Hirten nähren
Durch KI transkribiert – Bei Fragen meldet Euch bei [email protected] Im 19.vJahrhundert bemerkte man in England unter den ärmeren Familien, dass die Kinder vermehrt ein Phänomen aufwiesen, ein gesundheitliches Problem, das sich dadurch zeigte, dass sie vermehrt X- und O-Beine hatten, ganz schwache Knochen, die schmerzhaft sich verborgen, Gelenke, die anfingen anzuschwellen, und man lange nicht wusste, woran das jetzt liegt, dass diese Kinder zuhauf dieses Phänomen aufweisen. Man hat dann festgestellt, dass aufgrund der Industrialisierung die ersten Fabriken waren unterwegs, die Städte derart verraucht waren, dass die armen Kinder wenig Sonnenlicht bekamen. Tagsüber waren sie oft in Bergwerken unterwegs, noch weniger Sonnenlicht, und so hat man irgendwann festgestellt, dass diese Kinder unter Strich Mangel ernährt waren, Mangel ernährt an Vitamin D, mit einherging eine schlechte Diät, schlechte Ernährung aufgrund des Mangels an Geld, und erst als man das herausgefunden hatte, konnte man den Kindern wirklich helfen. Nun, durch die Geschichten durch haben Menschen immer wieder aus Selbstversuchen heraus oder einfach aus der Not heraus erfahren, was es bedeutet, mangelernährt zu sein. In der Schifffahrt früher wurde die Scorboot sehr gefürchtet, dass sie sich auswirkte durch Zahnbluten, durch Zähneausfall und dann irgendwann auch den Tod. Dann gab es den ganz prominenten Herrn, der gesagt hat, ich grenze meine Diät ein auf eine Art von Obst, nämlich Äpfel und Karotten, Steve Jobs. Ein Schauspieler hat versucht das nachzumachen und landete im Krankenhaus wegen schlechten Bauchspeicheldrüsenwerten. Nun, was wir wissen aus der Geschichte heraus, völlig normal, allgemein wissen ist die Tatsache, dass der Mensch eine ausgewogene Nahrung braucht, sonst leidet dein Körper, sonst fehlt irgendwas. Und genau das Gleiche ist auch wahr im geistlichen Sinne. Du brauchst eine ausgewogene Ernährung. Wenn du keine ausgewogene geistliche Ernährung hast, leidest du geistlich. Nun, unter der Christenheit gibt es viele Steckenpferde. Viele Dinge, die manch einer als Hauptnahrungsmittel zu sich nimmt. Der eine beschäftigt sich hauptsächlich mit der Endzeit, andere hauptsächlich mit den Zeitgeschehen. Andere sind so von der Gnade Gottes ergriffen, dass sie die Gerechtigkeit Gottes völlig außen vor lassen. Andere lieben Theologie und vergessen die Praxis. Andere sind so von Evangelisation angetrieben, dass sie es in jeder Stelle der Bibel lesen. Andere über das Gebet, dass auch sie es überall finden. Andere sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie die Wahrheit außen vor lassen. Die Gefahr für jeden Christen ist da, mangelernährt zu sein, unausgewogen sich zu ernähren. Und wir brauchen einen Gott, der uns immer wieder führt. Wie hat er sich selber vorgestellt? In Psalm 23 betet David ihn an, als den Hirten, der mich auf grünen Auen lagert. Eine Aufgabe, die Gott selber wahrnimmt, dass er sagt, ich sorge dafür, dass die, die mir angehören, gutes Nahrungsmittel bekommen. Und so, wie es das Anliegen unseres Gottes ist, genau so ist es auch das Anliegen der Ältesten. Ich habe letzte Woche schon einmal darauf hingewiesen, in 1 Petrus 5 gibt Petrus einen ganz allgemeinen Auftrag an alle Ältesten. In 1 Petrus 5 sagt er, 5 Vers 2, hütet die Herde Gottes, ganz bewusst an die ältesten gerichtet. Hütet die Herde Gottes, die bei euch ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, gottgemäß, auch nicht aus schändlicher Gewinnnsucht, sondern bereitwillig. Und in diesem Begriff hüten, das umfasst viel mehr als einfach nur aufpassen, das umfasst die ganze Arbeit eines Hirten. Und diese Arbeit eines Hirten lässt sich gut einteilen in diese drei Kategorien zu leiten, also zu führen, die Schafe voranzuführen in die richtige Richtung, das nähren, also dafür zu sorgen, dass sie die richtige Nahrung und die richtige Menge an Nahrung bekommen und zuletzt auch das schützen, das bewahren der Herde. Nun, wir sind in dieser Predigtreihe zur Ältestenschaft auch nochmal für alle unsere Gäste, die das nicht mitbekommen haben, aus dem Grund, weil wir uns als Gemeinde wieder ein Bild verschaffen möchten, was Gott von der Leitung der Gemeinde erwartet. In unserem Fall eine aktuelle Situation, dass wir zwei Kandidaten haben, die wir langfristig zu Ältesten einsetzen möchten, aber wir möchten auch, dass die Gemeinde und jeder Einzelne sich bewusst ist, was dieser Dienst bedeutet. Und dazu haben wir uns zuerst damit befasst in der ersten Predigt, dass die Gemeinde Hirten braucht. Sie braucht Älteste. Das letzte Mal haben wir gesprochen über eine dieser Aufgaben, das Leiten, und heute möchten wir uns über die zweite Aufgabe, das Näheren, unterhalten, und dazu dürft ihr nun 2. Timotheus 4 aufschlagen, 2. Timotheus Kapitel 4, und ich lese uns dort die Verse 1 bis 5, ihr werdet merken, dass die Predigt sich hauptsächlich auf die Verse 1 und 2 konzentriert. Doch des Zusammenhangswillens lesen wir bis Vers 5. 2. Timotheus 4. Ich bezeuge eindringlich vor Gott und Christus Jesus, der Lebende und Tote richten wird, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit, überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Leere. Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Leere nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt, und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden. Du aber, sei nüchtern in allem, ertrage Leid, tu das Werk eines Evangelisten, vollbringe deinen Dienst. Vater, und wir stehen vor dir, vor deinem Wort, und vor dir, der du dein Wort gegeben hast, und wir erkennen einmal mehr an, Herr, dass du eine ganz klare Vorstellung hast, wie deine Gemeinde, die du ins Leben gerufen hast, die du selber regierst, der du selber vorstehst, geführt werden soll. Und Herr, wenn wir uns heute wieder mit deinem Wort befassen, so bitte ich dich, dass du unsere Augen öffnest, dass du unsere Herzen empfänglich machst, dass du durch deinen Geist redest und dass du dich selber verherrlichst darin, dass wir verstehen und auch anwenden, was du von uns möchtest. Und so bitten wir dich, Herr, rede du, denn dein Volk hört. Amen. Nun, in dieser Passage, die wir uns anschauen werden, sehen wir heute drei Aufgaben, die deine Ältesten wahrnehmen, damit du ausgewogen ernährt wirst. Drei Aufgaben, die deine Ältesten wahrnehmen, damit du auch ausgewogen ernährt wirst. Die Passage wettet sich ein in diesem Timotheus-Brief, ein Brief an den Ziehsohn von Paulus. Paulus hat ihn mitgenommen auf seine Reise, und irgendwann war Timotheus sozusagen reif genug, gewachsen genug, dass Paulus ihm eine ganze Gemeinde, eine ganze Region gar, Ephesus überlassen hat. Und wir sehen in den zwei Briefen, die Paulus an ihn schreibt, dass dieser Timotheus in vieler Hinsicht in die Fußstapfen von Paulus getreten ist. Er ist seiner Lehre gefolgt, er ist selbst in den Verfolgungen mit ihm dabei gewesen. Doch jetzt im zweiten Timotheus-Brief, wenn wir die ersten Kapitel lesen, merken wir eine Schwere. Timotheus scheint am Ende seiner Kräfte zu sein. Offensichtlich fängt er an, Zweifel an seiner Berufung zu hegen. Offensichtlich stellt er sich in Frage, ob er überhaupt in der Lage ist, das zu tun, was getan werden muss. Es schwingt eine Last mit, die vermuten lässt, dass Timotheus am Boden war. Ich schaffe das nicht, und ich kann das nicht. Und so sind die ganzen ersten Kapitel dieses Buches geprägt von einem ermahnenden und ermutigenden Ton. Wenn man sich mal den ersten Timotheus 1 anschaut, Vers 6 beispielsweise, aus diesem Grund erinnere ich dich, die Gnade Gottes anzufachen, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir ist. Und dann Vers 7, denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. Genau das, was Timotheus brauchte, du musst keine Angst haben, du musst dir keine Sorgen haben, du bist ausgestattet durch den Geist Gottes, um das zu tun, was er von dir möchte, und das zu tun, was sonst unmöglich ist. Und so geht er den ganzen Brief durch und er ermahnt ihn dann in Kapitel 2, Vers 3, nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu. Stell dich darauf ein, lieber Timotheus, dass dein Dienst ein Dienst ist, wie ein Soldat seinen Dienst ausführt, ein Streiter Jesu Christi. Dann geht’s weiter, in 2, Vers 15, strebe danach, dich Gott bewährt zur Verfügung zu stellen als einen Arbeiter, ein Arbeiter für Gott, der sich nicht zu Schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht austeilt. Und dann in Kapitel 2, Vers 24 wird er auch noch genannt, ein Knecht des Herrn. Timotheus bekommt hier wieder eine neue Ausrichtung, du bist ein Soldat Christi, du bist ein Arbeiter Christi, du bist ein Knecht des Herrn. Und in vielen Worten kommt er schließlich in Kapitel 4 jetzt zu seinem Schlussappell. Hier ist dieser Schlussappell, wo Paulus jetzt sagt, so Timotheus, hier geht’s lang. Und in diesem Schlussappell siehst du auch das, was du von deinen Leitern in deiner Gemeinde brauchst, nämlich erstens, du brauchst die Predigt deiner Ältesten, du brauchst die Predigt deiner Ältesten, wenn ihr jetzt Nummer Vers 1 anschaut in Kapitel 4, wie Paulus hier jetzt diesen Appell einläutet, einen Appell, der sofort deutlich macht, so, jetzt aber hör zu. Wenn er sagt, ich bezeuge eindringlich vor Gott und Christus Jesus, der Lebende und Tote richten wird und bei seiner Erscheinung und seinem Reich, ist hier jetzt dieser Ansatz von Paulus, jetzt redet er nicht mehr an Timotheus als du bist mein Sohn, sondern jetzt kommt die ganze Autorität zum Zug. Ich bin der Apostel und ich bezeuge jetzt vor dem Herrn Jesus Christus, der, der dich errettet hat, der, der dich berufen hat, der, für den du jetzt arbeitest und der, der einst erscheinen wird, den rufe ich jetzt sozusagen in den Zeugenstand, um dir jetzt meinen Abschlussappell des Briefes zu geben. Erhebt hier vor, welches Ziel Timotheus anstrebt, das Ziel ist nicht die Zahlen in Ephesus, wie viele Leute da sind, es ist nicht, wie viele Veranstaltungen er hat, was er alles erreicht, sondern das Ziel ist, jetzt nochmal den Blick auszurichten auf den, der ihn beauftragt. Und was Timotheus hören muss, ist, Vers eins, es ist Jesus Christus, der Lebende und Tote richten wird, es ist Jesus Christus, vor dem Timotheus sich verantworten muss und es ist Jesus Christus, vor dem jeder Einzelne, dem er dient in Ephesus, sich verantworten muss. Und dann geht es weiter, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich, also das heißt, dieser Moment, der kommt, wenn Jesus Christus selbst physisch präsent ist und sein Reich regiert, das ist der Moment, auf den Timotheus hinarbeitet. Nun ist es so leicht, sich mit irdischem zufrieden zu geben, es ist so leicht, nur auf das zu achten, was um einen herum passiert, die Anerkennung anzunehmen, Effekte zu beachten, und es geht hier nicht nur um Älteste, die in der Gefahr stehen, es ist genauso für jeden Christen. Es ist oft so, dass Christen im Theater Gottes sitzen, bevor die Veranstaltung losgeht, und mit dem verschlossenen Vorhang völlig zufrieden sind, das reicht schon aus, um sie herum geht schon einiges los, viele Leute mit ihnen unterwegs, man tauscht sich aus, wie man da hingekommen ist, man tauscht sich aus, wer man ist, und irgendwie reicht das, aber Paulus fordert jetzt diesen Timotheus auf, sitzt da nicht einfach und denkt, das sei es gewesen, es kommt noch viel mehr, der Vorhang wird sich öffnen, und dann geht es los, dann kommt seine Erscheinung, und dann spielt es überhaupt gar keine Rolle mehr, wer mit dir in den Ringen setzt, wie sie dahingekommen sind, was euch alles unterscheidet, sondern was dann noch gilt ist, dass er regiert, und er wird alles vereinnahmen, und es ist diese Tatsache, dass Jesus Christus selbst hier in den Zeugenstand berufen wird, das umso mehr Schwere mitbringt, wenn er jetzt den Auftrag an Timotheus weitergeht, weil das so ist, weil du das zu erwarten hast, gilt für dich, Vers 2, predige das Wort. Nun der Begriff predigen ist im Deutschen ganz klar ein religiöser Begriff geworden, selbst wenn du ihn vor Ungläubigen benutzt, dann assoziiert man damit sofort einen Geistlichen im Talar in einer Kirche, es ist eine religiöse Aktion. Doch zu der Zeit von Timotheus war dieser Begriff predigen nicht für religiöse Aktivitäten reserviert. Zur Zeit von Timotheus löste es etwas ganz anderes aus, wir müssen uns daran denken, das war damals im römischen Reich, da gab es kein Fernsehen, da gab es kein Internet, da gab es keine Möglichkeit, einfach schnell zu kommunizieren, wie ein Kaiser kommuniziert hat, ist, indem er Männer beauftragt hat, die er durch das ganze Reich geschickt hat, diese Männer nannte man Herolder, und diese Männer hatten die Aufgabe herumzureisen und dann die Anordnungen des Kaisers in den jeweiligen Orten, wo sie ankamen, zu verlesen. Es war ein öffentliches Verkündigen, ganz klares, lautstark, es war sehr deutlich und es war auch sehr ernsthaft, das assoziiert, das bringt ein Timotheus mit diesem Begriff predigen in Verbindung, das heißt, diese Tätigkeit zu predigen hatte von Anfang an einen sehr offiziellen, einen sehr ernsthaften Charakter, und es hat seit Beginn der Gemeinde einen starken Platz, sicheren Platz im Gemeindeleben. Es braucht für jede Gemeinde eine Zeit, in der das Wort Gottes autoritativ, frontal und deutlich verkündigt wird. Es braucht Zeiten in der Gemeinde, wo kein Dialog herrscht, sondern ein Monolog. Es braucht Zeiten, wo es nicht um das Gespräch geht, sondern um eine Rede. Es braucht Zeiten, wo die ganze Gemeinde zuhört. Mit dieser Aufforderung schwingt ein Herr, dass auch du die Predigt deiner Ältesten brauchst. Nun, Paulus stellt doch den Inhalt der Predigt klar. Denn während die Geschichte schaut, wird merken, dass es viele begabte Redner gab, die es geschafft haben, mit wenigen Worten ganze Massen für sich zu mobilisieren. Aber der Prediger ist gebunden an einer ganz klaren Botschaft. Er hat die Aufgabe, wie sagt Paulus, das Wort zu predigen. Predige das Wort. Jetzt müsst ihr nochmal einen Blick zurück mit mir nehmen im zweiten Timotjesbrief, denn predige das Wort ist hier nicht ein Ausdruck, der einfach im Vakuum existiert. Sondern Paulus hat ihm dahingeführt, die Wichtigkeit des Wortes Gottes zu verstehen. Wenn ihr jetzt nochmal nur kurz rüber guckt zu Kapitel 3, Vers 13. Dort vergleicht Paulus für Timotjes böse Menschen im Gegensatz zu ihm. Er sagt dort, böse Menschen und Betrüger aber werden zu Schlimmerem fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden. Das ist das eine. Und jetzt macht Paulus den Gegensatz auf in Vers 14. Du aber, aber Gegensatz, du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast und weil du von Kind auf an die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. Also hier dieser Gegensatz. Und was hier heraussticht ist, dass die eine Seite, die bösen Menschen, wie Paulus sie bezeichnet, durch Fortschritt geprägt sind. Sie werden zu Schlimmerem fortschreiten. Und für dich, Timotjes Gildes, bleibe bei dem, was du gelernt hast. Genau das Gegenteil. Nun, Paulus warnt hier also vor ungesundem Fortschritt. Wir sind Fortschritt gewöhnt. Die KI hatte man vor drei Jahren, hatte die noch kaum jemand genutzt. Heute nutzen es viele. Heute gibt es alltagstaugliche Elektroautos vor zehn Jahren wohl kaum. Vor 30 Jahren gab es nur wenige, wenn überhaupt Handys. Heute hat fast jeder eins in der Tasche. Und das ist der Fortschritt, mit dem wir leben. Und dieser Fortschritt ist auch gut, völlig außer Frage. Aber die Bibel macht immer wieder deutlich, dass ein Fortschritt in der Lehre des Christentums nicht gut ist. Und an vielen Stellen in der Bibel ziehen die Autoren diesen Vergleich, dass sie sagen, das Böse wird immer böse. Es schreitet darin voran. Aber das Gute ist einmal durch Gott definiert worden. Und dieses Gute bleibt auch immer gleich. Das kannst du nicht ändern. Und deshalb ist hier für Timotjes dieser wichtige Auftrag, bleibe bei dem, was du gelernt hast. Und das ist eigentlich völlig absurd, wenn du unsere Prägung, unsere Gesellschaft anschaust. Wer um alles in der Welt würde heute sagen, dass ein Dokument, das vor tausend Jahren überliefert wurde und noch viel älter ist zum Teil, dass das heute noch genau den gleichen Wert hat. Aber genau das gilt für den Christen. Was Gott vor vielen tausenden von Jahren schon gesagt hat, ist heute noch ganz genau so gültig. Und deshalb heißt es für Timotjes, bleibe. Bleibe in dem, was du gelernt hast. Bleibe bei dem, was Mama dir gesagt hat, heißt es für Timotjes. Bleibe bei dem, was Oma dir gesagt hat, heißt es für Timotjes. Das hat sich seit Generationen bewährt und das wird sich auch weiter für Generationen bewähren. Und weil das so ist, kommt jetzt die bekannte unentscheidende Stelle in 3 Vers 16 bis 17, wenn Paulus nun sagt, alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig ist für jedes gute Werk ausgerüstet. Was Paulus hier ganz deutlich macht, ist, dass dieses Buch, dieses Buch, was du in den Händen hältst, diese Schriften, die selbst schon Timotjes kannte, dass die völlig ausreichen für jeden Menschen, um geistlich zu wachsen. Da braucht es nichts anderes dazu. Nun heute steht nicht so sehr der Beginn des Verses in Vers 16 mehr zu Frage in unseren Kreisen. Alle Schrift ist von Gott eingegeben. Sie ist von Gott inspiriert. Das heißt, sie ist auch irrtumslos. Aber was hier eben auch noch mitschwingt, wenn Paulus in Vers 17 sagt, damit der Mensch Gottes richtig ist für jedes gute Werk ausgerüstet, dass dieses Wort, das von Gott überliefert wurde, als einziges Instrument überliefert wurde und damit auch völlig genügt für das geistliche Leben. Es braucht keinen Zusatz. Und das ist der Teil, der heute nicht mehr so sicher auf sicheren Beinen steht. Denn viele Philosophien, viele Denkweisen, viele Psychologien schleichen sich ein und muten sich an, die Bibel von ihrem Thron der Wahrheit zu stoßen. Und die Erinnerung, die Timotjes bekommt, die für uns heute noch gilt, ist, dass aus geistlicher Sicht die Bibel völlig genug ist. Das heißt jetzt nicht, dass du Medizin studierst nur mit der Bibel in der Hand. Die Bibel wird dir nicht die Antworten geben. Es heißt auch nicht, dass du einen Kuchen backen sollst nur mit der Bibel in der Hand. Die Bibel wird dir dabei auch nicht zu helfen. Aber wenn es um geistliche Fragen geht, dein Werdegang, dein Leben mit Christus, wer Christus ist, wer Gott ist, was Sünde ist, was keine Sünde ist, wie du dein Leben ihm gemäß leben sollst, dann gibt es nur eine Quelle, die gilt, das Wort Gottes. Das Wort Gottes war schon zur Zeit von Timotjes völlig genug. Und das Wort Gottes ist auch heute im 21. Jahrhundert immer noch völlig genug. Und wenn Gott so lange wartet und uns noch weitere Jahrhunderte gibt, auch dann, egal, wie viel KI es gibt und egal, wie viel sich die Medizin entwickelt und egal, ob wir noch Autos fahren oder nicht mehr, immer noch nur dieses eine Wort Gottes genug sein. Das heißt im Umkehrschluss, wer geistlich mangelernährt ist, der hat ein Problem mit der Bibel. Der versteht die Bibel nicht oder er kennt sie nicht. Der setzt die Bibel nicht um oder er klammert gewisse Dinge aus. Oder er hat es gewagt, andere Dinge auf die gleiche Ebene wie die Bibel zu stellen. Für dein geistliches Leben brauchst du nur die Bibel, das Wort Gottes. Das muss deine geistliche Diät bestimmen. Und das muss deshalb auch – jetzt kommen wir zu dem Text wieder zurück – die Predigt bestimmen. Kapitel 4, Vers 2, predige das Wort. Paulus sagt nicht, Timotjes, jetzt fang mal an, Bibeln zu verteilen, damit auch ihr alle das in der Hand haben. Er sagt nicht, mach einfach kleine Bibelstudiengruppen, er sagt, die Gemeinde braucht einen Moment, wo dieses Wort, das völlig genügt für das geistliche Leben, öffentlich deklariert wird, auf eine autoritative Art und Weise, auf eine deutliche Art und Weise und auf eine ernsthafte Art und Weise. Das ist der Auftrag, dem Timotjes überliefert wurde und das ist der Auftrag, den Gott auch deinen Ältesten überliefert hat. Deshalb ist ganz deutlich, dass hier von der Kanzel kein nur ich denke, ich meine, ich finde Platz hat. Von der Kanzel haben nicht andere Denkweisen Platz als die Denkweise Gottes aus seinem Wort. Von der Kanzel solltest du hören, so spricht der Herr. Nur wenn es heißt, dass es das Wort gepredigt werden soll, dann ist damit auch deutlich, dass es das ganze Wort ist. Nun, ich maße mir nicht an, es zu schaffen, von 1. Mose 1, Vers 1 bis Ende der Offenbarung alles durchzupredigen. Aber wenn Paulus sagt, dass er den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt hat, dann ist dadurch deutlich, dass er den ganzen Heilsplan Gottes verkündigt hat. Er hat nicht einfach einen Teil weggelassen, sondern der Heilsplan Gottes fing in 1. Mose 1, Vers 1 an mit der Schöpfung. Er zieht sich durch, durch den Sündenfall, er macht sich deutlich durch den Weg der Erlösung und er wird sich in der Wiederherstellung zum Ende kommen. Das ist der ganze Heilsplan Gottes und die Ältesten haben den Auftrag, diesen ganzen Heilsplan Gottes euch vorzustellen. Und es wird dann auch eins deutlich, dass dieses Wort Gottes immer wieder auf diesen einen hin zeigt, nämlich unseren Retter Jesus Christus. Das bedeutet es, das Wort zu predigen. Wenn das Wort wirklich genug ist für dein geistliches Leben, dann braucht es auch diese Momente, wo dieses Wort Gottes auf das Podest gestellt wird und alle zuhören, wo es deklariert wird und ein klares Verkündigen gibt. Du brauchst das von deinen Ältesten, um genährt zu werden, um erinnert zu werden und um dich gemeinsam mit deinen Brüdern und Schwestern diesem Wort Gottes unterzuordnen. Predige das Wort, der erste Befehl. Nun fährt Paulus fort und wir kommen damit zur zweiten Aufgabe. Zweitens, du brauchst Älteste, du brauchst die Beständigkeit deiner Ältesten. Lest jetzt weiter in Vers zwei. Predige das Wort und dann stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit. Nun muss ich gleich hinzufügen, dass manche Übersetzungen diese Aufforderung, bereit zu stehen, direkt mit das Wort Gottes zu predigen, verknüpfen. Wenn es dort heißt, tritt dafür ein. Nun die Recherche, die ich betrieben habe, führt mich zu dem Schluss, zu sagen, dass dieser Befehl auch eigenständig stehen bleiben darf. So wie es die Elberfelder sagen, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit. Stehe bereit. Nun, wenn du deine Arbeit antrittst, nehmen wir an, du fängst um 8 Uhr mit deiner Arbeit an. Dann stellst du dir deinen Wecker, du machst dich morgens bereit, du gehst dann auf den Weg, damit du um Punkt 8 deine Arbeit antreten kannst. 8 Uhr 00 ist deine Zeit, die Zeit, für die du bereit sein musst. Nun das funktioniert für den Ältesten nicht ganz so einfach. Die Arbeit des Ältesten reduziert sich nicht auf eine solche Arbeitszeit, sondern was Paulus hier deutlich macht ist, lieber Timotheus, du bist allzeit bereit. Wie ein Arzt oder eine Krankenschwester im Bereitschaftsdienst. Jederzeit kann der Anruf kommen, jederzeit musst du bereit sein. Und denn nun sagt Paulus, dass dieses Bereitsein geschehen muss, er fügt hinzu, zu gelegener und ungelegener Zeit. Nun was meint er damit? Nun was er damit meint, ist es gibt Zeiten, wo es förmlich günstig erscheint, seinen Dienst zu verrichten. Es gibt Zeiten, nehmen wir an, du planst zu schwimmen. Dann ist die günstige Zeit, schwimmen zu gehen, dann, wenn das Wetter warm ist und wenn es nicht regnet, das würdest du sagen ist eine gelegende Zeit, um schwimmen zu gehen. Nun, wenn du geplant hast, schwimmen zu gehen und du wachst auf und siehst, dass es gewittert und es regnet, dann wirst du sagen, es ist eine ungelegene Zeit, schwimmen zu gehen. Also du machst deine Aktivitäten abhängig von der Zeit, von den Rahmenbedingungen. Und nun sagt Paulus bei Timotheus, wenn du deinen Dienst anschaust, sei es das Predigen, sei es das Lehren, sei es die Gespräche, sei es das Leiten der Gemeinde, dann wirst du Zeiten finden, wo du sagst, die sind gelegen und du wirst Zeiten finden, wo du sagst, es ist völlig ungelegen. Es gibt Zeiten, da ist alles für dich quasi vorbereitet. Die Technik passt, ihr seid schön aufmerksam, so ein Sonntag wie heute. Das würde ich sagen, ist eine gelegende Zeit. Ich habe die Aufmerksamkeit, glaube ich zumindest. Alles passt. Das sind gelegende Zeiten. Aber dann gibt es auch ungelegene Zeiten. Zeiten, wo man sagt, ach Mensch, das scheint jetzt nicht zu passen. Das kann abhängig sein von der persönlichen Verfassung. Man selber sagt, die Nacht war schlecht und irgendwie geht es mir nicht so gut, ist nicht so günstig. Oder du kommst mit einem Text in die Gemeinde, wo du merkst, wenn du das predigst, bringst du förmlich Zitronenwasser in die Wunden. Oder du bist in Gesprächen mit Leuten und du stößt auf Widerstand, aber du weißt, du musst für diese Wahrheit eintreten. Oder du bist mit Sünde konfrontiert, all das sind Dinge, wo du sagen müsstest, eigentlich ist das ungünstig, das passt nicht so ganz. Aber der Auftrag für Paulus von Paulus für Timotheus ist immer noch der gleiche. Du bist einfach bereit. Ob dir die Leute weglaufen oder ob sie kommen, du bist bereit. Ob sie mögen, was sie hören oder nicht, du bleibst bereit. Egal wie es aussieht, du bist bereit. Und diese ungünstige Zeit führt Paulus jetzt noch weiter aus, wenn ihr Vers drei mal anschaut in Kapitel 4, Vers 3. Dort sagt er, denn es wird eine Zeit sein. Eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt. Und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden. Nun, das klingt nach einer Zeit, die nicht besonders günstig für den christlichen Dienst ist. Es wird eine Zeit sein, da vertragen sie die gesunde Lehre nicht. Es wird eine Zeit sein, da rennen sie von ihr weg und suchen sich ihre eigenen Lehre aus. Es wird eine Zeit sein, wo sie sogar die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich irgendwelchen Fabeln, also irgendwelchen Lügen, irgendwelchen Erzählungen zuwenden. Das klingt nach einer ungelegenen Zeit. Die Wahrheit wird gepredigt und erklärt und Gemeindegänger gehen weg, weil es ihnen nicht passt. Diese Zeit haben wir schon längst erreicht. Gerade wenn Paulus hier sagt, sie werden sich Lehrer aufhäufen nach ihren Begierden, wo kann man sich dann besser die Lehrer aufhäufen als im Internet? Wenn dir das nicht passt, was der Pastor sagt, dann google halt mal nach, ob du jemanden findest, der dir zustimmt. Und du würdest wahrscheinlich jemanden finden. Wenn die Bibel sagt, die Gläubige gehören zu einer Gemeinde lokal, dann ist das nicht jedem bequem. Wenn die Bibel sagt, dass die Gemeinde von Ältesten geleitet werden muss, dann ist das nicht jedem bequem. Wenn die Bibel sagt, dass Christen nicht mit Ungläubigen eine Ehe führen sollten, dann ist das nicht jedem bequem. Und so gibt es x Themen, wo immer wieder die politische Korrektheit nicht passen wird und wo es so manch einem nicht nach dem Sinn steht. Und dann brauchst du trotzdem Älteste, die sagen, so steht es geschrieben und deshalb bleiben wir dabei. Es sei gelegen oder ungelegen. Auch wenn die Zeit ungünstig scheint, predigen sie weiter, reden sie weiter, verrichten sie ihren Dienst weiter. Auch wenn sie sich nicht danach fühlen, richten sie ihren Dienst weiter auch. Auch wenn der Druck steigt, lassen sie nicht nach. Wenn Älteste nachgeben, Dinge nicht mehr zu sagen, weil sie politisch unkorrekt sind oder in Zweideutigkeit verschwinden, dann leidet am Ende deine Ernährung. Und deshalb brauchst du die Beständigkeit deiner Ältesten. So sind es diese zwei Aufgaben, die wir gesehen haben. Zum einen das Predigen, zum anderen das beständig sein und nun drittens, du brauchst drittens die Begleitung deiner Ältesten. Denn das Nähern beinhaltet so viel mehr als nur diesen Frontalunterricht, nur das Predigen. Es ist nicht nur das Vermitteln der Theologie, sondern es braucht auch das praktische Nebenherlaufen, das nun in den nächsten drei Befehlen zum Ausdruck kommt. Wenn Paulus jetzt weiterschreibt in Kapitel 4, Vers 2, überführe, überführe. Mit diesem Begriff ist ein Ans-Licht-Bringen gemeint. Denn es ist so, dass die Sünde genau das tut, was viele gerne tun, nämlich gleich und gleich gesellt sich gern. Sünde ist Finsternis und Sünde liebt die Finsternis. Sünde liebt Dunkelheit, Sünde liebt deshalb Anonymität und sie liebt es einfach unerkannt liegen zu bleiben und nicht angetastet zu werden. Und dann braucht es jemanden, der diese Arbeit ausführt des Überführens, des Ans-Licht-Bringen. Und so sagt Paulus schon zuvor an Kapitel 3, Vers 16, dass dieses Überführen eine Funktion ist, die das Wort Gottes mit sich bringt. Dafür wurde das Wort Gottes überliefert. Das heißt, wenn der Älteste überführt, dann tut er es mit der Bibel in der Hand, denn die Bibel alleine definiert, was richtig und was falsch ist. Und so findet dann bei einem Überführen folgendes statt, dass ein Scheinwerfer auf eine dunkle Gasse gerichtet wird, die im Dunkeln genauso sauber ausscheint, wie dein gespültes Geschirr. Und plötzlich leuchtet der Scheinwerfer rein und plötzlich rennen die Ratten weg und plötzlich siehst du all den Dreck und den Müll, der dir vorher noch nicht aufgefallen ist. Das ist Überführen. Sünde ans Licht bringen. Und ein sehr prominentes Beispiel, das die Bibel uns überliefert, im Alten Testament. Ihr kennt die Geschichte von König David, der sich von seinen Begierden hat treiben lassen und dann Sünde um Sünde begangen hat. Er sah Bad Zeber, verlangte nach ihr, brachte sie zu sich nach Hause, begang Ehebruch mit ihr und als dann er dann merkte, oh sie ist schwanger, dann fing er auch noch an zu manipulieren bis hin zum Auftragsmord. Er saß richtig tief drin. Aber irgendwie ist ihm das nicht aufgefallen. Er hatte die Wogen so geglättet, dass er damit so schön weiter verfahren konnte, bis ein Mann namens Nathan kam, ihm ein ganzes Szenario aufmalte und endlich David merkte, ich habe gesündigt. Das ist ein Paradebeispiel von Überführen. Sünde ans Licht bringen. Das ist das, was Nathan getan hat und das ist etwas, was du und auch ich immer wieder brauchen. Denn wir merken sehr wohl, dass Sünde Dunkelheit und Anonymität liebt und dann braucht es die Wahrheit in Liebe, wo der Scheinwerfer drauf gerichtet wird und deutlich wird, diese Gewohnheit, diese Tat ist Sünde. Dann führt Paulus aber fort. Das ist nicht nur das Überführen, also nicht nur das Scheinwerfer drauf richten, sondern es geht jetzt weiter. Weise zurecht, in Vers 2, Weise zurecht, zurechtweisen. Und schon im deutschen Begriff klingt daraus diese Funktion, die hier stattfindet, dass auf den richtigen Weg weisen. Also während beim Überführen die Sünde angesprochen wird, wird nun in dem nächsten Schritt gezeigt, wo es denn statt dessen lang gehen soll. Es darf nicht nur eine Sackgasse sein, wo du vor einem Stopp stillstehst, sondern du brauchst jetzt auch einen Weg voran. Wo geht es denn jetzt lang? Und das ist das zu rechtweisen. Und dann mag der Älteste durchaus manchmal sagen, wenn es wirklich eine explizite Sünde ist, die die Bibel auch deutlich als Sünde deklariert, lass das jetzt bleiben und tu stattdessen dies und jenes, was die Bibel dir vorschreibt. Denn auch wieder die Quelle für Zurechtweisung ist die Bibel. Denn auch hier finden wir in 3 Vers 16 die Vorbereitung, die Paulus gibt, wenn er sagt, die Bibel wurde überliefert zur Überführung und zur Zurechtweisung. Also auch dafür ist die Bibel genug. Und dann gibt es diesen dritten Befehl, den Paulus nun gibt in Kapitel 4, Vers 2, ermahne. Ermahne. Und das ist dieser Begriff im griechischen Parakaleo, nebenher rufen. Es beinhaltet dementsprechend viel mehr als einfach nur zu ermahnen, einfach nur den Finger zu heben und zu sagen, so nicht. Sondern es ist ein neben der Person hergehen und ihm zurufen, was er gerade braucht. Das bedeutet also, es kann mal die Ermahnung sein, es kann auch mal ein Trost sein. Das kann man sich gut vorstellen mit einem Trainer am Spielfeld ran, der seinen Spielern unterschiedliche Dinge zuruft, nebenher ruft. Dem einen wird er sagen, Achtung, stopp. Dem anderen würde er sagen, weiter so, du schaffst das. Der Zuspruch wird sehr individuell sein, er wird sich auf die Situation passen. Aber auch hier ist diese Ermahnung nicht aus dem Vakuum heraus, sondern gegeben aus dem Wort Gottes. Und deshalb fügt Paulus nun hinzu, dass diese Dinge überführen, zurechtweisen und ermahnen, Verse 2, mit aller Langmut und Lehre zu geschehen haben. Mit aller Langmut und Lehre. Immer mit Langmut begleitet. Denn was man feststellen muss immer und immer wieder, ist ja, Sünde ist Sünde und bleibt Sünde, aber Menschen sind auch immer Menschen. Und Menschen brauchen Zeit. Und manchmal braucht es dieses Überführen, dieses Zurechtweisen, dieses Ermahnen, 10 mal, 20 mal, 30 mal, 50 mal. Langmut ist notwendig. Aber nicht nur die Langmut ist notwendig, sondern auch die Lehre. Alles, was der Älteste tut, muss aus der Bibel gegründet sein. Es muss erklärt werden aus der Bibel. Es darf nicht einfach nur ein subjektives, ich finde, das ist so und so, sondern es muss ein, weil es so ist, weil die Bibel es so sagt, deshalb ist es so sein. Und diese Tätigkeiten sind alles Tätigkeiten, die jeder Christ und jedem Christen durchführt. Du hast die Verantwortung, deinen Bruder zu ermahnen, ihn zu begleiten. Aber Älteste haben dann die ganze Herde im Blick. Und diese Aufgaben zu ermahnen, zu ermutigen, zurechtzuweisen und zu überführen, geschehen an ganz vielen verschiedenen Stellen. Das kann schon auch in der Predigt stattfinden. Es findet in Hauskreisen statt, es findet in persönlichen Gesprächen statt. Wenn die Ältesten beobachten, dass eine Gruppe von Schafen nicht mehr an der Herde dranbleiben, dann werden sie sich darum kümmern. Wenn die Ältesten beobachten, dass auch nur ein Schaf gefallen ist und zurückgeblieben ist, dann werden sie sich darum kümmern. Und dafür brauchst du Älteste, die das tun. Und das kannst du nicht googeln, das findest du nicht auf YouTube und auch nicht in sozialen Medien. Dafür brauchst du deine Ältesten in deiner Gemeinde. Nun, den Kindern in England konnte geholfen werden, weil man diesen Schluss gefasst hat. Ihnen fehlte Sonnenlicht und man gab ihnen auch Lebertran, was ihnen geholfen hat, diese Mangel auszugleichen. Und genauso ist es auch für dich als Christ. Du brauchst das Wort Gottes. Das ist völlig klar. Das Wort Gottes allein kann dich vollkommen machen, Christus ähnlich machen. Das Wort Gottes allein wird dich überführen von Sünden. Das Wort Gottes allein wird dir zeigen, was du statt der Sünde tust und dir dadurch helfen, in der Heiligung zu wachsen. Aber genau deshalb brauchst du Älteste, die sich diesem Wort unterordnen und auch genauso verstehen, dass dieses Wort Gottes das einzige gesunde, geistliche Nahrungsmittel ist und das dir in den Situationen des Lebens weitergeben. Sei es in der Predigt, sei es in der Beständigkeit oder sei es in der persönlichen Begleitung. Das ist die Aufgabe der Ältesten. Vater, wir danken dir dafür, dass du in deinem Wort klar redest, dass du uns einen Ausblick gibst, was du auch von uns als Gemeinde möchtest. Und Herr, es ist so ein Trost, dass du dein Wort überliefert hast. Es ist auch so ein Trost, dass wir immer noch die gleichen Worte lesen dürfen, die gleichen Wahrheiten verstehen dürfen, die schon vor Jahrtausenden galten. Herr, wir danken dir auch dafür, dass wir auch als Älteste unseren Dienst mit und durch dieses Wort ausrichten dürfen. Herr, und so bitten wir dich darum, dass bei allem, was wir tun, diese Nahrung unser Gemeindeleben prägt und wir alle dadurch zur Reife heran wachsen zu deiner Ehre. Amen.
