Sei ein Botschafter des Guten!
Römer 12,14-21

Durch KI transkribiert – Bei Fragen meldet Euch gerne bei [email protected]

 

Hier lasst uns zu Beginn beten, Vater, wir preisen dich dafür, dass du der Gott bist, als der, der du dich offenbarst, auch in deinem Wort, ein Gott, der heilig ist, ein Gott, der gerecht ist, ein Gott, der aber auch so gnädig ist und von dem wir immer wieder neu, über den wir immer wieder neu staunen dürfen, über seine Liebe und Gnade, die du so reichlich über uns ergießen lässt.

Herr, wir danken dir für die Tatsache auch, dass wir erkennen dürfen, dass du derjenige bist, der uns hier zusammen führt, der im Leben jedes Einzelnen wirkt, der diese Gemeinde gebaut hat und vorangeführt hat bis hierher.

Herr, wir preisen dich auch einfach für das Werk, das du in unserer Mitte tust, wie wir zeugen deiner Gnade und auch der Wunder sein dürfen, die du tust in den Leben, die hier versammelt sind.

Herr, wir erkennen an, dass wir dich brauchen, dass wir immer noch Sünder sind, die deine Reinigung tagtäglich brauchen, dass wir schwache Menschen sind, die die Kraft deines Geistes brauchen und dass wir Menschen sind, die immer wieder korrigiert werden müssen, dass wir auch Ermutigung und Ermahnung brauchen und getröstet werden müssen.

Herr, wir danken dir dafür, dass du uns deshalb dein Wort überliefert hast und wir darin alles finden dürfen, was wir brauchen, um ein Leben zu führen, das dir wohlgefällig ist.

Und so wollen wir auch heute wieder dich bitten, dass du Gnade schenkst, Herr, uns offene Ohren, offene Herzen zu geben, dass du darüber hinaus aber uns auch bewahrst, nicht nur zu hören, sondern zu tun, was du von uns möchtest.

Und so binden wir dich heute auch wieder.

Rede du, denn dein Volk hört.

Amen.

Wir sind in Römerbrief, Kapitel 12, und das dürft ihr gerne schon mal aufschlagen, Römerbrief, Kapitel 12, bei Vers 14.

Und ich lese uns Vers 14 bis 21 vor.

Freut euch, segnet, die euch verfolgen.

Entschuldigung, jetzt habe ich euch durcheinander gebracht.

Vers 14.

Segnet, die euch verfolgen, segnet und flucht nicht.

Vers 15.

Freut euch, mit den sich Freunden weint, mit den weinenden seid gleichgesinnt gegeneinander, sind nicht auf hohe Dinge, sondern haltet euch zu den Niedrigen, seid nicht klug bei euch selbst.

Vergeltet niemand Böses mit Bösem, seid bedacht auf das, was erbar ist vor allen Menschen.

Wenn möglich, so viel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden.

Recht euch nicht Selbstgeliebte, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes.

Denn es steht geschrieben, meine ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr.

Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn, wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken, denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.

Als Christ kannst du dich als einen Berichterstatter verstehen.

Ein Berichterstatter, der immer eine Nachricht zu bringen hat, die immer noch neu ist, obwohl sie uralt ist, die immer noch aktuell ist und die vor allen Dingen immer gut ist, die Nachricht vom Evangelium, die gute Botschaft.

Du hast als Christ den Auftrag, diese gute Botschaft in die Welt hinauszutragen.

Und die Frage ist nun, wie trägst du diese Botschaft hinaus in die Welt?

Denn wenn diese Botschaft im falschen Gewand daherkommt, wird sie auch falsch verstanden werden.

Wenn du die eine Sache sagst mit deinem Mund, aber etwas anderes tust mit deinem Leben, wird man sich fragen, ob du für die falsche Zeitung angestellt wurdest.

Wenn du sagst, du liebst Jesus, du bist aber ungehalten, deinen Nächsten gegenüber.

Wenn du sagst, du liebst Jesus, du rastet aber regelmäßig aus.

Du sagst, du liebst Jesus, aber du redest eigentlich mehr über das Böse dieser Welt als über diesen Jesus.

Dann ist die Frage, bist du wirklich ein Botschafter des Guten?

Paulus gibt uns heute in dieser Passage, die wir gelesen haben, vier Verhaltensweisen eines Botschafters des Guten.

Vier Verhaltensweisen, die auch dir helfen zu zeigen, dass selbst seine Reaktionen, wie du auf das Böse reagierst, offenbaren, welchen Herrn du dienst.

Wir sind hier in Römer 12 endlich in dem praktischen Teil des Briefes, nachdem er uns das Evangelium sehr detailliert dargelegt hat und nachdem Paulus nun ab Kapitel 12 ganz praktisch wird.

Was heißt das denn jetzt?

Was heißt das ganz praktisch in meinem Leben, dass ich Jesus Christus gehöre, dass ich errettet werde, dass die Gnade Gottes mich befreit von der Sünde, dass ich ihn jetzt meinen Vater nennen kann?

Was heißt das denn ganz praktisch?

Wir haben gesehen, in Kapitel 12, zuerst hat es Auswirkungen in der Gemeinde, in der Art und Weise, wie du in der Gemeinde lebst, in der Art und Weise, wie du dich einbringst und welche Dienste du machst.

Und dann haben wir gesehen, ab Vers 9 bis 21, diese ganze Passage, in der wir uns jetzt befinden, ist so eine Art Scharnierstück, das uns zeigt ganz allgemeine Anweisungen, wie das Leben eines Christen aussieht.

Er hat sich vorerst auf die Gemeinde konzentriert, er wird sich in Kapitel 13 auf den Christ in der Welt und die Obrigkeit beziehen und hier dazwischen ist so eine Passage, wo er sehr viele allgemeine Anweisungen anrichtet.

Und ich habe schon das letzte Mal gesagt, es ist so, als ob Paulus sich ganze elf Kapitel lang Zeit genommen hat, um seine Waffe zu laden.

Und jetzt ist es jetzt hier, in dieser Passage, wo er die Imperative, die Befehle förmlich abfeuert.

Und zwar so viele, dass du manchmal gar nicht mehr weißt, wie du das alles umsetzen sollst.

Nun, während die in den ersten Versen, 9 bis 13, sehr allgemein auf das Christenleben sich bezogen haben, geht es jetzt wirklich darum, wie gehe ich denn jetzt aber damit um, wenn mir Böses geschieht, wie verhalte ich mich als Botschafter des Guten angesichts des Bösen und die erste Verhaltensweise ist die, erstens sei segnend in Verfolgung, sei segnend in Verfolgung.

In Vers 14 leitet Paulus hier jetzt ein, segnet, die euch verfolgen.

Diese Sprache, dieser Befehl erinnert schon an die Bergpredigt.

Und Paulus hat an anderer Stelle, nämlich in 2.

Timotheus 3, Vers 12, deutlich gemacht, dass Verfolgung völlig normal ist für einen Christen.

2.

Timotheus 3, Vers 12 schreibt, der alle aber auch, die Gottesfürchtig leben wollen, in Christus Jesus werden verfolgt werden.

Mit dem Ruf, Christus nachzufolgen, bist du automatisch der Verfolgung der Welt ausgesetzt.

Verfolgung, der Begriff, ist nichts anderes als ein Jagen, ein Gejagter.

Jetzt kann man sich das vielleicht vorstellen, wenn du einmal die Beziehung des Menschen zu einem unliebsamen Insekt betrachtest, der Wespe.

Mit der Wespe hast du wenig Probleme, wenn sie sich dort verhält, wo sie hingehört, auf Feldern, in Bäumen, in ihrem eigenen Nest.

Dann ist okay.

Wenn sie sich allerdings in dein Haus bewegt, über dein Essen schwirrt, möglicherweise noch auf deine Kinder losgeht, dann gehst du auf Jagd.

Dann wird die Wespe eine Verfolgte.

Und so müssen wir uns das vorstellen, so ähnlich ist es auch mit der Christenheit.

Die Gesellschaft hat wenig Interesse an der Christenheit, wenn die Christenheit an ihrem Rand, in ihrem eigenen Gebiet sich bewegt, wenig Einfluss hat auf die Gesellschaft, für sich alleine bleibt.

Aber wenn die Gesellschaft den Eindruck bekommt, dass ihre eigene Existenz auf dem Spiel steht, dann wird es gefährlich.

Und dann werden Christen verfolgt.

Das ist genau das, was wir sehen bei Jesus in den Evangelien.

Das ist genau das, was wir dann bei den Aposteln sehen in der Apostelgeschichte.

Es war okay, solange sie sich am Rande bewegt haben.

Es wurde schwierig, sobald die Gesellschaft sich selbst in Gefahr sah.

Und so fängt Verfolgung schon sehr früh an mit Ausgrenzung.

Es gibt verschiedene Facetten der Verfolgung.

Das, was wir momentan am ehesten kennen, ist Ausgrenzung.

Ausgrenzung, die dahin führt beispielsweise, dass man ein Gebäude nicht mieten darf aufgrund des Bekenntnisses.

Dass man möglicherweise einen Job nicht bekommt aufgrund des Bekenntnisses.

Dass man einen Lebensstil hat, der nicht akzeptiert wird aufgrund des Bekenntnisses.

Dass man Freundschaften verliert aufgrund des Bekenntnisses.

Dass man nicht adoptieren darf aufgrund des Bekenntnisses.

Das ist eine Art von Ausgrenzung, eine Art von Verfolgung.

Diese Verfolgung kann natürlich andere Ausmaße annehmen, bis hin zur Bestrafung, zur Verhaftung oder Hinrichtung.

Und die Bibel macht uns immer wieder deutlich, zur Verfolgung bist du berufen.

Du kannst der Verfolgung nicht entfliehen.

Die Frage ist eher, wie gehe ich mit Verfolgung um?

Wie gehe ich mit denen um, die mich ausgrenzen, die mich bestrafen, die mir hinterher sind?

Und die Antwort, die die Bibel immer wieder gibt und Paulus hier noch einmal gibt, dein Auftrag ist zu segnen.

Du segnest.

Nun, was heißt das?

Segnen bedeutet, Gottes Gnade und Wohlwollen und Frieden für die Personen zu erbitten, die dich verfolgen.

Also dein Auftrag ist, es zu akzeptieren, nicht gegen das System prinzipiell anzugehen, aber die Personen in diesem System zu sehen und diese Personen zu segnen, für sie zu beten, ihnen gegenüber wohlgesonnen zu sein.

Und da sagt Paulus noch einmal mit Nachdruck, Vers 14, segnet und flucht nicht.

Noch einmal, um ganz deutlich zu machen, was er hier meint, er meint nicht zu fluchen.

Fluchen wäre das Gegenteil.

Fluchen wäre, Böses zu wünschen, Böses zu erklären, Böses zu beabsichtigen für diejenigen, die dich verfolgen.

Nicht nur in deinen Worten, auch schon in deinen Gedanken.

Wenn dein Zorn, dein Jammern und über die Ungerechtigkeit dich dahin führt, deine Aufgabe ist zu segnen.

Sagst du dir, wie mache ich das denn?

Die Antwort ist in Kapitel 12 zu finden.

Alles ist unter diesem Dach zu sehen, das Paulus in den Versen 1 angefangen hat zu etablieren.

Du wirfst noch einmal Blick zurück, warum du bist, wer du bist.

Und der Blick zurück führt dich zu, 12 Vers 1, durch die Erbarmungen Gottes, die Gnade Gottes.

Dass Jesus Christus selber für dich kam, dass er für dich gestorben ist, dass er für dich auferstanden ist, dass er dich von deiner Sünde befreit hat.

Und diese Tatsache, dass er das getan hat, macht dich jetzt zu einem ganz anderen Wesen.

Vers 2, wo diese Aufforderung kommt, sei nicht gleichförmig dieser Welt, sei einfach nicht mehr so, wie du vorher warst, sondern lass dich erneuern.

Und das führt dann dazu, hier sehen wir schon den Kontrast, du bist nicht mehr wie die Welt, du bist erneuert.

Und deshalb, weil du erneuert bist und weil du dich weiter erneuern lässt, musst du auch die Verfolgung, den Hass der Welt für dich erwarten und dich nicht darüber wundern.

Johannes sagt das, wundert euch nicht darüber, dass euch die Welt hasst.

Petrus sagt das, wundert euch nicht über die Verfolgung, die über euch ausgebrochen ist.

Das ist völlig normal.

Und das kannst du verstehen, wenn du verstehst, was Gott mit dir gemacht hat und wie die Welt heute noch ist.

Und daraus heraus kannst du dann die Person sehen, nicht dass das System und für sie beten und sie segnen.

Die zweite Verhaltensweise, die Paulus uns jetzt vor Augen malt, ist die, zweitens sei empathisch mit anderen.

Jetzt wirft Paulus den Blick wieder zurück in die Gemeinde hinein.

Vorher hat er sich außerhalb der Gemeinde konzentriert, auf die, die dich verfolgen.

Jetzt geht er wieder in die Gemeinde hinein.

In der Gemeinde, Vers 15, freut euch mit den sich freuenden, weint mit den weinenden.

Warum ist das innerhalb der Gemeinde?

Es ist deshalb aus in der Gemeinde, weil die Welt sich über Dinge freut, über die du dich nicht freuen kannst.

Und sie weint über Dinge, über die du nicht weinen kannst.

Die Freude eines Christen ist anders als die des der Welt.

Aber wieder führt Paulus dir vor Augen, fokussier nicht so sehr auf die Umstände, auf das System, auf die Dinge, die die Leute durchmachen müssen, sondern fokussier dich auf die Person selbst.

Freu dich mit den Freuenden.

Also wenn jemand in der Gemeinde nach einer langen Suche endlich seinen Job bekommt, dann ist es für dich Grund zur Freude mit ihm.

Es ist nicht die Freude daran, dass vielleicht auch du die Möglichkeit hättest, einen besseren Job zu bekommen.

Wenn jemand in der Gemeinde eingesetzt wird in ein Amt, dann freu dich mit ihm.

Nicht darüber, was dir jetzt möglicherweise blühen könnte.

Freu dich mit denen, die endlich eine Wohnung gefunden haben.

Freu dich mit denen, die schwanger geworden sind.

Freu dich mit denen, die Erfolge erleben in der Arbeit oder beim Studium.

Freu dich über jede Segnung, jeglicher Art der anderen um dich herum.

Aber genauso weine auch mit den Weinenden.

Nun Leid hat viele Dimensionen.

Manch einer weint um Dinge, um die der andere gar nicht weinen würde.

Wenn du es gewohnt bist, mit öffentlichen unterwegs zu sein, noch nie ein eigenes Auto hattest, wirst du natürlicherweise wenig Verständnis dafür haben, wenn jemand um seinen Totalschaden trauert.

Aber die Bibel fordert dich auf zu weinen mit den Weinenden.

Sieh zuerst die Person und überleg dir nicht erst, was sie hätte anders machen können, damit das gar nicht dazu gekommen wäre.

Sieh die Person, nicht nur den Umstand.

Weine mit den Joblosen.

Weine mit den Kinderlosen.

Weine mit denen, die gesundheitliche Schwierigkeiten haben.

Weine mit denen, die Schwierigkeiten haben, sich zu integrieren.

Weine mit denen, die auf der Suche nach einer Wohnung sind.

Weine auch mit denen, die kämpfen und verzweifelt sind über ihre eigene Sünde.

Und mehr noch.

Du fängst jetzt an, dadurch, dass du die Person siehst, so wie sie ist, und ihr leidt dort zu sehen, wo sie leidet, und ihre Freude dort, wo sie sich freut.

Du fängst jetzt an, dich mit ihr auf eine Ebene zu begeben.

Und das ist genau das, was Paulus jetzt darlegt in Vers 16.

Seid gleichgesinnt gegeneinander.

Wörtlich gesagt, seid auf das Gleiche ausgerichtet, auf das Gleiche gesinnt.

Richtet euren Sinn, eure Gedanken auf das Gleiche aus.

Ganz entscheidend, die Bibel sagt nirgendwo, dass wir in der Gemeinde alle gleichgeschaltet sein müssten.

Es ist nicht so, dass wir alle den gleichen Meinungen in jedem Aspekt des Lebens vertreten müssen.

Nicht so, dass wir alle den gleichen Stil annehmen oder die gleiche Lebensweise in jedem Aspekt leben müssen.

Das sagt die Bibel nicht.

Aber die Bibel macht deutlich, dass jeder Mensch innerhalb der Gemeinde einen gemeinsamen Nenner teilt.

Und dieser gemeinsame Nenner ist durch Jesus Christus selber gegeben, durch sein Werk, das er getan hat.

Und auf diesem Boden stehst du mit deinen Geschwistern gemeinsam.

Und wenn Christus dieser gemeinsame Nenner ist, dann heißt das jetzt also für dich, wenn du die gleiche Gesinnung mit deinen Geschwistern suchst, dann heißt das, sich auf diesen Nenner zu besinnen, die Größe Christi für dich selber noch einmal anzuerkennen, die Wahrheit in seinem Wort zu erfassen und zu umfassen und sein Erlösungswerk zu bestaunen.

Und das wird dich notwendigerweise zu absoluter Demut führen.

Du kannst nicht vor einem heiligen Gott stehen und stolz bleiben, sondern du wirst, wenn du dich auf diesen gemeinsamen Nenner berufst, wenn du dich daran erinnerst, wirst du verstehen, er ist Gott und ich bin nur ein Mensch.

Du wirst verstehen, er ist heilig und ich bin sündig.

Und du wirst verstehen, er ist allwissend, ich weiß im Verhältnis nichts.

Ich bin schwach und er ist stark.

Und wenn du diese Tatsache für dich wahrnimmst und nicht nur du, sondern auch alle Geschwister um dich herum mit dieser Perspektive operieren, dann produziert das Einheit.

Die Einheit, die der Psalmist im Psalm 133 so schön beschreibt, siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen.

Das ist eine Einheit, die so wunderbar ist, die so herrlich ist, dass kein Mensch dieser Welt es auf irgendeine andere Weise erleben kann, als nur allein in Jesus Christus mit den Geschwistern, die diesen Glauben teilen.

Dein Auftrag ist es nun, gleichgesinnt zu sein.

Das ist hier ein Befehl.

Seid gleichgesinnt gegeneinander.

Und die Frage an dich ist dann, bist du aktiv daran, die Einheit mit deinen Geschwistern zu suchen, mit ihnen zu sein, für sie zu sein, oder bist du gegen sie?

Fang an, bewusst die Gemeinsamkeiten zu suchen und nicht die Dinge, die unterschiedlich sind.

Überleg dir auch, mit welchen Leuten du dich unterhältst in der Gemeinde.

Ist das immer die gleiche Gruppe, weil du die gleichen Interessen hast, oder fängst du an zu erkennen, wie du hast einen gemeinsamen Nenner mit ganz vielen allen und du suchst diese Gemeinschaft mit allen?

Nicht, dich von Meinungen, von Stil oder von Sprache trennen zu lassen.

Das ist der Auftrag für dich als Christ unter Christen.

Nun, die Gemeinde ist, und das muss auch so sein, ein bunter Haufen von vielen verschiedenen Leuten.

Und jetzt hast du, läufst du Gefahr, Randthemen, die biblisch nicht fest geankert sind, für dich zur Priorität zu machen und darüber hinaus deine Identität zu suchen und auch deine Freunde zu suchen.

Wenn es um die Wahl von Nahrungsmitteln geht, wenn es um einen gewissen Lebenssteg geht, wenn es um den Wohnort geht, wenn es um die Entscheidung geht, ob ich baue, kaufe oder miete.

Und manchmal auch geistliche Entscheidungen, wo ihr beide zusammen den gleichen Bibeltext lest, die gleichen Sinnen des Textes versteht, aber für euch selber gewisse verschiedene Anwendungen zieht.

Dann brauchst du es für dich immer wieder die Erinnerung, dass der gemeinsame Nenner, die das Fundament durch Jesus Christus selber gelegt ist und für dich die Aufgabe ist, diesen gemeinsamen Nenner zu suchen, aktiv mit deinen Mitmenschen in der Gemeinde.

Das ist eine ganz bewusste Entscheidung, die dann aber auch beinhaltet, wenn ihr jetzt weiter lest in Vers 16, nicht auf hohe Dinge zu sinnen.

Sind nicht auf hohe Dinge.

Was Paulus hier anspricht, ist der Stolz.

Ein Stolz, der entweder sich selbst hochachtet oder der etwas anderes als höher erachtet als etwas anderes.

Das heißt ein Streben darauf, eine gewisse Stellung für sich selber zu erarbeiten, eine gewisse Begabung zu suchen, ein gewisses Ansehen zu suchen.

Und das ist in der Welt, das ist völlig normal.

Natürlich will man eine Karriereleiter besteigen.

Natürlich will man sich selber durch sein Studium eine gewisse Position erarbeiten.

Das ist völlig normal, aber die Bibel macht immer wieder deutlich, das gibt es innerhalb der Gemeinde nicht.

In der Gemeinde gibt es nicht verschiedene Klassen von Christen, es gibt nicht eine high society der Christen, die VIPs gibt es nicht.

Und so ist es deine Verantwortung, nicht auf diese Höhe zu sinnen, sondern, Paulus geht weiter, haltet euch zu den Niedrigen.

Haltet euch zu den Niedrigen, zu denjenigen, die man verachtet, zu denjenigen, die gesellschaftlich wenig Wert haben.

Und das ist von niemand anderem besser zur Schau gestellt worden als von Jesus Christus selbst.

Und das legt Paulus uns da in Philippa 2.

Die dürft ihr gerne aufschlagen, die Stelle Philippa 2.

Und es ist interessant, dass Paulus dort genau die gleiche Aufforderung bringt an die Gemeinde in Philippi, auch diesen Anspruch, seid gleichgesinnt gegeneinander.

Und dann nutzt er Christus selbst als Vergleich.

Wir sehen das in Kapitel 2, ab Vers 5.

Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein, aber er machte sich selbst so nichts und nahm Knechts Gestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist und er gestalt nach wie ein Mensch befunden.

Erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod.

Ja, zum Tod am Kreuz.

Hier sehen wir das Beispiel Christi, der bereit war, die höchste Position überhaupt, die er inne hatte und wieder inne genommen hat, dass er bereit war, das abzulegen und sich bewusst zu erniedrigen und zu den Niedrigen zu halten und Knechts Gestalt anzunehmen und selbst von denen, die er geschaffen hat, bespuckt zu werden und gekreuzigt zu werden bis zum Tod am Kreuz auf Kolkata.

Wenn es dieser Christus ist, den du nachahmst, dann ist auch die Konsequenz das, was wir in Römer 12 gesehen haben.

Haltet euch zu den Niedrigen.

Ein Christ fordert niemanden auf, zu sich hochzuschauen, sondern wird immer bereit sein, sich niederzubeugen, niederzubeugen zu den Kleinen.

Bereit sein zu dienen, bereit sein auch als Rand der Gesellschaft gesehen zu werden, darauf kommt es an.

So führt Paulus dann fort, seid nicht klug bei euch selbst.

Ein Kommentator schreibt, die Person, die weise in ihren eigenen Augen ist, ist es selten in den Augen der anderen.

Und das ist wahr.

Und davor warnt auch die Sprüche.

Das Buch der Sprüche macht so deutlich.

Weisheit kommt nicht aus dir selber heraus, sondern Weisheit kommt von außen, von Gott, von seinem Wort, durch Ratgeber.

Und das muss jeder Christ immer wieder aufs Neue begreifen.

Weisheit kommt von außen.

Und deshalb musst du dir auch die Frage stellen, wenn jeder um dich herum etwas anderes macht als du, vielleicht mal zu fragen, ob du gerade sturköpfig weise in deinen eigenen Augen bist oder wirklich Gottes Willen für dich erkannt hast.

Doch worauf Paulus hier hinaus möchte ist, dass ein Christ, der Botschafter des Guten ist, auch ein Verfechter und ein Kämpfer für die Einheit in der Gemeinde sein wird.

Sich zu freuen, mit denen sich freuen, zu weinen, mit denen die weinen und die gleiche Gesinnung mit denen zu suchen, die auf dem gleichen Fundament stehen wie er, nämlich auf dem Kreuzestod unseres Herrn Jesus Christus.

Und das führt uns nun zur dritten Eigenschaft, die Paulus uns hier vor Augen malt, die dritte Verhaltensweise, drittens friedfertig trotz Bosheit.

Wir lesen in Vers 17, Paulus gibt jetzt den nächsten Befehl, vergeltet niemand Böses mit Bösem.

Vergeltet niemand Böses mit Bösem.

Böses ist per Definition in einer Wurzel zu finden.

Der Autor des Bösen sozusagen ist Satan selbst.

Satan ist heute der Fürst dieser Welt, der Herrscher dieser Welt, deshalb kann Johannes auch sagen, die Welt liegt im Bösen.

Du und ich haben aber immer noch einen Anteil vom Bösem in uns, in unserem Fleisch, die Sünde, die gegen den Geist kämpft.

Nun Paulus macht ganz deutlich, es ist nicht dein Auftrag Böses gut zu nennen.

Böses ist Böse, Sünde ist Sünde.

Wenn jemand dir Böses tut, dann ist das Böse, ungerecht.

Wenn jemand dich anschreit, wenn jemand dir Gewalt antut, wenn jemand dich ungerecht behandelt, das ist Böse, das ist Sünde.

Die Frage ist aber nur, wie gehe ich damit um.

Denn natürlicherweise, wenn du einfach reagierst, so wie es dir gerade kommt, wirst du natürlicherweise Bösem mit Bösem begegnen.

Wenn der eine dich anschreit, jetzt kommt es auf die Persönlichkeit darauf an, wirst du zurückschreien oder dich zurückziehen.

Wenn der eine dich anlügt, wirst du vielleicht schmoldend weggehen und ihm nie wieder etwas teilen.

Oder du bist einer von denen, die auf seine eigenen Rechte pochen.

Es wird sich auch zeigen im Streit, wenn ein Streit entflammt, wie du damit umgehst.

Ob du Argumente sammelst, um irgendwie zu gewinnen.

Ob du anfängst zu drohen und sagst, wenn du damit nicht aufhörst, dann blöd dir was.

Oder auch die Frage, was machst du denn, wenn du in Gefahr stehst, die Leute, die Gott dir anvertraut hat, den Auftrag, den Gott dir gegeben hat, zu vernachlässigen?

Gott hat dir den Auftrag gegeben, deine Eltern zu ehren.

Kannst du diesen Auftrag noch ausführen, wenn es zu einer Auseinandersetzung mit deinen Eltern kommt?

Oder fängst du an, diesen Befehl zu vernachlässigen?

Und was ist mit deinen Kindern?

Denn eins kann ich euch sagen, Kinder sind Sünde.

Und Kinder werden auch gegen dich als Eltern sündigen.

Die Frage ist, wie reagierst du darauf?

Wenn dein Kind bockig wird, wirst du zornig, nimmst du es persönlich, fängst du an zu schmollen oder ignorierst du es einfach und sagst, na jetzt löffle mal deine Suppe selber aus?

Das sind alles aber, wenn ihr drüber nachdenkt, und ihr könnt wahrscheinlich X-Szenarios hier spinnen, das sind völlig natürliche Reaktionen auf das Böse.

Wenn der eine mir so kommt, dann kriegt er es so.

Und Paulus ermahnt dich jetzt hier dazu, genau das nicht zu tun.

Nicht einfach nur so zu reagieren.

Nicht Böses mit Bösem zu vergelten.

Vergelten heißt zurückzahlen.

Auch wieder das Beispiel, das wir vor Augen haben, dass es am besten getan hat, dass Jesus Christus selbst in 1.

Petrus 2, Vers 23, für Petrus ihn als Vorbild vor und sagt, der Geschmäht nicht widerschmähte und leidend nicht drohte.

Jesus ist derjenige, der allen Grund gehabt hätte, Feuer vom Himmel regnen zu lassen und es wäre nicht mal Böses mit Bösem gewesen, dass er vergelten hätte.

Doch du stehst immer wieder in Gefahr, wenn du mit Bösem Ungerechtigkeiten konfrontiert wirst, diesen mit Bösem zu reagieren, und dann befindest du dich unweigerlich plötzlich in einer Spirale des Bösen.

Böses wird mit Bösem beantwortet, dann kommt Böses zurück und Böses, Böses, Böses.

Und du wirst keinen Ausweg finden.

Und deshalb ist es deine Pflicht, anzuerkennen, noch einmal, welchem Herrn du dienst.

Das Problem ist nicht in erster Linie die Ungerechtigkeit, die du erfährst, die das Problem ist, wem du verantwortlich bist.

Und Gott wird dich nicht zur Rechenschaft ziehen für das, was dir angetan wurde, sondern für das, was du getan hast.

Und deshalb ist es entscheidend, auch was ein Autor geschrieben hat, die Sünde der anderen Person entschuldigt nicht unsere eigene.

Die Sünde der anderen Person entschuldigt nicht unsere eigene.

Jetzt sagst du ja Moment mal, aber der und hat doch und Gott sagt nein.

Die Frage ist, was du machst.

Deshalb fängst du an, zuerst deine eigene Sünde zu bereinigen.

Bitte um Vergebung.

Du bittest Gott um Vergebung und du bittest auch die andere Person um Vergebung, wenn du Sünde getan hast.

Du bist ein Botschafter des Guten und das tust du damit auch, dass du deine Sünde bereinigst.

Noch einmal, du musst nicht Böses Gut nennen, aber für dich muss klar sein, egal was passiert, ich darf mich nicht vom Bösen übermannen lassen.

Wie ein wie ein toter Fisch in einer Strömung einfach mitschwimmt und einfach sich übermannen lässt von dem, was um uns herum ist und einfach genauso reagiert, wie es gerade kommt.

Sondern bewusst zu entgegnen und bewusst wieder anzufangen.

Gröma 12, Vers 1.

Gott ist mir so gnädig gewesen.

Gott hat mir nicht das Böse, das ich ihm angetan habe, mit Bösem vergeut.

Gott hat mir Gnade gegeben, obwohl ich es nicht verdient habe und jetzt gebe ich ihm alles hin.

Und ihm alles hinzugeben heißt eben auch, nicht mehr länger mit Bösem auf Böses zu reagieren.

Paulus geht weiter und sagt, seid bedacht auf das, was erber ist vor allen Menschen.

Erber ist hier ein Begriff, den wir letzte Woche auch schon in der Liste für die Anforderungen für die Akone gefunden haben.

Ein Begriff, der von würdig spricht, von einem Aspekt, der respektiert ist.

Es gibt unter Menschen eine gewisse Etikette, einen gewissen Kodex, eine gewisse Verhaltensweise, die man als ehrwürdig bezeichnet.

Und Paulus fordert dich auf, dieser Etikette dich anzufügen, wenn sie dahin dient, einen guten Ruf zu bekommen und einen friedvollen Umgang mit anderen Menschen zu gewährleisten.

Das heißt, du grüßt, wenn du gegrüßt wirst.

Du achtest auf ein gepflegtes Aussehen.

Du bist freundlich.

Du bist unanstößig, wie es nur geht.

Du machst Platz in der Bahn.

Du wirfst nicht den Müll auf den Boden.

Du tust, was du kannst, um dich diesen Menschen, die dich umgeben, keinen Anstoß zu geben, das ein schlechtes Bild auf Gott werfen könnte.

Du bist Botschafter des Guten.

Und jetzt kommt Vers 18.

Wenn möglich so viel an euch ist, lebt mit allen Menschen den Frieden.

Und Paulus fügt hier gleich hinzu, es mag Situationen geben, wo das gar nicht möglich ist.

Wenn möglich.

Es mag Situationen geben, wo ein Streit über dich ausbricht, ohne dass du ihn angestoßen hast.

Wo jemand dir etwas anschaut, ohne dass du es provoziert hast.

Wo du ständig im Konflikt sein wirst, ohne dass du was dazu beitragen kannst.

Aber deine Aufgabe ist es, so viel an dir liegt, von deiner Seite her, dafür zu sorgen, dass du es nicht provozierst.

Eine beruhigende Antwort kühlt den Zorn ab, sagt die Bibel zum Beispiel.

Und du tust alles, was du kannst, um mit allen Menschen in Frieden zu leben.

Das heißt manchmal auch, gewisse Angriffe einfach nicht zu kommentieren.

Und jederzeit deutlich zu machen, dass du bereit bist, Frieden zu schaffen und Frieden wieder herzustellen.

Und das ist ein Aspekt, den Paulus uns hier gibt, den ich momentan in unserer evangelikalen Welt mit Sorge betrachte, weil sich mehr und mehr durch die Freiheit des Internets, mehr und mehr Christen, die überzeugte Christen sind, unter dem Mantel der Meinungsfreiheit, sich manchmal für gute Sachen aussprechen, aber in ihrem Ton und in der Art und Weise höchst besorgniserregend sind.

Manch einer zieht öffentlich andere Christen durch den Dreck.

Letzte Woche habe ich ein Video gesehen eines bekennenden Christens, der sich kritisch mit einer Dokumentation auseinandergesetzt hat, die ihn selber schlecht geredet hat.

Doch statt dafür zu sorgen, dass er als Botschafter des Guten, des Evangelium Gottes, die Liebe Gottes zur Schau stellt, hat er alles getan, um diese Leute, die das gemacht haben, durch den Dreck zu ziehen, persönliche Bemerkungen zu machen, die sich für Christen nicht gehören.

Und ich sage das, weil wir heute eine Polemik unter den sozialen Medien führen, die weit von dem weggehen.

Dein Auftrag ist es, alles zu tun, um im Frieden mit allen Menschen zu leben.

Du bist ein Friedensstifter, das heißt nicht, dass du befürworten musst, was getan wird, aber du gehst kein Öl ins Feuer mit unweisen Aussagen.

Und so führt Paulus nun fort mit der vierten Verhaltensweise, die vierte Verhaltensweise, die uns jetzt endlich eine Antwort gibt auf die Frage, was mache ich denn jetzt mit der Ungerechtigkeit?

Was passiert denn damit?

Denn bis jetzt, all die Anweisungen, die er dir gegeben hat, war einzustecken.

Du steckst ein.

Und die Antwort ist jetzt in Vers 19, dass du einen Gott hast, der richtet.

Vers 19, recht euch nicht, Selbstgeliebte, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes.

Rache von der Definition her bedeutet, die Gerechtigkeit wiederherzustellen.

Also wenn es ein Ungleichgewicht gibt, dieses wieder auszugleichen.

Und Paulus macht hier ganz deutlich, es ist nicht deine Aufgabe, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen.

Es ist nicht deine Aufgabe, weil du es auch gar nicht kannst, denn du bist nicht gerecht und du kannst nicht für ultimative Gerechtigkeit sorgen, wie Gottes kann.

Das, lass mal schön, Gottes Aufgabe sein.

Und das muss er auch tun, denn sein Zorn und seine Gerechtigkeit allein haben den Bestand.

Wenn dir Böses geschieht, es ist deine Verantwortung, diese Person Gott zu übergeben, damit er Rache übt.

Das sagt Paulus jetzt, wenn er weiter zitiert, auch aus dem Alten Testament, denn es steht geschrieben, mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr.

Und hier finden dann auch diese Rachepsilien ihren Platz, die man in dem Psalm entfindet, wo die Psalmisten sich bewusst an den Herrn wenden, dass er für Gerechtigkeit wieder sorgt, dass er die Gerechtigkeit wiederherstellt und Gott wird die Gerechtigkeit wiederherstellen.

Er wird es spätestens, wenn er wiederkommt und er macht es vielleicht auch schon in einzelnen Fällen früher.

Doch währenddem du Gott die Aufgabe übergibst, dass er für Gerechtigkeit sorgt, hast du eine andere Verantwortung und das führt da jetzt aus in Vers 20.

Wenn nun dein Feind hungert, so speise ihn.

Wenn ihn durstet, so gib ihm zu trinken, denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.

Paulus zitiert hier wieder aus dem Alten Testament, dieses Mal aus dem Buch Sprüche, Sprüche 25, wo wir dieses Zitat finden.

Was ist also dein Auftrag, wenn du dich mit Ungerechtigkeit konfrontiert siehst?

Wenn jemand sich gegen dich stellt, dir böse Dinge antut, was ist dein Auftrag?

Dein Auftrag ist, ihn zu lieben.

Hunger, du gibst ihm zu essen.

Durst, du gibst ihm zu trinken.

Du versorgst ihn, du liebst ihn, so wie jeden anderen auch.

Und dann sagt er hier, dass du dadurch feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln bist.

Es ist nicht ganz eindeutig, was damit gemeint ist.

Es kann bedeuten, dass das Gericht intensiviert, dass Gott auf ihn bringen wird, auf diese Person.

Aber es kann auch bedeuten, dass es diese Person, der dein Feind ist, in persönliche Schwierigkeiten bringt, durch sein Gewissen, das anschlägt.

Aber das Prinzip bleibt am Ende das Gleiche.

Gott ist derjenige, der Rache übt, der für Gerechtigkeit sorgt, und deine Verantwortung bleibt dabei, die Person zu lieben, sie zu segnen, sie zu versorgen.

Und hier wird sich dein Vertrauen in Gott zeigen.

Hier zeigt sich, ob du bereit bist, einem Gott zu vertrauen, dessen Kraft du erlebt hast in deinem Leben, dessen Gerechtigkeit selber du genießen darfst, aufgrund der Tatsache, dass du ihm gehörst, ob du bereit bist, dieser Person, diesem Gott auch das anzuvertrauen, das Rechen, die Sorge für denjenigen, der sich an dir versündigt hat.

Daran zeigt sich dein Vertrauen für Gott.

Und wenn du das so vertraust, dann tue es.

Übergib ihn Gott.

Bitte ihn um Gerechtigkeit.

Es ist nicht deine Aufgabe, in irgendeiner Weise, in irgendeiner Beziehung dafür zu sorgen, dass ihr auch noch in dieser Zeit quitt seid.

Das ist nicht deine Verantwortung.

Und so mag der Feind, von dem Paulus hier schreibt, der Feind mag überall stecken in deinem Leben.

Es könnte dein Arbeitskollege sein, der sich gegen dich verhält.

Es könnte auch sogar dein Ehepartner sein oder deine Kinder, dein Chef oder Freunde, die sich gegen dich auflehnen.

Und deine Aufgabe ist es zu lieben.

Überschütte sie mit Liebe.

Gib und gib und gib und sorg bitte darum, dass Gott seinen Teil macht.

Du vertraust dich damit ganz bewusst Gott an.

Der Gott, der sich an dir nicht gerecht hat, der dich geliebt hat, sich so sehr geliebt hat, dass du nur sein Kind sein darfst.

Und jetzt wirst du dich in seine Arme und vertraust diesen Feind, diese Feinden ihm an.

Jetzt sagst du aber, ich muss so viel ertragen und ich kann nicht mehr.

Aber Gott kann noch länger.

Und Gott befähigt dich und Gott trägt dich und Gott wird dir die Kraft schenken, wenn du dich ihm anvertraust, deinem Nächsten so sehr auch gegen dich sich stellt, in Liebe zu begegnen und ihm den Rest zu überlassen.

Und so schließt Paulus diese Passage mit dem Vers 21.

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Die Gefahr, in die jeder Einzelne steht, ist, dass das Böse dich übermannt.

Das ist hier passiv geschrieben, dass das Böse dich überwindet.

Das Böse führt einen Feldzug gegen dich.

Du bewegst dich in einer Welt des Bösen.

Du bist ständig umgeben von den Bösen, du bist in Beziehungen möglicherweise konfrontiert mit den Bösen und es ist deine Gefahr, dich von diesem Bösen einnehmen zu lassen und genauso zu werden.

Das passiert auch ganz passiv.

Das passiert, wenn du dich treiben lässt, wenn du von heute an gar nichts mehr machst und sagst, ja wird schon irgendwie.

Dann kann, sagt die Bibel dir hier, dann wirst du dich von den Bösen überwinden lassen und dann wirst du sündigen.

Stattdessen ist deine Verantwortung, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Und ihr seht, das eine war, lass dich überwinden, also passiv, irgendwas passiert für dich und das andere ist aktiv, eine ganze bewusste Entscheidung.

Das bedeutet jetzt also, der Feldzug des Bösen bleibt nicht unbeantwortet, sondern es ist ein Kampf, in den du eintrittst und du antwortest dem Bösen mit Gutem.

Nicht mit der gleichen Sünde, die dir entgegenfliegt, sondern mit Gutem, mit dem Gut, das Gott dir gegeben hat, das Evangelium, mit der Frucht des Geistes, die er in dir wirkt.

Und was sagt die Bibel dir dann?

Du kannst das Böse, du kannst ihm dann nicht nur widerstehen, sondern die Aufforderung ist zu überwinden, das heißt zu gewinnen, du schlägst diese Macht des Bösen in die Flucht.

Ein bewusster Vertrauensschritt, eine bewusste Hingabe in Gottes Herrschaft und eine bewusste Entscheidung, das Böse zu meiden und dem Guten anzukleben, das Gute zu leben, ein Botschafter des Guten zu sein.

Und wenn du dich so verstehst als ein Diener Gottes, einer, der beauftragt ist durch Gott selbst, der die Botschaft des Evangeliums rausträgt, dann muss das mit deiner Verpflichtung zum Guten ein Herr gehen.

Denn sonst schmedert es die Botschaft und sonst schmedert es auch die Macht und die Kraft unseres Herrn Jesus Christus.

Dein Auftrag sei ein Botschafter des Guten.

Vater, wir preisen dich dafür, dass du uns so grundlegend veränderst, dass selbst da, wo wir natürlicherweise mit Bösem reagieren würden, wir in der Lage sind, durch dich, mit dem, was du uns gegeben hast, dem Bösen zu widerstehen und es sogar zu überwinden.

Und Herr, wir danken dir dafür, dass du der Überwinder bist, der Überwinder des Todes, der Überwinder des Satans und der Überwinder der Sünde und dass wir an dem Beispiel, was du vor uns hinterlassen hast, sehen können, dass es wirklich möglich ist.

Ich bitte dich auch um jeden Einsen, wo er gerade steht, wo er sich mit Ungerechtigkeiten konfrontiert sieht, mit Schwierigkeiten konfrontiert sieht, wo er versucht, es Bösem mit Bösem entgegenzustehen, dass du dort Gnade schenkst und Weisheit und Kraft, deinen Auftrag durchzuführen, Botschafter des Guten zu deiner Ehre zu sein.

Amen.