Dein Leben: Gottesfürchtig im Hier und Jetzt
Durch KI transkribiert – bei Fragen meldet Euch gerne bei [email protected] Du bist wie Salomo, natürlich hast du wahrscheinlich nicht seinen Reichtum, vielleicht auch nicht seine Weisheit und wahrscheinlich auch nicht seine Macht, aber du bist wie Salomo. Wie Salomo suchst du nach dem Sinn des Lebens. Wie Salomo kommst du irgendwann zur Erkenntnis: Das Leben unter der Sonne ist sinnlos. Wie Salomo kannst du die Zeit weder zurückspulen noch vorspulen. Wie Salomo versuchst du so oft die Schwierigkeiten deines Lebens durch Genuss, durch positive Erfahrungen und Gefühle oder dem einfachen Streben nach mehr zu ersticken. Und es ist auch wahr, dass du wie Salomo dir selbst und deiner Seele schadest und zwar Stück für Stück, wenn du Gottes Wahrheiten außen vor lässt und dich an irgendwelche Wunschvorstellungen klammerst. Wie Salomo lebst du im Hier und Jetzt und so finden wir uns in einem Hamsterrad der Sinnlosigkeit des Lebens wieder, weil wir irgendwie versuchen dem Ganzen unter der Sonne einen Sinn zu geben. Du bist wie Salomo, denn es gibt nichts Neues unter der Sonne und wieder und wieder müssen wir uns daran erinnern, dass dieses Buch, das Buch Prediger, den Sinn im Leben sucht und Gott dabei außen vor lässt, ihn nicht finden kann. Und ich möchte euch die ersten sechs Kapitel kurz und knackig zeigen. Was Salomo sagt ist, Weisheit ist nichtig, Macht und Einfluss ist nichtig, zerplatzt wie eine Seifenblase, aber auch Reichtum, Ruhm, Frauen, Alkohol, Alters, Festlichkeiten und so weiter und so fort sind nichtig. Das sehen wir in den ersten sechs Kapiteln dieses Buches. Das Leben ist wie eine Seifenblase, wenn ich Gott außen vorlasse. Und jetzt lasse ich kurz wieder Luft rein, ich wollte nur nicht, dass die Seifenblasen durch den ganzen Raum fliegen und ich sie jagen muss. Der Gedanke, den dieses Buch also hat, was der Prediger aussagt ist, dein Leben ohne Gott, dein Leben unter der Sonne ist nichtig und sinnlos. Und heute kommen wir zu Kapitel sieben, das wie Lukas vor zwei Wochen gesagt hat eigentlich schon in Kapitel sechs, fest zwölf mit einer Frage beginnt und diese Frage lautet in Kapitel sechs, fest zwölf, denn wer weiß, was für den Menschen gut ist im Leben während der gezählten Tage seines nichtigen Lebens, die er wie ein Schatten verbringt? Und diese Frage beantwortet Salomo jetzt in Kapitel sieben und wir wollen einem Leben auf den Grund gehen, dass wir im Hier und Jetzt Gottesfürchtig leben möchten und dazu zahlen wir uns zwei Aufforderungen für ein Gottesfürchtiges Leben im Hier und Jetzt an, die wir im Prediger finden, aber bevor wir das tun, lasst mich noch einmal beten. Treue Gott und Vater habt ihr Dank für dieses Kapitel, habt ihr Dank für dieses Buch, habt ihr Dank dafür, dass wir uns mit dem Prediger auseinandersetzen dürfen und habt ihr Dank dafür, dass du auch hier jetzt Gnade zum Reden und auch zum Hören schenkst Herr. Amen. Nun, wenn ihr es noch nicht getan habt, dann schlagt eure Bibeln bitte bei Prediger sieben auf oder öffnet sie je nachdem, was ihr benutzt und damit es uns etwas einfacher fällt, diesem Text heute zu folgen, weil es 29 Verse sind, werden wir diesen Text heute in kleinere Abschnitte aufteilen. Ja, das passt auch ganz gut, denn im Endeffekt liest sich Prediger Kapitel sieben wie das Buch der Sprüche. Es sind kurze, prägnante Aufforderungen, die uns aus jedem Winkel befeuern und uns zeigen, wie wir Gottesfürchtig im Hier und Jetzt leben können. Die zwei Aufforderungen lauten, beachte den Nutzen, das Bessere zu wählen und bedenke hier die Nutzlosigkeit, das Perfektionismus. Die ersten 14 Verse sind eigentlich die Antwort auf die Frage in Kapitel sechs und sie zeigen uns, dass wir den Nutzen beachten sollen, das Bessere zu wählen und wir finden einen dreifachen Nutzen in diesem Text. Wir finden, dass wenn wir das Bessere wählen, dass es unser Herz verändert, dass es uns für Torheit schützt und dass es Perspektive schafft. Es verändert dein Herz. Verse eins bis vier, dort heißt es – Verzeihung – ein guter Name ist besser als wohlriechendes Salböl und der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt. Besser man geht in das Haus der Trauer als in das Haus des Festgelages, denn dort ist das Ende aller Menschen und der Lebendige nimmt es zu Herzen. Kummer ist besser als Lachen, denn wenn das Angesicht traurig ist, so wird das Herz gebessert. Das Herz der Weisen ist im Haus der Trauer, aber das Herz der Narren im Haus der Lustigkeit. Nun, das sind Worte, die aus der Sicht eines Lebens unter der Sonne zunächst einmal nicht wirklich besser klingen. Der Prediger nimmt hier das Konstrukt des Lebens und versucht uns die Illusion zu nehmen, dass alles, was glänzt, Gold ist. Also er sagt quasi nicht alles, was glänzt, ist auch gleichzeitig Gold, aber der Reihe nach. Ein guter Name ist besser als wohlriechendes Salböl. Und hier gibt es zwei Auslegungsmöglichkeiten, entweder ist der gute Name besser als Reichtum, weil Salböl konnte man sich in der damaligen Zeit nur leisten, wenn man wohlhabend war, oder ein guter Name ist besser als der Tod. Denn wenn man damals in Israel starb, in diesem anderen Klima, dann wurde man einbalsamiert mit wohlriechenden Ölen und Kräutern und Cremen, damit der Gestank der Verwesung mit wohlriechenden Salben einfach übertüncht wird. Um das bessere hier zu wählen, dieser zwei Möglichkeiten, folgen wir einfach einem sehr guten Prinzip der Schriftauslegung, und das lautet weiterlesen. Einfach weiterlesen, denn da heißt es weiter in Vers 1, und der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt. Es geht also um den guten Namen, den guten Ruf einer Person, die besser ist als der Tod, denn wir können ehrlich sein, wer von uns kann sich auf den Namen, den er bei seiner Geburt bekommen hat, etwas einbilden. Niemand, es ist völlig egal, welchen Namen jemand bei der Geburt bekommt, Olaf, Gustav, Peter, Petra, Olga, wie auch immer, es ist völlig egal. Am Ende zählt vielmehr, welchen Ruf eine Person hinterlässt. Wir kennen den Nachruf bei einer Beerdigung, der Nachruf zeigt, wie eine Person die Herausforderungen des Lebens gemeistert und mit ihnen umgegangen ist. Nehmen wir den Pastor John MacArthur, der verstorben ist, ein paar wenige Leute haben sich wahrscheinlich für seinen Namen interessiert, als er geboren wurde, im Vergleich zu denen, die später von ihm gehört haben und durch ihn belehrt wurden. Ein paar wenige haben sich dafür interessiert, okay, John ist jetzt geboren, schön, klasse, aber im Verlauf seines Lebens, mit den Jahren, hat er sich den Ruf aufgebaut, dass er ein Mann ist, der Gott liebt und Gottes Wort treu verkündigt. Wir nehmen ihn heute zum Vorbild, lesen seine vielen Bücher, auch wenn er schon gestorben ist. Sein Ruf ist ihm nicht nur vorausgeeilt, sondern er hallt ihm jetzt auch nach, deswegen ist ein guter Name besser als wohlriechendes Salböl und der Tag des Todes besser als der Tag der Geburt. Nun, ich habe gerade gesagt, dass der Prediger uns die Illusion nehmen möchte, dass alles, was glänzt, auch gleich Gold ist. Das, was in unserer Gesellschaft glänzt und leuchtet, was er in diesen Versen anspricht, sind Festlichkeiten, ist das Lachen, ist Lustigkeit. Und dann stellt sie uns die Frage, warum glänzen diese Dinge so sehr? Und sie glänzen so sehr, weil man mit diesen Dingen versucht, das Grundrauschen seiner Seele auszublenden. Aber eine Entscheidung, das Falsche zu tun, macht dieses Rauschen in unseren Seelen nicht leiser. Sogar jemand, der Gott nicht kennt und nicht sagt, dass Gott Gott ist und Jesus sein Sohn ist, ein Unglück überkämpft gegen dieses Seelenrauschen seines Gewissens, dieses Grundrauschen der Seele, das dich jeden Morgen weckt und sagt, guten Morgen, denk daran, alles ist sinnlos und du wirst sterben. In ihm, auch wenn jemand Gottes Wahrheit durch Lachen, Festlichkeiten, Lustigkeit versucht zu unterdrücken, ist das Gewissen trotzdem aktiv und reagiert auf diese falschen Entscheidungen, die man trifft. Der Mensch, der unter der Sonne lebt, hat Angst davor, auf das Grundrauschen zu hören. Denn Gott hat die Ewigkeit und das Herz des Menschen gelegt, wie wir in Prediger 3 gesehen haben. Also läuft ständig irgendein Podcast oder es fließt ständig der Alkohol. Man versucht sich zu betäuben durch Filme, durch Festlichkeiten, durch Partys, durch Perversionen, nur um irgendwie nicht nachdenken zu müssen. Aber sobald das scheinbar Glänzende seinen Glanz verliert, muss ein Mensch nah anfangen, über Gott, die Sünde und den Tod nachzudenken. Und genau darauf will uns der Prediger in diesen Versen hinweisen, dass was wirklich glänzt, dass was wirklich besser ist, ist sich mit dem Tod, dem Kummer und der Trauer auseinanderzusetzen. Warum? Weil es dein Herz verändert. Vers 2, der Lebendige nimmt das Ende des Menschen zu Herzen. Vers 3, wenn das Angesicht traurig ist, wird das Herz gebessert. Vers 4, das Herz der Weisen, ist im Haus der Trauer. Eine trauernde Familie zu begleiten, am offenen Sarg eines leblosen Körpers zu stehen, das kann dein Herz verändern. Leid durchzumachen kann dein Herz verändern. Und zwar in einigen Bereichen, zum einen wirst du aus den tausend Ablenkungen deines Lebens einfach mal rausgerissen. Du verstehst vielleicht auch klarer, was der Sündenfall letztendlich angerichtet hat, weil Römer 6, Vers 23, der erste Teil dort heißt es, der Lohn der Sünde ist der Tod. Vielleicht nimmst du dir Bewusstheit zu Herzen, wie kurz und wie vergänglich dein Leben wirklich ist. Oder du wirst daran erinnert, dass es darauf ankommt, wie du lebst. Und dann nimmst du dir neu vor, im Licht der Ewigkeit zu leben, im Licht des Unvergänglichen. Du bereitest dich selbst darauf vor, zu sterben. Und du lernst, wie wichtig Trost ist und wie wertvoll es ist, getröstet zu werden. Kummer, Trauer und der Tod, das führt zu einem veränderten Herzen. Deshalb besser den Tod, die Traurigkeit und den Kummer wählen, als diese betäubenden Ablenkungen der Welt. Das Bessere zu wählen verändert dein Herz. Der zweite Nutzen, das Bessere zu wählen, den findet ihr in Versen 5 bis 12 wieder. Das Bessere zu wählen schützt vor Torheit. Ab Vers 5 da heißt es, es ist besser auf den Tadel des Weisen zu hören, als dem Gesang der Narren zu lauschen, denn das Lachen des Narren ist wie das Knistern der Dornen unter dem Topf. Das ist nichtig, denn Bedrückung bringt den Weisen zur Tollheit und das Bestechungsgeschäft verderbt das Herz. Der Ausgang einer Sache ist besser als ihr Anfang, besser ein Langmütiger als ein Hochmütiger. Lass dich nicht allzu schnell zum Ärger reizen, denn der Ärger wohnt in der Brust des Toren. Sprich nicht, wie kommt es, dass die früheren Tage besser waren als diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du so. Weisheit ist so gut wie ein Erbbesitz und ein Vorteil für die, welche die Sonne sehen, denn die Weisheit gewährt Schutz und auch das Geld gewährt Schutz, aber der Vorzug der Erkenntnis ist der, dass die Weisheit ihrem Besitzer Leben gibt. Soweit. Wir sehen, dass es besser ist, die Weisheit zu wählen, weil sie vor Torheit schützt. Viele Menschen bevorzugen den Gesang und das Lachen, das Narren und Salomo sagt, das ist nichtig. Das ist ein Haschen nach Wind, das ist eine Seifenblase, die zerplatzt, das ist hohl, das ist leer, das hat keinen bleibenden Wert. Warum? Noch einmal, weil das, dieses Lachen, diese Lustigkeit, weil das die Realität der Weisheit und der Endlichkeit des Lebens versucht zu betäuben, zu ersticken oder zu übertönen. Aber was sagt Salomo hier eigentlich und wie schützt uns das Bessere, also die Weisheit, vor Torheit? Denn er sagt ja, es ist Dornen, die unterm Topf knistern, wenn ich auf das Falsche höre, es ist Torheit und was sind diese Dornen? Wenn ihr einmal Dornen ins Feuer schmeißt, dann seht ihr, wie sie sofort verbrennen, vielleicht mit einem schönen Knistern, aber was sie nicht tun, ist ihren eigentlichen Zweck erfüllen, nämlich den Topf zu wärmen und das Essen darin zu garen und zu kochen und genauso ist der Gesang und das Lachen der Narren, es bringt nichts, es ist nichtig, es ist nutzlos und am Ende hast du da auch nichts von. Die Wahrheit ist, dass wir häufig durch das oder immer durch das geprägt werden, was wir hören und das, was wir sehen. Deine Ohren, deine Augen, das ist wie ein Einfallstor für alle möglichen Einflüsse, entweder die Weisheit fällt ein oder die Torheit fällt ein und Salomo sagt hier einfach mit anderen Worten, lieber auf den unbequemen, aber hilfreichen Tadel des Weisen zu hören, als dem angenehmen Soundtrack des Narren zu lauschen, auch wenn sich Letzteres vielleicht besser anfühlt. Was bei diesen Versen wichtig ist zu verstehen, ist, dass es sich nicht primär um die Weisheit handelt, die wir zum Beispiel in Sprüchen 9 Vers 10 finden, wo es heißt, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit. Wenn ihr darauf geachtet habt in Vers 11, dann seht ihr, dass der Kontext uns hier zeigt, dass Salomo ein Leben unter der Sonne betrachtet. Es ist ein Vorteil für die, welche die Sonne sehen. Das heißt, es ist eine andere Weisheit, die noch nicht zum ewigen Leben führt, die noch nicht zwangsläufig göttliche Weisheit ist, aber für ein Leben unter der Sonne gilt auch ein vernünftiger Menschenverstand, der auf Rat hört, schützt vor Torheit. Und die Versen 7 bis 9 zeigen uns dann, was Bestechung und Unterdrückung macht. Wenn jemand die Möglichkeit bekommt, andere zu unterdrücken, dann denken diese Menschen schnell, sie seien unantastbar. Sie spielen sich wie ein Richter auf und können aus ihrer Position profit schlagen, sie bekommen Bestechungsgeschenke, damit auch die, die von ihnen vielleicht unterdrückt werden, nicht so sehr unterdrückt werden und von ihrer Macht profitieren, sie lieben ihren Hochmut und leben ihn voll aus und lassen sich schnell zum Ärger reizen. Und ein Beispiel, mit dem wir als Familie aktuell konfrontiert sind, wenn es um unsere Kinder geht, ist Mobbing an der Schule. Derjenige, der mobbt, hat die Einbildung, er sei unantastbar, gleichzeitig denkt er, ich muss mich besser fühlen als xy. Andere Kinder versuchen diese Unterdrückung durch ein, zwei, zehn, zwanzig, dreißig Bestechungsgeschenke abzuwälzen, aber die Täter, die lassen sich von allem reizen. Das Kind, das gemobbt wird, muss lediglich atmen und existieren, das reicht schon völlig aus. Und diese Kinder, die darunter leiden, sie können noch so weise sein und noch so richtig handeln, aber das ändert nichts an der Unterdrückung und das bringt die leidenden Kinder, wie es in unserem Text heißt, zur Tollheit. Das macht sie verrückt, weil sie sich fragen, was ist hier eigentlich los? Der Trost, den finden wir in Vers acht, dass der Ausgang einer Sache besser ist, als der Anfang. Mit anderen Worten sagt Salomo hier, es ist so törig, so närrisch, so dumm, nur auf die Vorteile im Hier und Jetzt zu schauen und dabei zu vergessen, was am Ende kommt. Am Ende wird Gott selbst gerecht richten. Deshalb kann Salomo sagen, ein Langmütiger ist besser als ein Hochmütiger, denn ein Langmütiger, wenn wir ins Neue Testament schauen und in Römer Kapitel 12 gucken, ein Langmütiger vertraut das dem Herrn an, weil Gott selbst spricht, mein ist die Rache, ich will vergelten und daran klammern wir uns, darauf vertrauen wir. Gott wird am Ende richten. Und so sind die Verse zehn bis zwölf, wenn wir weiter lesen, dann weiter gekennzeichnet von dem Besseren. Ihr habt sehr häufig besser, besser, besser, besser gelesen und wir gehen das ganz kurz stichpunktartig durch. Vers zehn, Menschen, die ständig in den guten alten Zeiten schwelgen und davon schwärmen, sind laut Vers zehn Toren, sie denken nicht weise, nicht aus Weisheit fragst du so, sagt der Text. Warum ist das so? Nun zum einen, zum einen vergessen Sie wahrscheinlich die Probleme, die es damals gab. Ja und erinnern sich nur an die schönen Dinge und ich bin sehr dankbar, dass Gott uns so geschaffen hat, dass wir nicht immer nur das Schlechte sehen im Leben, in der Vergangenheit, aber die Gefahr ist, in einer Zeit unter der Sonne gibt es Gutes und Böses zu jeder Zeit, denn es gibt nichts Neues unter der Sonne und Nostalgie verzerrt die Vergangenheit. Zum anderen, warum so viel Zeit damit verbringen, über die Vergangenheit nachzudenken? Sie ist vorbei, sie ist nicht mehr da und sie wird tatsächlich auch nicht zurückkommen. Und als drittes, was sage ich eigentlich über Gott aus, wenn ich sage, früher war alles besser? Ist Gott heute nicht mehr gut, tut er heute nicht mehr Gutes? Wir wollen vorsichtig sein, wenn wir über die Vergangenheit, über die vergangenen Tage sprechen. Vers elf, wer Weisheit besitzt und dazu noch ein Erbe bekommt, erlebt tatsächlich Gutes. Nun, ein Erbe hat den Vorteil, den man allerdings nur genießen kann, solange man die Sonne sieht. Solange ich die Sonne sehe, das deutet darauf hin, dass ich das mit Freude, mit Genuss hinnehmen darf, es zeigt aber auch ganz allgemein auf, ein endliches Leben unter der Sonne kannst du vielleicht genießen, aber von deinem Erbe wirst du nichts mitnehmen können. Du kannst es nur so lange genießen, solange du unter der Sonne bist, solange du die Sonne siehst und das aus der richtigen Motivation nimmst. Und dann Vers zwölf, Geld und Weisheit, die bieten beide nur einen vorübergehenden Schutz, wenn es darum geht, das Leben unter der Sonne zu bewahren, egal wie viel Weisheit ein Mensch hat, egal wie viel Weisheit du hast, wie viel Weisheit ich habe und wie gut wir auch darin sind sie anzuwenden, am Ende werden wir trotzdem sterben. Das gleiche für das Geld, egal wie viel Geld wir auf unserem Konto haben, egal wie viel Geld wir für Komfort, für medizinische Versorgung ausgeben, auch diese Person wird am Ende sterben. Und noch einmal, diese Verse betrachten ausschließlich ein Leben unter der Sonne, solange du die Sonne siehst. Wir stellen fest, weder Weisheit noch Wohlstand können den Tod verhindern. Der Vorteil der menschlichen Weisheit ist der, dass sie das Leben mehr bewahren kann als Geld. Und wir denken zum Beispiel an den verlorenen Sohn, der verlorene Sohn, der so viel Geld hatte, was war als er alles verprasst hatte? Er ist bei den Schweinen gelandet, bevor er zur Besinnung kam, er war nicht weise und so beschützt die Weisheit vor Torheit selbst in einer Welt unter der Sonne. Also es verändert dein Herz, das bessere zu wählen schützt dich vor Torheit und zuletzt das bessere zu wählen schafft Perspektive. Verse 13 und 14, da heißt es, betrachte das Werk Gottes, wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat? Am guten Tag sei guter Dinge und am bösen Tag Bedenke, auch diesen hat Gott gemacht, gleich wie jenen, wie ja der Mensch auch gar nicht herausfinden kann, was nach ihm kommt. Zum ersten Mal in diesem Kapitel wird unser Blick weg von dem Leben unter der Sonne auf Gott gerichtet, der über der Sonne steht. Das Leben in einer gefallenen Welt kann manchmal rücksichtslos und gefährlich sein. Gott ist derjenige der es gekrümmt hat, Gott ist derjenige mit anderen Worten, der die absolute Kontrolle über jeden Umstand im Leben hat und ihr Lieben das alles auf der einen Seite zu glauben und dann die Herausforderung des Lebens zu sehen, in denen wir stehen, müssen wir uns die Frage stellen, glaube ich das wirklich oder glaube ich das nur theoretisch und lebe eigentlich wie der Atheist, der sagt Gott ist nicht gut, wo ist Gott überhaupt, was tut er überhaupt? Am guten Tag gute Dinge zu sein fällt mir nicht schwer, euch vielleicht auch nicht. Ja wir murren und beschweren uns nicht darüber, dass Dinge genauso laufen wie wir uns das vorstellen. Ja man habt euch das letzte Mal darüber beschwert, dass Dinge so laufen wie ihr das wolltet? Wahrscheinlich gar nicht, weil es gut läuft. Zumindest habe ich auch noch niemanden in der Seelsorge bei mir gehabt, dessen Problem es war, dass die Beziehung seiner Frau so wunderbar war oder dass er überhaupt nicht weiß was er mit der Güte Gottes in seinem Leben anfangen soll, weil er aktuell mit so viel Gutem ihn beschenkt. Niemand von uns fällt es schwer in den guten Zeiten, in den guten Tagen, guter Dinge zu sein. Was uns aber schwer fällt ist, das Böse einer gefallenen Welt, unsere eigene Sünde zu ertragen. Und hier lautet die Wahrheit in unserem Text, Leid kommt, weil Gott es so bestimmt hat. Dieses Krumme zeigt sich darin, dass es im Leben Not, Sünde, Rückschläge, Kämpfe gibt. Und es ist kein Wunder, dass uns dieser Text eigentlich mit anderen Worten sagt, wenn es dir gut geht, sei guter Dinge und genießt die guten Gaben, die aus Gottes Hand kommen, wenn das so ist, dann sei dankbar und dann freue dich. Wenn aber schwere Zeiten in dein Leben kommen, die das Leben sich krumm anfühlen lassen, dann setz dich hin und denke nach. Nimm dir Zeit über Gottes Güte nachzudenken und darüber wie umfassend sein Plan für uns Menschen ist und sei ebenfalls dankbar. Ihr Lieben, das zu leben und darüber nachzudenken, das fällt uns schwer. Uns daran zu erinnern, dass Gott im Psalm 139 sagt, in dein Buch waren geschrieben, alle Tage meines Lebens, ehe einer von ihnen war, fällt uns manchmal schwer. Was dieser Vers im Psalm 139 mit anderen Worten sagt, ist, dass wenn dir etwas schweres passiert im Leben, Gott nicht da oben steht und sagt, oh nein, was ist jetzt passiert, da habe ich ja gar nicht mit gerechnet. So ist Gott nicht, denn in seinem Buch waren geschrieben, alle Tage des Lebens, ehe einer von ihnen war. Das heißt, Gott benutzt die Millionen und Milliarden von kleinen Dingen, die auch im ganzen Universum passieren, um dich genau an den Ort zu haben, wo er dich haben will und wo er dich schon immer haben wollte. Das Richtige zu wählen, das Bessere zu wählen, hilft uns, eine richtige Perspektive einzunehmen. Es hilft uns also nicht nur dabei, das Herz zu verändern und vor der Hoheit zu schützen, sondern auch mal raus zu zoomen aus meinem Leben und zu sehen, wo Gottes Güte da ist und wie souverän er über allem herrscht. Nun, die verbleibenden 15 Verse in unserem Kapitel, die geben uns die zweite Aufforderung. Die zweite Aufforderung, ein gotteswürdiges Leben im Hier und Jetzt zu leben und sie lautet Bedenke, die Nutzlosigkeit des Perfektionismus. Der Prediger appelliert in den Versen 15 bis 29 quasi an unseren inneren Projektmanager. Ja, wisst ihr, was Projektmanagement ist? Man läuft mit einem iPad durch die Gegend auf dem 35 to do’s lean und vielleicht noch ein Datum dazu und man hakt eins nach dem anderen ab. Also der innere Projektmanager, den der Prediger hier anspricht, der mit seinem Klemmbrett unterm Arm durch deine Gedanken läuft, durch deinen Hirn läuft und sagt, wenn du nur alles perfekt richtig machst, wenn du alles im Griff hast und niemals scheiterst und niemals schwach bist, weil wer zeigt heute noch Schwäche, bitteschön, dann ist alles gut. Aber vorher hast du ein Problem. Nun, der Prediger lädt uns ein, die Nutzlosigkeit des Perfektionismus zu bedenken und hält uns zwei Wahrheiten vor Augen. Zum einen Selbstgerechtigkeit ist mangelhaft und zum anderen Weisheit ist Torheit. In Versen 15 bis 22 finden wir diese Selbstgerechtigkeit, die mangelhaft ist. Da schreibt er, dies alles habe ich gesehen in den Tagen meiner Nichtigkeit, da ist ein Gerechter, der umkommt in seiner Gerechtigkeit und dort ist ein Gottloser, der lange lebt in seiner Bosheit. Sei nicht allzu gerecht und erzeige dich nicht übermäßig weise. Warum willst du dich selbst verderben? Sei aber auch nicht allzu gesetzlos und sei kein Nahrer, warum willst du vor deiner Zeit sterben? Es ist am besten, du hältst das eine fest und lässt auch das andere nicht aus der Hand, denn wer Gott fürchtet, der entgeht dem allem. Die Weisheit macht den Weisen stärker als zehn Mächtige, die in der Stadt sind. Weil kein Mensch auf Erden so gerecht ist, dass er Gutes tut ohne zu sündigen, so höre auch nicht auf alle Worte, die man dir hinterbringt und nimm sie nicht zu Herzen, damit du nicht deinem eigenen Knecht dir fluchen hörst, denn wie oft, das weiß dein Herz, hast du auch anderen geflucht. Nur in Vers 15 halt direkt wieder, was Salomo schon häufiger gesagt hat. Der Gerechte kommt um, beobachte ich, der Gottlose bleibt am Leben. Was ist hier falsch? Es ist die Realität, in einer gefallenen Welt zu leben. Und dann kommen die Verse 16 bis 18 und wir sagen uns und fragen uns, warum widerspricht Salomo dem Rest der Bibel, wenn er sagt, sei nicht allzu gerecht und sei nicht übermäßig weise. Denn Weisheit und Gerechtigkeit sind laut dem Alten Testament und besonders dem anderen Buch, dass er so großen Stücken mitgeschrieben hat, entsprechend doch das Ideal. Was bedeutet es also, wenn er sagt, sei nicht allzu gerecht und sei nicht übermäßig weise? Nun, vorhin habe ich gesagt, dass es sich um normalen Menschenverstand handelt und nicht zwangsläufig die Weisheit Gottes. Das gilt auch hier, Salomo war der weiseste Mensch, der jemals gelebt hat. Ja, diese Weisheit, die er hatte, war ein unfassbares Unterscheidungsvermögen, das wir zum Beispiel sehen, wenn er ein Baby teilen lassen wollte, um die wahre Mutter ausfindig zu machen. Diese Weisheit führt nicht zu ewigem Leben, sondern einfach nur zu einem vernünftigen Leben unter der Sonne. Was meint Salomo also, wenn er schreibt, sei nicht allzu gerecht und sei nicht übermäßig weise und auch nicht allzu gesetzlos und böse? Nun, vorhin habe ich eine Antwort auf Schriftauslegung gegeben. Die gleiche Antwort trifft hierzu, einfach weiterlesen. Denn spätestens in Vers 20 wird klar, was mit Gerechtigkeit in diesem Zusammenhang gemeint ist. Dort steht, weil kein Mensch auf Erden so gerecht ist, dass er Gutes tut, ohne zu sündigen. Genau das ist hier mit übermäßig oder mit äußerst gerecht und weise gemeint. Nach seiner eigenen Selbstgerechtigkeit zu streben, die nur Gutes, aber niemals Fehler zulässt. Und das Wort Gerechtigkeit wurde damals gebraucht, um eine Richtigkeit zum Ausdruck zu bringen. Eine Richtigkeit im rechtlichen, im sozialen, aber auch im religiösen Sinne zum Ausdruck zu bringen. Und die Weisheit ist eng mit ihr verbunden, ja wie zwei Seiten einer Münze, die, egal welche Seite gerade oben liegt, ihren Wert nicht verändert. Ein zwei Euro Stück bleibt ein zwei Euro Stück, ob der Adler oben liegt oder die zwei oben liegt. Es verändert den Wert nicht. Genauso ist das hier mit der Weisheit und der Gerechtigkeit. Und ich habe in der Vergangenheit einige Gespräche mit Geschwistern gehabt, die sich in der Spirale der Gesetzlichkeit und damit ihre eigenen Selbstgerechtigkeit wiedergefunden haben. Sie versuchen immer nur das Richtige zu tun, nie Fehler zu tun. Sie müssen ja perfekt vor Gott dastehen und dadurch wird ihr Zustand wie gelähmt, wie erschöpft, weil sie unbedingt aus eigener Kraft, also unter der Sonne, zu einer perfekten Selbstgerechtigkeit und Selbstweisheit kommen wollen. Dass sie am Ende selbst verdorben werden, wie es in unserem Text in Vers 16 heißt. Selbstgerechtigkeit ist mangelhaft, denn egal wie gerecht und weise du lebst, du kannst die Sünde, die jeden Menschen betrifft, niemals ausschalten. Sünde und Tod sind sicher. Beides kann man durch Selbstgerechtigkeit und Selbstweisheit nicht vermeiden. Und dann stellt sie uns die Frage, wie kann ein Mensch überhaupt von Sünde und Tod gerettet werden? Wie geht das? Wie kann ich leben jenseits der Sonne finden? Und die Antwort haben wir auch schon ein paar Mal im Buchprediger gefunden, zum Beispiel in Kapitel 3, Vers 14 oder 5, Vers 7 und jetzt finden Sie auch in Vers 18 in unserem Kapitel, wer Gott fürchtet, der entgeht dem Allem. Und Allem zu entgehen schaut hier im Kontext in Mitten von Gutem und Bösen, von Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit, schaut auf den, der in Versen 13 und 14 genannt wird, Gott, der beides schenkt, das Gute und das Böse. Vers 19 greift noch einmal auf, was schon in Vers 12 betrachtet wurde, Weisheit macht den Weisen stärker als zehn Mächtige, in Vers 12 war es Weisheit, verlängert das Leben oder schützt das Leben und Vers 19 sagt nochmal das Gleiche, Weisheit macht den Weisen stärker als zehn Mächtige und trotzdem führt sie nicht zur Gerechtigkeit vor Gott, warum? Genauso wie in Vers 19 zeigt, dass man sich zu schnell auf seine eigene Stärke, auf seine eigene Weisheit verlässt, spricht er in Vers 20 davon, dass deine Selbstgerechtigkeit mangelhaft ist, niemand auf der Erde ist so gerecht, dass er nur Gutes tut, ohne zu sündigen. Nun wir wissen, dass die Heilige Schrift Gottes Wort, der Heilige Geist, die Autoren der Schrift so angeleitet hat, dass sie sich niemals widersprechen und die Schreiber des Neuen Testaments haben immer sehr genau auf den Kontext geachtet von den Stellen, die sie zitiert haben und so ist Prediger 7, Vers 20 der einzige Vers aus dem Buch Prediger, der im Neuen Testament zitiert wird. Und es ist wichtig, das zu sehen, dass es auch hier im Sinne von Selbstgerechtigkeit und Gesetzlichkeit gezeigt wird, wenn Paulus in Römer Kapitel 3 seine Abfolge von Aussagen beginnt und aufzeigt, dass kein Mensch jemals gerecht vor Gott sein kann. Behaltet euren Finger kurz in Prediger 7 und schlagt Römer Kapitel 3 auf. Römer Kapitel 3 fängt Paulus an in Vers 10. Römer Kapitel 3, da heißt es ab Vers 10, wie geschrieben steht, es ist keiner gerecht, auch nicht einer. Keiner der verständig ist, keiner nach Gott fragt, sie taugen alle zusammen nichts, da heißt keiner der Gutes tut, auch nicht einer. Hier benutzt Paulus Prediger 7, Vers 20 aus der griechischen Übersetzung des Alten Testaments um aufzuzeigen, Selbstgerechtigkeit ist mangelhaft. Wir gehen ganz kurz zu Prediger 7 zurück und dann wieder zu Römer 3, also behalte eure Finger darin. Dann heißt es in Prediger 7 weiter, nachdem er das sagt, deine Gerechtigkeit ist mangelhaft, also höre auch nicht auf die Worte, die man dir hinterbringt und nimm sie nicht zu Herzen damit, du nicht deinen eigenen Knecht, dir fluchen hörst, denn wie oft, das weiß dein Herz, hast du auch anderen geflucht. Und dann gehen wir zurück zu Römer 3 und in Römer 3 lesen wir, ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie, Otterngift ist unter ihren Lippen, ihr Mund ist voll fluchen. Vers 18, es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen, Vers 23, denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten. Paulus und der Prediger zeigen die Unmöglichkeit menschlicher Gerechtigkeit und Weisheit auf, wenn es darum geht vor Gott zu bestehen. Und wenn du heute hier sitzt und an der Unmöglichkeit äußerst gerecht und übermäßig weise zu sein festhältst, weil du vor Gott gut dastehen willst, dann spricht der Prediger und Paulus dich heute ganz direkt an. Denn dein Problem ist, dass du zu viel Vertrauen auf dich selbst, auf deine eigene Fähigkeit, gerecht und weise zu sein und damit Gerechtigkeit und Weisheit zu erreichen. Also Perfektion setzt zu viel Vertrauen darauf, anstatt auf den, der wirklich weise ist. Du setzt dich auf Perfektion, die so nutzlos ist. Und ein Autor sagt dazu, auch wenn der Prediger versucht hat, sich von Weisheit leiten zu lassen, ist er am Ende trotzdem an seinen eigenen Plänen gescheitert. Denn wenn die Bibel von Torheit spricht, geht es dabei nicht um fehlende Intelligenz, sondern um moralische Rebellion. Selbstgerechtigkeit ist Mangelware. Die Illusion ist, dass wir der Realität von Bosheit und von Torheit entkommen könnten, wenn wir nur übermäßig weise und äußerst gerecht wären. Genau diese Selbstgerechtigkeit sollen wir vermeiden, gegen diesen inneren Projektmanager sprechen, denn sie ist mangelhaft. Unsere sündige Torheit bringt uns unter das Urteil eines Heiligen Gottes. Und wir stellen noch einmal fest, wir sind wie Salomo. Denn viele von uns sind wie der Prediger auf ziemlich törichte Wege und Sattgassen gekommen. Vielleicht befinden wir uns gerade auch darauf. Gestern haben wir das in sechs Zeugnissen bei der Taufe wunderbar gehört. Wir haben gehört, wie die Geschwister gesagt haben, ich war völlig auf dem falschen Dampfer, in die falsche Richtung unterwegs, in einer Sattgasse. Aber Gott. Wir haben gehört, ich habe verstanden, Jesus sagt, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater als nur durch mich. Wir haben Psalm 23 ein paar Mal gehört. Wir sehen, wie wir auf den Sattgassen unseres Lebens da drin stecken, vielleicht manchmal sogar in einem geretteten Zustand, weil wir denken, ich muss das irgendwie selber lösen. Aber genau deshalb finden wir in Römer 3 diese wunderbaren Worte. Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes, also außerhalb meiner Selbstgerechtigkeit und Selbstweisheit, außerhalb meines eigenen Versuchs zu Gott zu kommen, jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird. Nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle kommt, die Glauben. Jesus Christus ist gekommen, um die Antwort auf unser Dilemma nicht selbst gerecht sein zu können, nicht selbst weise sein zu können, um die Antwort darauf zu geben. Gott hat am Kreuz den Weg der Rettung geschaffen. Denn am Kreuz, so törichtig sich das anhören mag, zeigt sich seine Weisheit. Im Kreuz zeigt sich seine Gerechtigkeit. Und so finden wir in Christus allein Hoffnung auf ein neues, auf ein ewiges Leben. Und die Frage ist, glaubst du das oder befindest du dich im Hamsterrad deiner Selbstgerechtigkeit? Wenn du dein Leben im Hier und Jetzt auf eine Gottes fürchtige Art und Weise leben möchtest, dann verstehst du, dass meine Gerechtigkeit mir nichts bringt, dann hörst du auf, dich an deine Selbstgerechtigkeit zu klammern, weil du siehst und verstehst, wie mangelhaft sie ist. Weil deine Perfektion absolut nutzlos ist und du die Perfektion eines anderen brauchst, der stellvertretend für dich am Kreuz gestorben ist. Die zweite Erkenntnis, wenn wir die Nutzlosigkeit der Perfektion uns anschauen, finden wir in Versen 23 bis 29. Da heißt es in drei Worten, Weisheit ist Torheit. Und der Prediger schreibt, Habfest 23, dies alles habe ich mit Weisheit geprüft. Ich sprach, ich will weise werden, aber sie blieb fern von mir. Wie weit entfernt ist das, was geschehen ist und tief, ja tief verborgen, wer will es ausfindig machen? Ich wandte mich dazu, mein Herz war dabei, zu erkennen und zu erforschen und zu fragen nach Weisheit und dem Endergebnis, aber auch kennenzulernen, wie dumm die Gottlosigkeit und wie unsinnig die Nahheit ist. Da fand ich, bitterer als der Tod ist eine Frau, die Fangnetzen gleicht, deren Herz ein Fallstreck ist und deren Hände fesseln sind. Wer Gott wohlgefällig ist, wird vor ihr entkommen, aber der Sünder wird von ihr gefangen. Siehe, das habe ich herausgefunden, spricht der Prediger, indem ich eins ums andere prüfte, um zum Ergebnis zu kommen. Was aber meine Seele noch immer sucht, das habe ich nicht gefunden. Einen Mann habe ich unter tausend gefunden, aber eine Frau habe ich unter all diesen nicht gefunden. Allein siehe, das habe ich gefunden, dass Gott den Menschen aufrichtig geschaffen hat, sie aber suchen viele arglistige Machenschaften. Hier noch einmal die Bestätigung, dass es sich um menschliche Weisheit, um menschliche Intelligenz, ein vernünftiges Leben handelt, wenn Kapitel 7 von der Weisheit die Rede ist. Mit Weisheit habe ich geprüft und bin dazu gekommen, dass ich sage, ich möchte weise werden, bin es aber nicht geworden. Wenn es die Weisheit Gottes wäre, dann wäre er weise geworden. Aber was er hier mit anderen Worten sagt, ist meine Weisheit, ist am Ende nichts anderes als Torheit. Niemand ist so weise, dass er das Universum oder die Vergangenheit wirklich verstehen und das Leben kontrollieren könnte, in Vers 24. Und es gibt einen Unterschied zwischen praktischer Weisheit und göttlicher Weisheit, mit der man das Leben absolut unter Kontrolle hätte. Es ist zu tief, zu tief verborgen. Und wir denken sofort an Gott, der mit Hiob spricht in dem Sturm und ihm diese ganzen rhetorischen Fragen stellt, wo Hiob doch gewesen ist, als er die Wasser des Universums mit einer Hand abgemessen hat, als er die Spanne des Universums an seiner Hand abgezählt hat, als er den Leviathan und so weiter geschaffen hat. Wo war Hiob? Und Hiob am Ende einfach nur sagen muss, ich lege meine Hand auf meinen Mund und schweige ab jetzt, weil ich sehe, wie groß Gott, wie groß du bist. In Vers 25 will der Prediger erkennen, erforschen, er will nachfragen. Und das Bild, was hier für uns gemalt wird, ist das von einem Buchhalter, der akribisch und genau über den Unterlagen brütet und versucht, jeden einzelnen Posten, jede einzelne Position in die richtige Seite einzuordnen, um gut Rechenschaft darüber abgeben zu können. Während der Prediger also danach forscht und danach sucht und fragt, Weisheit und das Endergebnis sucht, sagt er, dass er auch versucht hat zu verstehen, was gottlose Bosheit und törichte Nahheit ist. Und wieder stellt man sich diesen Buchhalter vor, der die Dokumente alle durchgeht und überprüft und schaut, wo was hingehört und unterm Strich feststellt, es ist gar nicht so leicht, die Details sauber auseinanderzuhalten. Er stellt fest, dass es sehr schwierig ist, klare Grenzen zu finden zwischen Gerechtigkeit und gottlosigkeit, zwischen Weisheit und zwischen Torheit. Und dann kommt Vers 26. Das fand ich bitter, als der Tod ist eine Frau, die Fangnetzen gleicht, deren Herz ein Fallstrick ist und deren Hände fesseln sind. Wer Gott wohlgefällig ist, wird ihr entkommen, aber der Sünder wird von ihr gefangen. Und wir stellen uns die Frage, was haben Frauen jetzt auf einmal damit zu tun? Wie kommt dieser Vers hier rein? Wie passt er dazu? Was haben Frauen damit zu tun? Nun zunächst kann ich euch beruhigen. Salomo hat nichts gegen Frauen. Er hat nichts gegen Frauen, wenn er das schreibt, aber dann bleibt die Frage trotzdem, wie passt der Vers hier rein und wer ist diese Frau, von der hier spricht? Und hier müssen wir kurz grammatisch werden. Ja, so leid mir das tut. Ich weiß, bald sind Ferien, aber Grammatik ist wichtig, wenn es um die Schriftauslegungen geht. Die Schlachter schreibt hier von einer Frau. Wenn ihr ins Hebräische schaut, dann seht ihr hier aber einen bestimmten Artikel. Also nicht eine Frau, sondern die Frau. Ein bestimmter Artikel. Im Hebräischen ist dieser Artikel weiblich oder feminin, also der Genus, ob ich sage der, die oder das. Und ich bin so dankbar, dass wir das Ganze auf Deutsch machen. Auf Englisch gibt es einen Artikel und man müsste das vielmehr ausbauen und erklären. Also es ist die Frau, die weiblich angesprochen wird, so wie ich der Mann bin, der die das. Die eine Frau. Und in der Schriftauslegung müssen wir manchmal gucken, wenn das da steht und wenn wir ein Fragezeichen im Kopf haben, wie passt das zusammen, müssen wir in den Kontext schauen, wo es im Hebräischen ein Wort davor gibt, dass denselben bestimmten Artikel hat. In dem bestimmten Artikel, also ebenfalls mit die beginnt. Und wenn ihr zurückschaut, dann müsst ihr gar nicht so weit gucken. Ja, denn die letzten beiden Worte in Vers 25 geben uns die Antwort. Die Frau ist im Kontext die Nullheit. Und auf einmal ergibt alles Sinn, weil Salomo, oder wen Salomo mit der Frau meint, denn Salomo hat auch das Buch der Sprüche in großen Teilen geschrieben. Und wir lesen in Sprüche Kapitel 9 in Versen 3 bis 18 folgendes, und es geht mit folgenden zwei Worten los. Frau Torheit. Frau Torheit ist unbändig, voll Unverstand und erkennt gar nichts. Und doch sitzt sie bei der Tür ihres Hauses auf einem Sessel auf den Höhlen der Stadt, um die vorübergehenden einzuladen, die auf dem richtigen Pfad wandeln. Wer unverständlich ist, der komme herzu. Und zum Uneinsichtigen spricht sie, gestohlenes Wasser ist süß und heimliches Brot schmeckt köstlich. Er weiß aber nicht, dass die Schatten dort hausen und ihre Gäste in den Tiefen des Totenreiches. Bitterer als der Tod ist die Frau Torheit. Diese tödliche Frau ist also keine bestimmte Frau oder ein bestimmter Frauentyp, sondern sie ist das Bild für Frau Torheit selbst. Frau Torheit, die Jagd macht und die versucht, Leute zu ködern, sie zu fangen, sie zu fesseln, sie auf diesen tödlichen Weg zu führen. Auf dieser Jagd verpackt sich Torheit in Weisheit, nur damit der, der ihr Volk später feststellt, Weisheit ist eigentlich Torheit. Wenn wir weiterlesen, dann sehen wir, wer Gott wohlgefällig ist, wird ihr entkommen. Warum? Weil diese Person Gott fürchtet. Weil sie auf ein Leben über der Sonne hinausschaut, auf Gott blickt, von dem alles kommt. Und weil nur seine Weisheit uns dabei helfen kann, zu verstehen, was wirklich Weisheit ist, auch wenn seine Weisheit in den Augen der Welt laut 1. Korinther 2 Torheit ist. Und wenn wir weiterlesen, dann fällt uns in Vers 27 auf, dass der Prediger sich selbst beim Namen nennt, in der dritten Person von sich spricht. Und das gibt es nur drei Mal im gesamten Buch Prediger. Es gibt es in Kapitel 1, Vers 2, hier und in Kapitel 12, Vers 8. Und überall, wo das steht, müssen wir genauer hinschauen. Wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil sie zentral sind für das ganze Buch. Und Lukas hat vor zwei Wochen uns gesagt, dass eigentlich Kapitel 6, Vers 10 und Kapitel 7, wieso der Wendepunkt oder das Janier für das Buch Prediger sind. Und so leuchtet es ein, dass der Prediger auch hier von sich in der dritten Person einmal kurz spricht. Am Anfang und am Ende des Buches sagt Salomo und drückt Salomo die Botschaft des Predigers folgendermaßen aus, Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist nichtig. Und in Kapitel 7, Vers 27, aber uns hier, sagt er uns, dass der Prediger meint, dass das, wonach er sucht, ihm entgleitet, er findet diese Weisheit nicht. Vers 27 und 28, was meine Seele noch immer sucht, das habe ich nicht gefunden. Meine Seele sucht und findet nicht, im Endeffekt kommt er zum selben Schluss wie am Anfang des Buches, ein Leben unter der Sonne ist nichtig, selbst Weisheit ist Torheit. Der eine Mann, den er unter tausend findet, da streiten sich die Ausleger, ob er auf sich selbst schaut und sich selbst für so hoch achtet und denkt, ja ich bin noch der, der Weisheit bekommen hat von Gott oder ob das ein Hinweis auf Christus sein könnte. Ich will mich da nicht so festlegen, ich bin zu keinem Entschluss gekommen. Die eine Frau, die ich unter tausenden nicht gefunden habe, viele sagen, das ist in den ältesten Texten gar nicht mit drin und gleichzeitig sagen sie, Salomo hatte wie viele Frauen? 1000 Frauen und das sagt, selbst eine in tausend habe ich nicht gefunden, die wirklich weise ist und mir helfen kann diese Weisheit zu finden. Und dann sagt er abschließend in Kapitel 7, Gott hat uns Menschen aufrichtig gemacht, wörtlich Gott hat uns gerade geschaffen. In Vers 3 heißt es, dass Gott das gerade krumm gemacht hat und dass kein Mensch das gerade biegen kann. Im Licht von Vers 13 können wir diesen Vers also so verstehen, dass der Mensch zwar gerade geschaffen ist und er ständig versucht das Gekrümmte gerade zu machen, das was er nicht kann und obwohl Gott die Menschheit genau, richtig oder gerade geschaffen hat, scheint der Mensch mit dieser Geradheit nicht leben zu können. Mit dem, dass Gott ihn für sein Leben alles aufgeschrieben hat, alle Tage seines Lebens scheint er nicht leben zu können. Stattdessen haben sie sich viele Machenschaften ausgedacht, arglistige Machenschaften und das könnte ein Wortspiel sein. Zum einen ist da die Idee drin, dass Menschen ständig ganz genau erklären können wollen, was in der Welt passiert und natürlich auch warum es in der Welt passiert. Aber kein Mensch versucht das neutral zu machen und jeder Mensch vor allem ohne Gott ist sehr kreativ darin seine eigenen Erfindungen, warum Dinge laufen, wie sie laufen sich auszumalen und auszudenken. Aber wir könnten auch wieder zurückgehen zu dem Buchhalter, der irgendwie versucht alles gerade zu biegen, nach außen hin tut er so, als wolle er seine chaotischen Rechnungen gerade ziehen und gleichzeitig betreibt er eine sehr kreative Geradeziehung, eine sehr kreative Buchführung, die das einfach irgendwie versucht durch arglistige Machenschaften zu erklären und sich von Gott weiter abzuwenden. Menschen wollen gerade biegen, was Gott krumm gemacht hat und zugleich versuchen sie krumm zu machen, was Gott gerade gemacht hat. Der Mensch versucht weise zu sein, endet aber in seiner eigenen Torheit. Das war ein langer Text, der uns helfen soll im hier und jetzt Gottes Fürchtung zu leben. Wenn ich erkenne, dass Weisheit Torheit ist, dann möchte ich mich an die Weisheit wenden, die wirklich hält und wahr ist. Aber diese Weisheit wird von der Welt auf Torheit genannt, weil es Gott selbst ist und das, was er im Kreuz getan hat. Wenn ich diesen Text nehme, um Gottes Fürchtung zu leben, dann werde ich feststellen, aus eigener Kraft, aus eigener Gerechtigkeit, das sagen wir nur mangelhaft. Sechs Sätzen, wobei mangelhaft ist die Fünf, aber sechs Sätzen. Gleichzeitig erkenne ich, wenn ich das bessere wähle und darüber nachdenke, das Ende meines Lebens nachdenke, dann verändert das mein Herz. Wenn ich auf Weisheit höre und vor allem natürlich auf göttliche Weisheit, aber auch auf allgemeine Weisheit höre, dann schützt mich das vor Torheit. Und wenn ich auf Gott schaue, der alles gemacht hat, der alles unter Kontrolle hat, dann verändert das meine Perspektive. Es ist besser. Und so möchte ich euch mit vier Fragen in diese kommende Woche schicken. Vier Fragen, die für diejenigen, die auf der Gemeindefreizeit dabei sind, vielleicht dort zu dem ein oder anderen Gespräch führen, aber vier Fragen, die uns helfen sollen, diesen Text auch anzuwenden. Frage Nummer eins. Auf welche drei Weisen versuche ich mein Leben zu betäuben? Auf welche drei Weisen versuche ich mein Leben zu betäuben? Zweitens, wenn wir die Perspektive richtig rücken wollen, dann welche drei Eigenschaften Gottes helfen mir dabei, um in den herausfordernden Situationen des Lebens auf ihn zu schauen? Also mit welchen drei Dingen will ich mich ablenken? Und welche drei Eigenschaften Gottes helfen mir, auf ihn zu schauen, meine Perspektive auszurichten? Die dritte Frage. Wie zeigt sich meine Selbstgerechtigkeit in, ihr ahnt es schon, drei Bereichen meines Lebens? Wie zeigt sich meine Selbstgerechtigkeit in drei Bereichen meines Lebens? Und hier ist es bestimmt hilfreich und sinnvoll, auch die Predigten zu Römer 14 anzuhören. Nicht zu richten, sondern mich darauf auszurichten, dass ich eines Tages gerichtet werde. Welche drei Weisen zeigen meine Selbstgerechtigkeit? Und die vierte Frage. Welche drei Antworten hat die wahre Weisheit des Evangeliums darauf? Auf meine Selbstgerechtigkeit. Also, wo versuche ich mein Leben zu betäuben? Welche drei Eigenschaften Gottes helfen mir dabei, auf ihn zu schauen in diesen Herausforderungen? Wie zeigt sich meine Selbstgerechtigkeit in drei Bereichen? Und welche drei Antworten hat das Evangelium, die wahre Weisheit, auf meine Selbstgerechtigkeit? Lass mich bitten. Treue Gott, habt du Dank dafür, dass du uns dein Wort gibst. Habt du Dank dafür, dass du uns dein Wort gibst, dass wir verstehen dürfen, lernen dürfen, erforschen dürfen, weil du uns nicht nur dein Wort gibst, sondern auch dein Geist gegeben hast, damit wir es verstehen möchten. Herr, ich bete, dass du uns hilfst, ein gottesfürchtiges Leben im Hier und Jetzt zu führen, indem wir den Nutzen des Besseren erkennen und beachten und gleichzeitig die Nutzlosigkeit unseres eigenen Perfektionismus bedenken. Habt du Dank, dass wir jetzt das Mal des Herrn gemeinsam feiern dürfen und auf diese Weisheit schauen dürfen, die in den Augen der Welt Torheit ist und ein Anstoß für uns, aber es ist Gottes Kraft. Amen. Vielen Dank für’s Zuschauen!
