Diakone: Diener der Gemeinde II
Durch KI Transkribiert – Bei Fragen meldet Euch gerne bei [email protected] Jetzt, wo die Kinder uns verlassen haben, können wir eine Frage stellen, die man Kindern gerne stellt, nämlich die Frage, was möchtest du werden, wenn du groß bist? Groß werden, jawoll. Also ich finde es manchmal ganz interessant, dass die Aussagen sich schnell ändern können, je nach Situation oder Begebenheiten oder nach einer Konfrontation mit einem gewissen Beruf, ändert sich manchmal auch diese Antwort zu der Frage, wenn ich groß werde, möchte ich etwas werden? Nun, als Christ gibt es eigentlich nur eine Antwort auf diese Frage, was möchtest du werden, wenn du groß bist, nämlich wie Jesus sein. In 1. Johannes gibt Paulus sogar das Versprechen, dass er sagt, wir werden verwandelt werden, wie wir genau aussehen werden, wissen wir nicht, aber wir werden bei Jesus sein und wir werden wie Jesus sein und so ist von dem Moment der Bekehrung an, von dem Moment an, wo du die Gnade Gottes verstehst, bist du auf dem Weg, Jesus ähnlicher zu werden und das bedeutet für dich als Christ ganz aktiv, dass du dich mit Leuten umgibst, die diesem Jesus nachfolgen, die diesen Jesus nachahmen und du wirst so, wie du dich mit diesen Leuten umgibst, dann auch gewisse Dinge von diesen Leuten imitieren, die dem Bild Jesu entsprechen und so gibt es eben auch Diakone. Diakone sind auf der einen Art ein offiziell bestätigtes, eingesetztes Amt, wie wir das zwischen den Gottesdiensten auch nochmal deutlich hervorgehoben haben mit der Einsetzung von Song und Tobi, aber es ist auch ein Amt, das jedem Christen ein Vorbild zeigt darauf, was es bedeutet, Christus ähnlicher zu werden und so werden wir heute in dem Bibeltext, den wir anschauen, uns vier Merkmale sehen, vier Merkmale eines Diakons, die dir helfen zu verstehen, warum ein Diakon eingesetzt wird, wie dieser Diakon aussieht und vor allen Dingen auch, wie er so ein Beispiel für dich zum Nachahmen wird. Nun vorne auf der Folie steht ein Titel der Predigt von Januar. Damals hieß die Predigt Diakone Diener der Gemeinde, heute reden wir über Diakone Vorbilder im Dienst. Vorbilder im Dienst. Und wenn ihr euch daran erinnert, in Januar haben wir ganz allgemein über Dienst gesprochen. Wir sind zu Matthäus 20 gegangen, haben uns damit auseinandergesetzt, dass Gott den Christen dahingehend beauftragt, ein Diakonos, ein Diener zu sein. Gewissermaßen ist dieser Aufruf, ein Diener zu sein, ein Aufruf, dem jedem Christen gilt. Da kannst du dich nicht einfach außen vor nehmen. Du kannst nicht zu dem Diakon sagen, du dienst und ich lasse mich bedienen. So funktioniert das nicht. Vielmehr ist es so, dass die Gemeinde aus Dienern besteht und doch einige offiziell als Diener Diakone bestätigt und eingesetzt werden. Und wie diese Diakone nun aussehen, wird uns sehr ausführlich beschrieben in 1 Timotheus 3. 1 Timotheus 3 und ich lese dort ab Vers 8. 1 Timotheus 3, die Verse 8 bis 13. Dort schreibt Paulus ebenso die Diener, er aber nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht schändlichem Gewinn nachgehend, die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren. Auch sie aber sollen zuerst erprobt werden, dann sollen sie dienen, wenn sie untadelig sind. Ebenso sollen die Frauen erber sein, nicht verleumderisch, nüchtern, treu in allem. Die Diener seien jeweils Mann einer Frau und sollen den Kindern und den eigenen Häusern gut vorstehen, denn die, welche gut gedient haben, erwerben sich eine schöne Stufe und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christus Jesus ist. Vater, wir preisen dich an diesem Morgen dafür, dass du Gott bist, der Gott, der heilig ist, der Gott, der aber auch voller Liebe ist. Ein Gott, der so gnädig ist, wie wir es uns nicht einmal vorstellen können, wenn wir uns vor Augen halten, wie gerecht und wie heilig du und dein Gesetz sind. Und wir erkennen an, dass wir Sünder sind, verloren ohne deine Hilfe. Wir erkennen an, Herr, dass allein du und dein Werk uns aus dieser Misere befreien können und dass du das auch getan hast, Herr. Wir erkennen an, Herr, dass wir heute hier sitzen dürfen als deine erlöste Schar, diejenigen, die du erkauft hast durch dein kostbares Blut. Und wir erkennen an, Herr, dass dieses Erkaufen mit deinem Blut eine Veränderung in unserem Leben hervorgebracht hat, eine Veränderung, die deutlich ist. Herr, und so bitten wir dich auch heute, wenn wir vor dir kommen. Wir wollen dich nicht nur anbeten, wir wollen dich nicht nur preisen, sondern wir wollen auch von dir lernen. Und wir wollen uns prägen lassen von dir und deinem Wort. Und wir danken dir deshalb dafür, dass du uns dein Wort in die Hand gegeben hast, dass wir es lesen dürfen, dass wir es verstehen dürfen und dass du heute noch durch deinen Geist, durch dein Wort redest. Und darum bitten wir dich, Herr, rede du heute durch deinen Geist. Öffne du unsere Augen, öffne du unsere Ohren, öffne du unsere Herzen, schenke Gnade, dass wir korrigiert werden, wo Korrektur notwendig ist. Lass uns auch Trost finden, wo Trost notwendig ist. Und Herr, so bitten wir dich an diesem Morgen. Rede du, denn dein Volk hört. Amen. Die Passage, die wir gelesen haben, bettet sich ein in einen Brief, den ersten Timotheusbrief, den man wiederum den Pastoralbriefen zuordnet. Ein Brief, den Paulus hier dem Timotheus geschrieben hat, als er ihn allein in Ephesus zurückgelassen hat. Ephesus war eine Weltstadt zu der Zeit. Eine Stadt, wo sehr viel Tourismus unterwegs war. Eine Stadt, die auch einen sehr wichtigen zentralen Punkt für die ganze Region war. Und eine Stadt, die dementsprechend auch eine Gemeinde hatte, die einen Einfluss über die Grenzen ihrer Stadt hinweg hatte. Timotheus wird in dieser Stadt zurückgelassen und findet sich vor, mit Streitigkeiten auseinandersetzen zu müssen. Er muss sich mit gesetzlichen Juden befassen. Er muss sich mit Streitfragen befassen. Er hat Leute, die sich über Fabeln oder Geschlechtsregister unterhalten. Und diesem Timotheus gibt Paulus nun ein Schreiben an die Hand. Ein Schreiben, wie es denn jetzt in dieser Gemeinde, die so ihre eigenen Probleme hat, wie er diese Gemeinde führen kann und wie er sie organisieren kann. Und dazu gehört eben auch das Amt eines Diakons. Und so gibt er uns als erstes Merkmal eines Diakons, erstens das Merkmal, dass er einem Herrn gewidmet ist. Er ist einem Herrn gewidmet. Wenn ihr jetzt nochmal in Vers 8 schaut, wie Paulus diesen Abschnitt über die Diakone einleitet, er leitet es ein mit dem Wort ebenso, ebenso die Diene. Nun, wenn da dieses Wort ebenso steht, dann deutet das für uns an, dass sich dieser Vers in einen Gesamtkontext einbettet. Und wir müssen in den Zusammenhang schauen, warum schreibt Paulus denn hier jetzt ebenso die Diene. Die Antwort finden wir in Kapitel 3, Vers 1. In Kapitel 3, Vers 1, wo Paulus einleutet, das Wort ist gewiss, wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet, so begehrt er ein schönes Werk. Er fängt in Kapitel 3 an, über die Ältesten zu sprechen. Hier Aufseher genannt. Hirten der Gemeinde. Verschiedene Begriffe, die alle das gleiche aussagen. Und er macht deutlich, dass ein Aufseher in der Gemeinde eingesetzt werden sollte. Und dieser Aufseher muss aber gewisse charakterliche Anforderungen erfüllen. Und dann listet er diese charakterlichen Anforderungen auf und kommt dann zu Vers 8, wo er über die Diakone spricht. Ebenso die Diener. Das heißt also, genauso wie es gewisse Anforderungen gibt, die ich an älteste Stelle, genauso stelle ich gewisse Anforderungen an Diener. Diakone. Nun wozu schreibt er das? Warum ist ihm das so wichtig? Diese Rollen sowohl eines ältesten, als auch eines Diakons für Timotheus genauer zu definieren. Und die Antwort finden wir nach der Passage. Ich habe euch jetzt vorhin vor die Passage zu 3 Vers 1 geführt. Jetzt dürft ihr mal 3 Vers 14 anschauen. 3 Vers 14 bis 15. Dort gibt nämlich Paulus die Absichtserklärung dieses Briefes. Also erklärt grundsätzlich, warum er überhaupt das Bedürfnis hat, diesen Brief dem Timotheus zu schreiben. In 1 Timotheus 3 Vers 14 sagt er, dies schreibe ich dir, also diesen Brief schreibe ich dir, in der Hoffnung, bald zu dir zu kommen. Also Paulus sagt, ich habe dich Timotheus jetzt in Ephesus zurückgelassen. Ich habe aber nicht das Ziel, dich als Weisen dort verkümmern zu lassen. Ich möchte wieder einmal zu dir kommen. Ich kann aber nicht genau abschätzen, wie lange das geht. Und darauf geht er jetzt ein, wenn wir jetzt weiter lesen in Vers 15. Damit du aber, falls ich mein Kommen verzögern sollte, weißt, wie man wandeln soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit. Also er sagt, wenn es jetzt dazu käme, dass ich jetzt länger weg sein sollte, dann möchte ich sicherstellen, dass du ein Schreiben an der Hand hast, mit dem du weißt, wie es sich innerhalb der Gemeinde zu verhalten gehört. Und die Gemeinde definiert er hier als das Haus Gottes, also den Tempel Gottes. Tempel Gottes heißt der Wohnort Gottes. Das heißt, er spricht hier nicht von dem Gebäude, in dem sich die Gemeinde versammelt, sondern er spricht von den einzelnen Personen, die sich als Gemeinde in Ephesus formiert haben, die zusammen dort kommen. Diese Personen formen zusammen den Wohnort Gottes. Nun, wenn es eine Gemeinde gibt, den du Wohnort Gottes nennst, dann ist auch völlig plausibel, dass es für diesen Wohnort Gottes gewisse Verhaltensregeln gibt. Da gibt es Dinge, die sich gehören und da gibt es Dinge, die sich nicht gehören. Und das stellt er ihm jetzt dar. Timotjes muss seinen Dienst in dieser Gemeinde wahrnehmen. Der Dienst selber ist aber viel zu groß für ihn allein. Es ist unmöglich, dass Timotjes selber diesen Dienst ausführt. Und Timotjes muss sich von Anfang an Gedanken machen, wie er diese Gemeinde in die Selbstständigkeit führt, wie er sie dahin bringt, dass sie selber für sich funktionieren kann. Und da gehört es nun mal dazu, klare Leitungen einzusetzen, klare Strukturen zu bringen. Deshalb diese Ämter, 1. Timotjes 3, Vers 1 bis 7, die ältesten, 1. Timotjes 3, Vers 8 bis 13, die Diakone. Zwei Ämter, die der Gemeinde dann helfen, nach Gottes Plan gebaut zu werden, nach Gottes Plan zu funktionieren. Und so ist es offensichtlich, dass Paulus hier nicht von Dienern allgemein, als jedem Christen spricht, sondern hier ein spezielles Amt definiert. Ein Amt, das nur einer Gruppe von Menschen zugeteilt wird. Ein Amt, das wir auch wieder repräsentiert sehen in Philippa 1, Vers 1, wenn Paulus dort die Gemeinde in Philippi adressiert und sagt, ich schreibe an die Heiligen in Philippi samt den Aufsehern und den Dienern, die Diakone. Also da sehen wir auch schon, dass eine junge Gemeinde, die in Philippi, an einem ganz anderen Ort ist, genau die gleiche Struktur für sich selber adaptiert hat, nämlich die von Ältesten und Diakonen. Die Frage, die wir uns stellen müssen, die Frage, die auch Timotjes sich stellen musste, ja gut, wen setze ich denn jetzt als Diakon ein? Nämlich den, der am aktivsten in der Gemeinde ist. Nämlich den, der bei allen Anlässen, die ich mache, auftaucht. Nämlich den, der am eifrigsten vom Glauben Zeugnis gibt. Wonach schaue ich denn? Muss ich vielleicht sogar nach einer Vorbildung schauen? Braucht mein Diakon ein Theologiestudium oder eine Ausbildung zum Diakon? Worauf achte ich hier? Und jetzt macht Gott ganz deutlich, worauf ich achte. Bei meinen Diakonen, die in meiner Gemeinde eingesetzt sind, ist in erster Linie der Charakter. Ist in erster Linie der Charakter, denn der Diakon der Gemeinde muss ein bodenständiger Christ sein, der sich als solcher bewiesen hat. Warum ist das so wichtig? Es ist so wichtig, weil wir oft vergessen, was die Gnade Gottes in Menschen bewirken sollte. Und das Evangelium wird so oft runtergeleiert, dass es oft als ein Lippenbekenntnis einfach zu sagen ist und doch in seinem Leben nur schwierig zu leben ist. Und das ist genau das, wo Paulus hier auch wieder Wert drauf legt. Wenn hier Leute offiziell eingesetzt werden, in der Gemeinde, die ich geschaffen habe, in die Gemeinde, wo Gott selber der Haupt ist, dann muss in den Menschen, die dort offiziell anerkannt werden, auch ein Lebenswandel sichtbar sein, der der Gnade Gottes entspricht. Die Gnade Gottes, die dich dahin bringt, zu erkennen, dass du ein hilfloser Sünder bist und allein in Jesus Christus die Lösung findest, sein Kreuz akzeptierst, deine Auferstehung akzeptierst und dein Vertrauen allein darin gründest. Und wenn du das tust, wird das Zeich zeigen. Das wird sich zeigen in deinem Leben, weil du jetzt ein neuer Mensch bist, mit neuen Verlangen, mit neuer Ausrichtung, mit neuer Motivation. Und so sind dann auch die Akone. Die Akone sind Menschen, die egal, ob sie in der Gemeinde sind, ob sie bei der Arbeit sind, ob sie in der Familie sind, ob sie unter schwierigen Umständen oder einfachen Umständen gewisse Charakterzüge zeigen und deshalb eingesetzt werden. Nun, was sind diese Charakterzüge? Wir kommen endlich weiter in Vers 8. Ebenso die Diener erber. In erster Linie erber. Das ist ein ganz allgemeiner Begriff, den man auch übersetzen könnte mit würdig, mit heilig. Es sind Christen, die man als Christen ansieht und die man dafür auch respektiert und dementsprechend achtet und die damit deutlich machen, dass sie in erster Linie dem Herrn gewidmet sind. Paulus fährt fort. Sie sind nicht nur erber, sondern sie sind auch nicht doppelzüngig. Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass ein Diakon nur eine Sprache kann. Die Sprache der Wahrheit. Es gibt nicht eine Schmeichelei bei der einen Person und das Hintenrumreden bei der anderen Person. Das wäre unaufrichtig und das wäre doppelzüngig. Die Akone sind offene Bücher, die mit offenen Karten spielen und keine versteckte Agenda in der Hinterhand halten. In ihrer Sprache sind sie dem Herrn gewidmet, tun sich selber nicht durch Gerede hervor, suchen den Herrn zugefallen. Paulus fährt fort. Neben diesem Reden geht es nun auch um ihr Verhalten in Bezug auf Rauschmitteln. Sie sind nicht vielem Wein ergeben. Nun, es geht hier nicht nur um Rauschmittel. Die Betonung liegt darauf, wem sind sie ergeben. Wenn Paulus hier von nicht vielem Wein ergeben spricht, dann meint er damit, es kann kein Trinker sein, der süchtig ist nach einem Mittel. Und dieses Mittel kann sowohl Wein sein, es kann Drogen sein, es kann dein Essen sein, es kann deine Vergnügung sein, es kann dein Computer sein. Die Gefahr, vor der Paulus warnen möchte, ist, dass ein Mann eingesetzt wird, der nicht wirklich loyal dem Herrn gegenüber ist, weil er ständig den Shield auf ein Verlangen, das er innerlich irgendwie stillen muss. Denn ein solcher Mensch kann nicht der Gemeinde Gottes ungeteilt dienen. Er wird ständig den das Steuer seines Lebens etwas anderem überlassen. Paulus macht es ganz deutlich in 1. Korinther 6, Vers 12, eine Maxime, die für jeden Christen gilt. 1. Korinther 6, Vers 12. In dem ganzen Zusammenhang spricht Paulus viel über die Freiheit eines Christen. Die Korinther waren darin sehr bekannt, die Freiheit des Christen hervorzuheben, so sehr, dass sie sogar Sünde erlaubt haben. Aber Paulus sagt diesen Menschen, in 1. Korinther 6, Vers 12, alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich, alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen. Und das ist hier der Schlüssel, den wir jetzt auch hier wieder in 1. Timotheus 3 finden. Viel dem Wein ergeben zu sein, würde bedeuten, ich würde mich von etwas anderem beherrschen lassen, statt von Gott. Und es gibt nur eine Person in deinem Leben, die dich beherrschen darf und das ist Jesus Christus allein. Genau deshalb macht Paulus in Epheser 5, Vers 18 genau diese gleiche Ermahnung, wo er den Ephesern sagt, berauscht euch nicht mit Wein, sondern werdet voll Geistes. Wir sehen, wie er dieses gleiche Bild aufzehrt. Entweder bist du dem Wein ergeben, wirst du regiert von etwas anderem oder du verpflichtest dich, ganz bewusst dem Geist zu dienen. Und daran ist sein Diakon zu erkennen. Er widmet sich dem Herrn, indem er sich nur von ihm beherrschen lässt. Keine geteilten Loyalitäten, er ist ihm ergeben. Und Paulus geht weiter. Neben diesem Aspekt gilt nun auch, dass er nicht schändlichem Gewinn nachgehend ist. Ein Diakon ist unbestechlich. Du kannst den Tobi bitten, dein Auto für 1000 Euro zu waschen. Vielleicht würde dir das Auto waschen, aber würde das auch für ohne 1000 Euro tun. Ein Diakon wird nicht versuchen, aus seinem Dienst Profit zu schlagen. Er wird sich auch nicht bestechen lassen, wenn du sagst, wenn du lieber Tobi endlich mal dieses Lied, das ich mir schon so lange wünsche, an einem Sonntag spielst, dann serviere ich dir das leckerste Essen, das du je gesehen hast. Tobi mag essen, aber wird es nicht machen. Er wird seinen Dienst nicht ausüben, um daraus Profit zu schlagen. Ein freigebiger, nicht hortender Mensch. Und das ist ein Aspekt auch wieder, den Jesus uns in der Bergpredigt als ganz allgemeines Prinzip dargelegt hat. In der Bergpredigt sagt Jesus, ihr könnt nicht Gott dienen und dem mammonen. Matthäus 6 Vers 24. Du kannst nicht dich dem Geld verpflichten und gleichzeitig Gott verpflichten. Das geht nicht. Du wirst entweder deiner Gier nachgeben, deiner Geldliebe nachgeben, oder du wirst dich bewusst Gott unterordnen. Deshalb ist ein habsüchtiger, ein gieriger Diakon ein Widerspruch in sich selbst. Er kann nicht Gott dienen und seinem Geld. Viel mehr wird er mit seinem Geld dienen. Und das gilt für jeden Christen. Diene mit deinem Geld, nicht für dein Geld. Und so kommt Paulus am Ende dieser ersten Liste in Vers 9 zu der nächsten Aussage, die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren. Und das Gewissen ist dieser Sensor, der auf Sünde anschlägt. Ein Sensor, den auch manch Ungläubiger in gewisser Form schon hat, der aber erst durch die Erlösung durch Jesus Christus selbst ein gereinigter Sensor sein wird. Ein Gewissen, das gereinigt ist. Das legt uns der Hebräerschreiber in Hebrea 10, Vers 22 dar. Das Gewissen ist durch Jesus Christus alleine gereinigt. Das heißt also, ein gereinigtes Gewissen ist in der Lage, auch wirklich zwischen Bösem und Guten zu unterscheiden. Ein gereinigtes Gewissen kann das Gesetz Gottes richtig evaluieren, kennt das Gesetz Gottes und wird dir sagen können, das ist falsch und das ist richtig. Und das heißt in der Praxis, wenn du als Mensch Sünde begehst, wird dein Gewissen sich melden und wird dir sagen, Moment mal, nun auch ein Diakon sündigt noch. Das kann ich euch versprechen, sie sündigen noch. Und jeder Christ sündigt noch, bis er irgendwann im Himmel ist. Was heißt es also jetzt, in reinem Gewissen das Geheimnis von Jesus Christus zu bewahren? Es bedeutet immer wieder darauf aus zu sein, dieses Gewissen auch zu reinigen. Wenn dieser Sensor anschlägt, dann ignoriere ich das nicht einfach, sondern ich werde es bereinigen. Sünde wird angesprochen, ich werde Leute um Vergebung bitten, ich werde Buße tun, ich werde mir auch Rat einholen, ich werde alles tun, was ich kann, ich werde der Sünde nachgehen. Das bedeutet ein reines Gewissen. Und dieses reine Gewissen bedeutet eben auch immer wieder das Versprechen Gottes in Anspruch zu nehmen. In 1 Johannes 1, Vers 9, wenn wir aber unsere Sünde bekennen, so ist der treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt. Nun ist in diesem Gewissen, dieses reine Gewissen, sagt Paulus, mit diesem Gewissen bewahren die Diakone das Geheimnis von Jesus Christus, das Geheimnis des Glaubens. Das heißt also, dieses Gewissen selbst, dieser Sensor ist gewissermaßen die Schatztruhe, in der das Geheimnis gelegt wird, erhalten wird. Und dieses Geheimnis ist die der Glaube an Jesus Christus. Es ist der Glaube daran, dass er der einzige Weg ist. Es ist der Glaube, dass sein Tod und seine Auferstehung genug sind. Es ist auch der Glaube daran, dass es der einzige Weg sowohl für Heiden als auch Juden ist. Das ist alles in diesem Begriff Geheimnis eingeschlossen. Ein Diakon wird also nicht einfach nur sagen, ich glaube das und das, weil meine Gemeinde das so lernt. Und ich sehe folgende Dinge so oder so, weil ich das in diesem und jedem Buch so gelesen habe. Sondern er wird mit seinen Worten und mit seinen Werken bekennen, dass Jesus Christus nicht nur ein, sondern mein Herr ist. Und dass der Weg zur Erlösung durch Jesus Christus sein eigener Weg ist. Und er wird bekennen, dass er ihn liebt ganz für sich persönlich. Das heißt es, in reinem Gewissen das Geheimnis des Glaubens für sich selber zu bewahren. Und daran erkennst du dann einen Diakon, egal wo er ist, ob er zu Hause ist oder bei der Arbeit, dass ihn diese Dinge antreiben, dass er von diesem Lebensstil geprägt ist, der nicht von außen erzwungen wird. Nun, nach dieser Liste sagst du dir vielleicht, wie um alles in der Welt ist das möglich? Vielleicht sagst du dir, das ist doch gar nicht denkbar, dass ein Mensch so leben kann. Dann ist die erste Antwort die, dass offensichtlich Paulus hier eine Erwartung stellt, die man auch erfüllen kann, sonst sind sie nicht in der Bibel. Aber die zweite Antwort ist die, dass Paulus hier nicht von Perfektion spricht. Paulus spricht nicht davon, dass ein Diakon nie sündigt. Es geht nicht darum, dass es nie Fehler geben wird. Aber er spricht von einer grundsätzlichen Stoßrichtung, die sich in dem Leben eines solchen Mannes, einer solchen Frau deutlich macht. Man kann das gut illustrieren mit Geschehnissen, die bei uns zu Hause etwas regelmäßiger vorkommen in letzter Zeit, nämlich dass Teller kaputt gehen. Jetzt nimm mal an, dir fällt ein Teller auf den Boden und der geht kaputt. Und eines deiner Familienmitglieder, deiner Ehefrau, Ehemann oder deine Kinder kommen auf dich zu und sagen, Mensch, immer machst du die Teller kaputt. Manche gucken schon etwas wissend, dass sie das erfahren hätten. Jetzt kannst du darauf reagieren, Moment mal, guck mal in den Schrank, wie viele da noch ganz sind. Offensichtlich bin ich kein professioneller Teller-Zerbrecher. Das ist einfach nur ein Moment gewesen, der aber nicht dem Rest meines Lebens entspricht. Und so müssen wir das auch verstehen, wenn wir solche Qualifikationslisten verstehen, dass es hier um eine grundsätzliche Stoßrichtung geht. Entspricht das grundsätzlich dem Leben, dem Zeugnis, das man einer solchen Person ausstellen würde. Und das ist dann eben auch etwas, was ganz natürlich zustande kommt. Es sitzt keiner, der Diakon wird, jeden Morgen mit dieser Liste von Anforderungen da und zwingt sich sicher zu gehen, dass er jedes einzelne dieser Dinge auch ganz genau so erfüllt, wie es da steht. Und sich dadurch förmlich ein Korsett anlegen würde, damit er ja keinen Fehler begeht. Nein, sondern es ist eben so, wie ich es am Anfang schon gesagt habe, die Gnade Gottes wirkt in diesen Menschen so entscheidend, dass sie diese Frucht hervorbringt. Und irgendwann tun sie das ganz natürlich. Das ist ihr Lebensstil. Das ist die Art und Weise, wie man sie kennt und erkennt. So ist also dieses erste Merkmal eines Diakons, dass er ganz dem Herrn ergeben ist, ganz dem Herrn gewidmet ist. Und der zweite Merkmal ist, dass er nun einem Dienst gewidmet ist. In Vers 10 geht es nun weiter, wenn Paulus schreibt, auch sie sollen zuerst erprobt werden. Also er spricht hier jetzt von einer Testphase, die man den Diakonen gönnt. Eine Zeit, wo sie geprüft werden. Nun wie sieht das aus? Heißt das, sie müssen Abschlussarbeit schreiben? Heißt das, sie müssen Ergebnisse vorweisen? Heißt das, wir müssen ihre Effizienz prüfen? Nein, sondern in Gott geht es hier wieder primär um den Charakter. Gott hat einen Charakter, dem er diesen Menschen zuschreibt. Und jetzt ist es die Aufgabe der Gemeinde, diese Menschen in der Gemeinde zu prüfen. Treffen trifft dieser Charakter auch auf sie zu, wenn sie einen Dienst ausführen. Die Frage ist dann, stimmt ihr Leben mit ihrem Glauben überein? Leben sie das, was sie glauben, dienen sie? Bereitwillig, verantwortungsbewusst, ergreifen sie auch Initiative. Ein Diakon, den du förmlich dahin zwingen musst zu dienen, ist kein Diakon. Sondern ein Diakon nimmt dieses Mandat, das jedem Christen zusteht, nämlich sich einzubringen in der Gemeinde und zu dienen in der Gemeinde. Das nimmt der Wort wörtlich und tut es mit allem Ernst und erlebt es so aus und wird dadurch ein Vorbild für die anderen. Jetzt die Frage, was soll denn nun ein Diakon tun? Wenn da schon ein Diener ist, der so gerne dient, heißt das also, dass du deine Diakone in Zukunft bitten darfst nach der Gemeinde, du geh mal bitte nach hinten und hol mir einen Kaffee? Oder heißt das, dass du dem sagen kannst, ich schaffe meinen Einkauf leider nicht diese Woche, könntest du das für dich machen? Du bist der Diakon, du solltest das machen. Um das nochmal richtig ins richtige Licht zu rücken, ist es hilfreich nochmal Apostelgeschichte 6 kurz anzuschauen. Apostelgeschichte 6, wo wir gewissermaßen eine Blaupause finden für das, was später die Rolle der Diakone wurde. Und in der Apostelgeschichte 6 haben wir diese Problematik von einer jungen Gemeinde, die in kurzer Zeit rapide gewachsen ist, die dann einen Konflikt findet in ihrer eigenen Mitte. Ein Konflikt unter verschieden sprachigen Menschen. Die griechischsprachigen Witwen haben sich benachteilig gefühlt im Vergleich zu den arameisch sprechenden Witwen. Und jetzt stehen die Apostel mit diesem Konflikt da, dass sie sagen, uns wurde ein Auftrag übergeben. In Apostelgeschichte 1, Vers 8 hat Gott uns selber einen Auftrag gegeben und dieser Auftrag ist, hinauszugehen und Zeugen zu sein für Jesus Christus und von Jesus Christus. Das heißt, die Aufgabe von den Aposteln ist es, das Wort Gottes zu verkündigen. Jetzt sehen sie sich in diesem Konflikt, ich habe meinen Dienst als Apostel, aber ich sehe hier eine Not in der Gemeinde, der ich nicht gerecht werden kann. Was mache ich nun? Jetzt kann ich anfangen, meinen eigenen Dienst zu vernachlässigen und diese Not zu stellen. Oder aber, und das ist dann der Vorschlag, den sie gemacht haben, wir finden Menschen, die diese Not stellen können, damit wir weiter unseren Dienst ausführen können. Wenn ihr jetzt noch einmal in Vers 3 in Apostelgeschichte 6 reinschaut, dort sehen wir diesen Vorschlag der Apostel. Seht euch nun um, Brüder, nach sieben Männern unter euch von gutem Zeugnis, voll Geist und Weisheit, die wir über diese Aufgabe setzen wollen. Interessant auch hier von Anfang an. Es ist eine spezifische Aufgabe, die diesen sieben Männern zugute kommt. Diese sieben Männer sollten nicht einfach Mädchen für alles sein, sondern es gab eine Not, für die sie speziell eingesetzt werden sollten, nämlich das Versorgen der griechisch sprechenden Witwen in der Gemeinde. Und so werden dann diese sieben eingesetzt und dann haben die Apostel wieder die Möglichkeit, Vers 4 lesen wir weiter. Wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren. Im Dienst des Wortes, der Begriff auch hier Diakonos, also es gibt einen Dienstbereich, der den Aposteln zusteht, aber einen anderen Dienstbereich, den sie bewusst unter die Verantwortung anderer Männer geben. Wenn wir zu der ersten Timotheus 3 zurückgehen, heißt also dieses Erproben nicht, dass ich prüfe, ob mir der Kaffee gebracht wird, wenn ich danach Lust habe, sondern dass ich prüfe, ob dieser Dienstbereich durch diese Person gedeckt wird. Und deshalb legen wir auch jetzt persönlich in unserer Gemeinde Wert darauf, dass Diakone nicht einfach Helfer in allem sind, sondern ganz spezifische Aufgabenbeschreibungen und Verantwortungen zugewiesen bekommen. Wenn ihr unsere Diakone anschaut, sie tragen oft kein Schild, man weiß es oft nicht, sind sie stark im Hintergrund aktiv, haben aber eine ganz klare Aufgabenbeschreibung. Wir haben Magnus, der im Moment verantwortlich ist für den jungen Erwachsenenkreis, wir haben Cheryl und Lydia als Diakone, die verantwortlich sind für die Frauenarbeit, wir haben jetzt Song, der verantwortlich ist für den Aufbauarbeit und wir haben Tobi, der die Verantwortung übernimmt für die Musik. Also ihr seht, dass in der Praxis wir Wert darauf legen, dass jeder einzelne genau weiß, warum er Diakon ist und dass er einen Dienstbereich hat, wo es seine Verantwortung ist, diesen zu organisieren und zu verwalten und manchmal auch zu leiten, einen Dienstbereich innerhalb der Gemeinde. So sind Diakone in der Gemeinde, um zu dienen und dadurch stellen sie die Ordnung in der Gemeinde daher, aber sie sind auch dafür da, um die Älteste zu entlasten und ihnen zu erlauben, den Dienst durchzuführen, den Gott ihnen an die Hand gegeben hat. Nun gibt es viele, die potentiell diesen Charakter erfüllen könnten, auch in unserer Gemeinde, aber wir achten darauf, diejenigen einzusetzen, die sich bewährt haben, darin einen Dienstbereich zu organisieren, zu verwalten oder auch zu leiten. Und Paulus macht deutlich, das soll erst erprobt werden. Es soll erprobt werden, ob sie in ihrem Charakter sich bewähren und so führt er dann auch aus. Dann sollen sie dienen, wenn sie untadelig sind. Dann sollen sie dienen, in dem Sinne, dann sollen sie das Amt wahrnehmen, wenn sie untadelig sind. Untadelig heißt ohne Tadel, ohne dass man einen Vorwurf machen könnte. Sie haben sich grundsätzlich bewährt. Also wieder sehen wir ganz deutlich, es ist keine pragmatische Herangehensweise. Es ist nicht so, dass wir eine Jobbeschreibung machen können, sondern es ist wieder ein geistliches Amt, das durch einen geistlichen Charakter sich zeigen wird. Es geht nicht subjektiv nach meinen Vorstellungen, nach deinen Vorstellungen, nach deinen Erwartungen, sondern die Frage ist, stimmt der Charakter überein? Hat sich diese Person in dem Dienst bewährt? Ist er oder sie dem Herrn ergeben und sind sie bereitwillig diesen Dienst zu tun? Paulus fährt fort in Vers 11 und macht eine Klammer auf, eine Klammer, die nicht ohne Diskussion unter Bibelauslegern ist. In Vers 11 fängt er nun an und redet von den Frauen. Er fängt an mit dem Wort wieder, ebenso, ebenso sollen die Frauen. Und dieses ebenso kannten wir schon aus Vers 8, ebenso die Diener. Was für uns deutlich macht, dass Paulus hier wieder einmal eine Kategorie von Menschen adressiert. Er sprach die Aufseher an, ebenso die Diakone, ebenso die Frauen. Nun die Frage ist, was sind mit diesen Frauen, wer ist damit gemeint? Und da gibt es große Unterschiede unter den Auslegern, die wir kurz angehen möchten, weil diese, wir reden hier nicht über Fragen, die über die Inspiration der Schrift diskutieren. Es geht hier nicht über Fragen und die Errettung. Es geht hier nicht um grundlegende Fragen, die uns von Brüdern und Schwestern trennen müssen. Aber hier gibt es Unterschiede unter Auslegern, die alle das gleiche Ziel verfolgen, nämlich treu das Wort Gottes auszulegen. Und unter diesen Auslegern gibt es vier verschiedene Positionen. Die erste Position ist die, dass hier entweder alle Frauen gemeint sind. Das ist unwahrscheinlich. Es ist unwahrscheinlich, dass Paulus von Ältesten spricht dann Diakone und jetzt plötzlich sagt, und alle Frauen, was ist dann mit allen Männern? Eher unwahrscheinlich. Aber die zweite Option ist die, dass man sagt, diese Frauen müssen wohl Assistenten der Diakone sein. Denn sie werden jetzt quasi als Unterkategorie der Diakone erläutert. Die dritte Option ist eine, die eher prominenter ist, gerade im deutschen Raum, durch Alexander Strauch sehr stark propagiert wurde, die sich, dass hier ihre Frauen, also die Frauen der Diakone, gemeint sind. Mir wurde nach dem ersten Gottesdienst auch gesagt, dass die russische Übersetzung das tatsächlich so auch im Text abdruckt, ihre Frauen. Ich weiß auch von manchen Englischen, wo das so steht. Das steht aber nicht im griechischen Text. Im griechischen steht hier nur die Frauen. Und die logische Frage, die jetzt kommt, ist die, wenn Paulus hier von den Frauen der Diakone spricht, warum schweigt er dann zu den Frauen der Ältesten? Und die nächste Frage, die dann auch bleibt, ist, im griechischen wäre es ganz einfach zu schreiben, ihre Frauen. Das hätte er tun können. Warum würde er es dann nicht tun? Die beste Erklärung, die wir haben, und das ist die Erklärung, die auch von den meisten Auslegern, die ich gelesen habe, geteilt wird, und dass wir auch praktisch leben, ist die, dass es hier tatsächlich eine eigene Gruppe von Menschen ist, die Frauen Diakone. Die Sache ist, wie Paulus, als er diesen Brief geschrieben hatte, keine weibliche Form für Diakone hatte. Es gab nur den Diakonos. Das ließ sich nicht als weibliche Form ausdrücken, dementsprechend geht er jetzt hier hin und sagt, ich rede jetzt von den Frauen. Zum anderen ist es auch so, dass die charakterlichen Anforderungen, wenn ihr die jetzt vergleicht in Vers 11, nahezu identisch sind zu denen von Männern in Vers 8 und 9. Und es passt dann auch ins Bild, dass die Phöbe in Römer 16, Vers 1, die dort Dienerin der Gemeinde in Kenchria wörtlich, Diakonos der Gemeinde in Kenchria genannt wird, dass auch sie eine offiziell eingesetzte Diakonen war. Und so trifft für Frauen genau das Gleiche zu, und das entspricht auch der Praxis, wie wir das Leben in unserer Gemeinde, Frauen als Diakone einzusetzen, die sich im Dienst bewährt haben. Die Erber sind nicht verleumderisch, nüchtern und treu in allem. Also auch sie zeigen in ihrem Leben genau das Gleiche, sie dienen einem Herrn, sie sind einem Herrn gewidmet. Aber auch sie sollen genauso erprobt werden und dann erst eingesetzt werden. Das wird uns zum dritten Merkmal, das Paulus nun listet in Vers 12, drittens sie sind einer Familie gewidmet. Die Diener seien jeweils Mann, einer Frau, sagt er in Vers 12. Mann, einer Frau, das klingt im Deutschen so, als ob jeder Diakon auch verheiratet sein müsste. Nun, das ist aber nicht das, was Paulus hier sagt, sondern die Betonung liegt auf dieses eine Frau, Mann, eine Frau zu sein, also eine Frau verpflichtet zu sein, eine Frau hingegeben zu sein. Und das ist die Schöpfungsordnung, auf die er sich beruft, die Gott selber kreiert hat, in ersten Mose 1 und 2. Er schuf Adam und Eva und er hat dem Adam nur eine Frau zur Seite gestellt. Und mit dieser Ehe, die diese beiden hatten, hat er ein Muster geschaffen, das sich für den Rest der Zeit durchgezogen hat, nämlich, dass ein Mann seine Frau verlassen, jetzt habe ich es falsch gesagt, er hört gut zu, dass ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen soll, um seiner Frau anzuhängen. Mann verlässt Vater und Mutter, okay, um einer Frau anzuhängen. Das wurde eine Blaupause für die ganze Geschichte der Ehe von da an. Ein Mann gehört zu einer Frau. Und dieses Verständnis von Ehe wird auch schon einen Single prägen. Es wird ihn prägen in der Art und Weise, wie er mit dem anderen Geschlecht umgeht. Es wird ihn prägen auch in der Art und Weise, wie er sich selber verhält, wenn er alleine ist. Und sich von weltlichen Sexualvorstellungen fernhält. Die Welt hat ein anderes Verständnis. Sexualität wird von Ehe abgekoppelt. Mittlerweile bist du ein sexuelles Wesen, das ist nicht biblisch. Gott hat die Sexualität für nur eine Person geschaffen. Und so wird ein Diener Gottes in der Gemeinde Gottes sich auch dieser Schöpfungsordnung Gottes verschreiben. Und ein Leben suchen, das ihn auch in diesem Aspekt ehrt. Und sich einer Frau verpflichten. Ob sie nun seine Frau schon ist oder ob er nur darauf wartet, dieser eine Frau anzugehören. Neben dieser Ehebeziehung geht Paulus jetzt weiter in Vers zwölf und spricht von den Kindern. Und sollen den Kindern und den eigenen Häusern gut vorstellen. Das heißt, wenn ein Diakon Kinder hat, dann wird man sehen, wie er sich in diese Kinder investiert. Gott hat Eltern einen ganz klaren Auftrag gegeben in Epheser sechs fest vier, die Kinder in der Zucht und Ermahnung des Herrn zu unterweisen. Und es wird sich zeigen, wenn Eltern das machen. Es wird sich zeigen, ob Kinder in einer Ordnung, biblische Ordnung, gewohnt sind. Ob sie biblische Autorität kennen. Ob sie ihre Eltern als Vorbilder wahrnehmen. Ob sie in der, ob sie zu Hause auch genährt werden und unterwiesen werden im Wort Gottes. Das wird sich zeigen und das wird sichtbar. Und nicht nur bei den Kindern, sondern Paulus macht jetzt noch, geht noch weiter und spricht von den Häusern. Nun, normalerweise in den meisten Fällen heißt Haus Frau und Kinder, also die engste Familie. Doch Paulus hat hier auch mit Leuten zu tun, deren Haus etwas größer war. Die ganze Betriebe sozusagen zu Hause hatten, wo Sklaven und Bedienstete Teil des Ganzen waren. Und Paulus wirft auch da jetzt einen Blick drauf und sagt auch über denen soll der Diakon gut vorstehen. Und so wird deutlich, dass ein Diakon einer Familie sich verschreibt, aus einer Frau und seinen Kindern und sie ihren Ehren hält. Und wenn du dann in sein Haus kommst, wirst du das sehen. Du wirst sehen, dass die Frau geliebt ist und versorgt wird. Dass er sich selbst in den Hintergrund stellt, dass er seine Kinder liebt, versorgt, wertschätzt und sie dem Wort Gottes entsprechend erzieht. Er ist ein Diener auch im eigenen Haus. Und so kommen wir zum vierten Merkmal, das Paulus jetzt gibt. Und das vierte Merkmal ist nicht so sehr ein Charakterzug, als ein Ausblick auf das, was der Diakon zu erwarten hat. Und ein Ausblick, der motiviert, diesen Dienst auch gut auszuführen. Vers 13. Denn die, welche gut gedient haben, erwerben sich eine schöne Stufe. Also die Bedingung, die er hier anbringt, ist die Bedingung eines Diakons, dass er auch seinen Dienst gut auswirft. Und wenn er das tut, dann hat er das Privileg, sich eine schöne Stufe zu erwerben. Man könnte das auch mit Treppenstufe übersetzen. Das würde aber im Deutschen so klingen, als ob ein Diakon tatsächlich die Karriereleiter besteigen würde. Und das ist nicht der Punkt, den Paulus hier macht. Es ist nicht so, dass es eine Karriereleiter im Reich Gottes gibt, eine Karriereleiter, wo quasi Diakon die niedrigste Stellung wäre und Älteste die höhere Stellung. Das ist nicht die Ordnung, die Gott geschaffen hat. Gott schafft zwei Ämter, die verschiedene Rollen erfüllen. Der Älteste hat die Verantwortung, die Herde zu hüten, indem er sie nährt, indem er sie schützt. Und der Diakon hat die Verantwortung, einen Dienstbereich zu übersehen. Das sind zwei verschiedene Ämter. Da gibt es keine Karriereleiter, da gibt es keine Gold- oder Silberstufe. Aber doch ist es so, dass der Diakon quasi sein Konto anfüllt, durch das er etwas kaufen kann. So ist die Idee, die er vermittelt. Durch den guten Dienst erwirbt er sich jetzt eine gute Stufe. Gute Stufe ist gemeint, einen guten Ruf, eine hohe Anerkennung. Sie werden jetzt wirklich auch Vorbild für alle und ihr Dienst beweist dann Christi macht und motiviert jeden Christus so zu dienen. Eine schöne Stufe und wird jetzt begleitet, Vers 13, mit und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christus, Jesus ist. Und er betont hier nochmal die Person, Jesus Christus, auf die alles hinzielt und von der alles kommt. Wäre Jesus Christus nicht am Kreuz gestorben, dann gäbe es die Gemeinde nicht. Dann gäbe es den Diakon nicht als Christen und dann gäbe es gar kein Amt zu besetzen, dann wäre alles umsonst. Von dem kommt alles aus. Und nun, wenn dieser Dienst gut ausgeführt wird, führt es dazu, noch mehr Freimütigkeit in diesem Glauben, der in Jesus Christus verwurzelt ist, zu finden. Und mit Freimütigkeit könnte man auch übersetzen mit Mut, mit Freiheit, mit Freude. Den Begriff finden wir auch ganz bekannt in Hebrea 10, Vers 19. Wir wollen nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade. Und das Bild, das er geschaffen hat in Hebreabrief ist, vorher war der Vorhang geschlossen, vorher war das Allerheiligste reserviert für den Hohen Priester. Jetzt aber haben wir Freimütigkeit, direkt in den Thron sei Gottes hinein zu rennen. Da ist keine Barriere mehr. Da kannst du mutig rein, da kannst du frei rein, da kannst du freudig rein. Und so sagt Paulus nun, diese Freude, diese Freimütigkeit wird sich mehren, wenn du als Diakon deinen Dienst gut tust. Und das liegt daran, weil du siehst, wie du ein Zahnrad in Gottes Gemeinde bist, wie du ein Teil dessen bist, was Gott alles Großes bewirkt. Und dadurch wirst du dann in Gewissheit zunehmen. Nun, es ist bekannt, dass man heutzutage zum Mond fliegen kann. Du kannst dir Bilder davon anschauen, du kannst dir Videos davon anschauen. Aber es ist was ganz anderes, wenn du selber den Mond besuchen würdest und selber die Luft schnupperst, die Temperatur fühlst, das Licht wahrnehmst, die Atmosphäre siehst, den Sand greifst und durch deine Finger rieseln lässt, dann wird all das, von dem du eigentlich schon wusstest, eine ganz andere Form von Realität annehmen. Und das ist das, was ein Diakon in der Gemeinde erlebt. Und manch ein Christ denkt, dass er ganz ok unterwegs ist, wenn er einfach dabei ist. Einfach mal sonntags dazukommen und eine Dosis mitnehmen. Einfach so ein bisschen dabei sein, aber irgendwie teilnahmslos. Dann wirst du aber auch als Konsequenz merken, dass deine Freimütigkeit abnimmt. Und das, was du irgendwo glaubst, wird immer nebliger. Aber es ist ganz anderes, wenn du sehr aktiv involviert bist, wenn du am Puls der Geschichte dabei bist, wenn du die Gnade Gottes siehst im Leben anderer. Du liest dann nicht nur von ihr in der Bibel, du erfährst sie dann nicht nur an dir selber, du hörst sie nicht nur gepredigt, sondern du steckst mitten im Dienst und du siehst, wie Menschen hinzugebracht werden, an denen Gott selber sein Werk getan hat. Und du siehst, wie du selber mit all dem, was du tust, einen Beitrag lieferst dazu, dass die Gemeinde selber den Auftrag vervollständigen kann. Und was hat das wohl für eine Ermutigung zur Folge? Wenn du dann siehst, ich mache meinen Teil und ich habe meinen Bereich und manch einer sieht es gar nicht, weiß gar nicht, wie viele Stunden ich da investiere und am Ende kann ich einen Schritt zurücknehmen und einfach das große Ganze sehen und sehen, Gott tut sein Werk und er hat das, was ich getan habe, mit dazu benutzt. Das bringt Freimütigkeit. Es ist eine neue Relation, eine neue Tiefe, die mit sich kommt, die Gewissheit mit sich bringt. So sieht ein biblischer Diakon aus. Ein Diakon, den du nachahmen darfst. Ein Diakon, den du auch mit ins Gebet nehmen kannst. Bitte für unsere Diakone, dass diese Verheißung nicht nur in der Bibel für sie steht, sondern in ihrem Leben tatsächlich sichtbar wird. Lerne von ihnen und verstehe, dass unter ihrem Amt die Gemeinde neue Ordnung erfährt, neue Struktur erfährt und ultimativ wachsen kann im Wort Gottes. Vater, wir preisen dich dafür, dass du uns deinen Plan dargelegt hast, deinen Bauplan für die Gemeinde, einen Bauplan, den wir vielleicht selber von uns aus nicht so geschrieben hätten, aber wo wir verstehen, dass du der Regent der Gemeinde bist, der das selber orchestriert, selber gestaltet, der auch selber entscheidet, wer eingesetzt werden soll und wer nicht. Und so danken wir dir für diese Richtlinien, die wir haben dürfen, danken dir aber noch einmal besonders für das, was wir heute bestaunen durften und feiern dürfen, nämlich die Einsetzung von weiteren Diakonen. Du bist wirklich treu und wir vertrauen darauf, dass dein Plan funktioniert und wir bitten dich weiter für die beiden, dass sie in Freimütigkeit und auch diese gute Stufe für sich auch finden dürfen zu deiner Ehre. Amen.
