Du wirst gebraucht! | Römer 12,3-5 | Jonathan de Vries
Römer 12,3-5

Es gibt im Tierreich einen Vogel, den wir mit mehreren Kinderliedern besingen, der Teil von vielen Redewendungen im Deutschen geworden ist, aber er ist eigentlich ein ganz eigenartiges Tier und eigentlich auch ein Tier, dessen Verhaltensweise wir nicht nachahmen wollen.

Der Gegenstand der Kuckucksuhr, der Kuckuck, ein stolzes Tier, das das Nest anderer Vögel in Anspruch nimmt, dafür bereit ist, Eier anderer Vögel aus dem Nest zu schmeißen oder gar aufzufressen, der dann sich von Fremden auferziehen lässt, niemals Teil wird von dieser anderen Art, einfach ein Nutznießer, ohne selber etwas zu geben.

Nun, wenn ein Kuckuck reden könnte, dann würde er dir sagen, ich bin einfach zu wichtig.

Meine Art muss erhalten bleiben.

Aber ich bin mir selbst zu schade, meine eigenen Jungen großzuziehen.

Dafür brauche ich andere, ich brauche andere, die meine Bedürfnisse stillen, die mich versorgen.

Ich bin so wichtig, dass sogar andere für mich sterben dürfen, weil ich eine Sonderbehandlung verdiene.

Nun, so verhält sich nicht nur der Kuckuck, sondern leider auch mancher Gläubiger in der Gemeinde.

Und es ist genau diese Haltung, vor der der Römerbrief heute warnt.

Er warnt dich davor, nicht nur dich selbst zu sehen, sondern er ermutigt dich, dir bewusst zu werden, dass du Teil der Gemeinde bist und dich als Teil dieser Gemeinde zu betrachten und dich dort auch einzubringen.

Damit du das tun kannst, damit du dich einbringen kannst und damit du dich Teil dessen sehen kannst, brauchst du die richtige Perspektive.

Und so gibt Paulus heute zwei Perspektiven, die du brauchst, um für ihn effektiv in seinem Reich zu werden.

Und jetzt dürft ihr mit mir aufschlagen, Römer 12.

Römer 12, wenn ihr noch Bibeln sucht, hier bei der Säule liegen noch einige aus.

Wir werden uns heute in der Predigt auf die Phase 3 bis 5 konzentrieren, des Zusammenhangs Willen lese ich noch einmal ab Vers 1, Römer 12, ab Vers 1.

Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist.

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist, das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen ist, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat.

Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln, aber Glieder voneinander.

Vater, wir preisen dich, dass du ein Gott bist, der redet, der uns sein Wort gegeben hat, dass wir auch heute wieder uns damit auseinandersetzen dürfen, was du von uns möchtest.

Und so bitten wir dich heute um Gnade, dass du heute durch deinen Geist redest, dass du uns ermahnst, wo wir Ermahnung notwendig haben, Trost, wo wir Tröstung notwendig haben, aber auch Korrektur, wo wir Korrektur brauchen.

Und wir bitten dich, lass uns Täter und nicht nur Hörer sein, rede du, denn dein Volk hört.

Amen.

Wir sind jetzt bei Römer 12 und haben einige Kapitel schon hinter uns, wo Paulus ins Detail dargelegt hat, was ein Christ eigentlich ist.

Und er fing damit an, in den ersten Kapiteln ganz fundamental die Grundlage zu legen, dass es keinen Weg gibt für dich, Gott zu gefeiern.

Egal welche Herkunft, egal welche Taten du bringst, nichts wird dich Gott ähnlicher machen.

Und Paulus zeigt darauf, dass dieser Standard, den Gott stellt, seiner Gerechtigkeit zu erreichen, dass das ein Anspruch ist, den Gott aber tatsächlich an dich stellt.

Gott erwartet von dir, dass du seine Gerechtigkeit erreichst.

Das heißt, du kannst nicht einfach sozusagen in einem neutralen Vakuum in der Welt unterwegs sein und denken, naja, am Ende wird schon alles gut.

Irgendwie brauchst du diese Gerechtigkeit.

Aber Paulus macht dir ganz deutlich, egal was du tun wirst, von dir heraus wirst du diese Gerechtigkeit nicht erreichen, es sei denn, du verstehst dieses eine, was geschehen ist.

Dass Gott, der gerecht ist, Mensch wurde, auf der Welt ein perfektes Leben lebte, für dich am Kreuz starb und das Opfer auf sich nahm, das du selber nicht auf dich nehmen kannst und am Ende sogar noch auferstanden ist, um damit zu beweisen, dass die Strafe der Tod durch ihn besiegt wurde.

Dieser Weg allein, durch Glauben an ihn, durch sein Werk allein, ermöglicht es dir jetzt gerecht zu sein, gerechtfertigt zu sein.

Und diese Rechtfertigung, die Gott dem Menschen zuspricht, der an ihm glaubt und der mit ihm lebt, ist eine Rechtfertigung, die nichts wegnehmen kann.

Römer 8 macht das so entscheidend, es kann kommen, was will.

Es kann noch so groß eine Tragödie über dich herkommen, es kann alles genommen werden, es kann der Feind sich gegen dich aufbäumen, nichts wird die Rechtfertigung, wenn er sie einmal deklariert hat, wegnehmen, gar nichts.

Und so wie diese Errettung uns vor Augen gemalt wird, als ein Werk, das Gott getan hat, als ein Werk, das auch ewig erhalten wird, bringt es aber in deinem Leben Konsequenzen und das ist das Kapitel 12, es bringt Konsequenzen.

Und in Kapitel 12, Vers 1 leitet Paulus mit diesen Worten noch einmal ein, dass er deutlich macht, ich ermahne euch nun durch die Erbarmungen Gottes, also nochmal den Blick zurückwirft, ich werfe euch jetzt nicht einfach ein Kommando vor die Füße, sondern dieser Befehl, all das, was jetzt kommt, ist gefußt, gewurzelt in der Gnade Gottes, die schon stattgefunden hat.

Das heißt, erst dann, wenn du verstanden hast, dass Jesus Christus für dich auch verstanden ist und gestorben ist und dass du jetzt ihm angehörst und gerechtfertigt bist durch das, was er getan hat, erst dann kannst du auch das tun, was Paulus von dir hier möchte.

Nämlich, wie es jetzt weiter heißt, dein Leib darzustellen als ein lebendiges, heiliges, auch wohlgefälliges Opfer.

Und mit Leib ist nicht nur dein Körper gemeint, es ist dein ganzes Leben gemeint.

Alles, was du denkst, alles, was du sagst, alles, was du tust, alles, was du hast, alles, was du verdienst, alles, was du investierst, jeder kleine, noch so kleine und scheinbar irrelevante Lebensabschnitt deines Lebens gehört nicht mehr dir, sondern Gott.

Und es ist die bewusste Entscheidung eines Christen, jeden Tag aufs Neue, jeden Aspekt seines Lebens auf den Opfer vor Gott darzulegen und ihm deutlich zu machen, es gehört dir und nicht mir.

Und damit, mit dieser Haltung geht jetzt aber auch noch was weiter einher, wir lesen das jetzt ab Vers 2, wenn Paulus sagt, und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes.

Paulus stellt uns dar, wir sind in einem Strom der Welt unterwegs, du und ich sind errettet vielleicht, wir gehören Christus an, aber wir sind in dieser Zeit jetzt, in der wir stehen, umgeben von der Welt, wir treiben in der Welt, wir werden beeinflusst durch die Welt und die Gefahr ist, dass ein Christ, wenn er sich so treiben lässt in diesem Strom der Welt, am Ende ganz genau so aussieht, wie die Welt, in der er unterwegs ist.

Und Paulus sagt, das darf nicht sein, ein Christ darf nicht einfach sich in diese Form der Welt pressen lassen, dass man am Ende gar nicht mehr ihn von den Ungläubigen unterscheiden kann.

Sei nicht gleichförmig der Welt.

Das heißt, wenn du errettet bist, wenn du Christus kennst, aber danach einfach sagst, so, jetzt geht es mir gut, das Hauptproblem ist erledigt, jetzt lebe ich mein Leben wie ich will, dann wirst du genau das sein, wozu Paulus dir sagt, es eben nicht zu tun, du wirst gleichförmig der Welt, du wirst anfangen zu denken wie die Welt, du wirst anfangen so zu leben wie die Welt und am Ende wird man nicht mehr sehen, wer nun wirklich dein Herr ist.

Und deshalb sagt Paulus, das darf nicht sein, stattdessen, wir lesen weiter in Vers 2, werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes.

Ein Christ beginnt von dem Moment seiner Bekehrung an eine Reise der Erneuerung.

Auf der einen Art ist er schon neu, eine neu geschaffene Kreatur, die jetzt Christus gehört und nicht mehr länger Satan, nicht mehr länger verknechtet ist, deren eigenen Sünden und der eigenen Begierden, sondern sich Gott verpflichtet hat, aber trotzdem passiert jetzt noch, solange du auf dieser Welt bist, eine ständige Erneuerung des Sinnes, die dich dann befähigt, Vers 2, wenn ihr weiterlest, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist.

Das heißt, Paulus sagt, du bist in der Welt unterwegs, in dieser Strömung und es ist deine Aufgabe, zu einem Prüfinstrument zu werden, das jedes Mal mit allen Dingen, die es konfrontiert wird, deutlich unterscheiden kann, ist es biblisch oder weltlich, ist es biblisch oder weltlich, ist es biblisch oder weltlich.

Und dieses Prüfgerät hat dann auch die Möglichkeit, dich auszurichten, dass du dich immer wieder auf den Willen Gottes ausrichten kannst, denn darauf geht es, darauf kommt es an, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist, das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Nun, soweit die ersten zwei Verse, das ist noch gar nicht der Predigtext.

Aber mir ist es wichtig, euch da nochmal mitzunehmen, denn Vers 3 bis 5 und alles, was noch kommt, macht keinen Sinn, wenn wir Vers 1 und 2 nicht verstehen.

Paulus spricht von einer Veränderung des Sinnes, die stattfinden muss.

Und jetzt kannst du dir sagen, ja gut, das mache ich, ich setze mich in mein Kämmerlein, ich lese meine Bibel, ich bete, ich lasse mich führen vom Geist und gehe meinen Gang allein in der Welt umher und Paulus sagt, Moment, Moment, du bist eingebettet in einer Gemeinschaft und diese Erneuerung des Sinnes, die stattfindet, hat seine Auswirkungen primär in der Gemeinschaft, in der Gemeinde.

Wir kommen jetzt dazu, dass er uns ausrichtet darauf, wie sich das, was Gott mit uns macht, auswirkt in dem Leben in der Gemeinde.

Und um das richtig zu tun, brauchen wir eine neue Perspektive.

Wir setzen die Brille der Welt ab, setzen die Brille Gottes auf und die Perspektive, die er uns gibt, ist erstens, betrachte mit Gottes Blickwinkel dich und die anderen.

Betrachte mit Gottes Blickwinkel dich und die anderen, jetzt zu Vers drei.

Paulus fängt an und sagt, denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde.

Er hält es hierfür notwendig, mit deutschen Worten auszudrücken, ich sage hier mit Kraft des mir verlierenden Amtes, dass ihr.

Also er schiebt hier noch mal deutlich vor Augen, ich sage das nicht einfach nur, weil ich nun mal der Paulus bin, ich sage das nicht einfach nur, weil das, was jetzt kommt, meine persönliche Meinung entspricht, sondern ich sage es hier aufgrund der Gnade, die mir gegeben wurde.

Und er meint hier nicht die Gnade, die du und ich erfahren haben, als Christus uns errettet hatte, sondern er meint hier die Gabe, die Position, das Amt, das ihm anvertraut wurde nämlich der Apostel Jesu Christi zu sein, Augenzeuge Christi.

Und er tritt hier als ein Augenzeuge Christi auf, der sagen kann, das, was ich jetzt hier zu sagen habe, ist nicht nur mein Wort, es ist Gottes Wort, es ist entscheidend und jetzt geht es weiter, es geht jeden etwas an, Vers drei, jedem, der unter euch ist.

Nun Paulus kannte schon die Tendenz eines Christen, der vor dem Redner sitzt und sich dem Predigt anhört und bei einer Anwendung denkt, genau das müsste die Person XY gehören, hören.

Und genau das entspricht genau der Situation, in der Person XY drinsteckt.

Und Paulus sagt jetzt, Moment, bloß bevor du anfängst zu überlegen, auf wen es zutrifft, denk erst daran, dass es auf dich zutrifft.

Denk bloß nicht zuerst an die anderen, denk zuerst an dich.

Es geht hier um jeden unter euch und damit meint er jeden unter uns.

Dieser Vers spricht jeden an, wenn er jetzt nämlich sagt und jetzt kommt die Aufförderung, Vers drei, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt.

Hier die Aufforderung, denke nicht höher von dir selbst, als es dir entspricht.

Nun er schreibt das hier an Christen, er schreibt das an Christen, die als Sünder sich verstehen und verstanden haben, dass Jesus Christus allein ihre Erlösung ist.

Aber wir sehen mehrfach im Römerbrief, dass er genau diese Problematik der Selbstgerechtigkeit, des Hochmutes immer wieder anspricht.

Er warnt die Juden davor in Römer zwei, dann warnt er ganz allgemein seine Leser davor in Römer neun, pass bloß auf, dass du nicht Gott auf die Anklagebank setzt.

Und dann warnt er noch einmal sogar die Heiden davor in Römer elf, Vers 16, erhebe dich als Heide nicht über die Juden.

Aber hier nun spricht er zu den Christen, denn immer noch steckt diese Tendenz in jedem Menschen in uns drin, von sich höher zu denken, als sich zu denken gebührt.

Die Gefahr ist da, eine Neigung einzunehmen, die dich per se überschätzt.

Das spricht er an.

Jetzt denkst du dir ja gut, in welcher Weise denke ich denn zu hoch von mir?

Und um das erst richtig zu verstehen, lesen wir mal weiter in Vers 3, worauf Paulus hinaus will.

Er stellt das hoch höher von sich denken, dem Guten gegenüber, Vers 3, sondern, statt höher von mir zu selbst zu denken, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen ist, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat.

So ein schöner paulinischer Vers, wo er ein bisschen mit den griechischen Worten spielt und es schwer ist, im Deutschen wiederzugeben.

Viermal in einem Satz nutzt er den Begriff Denken.

Schaut nochmal mit mir, Vers 3.

Ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem unter euch nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen, und besonnen könnten wir übersetzen mit gesund denken.

Viermal.

Denke, denke, denke.

Die Erneuerung des Sinnes, in Vers 2, bewirkt ein anderes Denken.

Und das ist genau das, worauf er hinaus will.

Sei bedacht darauf, wie du denkst.

Du musst dir bewusst sein, in erster Linie, dass du eine Tendenz hast, zu hoch von dir zu denken und dir etwas anderes angewöhnen, eine richtige, gesunde Denkweise.

Und die richtige, gesunde Denkweise in Vers 3 ist die, dass Gott allen Gläubigen ein Maß des Glaubens gegeben hat.

Nun, mit Maß des Glaubens ist hier nicht in erster Linie der rettende Glaube gemeint.

Der Glaube an Jesus Christus, da gibt es nur einen Glauben.

Es gibt nur einen Christus, es gibt nur einen Glauben, der er rettet.

Da gibt es nicht verschiedene Arten von Glauben, die zur Rettung führen.

Aber der Glaube, wenn er auch die gleiche Quelle, das gleiche Ziel hat, bringt unterschiedliche Auswirkungen mit sich.

Ein Maß des Glaubens, das unterschiedlich ist.

Bei dem einen wirkt sich seine Errettung mit mehr Disziplin aus, mit einem anderen, mit mehr Barmherzigkeit, bei einem anderen mehr mit Lehre, worauf Paulus hinaus möchte und dieser Abschnitt führte dann fort in Vers 6 bis 8 ist, dass es für die Gemeinde unterschiedliche Gnadengaben gibt, die relevant sind.

Nun, was Paulus aber in erster Linie sagt ist, du musst dich darauf besinnen und dein Denken darauf ausrichten, eine gesunde Denkweise anzunehmen, dass nämlich Gott einen jeden Christen auf seine Art und Weise befähigt hat.

Das bedeutet, du schaust nicht länger nur auf dich selbst, sondern und du nimmst nicht nur das, was du bist, als einen Standard für alle, denn das wäre zu hoch von sich zu denken.

Nun ganz praktisch, wenn du persönlich vom Typ her ein großes Anliegen für Evangelisation hast, du bist getrieben davon, jeden freien Moment auf die Straße zu gehen, du bist getrieben davon, jedem vom Evangelium zu berichten, dann ist die Gefahr die, dass du dann auf alle anderen niederblickst, die nicht so sind und du wegen diesem Standard, den du sie ansetzt, gar nicht siehst, was Gott Gutes durch sie bewirbt und du deine Begabung zum Standard für alle gemacht hast oder wenn du eine sehr empathische Person bist und du siehst sehr schnell, fast automatisch, wenn es jemandem nicht gut geht und du weißt auch, wie man dann mit dieser Person umgeht, dann ist die Gefahr, dass du diese Begabung, die du hast und diese Sensibilität, die du hast, dass du dir als Standard ansetzt an alle anderen und du guckst dann die anderen an und sagst dir, wie um alles in der Welt konnte der das übersehen und jeder andere wird plötzlich unsensibel in deinen Augen, weil du gar nicht mehr siehst, wie Gott sie auf andere Art und Weise gebraucht, du hast deine Begabung zum Standard für alle gemacht oder wenn du dein Leben gut organisiert hast, du bist ein guter Verwalter, du bist einer, der vom Typ her immer seine Listen in der Reihe hat, sein Kalender ist gut organisiert, seine Wohnung ist einigermaßen in Ordnung, dann ist deine Gefahr, auf die anderen zu schauen, die nicht so sind und zu sagen, was ist denn hier los, du wirst genervt, wenn jemand seinen Termin nicht einhält und hast völliges Unverständnis, wenn jemand sich nicht gut organisieren kann, dann wird wieder deine Begabung zum Standard für alle oder wenn du vom Typ her wortgewandt bist, dir fällt es leicht zu reden, du sagst, was du denkst und du stehst einer Person gegenüber, die eher schweigsam, eher ruhig ist, dann ist die Tendenz, dass du diese ruhige Person anschaust und dich fragst, hast du denn etwa die Zunge verschluckt und du siehst gar nicht, wie Gott sie gebraucht, deine Begabung kann zum Standard für alle werden und dann hast du dich höher eingestuft, als Gott dich einstuft.

Die Nachricht, die Paulus hier allen sagen muss, ist denk nicht nur aus der Perspektive, wie Gott dich gemacht hat, sondern nimm einen Schritt zurück und achte darauf, wie Gott alle in der Gemeinde unterschiedlich begabt hat und so ist es deine Aufgabe, jetzt Gottes Blickwinkel anzunehmen und Gott anzuerkennen, als die Quelle aller Gaben und so mit Gottes Augen zu sehen.

Wenn du jetzt an diesen Punkt kommst, in der Gemeinde, du bist einer Person gegenüber, wo du merkst, irgendwie sind wir zwei völlig anders gepolt.

Wenn wir vor einer Entscheidung stehen, wo es zwei verschiedene Wege gibt, die beide biblisch ok sind, kann ich mich darauf verlassen, dass diese Person den Weg einschlägt, während ich den anderen einschlage.

Die Begabungen sind förmlich entgegengesetzt, vielleicht sind es sogar unterschiedliche Sprachen, unterschiedliche Kulturen und du merkst jedes Mal, dass es irgendwie, kommst du nicht so auf einen Nenner, dann ermutige ich dich heute, setz dich einfach mal hin mit einem Zettel und wende Vers 3 an, sei darauf bedacht, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat, wie hat Gott denn diese Person besonders begabt, wie hat Gott sie ausgestattet, um effektiv im Reich Gottes zu sein und dann fängst du an, Gott dafür zu danken und diese Person nicht länger als Hindernis, sondern als Mitarbeiter in seinem Werk zu betrachten.

Und das ist die Erneuerung des Sinnes, von der Paulus spricht und diese Erneuerung des Sinnes, dieses bewusste Umdenken ist wichtig, um die Einheit in der Gemeinde aufrecht zu erhalten.

Denn wenn das nicht stattfindet, dann werden überall Samen gesät, die zur Spaltung führen können.

Samen, die in Hochmut ihren Grund gefunden haben, die dann Undankbarkeit ernten, die dann Bitterkeit ernten, die dann Unfrieden ernten, die im schlimmsten Fall zu Streit führen und dann im schlimmsten Fall zur Spaltung.

Und diese Same von Hochmut muss im Kern erstickt werden.

Ich bin nicht höher als die anderen, ich wurde mit Gott mit einem Maß ausgestattet und so wurde genauso auch der Nächste neben mir.

Nun, manche von euch werden nicht nur auf die Begabung von sich selbst schauen, sondern sie drehen den Spieß um und schauen auf die Begabung in anderer.

Der kann so schön singen, ich kann das nicht, der oder diejenige ist so freundlich mit Fremden, ich kann das nicht, der oder diejenige ist so intelligent, ich bin das nicht und so weiter und so fort.

Das klingt sehr demütig, aber es ist nichts anderes als der Versuch, sich ein Kostüm anzuziehen, das nicht für dich gemacht wurde, eine Rolle eins zu nehmen, für die Gott dich nicht geschaffen hat und was du damit bist, ausdrückst ist, dass du Gott gegenüber undankbar und stolz gegenüberstehst und ihm eigentlich sagst, Gott, ich wünschte, du hättest mich anders gemacht.

Auch deine Antwort muss sein, Vers 3, Gott hat jedem ein Maß des Glaubens zugeteilt und dann sitzt du vor diesem Zettel und schreibst dir selber auf, wie Gott dich gemacht hat und du fragst andere, worin siehst du meine Begabung und dann bist du einfach zufrieden mit dem, wie Gott dich gemacht hat und setzt das so ein.

Nun, manche sind weniger auf die Begabungen fokussiert, weder von sich selbst noch von anderen, sondern es dreht sich dann um die eigenen Probleme.

Auch das ist eine Art zu hoch, von dir zu denken.

Ich muss erst meine eigenen Probleme in den Griff kriegen, bevor ich für andere mich einsetzen kann.

Ich muss mich erst selber auftanken, bevor ich effektiv werde.

Auch vom Typen her bin ich zu introvertiert oder ich bin einfach zu traurig oder ich bin zu sündig oder ich bin zu unabhängig, was es auch ist, es ist einfach eine andere Art zu hoch, von sich zu denken.

Mein Problem ist so groß, dass es zuerst aus der Welt geschaffen werden muss.

Die Antwort ist auch hier, Gott hat auch dir ein Maß des Glaubens zugeteilt, sei es in deinem schwachen Gefäß, sei es fast unscheinbar, aber deine Aufgabe ist zu nutzen, was Gott dir gegeben hat.

Und so darf es keinen Christen in der Gemeinde geben, der sich dem Dienst entzieht, weil er sich nicht richtig sieht.

Nun, Gottes Perspektive erlaubt dir also einen richtigen Blick auf dich und auf andere, aber zweitens auch, es erlaubt dir einen Blick auf dich als Teil des Teams.

Und das macht Paulus jetzt deutlich, indem er eine Illustration anführt, eine Illustration, die du und ich mit jeder Lebensminute, die wir leben, fühlen können, nämlich unseren eigenen Körper.

Vers 4, denn wenn wir, wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben, nun, das ist völlig selbstverständlich.

Und das kannst du dir auch gut vorstellen.

Deine Hand kann nicht das verrichten, was die Füße tun, dein Herz wird nie die Funktion deiner Nieren übernehmen können, deine Augen sind die einzigen Organe, die fürs Sehen geschaffen wurden, das kann die Nase nicht verrichten, dein Mund ist zum Sprechen gedacht, nicht deine Ohren, jede Gliedmasse, jedes Organ deines Körpers ist an dem Ort, wo es sein soll, um eine bestimmte Funktion zu erfüllen und so ist es auch in der Gemeinde.

Ein Leib und viele verschiedene Glieder, das drückt Paulus nun aus in Vers 5, so sind auch wir, wir Gläubige, die wir Jesus Christus kennen, die wir ihm folgen, wir sind die vielen und doch ein Leib in Christus.

Viele verschiedene Organe, die hier einem Organismus zugeordnet sind und die zusammen gehalten werden durch einen gemeinsamen Nenner.

Nun in der EU gilt das Motto in Vielfalt geeint.

Es ist eine Gruppe von Ländern, gemeinsames Recht, gemeinsame Interessen, gemeinsames Parlament, nun das funktioniert nur mäßig im Vergleich zu dem, was Paulus hier beschreibt, zur Gemeinde.

Es ist ein Leib, von dem Christus selbst das Haupt ist, die Gemeinde ist Christi Füße und Hände, die Gemeinde ist Jesu Werkzeug und so hat jeder einzelne Christ seinen Platz in diesem Organismus, den Gott selber geschaffen hat und von dem er selber das Haupt ist.

Nun die Frage, was bringt denn jetzt die Gemeinde zusammen, was hält sie zusammen?

Und die Antwort ist uns gegeben in Vers 5, wir sind die vielen, ein Leib in Christus, in Christus vereint.

Die Grundlage für die Einheit ist nicht die Art und Weise, wie sich eine Gemeinde organisiert, ist nicht die Nationalität der einzelnen Mitglieder, sind nicht die Interessen der einzelnen, sind nicht die Neigungen, sind auch nicht mal die Gaben, die Grundlage für Einheit, die die Bibel immer wieder legt, ist nur eine, nämlich Jesus Christus.

Aus der Perspektive Jesu Christi ist in diesem Aspekt jeder Mensch gleich, er ist ein geborener Sünder und gerettet allein durch Jesus Christus und jetzt lebt er allein durch Jesus Christus.

Jesus hat dich und mich zu Beginn so gesehen, wie wir sind, nämlich verachtenswerte, verdorbenswerte Sünder, aus geistlicher Sicht müsste man sagen, verwesene Leichen, die für nichts anderes zu gebrauchen sind, als in den Feuerofen geschoben zu werden.

Und jetzt kommt Jesus und nimmt diese Leichen und erweckt sie zum Leben und macht sie ganz neu, nennt sie dann seine Schöpfung, seine Kreaturen, die jetzt in der Lage sind, etwas zu tun, was man sich nie hätte ausmalen können, nämlich die Werke zu tun, die er für sie vorbereitet hat und aus dieser Sicht ist jeder Mensch innerhalb der Gemeinde gleich, eins in Christus.

Jeder einzelne von uns steht vor dem Kreuz mit dieser Perspektive einer Sünde, einer Last, die er nicht bewältigen kann, mit einem Blick auf das Kreuz, den er allein kann diese Sünde besiegen und mit einer Perspektive, dass das Leben nur mit ihm vorangehen kann, bis wir in der Ewigkeit bei ihm sind.

Jesus Christus ist das Haupt, Jesus Christus ist Basis und Ziel und ohne Jesus Christus gibt es keinen Leib.

Und selbst Christen müssen sich da immer wieder erinnern, das Einzige, was die Einheit unter Christen aufrechterhalten kann und darf, ist Jesus Christus.

Das heißt in der Gemeinde zählt nicht und kannst du nicht sagen, naja mit dieser Person verstehe ich mich einfach nicht.

In der Gemeinde gilt nicht und kannst du auch nicht sagen, na wenn die Person mal woanders hingeht, dann haben wir Frieden.

In der Gemeinde geht nicht und kannst du auch nicht sagen, dass diese Kultur oder diese Sprache oder diese Lebensweise einfach hier keinen Platz hat.

Du kannst auch nicht sagen, ich verstehe deren Anliegen einfach nicht.

Du kannst auch nicht sagen, diese Person ist mir einfach zu oberflächlich, diese Person ist mir einfach zu theoretisch, diese Person ist mir einfach zu laut, diese Person ist mir einfach zu leise, diese Person ist mir einfach zu selbstbewusst.

Was es auch ist, für dich gilt diese Perspektive, vor dem Kreuz seid ihr beide Sünder und allein durch Christus seid ihr das, was ihr jetzt seid und durch Christus seid ihr vereint.

Durch Christus zusammengebracht und jetzt auch durch Christus zusammen erhalten und trotzdem, obwohl das Fundament gleich ist, sind wir doch alle verschieden und das macht Paulus auch ganz deutlich.

Nochmal in Vers 4, wir haben in einem Leib viele Glieder, aber die Glieder haben nicht alle dieselbe Tätigkeit, so sind wir die vielen Einleiben Christus, einzeln aber Glieder voneinander.

Nun ist es so, bei einer Fußballmannschaft, da trägt jeder, der auf das Feld läuft, von der gleichen Mannschaft, die gleichen Farben, das gleiche Wappen, hat die gleiche Absicht nämlich zu gewinnen, sie hören auf den gleichen Coach, aber trotzdem hat jeder einzelne seine eigene Aufgabe, der Verteidiger verteidigt, der Mittelfeldspieler dirigiert das Mittelfeld und der Stürmer, der stürmt, der greift an.

Wenn jetzt die Fußballmannschaft sich entscheidet, ja heute werden wir mal alle verteidigen, dann fällt kein Tor und wenn die sich entscheiden, jetzt werden wir alle Stürmer, dann ist die Abwehr ausgeliefert, aber genau das passiert immer wieder unter Christen, dass du dir eine Gussform eines Christen gebaut hast in deinem Kopf und du denkst, in diese Gussform muss ich irgendwie reinpassen.

Du siehst einen Prediger und gehst davon aus, dass jeder Älteste so sein muss, du siehst einen Diakonen und du gehst davon aus, dass jeder Diakon so aussehen muss und du hast ein Bild von einem Christ und du gehst davon aus, jeder Christ muss genauso aussehen.

Doch Gott macht uns deutlich, hier durch die Paulus hindurch, dass das Einzige, was uns vereint, Jesus Christus ist und danach gibt es ganz viele Unterschiede, viele Gaben und viele Schwerpunkte und so findet dann in dem Themen von Jesus jeder seinen Platz.

Das sagt er jetzt in Vers 5, wir sind einzeln, aber Glieder voneinander, aufeinander, miteinander aktiv.

Das heißt in der Gemeinde Gottes darf es keinen Konkurrenzkampf geben, es darf keinen Wettkampf geben und er ist auch völlig fehl am Platz, weil jeder seinen Platz hat.

So wie du ist sonst keiner.

Deine Begabung, deine Fähigkeiten, deine Persönlichkeit werden, so wie Gott sie geschaffen hat, zu seinem Nutzen und zum Nutzen anderer gebraucht und dazu muss man sich nicht erst wie ein Kuckuck verhalten und andere aus dem Nest werfen.

Man muss sich nicht erst aufspielen, um gesehen zu werden, sondern sich einfach als Teil eines größeren Verstehen, in den Gott dich hinein versetzt hat.

Du dienst andere und andere dienen dir.

Du machst den Aufbau, jemand anderes die Küche, du machst die Technik, jemand anderes redet, du besuchst Kranke, jemand anders betet für sie, du sorgst dich um Gäste, jemand anders um die Mitglieder und so sind wir alle als Gemeinde in einem Team eingebettet.

Ein Team, ein Team, ein Team und die Tatsache, dass wir im Team arbeiten, projiziert sich nicht nur auf die gesamte Gemeinde, sondern dann geht es weiter.

Die Akone sollten nicht nur Einzelne sein, Älteste sollten nicht nur Einzelne sein.

Es sind immer Teams, Teams, Teams.

So bist du Teil eines großen Ganzen und wir leben in einer Stadt, einer Großstadt, versteht sich von selbst, in der der Individualismus zelebriert wird und ein Autor hat es mal so beschrieben, allgemein die Dynamik in Großstädten ist die, das kann man vergleichen mit einem Strudel, eine Strömung, die in eine Richtung zieht, aber in dieser Strömung sind ganz viele einzelne Partikel, die unabhängig voneinander operieren.

Jeder ist auf sich selbst konzentriert, jeder ist auf sich selbst gestellt und jeder tut das, was ihm beliebt.

Das ist Individualismus und dieser Individualismus wird nicht nur in der Stadt gelebt, sondern er schlägt Wurzeln in jedem Bereich seines Lebens, in einem säkulären Erziehungsbuch ist eine Journalistin, die hatte erforscht, wie die Dynamiken in Familien sich entwickeln und sie hat beobachtet, dass Kinder, die verstehen, dass es nicht nur um sie geht, glücklicher sind als die anderen.

Kinder, die verstehen, ich bin in einem Team, in der Familie, sind erfüllter als die anderen und ein säkulärer Psychologe drückt es so aus, das sinnvolle Leben besteht darin, zu etwas dazugehören und etwas zu denen dienen, von denen man überzeugt ist, dass es größer ist, als das eigene Selbst.

Also ihr seht, dass die Menschen, die sich wirklich damit beschäftigen, mehr und mehr in die gleiche Richtung gehen, was genau entgegen dem entspricht, was die Welt dir heute erklärt.

Die Welt sagt, du musst dich selber hervorstellen, du musst dich selber groß machen, du musst selber erfüllt sein, aber die Bibel sagt, es gibt etwas viel Größeres als du, nämlich Jesus Christus und sein Werk und du hast das Privileg, von diesem Größeren ein Teil zu sein und darauf zählt Paulus ab, du bist ein Organ in diesem großen Organismus, du brauchst dieses Team und du bist Teil in diesem Team.

Nun, wenn du dich also anfängst, aus der Gemeinde zu distanzieren, aus irgendwelchen Gründen, mir ist das zu laut, ich verstehe mich nicht gut mit denen oder vielleicht sogar, ich kann das, was mir erklärt wird, besser selbst bearbeiten, dann hast du angefangen, die Denkweise der Welt zu übernehmen, die sich versteht, als Partikel in einem Strudel, ich mach’s für mich selber.

Du fängst an, notwendigerweise für dich selbst zu leben, dich um dich selbst zu drehen und unzuberativ achtest du dich selbst einfach zu hoch.

Du bist Teil der Gemeinde und die anderen brauchen dich und du brauchst sie.

Oder wenn du den Eindruck hast, es gibt nichts zu tun, da ist kein Platz für mich, so viele begabte Leute, die machen das alles super, dann ist auch das falsch, auch du hast einen Platz, du bist ein Organ, es wäre so, als ob die Niere einfach sagt, ich geb auf, die andere macht den Job besser.

Oder ein Stürmer sagt, ich geb auf, der Mittelfeldspieler hat das super im Griff, das ist nicht richtig, du wirst gebraucht und deshalb gehst du auf die Gemeinde zu und dienst und du nimmst deinen Platz ein.

Oder vielleicht ist auch deine Haltung genau das Gegenteil und du sagst, Mensch, es macht keiner was, immer bin ich derjenige, ich diene jeden Sonntag, ich bin immer da, ich krampf mich ab bis zur Erschöpfung, die anderen machen ja kaum was, dann hast du angefangen, die Gemeinde von dir her zu definieren.

Du denkst so groß von dir selber und du fängst an, dich selber wichtiger zu machen als andere.

Dann ist auch deine Aufgabe, auf andere zuzugehen, sie mit einzubinden und zu verstehen, du brauchst sie und sie brauchen dich.

So bewerkstelligt dann die Gemeinde Gottes Gewaltiges, wenn jeder einzelne seinen Posten, seinen Teil darin bringt.

Eine Biene allein kann nie so viel Honig produzieren wie ein ganzes Volk, eine Ameise allein kann nie einen Ameisenhaufen bauen wie eine ganze Kolonie und so musst du dich immer als Teil dieses Teams verstehen.

Du wirst darin gebraucht.

Nun, Gott hat keine Einzelkämpfer geschaffen.

Gott hatte nie die Idee, dich mit einer Ausgabung so auszustatten, dass du einfach für dich selber die Welt einnehmen kannst für das Evangelium, sondern diese Erneuerung des Sinnes, zu lernen von Gott, den Willen Gottes zu prüfen, bringt dich in die Gemeinde rein.

Es fordert dich auf, nicht länger nur die Welt aus deinen Augen zu sehen, nicht länger nur die Art und Weise, wie du gemacht bist, die Meinungen, die du hast, die Präferenzen, die du hast als das Nonplusultra zu sehen, sondern zu verstehen, es gibt auch andere.

Und was Gott mit denen macht, ist genauso viel wert wie das, was er mit mir tut.

Und dann findet der Schulterschluss statt, wo ein Team anfängt zu organisieren und zu verstehen, wir gehören zusammen und diesen Blickwinkel brauchst du, diesen Blickwinkel musst du einnehmen und dann mit der Gemeinde effizient voran zu gehen und sein Werk zu verrichten.

Vater, wir preisen dich dafür, dass du keine Einzelkämpfer schaffst, dass du ein Gott bist, der es liebt, wenn Brüder in Einheit zusammenleben und der uns trotzdem auf so vielfältige Art und Weise geschaffen hat und uns benutzt, um dadurch dich zu verherrlichen und dein Werk zu verrichten.

Ich bitte dich darum, dass du uns die Gnade schenkst, aus unseren Höhlen herauszukriechen und über unseren Tellerrand hinweg zu schauen und zu sehen, dass wir nicht alleine die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, sondern dass wir dich brauchen und dass du Menschen geschaffen hast und besonders begabt hast, damit wir das noch besser tun können.

Herr, wir verstehen, dass der Stolz tief sitzt in uns und wir bringen ihn mit seit der Geburt und wir brauchen Erinnerungen wieder und wieder und wieder, die uns vor Augen malen, dass es dafür keinen Anhaltspunkt gibt, denn alles herkommt von dir.

Du bist die Quelle aller Begabungen, du bist die Wurzel, das Haupt der Gemeinde und wir bitten dich darum, dass du uns Gnade schenkst, mit deinen Augen die Gemeinde zu sehen und jeden Einzelnen, der darin involviert ist, zu deiner Ehre.

Amen.