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Wenn wir ein paar Jahre zurückspulen, genau genommen zum Jahr 1994, dann fand auch im Jahr 1994 eine Fußball-WM statt und auch die war in den USA.

Damals war Deutschland amtierender Weltmeister und es kam der Zeitpunkt, dass Deutschland gegen Südkorea antreten durfte und etwas fand statt, was eigentlich völlig normal ist.

Es musste ausgewechselt werden, diesem Spieler gefiel das nicht so gut, aber die Fans mochten diesen Spieler nicht so gerne und so ließ sich dieser Spieler provozieren, als er dann vom Spielfeldrand runter kam und er hob den Mittelfinger zu den Fans.

Es hatte Konsequenzen für ihn, er wurde sofort disqualifiziert sozusagen, wurde nach Hause geschickt, von der Mannschaft ausgeschlossen, später allerdings begründete er selber seine Reaktion mit der Aussage, das sei völlig menschlich und er hätte sich von dem Verband mehr Rückhalt gewünscht.

Nun, der Fehler war eindeutig, die Konsequenzen waren eindeutig, die Schuld war eindeutig, aber der Schuldige zeigt erst einmal, um die Leute um sich herum, um sie mitzureißen in der Hoffnung, ihnen die Schuld zuschieben zu können.

Das ist eine Art des Richtgeistes, der den Menschen angeboren ist, wer Kinder hat, kennt das sehr gut.

Ein Kind wird konfrontiert, was hast du da gemacht und die Antwort kann sein, ja ich habe das Spielzeug weggenommen, aber mein Geschwisterchen hat das und das gemacht.

Und Erwachsene sind da manchmal genauso unterwegs, wenn sie gefragt werden, warum tust du dies oder jenes, warum reagierst du so, die Reaktion, ja ich weiß, das ist nicht richtig, aber er oder sie hat ja das und das gemacht.

Innerlich fängst du an, dein Verhalten recht zu fertigen und so erlaubt dir dieser Richtgeist, ein Urteil über andere zu fällen und deine eigene Schuld herunterzuspielen.

Dieser Richtgeist ist tödlich für die Einheit einer Gemeinde und genau deshalb ist Paulus auch erpicht darauf, genau diesen Richtgeist auszuräumen und das tut er in Römer 14, die Passage, in der wir jetzt unterwegs sind, Römer 14.

Der ganze Abschnitt dreht sich um die Frage, wie kann die Gemeinde trotz Unterschiedlichkeit, trotz Meinungsverschiedenheiten eine Einheit darstellen?

Wir haben letztes Mal schon gesagt, Einheit ist nicht eine Gleichförmigkeit, nach dem Motto, dass alle gleich aussehen, alle in die gleiche Gussform passen, Einheit ist die gleiche Basis im Glauben durch Jesus Christus, die gleiche Wahrheit wiedergegeben im Wort Gottes und eine gleiche Hingabe zu Gott selbst, aber es gibt viele Fragen des Lebens, zu denen es unterschiedliche Positionen geben kann.

Deshalb leitet Paulus das auch ein in Römer 14, Vers 1, das dürft ihr gerne mal aufschlagen, wo er von einer Kategorie spricht, im Leben eines Christen, das zuzuordnen ist, in eine sogenannte Kategorie der zweifelhaften Fragen, 14, Vers 1, den Schwachen aber im Glauben nehmt auf, doch nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen.

Das heißt, Paulus redet hier nicht darum, Sünde beim Namen zu nennen, Sünde nennt die Bibel beim Namen und auch Christen dürfen und sollen Sünde beim Namen nennen, das steht hier nicht zur Frage, aber es gibt einen Bereich im Leben von Christen, wo es unterschiedliche Positionen gibt, die legitim sind, wo die Bibel weder gebetet noch verbietet und zwei mit dem gleichen Glauben zu unterschiedlichen Ergebnissen für sich selbst erlangen.

Und so sagt Paulus ganz deutlich, es ist der Auftrag der Gemeinde, jeden zu akzeptieren und dabei dann sein eigenes Herz zu achten, nicht zu verachten und nicht zu richten, sondern Jesu Herrschaft zu bedenken.

Nun, wenn du mit dem Finger auf andere zeigst und wenn du in Gedanken dir einen Urteil erlaubst über andere, dann bringt das Spannungen, möglicherweise Spaltungen hervor und so wird deutlich in der Passage, die wir uns heute anschauen, dass es Alternativen zum Richtgeist braucht, es braucht Alternativen und diese Alternativen legt er uns da in den Versen zehn bis fünfzehn und das lesen wir jetzt mal zusammen, Römer 14, Vers zehn bis fünfzehn.

Du aber, was richtest du deinen Bruder, oder auch du, was verachtest du deinen Bruder?

Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.

Denn es steht geschrieben, so wahr ich lebe, spricht der Herr, mir wird sich jedes Knie beugen und jede Zunge wird Gott bekennen.

Also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben, lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern haltet vielmehr das für Recht, dem Bruder keinen Anstoß oder keinen Fallstrick zu bieten.

Ich weiß und bin überzeugt in dem Herrn Jesus, dass nichts an sich unrein ist, nur dem, der etwas als gemein ansieht, dem ist es unrein.

Denn wenn dein Bruder wegen einer Speise betrübt wird, so wandelst du nicht mehr nach der Liebe.

Verdirbt nicht mit deiner Speise den, für den Christus gestorben ist.

Vater, wir legen dir nun auch diese Stunde hin.

Du siehst die Temperaturen, du siehst, wie wir um Konzentration uns bemühen und bitten dich jetzt auch, dass du alle Ablenkungen wegnimmst, dass du Gnade schenkst heute wieder durch dein Wort zu reden, Herr, wir brauchen deinen Geist, wir brauchen deinen Geist und bitten dich, dass du unsere Herzen öffnest, unsere Ohren öffnest, dass du uns auch Gnade schenkst, nicht nur Hörer, sondern auch Täter deines Wortes zu sein und so legen wir dir die Zeit hin, rede du, denn dein Volk hört.

Amen.

Wir finden also in diesem Text die Verse 10 bis 15 zwei Alternativen zum Richten, damit du lernst, die Einheit in der Gemeinde zu bewahren und die erste Alternative, die Paulus hier darlegt, ist erstens übernimm Verantwortung für dein eigenes Gericht, übernimm Verantwortung für dein eigenes Gericht, jetzt schaut mal wieder zu Verse 10, Paulus läutet hier ein mit einer Frage, er liebt Fragen, er liebt rhetorische Fragen und so auch hier, du aber, was richtest du deinen Bruder oder auch du, was verachtest du deinen Bruder, Paulus spricht hier wieder zwei Gruppen von Menschen innerhalb der Gemeinde an, wer bist du, der du richtest und wer bist du, der du verachtest und das führt uns noch einmal zurück zu Verse 3 in Kapitel 14, Verse 3, dort hat er geschrieben, wer ist, verachte den nicht, der nicht ist und wer nicht ist, richtet den nicht, der ist, hier genau diese Perspektiven, wir haben eine Gruppe, die Paulus die Starken nennt, die die Freiheit haben alles zu essen in der damaligen Kultur, auch wenn es möglicherweise für Götzendienst benutzt worden wäre, haben diese Starken die Freiheit alles zu essen und dann gibt es die Schwachen, die solche Skrupel haben, dass sie, Paulus definiert ihn, der isst dann nur noch Gemüse, um sicher zu gehen, dass er nicht irgendetwas zu sich nimmt, was ihn flecken könnte, Paulus sagt jetzt stehen diese zwei Gruppen in einer Gefahr, der Starke, der die Freiheit genießt, steht in der Gefahr, auf den Schwachen niederzuschauen, ihn zu verachten, der wird tendenziell sagen, er sei nicht, er verstände das Evangelium nicht richtig, er wird ihm vielleicht sogar vorwerfen, dass er mit seiner Lebensweise wohl den Eindruck hat, etwas Besseres zu sein, im Gegensatz dazu, der Schwache, der sich bewusst Dinge entheilt, wird auf die Freiheit des Starken schauen und wird sagen, das kann doch nicht wahr sein, wie kann er bloß, der ist wohl nicht ganz hingegeben, oder der Schwache wird sagen, er ist sehr unreif, er ist unweise in der Art und Weise, wie er sein Leben gestaltet und das ist genau das, wovon Paulus spricht, einen Urteil fällen oder zu richten und jetzt in Vers 10 spricht Paulus die beiden Gruppen nochmal an, wer bist du, dass du deinen Bruder richtest, oder auch du, was verachtest du deinen Bruder, beide Gruppen angesprochen, noch einmal um das in die heutige Zeit hinein zu bringen, wir können in der Gemeinde nicht immer eine ganz klare Linie ziehen zwischen Schwachen und Starken, wenn du dein Leben anschaust und dich vergleichst mit anderen Christen, wirst du feststellen, dass du in manch einem Bereich schwach bist und in manch einem Bereich stark bist und genauso ist jeder eine Mischung sowohl von einer Schwachheit als auch von Stärke behaftet, das lässt sich nicht ganz so einfach trennen und so kann es sein, dass heute jemand die Freiheit hat, eine Netflix Abo abzuschließen und das hin und wieder zu schauen, vielleicht gibt es jemanden in der Gemeinde, der das bewusst aus Überzeugung sagt, nicht kann und der Starke hat dann die Tendenz, läuft dann Gefahr, auf den Schwachen niederzuschauen und zu sagen, der kostet sein Leben gar nicht aus oder der denkt wohl, er sei was besseres, weil er dieses Abo nicht abschließt.

Nun der Schwache auf der anderen Seite, der hat Skrupel bei Dingen, die der Starke tut, der Schwache ist zu der Überzeugung gelangt, vielleicht, dass er jeden Tag um eine gewisse Zeit für eine gewisse Zeit, 30 Minuten jeden Tag um 6 Uhr seine Bibel liest, nun er kann schnell den Rückschluss ziehen, dass jeder, der das nicht genauso tut wie er, nicht so geistlich ist wie er und dann würde er sich erlauben, ein Gericht zu feilen und jetzt wird Paulus jetzt also die Frage auf, wer bist du eigentlich, was machst du da, dass du richtest oder dass du verachtest, was machst du da und dann bringt er jetzt die Schwere vor Augen, wenn wir jetzt weiter lesen in Vers 10, wenn er sagt, denn wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes gestellt werden, wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden und das ist eine Aussage, die uns gar nicht so präsent ist.

Wir reden als Christen gerne über das Evangelium, dass Jesus Christus kam, dass er gestorben ist, dass er auch verstanden ist und dass es danach kein Gericht mehr gibt, richtig?

Römer 8, Vers 1, so gibt es jetzt keine Verdammnis mehr, es gibt keine Verurteilung mehr, es gibt kein Gericht mehr für den, der dieses glaubt, dass Jesus Christus für ihn kam, gestorben ist und auch verstanden ist, keine Verurteilung, keine Verdammnis, also was bedeutet jetzt das hier, wenn Paulus jetzt davon schreibt, dass jeder, und wohlgemerkt, er schreibt hier an Gläubige, dass jeder, ausnahmslos jeder vor dem Richterstuhl Christi erscheinen muss und dazu dürft ihr gerne einmal 1 Korinther 3 aufschlagen, denn jeder Christ muss sich vor Augen halten und sich bewusst werden, dass auch er eine Evaluierung seines Lebens erwartet.

Und in dieser Evaluierung vor dem Richterstuhl Christi geht es nicht mehr darum, ob du gerettet bist oder nicht.

Diese Frage ist geklärt, aber es geht um die Frage, was hast du getan mit dem, was Christus dir gegeben hat?

Und so, wenn ihr jetzt mal 1 Korinther 3, Vers 11 aufschlagt, dort schreibt Paulus, denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klar machen, weil er in Feuer geoffenbart wird.

Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, wird das Feuer erweisen.

Wenn jemandes Werk bleiben wird, dass er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen.

Wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden.

Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.

Das ist dieser Richterstuhl Christi, von dem Paulus auch hier spricht, und der vergleicht das mit einem Bau, den du baust über die Jahre.

Dieser Bau fängt nicht irgendwo im Nichts an, sondern wird aufgebaut, auf das Fundament, das gelegt ist.

Das Fundament ist Jesus Christus, und damit ist wieder deutlich, die Errettung steht nicht zur Frage.

Das ist schon fest.

Jetzt ist aber die Frage, was mache ich damit?

Jesus Christus hat mich errettet, Jesus Christus hat mich zu einem neuen Wesen geschaffen, Jesus Christus hat mich befähigt, gehorsam zu sein, was tue ich jetzt?

Wandle ich in den Werken, die er mir gegeben hat, oder bin ich weiter dabei, mich in Sünde gehen zu lassen, Nichtigkeit anzustreben?

Das ist die Frage, die Paulus hier stellt.

Bist du Christus entsprechend gewandelt, oder hast du dich dazu hinreißen lassen, weiter in alte Muster voranzugehen?

Jetzt zurück zu Römer 14.

Paulus bezieht sich hier auf diesen Richterstuhl Christi, diesen Moment, den jeder einzelne von uns zu erwarten hat, um einen Punkt ganz deutlich zu machen.

Richter ist allein Gott.

Das heißt also, Jesus braucht nicht verschiedene Gerichtsinstanzen, die vor ihm ein Urteil fällen, bevor er dann das oberste Gerichtshof ein Urteil spricht.

Er braucht keine anderen Mitglieder der Gemeinde, um das für ihn auszuführen, das kann er gut selber.

Christus braucht auch nicht eine Polizei, Menschen, die herumrennen und anderen Anzeigen verteilen und die dann vor Gott bringen.

Christus braucht auch keinen Staatsanwalt, der im Gerichtshof selber die Anklagepunkte verteidigt.

Er alleine, Gott alleine, hat genug Wissen, genug Einblick, um ein Gericht zu sprechen, das dann auch umfassend richtig und angemessen ist.

Und das ist jetzt der Einstieg in diese Frage, wer bist du eigentlich, dass du richtest?

Denn wenn du richtest, ist es eigentlich völlig irrelevant, denn es gibt nur einen Richter, der auch dich selber richten wird.

Und jetzt kannst du noch so lange deinen Nächsten abstempeln und sagen, naja, er verwaltet die Zeit nicht ordentlich, naja, er tut diese und jene Dinge, die ich nicht machen würde, die Entscheidung, die er gefällt hat, würde ich jetzt nicht als weise bezeichnen, aber all diese Bewertungen sind am Ende völlig irrelevant, denn du selbst und auch dein Nächster werden vor Gottes Richterstuhl erscheinen und dann gilt nicht mehr dein Maßstab, sondern nur noch sein Maßstab.

Und er sieht die Herzen, er sieht Motive, er sieht die Gedanken und er gibt jedem das, den Lohn, den er dafür auszahlt.

Es ist genau diese Tatsache, dass jeder Einzelne vor dem Richterstuhl Gottes erscheinen muss, die Paulus dahin führte, den Korinthern zu sagen, ob ihr mich beurteilt, ist mir eigentlich egal.

Was auch immer ihr von mir hört, ist mir egal.

Es spielt auch nicht mal eine Rolle, was ich selber von mir denke.

In 1 Korinther 4 sagt er dann ganz deutlich, der mich beurteilt ist der Herr und weil das so ist, gilt es nicht vor der Zeit ein Gericht zu sprechen, ein Urteil zu sprechen.

Gott ist Richter und Gott ist alleine Richter auch für die ganze Welt und das ist jetzt das, was er ausführt ab Vers 11, wenn wir jetzt dort weiterlesen, in Vers 11 dort schreibt Paulus, denn es steht geschrieben, so wahr ich lebe, spricht der Herr, mir wird sich jedes Knie beugen und jede Zunge wird Gott bekennen.

Das heißt, hier nutzt er jetzt ein Zitat aus Jesaja 45, das deutlich macht, es war schon immer Gottes Plan, irgendwann am Ende der Zeit so erhoben zu sein, dass jeder, ausnahmslos jeder Mensch das sehen kann, dass er alleine Gott ist und dass ihm die Anbetung gebührt.

Dieser Moment wird kommen und dieser Moment wird dadurch auch deutlich, dass sich jedes ausnahmslos, jedes Knie vor ihm beugen wird.

Das ist schon immer Gottes Plan gewesen und es kommt also dieser Punkt, wo jeder Mensch das tun wird und es ist dieser Punkt, der das Ziel deines Lebens darstellt.

Das ist die Route, auf der du unterwegs bist, dort bewegst du dich hin.

Nun, wenn du dich auf die Reise machst, um deinen Urlaub anzutreten, dann beeinflusst dein Ziel auch deinen Weg, je nachdem wirst du mit der Bahn, mit dem Flugzeug oder mit dem Auto unterwegs sein, aber du wirst dir immer sicher sein, dass deine Reise eine Reise bleibt und nicht das Ziel selber, du schlägst nicht dein Zelt schon auf dem Bahnsteig auf, du machst es dir nicht zu gemütlich auf dem Flughafen, weil du weißt, du bist noch unterwegs und so ist es auch für Christen.

Ja, wir haben ein Gut, auf das wir zurückschauen können, nämlich, dass Jesus Christus alles getan hat, um für deine Sünde zu begleichen, aber das hat jetzt einen Einschluss auf den Weg, den ich einschlage, weil ich noch ein Ziel vor Augen habe und dieses Ziel ist der Richterstuhl Christi und dieses Ziel ist das Ziel der ganzen Welt, auch wenn sie sich dessen noch nicht bewusst ist, dass er erhoben ist, dass er allein Gericht sprechen wird und dass er allein über alle regieren wird und das bedeutet dann für dich praktisch, dementsprechend auch zu leben.

Vers zwölf, also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott gegenüber Rechenschaft geben, jeder von uns wird für sich selbst Rechenschaft geben, wörtlich steht hier, er wird für sich selber das Wort ergreifen, könnte man sagen, wird für sich selber reden, das heißt, wenn du vor Jesu Thron stehst, dann geht es nicht mehr um deine Freunde, dann sagst du nicht mehr, ja die haben das gemacht, dann sagst du nicht mehr, mein Ehepartner hat das gemacht, dann sagst du nicht mehr, mein Kind hat das gemacht oder meine Mitbewohner haben dies und jenes gesagt, sondern du stehst allein, du allein für dich vor dem Thron Gottes und du musst alleine für das, was du getan hast, Rechenschaft abgeben, für nichts anderes, das heißt praktisch für mein Leben heute, jetzt schon, muss ich mir bewusst sein, dass ich den Auftrag habe, Verantwortung zu übernehmen für mich, ich bewege mich auf ein Ziel zu, Jesus entgegen, er hat zwar das Fundament gelegt, aber jetzt gehöre ich ihm und die Frage ist, wie lebe ich jetzt nun, das geht jetzt nicht einfach klagen nach dem Motto, ja geht ja nicht anders, ja muss ja, sondern die Bibel macht immer wieder deutlich, du selber alleine bist verantwortlich und du hast jetzt von diesem Zeitpunkt deiner Rettung an, die Verantwortung zu übernehmen, das bedeutet, du gestaltest deine Zeit zur Ehre Gottes, du nährst dich durch das Wort Gottes, du bist gehorsam dem Wort Gottes gegenüber, du strebst danach bei der Arbeit ein fleißiger, ergebener, loyaler Mitarbeiter zu sein, du bist dabei in der Arbeit, in der Familie liebend, besonnen und dienend unterwegs zu sein, in der Gemeinde bringst du dich ein und dann gibt es ganz viele Bereiche, wo du mit deinem Weg mit Christus zu unterschiedlichen Ergebnissen kommst wie deine Mitgeschwister, ob es nun die Frage nach Fernseher ist, ja oder nein, ob es Alkohol ist, ja oder nein, ob es Kita ist, ja oder nein und die Fragen gibt es zuhauf, doch die Bibel sagt dir einfach nur, am Ende bist du verantwortlich für dich selbst und du wirst Rechenschaft ablegen für dich selbst, du bist verantwortlich und Jesus wird dich fragen mit all dem, was ich dir gegeben habe, dieses Fundament, das ich gelegt habe, die Liebe, die ich dir gezeigt habe, was hast du mit diesem Gut gemacht und dann kannst du nicht mehr sagen, ach weißt du, die Zeit, in der ich aufgewachsen bin, die war so schwierig, die Arbeitswege waren so lang, der Druck so hoch, kannst du auch nicht sagen, die haben alle um mich herum, haben das anders gemacht, wie hätte ich das anders tun sollen, kannst du auch nicht sagen, du weißt ja, in welchem Elternhaus ich groß geworden bin oder schau mal Jesus, ich war wenigstens besser als die andere um mich herum, kannst du auch nicht sagen, ich wollte ja, aber die Gesundheit ließ es nicht zu, sondern wenn du vor dem Thron Christi stehst, dann wird es zwei Dinge geben, die zählen, das was Erde gegeben hat und das was du damit gemacht hast, darauf kommt es an, wer dich am Ende beurteilt ist, dein Herr und deshalb bedeutet es für dich dann auch so zu leben, dich zu investieren, dementsprechend zu planen, so zu leben, dass du vor Christi Thron am Ende nicht beschämt wirst, sondern ihn verheiligen kannst und das ist die erste Alternative zum Richtgeist, erst einmal Verantwortung für sich selbst und für sein eigenes Gericht zu übernehmen und diese Verantwortung für mich selbst und für mein eigenes Gericht bringt eine zweite Konsequenz mit sich, die gleichzeitig die zweite Alternative ist, zweitens übernimm Verantwortung für dein eigenes Verhalten, denn Paulus hat jetzt schon deutlich dargestellt, es ist völlig sinnlos und irrelevant ein Gericht über dein Nächsten zu sprechen, das ist Gottes Aufgabe und so fordert er jetzt auf in Vers 13, lasst uns nun nicht mehr einander richten, das ist hier die Aufforderung die er dir gibt, ganz einfach, hör damit auf, gut deutsch ausgedrückt, hör auf innerlich zu richten, ein Urteil zu fällen, jemanden abzustempeln als ungeistlich, unreif, unweise, sondern richte deine Perspektive auf etwas anderes aus, wir lesen jetzt weiter in Vers 13, dort schreibt er, sondern haltet vielmehr das für Recht und Paulus macht hier ein schönes Wortspiel, wenn er hier schreibt, richtet nicht mehr andere und er sagt dann richtet statt dessen, das ist das gleiche griechische Wort, nicht mehr andere richten, sondern etwas alternatives richten, das heißt also dein Richtgeist, den musst du jetzt nicht einfach abstellen, du musst ihn nur anders ausrichten, er soll auf etwas gutes ausgerichtet sein und das führt Paulus nun aus in Vers 13, dem Bruder keinen Anstoß oder keinen Fallstrick zu bieten, also wir sehen genau das gleiche Werkzeug, beides ist richten, aber das eine ist destruktiv, zerstörerisch für die Einheit, das andere ist konstruktiv, also erbauend für die Einheit, gleiches Werkzeug, unterschiedliche Wirkung, wenn du mit einem Handmixer Sahne schlägst und du mal ausprobieren möchtest, was passiert, wenn du den laufenden Mixer aus der Schüssel hebst, wirst du kurzerhand einen Chaos sehen, Drecken und Flecken überall und wenn du diesen Mixer aber weiter in der Schüssel lässt, kann er seine Arbeit verrichten und tut es gut und genauso ist es mit dem Richtgeist, wenn er auf das falsche ausgerichtet ist, macht er alles kaputt, wenn er aufs richtige eingesetzt ist, erhält er und erbaut er sogar die Einheit, nun Paulus sagt dir, dein Richtgeist muss dich jetzt darauf konzentrieren, was, wie du deinem Bruder keinen Fallstrick oder Anstoß bietest, nun was ist damit gemeint, was ist mit diesem Anstoß oder Fallstrick gemeint, Paulus hat sehr ähnliche Begriffe schon einmal genutzt, in Römer 9, Römer 9, Vers 32, spricht er von Christus als dem Stolperstein, also Israel auf ihrem Weg versucht die Errettung für sich selber zu erreichen, bekommt von Gott selber einen Stolperstein in den Weg geschmissen und dieser Stolperstein ist Jesus Christus, über den stolpern sie, fallen sogar in Sünde aufgrund ihres Ungehorsams, nun wie ist es jetzt aber bei Christen, Christen stoßen sich nicht mehr an der Frage, wer Christus ist und was er für sie getan hat, die Frage ist geklärt, dieser Stolperstein der Juden wurde zum Fundament des Christen, daran stoßen sie sich nicht, aber es mag sein, dass ein Christ gewisse Dinge, die eigentlich keine Sünde sind, ihn so zu Fall bringen, ihm so ein Anstoß sind, in derartigen Fallstrick gelegt werden, dass er dadurch in Sünde fällt.

Nur noch einmal, das Beispiel, das wir damals hatten in Rom, war zwei Christen, die unterschiedliche Ansichten hatten bezüglich des Götzenopferfleisches zum Beispiel und so wird der eine aus Freiheit das Essen, weil er sagt, es ist sowieso von Gott gegeben und ich kann Gott dafür danken, der andere sitzt vor dem gleichen Essen mit Skrupel, für den spielt sich im Kopf gleich das Kino ab, was mit dem Fleisch eigentlich alles gemacht wird, wozu es eigentlich gewidmet ist und welche abgöttischen Dinge damit involviert sind und so kann er dieses Fleisch nicht mehr zu sich nehmen, sondern wird dadurch in Sünde geworfen, in seinen Gedanken, in seinen Taten und so ist es auch heute noch, wenn jemand aus Überzeugung zu dem Schluss kommt, kein Alkohol zu trinken und jemanden sieht, der das tut, kann das sein, dass es für ihn dahin führt, dass er sagt, okay, das ist wohl gut, dann trinke ich auch was, aber während er ist tot, löst es in ihm einen solchen Gewissenskonflikt aus, der mit Angst behaftet ist, der ihm die Freimut nimmt, der ihm die Freude nimmt und dann ihn in Sünde führt und das ist genau das, was Paulus meint, dann hast du schon einen Fallstrick gelegt und da geht es nicht mehr um die Frage, ob Alkohol gut oder schlecht ist, sondern die Konsequenzen spielen sich im Inneren des Schwachen ab und die Sünde wird ihm zum Fallstrick.

Paulus sagt jetzt also, das ist deine Aufgabe, dein Verhalten darauf auszurichten, deinem Nächsten nicht irgendwelche Stolpersteine in den Weg zu werfen, das ist für ihn nur noch umso schwieriger wird, sondern deine Aufgabe ist es jetzt, genau das Gegenteil zu tun.

Wachste, um Katalysatoren in seinen Weg zu schmeißen, ihm zu helfen, dass er weiter wachsen kann und das ist dann auch der Ausdruck der Liebe unter Gläubigen.

In 1.

Johannes 2, Vers 10 schreibt Johannes das so schön auf den Punkt, wenn er sagt, wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht und kein Anstoß zur Sünde ist in ihm.

Wenn jemand wirklich seinen Bruder liebt, wird in ihm gar kein Verlangen sein, gar keine Drang sein, dem Nächsten einen Anstoß zur Sünde zu geben.

Aber bevor er jetzt weiter darauf eingeht, macht Paulus jetzt einen wichtigen Einschub, einen wichtigen Einschub in Vers 14, wo er jetzt schreibt, ich weiß und bin überzeugt in dem Herrn Jesus, dass nichts an sich unrein ist.

Zuerst, Paulus gibt hier keine persönliche Meinung weiter, das ist eine inspirierte Aussage, er sagt, ich bin durch den Herrn Jesus Christus dahin belehrt worden, ich bin in Jesus Christus davon überzeugt und er ist von folgendem überzeugt, dass objektiv betrachtet, also von außen gesehen, nichts per se unrein ist und das entspricht ganz der Lehre Jesu, der selber gesagt hat, nicht das, was in den Körper reinkommt, verunreinigt ihn, sondern das, was aus dem Herzen herauskommt, verunreinigt ihn.

Das ist genau die gleiche Idee, alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und genießbar und so gibt es an der Schöpfung Gottes gar nichts Verwerfliches.

Das heißt im Umkehrschluss, dass das Einhalten von gewissen Dingen dich nicht automatisch geistlicher macht, alles ist rein, sagt Paulus.

Nun, wir haben heute nicht so sehr mit den jüdischen Essensgeboten zu tun, heute ist es vielmehr so, dass wir eine medizinische Forschung haben, die viel weiter ist, als sie zu Paulus Zeiten war und man weiß heute mehr über krebserregende Stoffe, über Konservierungsstoffe und alle möglichen Konsequenzen, die das mit sich bringt und man legt sich dann Gebote auf, die medizinisch oder aus Expertenperspektive richtig sind, aber nicht biblisch belegt sind.

Nun, es ist nicht falsch, sich an diese Anweisungen zu halten, aber wenn irgendein Arzt oder ein Podcast oder eine Webseite dir irgendetwas für ungesund erklärt, dann ist damit auch deutlich festzuhalten, dass für dich das Christ nicht automatisch es Sünde bedeutet, alles ist rein.

Objektiv gesehen, von außen betrachtet, biblisch betrachtet, dürfen Christen die größten Genießer der Welt sein, die all die Dinge, die Gott ihnen gegeben hat, aus Freude annehmen, mit Dank ihm gegenüber ausdrücken, das ist die Tatsache.

Alles ist rein, jetzt gibt es aber ein Aber, das Paulus hinzufügt, Vers 14, aber doch, nur dem, der etwas als gemein ansieht, dem ist es unrein.

Nun, wer etwas als gemein, das ist jetzt nicht so ein übliches Wort, es ist versteckt in dem Wort allgemein und worauf Paulus sich hier bezieht ist, wenn jemand etwas als unrein ansieht, für den ist es dann auch so.

Das heißt also, die subjektive Wahrnehmung, das, was der Schwache für sich selber den Eindruck, den er hat, der bestimmt schlussendlich seine Realität.

Wieder noch einmal, der Starke mag mit Freiheit Götzenopferfleisch zu sich nehmen, für den Schwachen aber ist die Assoziation, die Erinnerung an die Vergangenheit so stark, dass er das nicht entkoppeln kann und so wird es für ihn Sünde.

Nun, es gibt gewisse Karamellbambons, wenn ich die sehe und vielleicht auch hin und wieder mal eins esse, dann katapultiert mich das Sehen und Essen dessen sofort in mein Kindesalter zurück und nicht nur einfach nur in mein Kindesalter, sondern in die Küche meiner Oma, wofür die Enkel ein Glas stand mit Süßigkeiten und wir durften uns die immer gerne dort holen.

Wenn ich also heute eines dieser Bonbons sehe, assoziiere ich damit, erinnere mich automatisch an diese Zeiten.

Und so ähnlich ist es aber auch in geistlicher Hinsicht, dass manche Dinge, die eigentlich rein sind, eigentlich völlig unbehaftet sind, von außen betrachtet unbedenklich, für jemanden persönlich ganz anderen Kontext, andere Schwingungen mit sich bringen und es einem von Prinzip her falsch vorkommt, das kann ein Kleidungsstück sein, das man früher getragen hat, nur um Aufmerksamkeit zu erregen, das nicht per se falsch ist, aber von dem du sagst, das kann ich jetzt nicht mehr mit dieser Meinung tragen, oder es kann auch, um wieder den Vergleich zu nutzen, Alkohol sein, weil du sagst, ich habe früher das nur getrunken, um mich zu betrinken, ich kann das nicht mehr tun, ohne mich daran zu erinnern und das richtig auszurichten und so sagt Paulus, dass es Dinge gibt, die zwar objektiv von außen betrachtet, biblisch betrachtet völlig in Ordnung sind, aber doch für jemanden als unrein empfunden werden und dann bringt das auch dazu, dass es tatsächlich ihn zur Sünde führen würde.

Diese Empfindung macht es schlussendlich für ihn falsch, es zu tun und das ist wichtig zu verstehen.

Grundsätzlich ist es nicht falsch, aber diese Empfindung kann es für ihn falsch machen und so kommen wir zur Konsequenz, die Paulus jetzt gibt in Vers 15, denn wenn dein Bruder wegen einer Speise betrübt wird, so wandelst du nicht mehr nach der Liebe.

Das heißt also, wenn das, was du tust, deinen Bruder zur Sünde verleitet, dann erfüllst du nicht mehr deinen Auftrag vor Gott.

Dein Auftrag vor Gott ist es nicht die Freiheit, die du in Christus hast, zum Maximalen auszuleben, sondern die Aufgabe vor Gott ist es, deinen Nächsten zu lieben wie dich selbst.

Und das wird dann auch dein Verhalten beeinflussen.

Ein Verhalten, das in Jesus Christus selber zum Beispiel gebracht wurde, der sich nichts gescheitert hat, um dich zu retten.

Und so ist auch für den Christen kein Opfer zu groß, um dem Nächsten zu helfen, statt ihm Stolpersteine in den Weg zu legen.

Und Paulus schreibt hier von Betrübnis.

Was ist damit gemeint?

Was tust du, wenn du deinen Bruder zu Betrübnis führst?

Diese Betrübnis ist eine so schwere Traurigkeit, ein so schwerer Einschlag für den, dass es ihn dann in Sünde tappen lässt.

Für dich ist es zwar Freiheit, und das ist auch so biblisch nicht sündig, aber für diese Person kann genau das gleiche ein Eingangstor zur Sünde sein.

Wenn jemand beispielsweise sich von Internet distanziert, weil er sagt, ich hab da keinen gesunden Umgang mit, ich kann das einfach nicht, und du nun ihm ein Handy in die Hand drückst, ohne weiter nachzudenken, kann das für ihn ein Grund zur Betrübnis werden.

Oder wenn jemand seinen Fernseher abschafft, aus den gleichen Gründen, und du ihn einlädst, um einen Film zu schauen, dann kann das für ihn einen Grund zur Betrübnis werden.

Nun, der Schwache darf dem Starken keine Gesetze auflegen, aber der Starke muss sensibel sein auf diese Dinge, die den Nächsten betrüben können.

Und was da wichtig zu bemerken ist, ist auch, dass oft Schwache von Natur aus schwach sind, das heißt, sie sind auch nicht sehr mitteilsam darüber, wenn ihnen etwas aufstößt.

Und da gilt es einfach sorgsam voranzugehen, um keine Betrübnis auszulösen.

So endet Paulus in Vers 15, verdirb nicht mit deiner Speise den, für den Christus gestorben ist.

Nun, das klingt sehr hart, verdirb nicht den, für den Christus gestorben ist.

Aber was er meint, ist wieder, es geht nicht darum, die Errettung zu revidieren, das geht gar nicht.

Aber du kannst den Weg, den dieser Mensch mit Christus geht, erschweren.

Du kannst ihm Dinge in den Weg legen, die es für ihn schwieriger machen, die zwar nicht von Natur aus Sünde sind, aber die ihn zur Sünde führen.

Und er so, wenn wir das Bild aus 1.

Korinther 3 nehmen, er am Ende wie durchs Feuer gerettet wird.

Und so sagt Paulus, achte auf dein Verhalten.

Und dein Verhalten bedeutet auch hier, darauf zu achten, wie diene ich, wie liebe ich den Nächsten.

Wie kann ich ein Trainer sein, ein Fan der Ansporn und nicht der Gegner, der auf dem Spielfeld ständig gegen meinen Bruder ankämpft.

Wie kann ich meinen Bruder motivieren, ihm dienen, sein Bestes zu suchen und ihm nicht einen Bein zu stellen.

Das sind die Motivationen, die einen jeden treiben soll, um die Einheit innerhalb der Gemeinde aufrechtzuerhalten.

Und das sind banale Dinge manchmal.

Dinge, deren Ausmaß du dir nicht bewusst bist, aber du, wenn sie berücksichtigt werden, kannst du dadurch das Opfer Christi nur noch umso größer machen.

Das ist der Punkt, den Paulus hier macht.

Verdirb nicht durch deine Speise, Speise, etwas ganz Banales, etwas, deinem Bruder, für den Christus gestorben ist und Christus Tod ist das Größte überhaupt.

Und deine Aufgabe ist es, innerhalb der Gemeinde ein Spiegel dieses Opfers Christi für deine Nächsten zu sein.

Eine Lupe, durch das dieses Opfer noch größer sichtbar wird und dann auch willig zu verzichten.

Frage dich heute, wo hast du angefangen, andere abzustempeln?

Wo hast du angefangen, sie als unweise, unreif, ungeistlich zu bezeichnen?

Und fange an, dir stattdessen die Frage zu stellen, wie kann ich denn jetzt diesen helfen, damit ich ihnen nicht einen Fallstrick lege?

Da gehört viel Zuhören dazu.

Fragen stellen, aber dann auch ein bewusstes Dienen und Lieben.

Und dann die Entscheidung zu fällen, auch mit diesen, die Dinge anders machen, den Weg weiter mit ihnen voranzugehen und so Gott zu verherrlichen.

Und die Standardreaktion eines Menschen, der nicht errettet ist, ist nicht zu richten.

Ein Urteil zu fällen über jemand anderen.

Aber die Bibel zeigt dir auf, wenn du die Tendenz hast, den Finger auf andere zu richten, wenn du dich ertappst dabei, andere zu verurteilen, dann halte genau dort an und dreh den Spieß um und richte den Finger erst mal auf dich selbst.

Und all das, was Paulus jetzt ausdrückt, dass es erst um dich selbst geht, klingt fast nach einem Paradox.

Wenn wir über Einheit sprechen, Gemeinschaft, dann denken wir viel über die Gruppe, die zusammengehalten werden muss.

Aber diese Gruppe kann nicht zusammengehalten werden, wenn nicht jeder Einzelne für sich selbst seine eigene Verantwortung vor Gott anerkennt und dementsprechend sein eigenes Verhalten Gott gegenüber und dem nächsten gegenüber verändert.

Das ist der Plan, mit dem Gott auch in unserer Gemeinde die Einheit bewahren und erhalten möchte.

Vater, wir danken dir dafür, dass du durch Paulus auch so klar und konkret gesprochen hast.

Und wir wissen auch von unseren eigenen Herzen her, wie schnell wir uns Urteile erlauben, die uns nicht zustehen.

Wir brauchen auch diese Erinnerung, dass du alleine der Richter bist.

Dass du auch alleine derjenige bist, der ein Gericht sprechen kann, das wirklich wahr ist, das gültig ist und das anhält.

Und dass wir uns auf diesen Weg dann auch ausrichten, selber unser Leben bewusst wieder unter deiner Herrschaft stellen, bewusst auch uns selber disziplinieren, dir zu gefallen und das dann aber auch zum Wohle der anderen auszuleben, damit du verherrlicht wirst.

Amen.