Gott arbeitet an dir: Lass es zu! I Römer 15,14–21 | Jonathan de Vries

Wer schon mal das Privileg hatte, in die Toskana zu gehen und Florenz zu besuchen, der wird schnell merken, dass es in Florenz eine besondere Sehenswürdigkeit gibt, eine besondere Sehenswürdigkeit, die viele Replikas überall findet, in jedem Souvenirshop, nämlich die David-Statue.

Das echte Stück ist fünf Meter hoch, aus echtem Marmor und von keinem anderen als Michelangelo gefertigt, der selber einmal in einem Zitat gesagt hat, die Skulptur ist im Marmorblock bereits vollendet, bevor ich mit meiner Arbeit beginne.

Sie ist schon da, ich muss nur das Überflüssige wegmeißeln.

Wenn man vor dieser Statue sieht, dann wird man beeindruckt sein von der Detailtreue, von dem, wie fein es ausgearbeitet ist und vor allen Dingen kann man sich kaum vorstellen, dass da tatsächlich mal Hammer und Meißel dran waren an diesem Stück, so präzise ausgearbeitet.

Aber am Ende gilt das, was er gesagt hat, die Statue ist schon da, ich muss nur das Überflüssige wegmeißeln.

Nun, jeder Mensch, der zum Glauben an Jesus Christus kommt, der verstanden hat, dass seine Sünde das große Problem ist, wozu er eine Lösung braucht, der dann verstanden hat, dass Jesus Christus die einzige Person ist, die dafür eine Lösung bietet, dass er kam, starb und auch verstanden ist und sich dann ihm im Glauben anvertraut, der begibt sich von dem Moment an bzw. er wird von Gott von dem Moment an, nachdem er zum Glauben kommt, in die Werkstatt Gottes versetzt, von dem Moment an fängt Gott an, an dir zu arbeiten wie ein Bildhauer an seiner Skulptur und er wird dich formen, er wird dich verändern und er wird dich dann auch irgendwo einsetzen.

Nun, Gott nutzt dafür ganz konkrete Mittel, wie er das macht, aber diese Mittel, die gefallen nicht jedem.

Manch einer wird sich am liebsten wieder verkriechen und lieber niemanden an sich ranlassen, aber die Bibel zeigt dir heute drei Mittel, wie Gott dich verändert, damit du ihm ähnlicher wirst.

Drei Mittel auch, für die es sich nicht lohnt, dem zu widersetzen, wenn sie im ersten Moment nicht so angenehm erscheinen.

Dein Auftrag ist es, sie zuzulassen, damit er wirken kann und so darf ich euch bitten jetzt mit mir Römer 15 aufzuschlagen, Römer Kapitel 15.

Wir lesen dort die Verse 14 bis 21.

Ich bin aber, meine Brüder, auch selbst im Blick auf euch überzeugt, dass auch ihr selbst voller Güte seid erfüllt, mit aller Erkenntnis fähig, aucheinander zu ermahnen.

Ich habe aber zum Teil euch etwas kühn geschrieben, um euch zu erinnern, wegen der mir von Gott verlierenden Gnade, ein Diener Christi Jesu zu sein für die Nationen, der priesterlich am Evangelium Gottes dient, damit das Opfer der Nationen angenehm wird, geheiligt durch den Heiligen Geist.

Ich habe also in Christus Jesus etwas zum Rühmen in den Dingen vor Gott, denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat, zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk, in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, so dass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.

So aber setze ich meine Ehre da rein, das Evangelium zu verkündigen, nicht da, wo Christus genannt worden ist, damit ich nicht auf eines anderen Grund baue, sondern wie geschrieben steht, denen nicht von ihm verkündigt wurde, die werden sehen und die nicht gehört haben, werden verstehen.

Und so danken wir dir, Vater, für dein Wort, dass du uns anvertraut hast, danken dir dafür, dass du es ein für allemal überliefert hast, wir danken dir auch dafür, dass die Worte, die Paulus vor so vielen Jahren geschrieben hat, immer noch gültig für uns sind und so bitten wir dich heute, schenke Gnade, dass wir nicht nur Hörer, sondern Täter deines Wortes werden.

Wir bitten dich, dass du heute durch deinen Geist wirkst in unseren Herzen und so bitten wir dich jetzt, rede du, denn dein Volk hört.

Amen.

Nun hier in Vers 14 von Kapitel 15 kommt Paulus so langsam zu der Zielgeraden des Römerbriefes, so langsam schließt er den ganzen Brief ab und wir merken jetzt auch, dass der Ton, wie Paulus hier kommuniziert, sich ändert.

Zu Beginn beginnt Paulus in Kapitel 1 mit einer sehr persönlichen Note und dann Mitte Kapitel 1 wird es zu einer theologischen Abhandlung, die er von Kapitel 1 bis hin zu Kapitel 14 durchzieht.

Eine Abhandlung, wo er viele grundsätzliche Themen abarbeitet.

Die Frage der Sünde, die Frage der Rettung und die Frage dann, welche Konsequenzen das mit sich trägt.

Und wir gehen dann auf Israel ein, wir gehen auf die Gemeinde ein, wir gehen auf Einheit innerhalb der Gemeinde ein, all das hat Paulus in diesem Brief abgehandelt und jetzt Kapitel 15 Vers 14 wird der Ton wieder ganz persönlich, ich, Paulus, rede zu euch, der Gemeinde in Rom.

Und es ist hier ein Brief, ein Ton eines Mannes, der diese Gemeinde liebt, der sie schätzt und sie auch voranbringen will in der richtigen Art und Weise und er präsentiert uns jetzt hier das erste Mittel, wie Gott an dir wirkt, das erste Mittel, lass dich ermahnen, lass dich ermahnen.

Ihr seht jetzt in Vers 14, wie Paulus hier einläutet, ich bin aber, Brüder, auch selbst im Blick auf euch überzeugt.

Nun, er spricht hier diesen direkten, direkt die Christen in Rom an, er teilt hier jetzt seine Überzeugung mit, sein Wissen über diese Gemeinde, ich bin überzeugter von das und es geht weiter, dass auch ihr selbst voller Güte seid.

Nun, mit Güte können wir auch übersetzen einfach mit gutem.

Hier ist der Ausdruck dessen, wozu Paulus schon aufgefordert hatte in Römer 12, Vers 9.

In Römer 12, Vers 9 sehen wir die Stelle, die Liebe sei ungeheuchelt, verabscheut das Böse, haltet fest an dem Guten.

Es wird dort in Römer 12 ganz deutlich, dass ein Christ sich auszeichnet dadurch, dass er ein Botschafter des Guten ist, ein Mann, eine Frau, die verpflichtet ist zu dem Guten, das allein sich in Christus wurzelt.

Und so spricht Paulus jetzt auch die Gemeinde an, ich erwarte von euch und ich gehe davon aus und ich bin sogar überzeugt von all dem, was ich gehört habe, dass ihr voller Güte seid.

Also eine liebende Gemeinde, eine Gemeinde, in der Wohlwollen regiert, eine Gemeinde, in der man aufrichtig aufeinander zugeht.

Und das kann er sagen, obwohl er die Gemeinde nicht kennt.

Paulus war zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Rom gewesen.

Er kennt einige Mitarbeiter, die sich dort niedergelassen haben, aber er kennt die Gemeinde selber nicht.

Er hat nur Berichte bekommen und ist aber allein von den Berichten und allein von den Personen, die er kennt, überzeugt, dass sie eine Reife haben, die man mit voller Güte bezeichnen kann.

Nun fährt Paulus fort, es ist nicht nur die Güte, die sie haben, sondern er erwartet noch mehr.

Er füllt mit aller Erkenntnis, Vers 14, erfüllt mit aller Erkenntnis.

Und wenn er das so schreibt, dann macht uns das so ein bisschen stutzig.

Wie kann Paulus das schreiben und was meint er damit?

Meint er damit, dass die römischen Gläubigen alle ihre Bibel von Anfang bis Ende auswendig konnten?

Erwartet er, dass die römischen Gläubigen jede theologische Feinheit wirklich verstanden haben und kannten?

Was ist damit gemeint?

Nun, das Ganze wird noch komischer, wenn wir sehen, wie Paulus die Korinther adressiert in 1.

Korinther 1.

Nun, ihr wisst, die Gemeinde in Korinth hatte sehr viele Probleme.

Wenn ihr den 1.

Korinther Brief lest, dann seht ihr, dass die Gemeinde zum einen Unzucht akzeptiert hat, zum anderen mit Spaltung zu kämpfen hatte, so zerstritten waren, dass zum Teil andere Christen sich gegenseitig vor das Gericht geschleppt haben.

Und nicht nur das, das Abendmahl nahmen sie auch nicht würdig.

Probleme um Probleme, aber selbst diesen Gläubigen schreibt Paulus in 1.

Korinther 1, Vers 4, ihr müsst es nicht ausschlagen, ich lese es euch vor, in ihm, also in Christus, seid ihr in allem reich gemacht worden, in allem Wort und aller Erkenntnis.

Nun, wie kann Paulus das schreiben, einer Gemeinde, die offensichtlich nicht so funktioniert, wie sie funktionieren sollte?

Die Antwort liegt darin, dass für uns deutlich wird, dass die Bibel von einem Menschen, der zum Glauben kommt, erwartet, dass damit, dass er zum Glauben kommt, eine Erkenntnis einhergeht, eine Erkenntnis, die fundamental ist, eine Erkenntnis, die überhaupt erst die Bekehrung ermöglicht.

Und in dem Sinne kann z.B. dann auch Johannes in seinem Brief schreiben, er schreibt, ihr wisst alles.

Denn ein Christ weiß Folgendes, er weiß, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist.

Er weiß auch, dass Jesus Christus der einzige Weg zur Erlösung ist.

Er weiß auch, dass das Wort Gottes von Gott direkt übermittelt wurde und irrtumslos ist.

Das heißt also, von dem Moment an, wo du Jesus Christus als deinen Herrn und Heiland akzeptierst und an ihn glaubst, von dem Moment an hast du Erkenntnis.

Und diese Erkenntnis ist vollständig und die erlaubt es dir jetzt auch.

Und damit kommen wir zum nächsten, was Paulus schreibt.

Wenn Paulus jetzt schreibt, ihr seid voller Güte, mit aller Erkenntnis und jetzt fähig, auch einander zu ermahnen, fähig, aucheinander zu ermahnen.

Also diese Güte und diese Erkenntnis macht dich dazu fähig, andere zu ermahnen.

Nun, den Begriff ermahnen lesen wir in der Bibel immer wieder, wir haben auch oft davon gesprochen, es gibt manche Worte, die man sowohl ermahnen als auch ermutigen oder trösten übersetzen kann.

Dieses Wort kann man nicht so übersetzen, das würde man eher übersetzen können mit korrigieren.

Hier ist effektiv korrigieren gemeint.

Lasst mich mal euch aufmachen oder erklären, wie sich dieses Wort zusammensetzt.

Paulus nutzt ein Wort, das eigentlich aus zwei Worten besteht, nämlich aus dem Wort Sinn oder Gesinnung, können auch sagen Denken und dem anderen Wort Stellen, also ganz wörtlich übersetzt würde es heißen, in den Sinn zu stellen.

Das Ermahnen ist ein in den Sinn stellen, schöneres Deutsch wäre an das Herz zu legen.

Das heißt also, mit dieser Art von Ermahnen, die korrigiert, sprechen wir von einem Lehren, das Veränderung bewirken will, Lehren, das Veränderung bewirken will, ist ganz entscheidend.

Und das ist der Begriff, dem heute der Begriff Seelsorge, den wir öfter benutzen, zugrunde liegt.

Eine Fähigkeit, andere so zu lehren, dass dadurch das Verhalten verändert wird.

Und das ist hier eine Tatsache, die die Bibel anerkennt, die Tatsache, dass jeder Christ in seinem Wandel mit Christus noch nicht fertig ist, sondern Veränderung braucht.

Und um diese Veränderung zu erfahren, muss zuerst mit dem Sinn, mit den Gedanken gearbeitet werden.

Noch einmal, Römer 12, wenn ihr dorthin noch mal kurz zurückblättert, es sind nur ein paar Seiten in euren Bibeln, Römer 12 fängt Paulus diesen praktischen Teil des Briefes an und macht dann diese Aufforderung in Vers 2, seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist, das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Er stellt das einfach mal grundsätzlich voraus.

Das heißt, wenn Paulus hier diesen Vers schreibt, dann wird dadurch deutlich, bevor ich euch jetzt ganz konkrete Befehle gebe, wie ihr das Christenleben auslebt, müsst ihr erst einmal verstehen, dass die Veränderung zuerst in euren Gedanken stattfindet, in eurer Gesinnung.

Ihr werdet Erneuerung, ihr müsst Erneuerung des Sinnes erfahren.

Und da müssen wir jetzt verstehen, dass das also dieses Herrschaftsgebiet Gottes ist.

Gott regiert über deine Gedanken und weil Gott über deine Gedanken regiert, will er sie auch verändern und diese werden jetzt geprägt durch Christus.

Jetzt bitte ich euch mal zu Epheser rüber zu gehen, Epheser 4.

Entschuldigt die Parallelstellen, aber ich denke, wir brauchen sie, um das besser zu verstehen, Epheser 4, Vers 17.

Schreibt der gleiche Mann, auch Paulus, an die Gemeinde in Ephesus mit den Worten, dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, dass ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln in Nichtigkeit ihres Sinnes.

Also hier charakterisiert er zum ersten Mal, wie Ungläubige wandeln.

Ihr Verhalten ist geprägt durch eine Denkweise und diese Denkweise definiert Paulus als Nichtigkeit des Sinnes.

Also könntest gewissermaßen sagen, die Gedanken der Ungläubigen, die Gesinnung des Ungläubigen befindet sich in luftleerem Raum.

Ziellos unterwegs, orientiert sich einfach an dem, woran sie es gerade Lust hat.

Nichtigkeit des Sinnes.

Und da sagt Paulus, so, liebe Christen, sollt ihr nicht mehr sein, sondern jetzt, ihr seid noch in Epheser 4, Vers 23, was passiert mit dem Christen?

Vers 23, dagegen erneuert werdet in dem Geist eurer Gesinnung, wieder gleiches Wort.

Das ist der Unterschied zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen.

Der Ungläubige in der Nichtigkeit seines Sinnes und der Christ in der Erneuerung seines Sinnes.

Aber wieder, wenn ihr vergleicht, sowohl Epheser 4 als auch Römer 12 machen deutlich, dass dieser Erneuerungsprozess noch nicht fertig ist.

Und für diesen Erneuerungsprozess nutzt er nun die Gemeinde.

Das Denken beeinflusst dein Handeln, deine Gesinnung beeinflusst deine Taten und so ist es Gott selber, der erwartet, dass er durch sein Evangelium, durch seinen Geist und jetzt auch durch seine Gemeinde dein Denken verändert, damit sich dann auch dein Handeln verändert.

Das heißt also, sobald du in eine Gemeinde kommst und dich als Gläubiger dieser Gemeinde anschließt, darfst du am Anfang erwarten, nimm mich an wie ich bin, ja, aber die Erwartung geht weiter mit der Aussage, hilf mir jetzt verändert zu werden, wie Gott es gefällt.

Es geht nicht darum, wie ein Marmorblock unbearbeitet liegen zu bleiben, sondern in der Werkstatt Gottes umgeformt zu werden.

Das findet statt mit der Ermahnung und das ist dieses Ermahnen, das in der Gemeinde stattfinden muss und das ist dieses Ermahnen, das jeder dem anderen Gläubigen entgegentut.

Die Bibel fordert dich persönlich auf, deinen Nächsten in der Gemeinde zu sehen, ihm die Wahrheit zuzusprechen, damit er dadurch verändert wird.

Jetzt sagst du dir, Mensch, wie geht denn das jetzt überhaupt?

Zuerst einmal musst du dir bewusst sein, Handeln wird immer von Denken beeinflusst, also deine erste Adresse ist nicht das Handeln, sondern das Denken.

Nehme mal an, du ertappst jemanden in der Gemeinde beim Stehlen.

Wenn jemand stiehlt, dann ist nicht nur das Problem das Klauen, du kannst ihm sagen, hör auf zu stiehlen.

Das Problem liegt viel tiefer, das Problem liegt in den Gedanken, wie denkt diese Person über sich selbst, über Gott und über andere?

Das sind die Fragen, die du stellen musst.

Und diese Fragen stellst du, egal um welche Sünde es sich dreht, ob es Diebstahl ist, ob es Ehebruch ist, ob es Lüge ist, ob es Zeitverschwendung ist, was es auch sei, die Frage ist immer zuerst, was ist denn im Kopf davor passiert, bevor die Taten dazu kamen?

Das heißt also, Ermahnung, wie die Bibel sie versteht, ist nicht einfach nur ein Hör auf damit, es ist nicht einfach nur ein Lass das bleiben, es ist auch nicht ein Hier sind zehn Schritte, damit das nicht wieder passiert, sondern es muss ein Erfassen stattfinden, ein Verstehen der biblischen Wahrheiten in dem Menschen muss stattfinden, worauf er dann die Konsequenzen in seinem Verhalten zieht.

Und das ist diese Ermahnung, die in der Gemeinde stattfinden soll und ist die Ermahnung, die untereinander stattfindet und in der Gott an dir arbeiten möchte.

Und jetzt gibt es zwei wichtige Annahmen, die du dazu brauchst.

Die erste Annahme ist die, jeder braucht Ermahnung.

Paulus macht hier ganz deutlich, er wartet, dass wir fähig sind, einander zu ermahnen.

Das heißt, da gibt es nicht eine Person, die das nicht braucht, sondern es ist gegenseitig gerichtet.

Nun aber oft ist es so, wenn du dich mit deiner eigenen Sünde beobachtest, dann denkst du im ersten Moment, dass du mit dieser Sünde völlig allein bist und keiner das gleiche Problem hat, wenn du deine Zeit verschwendest oder wenn du deine Kinder anschreist oder wenn du mit deinem Ehepartner streitest oder wenn du dich in der Pornografie verlierst.

Und dann fängst du an, weil du ja denkst, du bist allein, einfach selber damit zu kämpfen und du drehst dich um dich selbst und du versuchst es einfach, aber die Bibel macht dir deutlich, du brauchst Ermahnung.

Du brauchst jemanden, der an deine Seite kommt und nicht nur sagt, jetzt lass das mal bleiben, sondern dir hilft, zu verstehen, was du über Gott nicht verstanden hast, was du über dich selbst nicht verstanden hast oder was du über die anderen nicht verstanden hast.

Du brauchst jemanden, der dir hilft, deinen Sinn neu auszurichten, damit dadurch deine Taten verändert werden.

Wenn du dich im Kreis wieder findest, deiner Sünde und nicht da herauskommst, dann liegt das nämlich daran, in erster Linie, weil deine Gedanken über Christus, das Evangelium, sein Wort und über die Gemeinde ausgerichtet sind und da muss dein Sinn erneuert werden und das brauchst du, das brauchst du und das brauche auch ich.

Es braucht jeder.

Und jetzt denke also nicht, du seist allein, sondern fang an, die Bereitschaft zu entwickeln, dich für Ermahnung zu öffnen.

Wenn du merkst, du hast mit Sünden zu kämpfen, dann sag das deinen Mitgläubigen, ich raste ständig aus, ich weiß nicht warum, was soll ich tun, woran liegt es, ich mache mir solche Sorgen, ich bekomme sie nicht in den Griff, hilf mir dabei, ich bin so traurig und ich weiß gar nicht warum und so weiter und so fort und du wirst dann merken, wie die Gemeinde neben dir, mit dir, dich hilft, den Sinn auszurichten.

Jemand wird dir eine Erfahrung teilen können, wie er selber die Sünde besiegt hat, jemand wird für dich beten, jemand anderes wird dir die Wahrheit der Bibel aufs Neue zum Erhellen bringen und du verstehst endlich, wo der Knoten lag und all das dient, um Jesus Christus ähnlicher zu werden, nicht einfach, um dich selber besser zu fühlen.

Das ist die erste Annahme, jeder braucht Ermahnung, die zweite Annahme, die du brauchst, ist die, dass auch du ein solcher Ermahner bist, jeder Christ ist aufgefordert, ein solcher Ermahner zu sein.

Nun oft, wenn du dich schon in deinem Kreis drehst, mit deinen eigenen Sünden, dann bist du so, ist das so eine Privatsache, dass das höchstens eine Person zu hören bekommt und dann möglichst noch in einer Art professionellen Setting, die man dann Seelsorger nennt, die möglicherweise noch eine Ausbildung haben, aber Paulus spricht hier in erster Linie von der Aufforderung, dass das die Gemeinde trägt.

Du brauchst die Ermahnung in der Gemeinde, das heißt du mit deiner Erkenntnis, mit dem Wohlwollen, das du durch Gott bekommen hast, bist in der Lage, deinem Nächsten weiterzuhelfen.

Es geht hier nicht in erster Linie um einen professionellen Charakter, aber so arbeitet Gott an dir mit dieser Art von Ermahnung und jetzt wendet er noch ein weiteres Mittel an.

Das zweite Mittel ist, lass dich erinnern.

Wenn wir jetzt zu Vers 15 schauen, Römer 15, Vers 15, Paulus fängt wieder mit ich an, ich habe aber zum Teil euch etwas kühn geschrieben, jetzt klingt es fast so, als wenn Paulus sich entschuldigen will, all das, was ich euch im Brief geschrieben habe, habe ich etwas kühn geschrieben, hart im Ton fast geschrieben, wenn er die Juden für ihren Hochmut zurechtweist, wenn er die Heiden für ihren Hochmut zurechtweist, wenn er Leute warnt, in Römer 9 Gott auf die Anklagebank zu setzen, wenn er dich selber davor warnt, nicht in der Sünde zu verharren in Römer 6 und wenn er dann auch davor warnt, nicht die Einheit in der Gemeinde zu zerstören, Römer 14 und 15.

Und jetzt fragst du dich, okay, warum macht Paulus das, warum schreibt er so kühn und warum stellt er diese Fakten doch alle da, wenn er vorher noch gesagt hat in Vers 14, dass er erwartet, dass sie voller Erkenntnis sind?

Die Antwort geht Paulus selber, ich habe euch kühn geschrieben, er fährt fort, Vers 15, um euch zu erinnern, um euch zu erinnern, also Paulus hatte die Erwartung, diese Römer, die kennen die Errettung aus dem Glauben, die erkennen die Errettung aus Gnade allein, die kennen Jesus Christus, die wissen, dass er der einzige Weg ist, das ist alles nicht das Problem, aber das Problem ist, dass die Kultur und die Bewegung, in denen sie unterwegs sind, verschwimmen oder das, was sie kennen, verwässern und sie sich dann nicht mehr daran erinnern, worauf es wirklich ankommt.

Und deshalb sagt Paulus, ich habe mir hier zum Ziel gesetzt, euch zu erinnern, das ist sein Dienst.

Jetzt sagst du, na ja, das ist ziemlich frustrierend, wenn er da steht und die Leute immer wieder an das Gleiche erinnert, was er ihnen schon längst erklärt hatte, dann frag mal oder denk selber darüber nach, wie es Eltern geht.

Wenn du deine Kinder erklärst, warum sie Zähne putzen sollen und dass sie Zähne putzen sollen und wann sie es machen sollen und wie sie es machen sollen und wie oft wiederholst du diese Anweisung.

Es ist völlig normal zu erinnern und wenn du Betriebe siehst, die große Betriebe, die darin inarbeiten, ihre Mitarbeiter, immer wieder zu erinnern an die Leitlinien, an die Prinzipien, an die Philosophie, wofür die Firma steht, sie werden dies immer wieder machen, weil man weiß, der Mensch ist vergesslich.

Der Mensch ist vergesslich.

Denn wer erinnert sich denn noch an Vokabeln, die er in der Schule vor 20 Jahren gelernt hat von einer Sprache, die er nie wieder gesprochen hat danach?

Wer sich nicht erinnert, vergisst und so macht Paulus hier ganz deutlich, mein Auftrag ist es, euch zu erinnern und er führt jetzt weiter aus in Vers 15, wegen der mir von Gott verlierenden Gnade.

Nun mit dieser Gnade, die er hier bezeichnet, meint er nicht die errettende Gnade, sondern er meint den Dienst, die Berufung, die Gott ihm gegeben hat und das führt er nun aus, Vers 16.

Seine Berufung ist es, 16, ein Diener Christi Jesu zu sein für die Nationen, der priesterlich am Evangelium Gottes dient.

Nun Paulus macht hier mit diesen Begriffen, die er benutzt, für den Leser sofort deutlich, dass er hier eine Parallele zum alttestamentlichen Tempeldienst zieht.

Er spricht hier von priesterlichem Dienst, den er ausführt.

Er bezeichnet sich selber als ein Diener und der Begriff, der hier zugrunde liegt, ist eben ein Levit oder ein Priester im Tempeldienst und viele der Leser waren jüdischen Hintergrundes, die kannten die Tatsache, die kannten die Regel.

Wer in Israel Zugang zu Gott haben wollte, musste erst durch die Leviten, die Leviten, die den Tempeldienst organisiert haben, die das Opfer organisiert haben, die dafür Wert gelegt haben, dass der Tempel reingehalten wird und so gab es ohne diese Leviten keinen Zugang zu diesen Opfern und so wie es ohne Leviten keinen Zugang gab, so gab es erst recht keinen Zugang für die Nationen.

An dem Tempel, der erbaut war in Jerusalem, stand eine große Plakette, wo ganz deutlich geschrieben war, dass keiner, der nicht jüdischer Herkunft war, dieses zu betreten hätte und jetzt sagt Paulus, ich bin genau so, wie die Leviten für euch Juden agiert haben, genau so agiere ich für die Nationen, wie ein Levit, wie ein Priester, der für sie einsteht und der ihnen jetzt die Möglichkeit gibt, Vers 16 führt jetzt fort, damit das Opfer der Nationen angenehm wird, geheiligt durch den Heiligen Geist.

Das heißt, die, die lange keinen Zugang hatten, die nicht mal zum Tempel treten durften, die, die wenn sie ein Opfer gebracht hätten, höchstens so ein Opfer wie keinen geopfert hätten, jetzt die Möglichkeit haben, ein Opfer zu bringen, das dann auch noch geehrt und geheiligt wird durch den Heiligen Geist selber.

Das war sein Dienst, das war seine Berufung.

Und so bezeichnet er sich jetzt hier als ein Apostel, ein Augenzeuge Christi, der nicht nur die Aufgabe hat, Ungläubige zu Christus zu führen, sondern der gleichzeitig mit dieser Aufgabe auch versteht, dass Menschen nicht nur zu Christus kommen müssen, sondern danach immer wieder erinnert werden müssen, bis sie bei Christus selber sind.

Und dieses Erinnern hat nicht nur Paulus verstanden als Teil seines Dienstes, das haben auch andere Apostel als Teil ihres Dienstes verstanden.

Und deshalb schreibt Petrus in seinem Brief, deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese Dinge zu erinnern und er schreibt sogar noch, obwohl ihr sie wisst und in der bei euch vorhandenen Wahrheit befestigt seid, das schreibt Petrus, 2.

Petrus 1, Vers 12.

Und auch Johannes in seinem Brief macht das gleiche, wenn er schreibt in 1.

Johannes 5, Vers 13, ihr müsst es nicht aufschlagen, ich lese es euch vor, dies habe ich euch geschrieben, also den ganzen Brief habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt.

Und du denkst mal, Moment mal, Christen müssten doch wissen, dass sie ewiges Leben haben, wenn sie das Evangelium verstanden haben.

Warum macht er das?

Weil auch Johannes verstanden hat, ein Christ muss nicht nur erst zu Christus kommen, er braucht danach immer wieder Erinnerung.

Denn die Frage, mit der du dich befassen musst und die Frage, die die Jünger auch immer wieder hatten, ist, mit welchem Fahrwasser bewegen sich denn jetzt diese jungen Christen?

Was umgibt sie?

Welche Philosophien?

Welche Meinungen?

Welche Ideen?

Denn all das, mit dem sie sich konfrontiert sehen, tag ein, tag aus, ist entgegen Gott, ist fern von Gott, sind zum Teil ihre Lehren, sind zum Teil fremde Religionen und in all diesen Dingen wirst du dich verlieren, wenn du nicht immer wieder an die Wahrheit erinnert wirst.

Und deshalb braucht es Wiederholung.

Und deshalb musst doch du manchmal immer wieder sonntags hören, dass Christus tatsächlich genügt.

Weil montagmorgens dir die Welt dir wieder sagen wird, dass es noch irgendein Bedürfnis gibt, das du nicht gestellt hast oder es noch irgendein Produkt gibt, das du brauchst oder es noch irgendeine Erfahrung gibt, die du brauchst.

Und du musst sonntags manchmal hören, noch einmal, dass nicht die Gesundheit und nicht deine Beziehungen und nicht deine Umstände, sondern die Sünde dein Hauptproblem sind, mit dem du dich auseinandersetzen musst, weil die Welt dir am Montagmorgen eine andere Botschaft verbringen wird.

Und du wirst sonntags erinnert werden müssen, dass das Wort Gottes alleine genügt, damit du geistlich wachsen kannst, weil die Welt dir montagmorgens was anderes erzählen wird.

Und du wirst hören müssen, wer du bist in Christus und was er dir gegeben hat und wozu er dich befähigt hat, weil die Welt dich ständig versuchen wird, an ihren Standards zu messen.

Und so brauchst du Erinnerung.

Immer wieder.

Das haben die Apostel verstanden.

Und die Apostel haben diese Aufgabe weitergegeben, Apostelgeschichte 20, an die Ältesten und die Mitarbeiter, die sie zugerüstet haben.

Du brauchst die Erinnerung.

Und wenn du jetzt manchmal kommst zum Grundlagenkurs oder zum Gottesdienst oder zum Hauskreis und du sagst, ja, kenn ich alles schon, dann ist gut.

Es ist nicht der Auftrag der Lehrer und Ältesten, irgendwas Neues zu erfinden.

Im Gegenteil.

Das Alt Überlieferte, was wahr ist, was schon immer galt, auch heute noch so weiter zu überliefern, zu erklären, zu beleuchten, zu bestätigen und damit deutlich zu machen, es ist immer noch die gleiche Wahrheit.

Erinnern, erinnern, erinnern.

Und all das soll dich davor bewahren, dass du dich aus der Werkstatt Gottes heraus bewegst und versuchst, dich der Welt anzupassen.

Diese Erinnerung brauchst du.

Und so arbeitet Gott an dir.

Zum einen durch die Ermahnung innerhalb der Gemeinde, zum anderen durch die Erinnerung und jetzt das dritte Mittel.

Er möchte drittens lass dich einsetzen.

Jetzt holt Paulus aus und erzählt etwas mehr von seinem Dienst.

In Vers 17 lesen wir, ich habe also in Christus Jesus etwas zum Rühmen in den Dingen vor Gott.

Also wieder sehr persönlich.

Er schreibt aus seiner persönlichen Perspektive.

Er sagt, ich persönlich habe etwas zum Rühmen, etwas, womit ich mich brüsten kann, etwas, auf das ich stolz sein kann, aber nicht nur auf mich selber, sondern der Stolz gründet sich auf Christus.

Christus allein.

Und er macht es immer wieder deutlich.

Er macht es im Brief an die Korinther deutlich.

Er macht es auch im Römerbrief deutlich.

Den einzigen Grund zum Ruhmen, der liegt in Christus allein.

Du hast keinen Grund, dich auf deine Erfolge zu rühmen, auf deine Ziele zu rühmen, auf deine Herkunft zu rühmen, sondern allein auf Christus.

Und so stellt sich jetzt die Frage, was ist es jetzt aber konkret?

Wovon spricht Paulus hier?

Ich habe etwas zum Rühmen.

Was ist es denn?

Vers 18 führt es jetzt fort.

Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat.

Er ist jetzt ganz vorsichtig, dass jedem deutlich wird, ich werde mich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken, sondern das, was ich berichte, ist tatsächlich durch mich geschehen.

So führt er fort.

Zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk.

Also wieder einmal, sein Auftrag waren die Nationen.

Damit hat Paulus auch eine besondere Berufung.

Paulus unter den Aposteln wurde ein Apostel für die Heiden.

Petrus hingegen hat hauptsächlich unter den Juden gewirkt.

Aber das war sein Auftrag.

Sein Auftrag war es, die Nationen, den Nationen, das Evangelium zu bringen.

Und er tat das sowohl in Wort und in Werk, schreibt er hier.

Also er macht ganz deutlich, ich habe nicht nur geredet, sondern ich habe es auch getan.

Denn hätte er es nur geredet von dem Wort und es selber nicht gelebt, hätte es sich als eine Fälschung herausgestellt.

Aber er war so beherrscht von der Botschaft, dass sie sowohl sein Reden als auch sein Tun dirigiert haben.

Das ist es, was Gott durch ihn wirkte.

Und das macht er jetzt auch deutlich, dass Gott das bestätigt hat.

Vers 19, wenn er jetzt sagt, in der Kraft der Zeichen und Wunder.

Nun dieses Zeichen und Wunder, diese Kombination finden wir in der Apostelgeschichte immer wieder, finden wir auch in Hebräer, wo ganz deutlich wird, dass Gott diese Zeichen und Wunder genutzt hat in der Zeit der Apostel, um die Botschaft der Christi und die Botschaft Christi zu verifizieren.

Um der ganzen Welt deutlich zu machen, dass was hier die Menschen sagen, ist nicht nur erfunden, sondern es ist wahr.

So war Paulus auch mit der Kraft von Zeichen und Wundern begleitet.

Aber nicht nur das, er führt jetzt fort, auch in der Kraft des Geistes.

Also durch die Kraft des Heiligen Geistes selbst, der der aktive treibende Motor in seinem Dienst war.

Und das ist ganz deutlich und klar aus der Bibel heraus, es kann keinen christlichen Dienst geben, wenn nicht der Heilige Geist ihn antreibt.

Und so kam auch die Kraft bei Paulus aus dem Heiligen Geist.

Und das hat nun Konsequenzen, die er nun darlegt.

Weiter in Vers 19, so dass ich von Jerusalem an und ringsum her bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.

Paulus kann hier jetzt an diesem Punkt in seinem Leben auf die Landkarte zeigen des römischen Reiches.

Und er kann mit dem Finger draufsetzen, von hier aus bis dahin habe ich alles verkündigt, alles ausgerichtet, dass er seinen Dienst so verrichtet hat, wie Gott es ihm gegeben hat.

Und so schließt er jetzt in Vers 20 und 21 mit folgenden Worten.

So aber setze ich meine Ehre da rein, das Evangelium zu verkündigen, nicht da, wo Christus genannt worden ist, damit ich nicht auf eines anderen Grund baue, sondern, wie geschrieben steht, denen nicht von ihm verkündigt wurde, die wir ansehen und die nicht gehört haben, werden verstehen.

Also hier wird uns ein Mann beschrieben, der in seinem Dienst ein ganz klares Ziel vor Augen hatte.

Sein Ziel war es, das Evangelium zu verkündigen und zwar dort, wo es noch nicht gehört worden war.

Und er war von seiner Wesensart, von dem Dienst, wie Gott ihn eingesetzt hat, ein Pionier.

Einer, der dort betreten hat, wo noch niemand unterwegs gewesen war, der dort Gemeinden gebracht hat und dann weitergezogen ist und dann den nächsten Generationen die Leitung überlassen hat.

Und so bezeichnet er sich selber in 1.

Korinther als einer, der gesät hat, während andere bewässert haben.

Das ist sein Auftrag.

Und Paulus ist dazu noch so überzeugt von seinem Dienst, dass er das jetzt auch mit Jesaja 52, Vers 15, diesem Zitat, belegen kann.

Sein Auftrag besteht daran, den Nationen, die Christus noch nicht gekannt haben, dass selbst die, wenn Christus über sie herrschen wird, ihn anbeten werden, ihn kennen werden und ihn verstehen werden.

So ist er hier, als ein Mann, der seine Berufung von Gott verstanden hat und die dann in Fülle ausgelebt hat.

So, das ist Paulus.

Und jetzt stehst du da und fragst dich, was hat das jetzt mit mir zu tun?

Paulus hat einen sehr besonderen Auftrag bekommen und keiner von uns in diesem Raum wird sagen können, dass er den gleichen Auftrag hat, denn es gibt keine Apostel mehr.

Und kaum einer wird sagen können, dass er so viele Bereiche für das Evangelium gewonnen hat.

Also was ist der Punkt?

Der Punkt ist der, dass Paulus hier ganz deutlich macht, dass diese Bestimmung, zu der Gott ihn berufen hat, alles prägt.

Er sagt selber, was ich zu rühmen habe, ist das, was Jesus Christus durch mich wirkt.

Und er sagt selber, ich setze meine Ehre da rein, das zu tun, wozu Christus mich berufen hat.

Und jetzt stell dir vor, du wirst mit einer ehrenvollen Position, mit einem ehrenvollen Abzeichen geehrt.

Nimm was Banales wie Mitarbeiter des Monats.

Du bist Mitarbeiter des Monats.

Du wirst von der Welt mit Anerkennung gesegnet.

Du darfst es mit Stolz von dir geben.

Das ist eine Ehre.

Damit rühmst du dich.

Und jetzt macht Paulus hier deutlich und damit auch Jesus dir deutlich, dass Jesus von dir möchte, dass du genau diese Anerkennung, die du von der Welt genießen würdest, wie die Welt auf dir reagieren würdest, dass du mit der gleichen Art und Weise sein Werk ausführst.

Sein Werk, das er für dich bereitet hat.

Und ja, du wirst kein Apostel und ja, du wirst vielleicht kein Vollzeitmitarbeiter, aber deine Ehre besteht darin, egal wo du bist, egal was du tust, egal welche Arbeit du hast, deine Ehre besteht darin, den König der Könige, den Retter deiner Seele, den, der endlich einen Ausweg für deine Sünde geschaffen hat, zu repräsentieren.

Und das zu tun, wozu er dich geschaffen hat.

Ihn zu verherrlichen, dort wo du bist, zu seinem Ehre, seine Botschaft zu verkündigen und sein Reich voranzubringen.

Das heißt für dich im Umkehrschluss, setze nicht deine Ehre, setze nicht als deine höchste Priorität, deine größte Errungenschaft, das, was du sonst irgendwo erreichst.

Nicht deine Arbeit, nicht deine Familie, nicht deine Freunde, nicht deine Fähigkeiten.

Deine Ehre muss darin begründet sein, zu sagen, ich tue das, was Christus von mir will.

Wenn er dich formt, zu seinem Zweck, dann bestimmt er den Zweck und deine Ehre besteht darin, diesen Zweck auszuführen.

Ganz allgemein hast auch du den Auftrag, das Evangelium zu verkündigen, Matthäus 28.

Und jetzt überlege dir, wo ist der Bereich, in den Gott mich gestellt hat.

Du wirst nicht Apostel für die Nationen, außer Frage, aber vielleicht bist du der Botschafter Gottes für deine Familie, der Botschafter Gottes für deine Arbeitskollegen, der Botschafter Gottes für deine Nachbarn, für die Obdachlosen in der Evangelisation, wo auch immer Gott dich gebraucht.

Und dann sieh du deine Ehre darin, das zu tun, wozu Gott dich befähigt hat und wozu er dich benutzt.

Und das, wozu er dich befähigt, das wozu er dich benutzt, das wird dann zu deinem Lebensmotto, das du über dein Leben schreibst, damit du sagen kannst, Gott hat mich hier eingesetzt, zu seiner Ehre, um ihn zu repräsentieren.

Denn es geht von dem Moment an, wo Gott dich in deine Werkstatt nimmt, geht es nicht mehr um dich, sondern es geht um ihn.

Und das anzuerkennen und dein Leben dementsprechend zu gestalten, darin ist Segen begründet und darin ist auch Freude zu finden.

Und so darfst du für dich selber verstehen, Gott ist mit dir noch nicht fertig und er wird die Gemeinde nutzen, um an dir zu arbeiten.

Und er wird die Lehre in der Gemeinde nutzen, um dich zu erinnern.

Und er wird deine Berufung dir geben, mit der er dich einsetzt, wo es ihm gefällt.

Und dein Auftrag ist es, diesen wahrzunehmen.

Er möchte von dir, dass du sagen kannst, ich rühme mich des Christus.

Er möchte sagen, er möchte, dass du jetzt schon das tust, was du einst bei ihm im Himmel tun wirst.

Wenn du nur noch ihn siehst und nur noch ihn anbetest und nur noch ihn für würdig hältst.

Ich rühme mich nur des Christus.

Und Vater, so danken wir dir dafür, dass du ganz klare Mittel auch gibst und uns immer mehr dir ähnlicher zu machen.

Und wir verstehen auch wie und wissen von uns selber, wie gern wir uns dem widersetzen und wie ungern wir korrigiert werden und gedemütigt werden in deiner Hand.

Und so möchten wir uns doch vor dir beugen heute und annehmen, Herr, dass du uns verändern möchtest.

Und wir wollen lernen, das aus deiner Hand anzunehmen.

Wir wollen das auch lernen aneinander zu praktizieren zu deiner Ehre und damit erreichen, Herr, dass der Welt auch um uns herum deutlich wird, dass unsere Ehre in dir und in nichts anderes begründet ist.

Amen.