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In dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin, die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe in der Schweiz, war zumindest in der Zeit, als ich dort gewohnt habe, die Tatsache, die, dass es mehr Kühl gab als Menschen.

Das konnte man auch sehen.

Du hattest einen Dorfkern und um den Dorfkern herum gab es Weideland, sehr, sehr viel Weideland und vereinzelt verstreut darüber verschiedene Bauernhöfe.

Nun in der Winterzeit kam es dann dazu, dass die meisten Kühe in ihren Ställen versorgt wurden und dann hatte ein Hirte mit seinen Schafen das Privileg, von Feld zu Feld zu ziehen, denn die Schafe fressen das, was die Kühe übrig gelassen haben und es war gut für das Land, die Abwechslung auch mal von anderen Tieren zu erleben.

Und so hat dieser Hirte die Schafe quer von Weide zu Weide geführt und du hast ihn ja in jedem Tag woanders gesehen.

Er war mit seinem Schäferhund unterwegs, hatte mehrere hunderte Schafe von sich herum.

Nun in einem solchen Szenario ist es einfach sich vorzustellen, was passiert wäre, wenn der Hirte einfach gesagt hätte, ich fahre mal mit meinem Anhänger die Schafe vor und lasse sie frei.

Dann wäre ein Chaos in dem Dorf entstanden, dann wären Schafe nicht dort wo sie sein sollten, sondern sie wären in Gärten, sie wären auf Straßen, sie wären in Wäldern.

Und es wäre nicht nur Chaos, es wäre auch ein Schaden für die Schafe, sie wären zerstreut, sie wären ausgeliefert gegenüber Raubtieren und sie wären am Ende völlig unbrauchbar, ihre Wolle kann man nicht verarbeiten, ihre Milch bekommt man nicht, ihr Fleisch erst recht nicht.

Nun die Bibel vergleicht vielerorts Menschen mit Schafen und das Prinzip, das immer wieder deutlich wird, ist, dass der Mensch von Natur aus ein Mensch ist, der Leitung braucht, ein Schaf ist, das einen Hirten braucht.

Und die Bibel macht das an einer Vielzahl an Beispielen deutlich und anhand all dieser Beispiele wird eine Tatsache immer wieder deutlich, dass dort wo keine Leitung ist, beziehungsweise Widerstand gegenüber der Leitung, dass es dort zu Chaos kommt und oder Schaden für die Beteiligten.

Die Bibel stellt aber auch klar, dass dort wo es eine schlechte Leitung gibt, eine die sich nicht der Autorität Gottes unterordnet, genau das gleiche Phänomen auftritt, Chaos und oder Schaden für die Beteiligten.

Und wenn wir jetzt einmal eine Vogelperspektive über die Geschichte der Bibel nehmen, sehen wir genau diese Tatsache immer wieder entfaltet.

Ganz am Anfang der Bibel, 1.

Mose 1, 2, 3, Adam und Eva im Garten Eden positioniert unter der Autorität Gottes.

Sie werden im Ebenbild Gottes geschaffen, das heißt, sie sind gewissermaßen Botschafter Gottes.

Nun, wenn ein Botschafter von einem Land in das andere Land geschickt wird, dann ist es seine Aufgabe, die Interessen seines Herkunftslandes zu vertreten.

Genau das sollte Adam auch tun, die Interessen seines Gottes zu vertreten.

Doch was kam dann?

1.

Mose 3, ihr werdet wie Gott sein.

Hier ist die Möglichkeit zur Autonomie, hier ist die Möglichkeit, dass ihr selber die Leitung übernimmt.

Adam und Eva lassen sich davon einkriegen.

Und was sehen wir als Konsequenz?

Die Ordnung, die Gott geschaffen hat, wird über den Haufen geworfen.

Es entsteht Chaos, die sich ausdrückt in Sünde, dem bewussten Übertreten der Gebote Gottes, das sich schließlich ausdrückt in Mord, in Bosheit, aber auch ein klarer Schaden, der für Beteiligte deutlich wird.

Ein Verlust der Beziehung zu Gott.

Von dem Moment an kämpfen wir mit Krankheiten, von dem Moment an kämpfen wir mit Schwierigkeiten, Chaos und Schaden.

Wenn wir jetzt weiterspulen, nur wenige Kapitel später, in 1.

Mose 6, betrachtet Gott das Treiben auf dieser Welt, dann muss entscheiden, es ist so böse, es ist so unhaltbar, dass er das Gericht, die Sinnschlut darüber kommen lässt.

Und auch dort wird deutlich, dass diese Sünde, dieses Rebellieren gegen Gott, Chaos und Schaden zur Folge hat.

Nur nach der Sinnschlut könnte ja alles anders sein, aber so war es nicht.

Wieder rottet sich die Menschheit zusammen, entscheidet sich, den Turm zu Babel zu bauen, entspricht damit, bewusst geht sie gegen Gott, versucht, sich selber zu erheben.

Auch dort Autonomie, keine Leitung, schlechte Leitung führt zu Chaos und Schaden.

Wir sehen dann endlich, wie Gott einen neuen Weg einschlägt mit Abraham, einen Mann herausnimmt aus dieser Menge von Menschen und diesen Abraham mit einem besonderen Segen ausstattet.

Er wird jetzt ein Volk formen, das er selber, Gott selber führen wird.

Dieses Volk wird dann aus dem Land Ägypten geführt von einem von Gott eingesetzten Leiter, Mose.

Zu Mose selbst gibt Gott den Auftrag in 2.

Mose 3,10, damit du mein Volk, die Söhne Israel aus Ägypten herausführst.

Führen können wir auch mit Leiten übersetzen.

Mose war ein von Gott eingesetzter Leiter, der dieses Volk herausführt und ihnen zu einem Ziel verhilft, das Gott ihnen versprochen hatte, nämlich das Land Kanan.

Mose wird dann durch einen Joshua ersetzt.

Doch dann, nachdem Israel endlich in ihrem Land zu Hause ist, was tritt ein?

Wieder Chaos und Schaden für die Beteiligten.

Ein Land, das Buch Richter spricht viel davon, ein Volk, das keinen König hatte.

Jeder machte, was er wollte.

Jeder tut, was er will.

Es ist so wie ein Orchester, das du zusammenstellst mit professionellen Musikern und jeder spielt und tut und lässt, was er will.

Ohne Dirigenten.

Es ist eine Disharmonie.

So war Israel.

Es war die Götzendienst.

Es herrschte Mord und Totschlag.

Es gab keine Struktur Chaos und Schaden für die Beteiligten.

Wenn wir dann weiter vorspulen, am Ende des Buches Richter, Beginn von 1.

Samuel, ist Israel an dem Punkt, dass sie sagen, wir wollen jetzt einen Leiter.

Und zwar so einen, dass die Nationen um uns herum ihn bewundern werden.

So einen, dass wir endlich zu einer Stellung hervorkommen und auch unter den Nationen nicht einfach nur dieses komische Volk sind, das sich keinen König aussucht.

Nun Samuel, warn Sie davor.

Passt auf, was ihr tut.

Aber das Volk bleibt stur.

Und dann gibt Gott ihnen einen König.

Einen König, wie er im Buche steht.

Ein Mann, der größer gewachsen ist als der Rest des Volkes.

Ein Mann, dem jeder hier angeschaut hat und gesagt hat, schaut mal, was für ein König.

König Saul.

Doch was geschieht dann?

Dieser Mann ist nicht die Lösung.

Er widersteht Gott.

Er ist ungehorsam.

Er ist eigenmächtig und das Volk fängt an zu leiden unter seiner Führung.

Schaden für die Beteiligten.

Und nach Sauls Tod wird auch der König David eingesetzt.

Endlich ein Mann nach dem Herzen Gottes.

Und was sehen wir?

Was passiert mit dem Volk?

Es gibt Ordnung in dem Volk.

Es gibt Aufschwung in dem Volk.

Es ist ein Hirte, unter dem sein Volk aufblüht.

Genau das Gegenteil von dem, was Israel jahrelang erleben musste.

Das Gegenteil von Chaos.

Jetzt herrscht Ordnung.

Das Gegenteil von Schaden.

Jetzt gibt es Wohlergehen.

David wird dann von Salomo abgelöst und auch unter Salomo ähnliche Strukturen am Anfang seiner Regierungszeit.

Ein Land, das endlich zur Ruhe gekommen ist.

Ordnung statt Chaos und Wohlergehen statt Schaden.

Nun, ich muss euch nicht weiter groß alle Details erzählen, wie die Geschichte Israels voran ging.

Viele schlechte Könige folgten darauf hin.

Israel bewegt sich auf den Abgrund zu.

Israel muss ins Exil.

Und wieder sind die letzten Jahre Israels, genauso wie die ersten, ein Leben gekennzeichnet durch Chaos und Schaden.

Warum zeige ich euch das auf?

Weil dieses Prinzip deutlich ist für jede Gruppe von Menschen, dass dort, wo entweder keine Leitung ist oder eine Leitung, die sich Gott widersetzt, das Resultat Chaos und Schaden bringt.

Das Prinzip ist deutlich.

Das gilt in jeder Beziehung.

Wenn du von der kleinsten Einheit der Welt redest, der Ehe, wo zwei Personen zusammen sind, selbst dort gilt das.

Wenn du von der Arbeit sprichst, dort gilt das.

Wenn du von unserem Land sprichst, dort gilt das.

Und wenn das überall der Fall ist, wie viel mehr dann in der Gemeinde Gottes?

Und genau das wollen wir uns heute anschauen.

Christian hat letzte Woche festgestellt in der Predigt, die er gehalten hat mit dem Titel Schafe brauchen Hirte, dass es unersetzlich ist, dass eine Gemeinde Leitung hat.

Das steht völlig außer Fragen.

Und die Bibel nennt diese Leiter Hirten.

Wir nutzen den Begriff Pastoren, der genau das Gleiche bedeutet.

Die Bibel nennt sie auch Älteste, nennt sie Aufseher.

Nun, wenn sie Älteste genannt sind, heißt das nicht, dass sie die Ältesten sind, physisch gesehen, sondern dass sie diejenigen sind, die von der geistlichen Reife her den Menschen vorstehen.

Nun, die Geschichte beweist, es ist eine schlechte Option, keine Leitung zu haben.

Und die Geschichte beweist auch, dass es verheerend ist, eine schlechte Leitung zu haben.

Und so wollen wir nun die Frage stellen, was ist nun eine gute Leitung?

Wie kann ein Ältester eine gute Leitung erfüllen?

Wie verrichtet er seine Arbeit und was macht er eigentlich?

Und wenn ihr uns vier Älteste kennenlernt, für all jene, die das nicht wissen, ihr habt vielleicht das Poster direkt vor dem Eingang des Saales gesehen, da stehen jetzt schön alle großen Gesichter drauf, es sind vier Älteste in dieser Gemeinde.

Und vier Älteste, die auch markante Unterschiede haben.

Nicht alle Ältesten sind so musikalisch begabt wie unser Thomas.

Nicht alle Älteste können Zahlen so wunderbar in Tabellen jonglieren wie unser Arthur.

Nicht alle Älteste können Visionen und Ideen so weit spinnen wie unser Christian, der noch Möglichkeiten sieht, wenn alle anderen keine Möglichkeiten mehr kennen.

Und so ist es, wenn wir alle so unterschiedlich sind, die Frage, was vereint uns denn?

Welchen Auftrag haben wir trotzdem, alle gemeinsam?

Und das macht die Bibel ganz deutlich, zum Beispiel in 1.

Petrus 5, das ist jetzt mal eine Stelle, die ihr aufschlagen dürftet.

1.

Petrus 5.

Dort schreibt der Apostel Petrus an eine Gemeinde, die zerstreut ist, die unter dem Druck der Regierung Groms leidet, aber er gibt ihnen ganz einfache Anweisungen, was das Gemeindeleben selbst für sich bedeutet, in Anspruch nimmt.

Und hier schreibt er in 1.

Petrus 5 Vers 1, die Ältesten unter euch nun ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden des Christus und auch Teilhabe der Herrlichkeit, die offenbart werden soll.

Jetzt Vers 2, hütet die Herde Gottes, die bei euch ist.

Nicht aus Zwang, sondern freiwillig, gottgemäß, auch nicht aus schändlicher Gewinnsucht, sondern bereitwillig.

Hier ist das Kernelement der Arbeit des Ältesten ausgedrückt in einem Verb.

Also egal, welche Begabung ein Ältester von der Persönlichkeit her haben möge zusätzlich zu seinem Auftrag als Ältester, das gilt für jeden.

Wenn Petrus hier schreibt in 1.

Petrus 5 Vers 2, hütet die Herde Gottes.

Hüten, nun Hüten ist im Deutschen so ein Begriff, das eher an einen Wächter erinnert, an jemanden, der über etwas wacht.

Aber genau genommen ist hier in diesem Begriff viel mehr enthalten.

Ich wünschte mir, wir hätten das deutsche Wort Hierten, also die Arbeit eines Hierten auszuführen.

Im Englischen gibt es den Begriff Shepherding, das ist viel umfassender.

Es ist nicht nur Hüten, überwachen, sondern es ist die ganze vollumfängliche Arbeit eines Hierten.

Das drückt Paulus hier aus.

Petrus, Entschuldigung.

Und wir wollen uns jetzt einen Teilaspekt der Arbeit eines Hierten anschauen.

Viele Kommentatoren kommen zu dem Schluss, dass die Arbeit eines Hierten auf drei Komponenten hinuntergebrochen werden kann.

Und diese drei Komponenten sind es, auf die jeder Älteste erfüllen muss.

Sie besteht aus erstens Leiten, aus zweitens Nähern und drittens Schützen.

Jetzt wisst ihr schon, worum die Predigten gehen in den nächsten zwei, drei Wochen.

Dieses Mal heute sprechen wir über das Leiten.

Nächste Woche, so Gott will, sprechen wir über das Nähern.

Und die Woche darauf, so Gott will, über das Schützen.

Unter diesen drei Begriffen kannst du prinzipiell die Arbeit eines Ältesten definieren.

Und so wollen wir uns heute mit der Leitung eines Ältesten beschäftigen.

Wir werden dazu drei Kennzeichen anschauen.

Und das Ziel ist, dass du nicht nur verstehst, was ein Ältester macht, sondern das Ziel ist, dass auch du dadurch neue Freude daran bekommst, dass Gottes Ordnung in der Gemeinde erschaffen wurde, dass Gottes Ordnung funktioniert und dass du auch Freude bekommst an diesem Amt eines Ältesten.

Was ich noch hinzufügen muss, ist, macht euch auf eine Jagd durch die Bibel gefasst.

Normalerweise in unseren Predigten wisst ihr, ihr könnt eure Bibel aufschlagen zu Römer oder zu Prediger.

Und dann werden wir meistens hauptsächlich in dieser einen Stelle bleiben.

Und sie Vers für Vers, Wort für Wort analysieren.

Heute machen wir einen Ausflug durch die Bibel.

Und da macht euch gefasst, manche Stellen werdet ihr einfach aufschreiben müssen, könnt sie vielleicht nicht alle nachschlagen.

Aber das Ziel ist, dass wir heute von der gesamten Bibel her einen Überblick bekommen, was es heißt, leiten in der Gemeinde als Ältester.

Nun das erste Kennzeichen der Leitung ist die, erstens, Älteste leiten unter der Autorität Gottes.

Wenn ihr euch fragt, wer ist der erste offiziell eingesetzte Hirte des Neuen Testamentes, mit Ausnahme von Jesus, dann müsst ihr zu Johannes 21 blättern.

Johannes 21 ist die Szene nach der Auferstehung Jesu, als Jesus sich seinen Jüngern wieder offenbart hat und seinen lieben Jünger Petrus, der sich so an ihm versündigt hat, wiederherstellt.

Und das ist eine der schönsten Szenen in der Bibel, wie dieser Mann Jesus auf Petrus zugeht und ihn die Frage stellt, der ist, liebst du mich, liebst du mich.

Petrus sagt immer wieder ja, ja ich liebe dich.

Aber das ist nicht nur das, sondern Jesus gibt ihm dann auch einen ganz speziellen Auftrag, den er dreimal in verschiedenen Worten ausdrückt.

Doch wir fokussieren uns jetzt mal auf die Aussage in Johannes 21, Vers 16.

Wieder spricht er zum zweiten Mal zu ihm, Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?

Er spricht zu ihm, ja Herr, du weißt, dass ich dich liebe.

Spricht er zu ihm?

Das sagt Jesus zu ihm und das ist der Auftrag, hüte meine Schafe.

Hier wieder genau das gleiche Wort hüten, das wir eben gelesen haben in 1 Petrus 5, hüte meine Schafe.

Nun das interessante, was es zuerst einmal zu beachten gibt, ist, dass Jesus von Anfang an deutlich stellt, Petrus, diese Schafe gehören mir.

An keinem Punkt in seinem Leben hat Jesus die Entscheidung gefällt, dass er jetzt einen Ersatz bräuchte, einen Stellvertreter, weil er ja nicht mehr da ist.

Sondern von Anfang an macht Jesus klar, diese Schafe, diese Herde, die Menschen, die mir nachfolgen, bleiben die, die mir nachfolgen.

Aber ich setze nun Diener ein, die unter mir und für mich arbeiten.

Das ist ganz entscheidend.

Und so wird auch für Johannes, für Petrus am Anfang an deutlich, diese Schafe gehören Jesus.

Und genau das Gleiche macht auch Paulus deutlich in Apostelgeschichte 20.

In Apostelgeschichte 20 die Abschiedsrede, die Paulus hält zu den Ältesten von Ephesus.

Und es ist dieser Zeitpunkt, wo ein neues Zeitalter anbricht.

Paulus war Augenzeuge Christi gewesen.

Er war ein von Gott bestätigter Apostel gegeben gewesen.

Und er sagt nun, meine Zeit ist vorbei, jetzt Älteste, ihr, die lokal für die Gemeinde verantwortlich seid, ihr seid jetzt dran.

Und er gibt auch diesen einen ähnlichen Auftrag in Apostelgeschichte 20, Vers 28.

Dort sagt Paulus zu diesen Ältesten, habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher gesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten, wieder der gleiche Begriff, zu hüten, doch jetzt, die er sich erworben hat, die Gott sich erworben hat durch das Blut seines Sohnes.

Also auch Paulus macht völlig deutlich, diese Schafe, über die Gott euch eingesetzt hat, gehören euch gar nicht.

Die sind Gottes Besitz und nicht nur Gottes Besitz, die hat er sich auch noch teuer erkauft mit dem Blut seines Sohnes.

Und so kommt hier dieser springende Punkt, dass ein Ältester von Beginn seiner Einsetzung an nichts anderes ist, als ein Verwalter, ein Haushalter, wie Paulus es auch ausdrückt, sind niemals Alleinherrscher, sie sind niemals Besitzer der Gemeinde, sie sind nur Verwalter dessen, was Gott eigentlich gehört.

Jesus Christus ist das Haupt, Jesus Christus bleibt das Haupt, und die Ältesten sind Männer, die das Werk verrichten, das er ihnen anvertraut.

Wenn du in einen Supermarkt einkaufen gehst, einer großen Kette, nehmen wir an, du gehst zu Lidl, und du wirst dort vor Ort einen Filialeiter antreffen.

Und dieser Filialeiter hat zwar die Verantwortung vor Ort, aber genau genommen ist es nicht sein Geschäft.

Er kann nicht hingehen und sagen so, der Name Lidl gefällt mir nicht, ich gebe dem jetzt einfach meinen Nachnamen.

Er kann auch nicht hingehen und sagen, das Sortiment, das passt mir nicht ganz, ich ändere das ab.

Er kann auch nicht hingehen und sagen so, ich möchte endlich die High Society erreichen, ich verkaufe jetzt nur noch Luxusartikel.

Das steht ihm alles nicht zu.

Warum nicht?

Weil er nur ein Verwalter ist, nicht der Besitzer.

Und genauso funktionieren auch Älteste.

Und das macht Johannes, im Johannesevangeum wird es ganz deutlich, wenn Jesus das zu Petrus sagt, hüte meine Schafe.

Und auch Paulus macht es wieder genauso deutlich, wenn er sagt, diese Herde hat Gott sich teuer erkauft, die gehört euch nicht.

Ihr seid nur Verwalter des Besitzes Gottes.

Es ist seine Herde und das ändert sich nicht.

So geschieht es unter der Autorität Gottes, es ist zuerst seine Herde.

Und weiter, weil es seine Herde ist, bringt das auch noch was weiteres mit sich.

Wenn es die Herde Gottes ist, wer entscheidet dann, wer Verwalter wird?

Gott selbst.

Noch einmal, Apostelgeschichte 20, habt ihr vielleicht noch aufgeschlagen, Apostelgeschichte 20, Vers 28.

Was sagt Paulus dort?

Hüte die Herde, über die ihr ja so gerne verwalten wolltet, Apostelgeschichte 20, Vers 28, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat.

Also wer entscheidet, wer als Ältester eingesetzt wird?

Gott allein.

Und in der Gemeinde Gottes gehören deshalb ausschließlich solche als Ältester anerkennt, die von Gott als solche bestimmt wurden.

Das macht sich als Muster in der Bibel immer wieder deutlich.

Gott ist derjenige, der entscheidet, wer dieses Amt besetzt.

Und das macht sich deutlich anhand der Qualifikationen, das macht sich deutlich anhand der Berufung des Einzelnen, das macht sich deutlich anhand der Anerkennung durch andere Gläubige.

Und wenn jemand also sagt, ich will Ältester werden, dann ist das noch lange nicht genug, um wirklich Ältester zu werden.

Ältester sind immer von Gott berufen.

So leiten Ältester unter der Autorität Gottes.

Das bedeutet, es ist seine Herde, sie sind eingesetzt von Gott.

Und es bedeutet auch zum Dritten dann, dass sie sich an die Richtlinien Gottes zu halten haben.

Ein Kanzler hat ein Grundgesetz, an dem er sich orientieren muss.

Das kann er nicht einfach über den Haufen werfen.

Und so hat auch ein Ältester ein Grundgesetz, das für ihn die Richtlinie darstellt.

Dieses Grundgesetz ist nichts anderes als das Wort Gottes.

Die Bibel, die du und ich in den Händen halten, das kann er und darf er nicht aushebeln.

Und noch mehr.

In Titus 1, Vers 9 macht Paulus deutlich, was von einem Ältesten erwartet wird.

In Titus 1, Vers 9 schreibt er, der an dem der Lehre gemessen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen, als auch die Widersprechenden zu überführen.

Paulus macht hier ganz deutlich, es kann nur derjenige ein Ältester werden, der an diesem Wort Gottes, das ein für alle mal überliefert wurde, festhält.

Das heißt also, ein Ältester kann das Wort Gottes nicht in Frage stellen.

Denn wenn er anfängt, die Schrift in Frage zu stellen oder zu revidieren oder zu sagen, das muss man irgendwie anders verstehen, dann fängt er an, damit zu sagen, Gott hat das zwar geschrieben, aber ich weiß es besser.

Und dann ist ein Ältester nicht länger nur ein Verwalter, sondern er ist solcher, der automatisch angefangen hat, die Macht an sich zu reißen.

Ich weiß es ja besser und deshalb folge mir nach nicht dem Wort Gottes.

Es ist aber auch deutlich, dass ein Ältester es nicht nur festhält als sein Gut, sondern noch mehr.

Er nährt sich auch davon.

Paulus schreibt über Timotheus, dass er sich als ein guter Diener Christi bewähren sollte, der sich nährt durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre.

Timotheus wurde zurückgelassen in Ephesus, um dort die Gemeinden zu betreuen.

Diese Arbeit konnte er nur gut tun, indem er nicht nur das Wort Gottes überliefert, sondern auch selber sich füttert durch dieses Wort Gottes.

Und genau so ist es durch die Geschichte des Alten Testamentes immer wieder deutlich geworden.

Als Joshua seinen Dienst antritt, sagt Gott zu ihm, dieses Buch des Gesetzes ist deine Richtlinie.

Aber nicht nur das.

Lies es jeden Tag, denkt darüber nach jeden Tag.

Und es ist auch dieses Buch des Gesetzes, das kein anderer als der König David mit einem Liebeslied besungen hat in Psalm 119, wo deutlich wird, dieser Mann hat sich genährt durch dieses Wort Gottes.

Es ist also nicht nur eine Richtschnur, eine Richtlinie, nach der er gehen muss, ein Grundgesetz, das er nicht ausheben kann, sondern mehr.

Für einen Ältesten ist das Wort Gottes sein persönlicher Schatz.

Und das macht sich deutlich.

Schau dir den Umgang deiner Ältesten mit der Bibel an.

Daran zeigt sich, ob sie sich bewusst der Autorität Gottes unterordnen.

Sie müssen nicht nur Gelehrte sein, die das Wort Gottes verstehen, sondern es müssen solche sein, die sich selber durch das Wort Gottes ernähren, versorgen und sich damit bewusst unter die Autorität Gottes stellen.

So geschieht Leitung in der Gemeinde Gottes.

Es darf nur derjenige tun, der das bewusst unter der Autorität Gottes tut.

Die Frage bleibt nun immer noch, wie sieht jetzt diese Leitung aus?

Wie sieht sie aus?

Und damit kommen wir zum zweiten Kennzeichen.

Sie geschieht mit Gottes Mitteln.

Ich darf euch noch einmal zu 1.

Petrus 5 lenken.

1.

Petrus 5 schreibt Petrus in Vers 3 nicht als die, die über ihren Bereich herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet.

Er stellt hier zwei Dinge gegenüber.

Leitung kann entweder ein Herrschen sein oder es kann ein vorbildliches Vorangehen sein.

Nun, was ist Herrschen?

Mit Herrschen ist hier gemeint ein Erzwingen, ein Regieren nach dem Motto, ich sitze hier auf dem Thron, ich gebe Kommandos und sage, wo es langgeht.

Du machst das, du machst das und du lässt das.

Man kann es auch vergleichen mit einem Cowboy, der hinter der Herde herrennt, sein Lasso schwingt und die einfängt, die ihm fortlaufen.

Doch Paul Petrus vergleicht den Ältesten mit einem Hirten und ein Hirte zeichnet sich dadurch aus, dass er vorangeht.

Nicht mit der Peitsche hinterherjagt, sondern vorangeht.

Und so muss geistliche Leitung immer unter diesem Aspekt geschehen.

Niemals mit einem autoritären Ton, sondern es ist immer das Prinzip, hier ist der Weg und jetzt komm mit mir, wie ich diesen Weg beschreite.

Nun, wenn wir den Begriff Leitung in den Mund nehmen, diese Begriff Leitung alleine, dann wird es oft automatisch assoziiert mit Entscheidungen treffen, mit Ton angeben, mit Autorität ausüben.

Und da fordert uns die Bibel heraus, dieses Konzept neu zu durchdenken.

Leitung heißt eben nicht, diese Dinge in erster Linie zu tun, sondern Leitung heißt in erster Linie, Vorbild zu sein, vorbildlich voranzugehen.

Nun, Männer, ihr habt das Privileg als Väter in den Familien, eine Leitungsfunktion einzunehmen.

Doch was die Bibel nicht von euch möchte, ist, dass ihr da sitzt wie Paschas am Tisch und sagt, hier geht’s lang und das mach und das lass bleiben.

Sondern was die Bibel von euch möchte, ist, dass die ganze Familie an euch ein Vorbild hat, wie es vorangehen soll, wie wir den Weg beschreiten.

Und dass du auch dort in deiner Familie ein Hirte bist, der vorangeht.

So ist ein geistliches Vorbild.

Ich möchte ein Zitat lesen von Benedikt Peters, der das gut auf den Punkt gebracht hat, wenn er schrieb, Älteste haben nicht Kraft irgendeines Amtes Autorität, sondern Kraft des Vorbildes geistliche Autorität.

Wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit, weshalb Älteste nie nötigen, nie Zwang ausüben dürfen.

Sie müssen stets Gewissen und Willen der Glaubenden in der frischen Luft der Freiheit und Mündigkeit der Kinder Gottes belassen.

Hierin ist der Herr Jesus unser großes Vorbild.

Er übte nie Druck auf seine Jünger aus, auch dann nicht, als er genau wusste, dass sie versagen würde.

Er, der alle Autorität besitzt, war nie autoritär.

So stellt sich die Bibel Leitung vor.

Ein Vorangehen als Vorbild.

Und da sagt die Bibel auch deutlich, braucht jede Gemeinde Leiter, die vorbildlich vorangehen.

Und dieses Vorbild zeigt sich erstens in einem Vorbild in Charakter.

Es ist erstens ein Vorbild in Charakter.

In Timotheus schreibt Paulus in 1.

Timotheus 4, Vers 12, in 1.

Timotheus 4, Vers 12, Niemand verachte deine Jugend, sondern sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit.

Timotheus steht in dieser Gefahr, einfach aus einem pragmatischen säkulären Ansatz beurteilt zu werden.

In der Gemeinde zu stehen als junger Spund und alle gucken ihn an und sagen, was will der denn schon wissen?

Der hat ja noch keine Erfahrung.

Und Paulus fordert Timotheus auf, diese Haltung zum Schweigen zu bringen mit seinem Vorbild.

Und dieses Vorbild ist ein Vorbild der geistlichen Reife und wird eben deutlich in diesen Bereichen, die er nennt hier.

Zum ersten im Wort, in der Art und Weise, wie er sich ausdrückt.

Dann im Wandel.

Es geht hier um den Lebenswandel, wie er seinen Weg mit Christus geht.

Sein Lebenswandel ist ein heiliger Wandel, ein Wandel, der sich bewusst Christus unterordnet, seine Prioritäten sind heilig, geordnet.

Dann ist es geprägt durch Liebe.

Liebe ist ein Grundmerkmal eines Christen.

Johannes 13 macht Jesus diese Aussage, daran werdet ihr, wird die Welt erkennen, dass ihr meine Jünger seid.

Nun, Liebe ist nicht einfach ein Akzeptieren, Tolerieren.

Liebe im biblischen Sinne heißt, ich gebe mich selbst für dich auf.

Es ist eine ganz bewusste Entscheidung.

Es ist nicht nur ein Gefühl, eine ganz bewusste Entscheidung.

Und Beispiele dieser Liebe sind zuhauf in der Bibel vorhanden.

Natürlich allen voran Jesus, der selber sein Leben gegeben hat, damit wir leben können.

Aber auch Paulus hat diese Liebe an den Tag gelegt, als er zu den Thessalonikern schreiben kann, denkt darüber, wie ich in eurer Mitte war, zart wie eine Mutter mit ihren Kindern.

Es ist aber auch der Ausdruck dessen, wie Paulus den Ephesern schreibt, ich habe euch Tag und Nacht ermahnt.

Das ist Liebe, Bereitschaft sich aufzugeben.

Ein Vorbild in Liebe, aber dann auch im Glauben, schreibt Paulus in 1.

Timotheus 4.

Nun, Glaube ist jedem Christen gegeben, steht außer Frage.

Glaube per Definition, was heißt das?

Per Definition heißt es, von etwas überzeugt zu sein, was man nicht sieht.

Es ist nicht nur eine vage Vermutung, morgen sollte das Wetter wieder besser werden, sondern es ist eine Gewissheit, eine Überzeugung, ein Wissen, was wahr ist, aber doch nicht sichtbar ist.

Nun, ein Vorbild im Glauben ist nicht zweifelnd, sondern er ist in dieser Sicherheit ein Vorbild, dass er daran festhält, zu wissen, wer Gott ist und daran festhält, dass seine Versprechen auch wirklich wahr sind.

So sieht ein Vorbild im Glauben aus.

Dann spricht Paulus davon, dass Timotheus ein Vorbild in Keuschheit sein soll.

Keuschheit kann man besser übersetzen mit Reinheit.

Reinheit bezieht sich sowohl auf Reinheit in sexuellen Belangen.

Ein Vorbild in Reinheit enthält sich von aller Unmoral, entzieht sich aller außerelicher sexueller Aktivität, entzieht sich aller Pornografie, Unzucht, Ehebruch, aber nicht nur im sexuellen Bereich, sondern auch ansonsten in seinem Lebenswandel legt er einen reinen Lebenswandel dar.

Er hält sich von der Sünde fern, von allem, was Gottes Gebot übertritt.

Sein Ruf ist vorbildlich und hier ist ein Vorbild, dass die Gemeinde sagt, dass die Bibel dir sagt, so liebe Gemeinde, sollten Älteste sein, denen du nacherfern kannst.

Nicht in erster Linie jemand, der dir sagt, mach das und lass das, sondern jemand, den du anschauen kannst und sagen kannst, diesen Weg möchte ich genauso mit ihm beschreiten.

Es ist ein Vorbild im Charakter, zweitens ist er auch ein Vorbild im Dienst.

Denn eins muss uns vor Augen sein, wenn wir die Worte Jesu lesen, dass Leitung immer dienen bedeutet.

Leitung bedeutet immer dienen.

Wir kennen die Verse gut aus dem Evangelium, wo Jesus die Jünger zurechtweist und ihnen sagt, wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein.

Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Also hier ist der Moment, wo Jesus Leitung neu definiert.

Er sagt es nicht eben dieses Herrschen, dieses Vorangehen, dieses Kommandieren, sondern es ist ein Dienen.

Dieses Beispiel wurde in erster Linie deutlich an Jesus Christus, der kam um zu dienen, der dann noch diente, als er erschöpft war und sich eigentlich eine Pause gönnen wollte, der dann noch diente, wo er nichts mehr zu geben hatte, der dann noch diente, als er auf dem Weg zum Kreuz am Golgatha war und der dann selber diente, als er diesen Todesschrei ausrief.

Und wenn du dir das Leben Jesu anschaust und dir einmal darüber Gedanken machst, stell dir vor, du hättest diese Position Jesu, das einzige Wesen, das perfekt ist, das einzige Wesen, das sich Schöpfer nennen kann, das auf die Welt auftreten kann und sagen kann, dich habe ich gemacht, dich habe ich gemacht, dich habe ich gemacht und dich habe ich gemacht.

Und jetzt ist dieser Schöpfer, der eigentlich über allem steht, nicht nur bereit, diese Position zu sehen, sondern den Menschen zu sehen und zu sagen, diese Menschen, die ich zwar gemacht habe, die haben ein Problem und für dieses Problem brauchen sie eine Lösung.

Nun kann man sich auf Lösungssuche begeben, wer könnte das tun?

Die Antwort ist für Jesus ohne Frage, es gibt nur Einen, der diese Lösung bringen kann, nämlich Jesus Christus selbst.

Jeder Mensch, den ich hier gegenüber stehe, ist hilflos verloren.

Jeder Mensch geht in die Hölle, wenn ich nicht eingreife.

Jeder Mensch braucht hier eine Lösung, endlich Gottgehorsam zu sein.

Und dafür gebe ich mich selber auf.

Und da stirbt am Kreuz der Herr der Welt, König der Könige, Besitzer und Schöpfer aller.

Das ist Dienst.

Und das ist eine völlig neue Definition von Leitung, wie die Welt sie noch nie gesehen hat.

Die Bereitschaft eines Menschen, alles aufzugeben, um anderen mit ihrem Hauptproblem zu helfen.

Das ist Dienst.

Und das ist auch der Dienst, für den Älteste berufen werden, für den auch die Gemeinde berufen wird, aber in der Älteste als Vorbild vorangehen.

Ein Leben im Auftrag, im Dienst anderer zu führen.

Paulus bringt es zum Ausdruck in 1.

Korinther 9, Vers 19 mit sehr starken Worten.

In 1.

Korinther 9, Vers 19 sagt er, denn obwohl ich allen gegenüber frei bin, habe ich mich allen zum Sklaven gemacht, damit ich immer mehr gewinne.

Das ist ein Leben des Dienstes, die Bereitschaft sich völlig aufzugeben und zu sagen, ich bin jedem ein Sklave geworden.

Mit dem Amt als Ältester geht die Entscheidung einher, sich selbst neu zu sterben.

Nicht mehr nur für die Familie, sondern auch für die anvertrauten Schafe.

Es sind Männer, die die Geschicke der Gemeinde immer und überall herumtragen.

Immer dienen werden.

Das ist die Frage, wie sieht dieser Dienst aus?

Dann möchte ich euch ein Beispiel geben aus 2.

Mose.

Wir sehen nämlich in 2.

Mose einen Diener, von dem man in gewissem Sinne sagen kann, er war ja ein Diener.

In 2.

Mose 32 kam es zu der Situation, dass Mose mal wieder für eine Weile vom Volk weg bei Gott war, auf dem Berg Sinai.

Und in dieser Zeit denkt sich das Volk, wir wollen nicht länger Gott nachfolgen, wir fangen jetzt an, uns selber Götter zu machen.

Dann suchen sie sich ihren Leiter, der momentan der Leiter ist.

Wer ist momentan der Leiter?

Es ist Aaron.

Stellt euch diese Szene mal vor.

Das Volk kommt zu Aaron.

Hey Aaron, wir wollen jetzt Götter.

Was sagt Aaron?

Ich bin euer Diener.

Klar, machen wir.

Das, was Aaron tut, ist Dienen.

Aber es ist ein, ich nenne es jetzt mal, ein Waschlappendienst.

Ein Dienst ohne Rückgrat und ohne Überzeugung und am Ende völlig sündig.

Aaron sagt dann zu Mose, als Mose dann endlich zurückkommt, in 2.

Mose 32, Vers 22.

Diese prägenden Worte, wenn er sagt, der Zorn meines Herrn entbrenne nicht.

Mensch, Mose, er trägt dich mal nicht so auf.

Du selbst kennst ja das Volk, das es böse ist.

Sie haben nämlich mir gesagt, mach uns Götter, die vor uns hergehen.

Was soll ich denn machen?

Das ist nicht der Dienst, wie Gott ihn sich vorstellt.

Das ist vielmehr so geworden, dass die Schafe zum Hirten geworden sind.

Wenn ihr weiter lest in 2.

Mose 32, sehen wir dann jetzt ein Gegenstück dazu.

Mose, der die Leitung in Angriff nimmt, der seinem Volk dient, aber mit einer ganz anderen Haltung.

In Vers 26 ruft er aus, her zu mir, wer für den Herrn ist.

Seht ihr den Unterschied?

Auf der einen Seite dieser Dienst ohne Rückgrat und auf der anderen Seite ein Dienst, das nicht nachgibt, wenn es um die Sache des Herrn geht.

Sich aber darum kümmert, dass die, die ihm nachfolgen, diesen Weg mit ihm beschreiten.

Also so heißt dienen, zwar sich selbst in den Hintergrund zu nehmen.

Es bedeutet, den anderen höher achten als mich selbst, aber immer unter der Autorität Gottes.

Und die Sache des Herrn bleibt unantastbar, sie bleibt die Richtlinie, sie bleibt klar.

Mit Gottes Mitteln ist also ein Vorbild im Charakter, es ist ein Vorbild im Dienst und es ist auch ein Vorbild in der Lehre, dem du nachfolgst.

Denn der Hirte hat eine Aufgabe, die ganz deutlich ist.

Er hat nicht nur die Aufgabe voranzugehen, sondern er hat eine Aufgabe, nämlich zu reden.

Ein Hirte, ein Ältester muss reden.

Hebräer 13, Vers 7 sagt der Hebräerschreiber, gedenkt eurer Führer, und jetzt definiert er sie, die Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben.

Nun, der Begriff Führer ist historisch in Deutschland etwas belastet, wir können es genauso gut Leiter nennen.

Ein geistlicher Leiter redet per Definition, das ist seine Aufgabe, das Wort Gottes.

Nun, das geschieht nicht nur von vorne, hier von der Kanze.

Es ist nicht nur die Predigt, wo Älteste das Wort Gottes zu euch reden, sondern ein Ältester redet das Wort Gottes zu jedem Moment.

Wenn du mit ihm unter vier Augen redest, wird er dir das Wort Gottes erklären.

Wenn du ihn im Hauskreis erlebst, erklärt er dir das Wort Gottes.

Wenn du mit ihm Zeit verbringst und Urteil über Entwicklung in der Zeit hören möchtest oder was auch immer, wird er dir das Wort Gottes sagen.

Das zeichnet die Leitung eines Ältestenauts, ein Leiten durch Vorbild.

Wir haben nun also gesehen, dass die Leitung in der Gemeinde zum einen unter der Autorität Gottes geschieht, dann mit den Mitteln Gottes geschieht, doch nun die Frage, wohin bewegen sie sich eigentlich alle, und dann kommen wir zu dem dritten Kennzeichnen, zu Gottes Ziel.

Die Frage nämlich wird immer sein, was ist denn überhaupt das Ziel, auf das du und ich uns hinbewegen?

Und die nächste Frage wird dann sein, wann haben wir denn als Gemeinde dieses Ziel erreicht?

Ist es unser Ziel, dass die Gemeinde 500 Mitglieder erreicht?

Ist es unser Ziel, dass ganz Berlin an Jesus glaubt?

Ist es unser Ziel, dass wir noch mehr Dienste besetzen können?

Was ist denn dieses Hauptziel, das ultimative Ziel, auf das wir uns hinbewegen?

Die Tatsache ist die, dass wenn wir nicht das richtige Ziel vor Augen haben, wir uns oft verlieren würden.

Wenn du eine Reise planst in den Urlaub, ich weiß für manche steht er noch an, sagen wir du fährst mit dem Auto nach Italien oder Kroatien, weiß ich, dass es jemand vorhat, dann planst du dir deine Route, vielleicht hast du dir auch schon ausgedacht, wo du eine Zwischenstation einplanst, du hast schon mal grob auch die Reise geplant, du hast deine Unterkunft gebucht und dann kommt der Tag, an dem du dich auf den Weg machst und jetzt stell dir vor, du fährst auf deinen Urlaub nach Kroatien oder nach Italien und auf halber Strecke hat die ganze Bande im Auto Lust, hey lass uns abbiegen nach Prag.

Okay gut, wir gehen überhaupt nach Prag.

Du verbringst den Tag da, weil alle plötzlich das Gefühl haben, ihr müsstet dort sein, ihr übernachtet dort und dann fährst du weiter gegen Süden und dann kommst du in die Berge und sagst auch Mensch, eigentlich müssten wir hier mal in diesen Bergsee springen.

Na gut, okay, machen wir das, aus dem einen Anlass werden zwei Tage und das Ziel, das du vorhattest, wirst du am Ende verpassen.

Das klingt völlig absurd, aber genauso führen viele Menschen ihr Leben.

Einfach mal losfahren.

Heute bin ich verliebt in die Frau, mit der gehe ich jetzt mal unterwegs, auf der halben Strecke sage ich, ne die mag ich nicht mehr, jetzt suche ich mir eine andere.

Heute bin ich, hab ich Lust auf das, morgen das.

Völlig ziellos, orientierungslos.

Aber diese Ziellosigkeit orientierungslos darf es, Losigkeit darf es für Christen nicht geben.

Für Christen gibt es immer ein ganz klares Ziel und dieses Ziel steht uns noch bevor.

Und dieses Ziel hast du erst dann erreicht, wenn du bei Jesus Christus bist.

Schlagt mal mit mir Philippa 3 aus, wo wir von Paulus diese Motivation hören.

Paulus, der alles erreicht hat, der ist der Apostel, einer der zwölf.

Und vorher war er selbst schon in dem Leben als Ungläubiger ein hohes Tier.

Aber er drückt sein Ziel aus in Philippa 3, Vers 11.

Sein Ziel ist, ob ich irgendwie hingelangen möge zur Auferstehung aus den Toten.

Also mein Ziel ist nicht nur der Tod, sondern mein Ziel ist, wieder aus den Toten auferstanden zu sein und bei Jesus Christus zu sein.

Ob ich da irgendwie hinkomme und dieses Ziel, sagt er in Vers 12, nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sein.

Ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Jesus Christus ergriffen bin.

Paulus hatte ein ganz klares Ziel vor Augen und auf dieses Ziel hat er sich zubewegt.

Er jagte diesem Ziel nach und so ist es überall im Leben und besonders in der Leitung der Gemeinde.

Die Leitung braucht ein klares Ziel vor Augen, denn Leitung führen ist per Definition irgendwo hin führen.

Psalm 23.

Du führst mich zu stillen Wassern.

Gott führt dich irgendwo hin und so ist es auch bei Ältesten.

Sie führen die Gemeinde irgendwo hin.

Nun, wenn du auf deinem Platz sitzt, hier einfach so sitzt, wirst du kein Navigationssystem brauchen, um irgendwo hinzukommen, weil du ja einfach nur hier sitzt.

Aber spätestens dann, wenn du dich auf einen Ort hin bewegst und nicht weißt, wo es lang geht, brauchst du dein Navigationssystem, um diesen Weg zu beschreiten.

Und so ist es auch in der Gemeinde.

Sie ist unterwegs zu einem Ziel, auf einem Weg und sie wird dort geleitet, vorangeführt durch Älteste zu diesem Ziel.

Und wenn der Älteste nun an dieses Ziel denkt, das er mit der Gemeinde erreichen möchte, sieht er darin zwei Komponenten und ich versuche diese Komponenten kurz zu machen, keine Sorge.

Die erste Komponente ist die eigene Rechenschaft.

Jeder Älteste ist sich bewusst, für das, was ich hier tue, werde ich ein Gericht empfangen.

Paulus war sich dessen völlig bewusst.

Er sagte in 1 Korinther 4, Vers 2, das Ziel ist, dass ein Verwalter treu erfunden wird.

Und so schließt er dann in 1 Korinther 4, Vers 4, denn ich bin mir selbst nicht bewusst, aber dadurch bin ich nicht rechtfertig.

Der mich aber beurteilt ist der Herr.

Was ganz deutlich ist, ist, du kannst alles Mögliche von deinem Ältesten beurteilen.

Du kannst die Länge der Predigt beurteilen, für die entschuldige ich mich jetzt schon.

Du kannst dich für die Verständlichkeit der Lehre beurteilen.

Du kannst sein Benehmen beurteilen, seine Gewohnheiten beurteilen, alles Mögliche.

Aber am Ende ist es völlig irrelevant.

Was am Ende relevant ist, ist das Gericht Gottes, dass er selber über diesen Ältesten sprechen wird.

Und die Frage wird dann sein, war es der Älteste treu?

Haben wir als Älteste eine Gemeinde vorzuweisen, die in der Reife gewachsen ist?

Oder haben wir vor Christus vorzuweisen, dass wir tatsächlich eine Gemeinde in die Irre geführt haben?

Dafür wird Gott uns richten.

Und das Wissen, dass dieser Moment kommt, bringt eine Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit in den Dienst hinein.

Die zweite Komponente ist folgende, nämlich das Ankommen der Herde bei Christus.

Das Ziel, das für die ganze Gemeinde gilt.

Das Ziel, dass die Gemeinde am Ende bei Christus steht und Christus über diese Gemeinde das Gleiche sagen kann, was er über die Gemeinde in Philadelphia gesagt hat.

Du hast eine kleine Kraft, aber du hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.

Christus ist nicht wichtig, ob unsere Gemeinde 50, 500, 200 Mitglieder hat.

Christus ist auch nicht wichtig, welches Gebäude wir besetzen in erster Linie.

Christus ist auch nicht wichtig, wie wir von außen wahrgenommen werden, sondern was ihn am Ende interessiert ist.

Wachsen in dieser Gemeinde Menschen zur vollen Mannesreife heran, Ephesaphir?

Wachsen Menschen darin heran, dass sie in der Gewissheit an Christus, von Christus wachsen und dann reichlich Frucht bringen?

Früchte des Geistes?

Werden Menschen, die hier in dieser Gemeinde mit uns kehren, über die Jahre hinweg immer noch an Christus glauben und an ihm festhalten?

Das ist das Ziel, wohin Älteste leiten.

Und das ist der Weg und der Horizont, auf den wir uns konzentrieren.

Und darin müssen wir uns als Älteste und auch als Gemeinde immer wieder neu orientieren.

Ein Prediger sagte einmal, wer im obersten Gerichtshof eingesetzt wird, ist nicht annähernd so entscheidend, wie die Frage, wer in dieser Gemeinde als Ältester eingesetzt wird.

Nun, wir sind jetzt in der Gemeinde in dem Prozess, dass wir zwei Kandidaten prüfen, als Älteste aufzunehmen.

Und wenn wir über Ältestenschaft sprechen, dann ist es ein Thema, wo es um Leben und Tod geht.

Es ist ein Thema, wo es um das wertvollste Gut Gottes geht, für nichts anderes.

Nichts anderes hat er sich so teuer erkauft wie die Gemeinde.

Und da braucht es dann auch Älteste, die diese Leitung der Gemeinde bewusst wahrnehmen unter seiner Autorität mit seinen Mitteln und dann auch zu seinem Ziel.

Lass mich noch kurz beten, Vater, wir preisen dich dafür, dass du ein Gott der Ordnung bist, der uns vor Chaos und Schaden bewahrt und der uns auch Richtlinien gibt dazu, wer ein Ältester ist und was ein Ältester tut.

Und Herr, ich bitte dich auch, dass du uns Gnade davor schenkst, nicht den Dienst der Leitung in erster Linie an unseren eigenen Gedanken zu messen, an unseren eigenen Ideen auszurichten oder an dem, was wir irgendwo aufschnappen, sondern wieder bewusst uns da auch unter die Autorität deines Wortes zu stellen und schenk uns auch einfach die Freude und die Liebe für deine Ordnung, dass du dich wirklich kümmerst darum, wie diese Gemeinde geleitet wird.

Und so bitten wir dich darum, wenn wir das Ziel vor Augen haben, Herr, dass all das, was wir hier tun, nicht den Menschen, nicht uns per se in den Vordergrund stellt.

Wir wollen nicht einfach Leiter einsetzen, damit wir charismatische Leiter haben.

Wir wollen nicht einfach nur präsent sein oder irgendwelche Schlagzeilen produzieren, sondern was wir wollen, Herr, ist, auf das Ziel zuzusteuern, das du für uns hast.

Und wenn wir dann da sind bei dir, Herr, oh, wie gerne möchten wir von dir hören.

Du hast festgehalten und du warst treu.

Und Herr, bewahre uns und führe uns dahin, diesen Weg mit dir zu überschreiten zu deiner Ehre.

Amen.