Liebe, die nicht wegschaut – Wie Gott Sünde korrigiert, Teil II
Durch KI transkribiert – Bei Fragen meldet Euch gerne bei [email protected] Ja, wir wollen noch gemeinsam beten und Gott und den Segen für diesen Tag bitten und danach wollen wir dann auf sein Wort hören. Heute befinden wir uns wieder im Matthäus-Evangelium, eine spannende Stelle, in die wir uns durchgehen werden. Lass uns erst zusammen beten, ihr könnt dazu sitzen bleiben. Treuer großer Vater im Himmel, wir loben dich und wir preisen dich. Du bist wirklich gewaltig, du bist wirklich über allem, du stehst über allem, dein Name thront über allem, du bist weit erhaben über allen Nationen und allen Menschen und allem, was wir in dieser Schöpfung sehen. Du bist der Schöpfer, du bist der Mächtige, der über allem thront und alles in der Hand hält. Herr, dir sei Ehre in der Gemeinde, jetzt in dieser Zeit und in der Zeit, die kommt. Dir sei Ehre in unserem Leben, dir sei Ehre in unserem Zuhören, dir sei Ehre in unserem Miteinander. Wir sind dir trotzdem dankbar, dass du, auch dass du so groß bist und gewaltig bist, dass du uns nicht alleine gelassen hast und dich so fürsorglich wie ein Vater um jeden einzelnen von uns kümmerst, dass du uns gezogen hast, dass du uns zu deinen Kindern gemacht hast, dass wir dein sein dürfen und heute auf dein Wort hören dürfen. Und so wollen wir dich bitten, sei uns gnädig. Hilf uns, dein Wort zu hören, hilf uns Herr, das abzulegen, was noch hindert in der Beziehung mit dir und hilf uns Herr, dass wir auf dich schauen lernen und nicht auf die Welt, nicht auf uns, hilf Herr, dass wir Abstand nehmen von unseren kleinen Königreichen und auf dein großes Königreich schauen. Hilf uns Herr, dass wir lernen zu lieben, so wie du uns liebst. Hilf uns, lernen zuzuhören und zu verstehen, was du von uns haben möchtest. Herr, und so bitten wir dich auch um Bewahrung und um Schutz in dieser Welt, dass du uns hilfst Herr, dass wir ein Licht sein können, sowohl einzeln als auch Gemeinde in der Versammlung und dass dein Name großgemacht wird. Hilf uns, dass wir an der Wahrheit entlang hangeln, dass wir alle gemeinsam auf dieselbe Wahrheit schießen dürfen, die du uns gegeben hast in deinem Wort, dass die Welt erkennt, dass du wirklich bist. Bewahre uns davor, durch Streitigkeiten und durch Selbstsucht der Welt so ein schlechtes Bild von dir abzugeben. Hilf uns Herr, dass wir dir Ehre geben, dass Menschen dich finden, dass wir ein Licht sind, dass wir ein Licht sind für dich in dieser dunklen Welt. Wir wollen dich aber jetzt auch für unsere Missionare bitten, die wir unterstützen, wollen dir die Wilhelmsons anbefehlen in Finnland und auch die Hotsis in Zimbabwe, wollen dich bitten, dass du ihnen hilfst wirklich ein Licht weiterhin zu sein und zu bleiben. Denk du Herr, dass viele Menschen zu dir finden und dein Name großgemacht wird durch ihre Arbeit, wie du es auch bisher schon geführt hast. Wir wollen dich auch für die Gläubigen und Geschwister in Israel bitten, die jetzt gerade auch durch diesen Krieg gehen, wollen dich um Bewahrung dort bitten und dass du ihnen auch hilfst, gute Zeugen zu sein in einer Zeit, wo so vieles durcheinander ist. Wir wollen dich bitten, dass du aber auch in dieser Welt Menschen so wie in der Corona-Zeit dazu bringst, nachzudenken, wie schnell das Leben vorbei sein kann und wie kurz alles ist, dass wir lernen von uns wegzuschauen auf das, was wir schon in unserem Geist verstehen, dass es etwas über uns geben muss. Schenk du auch dahingehend Gnade und schenk uns heute Ohren zu Hören, dein Wort in deinem Namen. Amen. Ja, wir werden heute in einer kleinen Miniserie weitermachen, die ein bisschen unfreiwillig geschehen ist, weil beim letzten Mal, als ich das Thema angegangen bin, das wir heute angehen, ist es klar geworden, dass das leider in einer Predigt nicht geht. Heute ist mir klar geworden, das geht eigentlich auch nicht in zwei Predigten, aber wir werden es trotzdem in zwei Predigten machen, deswegen werde ich meine Schlittschuhe anziehen, dass wir heute ein bisschen vorankommen. Das ganze Thema, das wir angefangen hatten, ist unter mehreren Namen bekannt. Das, was wahrscheinlich am gängigsten ist, ist das Wort Gemeindezucht oder auch korrigierende Seelsorge in der Gemeinde oder geistliche Verantwortung. Wir können es nennen, wie wir es wollen, wir werden aber sehen, dass es im Endeffekt um diese eine Sache geht, nämlich, dass Gottes Liebe nicht wegschaut. Das ist der Titel unserer kleinen Minireihe, Gottes Liebe schaut nicht weg und wir werden verstehen und haben beim letzten Mal schon gehört, dass alles das, was wir nun im Kontext von Matthäus 18 sehen werden, alles in dem Mantel unter Gottes Liebe ist. Gottes Liebe korrigiert uns zur gesunden Beziehung mit ihm. Wir haben das in vier Wahrheiten, die wir uns anschauen, die ersten beiden Wahrheiten haben wir beim letzten Mal schon gesehen, nämlich, dass Gottes Liebe investiert und korrigiert und dass Gottes Liebe auch wieder herstellt. Hier eine kurze Erinnerung vielleicht für diejenigen, die da waren und erinnert werden müssen und für all diejenigen, die nicht da waren, dass ihr mit in die Materie hineinkommt, weil diese ersten beiden Wahrheiten, die waren ungemein wichtig, um überhaupt das zu verstehen und einordnen zu können, wo wir jetzt gleich landen werden. Wir haben zuerst die erste Wahrheit, um ein bisschen zusammenzufassen, beim letzten Mal gesehen, dass Gottes Liebe sich investiert und korrigiert. Wir haben gesehen, dass Gott in das Leben der Menschen sich hinein investiert und investiert hat. Dass wir Menschen nicht allein in die Irre gehen. Er lässt uns nicht einfach so vor uns hinvegetieren, weder als einzelne Menschen noch als Gemeinde und wir sehen das ganz konkret darin, dass er sein Bestes gegeben hat für uns. Wir Menschen sind geboren in einer gefallenen Welt, wir sind geboren als Sünder, wir sind geboren als Feinde Gottes und Gott lässt uns nicht dort. Er investiert sich in die Zeit hinein, er selber, um uns zu seinen Kindern zu machen. Das ist die Investition, die er gibt. Er gibt eine Lösung für die Menschheit, wo die Menschheit ein Problem hat, eine Lösung, die nicht nur halb gebacken ist, sondern eine Lösung, die wirklich tatsächlich funktioniert. Durch Jesus Christus finden wir durch Glauben allein Erlösung in ihm. Wir haben auch darüber gesprochen, dass dieses Prinzip von investieren, korrigieren und gesunden, was wir dann gleich sehen werden, das hat Gott auch in die Schöpfung hineingebacken. Damit wir das erkennen dürfen und sehen dürfen, dass das ganz normal ist. Wir haben darüber gesprochen, dass Pflanzen, die wachsen und gesunden wollen, nicht nur einfach Wasser und Licht benötigen, sondern sie werden auch korrigiert, sie bekommen auch korrigierende Eingriffe durch den Gärtner oder auch durch Gottes Wirken in dieser Welt. Ein Musikinstrument lernt sich auch nicht von selbst, haben wir auch besprochen. Es ist nicht einfach nur damit getan, dass ich ein Musikinstrument in die Hand nehme und dann spielt es sich von selber, sondern ich muss mich investieren und ich muss mich korrigieren, damit ich zu einem gesunden Ziel komme. Das Gleiche gilt auch für einen gesunden Körper. Ich kann nicht nur so tun, als ob es nichts gibt um mich herum und einfach essen und tun und lassen, was ich möchte, sondern ich muss schon darauf schauen, dass mein Körper gesund bleibt. Ich muss investieren, ich muss meine Wege korrigieren und so weiter. Es gibt viele, viele, viele Beispiele in dieser Welt, die genau dieses Prinzip aufzeigen. Investition, korrigieren und einen gesunden, was daraus folgert. Das gleiche Prinzip sehen wir nun auch in unserem geistlichen Leben. Wenn wir die Bibel durchlesen, sehen wir genau das Gleiche. Gott investiert sich in unser Leben, da kommt Korrektur auf viele Art und Weise, wie wir gleich sehen werden und daraus entsteht ein gesundes Leben. Wir hatten Johannes 15, den Weinstock und die Rebe, das was Jesus gelehrt hat als ein Beispiel, letztens schon genannt, wo Jesus uns genau das zeigt, dass Gott geht an diesen Weinstock und schneidet diese Dinge ab, die eigentlich nicht dahingehören, aber nicht nur das, er schneidet auch die Reben zurecht, die gesund sind, damit sie noch mehr Frucht bringen. Das ist dieses Korrigieren zur Heiligung, damit wir immer mehr in sein Ebenbild verändert werden. Und wir haben auch gesehen, dass eigentlich von der Idee her, müssten wir eigentlich genügend Erkenntnis und Verstand und Gewissen haben, damit wir diese Korrektur selber in unserem Leben stattfinden lassen können. Dann haben wir gesehen, dass es ein kleines Problem gibt, nämlich der Sündenfall. Der Sündenfall führt dazu, dass der Mensch das nicht selber machen kann, wir sind von Natur her blind gegenüber unseren eigenen Sünden und gleichzeitig auch träge daran etwas ändern zu wollen, denn unser menschlicher Stolz hält uns davor ab, korrigiert werden zu lassen. Und jetzt, wenn wir zum Glauben kommen, bleibt dieser Kampf immer noch in uns bestehen. Der Kampf gegen diesen Stolz, der Kampf gegen dieses ich bin ja nicht schuld, sondern die anderen sind das Problem, wir alle haben das. Und deswegen lässt uns Gott auch wieder nicht allein, er investiert sich nicht nur für uns in die Rettung, sondern auch in der Heiligung und zwar, indem er uns seinen Heiligen Geist schenkt. Gott schenkt uns seinen Heiligen Geist, der unseren inneren Menschen Stück für Stück verändert und funktionsfähig macht, immer mehr in seine Richtung sich zu bewegen. Der Heilige Geist zeigt uns Wahrheit, er treibt uns an, die Dinge zu tun, die wir tun sollten, er korrigiert uns durch sein Wort und er verändert uns in sein Ebenbild und die Bibel nennt das Heiligung. Heiligung ist kein Nebenfach im Leben eines Christen, es ist sogar eher der normale Lebensstil eines Jüngers, es ist der Leistungskurs oder das Prüfungsfach, wenn wir dieses Bild weiter treiben wollen. Das hatten wir schon in Hebräa 12 als Beispiel gesehen, beim letzten Mal, in Hebräa 12 steht, wen der Herr liebt, den züchtigt er. Und hier sehen wir das erste Mal diese Verbindung von Liebe und Korrektur. In unserer selbstzüchtigen, eigensinnigen, selbstverliebten, stolzen Welt, in der wir leben, verbinden wir diese beiden Dinge nie. Liebe und Korrektur. Für uns heißt Liebe, und das ist, was die Menschen um uns herum und die Gesellschaften, in der wir leben, immer mehr fordern, wir brauchen einfach nur Bestätigung, ich brauche nicht Korrektur. Ich möchte einfach, dass jemand mich so annimmt, wie ich bin und ich muss gar nichts ändern, weil ich bin ja sowieso schon das Größte und Tollste und ich brauche nur noch Fans, die das jetzt endlich auch verstehen. Das ist, wie wir alle denken. Aber hier finden wir, in Gottes Universum läuft es anders, in Gottes Universum ist Liebe und Korrektur in einer Sache zusammen. Wen Gott liebt, den züchtigt er. Und Gott korrigiert nicht, weil er gegen dich ist. Gott korrigiert dich und mich, weil er für uns ist, weil es Liebe ist, weil er dich wachsen sehen möchte. Und dann haben wir noch gesehen, dass diese Korrektur, von der wir hier reden, dass dieses Züchtigen nicht nur die schwere Hand ist, von der wir immer denken. Korrigieren heißt nicht nur die schlimmsten Dinge in unserem Leben. Korrigieren heißt nicht nur schmerzhafte Umstände, sondern Korrektur, das haben wir aus den Sprüchen, die Zeit hatten wir nicht, aber wenn ihr mal die Sprüche anschaut, finden wir es dort. Korrektur findet auf sehr viele Arten und Weisen statt. Korrektur ist auch durch Lehre. Korrektur erfahren wir auch durch Ermahnung. Korrektur erfahren wir durch Gnade. Römer 2 beschreibt das, dass uns die Güte Gottes, die uns zu Buße treibt, korrektur erfahren wir auch durch Vergebung, die wir erfahren. Korrektur erfahren wir auch eben durch Ermutigung. Das bringt uns auch wieder auf den richtigen Weg. Korrektur hat viele Gesichter und letztlich kann Korrektur auch schmerzhafte Umstände sein. Aber all diese Dinge sind Korrektur und all diese Dinge sind aus Liebe, die Gott in unser Leben bringt, damit wir in sein Ebenbild verändert werden. Das ist der Ausdruck von seiner aktiven Liebe uns Menschen gegenüber. Gott investiert sich, indem er uns korrigiert durch diese vielen Arten und Weisen, damit wir in sein Ebenbild verändert werden. Da hat uns die zweite Wahrheit geholfen zu verstehen, wieso Gott das macht, nämlich, dass diese Liebe, die Gott uns zeigt, durch diese Korrektur einen Zweck hat, nämlich Wiederherstellung. Das war die große zweite Wahrheit. Gott korrigiert uns einfach nicht nur, weil er Ordnung möchte, weil er möchte, dass es so richtig läuft, sondern er hat eine ganz besondere Absicht dahinter. Er liebt nicht die Ordnung so sehr, sondern er liebt die Beziehung mit uns. Das ist der Grund für die Korrektur. Gott möchte uns zu einer Beziehung mit ihm wiederherstellen, das ist der ganze große Plan. Von der ersten Seite der Bibel bis hin zur letzten Seite geht es um die Wiederherstellung der Beziehung von Gott zu den Menschen, für die er ihn gemacht hat, Beziehungswiederherstellung mit ihm. Erster Timotheus 2 macht es deutlich, Gott will nicht, dass irgendein Mensch verloren geht. Er möchte, dass alle gerettet werden, das ist sein ausgedrückter Wille. Römer 5 macht deutlich, dass Christus für uns starb, Römer 5 Vers 8, als wir noch Feinde waren. Gott lässt sich herab in diese Welt und kommt und stirbt am Kreuz für uns, damit wir wiederhergestellt werden für eine Beziehung mit ihm. Und dann in 2, 1 Petrus 2 macht Petrus es deutlich, dass diese Wiederherstellung bedingt Wachstum. Wir brauchen geistliches Wachstum, wir dürfen nicht Kinder bleiben, wenn wir errettet wurden, sondern wir müssen vorankommen. Und Petrus bedient sich hier dieses Bildes vom Erwachsenwerden, von Kind zum Erwachsenen, Paulus macht das genauso in Römer 13. Aber hier ist ganz klar deutlich die Illustration, die wir alle verstehen, ein Kind, das nicht wächst ist was? Krank. Ein Kind, das nicht wächst, ist krank, es ist nicht normal, dass ein Kind wächst. Das Normale ist, ein Kind wächst und wird irgendwann mal erwachsen. Ein Kind, das nicht wächst, das gibt es auch, sind aber krankhafte Umstände und das ist das Beispiel der Illustration, die Petrus hier verwendet. Ein gläubiger Mensch, der geistlich nicht wächst, ist krank. Nun, dieses Prinzip, das haben wir dann auch in Matthäus 18 schon gesehen, und das dürft ja eure Bibeln dahin ausschlagen, Matthäus 18. Wir hatten damals die Verse 1 bis 14 überflogen, werden wir auch ganz kurz hier nochmal machen, damit wir den Kontext bekommen. Matthäus 18 beginnt mit dieser Situation, in der Jesus ein Kind in die Mitte von den Jüngern stellt und sagt, werdet wie dieses Kind, was meint ihr denn damit? Er meint natürlich nicht, dass sie so simpel und komisch werden, vielleicht, dass sie aufhören müssen, erwachsen zu sein, sondern er meint eben, dass sie abhängig bleiben, so wie dieses Kind. Abhängig von ihm. Jesus ruft dieses Kind und was macht das Kind? Es überlegt nicht erst lange und überlegt sich, kann ich mir das leisten, ist es richtig, hier vor Jesus zu stehen? Na ja, er kommt einfach. Jesus ruft dieses Kind, das Kind lässt sich in die Mitte stellen und das ist auch das, was er von uns erwartet. Gehorsam ihm gegenüber Vertrauen, ihm gegenüber Fügsamkeit, Bereitschaft, sich führen zu lassen, das ist, was er von seinen Jüngern erwartet. Und danach kommt dann gleich die Warnung und sagt, wer eines dieser kleinen Kinder, also dieser Menschen, die zu ihm kommen, im bloßen Vertrauen, dass Gott gut ist, wer einer dieser Kinder, der an Jesus glaubt, zur Sünde verführt, was ist mit dem? Der bekommt das italienische Mafia-Treatment, Betonschuhe und rein in das Meer. Jesus sagt, es ist besser, als wäre ein Müllstein mit einem Müllstein versenkt worden, als wenn er geboren worden wäre. Warum so drastisch? Wieso so eine drastische Aussage? Weil Sünde das zerstört, was Gott wieder herstellen möchte. Sünde zerstört Beziehungen, das versteht ihr hoffentlich. Und zuallererst, die erste Beziehung, die zerstört wird, ist eure Beziehung mit Gott selbst. Und wenn ihr damit beschäftigt seid, zu sündigen und das einfach weiter zu machen, zerstört ihr das, was Gott wieder herstellen möchte und ihr stellt euch genau gegen Gottes großes Werk in dieser Welt. Wir hatten beim letzten Mal darüber gesprochen, dieses Bild gemacht, das ist wie die Ameise, die versucht, die Planierwalze aufzuhalten. Die Ameise wird das immer verlieren und genauso geht es uns auch. Aber nicht nur unsere eigene Sünde, sondern das, was hier Jesus in Matthäus 18 meint, ist, wenn ich dafür sorge, durch mein Verhalten, dass andere Menschen zu Fall kommen, dann wäre es besser gewesen, ich wäre gar nie geboren worden. Das ist eine krasse Aussage, so krass ist Sünde und die Sünde ist auch so krass, dass er weiter sagt im nächsten Kontext, dass es besser wäre, wenn ich mir meine Hand abhau und mein Auge ausreiße. So schwer ist Sünde, ich muss mit meiner eigenen Sünde so ins Gericht gehen und so ernst nehmen. Ich soll das natürlich nicht wörtlich machen, mein Auge ausreißen, meine Hand abhacken, aber ich soll mit meiner Sünde so ernsthaft ins Gericht gehen, weil Sünde die Beziehungen zu Gott zerstört und das, mit dem er beschäftigt ist, wieder herzustellen. Ich stelle mich dann aktiv gegen ihn. Und dann hatten wir beim letzten Mal, dann sind wir beim letzten Mal geendet, mit dem Gleichnis vom verlorenen Schaf in Vers 12, da haben wir gesehen, dass Gott aktiv damit beschäftigt ist, uns wieder zurück zu holen. Dieses Gleichnis zeigt nicht auf, dass ein Mensch verloren gehen kann, sondern das Gleichnis zeigt genau das Gegenteil auf, dass wenn ein Mensch in die Irre geht, geht Gott hinterher und er holt es wieder zurück und er macht das an einem Beispiel von einem Hirten und einem Schaf fest, das ist die Illustration, die er sehr oft verwendet, damit kommt auch ein Herr, das Wissen für die damaligen Leute, wie Menschen, wie Hirten die Schafe zurückgeholt haben. Das war manchmal liebevoll, das war manchmal aber auch mit einem schweren Stab, sie wieder zurückzuziehen, weil die so in die irre gehende Schafe waren. All das schwingt hiermit, Gott holt zurück, das ist aktive Liebe, das ist auch Korrektur hier. All das zeigt uns, Gottes Liebe ist voll und ganz darauf ausgerichtet, Menschen zu sich zurückzuholen, wiederherzustellen, sie zu heilen geistlich und sie zu verändern. Korrektur hat niemals einen Selbstzweck, es ist immer Gottes Werkzeug für die Herstellung. Und Korrektur hat viele Gesichter, nicht nur die schwere Hand, Korrektur hat viele Gesichter und doch passiert das und ist ganz normal und ist Teil von Gottes Liebe, aktive, konsequente Liebe uns gegenüber. Und heute, nun heute machen wir weiter mit den nächsten beiden Wahrheiten, die genau auf dem aufbauen und diese dritte Wahrheit, mit der wir heute nun anfangen und zu tun haben, ist im Endeffekt auch die ganze Summierung und Überschrift von dem, was wir gerade besprechen, nämlich, dass Gottes Liebe nicht wegschaut. Gottes Liebe schaut nicht weg. Weil er so intensiv damit beschäftigt ist, uns wiederherzustellen, schaut er natürlich nicht weg und lässt einfach uns wandeln. Und das ist die Wahrheit im Kern dieser ganzen Studie und ist auch der Titel unserer kleinen Miniserie. Nun, wenn ihr alles vergesst von heute und auch vom letzten Mal, dann erinnert euch vielleicht nur an diese eine Sache, Gottes Liebe schaut nicht weg, Gottes Liebe schaut nicht weg. Er lässt dich nicht einfach nur machen, was du möchtest. Er lässt dich nicht in deinen Sünden, er lässt dich nicht in der Irre gehen, sondern er geht dir hinterher. Und das ist, was Gottes aktive Liebe tut. Und das ist auch, für was Jesus betet. In Johannes 17, Vers 17 betet Jesus der Sohn zu seinem Vater und sagt, heilige sie in deiner Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Also Gott betet zu Gott und sagt, hey, wenn die zum Glauben kommen, dann heilige du sie. Das ist das Ziel, dass sie nicht da bleiben, wo sie sind. Ja, jeder kann kommen zu Gott, wie er ist, aber niemand wird so bleiben, wie er ist. Das fehlt leider manchmal in den ganzen Billboards, die gerade auch zumindest in Marzahn und Malstorf rumhängen. Ja, Gott möchte, dass du kommst, wie du bist, aber er möchte nicht, dass du so bleibst, wie du bist. Er wird dich verändern. Jesus betet für Heiligung, für Änderung, für Korrektur, du kannst nicht einfach so bleiben. Vers 21 gibt er den Grund dafür und diese Korrektur nach Heiligung hin hat auch keinen Selbstzweck. Jesus und der Glaube an Gott ist keine Selbstverwirklichungsmethode, wo du einfach ein besserem Mensch wirst und deswegen glaubst du, sondern der ganze Grund für diese Heiligung finden wir in Vers 21 und hört mal gut zu, das ist wirklich gewichtig, damit sie alle eins seien, okay, Einheit, ja gut, da kann ich ja auch zum Fußballklub gehen, da gibt es auch Einheits-, da ziehen wir alle die gleichen blauen Kleider oder was auch immer an, nein, der Grund für diese Einheit geht noch weiter, damit sie alle eins seien, wozu, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Heiligung soll zur Einheit im Glauben führen, soll dazu führen, dass die Welt versteht, Gott existiert wirklich und das ist keine kleine Sache mehr, das ist eigentlich sein ganzer Plan und seine ganze Arbeit, die er tut und wenn du dich da irgendwo dazwischen stellst, stellst du dich als Ameise gegen eine Planierraupel. Gott will, dass wir geheiligt werden, Gott will, dass wir geistlich wachsen und in seine Ebenbild verändert werden, in Römer 8 lesen wir auch davon, diese Heiligung führt dann zur Einheit im Glauben und das gibt der Welt ein Zeugnis, nun, das ist die Realität, in der wir leben, die Realität ist aber auch, wenn wir in der Gemeinde zusammenkommen, dann treffen wir auch viele unterschiedliche Heiligungsprozesse, euch ist das sehr wahrscheinlich klar, es gibt Menschen, die jung im Glauben sind, es gibt Menschen, die schon gereifter in ihrem Glauben sind, es gibt suchende Menschen und es gibt auch Scheinheilige, die gibt es auch und überall hier in uns in jedem von den Gemeinden finden wir irgendwo einen Mix von all diesen Leuten und Heiligungsprozessen und diese Welten prallen oft aufeinander, das versteht sich auch, dass der unterschiedliche Heiligungsprozesse, die werden sich aneinander irgendwo reiben und das bringt Schwierigkeiten mit sich, aber auch auf der anderen Seite sind es gute Möglichkeiten für uns, einander zu dienen mit den Gaben, die Gott uns geschenkt hat. Eine Gemeinde, die keine von diesen Prozessen hätte und ich denke wahrscheinlich, dass es diesen Fall gar nicht gibt, eine Gemeinde in der keine Heiligung stattfindet, aber gehen wir mal davon aus, es gäbe sie, wenn es in einer Gemeinde tatsächlich geben würde, wo keiner von den Menschen irgendwo wächst, können wir nicht von einer christlichen Gemeinde reden. Nun es gibt in jeder Gemeinde eine unterschiedliche Anzahl von Menschen, die wirklich am wachsen sind und welche, die nicht am wachsen sind, trotzdem der Punkt ist, Wachstum ist das, was Gott erwartet von jedem von uns und das ist ganz normal. Und er gibt auch die Fähigkeit dazu. Vielleicht erinnert ihr euch an die Korinther, ich weiß nicht, wer von euch das letzte Mal die Korinther gelesen hat, aber die Korinther, das ist wirklich eine vorbildliche Gemeinde im Sinne von macht es nicht so wie sie. Ihre Gemeinde kämpft nämlich ganz besonders mit mangelnder Heiligung und das war sichtbar in Spaltungen, in Parteien, ich gehöre Apollos, ich gehöre zu Paulus, ich gehöre zu Christus, ich bin noch geistlicher als die anderen, großer Stolz, grobe, offensüchtliche Sünden, die wir in 1. Korinther 5 lesen, die selbst Ungläubige nicht gemacht haben und ganz tiefe Uneinheit. Alles Ausdruck von mangelnder Heiligung. Wo Spaltungen stattfinden wie bei den Korintheren, haben wir es immer mit geistlicher Unreife zu tun, entweder mit den Menschen, die zu der Gemeinde gehen, der Großteilige oder vielleicht sogar die Leiter, weil die Menschen sind nie besser als ihre Leiter, die Leiter beeinflussen eine Gemeinde sehr stark, wo Uneinheit stattfindet, muss irgendwo Unreife stattfinden und deswegen ermahnt Paulus in 1. Korinther 1, Vers 10, hört mal kurz zu, beide von diesen Gruppen zur Einheit und sagt ich ermahne euch aber ihr Brüder, dass ihr alle einmütig seid und keine Spaltungen unter euch zulasst, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung. Korrektur, den Korintheren gegenüber. Nun wenn die Gemeinde nicht anders ist als irgendein beliebiger Verein um uns herum, dann lohnt es sich nicht wirklich sonntags aufzustehen. Wenn die Gemeinde Gottes nicht wirklich nach Gott riecht und nach Gott aussieht, dann haben wir vielleicht maximal eine Gemeinschaftsgruppe und das wäre auf eine Art ja auch okay, weil zu freiwilligen Feuerwehr zu gehen ist ja kein Fehler, das ist auch sehr toll, da kann man auch Gemeinschaft haben, nur hat die freiwillige Feuerwehr keine Antwort für die Fragen meines Lebens. Sie gibt mir nicht den Weg zur ewigen Seligkeit, sie gibt mir nicht die Antwort darauf, was ich mit meiner Sünde anstelle und wenn die Gemeinde, die sich Gemeinde Gottes nennt, nicht damit beschäftigt ist nach Gott zu riechen und Menschen dahin zu bringen, wie Gott auszusehen, dann kann ich genauso gut zur freiwilligen Feuerwehr gehen, dann muss ich sonntags nicht hier herkommen. Denn Heiligung ist nichts kleines, wie wir gesehen haben. Für was hat Jesus gebetet? Er hat für Heiligung gebetet, wieso? Damit die Welt erkennt und somit haben wir mit etwas Gewaltigem zu tun. Und das bringt uns nun endlich zur praktischen Frage, okay was machen wir denn in diesem ganzen Potpourri von unterschiedlichen Heiligungsprozessen, wo es immer mal wieder knarzt und wo wir einander vielleicht auf die Nerven gehen und einander reiben und gegeneinander sündigen und auch Menschen um uns herum haben, die in Sünde leben, wie gehen wir denn damit um? Ignorieren wir das einfach alles und hoffen auf das Beste. Wie wir wahrscheinlich jetzt schon gesehen haben aus der ganzen Zeit heraus, ist, dass wegschauen keine Option ist, weil Gott nicht wegschaut, Gott schaut nicht weg, Gott geht dem Verlorenen hinterher und das wird auch unsere Richtung sein, denn Sünde ist niemals privat. Und es wird immer mal wieder, ach das interessiert ihr euch gar nicht, das hat euch nicht zu interessieren, das ist mein Privatleben, nein nein, Sünde bleibt nie privat, Sünde zerstört immer Beziehungen. Zuerst die Beziehung mit Gott und dann immer unweigerlich die Beziehung mit den Menschen um dich herum und spätestens dann wird das für alle ersichtlich und öffentlich, Sünde ist niemals privat. Wenn wir diese Frage stellen, müssen wir dann immer notwendigerweise natürlich über das Thema reden, mit dem wir hier angefangen haben, nämlich Gemeindezucht oder korrektive Seelsorge oder einfach aufeinander achten. Ich habe den Begriff bisher absichtlich gemieden Gemeindezucht, weil das immer eine Sache konnotiert, aber eigentlich geht es hier um viel mehr. Es geht nicht um unliebsame Menschen irgendwie aus der Gemeinde herauszunehmen, was viele irgendwie denken, wenn wir an Gemeindezucht denken. Es geht hier nämlich nicht um Bestrafung, sondern um Wiederherstellung, das Wort werdet ihr wahrscheinlich ganz viel hören jetzt in dieser Zeit, weil das ist der ganze Kontext von Matthäus 18. Alles, was wir Matthäus 18 finden, geht um diese eine Sache, Wiederherstellung, nicht Verurteilung, sondern Liebe, die nicht wegschaut und Liebe, die nicht wegschaut, korrigiert. Mit all dem im Hinterkopf kommen wir nun endlich zu Matthäus 18, 15 bis 20, wo Jesus uns einen Vier-Schritte-Prozess vorstellt, wie wir in der Realität, im Alltag umgehen können mit all diesen Schwierigkeiten. Nun, es beginnt in Vers 15, lass uns den ersten Teil davon lesen, mit diesen Worten, wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat. Das ist der Kontext. Wenn dein Bruder nun an dir gesündigt hat. Es gibt jetzt nun ein paar Übersetzungen, ich weiß nicht, ob ihr welche dabei habt, die das an dir weglassen und einfach sagen, wenn dein Bruder gesündigt hat, es ist wohl auch möglich, weil es frühere, spätere Manuskripte gibt, die unterschiedliche, die das Wort mal drin haben, mal nicht drin haben. Am Ende ist das nicht so wichtig, weil es geht im Endeffekt um das Gleiche. Es geht darum, wenn jemand ganz offensichtlich sündigt, entweder an mir oder generell, weil Sünde ja nie privat bleibt. Ja, wenn ich in einer Gemeinschaft von Gläubigen bin, wenn meine Familie jemand sündigt, bleibt das nie bei dieser Person alleine, es betrifft am Ende alle. Und deswegen ist es die Frage, was machen wir denn, wenn wir so jemanden haben? Was dann? Wie gehe ich denn damit um, wenn sich jemand an mir versündigt oder wenn der so offensichtlicher, ungebrochener Sünde lebt? Okay, bevor wir jetzt aber zu den kleinen, zu den Schritten kommen, müssen wir noch zwei Sachen klären. Und ich möchte die vorausschicken, damit wir sie nicht verpassen. Schaut euch mal das Ende von Vers 15 an. Das nochmal, um das nach Hause zu bringen. Was ist denn der Sinn und Zweck von diesem ersten Schritt? Richtig, danke, Wiederherstellung. Wo sehen wir das? Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Das ist der Sinn und Zweck von all diesen vier Schritten. Es geht darum, den Menschen zurückzugewinnen zu einer Beziehung mit mir und vor allem zu einer Beziehung mit Gott, weil Sünde zerstört beides. Sünde zerstört meine Beziehung zu Gott und meine Beziehung zu den Menschen. Das Ziel von all den Schritten ist, jemanden wiederzugewinnen. Nicht bloßstellen, nicht beschämen, sondern die Beziehung zwischen Gläubigen und Gott wiederherzustellen. Nun, die eine Sache, die wir zuerst besprechen müssen, ist eine Frage, die einfach wie ein Elefant im Raum steht. Diese Frage ist ungemein wichtig und das ist die Frage nach welchen Sünden eigentlich. Wenn jemand gegen mich sündigt, was heißt denn das, wenn jemand gegen mich sündigt? Jemand schaut mich schief an und dann gehe ich zu ihm und mache einen Prozess daraus. Jemand ist unfreundlich mit mir, was ist denn das, was hier mit Sünden gemeint ist? Nun, die meisten von euch waren jetzt nun in den letzten, ich weiß nicht, 120 Jahren dabei, als wir die Römerbrief jetzt zur Hälfte durchgegangen sind und ich weiß nicht, es ist euch wahrscheinlich klar geworden, dass wir alle Sünder sind, das haben wir jetzt glaube ich irgendwie verstanden. Eigentlich müssten wir das ja auch schon kennen, weil aus unserem Alltag heraus sehen wir das ja genügend. Aber trotzdem, wir haben es gesehen im Römerbrief ganz deutlich und vor allem Römer 6 macht es uns deutlich, dass wir Sünder sind und trotzdem uns dafür halten sollen, dass wir es nicht sind. Ein Paradox, nicht wahr? Und daraus ergibt sich natürlich die Frage, wenn wir alle Sünder sind und immer noch Dinge tun, die wir nicht tun sollten, weil wir noch nicht ganz angekommen sind, wo wir sein sollten, welche Sünden sprechen wir denn an? Weil wenn ich Sünden zählen müsste, dann haben wir alle eine Unmenge von Sünden den ganzen Tag, Sünden von Dinge, die wir tun oder hätten tun sollen und nicht getan haben. Was davon spreche ich denn an? Nun, die einfache Antwort auf diese Frage ist, seid ihr bereit, jede Sünde, woher wissen wir das? Naja, weil Matthäus 18 qualifiziert die Sünde nicht, ja, Jesus sagt nicht, ah, in den besonders schweren Fällen diese und diese Sünde, ja, wenn du Alkohol getrunken hast, dann, dann, nein, nein, hier geht es wirklich, jede Sünde, du bist schockiert, ja, ja, es gibt ein Aber, und zwar 1. Petrus 4, 7 bis 8 und andere Stellen machen das deutlich, aber 1. Petrus macht das am deutlichsten, dort schreibt Petrus, es ist aber nahegekommen, das Ende aller Dinge, so seid nun bis Sonnen und Nüchtern zum Gebet, vor allem aber habt innige Liebe untereinander, denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken, Liebe deckt eine Menge von Sünden zu, das ist das Gegengewicht und vielleicht hilft euch die Illustration und ihr könnt diese Illustration selber für euch jeden Tag, zu jeder Sekunde und jeder Minute euch überlegen, wie das ist, wenn ihr euch fragt, wie Gott mit euch umgeht, wie geht den Gott mit euch um, ihr alleine wisst, wie viele Sünden ihr jeden Tag tut und das, was euch auffällt, ist noch nicht mal ein kleiner Bruchteil von dem, was tatsächlich passiert, so was macht den Gott jetzt mit euch, er kommt jedes Mal um die Ecke gepfiffen, sobald ihr irgendetwas falsch gemacht habt und klatscht euch auf die Finger und korrigiert euch und sagt nein, nein, nein, so nicht oder er gibt euch Konsequenzen dafür, sofort, jedes einzige Mal, wo ihr eine Sünde getan habt, ist das, wie Gott mit uns umgeht? Nein, das ist nicht, Gott ist geduldig und gnädig und hat als Beispiel an unserem eigenen Leib, erfahren wir, was Petrus hier schreibt, dass Liebe eine Menge von Sünden zudeckt, zudecken heißt aber nicht, nicht sehen, zudecken heißt nicht wegschauen, zudecken heißt ertragen, geduldig sein, mitzunehmen und in dem richtigen Zeitpunkt genau die richtige Konsequenz anzubringen durch Leere, durch Ermahnung oder was auch immer. Dieses Gegengewicht ist richtig wichtig, weil unser Leben miteinander, sehen wir in der Schrift, soll von Achtung, Gnade, Geduld und dem Geist der Liebe geprägt sein, nicht vom ständigen Ermahnen und ständigen Korrigieren, wir dienen einander, damit wir wirklich in sein Ebenbild verändert werden, was auch immer das im Konkreten heißt, das ist immer sehr unterschiedlich, aber das ist, wo wir sein wollen. Es ist auch in diesem Sinne, dass wir auf die Sünde von anderen schauen sollen, mit der gleichen Gnade und der gleichen Geduld. Wie mache ich das denn? Die Frage steht immer noch im Raum, nun zuerst muss ich mich daran erinnern, dass Gottes Liebe eine Menge von Sünden zudeckt und ich fange bei mir selber erstmal an, ich prüfe mich erstmal selbst. Wenn ich jetzt eine Sünde von jemandem gesehen habe oder er sie an mir begangen hat, bevor ich mit dieser Person rede, muss ich mich selber erstmal prüfen, wo stehe ich denn da, wer bin ich denn? Die zweite Frage, die uns im Alltag hilft, ist herauszufinden, wie ernsthaft und zerstörerisch ist denn diese Sünde, um die es da gerade geht? Weil nicht alles, was wir Sünde nennen, ist auch tatsächlich, manchmal nennen wir Sachen Sünde, die einfach nur gegen unsere Welt und unser Königreichs Sündigen und nicht wirklich gegen Gottes Welt, aber wie ernsthaft und zerstörerisch ist denn wirklich diese Sünde, mit der ich zu tun habe? Zerstört es die Beziehung zu Gott, die Beziehung zu anderen oder vielleicht sogar die Person selbst. Wir denken an Alkoholismus oder Drogen, das sind Abhängigkeiten, die den Menschen offensichtlich in schneller Zeit zerstört. Die dritte Frage, die ich mir stellen kann, die mir hilft, das zu bewerten, ist, wie offensichtlich und öffentlich ist denn diese Sünde? Ist es etwas, was ich höre und was ich sehen kann? Und hört mal gut zu, das ist wirklich sehr wichtig. Ich kann nicht alleine auf Verdacht jemanden ansprechen. Ich kann nicht Motivation richten, wo ich sie nicht kenne, wo ich sie nicht gesehen habe, wo ich sie nicht hören kann. Wenn wir das tun, was ist das dann? Auch Sünde, es ist auch Sünde, weil ich gar nicht richtig weiß. Wir haben diese Prinzipsprüche 18, Vers 13, wer antwortet, bevor er gehört hat, der ist ein Thor und ihm ist es zur Schande. Wenn ich etwas über jemanden denke, zu wissen, ohne genau zu wissen, mache ich mich auch gleich schuldig. Deswegen kann ich diese Sünde, wie offensichtlich und wie öffentlich ist sie denn, von der ich hier rede? Dann die vierte Frage, die ich mir stellen kann, ist, wie unbußfertig ist denn diese Person mit dieser Sünde? Weil wir alle haben Sünden und wir alle sind damit beschäftigt, diese Sünden in unserem Leben anzugehen, ist diese Person damit beschäftigt, dass gerade braucht es mich wirklich jetzt hier rein zu grätschen und das vorzubringen. Das sind alles Dinge, die ich mich fragen muss und das alles bedingt, irgendwo Beziehungen mit Menschen zu haben. Ich muss die Menschen kennen, ich kann sie fragen, ich kann mit ihnen normal reden und ganz normal wie ein Freund auch darüber sprechen. Und bevor ich jemanden angesprochen habe, sollte ich irgendwo doch eine gewisse Ahnung haben davon, was all diese Dinge angeht. Und dann musst du trotzdem viel Gebet und viel Fingerspitzengefühl mitbringen, denn nicht jede Situation ist gleich. Und manchmal sehen wir Dinge in anderen und denken, wir wissen wieso sie das tun und wir haben es eigentlich gar nicht verstanden, wieso sie es getan haben. Wir sind Diener füreinander, wir sind nicht, hört gut zu, wir sind eine Polizei. Gott hat uns nicht abbestellt, um an seiner Stelle durch die Gemeinde zu gehen und jeden eigenen heraus zu pfeifen, der nicht so funktioniert, wie er funktionieren sollte. Das ist Gottlosigkeit, das ist nicht Gottes Liebe. John McArthur schreibt in einem Kommentar, das letzte, was die Gemeinde benötigt, ist eine Gruppe von Privatdetektiven, die sich als allein verantwortlich dafür betrachten, die Gemeinde von allen Sünden zu befreien. Es gibt solche Gemeinden. Es gibt solche Gemeinden voller lauter Privatdetektive und Sündenpolizeien, die aber immer nur bei der Sünde von anderen anfangen und nicht bei sich selbst. Und das ist ein unglücklicher Haufen von Menschen, wo es nur Spannungen und Streitereien und Spaltungen gibt, weil jeder immer nur auf das Schlimmste vom anderen schaut und nicht auf das, was wir in Philippa 2 lesen, die gesinnige Christi ist, den anderen höher zu achten als sich selbst. Das ist wichtig. Welche Sünden? Geh durch diese ganze Liste erst mal durch, bevor du dir überlegst, jemanden anzusprechen. Die zweite Sache, die auch wichtig ist, die wir wissen sollten, ist, dass diese Schritte, die uns Jesus hier gibt, die sind kein Gesetz in dem Sinne von Rechtsverfahren. Er sagt nicht, ihr müsst unbedingt diese Dinge gehen und wenn ihr diese Dinge nicht gegangen seid, wenn wir sagen wir mal, ihr seid nur mit eineinhalb Personen in Schritt zwei gekommen, dann ist der ganze Prozess jetzt ungültig. Und alles auch, egal, wenn die Recht hatten, kann ich mich jetzt dagegen wehren und eigentlich bin ich raus aus der Sache, weil ein Verfahrensfehler begangen wurde. Das ist nicht ein Verfahren hier, es ist ein Muster, was Gott uns gibt und was wir gleich sehen werden, was uns davon abhält, Ungerechtigkeit aneinander zu üben, während wir Sünde ansprechen. Es ist fast so, wie wenn wir das Vaterunser nehmen würden, was ja auch nur ein Muster ist, von wie wir beten sollen und wir würden sagen, jedes Gebet, was nicht auf die Art und Weise beginnt, ist ein falsches Gebet. Das kann Gott nicht hören und nicht segnen. Das ist nicht der Sinn und Zweck vom Vaterunser. Das Vaterunser ist ein Blaupause, ein Muster, für wie wir beten sollen und es ist sehr sinnvoll, in dieser Art und Weise zu beten und genau das Gleiche finden wir hier auch. Wir werden gleich ein paar Ausnahmen sehen, die das genau zeigen. Es gibt Dinge und Momente, wo wir diese Schritte, die wir hier gleich sehen werden, nicht einhalten, zumindest nicht in der Art und Weise. Das ist wichtig zu wissen. Es ist kein Verfahren, wo ich ein Verfahrensfehler anmelden kann und dann vor Gericht gerecht gesprochen werde. Es soll in Liebe geschehen, mit dem Sinn und Zweck, Menschen mehr in das Ebenbild Christi verherrlicht zu sehen. Okay, kommen wir zu den Schritten. Endlich kommen wir zu den vier Schritten, alle haben schon seit zwei Jahren drauf gewartet oder sogar mehr. Jetzt kommen wir endlich zu den vier Schritten, um die es eigentlich hier geht. Matthäus 18, Vers 15, wenn nun jemand gegen dich gesündigt hat, was dann? Geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen und dieser Schritt ist entscheidend. Weise ihn zurecht unter vier Augen. Okay, welche vier Augen sind das? Bitte? Meine und die von der Person, um die es geht. Welche Augen sind das nicht, welche vier? Meine und die von meinem Freund oder meine und die von irgendjemand anderem. Ja, wir finden das ein bisschen lustig, aber leider ist das ein großes Problem. Das ist übrigens auch Sünde. Wenn ich die Sünde von jemand anderem bespreche, bevor ich die Sünde mit dieser Person besprochen habe. Wieso ist das Sünde, was ist die Sünde hier? Wie heißt sie? Lästerung? Üble Nachrede? Ich nehme Dinge über jemanden an, von dem ich es nicht weiß? Es ist so leicht für uns, mit anderen über die Sünde von anderen zu reden, bevor ich das mit der Person gemacht habe. Und weißt du was? Wenn du das nicht hinkriegst, aus irgendwelchen Gründen, weil du vielleicht selber schuldig genug bist und das nicht traust oder vielleicht Menschenfurcht hast, dann bete erstmal ganz lange, bis Gott dir diese Möglichkeit und Mut und Liebe schenkt, mit dieser Person zu reden, bevor du mit irgendjemand anders redest. Dieser Schritt ist wirklich entscheidend. Geh hin und weise sie zurecht unter vier Augen und es gibt Ausnahmen dazu, die wir gleich sehen werden. Und was soll ich denn ansprechen, wenn ich diese Person anspreche? Nun, ich soll sie mit Liebe und mit Demut ansprechen und mit Geduld und mit 1 Korinther 13 im Kopf. Die Liebe ist langmütig, gütig, die Liebe beneidet nicht, 1 Korinther 13, 4 bis 8, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf, sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber auch an der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Das ist der Kontext, mit dem ich solche Dinge anspreche. Und was genau soll ich denn ansprechen? Hey du, ich glaube, ich sehe da so ein paar Dinge in deinem Leben, die laufen nicht so ganz richtig. Ich denke da ist so ein bisschen, irgendwas passt nicht so ganz in deinem Leben. Das ist nicht, das ist vielleicht wie ich anfangen kann, aber ich soll über Sünden reden, ich soll die Sache beim Namen nennen, ich soll nicht in einem Busch herumschlagen, sondern ich soll wirklich sagen, um was es geht, und zwar in Liebe und Demut und Abhängigkeit gegenüber Gott. Und du gehst zu dieser Person hin, weil du mit ihr, wenn es eine Sünde gegen dich war, eine Beziehung haben möchtest oder weil du dieser Person helfen möchtest, wieder eine gesunde Beziehung mit Gott zu haben. Das ist deine Absicht. Nicht privatdetektiv zu spielen, nicht Sündenpolizei zu sein, sondern mit der gleichen Liebe, mit der aktiven Liebe, die Gott verwendet, um Menschen hinterher zu gehen, auch anderen hinterher zu gehen, an diesem Punkt. Und das Ziel ist Buße, das Ziel ist, dass diese Person wirklich Buße tut. Nun was ist denn Buße? Buße ist nicht einfach nur Einsicht, ah ja stimmt, ich habe gesündigt. Das ist nicht Buße, das ist der erste Schritt vielleicht, aber das ist nicht wirklich Buße. Buße ist Umkehr. Buße macht aus einem Dieb jemand, der freiwillig gibt und der beste Geber der ganzen Welt wird. Es macht aus einem Lügner jemand, der der vertrauenswürdigste in unserer Umgebung ist. Das ist wahre Buße. Das ist nicht nur Einsicht und auch nicht nur ein bloßer Vorsatz, ah ich werde das jetzt besser machen, sondern es ist eine richtige Herzensänderung. Und wisst ihr was, wenn ich zu einer Person gehe, weil die gegen mich gesündigt hat oder weil die Sünde so offensichtlich ist, dass ich sie ansprechen muss, heißt das auch, ich muss eine Beziehung mit dieser Person führen. Ich kann das nicht nur zwischen Tür und Angel irgendwo machen und dann sagen, tschau jetzt habe ich es angesprochen, wir sehen uns nie wieder, sondern ich muss ja dabei sein, ich muss mit dieser Person nebenher laufen und sehen, dass sie auch sich verändert. Wir werden das gleich sehen, dass wir dazu auch einen Auftrag haben. Das ist die Liebe Christi, weil das ist, was Gott mit uns macht. Er lässt uns nicht alleine, er geht an den Punkt, wo wir irren und führt uns wieder zurück. Und das ist das Beispiel, was wir in Galater 6 Vers 1 und 2 auch sehen. Brüder, wenn auch ein Mensch von Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht und gebt dabei Acht auf euch selbst, dass auch ihr nicht versucht werdet. Das ist der Auftrag von geistlichen Menschen in der Gemeinde. Ihr sorgt dafür, dass die Menschen, die irren, wieder auf den Weg zurückkommen, weil das ist, was Gott mit uns macht. Das ist das, was es bedeutet, wirklich Gott zu lieben. Es ist jemand in der Sanftmut und in der Liebe, die Gott hat, auch jemandem zu helfen, wieder auf den richtigen Weg zu gehen. In Galater 6 Vers 2 spricht dann, das ist die Liebe Christi, das ist das einzige Gesetz, was Gott uns in dem Neuen Testament schenkt, dass wir einander lieben sollen, auf diese Art und Weise. Okay, trotz all diesem, wenn wir das wirklich tun und mit Geduld und mit Zeit und mit Gnade und mit Sanftmut an jemanden herantreten und diese Person es auch hört und wir Zeit mit ihm verbringen, wir wirklich nur diese beiden Augenpaare hatten, dann passiert es trotzdem immer mal wieder, dass trotz all dem keine Buße stattfindet. Und in dem Fall spricht Christus uns Vers 16 zu. Hört er aber nicht, so nimm doch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei und drei Zeugen beruht. Also wenn dieser erste Schritt ohne Ergebnis bleibt, dann erhöht sich nun der Druck und das hat zwei Gründe. Das eine ist natürlich, es ist nun peinlicher, weil wenn ich jetzt eine Sünde habe, die jetzt nur diese eine Person betrifft, jetzt hole ich zwei, drei Leute dazu, die das dann auch noch mitbekommen, das ist dann schon unsere Menschenfurcht, spielt da schon ein bisschen verrückt. Aber der eigentliche Grund, weshalb das passiert, liegt in Fünfter Mose 19 Vers 15 und das ist das, was Jesus hier zitiert, das ist nämlich ein alttestamentarisches Prinzip, was Gott schon von Anfang an gegeben hat, dort steht, ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemand auftreten. Auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache beruhen. Der Kontext da ist der gleiche, Verfehlungen gegeneinander, Sünde gegeneinander und der ursprüngliche Kontext hier ist sogar interessant, dass es hier um Zeugen geht, die vor Priester und Richter treten. Also hier wäre sogar ein Kontext gegeben, dass wir sagen, okay, wenn wir das machen, wenn wir jetzt, wir müssen mit zwei oder drei Leuten zu jemanden gehen, dann nehmen wir mindestens einen von den Leitern oder Ältesten mit, das hätten wir hier einen Kontext dafür. Interessant ist jetzt aber auch, und hört mal kurz zu, dieser ursprüngliche Sinn dieser Regel, zwei oder drei Leute mitzunehmen, ist nicht, um den Druck allein zu erhöhen, das passiert natürlich automatisch, sondern der ursprüngliche Sinn davon ist der Schutz des Angeklagten, ist zum Schutz des Angeklagten, dass ich zwei oder drei Leute mitnehme, damit keine falschen Beschuldigungen wirklich stecken bleiben können, das ist der eigentliche Sinn dahinter gewesen. Natürlich kann man in diesem Fall dann herausfinden, das haben jetzt mehr gehört und alle haben bestätigt, dass diese Person wirklich sündig ist, das ist auch ein Aspekt, aber der Aspekt dahinter ist eigentlich ein Gerechtigkeitsaspekt, damit ich jetzt nicht nur meine Best Buddies irgendwie nehme und jemand abschieße, sondern wirklich jemand sagen kann, aber schau mal, das ist deine Anschuldigung, die passt nicht. Praktisch empfiehlt es sich hier, weil meistens geht es ja bei diesen Dingen um formelle Treffen, dass einer der Zeugen, der dabei ist, diese Dinge auch mit aufschreibt und wir machen das auch immer in solchen Treffen, wenn es um zwei oder drei geht und wir in diesem zweiten Schritt irgendwo angelangt sind, dass wir dann auch fragen und sagen, schau mal, wir haben jetzt dieses Gespräch miteinander, wir schreiben jetzt einfach auf, damit wir später eine Zusammenfassung dir schicken können, damit du nochmal drüber gehen kannst und nochmal nachschauen kannst, ob das, was wir da gedacht haben, was da passiert ist, auch wirklich das ist, was du siehst, was da passiert ist und dann geben wir da die Möglichkeit, um Korrektur stattfinden zu lassen von, nee, das habe ich eigentlich anders gesagt und dann können wir darüber reden. Der Punkt ist bei dem Ganzen, ist, dass wir dann alle auf einem sicheren Grund stehen und sagen können, das ist, was wirklich hier stattgefunden hat, nur ein praktischer Tipp, aber der ganze Punkt dahinter ist eben Gerechtigkeit, wir wollen für Gerechtigkeit sorgen und dass da keine falschen Anschuldigungen bringen. Nun, wenn man das tut, kommt es sehr oft dazu, dass Menschen wirklich umkehren, diese Wege, haben wir schon sehr oft erlebt und wir preisen den Herrn dafür, dass es auch wirklich so funktioniert, aber es geht auch immer wieder in die andere Richtung, dass die Herzen sich verhärten und keine wahre Buße stattfindet und so redet Jesus in Anfang von Vers 17 über den dritten Schritt, hört er aber auf diese nichts, so sage es der Gemeinde. Nun, wenn der zweite Schritt keine Umkehr mit sich bringt, dann wird der Druck jetzt weiter erhöht und natürlich vor die Gemeinde zu treten, das ist mega peinlich, das ist dann nicht mehr nur zwei oder drei, sondern jetzt bekommen alle das mit und das erhöht natürlich den Druck, weil es ist demüdigend, sich so offen zu machen. Aber gleichzeitig, und das ist der eigentliche Grund dahinter, ist es auch eher eine Einladung an die Gemeinde Galata 6 Vers 1 auszuüben, sich um diese Person nun zu kümmern, für diese Person zu beten, diesen Weg zu gehen, weil ganz viele Leute wissen ja gar nicht, dass diese Person in dieser Sünde drin steckt. Und so ist es eine Möglichkeit für alle gegenseitig Seelsorge zu üben und für diese Person zu kümmern. Das ist der Sinn von dem dritten Schritt. Und wie genau das stattfindet, das ist immer eine große Weisheitsfrage, findet das im allgemeinen Gottesdienst statt, wo auch Besuche da sind oder findet das nun Mitgliederstunden statt, es hängt immer von der Situation ab. Es ist oft die Frage, wie öffentlich ist denn diese Sünde, öffentliche Sünde bekommt auch eine öffentliche Darstellung, manche Sünden sind teilweise so fatal, die würden schwer fallen, für die meisten zu verstehen, dass man das in einem kleineren Kreis macht. Wir haben beides schon miterlebt, aber es ist immer eine große Weisheitsfrage, wie öffentlich mache ich das dann? Und meistens sagt man so, so öffentlich wie die Sünde ist, so öffentlich macht man sie auch. Und dann passiert es immer wieder und wir verstehen, dass an diesem Punkt angekommen, wenn da keine Bußfertigkeit stattgefunden hat, wird es immer schwerer. Und das geht Jesus auch drauf ein in dem zweiten Vers von Vers 17, wenn nun dieser Schritt nichts gebracht hat, wenn diese Frucht nicht daraus entsteht, dann hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie der Heide und Zöllner. Das ist der vierte Schritt und das ist der schwerste Schritt, aber auch der am meisten missverstandenste Schritt, weil nochmal, um was geht es in Matthäus 18? Wiederherstellung, es geht um Wiederherstellung, der ganze Sinn und Zweck von all diesen Schritten ist es, diese Person wieder zur Beziehung mit den Menschen und zur Beziehung mit Gott wiederherzustellen und das ist auch der Sinn und Zweck jemanden wie ein Zöllner und Heide zu behandeln. Wie behandeln wir denn Zöllner und Heiden, beziehungsweise was sind denn Zöllner und Heiden? Im Kontext der damaligen Zeit, das waren die Ungläubigen, das waren die Menschen die nicht an Gott geglaubt haben und ihm nicht nachgefolgt sind, das sind die Ungläubigen um uns herum, wie behandeln wir denn unsere Ungläubigen um uns herum? Abfällig und ich habe nichts mit dem zu tun und, nein, wie gehen wir mit den Menschen um uns herum und wir haben Beziehungen mit ihnen so wie ganz normale, wir haben teilweise mit ihnen sehr gute Beziehungen, nur unsere Beziehung mit ihnen ist eine andere als mit Gläubigen. Mit Gläubigen rede ich über den Glauben und ich ermutige sie und ermahne sie und schaue, wie wir uns gegenseitig auf diesem Weg zu Christus hin unterhalten können, mit Ungläubigen ist mein Ziel Evangelisation, sie müssen Gott kennenlernen, sie müssen sich lernen ihm unterzuorten, sie müssen verstehen, dass sie Sünder sind, wo Gott eine Lösung für geschaffen hat. Das ist die Beziehung, die sich ändert und das ist schon eine radikale Änderung, natürlich kann ich mich mit dieser Person noch treffen, natürlich kann ich noch Zeit mit dieser Person verbringen, aber über was rede ich, wenn ich mit dieser Person dann bin, das ändert sich radikal. Und am Ende geht es trotzdem um die gleiche Sache Wiederherstellung und das ist eben auch dieses Ziel. In dieser Dinge, wenn wir jemanden wie einen Zöllner und Heide behandeln, dann entziehen wir unsere Bestätigung der Heiligung oder unsere Bestätigung seines Glaubens, wir wissen natürlich nicht, ob er wirklich gläubig ist, wir wissen nicht Gott, Gott allein weiß das, aber in diesem Schritt sagen wir, soweit wir es sehen können, entziehen wir dir die Bestätigung, dass du wirklich ein gläubiger Mensch bist und es ist schon öfters auch vorgekommen, dass dieser Schritt für die wahren Gläubigen so schwerwiegend geworden ist, dass sie wirklich wahre Buße getan haben. Oft nicht in der gleichen Gemeinde, das ist leider auch der Fall, aber dann trotzdem Gott gefunden haben, das ist okay, weil das ist das Ziel, dass sie wiederhergestellt werden zu einer Beziehung mit Gott. Es geht nicht um Rausschmeißen, es geht auch nicht um Meiden oder Ausgrenzen, sondern um die Wiederherstellung zu einer echten Beziehung. Nun hatte ich von Ausnahmen gesprochen und die müssen wir auch noch benennen, bevor wir zum Schluss kommen. Es gibt zwei Ausnahmen, die zeigen, dass diese Liste kein Gesetz ist, was punktgenau gefolgt werden muss. Die erste Ausnahme finden wir in Titus 3, Vers 10 bis 11, dort schreibt Paulus, einen sektiererischen Menschen weise nach ein- oder zweimaliger Zurechtweisung ab, da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt und sich selbst verurteilt hat. Nun, ein sektiererischer Mensch, mit dem es hier jemand gemeint, der Gruppen schafft oder der Menschen zerteilt und in Splittergruppen aufteilt, um eine gewisse Lehre herum. Das sind Irrlehrer und Spalter in der Gemeinde, die Paulus hier anspricht. Menschen, die geistliche Gesundheit in der Gemeinde gefährden, die bekommen ein besonderes Treatment. Da gehen wir nicht mit der gleichen Art und Weise wie in Matthäus 18 vor, hier liegt eine Ausnahme vor. Ein- oder zweimal ermahnen, das eine Mal kann natürlich Matthäus 18 sein, ich rede persönlich mit ihm, das zweite Mal mit mehreren, das kann natürlich möglich sein, aber die Zeit hier ist sehr knapp, weil Irrlehre eine große Gefahr für die Gemeinde ist. Und das sind aber auch die klarsten Fälle, weil jemand, der ein Spalter ist, der Menschen sich um sich herum gruppiert, um ein gewisses Thema herum, die erkennt man schnell. Und man hört auch, die lernen ja was anderes als das, was wir sonst lernen. Diese Zurechtweisung und Abweisung soll eben die Leute schützen, die Menschen schützen. Das ist, was die Ältesten am meisten an Aufgabe haben, wenn ihr euch die erste Hymnotius 3 nochmal anschaut, es ist die Herde zu schützen vor falscher Lehre, deswegen sind Irrlehre ein sehr schneller Prozess, der Matthäus 18 im Endeffekt überspringt. Das ist der leichteste Fall, die zweite Ausnahme ist aber der schwerere und den finden wir in 1. Korinther 5. Ein Mensch, der sich Christ nennt und trotzdem in ungebrochene Sünde weiterlebt. 1. Korinther 5, Vers 11. Jetzt aber habe ich geschrieben, dass ihr keinen Umgang haben sollt mit jemanden, der sich Bruder nennen lässt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist, mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen. Das ist harter Tobak. Paulus Sprache hier ist unmissverständlich stark, ihr sollt nicht einmal mit dieser Person essen. Das bedeutet in der damaligen Zeit ein Entzug der Gemeinschaft, ihr dürft euch nicht mal mit ihm treffen. Wieso so krass, wieso ist Paulus so krass dabei, weil diese Person auch eine Gefahr für die Gemeinschaft darstellt und zwar in dem Sinne von Sünde ist eigentlich gar nicht so schlecht. Ich kann ja auch so leben, wie ich möchte und kann ja trotzdem mich Christ nennen. Ich kann mich, wir können alle möglichen Sachen hier nennen, einfach ungebrochene Sünde, die man ein ganzes Leben lang durchzieht und sich niemals ändert und ich, klar, natürlich bin ich Christ. Null Heiligungsfortschritte, keine Frucht, die daraus entsteht, aber trotzdem bin ich Christ. Diese Menschen sind auch eine Gefahr. Und das ist schwer herauszufinden, an welchem Punkt wir dort angekommen sind gegenüber Matthäus 18. Das ist gar nicht so einfach. Am einfachsten ist es, wenn wir natürlich durch den ganzen Prozess durchgegangen sind und jemand nennt sich trotzdem noch weiterhin Christ, aber sagt einfach ihr liegt falsch. Das ist vielleicht der einfachste Weg, der einfachste Beispiel, aber das Schwere an diesem Ganzen ist, dass diese Dinge, habt ihr die Sünden gesehen, die hier genannt werden, Habsucht, Unzucht, Götzendienst, Lästerung, Trunken, Bold, Räuber, das sind alles Dinge, die gar nicht so weit weg sind von unseren eigenen Sünden. Und es soll zumindest eine Sache deutlich machen, dass wir müssen trotzdem nicht aufhören, ernsthaft mit unserer eigenen Sünde ins Gericht zu gehen. Matthäus 18 hatte das schon. Wenn ihr Sünde in eurem Leben seht, schneidet eure Augen aus, schneidet eure Hand ab, macht ernst. Und das zeigt das auch nochmal, weil wenn ihr damit beschäftigt seid zu sündigen und ihr euch Christen nennt, ihr den Namen Gottes für euch in Anspruch nehmt und ihr durch euer Verhalten andere Menschen davon abhaltet, wirklich in Heiligung zu wachsen, was tut ihr dann wieder? Ihr seid wieder die Ameise, die sich gegen die Planierraube stellt. Weil was ist Gottes Ziel mit den Menschen? Wiederherstellung zu einer Beziehung mit ihm und ihr hindert diese Wiederherstellung und somit stellt ihr euch gegen das aktive Wirken Gottes in dieser Welt. Gott lässt nicht mit sich spielen. Sünde ist wirklich ein ernsthaftes Problem für Gott. Nun, von der Korrektur, von der wir hier in Matthäus 18 gelesen haben, das ist keine menschliche Korrektur. Wir haben das verstanden. Es geht hier nicht darum, um schwierige und unliebsame Menschen aus der Gemeinde loszuwerten oder sie abzuweisen. Es geht um die Ehre Gottes. Und zwar dadurch, dass Heiligung stattfindet, damit wir im Glauben eins sind, damit die Menschen erkennen, dass er existiert. Das ist kein kleines Ziel. Hier geht es nicht um Machthaberei von irgendwelchen Leitern, sondern hier geht es um Gottes Ehre in dieser Welt. Ja, Gott ist Liebe, aber diese Liebe, die schaut nicht einfach weg, wenn Sünde passiert. Im Gegenteil, sie korrigiert diese, damit dieser Mensch wiederhergestellt wird. Jeder kann zu Gott kommen, wie er ist, aber niemand wird so bleiben, wie er ist. Paulus schreibt davon zu den Korintern, in 1 Korinther 6, Vers 10 bis 11, hört mal zu, wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht, weder Unzüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolte, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Harte Tobak. Und dann schreibt er aber diese wunderbaren Worte für uns alle. Und solche sind etliche von euch gewesen. Ihr seid es nicht mehr, das ist was er sagt, ihr seid es nicht mehr. So seid ihr mal gewesen, aber jetzt seid ihr nicht mehr so. Solche sind etliche von euch gewesen, aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden im Namen des Herrn Jesus und dem Geist unseres Gottes. Und jetzt verstehen wir, wie radikal schlimm es ist, wenn ich den Namen Christi für mich verbuche und trotzdem so weiterlebe. Ungebrochen, unbußfertig, nicht im Einzelnen, ansonsten wären wir alle wahrscheinlich weg, aber einfach dieses ungebrochene, sündhafte Leben. Und das bringt uns dann zu unserem letzten Punkt, den wir ganz schnell durchgehen, das Gottes Liebe Autorität mit sich bringt. Dieses ganze Muster, diesen ganzen Prozess, den wir jetzt gesehen haben, in Matthäus 18, 15 bis 17, darauf folgt unmittelbar die Verse 18 bis 20, die lesen wir kurz zusammen. Und das ist keine kleine Nebenbemerkung, sondern das ist ein wichtiger Aspekt von dem Ganzen. Jesus sagt hier wahrlich, ich sage euch, was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein. Und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch, wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgendeine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin auch ich in ihrer Mitte. Hört mal zu, hier geht es nicht um Gebetstreffen, ja hier geht es nicht darum, um zu klären, wann Jesus da ist und wann er nicht da ist, sondern der Kontext ist eben diese Korrektur der Sünde. Wenn nun zwei oder drei zusammengekommen sind und bestätigt haben, dass diese Person unbußfertig ist und wir diesen ganzen Prozess durchgegangen sind, wir dafür gebetet haben und geschaut haben, dann finden wir heraus, wenn wir das alles in Liebe und in Gnade und in Geduld gemacht haben, dass Gott das schon lange so gesagt hat. Schaut euch den Vers noch mal an, was steht hier? Wenn zwei, wahrlich sage ich euch, was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein. Es ist schon passiert. Also wenn ihr zu dem Punkt gekommen seid, ja ich denke, dieser Mensch ist nicht gläubig, das weiß Gott schon alles. Jetzt sind wir aber Teil davon, von dem ganzen Veränderungsprozess dieses Menschen und somit gibt Jesus die Autorität der Gemeinde hier sichtlich auf dieser Welt solche Dinge zu bewerten. Dinge, die sonst nur Gott weiß, wenn wir diesen Prozess folgen und diese Schritte gehen. Und es ist kein menschliches Regelwerk, sondern es ist Gottes Liebe den Menschen gegenüber, dass sie verändert werden in seinem Ebenbild. John McGrath schreibt hier noch mal, selbst wenn Gemeindeleiter den gängigen Ansatz verfolgen, zu Gott zu beten, dass er sich um den oder die Sünder kümmert, was natürlich ein wichtiger Teil des Prozesses ist, aber nicht alles, was die Bibel verlangt, bedeutet dies eine Abkehr von ihrer Verantwortung als Hirten der Herr der Gottes. Tatsächlich erwartet er von seinem Volk und nicht nur von den Leitern, dass es Verantwortung für die Sünde in der öffentlichen, örtlichen Gemeinde gibt. Wenn die Gemeinde mit Sünde gemäß seinem Willen umgeht, bestätigt Gott selbst den Prozess und das Ergebnis, was wir gerade gelesen haben. Gottes Liebe hat Autorität und Gottes Liebe korrigiert, Gottes Liebe schaut nicht weg. Und deswegen wollen wir auch als Ecksteingemeinde nicht wegschauen. Wir wollen es aber in dem gleichen Geist der Liebe tun. Wir wollen mit Spaltern und Irrlehren umgehen, so wie Gottes uns vorträgt und wir hatten diese Momente in den letzten Jahren schon. Wir wollen auch mit den Menschen sie begleiten, wieder ihre Beziehung mit Gott herzustellen, die irrtümlicherweise auf einem falschen Weg unterwegs sind und wir wollen das mit aller Geduld und Liebe tun. Und wir beten dafür, dass Gott uns hilft, dass wir das nicht außer einem Herrischen heraustun, dass wir das nicht tun, weil wir denken, wir haben Kontrolle über andere Menschen, sondern dass wir es tun mit dem Verlangen, dass diese Menschen zum Glauben finden oder ihre Beziehung mit Gott wiederhergestellt haben. Das ist unser ganzes Anliegen und deswegen gibt es bei uns in dieser Gemeinde auch das, was allgemein als Gemeindezucht bekannt ist. Nun nennen wir das jetzt nicht so, sondern es ist wieder dieses Herstellungsprinzip, wir wollen wiederherstellen, wir wollen die Leute zum Glauben führen, zur gesunden Beziehung mit anderen Menschen und zur gesunden Beziehung mit Gott. Möge Gott uns alle helfen, dass wir damit beschäftigt sind, weil dieser Auftrag, der hört nicht nur bei uns Leitern auf, wie wir in Galata 6, 1 bis 2 gelesen haben, es ist ein Auftrag für jeden von uns, dass wir in Liebe und in Demut und mit dieser gleichen Absicht Wiederherstellung stattfinden zu lassen, aufeinander achten und füreinander da sind. Lass uns zusammen beten. Treuer Vater im Himmel, wir wollen dich bitten, dass du uns hilfst, diese Dinge, von denen wir heute gehört haben, dass wir sie nicht aus den Augen verlieren. Hilf uns und bewahre uns davor, dass wir gleichgültig sind, dass wir unsere eigene Bequemlichkeit mehr in den Fokus sehen als das Wohl des Anderen. Bewahre uns davor, Herr, dass wir herrisch mit anderen umgehen, damit wir unsere eigenen Sünden überspielen können. Bewahre uns davor, dass wir hartherzig und mit einer harten Hand lieblos mit anderen Menschen umgehen, die vielleicht schwächer sind in den Dingen, in denen wir stark sind. Schenk uns Herr, dass wir diese Liebe, mit der du uns jeden Tag vergibst und uns führst und leitest, uns korrigierst durch so viele unterschiedliche Wege, dass das auch unsere Liebe zueinander ausmacht und dass das ist, was die Welt sieht, dass die Welt hier nicht nur einen Gemeinschaftsklub sieht, sondern ein wirklich ein neues Jerusalem in der Vorschau. Hilf uns Herr, dass wir uns verändern lassen. Schenk du uns Herr diese Offenheit im Herzen auch, dass wir durch dich verändert werden. Hilf uns zu sehen, dass wir das benötigen und schenk uns die Demut und die Abhängigkeit von dir, das wirklich auch anzunehmen. Und schenk uns ein Miteinander, das so von Liebe getränkt ist, dass die Welt nur staunen kann. In deinem Namen möchten wir dich bitten. Amen.
