlich den verheißenen David. Und mit der Einsetzung Davids kommt dann auch die Hoffnung Israels, dass wieder einmal Israel zurück zu dieser Theokratie kommen wird. Dass tatsächlich danach komme Davids, Gott selber den Thron Davids besteigt und damit die Regierung des Volkes Israels übernimmt. Diese Gedanken hat Juden von klein auf geprägt. Der Wunsch darf wieder eine Theokratie zu werden und der Wunsch wieder eine Theokratie zu werden, hat sie dahin geführt, über die Verse in Fünften Mose zu stolpern, in Fünften Mose 17 Vers 15, wo Gott dem Volk sagt, aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich setzen. Du sollst nicht einen Ausländer über dich setzen, der nicht dein Bruder ist. Nun können wir uns gut vorstellen, dass so manch ein Jude, der diese Schrift kannte, sich mit dieser Schrift auseinandersetzte, sich selber in einem Konflikt fand, wenn er feststellen musste, dass der Regent über ihm nicht ein Jude, sondern ein Römer der römische Kaiser ist. Und es kam dann auch aus diesem Verständnis heraus, die Frage auf, unter den Juden ist die Regierung, unter der wir uns beugen, überhaupt legitim. Aus dieser Frage heraus generierte sich zum Teil unter manchen Parteien der Juden auch ein Widerstand, zum Teil militanter Widerstand, gegen diese Regierung. Und es ist aus dieser Motivation heraus auch, dass Jesus gefragt wird, sollen wir dem Kaiser überhaupt Steuern bezahlen? Nun, diese Einstellung nimmt manch ein Jude, der zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist, immer noch mit, und im Gemeindezeitalter gab es trotzdem noch diese Fragestellung, welche Regierung ist legitim, welche Regierung habe ich mich zu beugen? Wie habe ich mich als Christ unter staatlichen Autoritäten zu beugen? Und das ist eine Frage, mit der Paulus sich hier auseinandersetzt, wenn er jetzt hier in diesem Brief einige adressiert, die aus diesem jüdischen Kontext herauskommen, die sich schwer damit tun, einer römischen, einer ausländischen, einer fremden Macht sich zu unterwerfen. Nun, das ist der Zusammenhang aus der gesamten Bibel heraus, aber es gibt noch einen weiteren Zusammenhang, den wir aus dem Römerbrief heraus sehen. Wenn ihr noch einmal zu Kapitel 12 zu euch anschaut, hat Paulus nämlich in Römer 12, Vers 19 beispielsweise sehr, sehr deutlich gemacht, dass es nicht der Auftrag eines Christen ist, sich zu rächen. Recht euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes. Und in dem ganzen Abschnitt, der vor Römer 13 ist, wird ganz, ganz deutlich, lieber Christ, eine Aufgabe ist es, für das Gute einzustehen, das Böse lasst mal Gottes Sache sein. Die Frage bleibt dann aber immer noch, was ist denn jetzt mit dem Bösen, wer kümmert sich um den Bösen, wer bestraft das Böse? Und eine Antwort dazu findet sich dann in Kapitel 13, wo Paulus ganz deutlich macht, genau dafür unter anderem sind Regierungen eingesetzt, um dafür zu sorgen, dass Böses geahndet wird. Und so kommt Paulus nun, wenn wir jetzt in Kapitel 13 münden, zu der ersten Aufforderung an dich, ordne dich unter. Kapitel 13, Vers 1, beginnt mit diesen Worten, jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten staatlichen Mächten. Paulus ist hier ganz deutlich, ganz deutlich, dass jeder Einzelne, der diesen Text liest, für sich selber sagen kann, das geht auch mich etwas an. Es gibt keinen Menschen, der für sich selber ein Staatsgebiet abstecken kann und sich sozusagen seinen eigenen Stadtstaat schaffen kann und sagt so, hier hab nur ich das Sagen. Jeder Mensch, jede Seele, das heißt egal, welche Herkunft, egal, welcher Regierung man angehört, welcher Volksgruppe man angehört, egal, ob es Frau oder Mann ist, jede Seele, ausnahmslos jede Seele hat diesen Auftrag für sich, sich selber den übergeordneten Mächten, wie er sie nennt, zu unterordnen. Mächte ist ein Begriff, den wir auch mit Autorität übersetzen können, den der Hierarchie, die über dir steht, dich bewusst zu unterwerfen. Das ist der Befehl an jeden Einzelnen, unterwirf dich diesen Autoritäten. Unterwerfen kann man auch mit Unterordnen übersetzen und das ist genau der gleiche Begriff, den wir an vielen verschiedenen Stellen im Neuen Testament wiederfinden. Denn jeder Christ muss anerkennen, dass Unterordnung nicht fremd ist. Unterordnung ist eigentlich die DNA eines jeden Christen. So wie du ein Pferd an seinem Schnauben und an seinem Viren von Weitem erkennen kannst, so müsste man von Weitem einem Christen an seiner Unterordnung erkennen können. Denn mit der Bekehrung fängt die Unterordnung an. Von dem Moment an, wo du als Gläubiger anerkennst, ich bin ein Sünder, ich brauche Hilfe und du erkennst die Hilfe in Jesus Christus an, dafür, dass er kam, dass er gestorben ist und dass er auferstanden ist, passiert nämlich auch, dass du damit dich selber bewusst unter seine Autorität stellst. Du hast nicht mehr das Lenkrad deines Lebens in der Hand, das gehört jetzt Jesus. Und so fügt sich das auch ein, was Paulus in Römer 12 Vers 1 sagt, die Aufforderung an dich, jetzt deine Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges Gott, wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. Das heißt, von dem Moment deiner Bekehrung an ist es deine Pflicht, alles, was du hast und alles, was du bist, Gott zu unterstellen. Eine ganz bewusste Entscheidung. Das heißt also im Umkehrschluss, dass jede Rebellion, jede Auflehnung gegen den Staat ein Herz offenbart, das nicht dem Herrn ergeben ist, sondern sich selbst. Ein Herz, das von Stolz und Eigensinn getrieben ist. Unterordnung ist für einen Christen nicht fremd. Es ist Teil der DNA und so finden wir es an vielen Stellen wieder. In Epheser 5 Vers 22 ermahnt Paulus dazu, dass wir Gläubige uns gegenseitig einander unterordnen. Das heißt, du achtest die Person neben dir höher als dich selbst. In Titus 2 Vers 9 ermahnt Paulus wieder mit dem gleichen Begriff, die Sklaven, dass sie sich ihren Herren unterordnen. In Kolossus 3 Vers 18 ermahnt Paulus, dass die Ehefrauen sich ihren Ehemännern unterordnen. Und genau dieser gleiche Begriff, sich unterzuordnen, ist es auch, den wir hier in Römer 13 Vers 1 finden. Ordne dich unter. Jetzt ist die Frage, wie sieht jetzt dieses Unterordnen aus? Unterordnung ist ein bewusstes Anerkennen der Institution über dir. Unterordnung ist ein bewusstes Anerkennen der Institution über dir. Es ist ein gewusstes Wahrnehmen und Akzeptieren der Hierarchie, die Gott selber geschaffen hat. Was wir jetzt auch noch einmal deutlich festhalten müssen, ist, wenn wir all diese Stellen vergleichen und sehen, wie oft Jesus von Unterordnung den verschiedenen Kategorien von Menschen spricht, dass er auch hier nicht davon spricht, zu gehorchen. Paulus schreibt hier nicht gehorcht den Autoritäten, sondern er schreibt ordnet euch unter, akzeptiert eure Stellung. Und es ist sehr wichtig, dass wir da konsequent sind in unserer Auslegung. Denn oft hört man einfach so in den Raum gestellt, wir sollten ja der Regierung gehorchen. Die Bibel sagt nicht gehorchen, sie sagt unterordnen. Und das ist genau das Gleiche, was eine Ehefrau ihrem Ehemann gegenüber tut. Es geht nicht darum, mit jedem Wink zu gehorchen, sondern es geht darum, die Stellung zu akzeptieren. Und es ist das Gleiche, wie auch in Epheser 5, Vers 22 betont wird, das Leben innerhalb der Gemeinde. Du hast nicht den Auftrag, den im Nächsten zu gehorchen, wenn er dir etwas sagt, sondern dich ihm unter zu ordnen und ihn höher zu achten als dich selbst. Und so gilt es auch hier gegenüber der Regierung, ein grundsätzliches Anerkennung der Ordnung Gottes, der Hierarchie, die er geschaffen hat, wo du dich unten einordnest. Nun, es gibt aber einen Unterschied. Bei all den anderen Beziehungen, die ich genannt habe, werden dir normalerweise keine Gesetze erlassen. Der Staat erlässt Gesetze und dementsprechend ist es ja schon so, dass oft dieses Unterwerfen, dieses Unterordnen auch gehorsam zur Konsequenz hat. Die Frage bleibt, warum ist es für einen Christen wichtig, sich der Regierung unter zu ordnen? Und die Antwort finden wir jetzt im nächsten Abschnitt, Vers 3, wenn ihr weiter lest, denn es ist keine staatliche Macht außer von Gott und die Bestehenden sind von Gott verordnet. Das heißt also, weil Gott selbst hier der Einzige ist, der Autorität inne hat. So sagt Paulus, es gibt keine Macht außerhalb von Gott. Gott ist der Einzige, der Autorität inne hat und Gott ist der Einzige, der entscheidet, wem er diese Autorität delegiert. Und das ist es auch, warum Jesus mit dieser Aussage, die in Missionsbefehl einleiten kann, in Matthäus 28, Vers 19, dort beginnt er mit der Aussage und sagt, mir ist alle Macht gegeben, im Himmel und auf Erden, dem Christus gehört alle Autorität. Und wir sehen das noch einmal auf den Punkt gebracht in dem Dialog, den Jesus mit Pilatus hatte in Johannes 19, und das ist eine Stelle, die ihr jetzt gerne aufschlagen solltet, Johannes 19. Dieser Pilatus kann sich keinen Reim auf Jesus machen. Jesus verteidigt sich nicht auf die Anklagen, Jesus antwortet kaum, wenn man ihm Fragen stellt. Und schon fast so ein bisschen irritiert, fragt Pilatus dann in Johannes 19, Vers 10 nach und sagt, redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich loszugeben und Macht habe, dich zu kreuzigen? Jesus antwortete, du hättest keinerlei Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre, darum hat der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde. Jesus macht diesem Mann, der vor ihm steht und die Entscheidung fällt, ob Jesus am Kreuz stirbt oder nicht, ganz deutlich, du hast den Eindruck, du hast die Autorität, aber die Autorität hast du nur, weil Gott sie dir zugesteht. Und so hat selbst Jesus kurz vor seiner Kreuzigung noch einmal so deutlich anerkannt, dass Gott derjenige ist, der Könige ein- und absetzt. Und deshalb gilt für dich als Christen, dich der Autorität unterzuordnen, nicht um primär deine Loyalität der Autorität gegenüber zu zeigen, sondern um deine Verpflichtung und deine Loyalität vor Gott deutlich zu zeigen. Jede Autorität ist von Gott eingesetzt und sie ist von Gott delegiert, um diese wahrzunehmen. Jetzt gehen wir weiter in Vers 2, wo Paulus nun schreibt, wer sich daher der staatlichen Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes, die aber widerstehen, werden ein Urteil empfangen. Also Widerstand ist ein Widerstand gegen Gott und dafür musst du dein Urteil empfangen. Das Urteil kann entweder durch die Regierung selber eingesetzt werden oder es kann das Urteil sein, dass Gott selber über dich spricht. Aber deine Aufgabe ist es, die Regierung, die über dir ist, als die von Gott eingesetzte Autorität anzuerkennen, egal wie sie heißt, egal welcher Partei sie angehört und egal, wie sie ihr Amt ausführt. Nun, für uns in Deutschland ist die Bundesregierung da, diese von Gott eingesetzte Regierung. In anderen Ländern ist es ein Putin, ist es ein Macron, ist es sogar Irans Khamenei oder Chinas Präsident und sogar Nordkoreas Diktator, das sind von Gott eingesetzte Autoritäten. Und weil du Gott als König der Könige akzeptierst, ordnest du dich auch bewusst diesen Regierungen unter, du akzeptierst sie als deine Regierung, du achtest sie als deine Regierung, du folgst ihren Anweisungen und du ordnest dich ihnen unter. Das heißt, das zeigt sich dann in deinem Umgang mit der Polizei, es zeigt sich in deinem Umgang mit dem Ordnungsamt oder mit dem Zoll. Du fängst keinen Streit an, du machst keine Vorwürfe, du akzeptierst, du respektierst und du folgst ihren Anweisungen. Wenn die Polizei dich aus dem Verkehr zieht und du feststellst, dass deine Glühbirne kaputt ist, dann bist du gehorsam. Wenn die Steuerbehörde Nachzahlung verlangt, dann leistest du dem Folge. Wenn die Zulassungsbehörde dein Auto nicht mehr zulässt, dann nimmst du das an. Du machst mit jeder Faser deines Wesens deutlich, dass du als ein erretteter Christ verstehst, was es bedeutet, dem König der Königin zu gehören und ihm zu folgen. Und mit jeder Faser deines Wesens machst du deutlich, dass du Autorität kennst, dass du sie verstehst und dass du aufgrund deiner Loyalität Gott gegenüber dich bereitwillig unterordnest. Und dieses Unterordnen ist nicht ein kleinteiliges Paragrafen reiten, sondern es ist dieses Verständnis dessen, ein Kind Gottes zu sein, das verstanden hat, dass Gott die Autorität an die Regierung verleiht. Das ist die Grundhaltung, die ein Christ mitbringt, wenn es um die Regierung geht. Es ist die Frage, wie sieht es jetzt konkret aus, was mache ich denn jetzt? Und damit kommen wir zur zweiten Aufforderung, die Paulus hier gibt, zweitens, tu das Gute. Die grundsätzliche Frage ist geklärt, die grundsätzliche Frage ist, Gott hat die Regierung eingesetzt und deshalb ordnest du dich unter. Wie du dich jetzt verhältst, kommt jetzt ab Vers 3, wenn Paulus schreibt, denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das Gute, sondern für das Böse. Also Paulus schreibt hier an Leser, und das muss man sich mal vor Augen malen, die unter einem totalitären Staat leben. Als Paulus diesen Brief schreibt, hat der König der Kaiser Nero seinen Thron bestiegen. Und wie kein anderer Kaiser würde dieser Kaiser in die Geschichte eingehen als der größte Christenverfolger. Viele der Leser von Paulus kannten auch die Zeit unter Claudius, eine Zeit, wo sie, wenn sie die jüdische Herbstammung hatten, aus Rom vertrieben worden waren. Und trotzdem, obwohl diese Römer unter einem totalitären, willkürlichen System unterwegs sind, trotzdem sagt er ihnen, dass diese Regenten, die über ihnen sind, nicht ein Schrecken für das gute Werk sind. Und die Frage ist für uns, wie Paulus kannst du das sagen? Manch einen Kommentator hat gar geschrieben, dass Paulus hier etwas blauäugig über die Regierung schreibt. Aber es ist nicht blauäugig, wenn wir uns mit der Frage beschäftigen, wer denn entscheidet, was gut und böse ist. Paulus spricht hier von dem guten Werk und das gute Werk, die Entscheidung, was gut ist und was schlecht ist, obliegt nicht der staatlichen Autorität. Die Entscheidung, was gut oder was schlecht ist, liegt allein in Gottes Hand. Wenn ihr zurückblättert zu Römer 12, Vers 2, wo Paulus das Anliegen mit deutlich macht, dass der Christ dahingehend verändert wird, den Willen Gottes zu erkennen. Und gegen Ende von Vers 2 sagt er, das Ziel ist also, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist. Und wie erkennst du den? Wie wird der Wille Gottes charakterisiert? Er wird charakterisiert als das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Das heißt, nur bei Gott findest du das Gute und nur Gott allein hat eine perfekte Unterscheidung zwischen dem, was gut ist und das, was böse ist. Und deshalb ermahnt Paulus dann auch in Römer 12, Vers 21, dass genau das deinen Lebensstil dominieren soll. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten, weil der Christ ein Botschafter des Guten ist, ein Anhänger des Guten. Also, Gutes ist Gottes Willen, Gutes ist das Leben in Heiligkeit, Gutes ist das Leben aus Gnade und Wahrheit. Es ist gut, seinen Nächsten zu lieben, egal welche Herkunft, egal welche Nation. Es ist gut, kompromisslos an der Wahrheit festzuhalten und jetzt die Aussage von Paulus ist die, wenn du das Gute tust, dann brauchst du dich nicht zu fürchten. Genau, das führte jetzt aus, Vers 3. Willst du dich aber vor der staatlichen Macht nicht fürchten, so tue das Gute! Also, tue all das Gute, was Gott verordnet hast und lass all das Schlechte, was Gott verboten hat. Tu das Gute und jetzt geht es weiter und du wirst Lob von ihr haben. Und das ist jetzt wieder so verblüffend, dass man sich fragt, wie kann denn das sein? Paulus selber hat unter der Regierung Roms gelitten, wurde inhaftiert aus ungerechten Gründen. Jesus Christus selbst stirbt aufgrund der Regierung. Die Kirchengeschichte ist voll mit verfolgten Christen, wo Regierungen nicht Gutes belohnt haben. Die Geschichte ist voll von Märtyrern wie Jan Hus oder William Tinde, die auf Scheiterhaufen verbrannt wurden oder von John Bunyan, der zwölf Jahre im Gefängnis war und die Frage, die du dir jetzt stellen musst, ist, was meint Paulus hier, wenn er hier schreibt, dass du das Lob der Regierung bekommen wirst, wenn du das Gute tust, wenn die Kirchengeschichte scheinbar genau das Gegenteil beweist. Und die einzig plausible Antwort liegt darin, zu verstehen, dass genauso wenig wie die Obrigkeit entscheiden kann, was richtig und was falsch ist, die Obrigkeit genauso wenig entscheiden kann, wer Lob bekommt und wer nicht. Ein Kommentator schreibt es mit diesen Worten, sie, also die Regierung, mag tatsächlich beabsichtigen ihn, den Christen zu bestrafen, aber die beabsichtigte Strafe wird sich dann als Lob erweisen. Das endgültige Urteil obliegt nicht der staatlichen Autorität über dir. Und wenn ihr jetzt nochmal zurückdenkt daran, was die Bibel und all jene, die sich mit Jesus Christus auseinandergesetzt haben, immer wieder feststellen mussten, war diese eine Tatsache, dass selbst beim Verhör vor Pilatus Pilatus immer wieder sagen musste, er ist unschuldig. Und als er am Kreuz gestorben war, muss der Hauptmann ausrufen, dieser Mann war tatsächlich unschuldig. Und als Paulus später inhaftiert wird, wird immer wieder klargestellt vor Felix und von Herodes Agrippa und selber bis hin, dass er dann zum Kaiser kommt, steht immer wieder fest, dieser Mann ist unschuldig. Und ja, sie mögen verurteilt worden sein, aber am Ende galt immer dieses Urteil, diese Menschen sind anders und sie sind unschuldig, sie haben sich nichts, sie haben sich nicht verschuldigt. Und so sagt Paulus nun weiter in Vers 4, denn sie, also die Autoritäten über dir, denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Als ob das nicht genug wäre, wird es jetzt noch verblüffender. Paulus nutzte den Begriff Diakonos, den Begriff, den wir jetzt schon mehrfach angeschaut haben in Bezug auf das Diakonenamt, ein Begriff, den Jesus auch selber benutzt für jeden Christen. Jeder Christ ist ein Diener des Herrn. Und Paulus sagt hier, die Regierungen über dir sind die Diener Gottes, Diakonos, dir zum Guten. Das heißt, der Staatsapparat, unter dem du lebst, ist Gottes verlängerter Arm, dir zum Guten. Und die Aufgabe des Staates ist es, das Gute zu fördern und das Böse zu ahnden. Und das führt er jetzt weiter aus in Vers 4, wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist wieder Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut. Hier sehen wir das, obwohl Paulus zuvor gewarnt hat, den Christen, recht dich nicht, wenn dir Böses angetan wird, sagt er, keine Sorge, es gibt eine Institution, die genau den Auftrag trägt, diese Rache voranzubringen, der Staat. Und so sagt Paulus hier, wer das Böse tut, wer mordet, wer stiehlt, wer sich der staatlichen Gewalt widersetzt, der muss mit Strafe rechnen und das ist doch gut so. Paulus sagte, dem Staat ist das Schwert anvertraut. Für ihn ist es legitim, Strafen zu verhängen, für ihn ist es sogar notwendig, das Böse zu ahnden. Wer also aufgrund von einer bösen Tat Strafe auf sich lädt, hat die zu tragen und das ist genau das, was Petrus bestärkt in 1. Petrus Kapitel 2, dürft ihr auch gerne noch mal aufschlagen. 1. Petrus 2 hat viele Parallelen zu Römer 13 und es ist doch auch interessant, dass Petrus an die verfolgten Christen schreibt, die genau unter dem gleichen Kaiser leiden, unter denen die Leser sind aus dem Römerbrief. In 1. Petrus ist Nero fortgeschritten zu einer vollen Christenverfolgung, aber auch da in 1. Petrus ermahnt Petrus, sich diesen staatlichen Autoritäten, die Gott über sie eingesetzt hat, unterzuordnen und das Gute zu tun. Und er bestärkt das jetzt in 1. Petrus 2, Vers 20, wo er sagt, was für ein Ruhm ist es, wenn ihr ausharrt, indem ihr sündigt und geschlagen werdet. Also noch einmal, 1. Petrus 2, Vers 20, denn was für ein Ruhm ist es, wenn ihr ausharrt, indem ihr sündigt und geschlagen werdet. Wenn ihr aber ausharrt, indem ihr Gutes tut und leidet, das ist Gnade bei Gott. Wenn du Böses tust, dann musst du dich fürchten und dann musst du mit Strafe rechnen und das gilt auch, wenn du Christ bist oder ob du ungläubig bist. Es ist egal, ob du Christ bist oder ungläubig bist, wenn du betrunken Auto fährst, musst du dafür die Strafe tragen. Wenn du Beamten beleidigst, musst du dafür die Strafe tragen. Wenn du Verleumdung betreibst, wenn du Steuern hinterziehst, wenn du Stilst, wenn du Schwarzarbeit leistest, dann musst du dafür die Konsequenzen tragen und das ist auch richtig so. Doch Paulus macht auch gleichzeitig klar, dass wenn du das Gute tust, dass du dich dann auch nicht zu fürchten brauchst, denn Paulus wirft dir nicht die Frage auf und es ist wichtig herauszuarbeiten, Paulus stellt hier nicht die Frage, wann muss ich dem Staat gehorchen und wann nicht, die Frage stellt er gar nicht. Paulus kreiert hier auch keine Was-Wäre-Wenn-Szenarios, sondern die Antwort für jeden Christen ist ganz einfach, die Antwort ist ganz einfach, egal ob die Regierung von SPD, Grüne, CDU oder AfD geleitet wird, die Frage ist ganz einfach, egal ob die Regierung einer Demokratie verpflichtet ist oder einer Diktatur, die Antwort ist ganz einfach, dass für dich als Christ diese Tatsache gilt, dass du die Gnade Gottes für dich erkannt hast, dass du verstanden hast, du bist ein Sünder und dich selber bewusster Autorität Gottes unterstellt hast und du bist jetzt darauf erpicht, ganz bewusst Gottes Prinzipien für dich in deinem Leben umzusetzen und das bedeutet für dich das Gute zu tun, weil Gott dein König ist und wenn Gott dein König ist und du das Gute tust, dann braucht dir der Pils nicht höher schlagen, wenn dir die Polizei auf die Finger schaut und wenn Gott dein König ist und du das Gute tust, dann kannst du dich auch von allen Behörden unterordnen und sie als von Gott eingesetzt akzeptieren, du tust einfach das Gute, du liebst deinen Nächsten, du erfüllst deine Pflichten, du sprichst die Wahrheit, du setzt dich ein für das Gute und dann kann die Regierung es verbieten oder gebieten, du tust trotzdem das Gute, denn deine Loyalität gilt zuerst Gott und deshalb tust du das Gute. Die nächste Frage, die immer wieder gestellt wird auch an diesem Text ist, ja was ist denn jetzt aber mit der Regierung, denn viele konservative Christen schauen beängstigt auf die Entwicklungen der letzten Jahre, man sieht den Druck, der gesellschaftlich steigt, man macht sich Sorge um die Meinungsfreiheit, man macht sich Sorge um die Religionsfreiheit, man findet unzählige Webseiten, Blogs und Videos, die sich intensiv mit den verschiedenen Bewegungen und Strömungen in der Politik befassen, man spricht dann von dem Einfluss, den die Freimäure haben, von dem Einfluss, den die linke Ideologie hat, von dem Einfluss des Evolutionismus und wir Christen schauen uns das an und dann stehst du davor wie in Oxfam Berg und fragst dich, was mache ich denn jetzt damit und die Antwort ist nichts, lass dich nicht drauf ein. Strömungen gab es schon immer, wird es auch weiter geben und am Ende sind sich für deinen Auftrag Gott gegenüber irrelevant. Du bist Gottes Kind unter seiner Herrschaft und dein Auftrag ist der, das Gute zu tun. Die Welt ist und bleibt im Bösen, bis Christus wiederkommt und so ist auch eine Regierung im Bösen. Luther hat das in typisch lutherischer Hart ausgedrückt in seinem Buch von Weltlicher Obrigkeit, schreibt er, du sollst wissen, dass von an Beginn der Welt an ein kluger Fürst ein gar seltener Vogel ist, ein noch viel seltenerer ein Rechtschaffener Fürst. Es ist unwahrscheinlich, dass du unter einer Regierung sein darfst, die tatsächlich gottgehorsam ist und deshalb verschwende deine Zeit nicht mit Verschwörungstheorien, verschwende deine Zeit nicht darum, dir ständig damit auseinander zu setzen, wie übergriffig die Regierung geworden sei und hab auch nicht die Hoffnung, dass irgendeine Partei endlich das Boot umdrehen wird, denn Gott ist derjenige, der seine Diener die Regierung einsetzt und deine Aufgabe ist es, das Gute zu tun. Und der Rest ist irrelevant. Wir müssen auch darauf eingehen, dass manche Ausleger hier der Meinung sind, dass diese Worte, die Paulus sagt, dass die Regierung eine Dienerin dir zum Guten ist in Vers 4 oder eine Dienerin, eine Rächerin zur Strafe, eine Bedingung ist für eine legitime Regierung. Man sagt dann, dass nur dann, wenn die Regierung das tut, das Böse zu ahnden und das Gute zu belohnen, nur dann ist der Christ auch verpflichtet, sich dem unterzuordnen. Das ist Haarspalterei, die wenig mit der Bibel zu tun hat. Es ist so ähnlich, wie wenn meine Frau sagen würde, schlag mal bitte Epheser 5 auf, da steht, dass du mich so lieben musst, wie Christus die Gemeinde geliebt hat und das machst du nicht perfekt, deshalb bist du nicht mein Mann. Macht meine Frau nicht. Oder wenn ein Kind seinem Vater sagt, hier steht, du sollst mich nicht zum Zorn reizen, aber du reizt mich zum Zorn und deshalb bist du nicht mein Vater. Das ist genau der gleiche Schluss. Paulus macht hier nicht eine Bedingung. Die Aussage ist klar, die Regierung ist von Gott eingesetzt, sie ist eine Dienerin. Ja, sie hat den Auftrag, das Gute zu belohnen und das Schlechte zu ahnden, aber du stellst dadurch nicht ihre Legitimität in Frage. Die Legitimität in Frage zu stellen, obliegt allein Gott, er ist derjenige, der Regierungen einsetzt und absetzt. Für dich bleibt dann nur noch die Verantwortung, das Gute zu tun und damit kommen wir zur dritten Aufforderung. Drittens, erfülle deine Pflicht. Denn in Vers 5 sehen wir jetzt weiter, wie Paulus schreibt, darum ist es notwendig, untertarnt zu sein, nicht allein der Strafe wegen, sondern auch des Gewissens wegen. Also Paulus sagt jetzt, diese Stellung des Unterordnens für sich selber anzuerkennen, ist notwendig, es ist wichtig. Zum einen wegen der Strafe und das ist plausibel, das versteht auch jeder Deutsche. Wenn ich zu schnell fahre und ich geblitzt werde, dann muss ich dafür bezahlen, dann habe ich eine Strafe. Wenn ich stehle und dabei erwischt werde, dann werde ich gestraft. Aber jetzt geht Paulus noch darüber hinaus, es ist nicht nur die Strafe, die dich hemmt, sondern auch dein Gewissen. Ein Gewissen, das der Christ hat, ist ein Sensor, der auf richtig und falsch reagiert. Dein Gewissen ist es, dass, wenn es richtig geeicht ist, auf richtig und falsch sich einstellen wird und es wird sensibel anschlagen. Das heißt also, der Christ ordnet sich nicht nur unter, weil er weiß, wenn ich das nicht tue, muss ich ins Gefängnis, sondern weil er eine Aufgabe zu seinem eigenen Gewissen gegenüber hat. Und es ist deine Aufgabe als Christ, dafür zu sorgen, dass dein Gewissen rein ist. Paulus kann das vor Felix, dem Stadthalter, sagen, nachdem er schon in Ketten gehalten wird, kann er diesem Felix zurufen in der Postgeschichte 24, Vers 16, darum übe ich mich auch, alle Zeit ein Gewissen ohne Anstoß zu haben vor Gott und den Menschen. Das war die Praxis von Paulus. Und selbst nachdem sie ihn in Ketten halten, kann er immer noch sagen, ich tue alles, was ich kann, dass mein Gewissen mich nicht anklagt. Und das ist entscheidend. Dein Gewissen ist nicht dazu da, um es einfach zu vergessen oder zu überrollen oder zu ignorieren oder wie dein Handy auf Flugmodus zu stellen, sondern zu verstehen, dass deine Unterordnung nicht nur eine Pflicht, ein Mandat ist, das von außen sichtbar ist, sondern eine Dimension, die von innen sich bestätigt. Und das wird sich dann zeigen, wie du dich dem Staat gegenüber verhältst, wenn keiner zuguckt. Dass du keine Fahrerflucht begehst. Und dass du selbst dort, wo andere zu dir sagen, ach das weiß ja eh keiner oder das sieht ja eh keiner oder das wird nie jemand prüfen, dass du selbst da deutlich machst, meine Loyalität gehört nicht dem Staat in erster Linie oder den Ordnungshütern, sondern meinem Gott und deshalb ordne ich mich dem unter. Und deshalb geh mit deinem Gewissen vor Gott. Prüfe dein Gewissen. Überdenke deine Handlungen und stelle dir dann auch die Frage, wo habe ich bis jetzt mein Gewissen ignoriert oder wo ist es nicht richtig geeicht? Wo habe ich Annahmen von Richtung und falsch, die nicht Gott entsprechen, sondern vielmehr mir entsprechen? Und so fährt Paulus nun fort in Vers 6, denn deshalb entrichtet ihr auch Steuern. Der Begriff, den jeder so liebt, Steuern. Nun Steuern sind schon seit langer Zeit völlig normal, dass eine Regierung ein Staat Mittel braucht, um seine Regenten zu bezahlen, um die Infrastruktur herzustellen und auch die Verteidigung zu sichern. Völlig normal. Aber Paulus sagt jetzt, dieses Steuern bezahlen ist nicht einfach nur eine Pflicht, es ist ein geistliches Mandat, eine geistliche Aufgabe, denn er fährt jetzt fort in Vers 6 und sagt, denn es sind Gottes Diener, die eben hier zu fort während beschäftigt sind. Und jetzt wird es spannend, weil hier unter dem Begriff Diener nicht mehr Diakonos steht, sondern ein Begriff, der eigentlich nur für den geistlichen Dienst reserviert war. Ein Begriff, mit dem man die Priester im Alten Testament bezeichnet hat. Und Paulus sagt, sie sind mit diesem Dienst, den ich ihnen gebe, betraut. Und für dich ist dieses Steuern geben mehr als einfach nur zu bezahlen. Es ist ein Gottesdienst, ein bewusstes Geben, um denen zu geben, die damit beschäftigt sind, weil Gott sie dazu eingesetzt hat. Deshalb bei der nächsten Steuererklärung darfst du Gott danken für seine Diener, die er eingesetzt hat und deinen Beitrag leisten. Und so fährt Paulus nun fort, Vers 7, gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid. Und Vers 6 ist nur eine allgemeine Wahrnehmung, ihr zahlt ja Steuern, aber jetzt Vers 7, macht das auch, gebt ihr, gebt alles, was ihr schuldig seid. Die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre gebührt. Und die Aufforderung zusammenfassend ist, die als Bürger deiner Nation, dem Land, wo du unterwegs bist, unter der staatlichen Autorität, unter der du lebst, gehst du deinen Pflichten nach, du begleichst deine Schuld, zahlst deine Steuern, zahlst den Zoll, du hinterziehst nicht, du umgehst nicht, du zahlst keine Schwarzarbeiter, du bist dem Staat nichts schuldig, sondern sorgst dafür, deinen Beitrag zu leisten. Und dann weiter, furcht, wenn die Furcht gebührt. Paulus hat schon davon gesprochen, wer Böses tut, muss die Staatsgewalt auch fürchten, es gibt eine gesunde Furcht, die dem Staat entgegengebracht wird. Und zeige deine Ehre, ehre die Autorität über dir, als eine Autorität, die von Gott eingesetzt ist. Dann wirft sich die Frage auf, darf man denn überhaupt noch negativ über die Autoritäten sprechen? Darf ich überhaupt noch negativ über politische Entscheidungen sprechen? Da musst du dir wieder vor Augen halten, dass dein Auftrag ist, der ist, nicht ein politischer Sprecher zu sein, sondern Jesu Botschafter. Dein Auftrag ist es, das Wort Gottes zu verkünden, das Evangelium zu verkünden, auch richtig und falsch zu verkünden. Und wenn das entgegen der Regierung ist, dann ist es dein Auftrag, sehr wohl auch entgegen dem zu sprechen. Aber die Art und Weise, wie du es tust, wird deutlich machen, dass du sie akzeptierst als von Gott eingesetzte Diener und ihnen die Ehre zukommen lässt, die sie verdienen. Und sie hochachtest. Gott hat sie eingesetzt und er ist dafür verantwortlich. Wer also Gottes Gnade erkannt hat und von Jesus Christus verändert wurde, hat von dem Moment an auch verstanden, dass Gott ein Gott ist, der alle Autorität hat, der er sich beugen muss. Das bedeutet also, dass ein Christ nicht primär durch deutsche Regelkonformität geprägt ist, sondern ein ganz bewusstes Anerkennen der Ordnung Gottes, die er geschaffen hat. Und so sind Christen dann auch keine Rebellen, sie sind keine Querulanten, sie sind keine Störfaktoren, sondern loyale Bürger, die sich dadurch auszeichnen, nicht gefährlich zu sein, weil sie permanent nach dem Guten streben, sondern als hilfreich sich einsetzen. Denn Christen sollen daran erkannt werden, auch unter einer ungerechten Regierung, dass sie sich unterordnen, dass sie komme was wolle, das Gute tun und ihre Pflicht vor dem Staat erfüllen. Vater, wir stehen auch vor diesen Worten und wir anerkennen, dass es nicht immer einfach ist zu sehen, wie du deine Geschicke, dir deinen Plan voranbringst. Wenn wir von Strömungen hören oder Bewegungen hören oder auch uns manchmal die Skandale hören und uns fragen, wie lange her lässt du noch eine ungerechte Regierung zu? Und so danken wir dir Herr, dass wir diese Gewissheit haben dürfen, dass nicht die Regierung, sondern du das Zepter in der Hand hältst. Und wir danken dir dafür, dass wir diese Gewissheit haben dürfen, dass egal wer der nächste Kanzler wird, egal welche Partei an der Regierung kommen wird, du alleine derjenige bist, der die einsetzt und absetzt. Und wir erkennen auch an Herr, dass es unsere Aufgabe ist, das zu tun, was du von uns verlangst. Und der Auftrag hat sich nicht geändert, das treu dir zu dienen, das Gute zu tun, das Gute zu suchen und dich zu verherrlichen. Und Herr, so bitte ich dich darum, dass wir auch als Gemeinde, als Einzelne dafür bekannt sind, nicht einfach nur gegen die Regierung zu sprechen, weil sie uns nicht passt, sondern mit allem, was wir sind, deutlich zu machen. Wir gehören dir und wir dienen dir und wir folgen dir. Egal, was kommt. Amen.
