Die 4 Bausteine anhaltender Veränderung
Durch KI transkribiert – bei Fragen meldet Euch gerne bei [email protected] Während wir unsere Plätze finden, wollen wir noch zusammen beten, bevor wir in Gottes Wort schauen. Treuer, ewiger Vater, wir sind dir dankbar für die letzten Tage, die wir hatten, aufs Neue daran erinnert zu werden, was für ein großes Wunder du getan hast für die Menschheit. Wir sind dir dankbar für diese Tage, die uns erinnert haben, wie du dich gedemütigt hast und gekommen bist und den Ruhm und deine Herrlichkeit nicht festgehalten hast, um dich klein zu machen, damit wir ewiges Leben finden können, die, die wir deine Feinde waren. Wir sind dir dankbar, dass wir daran erinnert werden durften, dass all die Geschenke, die wir verteilt haben oder auch bekommen haben, nichts im Vergleich sind mit dem großen Geschenk, das wir in dir finden können. Wir sind dir dankbar, dass wir daran erinnert werden, aber auch durch diese Geschenke, dass es dieses Geschenk gibt. Dass es ein großes, ewiges Geschenk gibt fürs ewige Leben, das wir in dir finden werden, damit wir in Ewigkeiten bei dir sind. Wir sind dir dankbar, Herr, dass du diese Welt nicht alleine gelassen hast und sich einfach in sich zusammenfallen hast lassen, sondern dass du gekommen bist, einen Plan gemacht hast, der wundersam ist, der auf viele Arten und Weisen unverständlich ist für uns Menschen, aber der trotzdem unglaublich und ewiglich ist. Wir sind dir dankbar für dein Wort, dass wir auch heute hören dürfen, dass eine niemals aufhörende, frische Quelle von Wahrheiten ist, die unser Leben ausrichten, uns Hoffnung geben und uns neu orientieren. Wir sind dir dankbar, dass wir wissen dürfen, dass du durch deinen heiligen Geist in uns lebst und dass du uns diese Aufgaben, uns zu verändern, unser Leben auf deine Bahnen zu lenken, nicht alleine gelassen hast. Dass wir das nicht in unserer eigenen Kraft tun müssen, sondern dass du wirkst. Und doch redest du zu uns und so wollen wir dich bitten, dass du uns Ohren schenkst, heute dich zu hören. Amen. Ja, wir kennen sie alle, die guten Vorsätze für das neue Jahr. Vielleicht mehr Sport, gesünder Essen, mehr Bibel, mehr Gebet, mehr Disziplin. Vielleicht besser mit der Familie kommunizieren oder vielleicht auch bestimmte Sünden endlich angehen und so weiter. Was wir aber auch kennen, ist der andere Teil davon, nämlich, dass nach ein paar Wochen diese guten Vorsätze schon verpufft sind, nicht wahr? Und wir nehmen uns dann vor, für das nächste Jahr keine Vorsätze mehr zu machen, damit wir sie nicht wieder weglegen müssen. Nur dieses ganze Dilemma bringt uns vor eine Frage, die wirklich sehr wichtig ist. Kann sich in unserem Leben eigentlich überhaupt irgendetwas ändern? Kann sich jemals etwas ändern? Wenn wir es nicht mal schaffen, für mehrere Wochen oder vielleicht mehrere Monate mehr Sport zu treiben, Dinge, die wir alles kontrollieren können, wie kann ich denn davon ausgehen, dass sich andere Dinge in meinem Leben wirklich ändern können? Besonders, wenn es um Dinge geht, die halt mehr als nur gesünderes Essen oder Sport sind, wie zum Beispiel Selbstliebe. Wie kriege ich meine Selbstliebe los? Wie kann ich meine Ängste, die mich plagen, loswerden? Wie kann ich die Kritik sucht, die ich ständig übe? Wie kann ich die loswerden oder meine böse Lust, die Dinge, die Gott nicht gefallen? Wie werde ich meine Wut los? Wie meine Eifersucht, meine Undankbarkeit, meine Gereiztheit, meine Unzufriedenheit, meine Depression oder meine Gleichgültigkeit? Wie werde ich denn diese Dinge los, wenn ich es nicht mal schaffe, ein paar Wochen öfters Sport zu treiben? Es wäre doch toll zu wissen, wenn wir etwas hätten, das uns Gott an die Hand gibt, mit dem wir wirklich tatsächliche, anhaltende Änderungen, nicht nur eine Änderung für drei Wochen oder für drei Monate, sondern eine Änderung, die heute beginnt und immer stärker wird und immer mehr sich in Gottes Richtung verändert. Und das ist die Frage, mit der wir uns heute beschäftigen werden. Wie findet echte, anhaltende Veränderungen statt, wenn sie überhaupt stattfinden können? Natürlich kann sie das, ansonsten würde ich diese Fragen ja nicht stellen und die Anleitung so nicht führen. Es gibt tatsächlich einen Weg, Bausteine, die uns helfen, anhaltende Veränderungen in unserem Leben stattfinden zu lassen. Und das sind doch tolle Neuigkeiten, oder? Es gibt etwas, was uns helfen kann, weit über diese ganzen guten Vorsätze hinaus wirklich tatsächlich in unserem Leben Änderungen stattfinden zu lassen. Und das finden wir heute in unserem Text, in dem Eiferser Brief. Schlagt mal dazu Eiferser Kapitel 4 auf. Wir werden uns die Verse 11 bis 16 genauer anschauen. Eiferser 4, Vers 11 bis 16, wir lesen das zusammen. Und dann werde ich noch ein paar einleitende Worte dazu sagen, damit wir uns im Kontext richtig befinden. Gottes Wort. Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zu vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus, damit wir nicht mehr Unmündige sein, hin und her geworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Leere durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, sondern wahrhaftig in der Liebe heranwachsen, in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus. Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun, nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe. Soweit Gottes Wort. Wir werden heute in diesem wunderbaren und wichtigen Abschnitt, werden wir vier zentrale Bausteine sehen, vier zentrale Bausteine, durch die Gott anhaltende Änderung in unserem Leben stattfinden lassen möchte. Und das sich Tag für Tag, Schritt für Schritt immer mehr in sein Ebenbild ändert, damit wahre echte Heiligung stattfindet. Vier Bausteine und diese vier Bausteine beschreiben anhaltende Veränderungen. Sie geben uns den Grundstein, die Schritte, wie anhaltende Veränderungen in unserem Leben wirklich stattfinden und es beginnt erstens der erste Baustein mit einer gesunden Gemeinde. Das werden wir sehen in Verse 11 bis 12. Anhaltende Veränderung beginnt mit einer gesunden Gemeinde. Daraus kommt der zweite Schritt, anhaltende Veränderung wächst durch klare Erkenntnis. Wir werden es gleich sehen, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, das ist der zweite Baustein. Der dritte Baustein, anhaltende Veränderung reift zur geistlichen Mannesmündigkeit, zur Mannesreife oder geistlicher Mündigkeit, das ist Vers 14. Und der vierte Baustein, den wir heute sehen werden, der zeigt sich in selbstloser Liebe. All diese Dinge bauen aufeinander auf und hängen miteinander zusammen und beschreiben am Ende ein verändertes Leben zu Gottes Ehre. Bevor wir in diese Verse einsteigen, müssen wir uns den Kontext ein bisschen klar machen, da wir nicht im Epheserbrief unterwegs sind, müssen wir das ein bisschen reinholen. Das ist sehr wichtig zu verstehen, wie diese Verse mit dem Rest zusammenhängen, denn darin liegt schon eine sehr wichtige Botschaft. Die Verse 4 bis 16 sind eine Art Scharnier, die zwei große Abschnitte im Epheserbrief miteinander verbinden. Die Kapitel 1 bis 4, Verse 10 beschreiben Erkenntnis über Gott. Sie beschreiben die Theologie, sie beschreiben, wer Gott ist und ab Vers 17 bis zum Ende vom Kapitel beschreibt Paulus, wie diese Erkenntnis umzusetzen ist im Leben. Das sind ganz viele Befehle, Dinge, die wir lassen sollen, Dinge, die wir anziehen sollen, das ist der ganze praktische Teil. Und so sehen wir, dass diese Verse, Vers 11 bis 16, das Scharnier bilden, um beide diese Dinge zusammenzubringen. Es beantwortet im Endeffekt die Frage, wie komme ich denn von Erkenntnis über Gott zu wirklich einem veränderten Leben? Und das ist ja genau das Thema, was wir uns heute anschauen, verändertes Leben. Nun, wie passiert das denn? In den ersten vier Kapitel, Kapitel 1 sehen wir Gottes ewigen Ratschluss. Wir sehen Dinge, die wir über Gott kennenlernen, die Erlösung, die nur in Christus zu finden ist. Das ist in Kapitel 1. In Kapitel 2 lernen wir über Gottes Gnade, wie Gläubige vom Leben zum Tod kommen, zum Tod vom Leben kommen, genau andersherum. In Kapitel 3 lesen wir dann über das Geheimnis der Gemeinde und wie Gott das zu seiner Ehre aufgebaut hat. Und dann fängt in Kapitel 4 Paulus langsam an, in den praktischen Teil überzugehen und zeigt dort zuerst die Notwendigkeit von Einheit. Und das ist die Erkenntnis, der Erkenntnisteil, der Theologieteil, wenn ihr so wollt, der in den ersten vier Kapiteln stattfindet. Wir lernen über Gottes Ratschluss, wir lernen über Gottes Gnade und wir lernen über das Geheimnis der Gemeinde und über die Notwendigkeit von Einheit. Ab Kapitel 4 Vers 11, das ist unser Text, zeigt eben Paulus dann, wie diese Erkenntnis, die wir in den ersten Kapiteln gelesen haben, wie die praktisch wird. Also wie wir von Lehre zu Leben kommen, wie wir von Wissen zum Wandel kommen. Und das sind ja die Dinge, die wir auch wissen wollen, nicht wahr? Wie kann ich das in meinem Leben denn alles umsetzen? Und deswegen ist dieser Abschnitt so wichtig, weil es uns genau diese Schablone, dieses Muster gibt, die Bausteine, wie diese Veränderung stattfindet. Aber es ist wichtig zu sehen, dass es eben diesen beiden Teile braucht. Und das ist nicht nur im Epheser-Brief so, sondern auch im Kolosser-Brief, das ist fast genau die gleiche Art und Weise aufgebaut. Und ganz viele andere neutestamentarische Briefe sind ähnlich aufgebaut. Erkenntnis kommt vor Veränderung. Erkenntnis kommt vor Veränderung. Danke. Das ist fast schon so, als ob die neutestamentarischen Autoren und da besonders Paulus immer wieder davon überzeugt ist und sagen möchte, dass unser Denken über Gott unseren Alltag bestimmt. Dass so, wie wir über Gott denken, also die Erkenntnis, weil sie immer zuerst vor Veränderung kommt, die Art und Weise, wie wir über Gott denken, wird unseren Alltag bestimmen. Und was meint ihr? Stimmt das? Es ist nicht nur der Eindruck. Natürlich stimmt das. Das ist die Art und Weise, wie das Neutestament uns zeigt, wie Veränderung in unserem Leben stattfindet. Es beginnt mit Erkenntnis und es endet mit verändertem Leben. So wie wir denken, so sind wir. Das sind nicht nur Worte, die wir heute hier hören. Das sind Worte, die wir auch als Menschen in sonst allen möglichen Felden finden, in der Philosophie, in der Psychologie. Aber es ist grundsätzlich eine biblische Aussage, weil sie immer wieder aufs Neue vorkommt. Sprüche 4, Vers 23, eine Verse, die ihr vielleicht gut kennt. Mehr als alles andere behüte sein Herz, denn von ihm geht das Leben aus. Also es fängt hier drin an und daraus resultiert dann der Praxisteil. Wir werden gleich uns darüber unterhalten, was das Herz ist, weil es ist wichtig zu verstehen, auch für diese Stelle, um zu sehen, wie tatsächlich Veränderung in unserem Leben stattfinden kann. Nun, wenn die Bibel vom Herzen redet, redet sie von was? Das redet natürlich nicht von der Pumpe. Das redet von dem inneren Menschen. Alles das, was im Mensch hier drin ist, wie der Mensch aufgebaut ist und das werden wir uns gleich anschauen. Aber das ist wirklich wichtig zu verstehen, weil das hilft uns tatsächlich festzulegen, wie Änderung auch in deinem Leben mit all den Dingen, die du zu kämpfen hast, stattfinden kann. Wenn wir uns die Bibel anschauen, jetzt sind wir noch ein bisschen Vogelperspektive. Wenn wir uns die Bibel anschauen, wie sie über das Herz redet, finden wir drei Kategorien, drei verschiedene Bereiche, die den inneren Menschen beschreiben. Die Bibel redet von Neigungen auf der einen Seite, auf der anderen Seite von dem Willen und dann von Empfindungen. Also wir haben Neigungen, wir haben Wille und wir haben Empfindungen. Wenn ihr dafür Stellen haben wollt, Philippa 1, Vers 8, Römer 12, Vers 2, Kolosse 3, Vers 12, könnt ihr euch mal ein bisschen nachschauen, diese Worte mal suchen. Die sind nicht in allen Übersetzungen gleich beschrieben, aber du findest diese Beschreibungen in der Bibel. Neigungen, Wille und Empfindungen. Und das macht den Menschen aus. Eine weitere Sache, die uns die Bibel auch deutlich und klar macht, und das wird ein wichtiger Punkt heute, ist, dass all diese drei Bereiche, unsere Neigungen, unser Wille, unsere Empfindungen, durch unser Denken geprägt wird. Unsere Neigungen, das sind die Dinge, die sagen wir sie mal automatisch in uns passieren. Das sind die Sachen, die ablaufen, bevor wir sie wirklich wahrnehmen. Das sind unsere Prägungen. Die Prägungen, die durch Erfahrungen, die durch Sünde, die aber auch durch den Heiligen Geist in uns geschehen. Das sind die Dinge, die dann am Ende, wenn sie groß geworden sind, dann zu dem zweiten Teil werden, zum Willen. Das ist meine wunderschöne Grafik, die ich da mal hergestellt habe, um das ein bisschen zu verdeutlichen. Das fängt bei den Neigungen an. Das ist der automatische Teil. Wenn die Neigungen groß geworden sind, wenn wir dem Platz geben, entsteht ein Wille. Also unser Wille kommt praktisch aus unseren Neigungen heraus. Und diese Neigungen sind beeinflusst eben durch alle möglichen Dinge, die DNA, wie wir sind, unsere Erfahrungen und auch durch den Heiligen Geist. Und wir werden aber auch sehen, dass unsere Neigungen auch durch unser Denken beeinflusst werden können. Dieser erste Teil hier, diese Neigungen, die Änderung, die dort stattfindet, ist langsam. Das ist nicht etwas, was man ad hoc ändern kann, sondern es muss eine gewisse Zeit, über lange Zeit, sich Dinge irgendwie da aufhalten, damit das passiert in uns. Der zweite Teil der Wille, der aus den Neigungen heraus steht, das ist etwas, was wir schon mehr wahrnehmen, nicht wahr? Ich gehe zu einem Eisladen und ich muss ein Eis auswählen und ich habe eine Neigung dazu, Milcheissorten auszuwählen. Ich weiß es nicht, wieso. Nicht, dass die anderen schlecht sind. Aber ich will dann, also wenn meine Neigung groß geworden ist, ich will dann lieber das Stracciatella-Eis als jetzt das Zitroneneis. Da ist mein Wille. Und wenn der Wille groß geworden ist, dann kommt daraus eine Empfindung. Die findet so gleich in Style statt, ich sehe das Stracciatella-Eis vor mir und ich denke, wow, das ist cool, das nehme ich. Also das sind die Empfindungen. Wenn der Wille groß geworden ist, kommen die Empfindungen heraus. Und das ist das, was wir fühlen. Das ist Mut oder Angst oder Freude, Traurigkeit, Eifer, Leidenschaft, all diese Dinge. Und aus diesen Empfindungen, je nachdem, wie jetzt mein Denken ist, passieren entweder Leidenschaften. Schaut euch mal in der Bibel das Wort Leidenschaft an, das ist fast immer negativ belegt, deswegen verwenden wir das jetzt in diesem Sinn hier auch. Leidenschaften negativ belegt, also böse Leidenschaften, oder es kommt Eifer heraus. Mein Denken ist aber der Teil, der das entscheidet, wo das hingeht. Es sind nicht meine Empfindungen, es ist nicht mein Wille, es sind nicht meine Neigung, sondern die Art und Weise, wie ich denke, beeinflusst all diese drei Teile und am Ende beeinflusst das nämlich, auf welcher Seite ich hier lande. Entweder bei Leidenschaft oder bei Eifer. Nun, Paulus erklärt uns, dass der Weg, den wir hier beschreiben, dass der wirklich tatsächlich wahr ist. Das ist nicht etwas, was wir uns jetzt hier rausgezogen haben, sondern das sind Dinge, die wir auch in der Schrift überall sehen und besonders auch heute in unserem Text. Wenn du Wahrheit denkst, wird in deinem Leben Wahrheit passieren. Wenn du Wahrheit denkst, je mehr du mit Wahrheit beschäftigt bist, umso mehr wird sich dein Leben ändern zur Wahrheit hin. Wenn du mit Lüge beschäftigt bist, wird sich dein Leben von der Wahrheit entfernen und du wirst nicht mehr auf Gottes Wegen unterwegs sein, dann wachsen Wut, Angst, böse Lust und Unzufriedenheit eben durch Lügedenken in unserem Leben. Aber es ist wichtig zu verstehen eben, dass das Denken diesen Teil extrem beeinflusst. Viele von uns satteln das Pferd leider falsch herum auf und sie schließen von ihren Emotionen auf alles mögliche andere in ihrem Leben. Sie sagen, ich fühle mich so, deswegen bin ich so, mir geht es so schlecht und ich bin immer ein Opfer, das ist die Art zu denken und deswegen ist die Realität so und so. Aber das ist falsch und das ist eine Art und Weise, wie Irrtum in unserem Leben passiert, nämlich weil wir falsch denken. Also Veränderung, wenn wir wahre Veränderung haben wollen, die nicht nur drei Wochen dauert, muss unser Denken verändert werden. Wir müssen Lüge durch Wahrheit ersetzen und diese Wahrheit ist Gottes Wahrheit. Wir finden sie im Alten und im Neuen Testament immer wiederholt. Also Paulus erklärt uns nun zuerst den Weg der Veränderung, nämlich von der Erkenntnis heraus, die ersten vier Kapitel zu Erneuerung des Herzens. Das sind die letzten Kapitel im Epheserbrief und er zeigt uns hier in diesem Abschnitt, wie Gott diesen Prozess in unserem Leben praktisch vorantreibt. Und das sind diese vier Bausteine, die wir gesehen haben, das sind die Dinge, die er uns an die Hand gibt für das neue Jahr, damit wir wirklich wahrhafte Veränderungen in unserem Leben stattfinden lassen können, über all diese Dinge hinaus, die wir sonst nicht im Griff haben. Und der erste Punkt, der erste Schritt, um diese wahre Veränderung stattfinden zu lassen, die wirklich lange anhält, ist eine gesunde Gemeinde. Schau ich mal den Vers 11 bis 12 an. Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes für die Erbauung des Leibes des Christus. Was ist der Leib Christi? Was meint denn Paulus mit dem Leib Christi? Im neutestamentarischen Kontext meint er hier die Gemeinde. Natürlich meint er hier alle Gläubige, alle Menschen, die gläubig geworden sind, also diese universelle Gemeinde. Aber diese universelle Gemeinde besteht aus Ortsgemeinden, aus einzelnen Gemeinden, so wie wir hier die Eckstein-Gemeinde sind. Das ist mit Leib gemeint. Und dieser Leib, der soll geformt werden durch Diener. Wir haben hier diese Diener gesehen. Zu Paulus Zeiten waren es die Apostel und Propheten, die übrigens abnahmen. Mit der Apostelgeschichte könnt ihr das nachlesen. Mit dem Tod der Apostel gab es keine Apostel mehr. In der Apostelgeschichte selber kann man schon sehen, dass es immer weniger Propheten gab. Aber die anderen Teile, die wir dort finden, die anderen Diener, die haben wir auch in unseren Zeiten noch. Evangelisten, Hirten, das heißt älteste Pastoren und Lehrer als allgemeiner übergreifender Begriff. Ich denke nicht, dass die Liste der Diener in der Gemeinde hier die vollständige Liste ist, in dem Epheserbrief, in Epheser 4. Ich denke, das ist nur eine beispielhafte Liste, die besonders auf die Lehre fokussiert ist. Ihr könnt euch mal erst so Kirinter 12 anschauen, da finden wir noch viel mehr Gaben für den Aufbau der Gemeinde. Aber hier fokussiert Paulus eben auf die Lehrer der Gemeinde durch Evangelisten, durch Hirten und durch die Lehrer im allgemeinen Begriff. Also er beschreibt hier eine gesunde Gemeinde und eine gesunde Gemeinde hat gottgegebene Diener, die den Leib, die Menschen mit Wahrheit versorgen, mit Lehre, mit Gottes Wort. Und sie damit, schau ich den Vers nochmal an, was sollen sie tun, sie sollen zurüsten. Vers 12, zur Zurüstung, das soll geschehen. Also sie führen, sie leiten, sie schützen, sie rüsten die Menschen zu, damit die Wahrheit ihr Denken verändert. Damit Wahrheit in ihr Herz kommt und ihr Denken neu geändert wird. Wenn ihr euch mal für gesunde Gemeinde interessiert und wie die aussieht, könnt ihr zum Beispiel heute Mittag mal, das ist auch immer eine interessante Arbeit, die man tun kann sonntags, den Titusbrief anschauen. Der Titusbrief ist eigentlich sehr einfach aufgebaut, das sind drei Kapitel. Und der Titusbrief beschreibt ein Muster für eine gesunde Gemeinde. Wie sieht eine gesunde Gemeinde aus? Wie soll sie denn sein? Es sind drei Kapitel, es sind drei Bereiche. Eine gesunde Gemeinde besteht erstens aus gesunden Gemeindeleitern, Kapitel 1, Titus 1. Eine gesunde Gemeinde besteht aus gesunden Gemeindemitgliedern, das ist Kapitel 2 von Titusbrief. Und eine gesunde Gemeinde besteht auch daraus, dass sie gesunde Beziehungen außerhalb der Gemeinde hat. Und das ist Kapitel 3. Schau ich das mal an, wirklich eine wunderbare, einfache Darstellung von wie eine gesunde Gemeinde aussehen soll. Aber für das Thema heute ist es ausreichend zu erkennen, dass wahre Veränderungen durch verändertes Denken und zwar in Wahrheit stattfindet. Die Wahrheit verändert unser Denken. Und dazu benötigen wir im ersten Schritt eine gesunde Gemeinde, weil die gesunde Gemeinde den Auftrag hat, Wahrheit weiterzugeben und zu lernen. Denn das, was du hier sonntags hörst oder bei den Hauskreisen oder bei sonstigen Treffen, das wird dein Denken durch deinen Alltag beeinflussen. Ob du möchtest oder nicht. Egal, wenn du immer wieder zusammenkommst, hörst du unterschiedliche Sachen von den Menschen, von den Lehrern, von den Predigern, von wo auch immer her. Und die werden dein Leben beeinflussen. Wenn es Wahrheit ist, was du da hörst, dann folgt daraus mit der Zeit geheiligter Eifer, wie wir gerade auch hier in dem Diagramm gesehen haben. Oder halt, wenn es eben Lüge ist, böse Leidenschaften. Das heißt, das, was wir da hören, ist unglaublich wichtig für unseren Alltag. Und somit ist es auch, dass Menschen, die sich der Gemeinde entziehen, der Gemeinschaft entziehen, dass sie immer stärker den menschlichen Ideen ausgesetzt sind, die zum Irrtum führen. Schaut euch mal Vers 14 nochmal an. Das betrügerische Spiel der Menschen durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen. Das ist was außerhalb von der Wahrheit passiert. Das ist, wie der Teufel hier in dieser Welt am meisten wirkt. Er versucht, Irrtum, Lügen in euer Denken zu bringen, damit sich eure Neigung, eure Wille, eure Empfindungen ändern, weg von Gott. Deshalb musst du unbedingt Teil einer gesunden Gemeinde sein, welche sich um Wahrheit kümmert. Also aus Gottes Wort heraus, damit wir geistlichen Wachstum wirklich erfahren können und damit unser Leben wirklich anhaltend verändert wird. Es ist unabdingbar dafür. Also eine gesunde Gemeinde ist der erste Baustein in dem Plan Gottes für wahre Veränderung. Der zweite Baustein folgt unweigerlich daraus, wenn wir eine gesunde Gemeinde haben mit gesunden Dienern, die eines im Blick haben, nämlich Erbauung und Zurechtweisung und Erziehung und zur Zurüstung der Heiligen, dann folge daraus, dass wir in klarer Erkenntnis wachsen. Das ist der zweite Baustein. Anhaltende Veränderung wächst durch klare Erkenntnis. Vers 12 bis 13. Wir lesen zusammen. Wieso gibt es diese Diener in der Gemeinde? Was sollen sie tun? Und zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus. Wir brauchen einander. Wir brauchen andere Menschen in unserem Leben. Wir brauchen die Gemeinde. Wir brauchen Menschen, die uns lehren und uns helfen, Gottes Wahrheit zu sehen. Das ist nämlich das Ziel von den gesunden Dienern in der Gemeinde, geistliches Wachstum in den anderen zu bewirken. Die Diener der Gemeinde, die Paulus hier beschreibt, Apostel, Propheten, Lehrer, Hirten, die sind nicht dazu da, damit sie irgendeine Rolle ausfüllen können in ihrem Leben. Die sind nicht dazu da, um zu herrschen und Autorität über andere Menschen auszuüben. Sie sind dazu da, in allererster Linie um geistliches Wachstum in den Menschen, die Gott ihnen gegeben hat, zu bewirken. Das ist, was ein gesunder Diener ist, weil Paulus es hier beschreibt. Das ist Ihr Auftrag. Ihr Auftrag ist, zuzurüsten, damit sie geistlich wachsen. Wir haben keine Autorität über irgendjemand von euch, außer die, die Gott delegiert hat über sein Wort. Und mein Auftrag ist in erster Linie, und soll es immer in erster Linie sein, dass ihr geistlich wachst, dass ihr geistlich vorankommt, dass ihr, wie Paulus hier schreibt, zur Einheit im Glauben gelangt, zur Erkenntnis des Sohnes, also wachsender Erkenntnis. Wachsender Erkenntnis ist ein notwendiger Teil von einer gesunden Gemeinde. In Summe, schaue ich mal auf erst 13 an, was beschreibt denn Paulus hier in Summe? Die vollkommene Mannesreife. Nun, hiermit ist natürlich nicht nur Männer gemeint, sondern hier ist ein Prozess gemeint von Erwachsensein. Geistliches Erwachsenwerden. Das ist, was passieren soll. Aber wie passiert das denn genau? Wie passiert denn Wachstum durch Wahrheit? Vielleicht könnt ihr euch in eurem Kopf noch mal daran erinnern, in 2. Timotheus 3, 16 bis 17. Das sind ja Verse, die viele von uns auswendig gelernt haben. Wenn nicht, könnt ihr gerne aufschlagen. 2. Timotheus 3, 16 bis 17. Wir sehen hier parallele Worte, die wir auch hier schon gesehen haben in dem Epheser-Brief. Und zwar geht es hier um Gottes Wort. 2. Timotheus 3, 16 bis 17. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zu was? Zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in Gerechtigkeit. Wozu? Damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. Was macht Gottes Wort? Gottes Wort rüstet uns zu. Es rüstet uns aus. Es soll uns für das Werk, das Gott uns bereitet hat, zurüsten. Also Gottes Wort bewirkt geistliches Wachstum. Und was machen die Diener in der Gemeinde? Schau ich Epheser 4, 11 und 12 nochmal an. Das ist genau das, was sie machen. Sie lehren Gottes Wort, damit ihr zugerüstet werdet. Aber wie kommt denn die Wahrheit an unsere Herzen? Wieso stehen wir nicht hier und lesen einfach nur die Bibel vor? Könnten wir ja auch machen. Oder ihr könnt zu Hause bleiben und könnt dort die Bibel lesen und werdet dort erneuert. Wie findet Veränderung wirklich statt? Es sind nicht die Worte per se an sich, sondern es ist die Wahrheit, die hinter diesen Worten steht. Und die führt der Heilige Geist beim Lesen in der stillen Kammer in unsere Herzen an. Aber Gott hat es dieses Universum so gemacht, dass er Menschen beauftragt wie diese Diener, die wir gerade gelesen haben, die durch ihr verändertes Leben die Wahrheit in ihrem Herzen sie verändert hat. Und sie stehen dann vor euch und brennen für diese Wahrheit, weil sie ihr Leben verändert hat. Das ist wie wir Veränderungen auch in unserem Leben stattfinden. Es ist nicht nur alleine durch das reine Lesen der Worte, sondern es ist auch durch die Vorbilder und die Umstände von den Menschen, die uns diese Wahrheiten weitergeben, die uns mit verändern. Und deswegen hat Gott das so gewählt, dass wir einander benötigen. Und weil das so wichtig ist, nicht nur das Lesen von Worten. Ansonsten könnte ich hier wahrscheinlich auch Predigten von MacArthur oder sonst guten Predigen vorlesen und bin hoffentlich froh, dass dann irgendetwas passiert. Nein, das sind Sachen, die Gott in mir möchte. Gott möchte, wenn ich mich um einen Bibelfers kümmere und ihn predigen soll, dass er auch in meinem Leben etwas anfängt. Das ist mein erstes Ziel, dass ich verändert werde, dass Gott in mir etwas bewirken möchte, weil dann kann ich vor euch stehen und kann euch auch etwas erzählen, von wie Gott den Leben ändern möchte. Wir sind nicht in erster Linie dazu da, um irgendwelche professionelle Auslegungspredigten zu schreiben oder zu machen, sondern wir wollen vor euch brennen. Und das sind die Dinge, die euer Leben mit verändern. Ihr hört sein Wort, ihr hört es aber im Kontext von Leben, die verändert werden. Und deswegen finden wir auch, dass die Lehrer in der Gemeinde Qualifikationen haben, die nichts mit Äußerlichkeiten zu tun haben. Wenn ihr die ersten Timotheus 3 euch mal anschaut oder Titus 1, wenn es um die Ältesten oder Diakone geht, all die Qualifikationsmerkmale dafür sind Charaktereigenschaften. Da geht es nicht darum, was du studiert hast oder wie viele Bücher du gelesen hast, oder das mag alles sehr hilfreich sein, aber in erster Linie sind es Charaktereigenschaften, weil die Wahrheit, die wir weitergeben, eng mit unserem Leben verbunden ist. Und deswegen brauchen wir einander. Deswegen brauchen wir Gemeinschaft, deswegen brauchen wir eine gesunde Gemeinde, weil das ist ein Teil davon, wie diese Erkenntnis in uns heranwächst. Lehre bringt also Wahrheit zu uns. Und Wahrheit ohne ein echtes Leben ist am Ende auch nur tote Wahrheit. Das ist wie geistliche Wachstum und Veränderung stattfindet in unserem Leben. Und das führt uns dann unweigerlich zu einem dritten Baustein. Wir brauchen im ersten Schritt eine gesunde Gemeinde, durch die wir dann in Erkenntnis heranwachsen, weil sie die Wahrheit lehrt. Das führt dann unweigerlich zur Reife, geistlicher Mündigkeit. Vers 14, wir lesen zusammen. Damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin und her geworfen und umhergetrieben, von jedem Wind der Leere, durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen. Was ist Mündigkeit überhaupt? Und wieso brauchen wir das? Mündigkeit bedeutet nichts anderes als Reife. Heranwachsen, reif werden. Und das ist, was eine gesunde Gemeinde tut. Sie hilft euch durch die Lehre, dass ihr mündig seid und Wahrheit von Lüge selber unterscheiden könnt. Mündigkeit bedeutet, nicht mehr hin und her geworfen zu sein. Schau euch den Vers nochmal an. Und umhergetrieben werden von allen möglichen falschen Ideen über euch und über Gott und seinen Plan. Also wenn wir jetzt diesen Weg der Reife mitverfolgen, dann sehen wir, wie Reife durch dieses beständige Hören und das beständige Denken und Anwenden von Wahrheit in unser Leben kommt. Und das ist auch der Auftrag. Nochmal, das ist der Auftrag, den Paulus hier den Dienern gibt, dass es das Ziel Gottes in eurem Leben ist, dass ihr geistlich heranwachst. Es ist so, wie Gottes haben will. Wir sollen stabil sein, wir sollen Sieg über unsere Sünden erlangen können. Wir müssen Energie und Erkenntnis haben, um andere auch zum Wachstum helfen zu können. Unser Leben soll sich ausrichten, nicht auf uns, sondern auf andere, was wir auch noch gleich sehen werden. Und das ist auch Mündigkeit. Mündigkeit bedeutet auch, zu wissen, wie ich mich in der Welt gegenüber anderen verhalten soll, wie ich richtig denken soll, was ich mit meinen Sünden anfangen soll. Und somit geschieht Reife im Glauben, wenn mein Denken sich mit Wahrheit beschäftigt. Paulus gibt uns ein Vers über diese Denkweise in Philippa 4, Vers 8. Ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht. Wir sollen unser Denken ständig in diese Richtung korrigieren. Was ist denn Wahrheit? Im zweiten Korintherbrief schreibt Paulus auch Verse, die wir vielleicht auch schon mal gut gehört haben oder kennen. Das war der Korinther 10, Vers 4-5. Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig. Durch Gott zur Zerstörung von Festungen, das wir Vernunftsschlüsse, das hat mit unserem Denken zu tun, zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsamen gegen Christus. Wie werde ich gehorsam? Wie kann ich mein Leben Christusgemäß leben? Wie kann ich mein Leben ausrichten, auf ihn hin meine Gedanken gefangen nehmen? Und wie tue ich das? Ich muss das jeden Tag, mehrfach, vielleicht jede Sekunde tun und zwar prüfen, dass das, was meine Neigungen, was mein Willen und was meine Empfindungen angeht, ist das tatsächlich wahr. Ich muss ständig mich fragen, ist es richtig, dass ich Angst habe vor was auch immer? Ich muss mich fragen, ob es wahrhaftig ist, dass ich mich allein fühle. Ist das wirklich so, bin ich allein? Bin ich wirklich ein Opfer und ein Spielball von all den Umständen um mich herum? Ist mein Ehepartner vielleicht wirklich das Problem oder ist es tatsächlich eher mein Problem? Sind meine Erwartungen, die ich an allen möglichen Leute habe, sind die wahrheitsgetreu und liebevoll oder sind die eher selbst dienend? Hat Gott mich jemals wirklich im Stich gelassen? Und so weiter. Ich muss ständig meinen Willen, meine Emotionen und meine Neigungen auf Wahrheit überprüfen. Und das ist, liebe Leute, wie eine wahrhafte Veränderung stattfindet. Dieses ständige Prüfen, dieses ständige Gegenhalten von hier ist die Erkenntnis Gottes und hier ist was passiert und ich muss das vergleichen und ich muss mich dahingehend orientieren und muss mich verändern. Ich kann nicht nach Emotionen gehen. Ich kann nicht nach Neigungen gehen und sagen, so bin ich halt. Das ist eine Lügeglauben. Und das bringt dich am Ende zu bösen Leidenschaften und weg von der Wahrheit. Also wenn ich regelmäßig meine Gefühle und meine starken Willenempfindungen mit der Wahrheit aus Gottes Wort vergleiche, dann habe ich einen echten, wirklichen Anhaltspunkt für wahre Orientierung, für wahre Veränderung. Und hier macht Gottes Wort mal wieder genau das Gegenteil von dem, was dir die Gesellschaft erklärt, nicht wahr? Was sagt dir die Gesellschaft, was sagt die Welt? Ah, du musst das tun, was dein Herz dir sagt. Folge deinen Emotionen, folge deinen Neigungen, das ist wer du bist. So bist du gestrickt, das musst du machen, weil ansonsten wirst du, ja, was werden dir selber untreu? Das ist eine große Lüge. Satan möchte uns da haben, dass wir Wahrheit mit Lüge vertauschen. Dass wir die Lüge glauben, dass wir ja so sind, wie wir in unseren Emotionen, in unseren bösen Gedanken sind. Und dass wir uns sogar unehrlich sein, wenn wir danach nicht folgen würden. Das ist eine große Lüge. Und das ist, was diese Stelle nochmal deutlich macht. Unser Denken muss wahrhaftig sein. Wie wir in Philippa 4, Vers 8 gelesen haben, wir müssen uns ständig überlegen, ob das, was wir tun, was wir denken, was wir empfinden, ob das mit Wahrheit zu tun hat. Und das führt dann gleich zum vierten Baustein. Aber es ist nochmal deutlich zu machen, dass ohne Wahrheit gibt es keine wahre Reife. Versteht ihr das? Viele von uns wachsen nicht, weil sie sich nicht ständig mit Wahrheit beschäftigen. Viele von uns wachsen nicht, weil sie der Lüge, die sie irgendwann mal angefangen haben zu glauben, an ihr festhalten. Aber wenn ich dann doch all diese Dinge schaffe, der Wahrheit gegenüberzuhalten, dann resultiert der letzte Baustein daraus. Und da kann ich mich dann selber überprüfen, ob ich in diesen Dingen wirklich gewachsen bin. Also, wichtig, ich mich selber, nicht andere, ich bin nicht die Polizei für alle anderen, sondern ich muss mich selber überprüfen, bin ich wirklich in selbstloser Liebe gewachsen. Das ist nämlich der nächste Schritt, das Resultat aus diesem veränderten Denken und veränderten Leben heraus. Unser vierter Baustein, anhaltende Veränderung, zeigt sich in selbstlosem Leben. Schaut euch Vers 15 und Vers 16 an. Sondern wahrhaftig, also nicht der Lüge glauben, sondern wahrhaftig in der Liebe heranwachsen, in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus. Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun, nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zu Auferbauung seiner selbst in Liebe. Das Ziel von eurem geistlichen Wachstum ist nicht Selbstverbesserung, ist nicht, dass ihr noch bessere Christen werdet, sondern das Ziel von geistlichem Wachstum ist selbstlose Liebe und Dienen für andere. Das ist das Ziel, das gott ausgegebene Ziel. Und nochmal, Paulus hat das hier geschrieben, um das Scharnier darzustellen zwischen der Erkenntnis, die wir haben von Gott, zu dem, was wir wirklich sein sollen. Und das Ziel von all dem ist selbstlose Liebe. Und das ist das deutlichste Anzeichen von wirklichem Wachstum, von wahrer Veränderung in einem Leben, weil es das deutlichste Merkmal von Jesu Werk ist. Und wenn wir wirklich gläubig sind, dann wissen wir, dass Jesus in uns lebt. Und wenn Jesus wirklich in uns lebt, werden wir zu Dienern anderer und wir geben uns selbst gerne auf. Weil Christus in uns schon alles gewirkt hat. Jesus hat sich am Kreuz für dich und für mich hingegeben, damit wir Vergebung vor Gott finden. Und wisst ihr was, wir waren nicht seine Freunde, als er das getan hat, sondern wir waren seine Feinde. Les noch mal Römer 5, da schreibt Paulus ja, es wäre noch verständlich, wenn jemand sich für seinen besten Freund hingeben würde, aber es ist ein Zeichen von wahrer Liebe, wenn ich mich für meinen Feind hingebe, damit er Erlösung findet. Und das ist, was Jesus gemacht hat. Und das ist das Werk, das er die Veränderung, die er auch in uns bezweckt, mit diesen ganzen Veränderungen. Es ist nicht Selbstzweck, es ist nicht ein Selbstverbesserungsprogramm. Es ist ein Programm, was am Ende zu selbstloser Liebe, Christusähnliche Liebe gegenüber anderen führt. Aber ist das immer einfach, dieser ganze Weg, dieser ganze Prozess? Nein, der ist nicht einfach. Es ist nicht etwas, was ich heute anstelle und dann läuft das einfach automatisch. Und wir sehen das schon im Leben von Christus selber. Christus, der selber 100% Gott, 100% Mensch war, auf Erden, muss er ja auch lernen, wie ein Mensch umzugehen. Und im Hebräerbrief ist das sogar eine Ermutigung für uns, wo steht, dass er all die Dinge miterlebt und durchlebt hat, die wir auch durchgehen. Und deswegen ist er für uns eine Ermutigung. Aber da schauen wir dann zum Beispiel in den Garten von Gethsemane und sehen die schlimmste Situation, in der Jesus sich befand, kurz bevor er sich ans Kreuz nageln ließ für dich und für mich. War das für ihn einfach? Nein, er betet sogar in Lukas 22, Vers 42. Vater, wenn du diesen Kelch von mir nehmen willst, wieso betet er das? Er weiß eigentlich, was sein Vater mit ihm vorhat. Er weiß, in Johannes 6, Vers 38, dass sein Vater ihn in die Welt gesandt hat. Er wusste, dass er durch diese Tat ein unzählbares Heer von Menschen retten wird, Hebräer 2, Vers 10. Er wusste, dass die Herrlichkeit, die Gott ihm versprochen hat, direkt vor ihm stand, Hebräer 12, Vers 2. Und doch betet er, wenn es dir möglich ist, lass doch diesen Kelch an mir vorbeigehen. Aber wisst ihr, was er noch gesagt hat? Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Seht ihr, das ist genau das, von was wir hier reden. Das ist eine Willensänderung, eine Entscheidung, die er trifft aufgrund von Wahrheiten, die er kennt. Und deswegen ändert sich sein Handeln und er geht diesen Weg weiter. Selbstlose Liebe verlief im Leben von Jesus, der sündlos war, nicht automatisch. Auch er benötigte als Mensch diese Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen müssen. Er ordnete sich aber trotzdem, trotz seines vielleicht anderen Emotionen und Empfindungen, und lest noch mal den Garten von Gethsemane. Es waren Bluttropfen, die von seinem Kopf herunterliefen, weil er so ein intensiver Moment ist. Da waren Empfindungen und Willen und alles das mit dabei. Und trotzdem ordnete er sich seinem Vater unter und ging den Weg, den sein Vater ihm gegeben hat. Und das ist auch für uns ein Beispiel. Dieses Hingeben, dieses verändernden Denken, was zur selbstlosen Liebe führt, ist nicht immer einfach. Aber es ist möglich und es ist Gottes Ziel mit uns. Es ist durch Denken, dass wir es wirklich aktivieren können. Und das ist auch, wie Gott es mit uns macht. Wisst ihr, wie Gott uns zu Busset bringt? Wie bringt Gott dich dazu, um Sünden aufzugeben? Du sollst nicht wieder sündigen. Und dann ist das für dich klar. Ja klar, mach ich nicht. Manchmal ist es so. Manchmal ist es wirklich ein Stop-It. Du musst jetzt damit aufhören, weil Gott das so gesagt hat. In Römer 2 lesen wir etwas ganz Interessantes. Das ist wieder total anders, als wir uns das vorstellen würden. In Römer 2 lesen wir davon, dass Paulus schreibt da, es ist die Güte Gottes, die uns zu Busset treibt. Die Güte Gottes? Es ist die Tatsache, dass Gott immer noch gut ist mit uns, obwohl er uns vollkommen kennt. Obwohl er unser ganzes Denken, unsere ganzen Sünden, unsere ganzen Ausrichtungen und alles das, was wir tagtäglich so falsch machen und falsch denken, obwohl er uns kennt, seine Liebe trotzdem jeden Tag für uns neu ist. Wenn ich gläubig bin, ist das mir ein unglaubliches Gewicht, was mich zu Busset treibt. James Montgomery Boyce schreibt in einem Kommentar zu einem Teil von dieser Stelle, zu den Versen 4 bis 13 folgendes und es sind sehr treffende Worte. Wenn ein Christ mehr daran interessiert ist, dass andere ihm dienen, als dass er ihnen dient, entehrt er seinen Herrn, der gekommen ist, aus Zitat Markus 10, 45, nicht um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben. Wenn ein Christ seine Gabe dazu nutzt, sein eigenes Reich aufzubauen statt das Reich Christi und damit die Gemeinde spaltet statt sie zu vereinen, verrät er Christus, der sich für die Einheit und Reifung seines Leibes einsetzt. Lasst uns mit unseren kleinen Königreichen ebenso Schluss machen, wie mit der Selbstgefälligkeit, die sich nicht darum kümmert, ob die Gemeinde gespalten oder unreif ist. Nochmal, das sind wirklich wunderbare und gewichtige Worte. Lasst uns mit unseren kleinen Königreichen ebenso Schluss machen, wie mit der Selbstgefälligkeit, die sich nicht darum kümmert, ob die Gemeinde gespalten oder unreif ist. Unser Königreich Schluss, Gottes Königreich alles. 2. Grönte 5, 15 da schreibt Paulus, Christus ist für die gestorben, damit die, die jetzt nun leben und das sind wir Gläubige, nicht mehr für sich selbst leben, nicht mehr für sich selbst, sondern für den, der für sie gestorben ist, für Christus. Es findet ein Wechsel statt und dieser Wechsel kommt durch Erkenntnis, kommt durch Mannesreife, durch ein Heranwachsen im Glauben, führt letztendlich zu selbstloser Liebe. Ihr könnt euch auch nochmal heute Mittag, wenn euch Freude daran ist, 2. Petrus anschauen im ersten Kapitel von Versen 3 bis 8, auch das gleiche Prinzip beschrieben. Er beginnt mit Erkenntnis, was Gott gemacht hat und dann kommt ein Scharnier, was zu ganz vielen Änderungen führt und das Scharnier ist Eifer. Selbst deshalb, sagt er in 2. Petrus 1, Vers 5, setzt deshalb allen Eifer daran, zu all dem, was Gott gemacht hat, noch hinzuzufügen und das ist, was ich euch heute auch bitten möchte. Fügt zu den Dingen, die Gott in eurem Leben schon gemacht hat, noch diese Veränderungen hinzu, die wir alle benötigen. Ich brauche sie, du brauchst sie, wir brauchen sie alle. Wir alle haben Dinge in unserem Leben, die nicht so sind, wie sie sein sollten. Ich habe vor kurzem eine gute Predigt gehört von John McArthur, die heißt Hacking Agak to pieces. Ich weiß nicht, vielleicht kennt jemand von euch, also den Agak in Stücke hauen. Der Agak war der amalekitische König der damaligen Zeit, der gegen Saul gekämpft hat. Und Saul hatte den Auftrag von Gott, diesen Agak und eigentlich alle zu töten. Gott hat ihnen Sieg geschenkt über die Amalekite, aber was hat Saul gemacht? Er hat sich Agak behalten als Trophäe, er ist Gott untreu geworden. Das war der Stolperstein, der ihm letztlich dazu gebracht hat, dass Gott das Königreich von ihm weggenommen hat. Und McArthur baut eine Illustration daraus für die Predigt, um zu zeigen, wie wir auch umgehen sollen mit Sünden, die eigentlich nicht mehr da sein sollten. Und er sagt zum Beispiel auch, es gibt so viele Amalekite in unserem Leben, die noch herumrennen, die wir töten müssen. Wir haben sie noch nicht alle geschlachtet. Es gibt manche Agaks in unserem Leben, die auch noch da sind, die eigentlich nicht da sein sollten. Und die Bitte und der Aufruf, den Paulus uns hier auch gibt, es geht ernsthaft mit diesen Dingen um. Aber wie kann ich das machen, sagst du? Nun, hoffentlich hast du zugehört, ich kann das machen, indem ich mein Denken verändere. Und wie kann ich mein Denken verändere? Ich brauche eine gesunde Gemeinde, ich muss in Erkenntnis wachsen, ich muss reif werden durch diese Erkenntnis und es führt am Ende zu selbstlose Liebe. Das sind diese vier Bausteine, die wir gesehen haben. Und das beschreibt anhaltende Veränderung. Es ist weitaus mehr als nur irgendein Vorsatz für das neue Jahr. Es ist ein Prozess, der aber wirklich funktionieren wird, wenn wir uns darauf einlassen. Wenn wir uns wirklich an das halten, wie Gott wahrhafte Veränderungen in unser Leben bringt. Und das wollen wir doch, oder? Wir wollen nicht mit den Agaks und den Amalekitern sitzen, mit denen wir sonst noch zu tun hatten, die unser Leben immer wieder aufs Neue überfallen, sondern wir wollen Richtung Christus hinwachsen. Damit wir alle reif werden und mündig werden und anderen Menschen helfen können, auch geistlich zu wachsen. Wir wollen alle aufhören, um uns selbst zu drehen wie ein Brummkreisel, wo sie immer die ganze Zeit nur alle um uns kümmern müssen, weil uns es nicht gut geht und ich so viele Sünden habe und ach es ist alles so schlimm. Wir wollen davon wegkommen. Stop it. Wir wollen dazu hinkommen und für andere da zu sein und ihnen zu dienen. Aber das ist der Weg. Und der Weg, der funktioniert tatsächlich, weil das ist wie Gott ihn gegeben hat. Lass uns mit Römer 12 Vers 2 enden. Dieser Aufruf, den wir auch schon gehört haben, ist aus einem Römerpredigt. Hört mal zu, das ist im Endeffekt die ganze Predigt in einem Vers beschrieben, wie Paul das halt macht. Lasst euch nicht gleichgestalten diesem Zeitlauf, sondern lasst euch umformen durch die Erneuerung eures Sinnes, euer Denken. Das ist der Weg, damit ihr prüfen könnt, was der Wille Gottes ist, der Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Und wenn ihr das tut, werdet ihr geistlich reif werden, ihr werdet wachsen und ihr werdet in selbstlose Liebe heranwachsen. Lasst uns beten. Treuer Vater im Himmel, wir sind dir dankbar für dein wunderbares Wort und wir sind dir dankbar für die Wahrheiten, die du uns in deinem Wort schenkst. Es ist immer wieder, wie schon vorher gesagt und gebetet, eine immer frische neue Quelle, die einfach heraus sprudelt und unser Leben aufs Neue überflutet mit Dingen, die wir vielleicht auch schon kennen und auch gehört haben und doch wieder neu ankommen. Hilf uns Herr, dass wir dieses Jahr Vorsätze treffen, die gemacht werden müssen, aber vor allem, dass wir diese vier Bausteine ablaufen, dass wir Teil einer gesunden Gemeinde sind, dass wir in Erkenntnis wirklich wachsen wollen, dass wir dafür beten, dass du uns diese Dinge in unserem Leben auch anwenden lässt, dass wir zu Mannesreife heranwachsen, dass wir reif werden, geistlich mündig werden, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden und die notwendigen Wege gehen, die damit zusammenhängen, damit wir in selbstloser Liebe heranwachsen und für andere wieder da sein können und das gleiche Prinzip wieder von vorne anzufangen, nur im Leben von anderen. Schenk her, dass wir diese Diener werden, aus denen wir in Epheser 4, Vers 11 gelehört haben, die dafür sorgen, dass andere erwachsen werden, dass andere zugerüstet werden und rüste du uns zu durch dein Geist, durch dein Wort, durch Gebet, aber auch durch das Wirken und das Predigen und Lehren und Fürsorge von anderen Leuten. Hilf uns Herr, dass wir uns nicht isolieren, dass wir uns nicht abkapseln und unser eigenes Ding machen, und dass wir diesen Prozess, den du so deutlich machst, auch wirklich ernst nehmen und dass wir den nehmen, unser Leben, damit wahre Veränderung stattfindet. Amen.
