Bring dein unruhiges Herz zur Ruhe
Psalm 131

Durch KI transkribiert – Bei Fragen meldet Euch gerne an [email protected]

 

Als ich vor vielen Jahren, das klingt jetzt so, als wenn ich, als ich noch jung war, jemandem am ersten Ersten ein frohes neues Jahr wünschte, wurde, kam die Entgegnung, was macht denn das für ein Unterschied?

Was hat sich denn jetzt im Vergleich zu gestern verändert?

Nun, für ihn war das so eine Farce, einfach am ersten Ersten halt auszurufen, frohes neues Jahr, aber irgendwie hat sich ja in der Realität nichts geändert.

Es ist immer noch Winter, es ist immer noch Krieg in unserer Situation, es ist immer noch die gleichen Probleme, wir haben immer noch die gleiche Politik.

Was soll denn jetzt schon groß anders sein?

Warum wünschen wir uns ab heute ein frohes neues Jahr?

Nun, die Sache ist die, dass wir als Menschen immer wieder in unserem Leben Meilensteine brauchen.

Wir brauchen Momente in unserem Leben, wo du innehältst und zurückschaust, was passiert ist und vorausschaust auf das, was dich erwartet.

Gott selber hat mit seinem Volk Israel immer wieder Meilensteine in den jüdischen Plan etabliert.

Das Passafest war eines dieser Meilensteine.

Zurückzuschauen, was Gott damals getan hat, wie er das weitergewirkt hat und wie er das auch weiter tun wird.

Oder das Versöhnungsfest oder andere Feiern, die sich immer wieder des Volk Israel gezwungen haben, an diese Meilensteine anzuhalten und zurückzuschauen und innezuhalten.

So haben wir Meilensteine in unserem Leben.

Ob es nur ein Hochzeitstag ist, ob es ein Geburtstag ist, ob es Jubiläen sind, wie wir als Gemeinde dieses Jahr unser Jubiläum, das zehnjährige Jubiläum erwarten, oder ob es dann auch diese Jahreswechsel sind, der Moment, wo das eine Kalenderjahr abschließt und wir in ein neues reingehen.

So stehen wir jetzt im Eingangsbereich von 2026, nicht wissend, was noch kommen wird.

Nicht wissend, welche Freuden, welche Schwierigkeiten und welche Entwicklungen wir haben werden.

Manch einer von euch wird das Studium beenden dieses Jahr.

Manch einer von euch ist auf Jobsuche und fragt sich, was da wohl kommt dieses Jahr.

Manch einer freut sich darauf zu heiraten.

Manch einer erwartet Geburten.

Manch einer hofft sein Haus zu Ende zu bauen oder umzuziehen.

Gesundheit, was passiert mit der Gesundheit?

Wir als Gemeinde sind auf Gebäudebesuche.

Was erwartet uns?

Und so stehen wir im Eingangsbereich von 2026 mit vielen Fragezeichen.

Fragezeichen, die zu Unruhe, zu Unsicherheit, zu Sorgen führen können.

Und so wir in Gefahr stehen ein Jahr zu beginnen mit einem unruhigen Herzen.

Wir wenden uns heute einem Seil zu, der uns dahin bringt und dich dahin bringt, dein unruhiges Herz zu Ruhe zu bringen.

Drei Anweisungen, wie du dein unruhiges Herz zu Ruhe bringst, finden wir in diesem Psalm 131.

Dieser Psalm bewegt mich schon seit einigen Monaten und Wochen.

Und es wurde mir wieder einmal klar, wie vielen ich diesen Psalm schon in der Seelsorge oder in Gesprächen mitgegeben habe.

Und ich freue mich jetzt darauf, euch mit hineinzunehmen in diesem Psalm, vorbereitend auf dieses Jahr, das uns erwartet, wo wir vieles nicht wissen und doch einen Gott haben, der treu ist.

Psalm 131.

Herr, mein Herz will nicht hoch hinaus, meine Augen sind nicht hochmütig.

Ich gehe nicht mit Dingen um, die zu groß und zu wunderbar für mich sind.

Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und beruhigt?

Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir.

Hare Israel auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit.

Vater, wir preisen dich dafür, dass du ein Gott bist, der redet und der uns dein Wort hinterlassen hat, dass wir hier sitzen dürfen, dein Wort lesen dürfen und immer noch wissen dürfen, dass du auch heute noch durch diese Worte, die du vor vielen Jahren überliefert hast, jetzt in dieser Zeit durch deinen Geist redest.

Herr, wir brauchen dich, wir brauchen deinen Geist und wir bitten dich auch heute, dass du wieder in besonderer Art und Weise deinem Wort, dein Wort das ausrichten lässt, wozu du es bestimmt hast.

Wir bitten dich, dass du entmutigte Herzen ermutigst, wir bitten dich, dass du traurige Herzen tröstest, wir bitten dich auch darum, dass du widerspenstige, sündigende Herzen zurechtweist und auf die richtigen Kurs bringst, Herr.

So bitten wir dich, lass heute wieder dein Wort auf fruchtbaren Boden fallen, lass uns Täter und nicht nur Hörer deines Wortes werden und so bitten wir, rede du, denn dein Volk hört.

Amen.

Zu diesem Psalm, den wir hier gelesen haben, hat Dispersion geschrieben.

Es ist einer der kürzesten Psalmen zum Lesen, aber einer der längsten zum Lernen.

Dieser Psalm ist in wenigen Worten geschrieben, er ist schnell gelesen, er ist auch schnell überlesen.

In deiner Bibel lese wirst du ihn vielleicht gleich mit Psalm 132 oder Psalm 130 kompeln und vergessen, was eigentlich darin steht, aber da die Worte wirklich anzuwenden, den Tiefgang zu begreifen und ihn zu leben, braucht viel Übung und ein langes Leben.

Der Psalm beginnt mit dieser Überschrift, ein Wallfahrtslied, ein Wallfahrtslied.

Es ist, wenn es jetzt im Deutschen eine Begrifflichkeit ist, der wir uns nicht so gewohnt sind, so ist es gleichzeitig auch im Hebräischen ein Begriff, der nicht ganz eindeutig zu deuten war.

Luther und Calvin haben es verstanden, als ein Lied im höheren Chor, also quasi geschrieben für die Sopraner, die Tenore Israels, eine höhere Oktave zu singen.

Andere haben es verstanden als ein Lied zum Aufstieg zum Tempel, ein Stufenlied, habt ihr vielleicht auch schon in einer oder anderen Übersetzung gelesen.

Da wird dann davon ausgegangen, dass auf dem Weg zum Tempel die Treppenstufen, jede Stufe, diese Lieder gesungen wurden.

Doch wahrscheinlicher ist es, dass dieses Lied ein Lied war, das den Volk Israel anvertraut wurde, um es zu singen auf ihrem Weg zum jährlichen Fest nach Jerusalem.

Ich habe gesprochen von diesen Meilensteinen, die Israel in ihrem Kalender etabliert hatte und zu diesen Meilensteinen gehörten eben auch diese Lieder hinzu, dass sie zusammen als Volk sich hinbewegten auf das Zentrum Israels, in die Berge Judas, in Jerusalem, wo der Tempel steht, wo Gott wohnt und sie würden einmal im Jahr dahingehen, um diesen Gott zu loben und ihn anzubeten und ihm zu opfern.

So sind die Psalmen 120 bis 134, solche Wallfahrtslieder, die zum Teil noch im Exil und nach dem Exil geschrieben wurden.

Dieser Psalm allerdings wurde uns von, wir lesen weiter, ein Wallfahrtslied, von David hinterlassen.

David, der König Israel, der rechtmäßige König Israel, Mann nach dem Herzen Gottes, der Mann, durch den Gott seine Verheißung, den Messias zu bringen, hat wahr werden lassen, der Mann, den der Vorbote des Messias war und gewissermaßen auch einen Schatten des Königreiches Jesu dargestellt hat.

Jetzt müsst ihr aber auch verstehen, dass David, als er diesen Psalm schrieb, noch nicht den Tempel hatte.

Er hatte den Wunsch, den Tempel zu bauen, aber er durfte es nicht.

Das wurde seinem Sohn Salomo vorenthalten.

Und trotzdem hat David schon zu seiner Zeit Lieder geschrieben, damit sein Volk ausgerüstet ist mit Liedern, wenn sie dann sich zu diesem Tempel hinbewegen.

Und so können wir uns das ausmalen, wie jetzt eine Truppe von Juden aufbricht zum Berg Zion nach Jerusalem und sich gemeinsam auf dem Weg dahin noch einmal singend erinnert, wer sie sind und was Gott von ihnen möchte.

Und sie rufen es sich zu, wer sie sind.

Sie rufen sich zu, wer Gott ist und sie spornen sich vor allen Dingen miteinander an, lasst uns vertrauen auf Gott.

Das tun sie hier.

Das gibt ihnen David schon jetzt mit und da lesen wir jetzt von der ersten Anweisung, die er gibt, bringe dein unruhiges Herz zur Ruhe in Demut vor Gott.

In Demut vor Gott.

Wir lesen jetzt in Vers eins, wenn wir einsteigen in den Psalm, dass David ausruft Herr.

Und wir lesen jetzt erstmal nicht weiter.

Er sagt Herr.

Und wenn wir hier diesen Begriff sehen, dass er jetzt bei euch in den Bibel mit Großbuchstaben geschrieben, dann liegt diesem Begriff der Bundesname Gottes zugrunde.

Der Bundesname, den wir auch mit Yahweh wiedergeben.

Der Name, den Gott sich selbst gegeben hat, als er sich dem Mose in brennenden Dornbusch vorgestellt hat und gesagt hat, ich bin, der ich bin.

Das heißt, ich habe keinen Anfang und ich habe kein Ende.

Ich bin der Ewig-Sehende.

Ich bin derjenige, der Israel erretten wird aus dem Land Ägypten, der es wieder herstellen wird.

Ich bin derjenige, der bekannt werden wird für eine Güte und Gnade, die unübertrefflich auf dieser ganzen Welt ist.

Ich bin der Einzige, der allwissend ist.

Ich bin der Einzige, der allmächtig ist.

Und ich bin der Einzige, der ausrufen kann, ich bin euer Gott.

Und ihr sollt keine Götter neben mir haben.

Diesen Yahweh spricht David hier an und ruft einfach nur aus, oh Herr.

Und jetzt würde man erwarten, wenn er diesen Begriff schon benutzt und wenn er sich schon diesem Gott zuwendet, dass jetzt wieder ein Lob seinem kommt, wie wir sie vorhin gelesen hatten, aber das kommt nicht.

Sondern er wendet jetzt den Blick auf sich selbst, auf seine Haltung vor diesem Gott.

Und die Haltung, die er vor diesem Gott hat, ist die Haltung eines Kindes vor seinem Vater, der sagt, Vater, ich weiß, du weißt viel mehr.

Ich weiß auch, du kannst viel mehr.

Und ich bin ein Kind vor dir, lieber Vater.

Oder eines Bedienstetes vor diesem König, der sagt, König, ich weiß, du hast alle Macht.

Und ich weiß, du hast alle Majestät.

Und ich weiß, ich bin im Verhältnis zu dir nur ein kleines Etwas.

Und ich weiß, dass du mich in einem Augenblick kündigen und von deinem Angesicht wegschieben könntest.

Du bist der König und ich bin nur ein Bediensteter, so ähnlich sehen wir jetzt, wie David hier von sich selber spricht, wenn er jetzt sagt in Vers 1, mein Herz, ich, mein Herz, will nicht hoch hinein, meine Augen sind nicht hochmütig.

Jetzt fragst du dich, wie um alles in der Welt, lieber David, kannst du dir anmaßen, so etwas zu sagen?

Denn wir sind es für uns gewohnt zu sagen, wenn du selber von dir sagst, dass du nicht stolz bist, dann bist du stolz.

Wie kann David jetzt sich anmaßen, eine solche Aussage zu tun?

Und außerdem die Frage, was ist denn jetzt falsch daran, sich hohe Ziele zu stecken?

Was ist denn jetzt falsch daran, ambitioniert vorauszuschauen?

Was ist denn falsch daran, hohe Erwartungen an sich zu setzen?

Was David hier sagt, ist, dass mein Herz nicht darauf aus ist, hoch erhoben zu sein.

Vor diesem Gott, den Bundesgott Israels, stehe ich und habe keinen Bedarf mehr ein Podest zu bauen, damit den Rest der Welt mich sehen kann.

Ich habe keinen Bedarf, so erhoben zu sein, damit ich auf den Rest der Welt hinunterschauen kann.

David macht hier deutlich, vor diesem Gott weiß ich jeden Gegenstand, jeden Anflug von Hochmut von mir weg.

Ich will das nicht haben, ich bin das auch nicht und ich werde es vermeiden.

In einem anderen Psalm 105, Vers 5b, schreibt er gar, wer stolze Augen und ein hochmütiges Herz hat, den will ich nicht dulden.

Ich will nichts damit zu tun haben, Stolz und Hochmut passt nicht im Kontrast zu diesem Gott.

Wenn wir uns jetzt Gedanken machen über Hochmut und Stolz, dann ist es nicht damit getan, es zu verstehen als eine Hochnäsigkeit.

Es ist nicht damit getan, es einzuordnen als etwa als oder einer Person nur zuzuschreiben, die offensichtlich sich über andere erhebt, sondern die Wurzel des Stolzes geht viel viel tiefer und sie ist manchmal viel subtiler, als du sie hier erkennen würdest und in den Worten eines Kommentators ist es im Wesentlichen Unabhängigkeit von und ungehorsam gegenüber Gott.

Es ist im Wesentlichen Unabhängigkeit von und ungehorsam gegenüber Gott.

Das ist die Wurzel, wo der Stolz anfängt und das ist dort auch, wo wir es in 1.

Mose 3 das erste Mal sehen.

1.

Mose 3 ist nämlich genau dort, wo da dieses tragische Ereignis, wo die Schlange mit Eva spricht und sie baut eine Falle für Eva, in die die beiden Adam und Eva hineintappen, in denen sie ihnen etwas suggeriert.

In 1.

Mose 3 Vers 5, wenn ihr von dieser Frucht esst, dann werdet ihr wie Gott sein.

Satan hat sie von Anfang an mit dieser Illusion verführt, dass es tatsächlich ihnen, den Menschen, die von Anfang an dazu bestimmt waren, Gott untergeordnet zu sein, ihnen wurde am Anfang hier jetzt suggeriert, hey, mit dieser Frucht habt ihr die Lage, seid ihr in der Lage, endlich mit Gott auf Augenhöhe zu sein.

Es ist euch möglich, tatsächlich Gott zu ersetzen.

Es ist euch möglich, tatsächlich unabhängig von Gott zu sein.

Es ist euch möglich, tatsächlich Gott zu entsprechen und mit dieser Frechheit muss man sagen, kam die Sünde in die Welt.

Und so ist dieser Stolz, dieser Hochmut, Kern jeder Sünde, die sich dann in der Bibel immer und immer wieder findet.

Wir sehen beim Turmbau zu Wabel diese Hochmut, der die Menschen dazu trieb, sich selbst einen Namen zu machen.

Wir sehen auch bei Abraham den Hochmut, in dem er denkt, er weiß es besser als Gott und anfängt zu lügen, wenn er die anderen Völker sieht in Bezug auf seine Schwester, seine Frau, die seine Halbschwester war.

Oder bei den Brüdern Josefs, die versuchen sich hervor zu tun, indem sie ihren Bruder in den Brunnen schmeißen.

Auch später bei Hamann, der sich hervortut, indem er Mordlicher ermorden möchte.

Stolz und Hochmut, immer wieder in der Bibel sichtbar, der versucht, sich selber an Gottes Stelle zu setzen und die Aufgaben zu übernehmen, die nur Gott zustehen und die Ehre zu bekommen, die nur Gott zusteht.

Das ist Stolz und Hochmut.

Und ungewollt kreiert die Person, die sich auch diesen Stolz und Hochmut einlässt, Götzen, die ihr wichtiger werden, als der Gott, der selber gesagt hat, du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Ein Leben im Götzentienst, so ist Stolz.

Und das äußert sich auf verschiedene Weise.

Das äußert sich zum einen durch Herabschauern auf andere.

Wenn du dann über andere sagst, naja, also die Sünde, mit dem der kämpft, das ist viel schlimmer als das, was ich hier durchmache.

Oder wenn du sagst, wie kann um alles in der Welt ein Mensch nur so sein oder so etwas sagen?

Und das äußert sich dann auch durch Besserwisserei oder Streitsüchtigkeit.

Manchmal kommt das ganz schön verschleiert daher.

Naja, er macht das ja so und so, aber ich würde sagen, so und so wäre es besser.

Wo ich herkomme, wie ich aufgewachsen bin, hat mein So und So gemacht und es hatte bessere Ergebnisse.

Oder man sagt sogar die Frechheit und sagt, wenn man das so gemacht hätte, wie ich es von Anfang an gesagt habe, wäre es besser gewesen.

Hochmut ist aber auch ein Vergleichen mit anderen.

Ein Wettkampf, in dem man sich begibt und sich vergleicht, wie schaffe ich es, noch besser zu werden, noch besser, um unersetzlich zu sein, noch schöner, um bemerkt zu werden, noch beeindruckender, damit ich auch ja nicht einfach ignoriert werde.

Wie kann ich etwas tun, um gesehen zu werden?

Was denken die anderen von mir, wenn ich dies oder jenes tue?

Und so ist Hochmut aber auch sichtbar in Habsucht und Geiz.

Der Gedanke, dass wenn ich dieses oder jenes bekomme, dann hab ich endlich, was ich brauche, um etwas zu sein.

Ich brauche ein neues Auto, ich brauche ein neues Handy, ich brauche die neueste Kleidung.

Und wenn du das vielleicht auch schön ausdrückst mit ich brauche, ist es nichts anderes als das, was Kinder schon von Natur aus machen und zu rufen, ich will.

Und wenn ich nicht bekomme, was ich will, dann werde ich bockig und dann fange ich an zu schimpfen und dann werde ich verärgert und dann werde ich anfangen, irgendwie die Möglichkeiten zu suchen, um das umzusetzen, was ich will.

Und so ließ sich diese Liste unendlich führen.

Hochmut und Stolz überall.

Und wenn wir jetzt hier die Worte von David lesen, mein Herz will nicht hoch hinaus, meine Augen wollen sich nicht erheben, dann ist die Frage an dich heute, wo lässt du Stolz in deinem Leben zu?

Nicht nur wo lässt du es zu, sondern auch wo lässt du dich davon treiben?

Wo bist du versucht, den Weg der Unabhängigkeit von Gott und Ungehorsam gegenüber Gott zu gehen?

Doch die Sache ist die, dass dieser Weg der Unabhängigkeit und des Ungehorsams dich nie zur Ruhe bringt.

Es ist ein Jagen ohne Ende.

Wenn du denkst, du hast es erreicht, kommt die nächste Hürde und die nächste Hürde und die nächste Hürde.

Die Bibel beschreibt das, in Psalm 16 beschreibt David beispielsweise die Ungläubigen, die ihren Götzen nachjagen.

Die kannst du nie zufriedenstellen.

Immer jagst du ihnen hinterher und so lebst du ein Leben in Hektik und Unzufriedenheit.

Doch was sagt David jetzt hier in Vers 1?

Ich gehe nicht mit Dingen um, die zu groß und zu wunderbar sind für mich.

Also zum einen hier stellt er offensichtlich klar, es gibt gewisse Dinge, die sind einfach für mich viel zu groß und viel zu wunderbar.

Nun eine solche Aussage ist provozierend im Sinn der Welt, in dem Sinn der heutigen Zeit.

Denn die Prämisse, unter der die Welt oft agiert ist, the sky is the limit, der Himmel ist die Grenze und wenn du dir den Kompass ausstellst und irgendwie versuchst dahin zu kommen und alles in die Richtung lenkst, wirst du es auch schaffen können.

Doch was immer wieder vergessen wird, ist, dass du Mensch bist und nicht Gott und dass deine Grenzen nicht der Himmel sind, sondern deine menschliche Beschaffenheit.

Aber nun kann trotzdem noch mal jemand dagegen entgegnen, dass hier ein Beweis sein könnte für die Aussage von Karl Marx, der gesagt hat, Religion ist das Opium des Volkes.

Damit machst du sie schön schläfrig.

Du stellst ihnen einen Gott vor, der so groß ist, so mächtig, den sie eh nie erreichen können und dann geht alle Ambition dahin, geht alle Hoffnung dahin und sie sind einfach so ein bisschen, dümpeln sie vor sich hin.

Auch das ist nicht das, was David hier deutlich macht.

Ein Mensch, der seinen Gott kennt, so wie er ist, ewig, allmächtig, der hat kein Problem damit, sich innerhalb seiner menschlichen Grenzen völlig zu entfalten, seine Intelligenz maximal zu nutzen, seine Kreativität maximal zu nutzen, sich auch der Wissenschaft zu stellen, der Logik zu stellen.

Es gibt innerhalb des menschlichen Bereiches keine Grenzen.

Aber ein Mensch, der Gott kennt, wird diese Sache immer vor Augen halten, nämlich Gott ist Gott und ich bin Mensch.

Und es gibt Dinge, die gehören Gott und mit denen beschäftigt sich Gott und es gibt Dinge, die stehen mir nicht zu.

Und es gibt Dinge, die für mich als Mensch, weil ich Mensch bin, zu groß und zu wunderbar sind.

Denk darüber nach, nur Gott erschafft.

Du kannst nicht erschaffen.

Nimm einen Staubklumpen und puste da rein, da passiert nichts.

Er macht das Leben, das kannst du selber nicht und dann weiß er auch noch alles, von dem du nur einen Bruchteil weißt.

Er schreibt die Geschichtsbücher von Adam und Eva bis heute und davon weiß er jede Millisekunde dessen, was sich zugetragen hat, so viel, dass keine Bücher der Welt es fassen könnten und er weiß jedes Haar auf dem Haupt eines jeden.

Er weiß um jede Person, die stirbt, um jede Person, die geboren wird.

Er weiß um alles.

Und dazu ist er auch noch allmächtig.

Er hält die Welt und wenn Gott seine Hände aus dem Weltgeschehen zieht, bricht die Welt zusammen.

Und dazu ist er ständig aktiv.

Er heilt Kranke, er rettet Ungläubige, er verändert Menschen, er züchtigt Menschen, er richtet Menschen und er steht Tag für Tag, Minute für Minute, Sekunde für Sekunde für die Christen vor seinem Vater ein.

Und dazu noch ist dieser Gott außerhalb von Raum und Zeit.

Gott wird dir niemals sagen, ich habe keine Zeit.

Gott gehört die Zeit.

Gott macht die Zeit.

Gott ist außerhalb von Raum und Zeit.

Und wenn du das realisierst, wer dieser Gott eigentlich ist, dann gibt es nur eine Reaktion.

So wie er ist, mit dem beschäftige ich mich nicht.

Das ist mir zu hoch und zu wunderbar.

Du stehst hier am Beginn vom Jahr 2026 und du weißt gar nicht, was morgen kommt.

Du stehst hier am Beginn von Jahr 2026 und du weißt nicht, was deine Gesundheit bringt.

Du stehst hier am Beginn vom Jahr 2026 und du weißt nicht, wer alles zum Glauben kommt.

Du kannst niemanden zwingen.

Du stehst hier am Beginn vom Jahr 2026 und du wirst so vielen Eventualitäten begegnen, die du gar nicht abschauen kannst.

Und du wirst dich um so viele Dinge sorgen, die nichts an dem Verlauf deines Lebens ändern werden.

Und wenn du das realisierst, dann gibt es nur eine Reaktion, nämlich Demut.

Es gibt Dinge, über die du dich nicht beschäftigen solltest, die aber zu groß und zu wunderbar sind.

Wenn du jetzt hier am Beginn vom Jahr 2026 stehst, dann übe dich an dieser Demut.

Einer Demut, die realisiert, es gibt nur einen Gott und dieser Gott hat viel, viel mehr im Blick, als ich es je in einer ganzen Lebenszeit erfassen könnte.

Und ich beuge mich vor ihm und versuche nicht der Superman zu sein, den es gar nicht gibt.

Daraus wächst Demut.

Und Demut ist gut.

Demut ist wichtig.

Demut ist der Einstieg in eine gesunde Beziehung hier zu Gott, aber damit noch nicht genug.

Willkommen jetzt zur zweiten Anweisung.

Bringe dein Herz zur Ruhe.

Zweitens in Zufriedenheit in Gott.

David stellt nämlich jetzt hier die Frage in Vers 2.

Habe ich nicht meine Seele beschwichtigt und beruhigt?

Was er hier sagt ist aktiv.

Ein ganz bewusstes Eingreifen, dass er selber seine Seele beschwichtigt hat, sie selber beruhigt hat.

Es ist nicht so, dass David irgendwann einfach mal gesagt hat, so meine Seele braucht ein bisschen Urlaub.

Ich übergebe jemand anderen mein Königreich und ruhe mich ein bisschen aus.

Ich hole mir ein paar Musiker, damit ich mich besser entspannen kann.

Nein, das was er hier getan hat, ist ein ganz bewusstes, ganz aktives Beruhigen der Seele.

Ein Prediger hat es ausgedrückt so, als ob David hier seine Seele beim Kragen packt und ihr zuruft, jetzt sei still.

Anderenorts wird dieser Begriff beruhigen auch benutzt für das Ebenen einer Oberfläche durch pflügen.

Wenn du ein unbearbeitetes Feld hast, hast du einen Chaos auf diesem Feld.

Du hast an ein manchem Ort Unkraut, manche Orte sind vielleicht festgetreten, manche Orte bilden sich sogar Pfützen.

Vielleicht ist irgendwo noch ein bisschen lockere Jade, aber erst wenn der Flug darüber fährt, ist das alles eben und gleich.

Und das sagt David hier, das habe ich mit meiner Seele gemacht.

In meiner Seele tobt ein Sturm, den ich gezwungen habe zur Ruhe zu kommen.

Und dieser Sturm muss auch bewusst zur Ruhe kommen.

Wie sieht nun dieser Sturm in der Seele aus?

Was ist es denn jetzt, was diese Seele unruhig macht?

Was ist es, was sie rumtreibt?

Wir sind es so gewohnt heute, den Lärm der Seele durch Lärm von außen zu betäuben.

Deine Seele schreit vor Angst, vor Sorge, zur Sünde hin, in Unruhe, Unzufriedenheit.

Und was du tust, ist, dir die Betäubungsmittel zu suchen, die das Ganze ein bisschen dämpfen.

Ob es die Musik ist, ob es die Filme sind, ob es gedankenloses Kräulen ist, ob es Beschäftigung mit nichtigen Dingen ist, einfach nur, um irgendwie nicht darüber nachdenken zu müssen.

Es ist so, als ob jemand zu dir sagt, hey, lass uns treffen.

Und du sagst dieser Person, ja, wir können uns treffen, neben der Baustelle, neben dem Presslufthammer.

Dann höre ich nämlich kein Wort von dem, was du sagst.

Und so gehst du oft mit deiner Seele um.

Du stehst neben dem Presslufthammer und lässt das Toben der Seele einfach ihren Lauf nehmen.

Und David sagt jetzt, ich habe dieses Toben der Seele zur Ruhe gebracht.

Und dazu musst du erst einmal zur Ruhe kommen.

Und du musst einfach mal hören, was ist es denn, was dich rumtreibt, wenn du morgens aufstehst?

Was ist der Impuls, der dich leitet?

Wenn es denn mal ruhig um dich wird, was ist es, was dich dann antreibt?

Was passiert in dir, wenn du allein mit dir bist und dieser Sturm der Seele seine Stimme hören lässt?

Was ist es, was in dir erklingt?

Und wie reagierst du darauf?

Reagierst du mit, ich muss jetzt schnell wieder was machen.

Reagierst du mit, ich muss mir einfach eine Pause gönnen.

Reagierst du mit, ich muss mir jetzt mal schnell Musik anmachen.

Ich muss mir irgendeinen Film anschauen.

Ich muss mir irgendwas reinziehen.

Ich muss irgendwas essen, obwohl ich eigentlich pappsatt bin.

Ich muss schnell Sport machen.

Ich muss einfach jetzt die Hausarbeit erledigen.

Ich muss, ich muss, ich muss, um irgendwie den Sturm zu übertönen.

Eine Seele, die unruhig ist, ist hektisch, ständig auf Trab, ständig auf der Suche.

Und der Psyme hier fordert dich jetzt auf, mach damit mal Schluss und setz dich hin und hör zu.

Was ist denn los?

Was treibt dich um?

Und dann vermeide mal die naheliegenden Lösungen, vermeide mal die Betäubungsmittel und geh den Weg, den David hier geht.

Vers 2.

Habe ich nicht beschwichtigt und beruhigt meine Seele und jetzt weiter.

Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir.

Er nutzt jetzt eine Illustration, um zu verdeutlichen, was in seinem Herzen passiert ist.

Eine Illustration, die jeder sich gut vorstellen kann.

Ein Kleinkind, ein Baby, das zur Welt kommt, dem musst du nicht beibringen zu schreien, normalerweise.

Es wird nach der Milch der Mutter schreien und es wird erst dann Ruhe geben, wenn es die Milch der Mutter bekommt.

Und der Saugreflex ist intuitiv, das musst du dir nicht beibringen.

Es will Milch trinken.

Und erst dann, wenn es an die Brust der Mutter gelegt wird, wird es zur Ruhe kommen.

Und jetzt stellt dir dieses Baby einem entwöhnten Kind gegenüber.

Ein Kind, das nicht mehr länger die Milch der Mutter braucht.

Das Kind, das gelernt hat am Tisch mit ihren Mitgeschwistern zu essen.

Ein Kind, das einfach von der Mutter gehalten werden kann und damit völlig zufrieden ist.

Das ist ein entwöhntes Kind, das nicht nur den Nutzen von der Mutter zieht, sondern jetzt zufrieden ist mit der Mutter als Person.

Nun, manch geistliches Baby, manch jung bekehrter, manch, der erst frisch zum Glauben gekommen ist, behandelt Gott wie eine Mutter, von der er seine Milch bekommt.

In dem Sinne, dass er ihn wie einen Automaten bedient, der dann liefert, wenn ich auch darum bete.

Und wenn er nicht liefert, worum ich gebetet habe, dann fange ich an zu zetern und zu schreien, bis irgendetwas passiert.

Und schlimmstenfalls verliere ich mich einfach in Selbstmitleid.

Doch ein entwöhntes Kind, bürgt sich in den Armen Gottes, schaut die Person Gottes an, weiß um die Person Gottes, Gott, der allmächtig ist, Gott, der so gut ist, Gott, der so barmherzig ist, Gott, der mich bisher getragen hat und hält sich an ihm fest, komme was wolle.

Und in den Armen dieses Gottes kommt das Herz zur Ruhe.

Das ist Vertrauen in Gott.

Und dieses Vertrauen findet seinen Anfang in dem Verständnis, dass dieser Gott, der dich in den Armen hält, die einzige Lösung für dein Hauptproblem hat.

Dein Hauptproblem ist nicht die Umstände, es ist nicht deine Gesundheit, es ist nicht deine finanziellen Sorgen.

Dein Hauptproblem ist die Sünde, die dich von diesem Gott trennt.

Und nur bei diesem Gott findest du die Lösung, der seinen Sohn sante, der dann lebte und starb und auch verstand, damit du bei ihm sein kannst.

Wenn jetzt diese Unruhe in deiner Seele durch Sünde produziert ist, dann flieh nicht weg von Gott, sondern hin zu ihm, weil er allein die Vergebung gibt.

Wenn die Unruhe in deiner Seele durch Sorgen kommt, Sorgen, die dich plagen darüber, wie verdiene ich jetzt mein Geld, was macht jetzt meine Gesundheit, was ist mit den Beziehungen in denen ich stehe, was und wie und was auch kommen soll, dann musst du dich daran erinnern, dass diese Sorgen, die du dir machst, Dinge sind, die für dich zu hoch und zu wunderbar sind.

Und deine Aufgabe ist es, diese Sorgen auf Gott abzuwerfen, dem sie gehören und du dich einfach als Mensch in seinen Armen begebst und seines Ängste, die dich plagen.

Wenn du jetzt am Beginn vom Jahr 2026 stehst und dich fragst, was wird denn noch werden, was ist denn jetzt noch mit meiner Zukunft, welchen Job soll ich nehmen, was kommt noch auf mich zu, welches Haus, wo soll ich hin, was ist mit meinen Kindern, was wird auch bloß aus Deutschland, was wird aus dem Krieg, was wird aus der Evangelikalen, was wird aus unserer Gemeinde, dann ist die Antwort die gleiche.

Das sind Dinge, die viel zu groß und so wunderbar sind, um dich damit zu beschäftigen.

Du gibst sie ab an Gott und birgst dich in seinen Armen.

Das ist der Weg zur Zufriedenheit in Gott und es ist ein aktiver Weg, ein bewusster Weg und ein Weg, den du tagtäglich neu beschreitest.

Wir sehen, wie Jesus selber diesen Weg beschritten ist im Garten Gethsemane.

Der Sturm in seiner Seele war so groß, wie keiner von uns es auch nur ansatzweise spüren könnte, als er wusste, welch eine Last auf ihm liegen würde, wenn er die Sünde der ganzen Welt auf sich nimmt.

Und er steht vor dem Vater und er schwitzt Blut und er bittet, Herr, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorübergehen.

Und noch er in den Armen seines Vaters zur Ruhe kommt, dein Wille und nicht meine Geschehe.

Wir sehen das auch bei Paulus, der schreiben kann zu den Philippern.

Ich habe gelernt, sowohl in Überfluss als auch in Mangel zufrieden zu sein.

Auch er hat gelernt, es gibt Dinge, die sind außerhalb meiner Kontrolle, die gebe ich Gott ab und in diese Wissen, dass ich sie ihm abgeben kann, kann ich trotzdem zufrieden sein in ihm.

Für dich ist es wichtig zu erkennen, dass du diesen Sturm der Unruhe deiner Seele nicht einfach unbehelligt weitertoben lassen darfst.

Du darfst ihn nicht einfach nur abstumpfen, beträuben, machen lassen.

Er wird dich zu Dingen treiben, die nicht gut sind.

Aber wenn du lernst, diese Dinge, nicht mit Alkohol, Pornografie, Zeitverschwendung oder irgendeinem Blödsinn anzugehen, sondern stattdessen deinen Gott, der allein die Macht hat, die Welt aufrechtzuerhalten, der allein die Macht hat, eine Seele, die verloren ist, wiederherzustellen.

Wenn du erkennst, dass dieser Gott allein derjenige ist, der auch dem Sturm deiner Seele zuruft, sei still, dann fang an diesen Gott zu suchen.

Lies von ihm in seinem Wort, bete zu ihm, pflege zu ihm und erlebe, wie du in Zufriedenheit zu ihm zurückkommen kannst.

Gib erst dann auf, wenn du das erlebst.

David geht jetzt von dieser Selbstreflektion, dieser Darstellung seiner eigenen Haltung hin zu einer Aufforderung für sein ganzes Volk in Vers 3.

Damit kommen wir zu der dritten Anweisung, wie du dein Herz zur Ruhe bringst, drittens, in Vertrauen auf Gott.

Denn jetzt wird aus diesem Zeugnis eine Aufforderung in Vers 3.

Harre Israel auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit.

Harren ist kein Wort, das wir heute viel verwenden.

Harren kannst du auch übersetzen mit warten.

Warte auf den Herrn.

Nun jeder Christ von dem Moment an, wo er errettet ist, ist per Definition ein wartender.

Aus dem Grund, weil ja, er ist errettet.

Ja, er hat eine Lösung für seine Sünden gefunden.

Ja, er ist jetzt in Gemeinschaft mit Gott, aber er ist noch nicht fertig.

Er ist immer noch unterwegs, erwartend die Herrlichkeit.

Er wartet, dass Christus wiederkommt.

Er wartet darauf, dass Christus auf dieser Welt sein Reich wiederherstellt.

Und so ist ein Christ per Definition in dieser Zeit heute immer ein wartender.

Nun kannst du diese Zeit des Wartens verschwenden, indem du hektisch umher rennst, um dir irgendwie die Zeit zu vertreiben.

Das ist nicht die Lösung, sondern der Aufruf an Israel ist hier.

Warte auf den Herrn.

Warte Harre auf ihn.

Gib nicht auf.

Versetz dein Vertrauen auf diesen Herrn.

Und dieser Herr wird niemals zu spät kommen.

Und das Warten auf ihn ist niemals umsonst.

Es gab in der Zeit Israel einen Zeitpunkt, in dem es so schien, als ob das Warten tatsächlich keinen Sinn mehr gehabt hätte.

Es schien so, als ob tatsächlich Gott seine Finger aus dem Weltgeschehen zurückgezogen hat.

Wir lesen davon in 2.

Könige 6.

Dort wird beschrieben, wie die Stadt Samaria, damals die Hauptstadt des Reiches Israel, durch ein feindliches Herr belagert wurde.

Die Bürger der Stadt wurden eingekesselt, konnten nicht raus oder rein.

Die Dinge, die sie hatten, die Vorräte wurden so langsam aufgebraucht, der Preis für alles Mögliche stieg bis in die verrückte Maße hoch und am Ende war die Hungersnot so groß, dass selbst Mütter ihrer eigenen Kinder gekocht haben und gegessen haben.

Eine Tragödie, wie du diese kaum vorstellen kannst.

Der König Samarias ruft an den Propheten Elisa und er sagt zu ihm in 2.

Könige 6,33, siehe, dieses Unglück kommt von dem Herrn, was soll ich noch länger auf den Herrn warten?

Und wenn du diese Geschichte liest, dann hättest du die Frage, ich glaube ich auch.

Mein Volk geht zu Grunde.

Kinder werden gegessen.

Mein Volk wird zu Tieren förmlich und verfällt in Karnevalismus.

Es macht doch jetzt keinen Sinn, noch länger auf den Herrn zu warten.

Was wird er denn schon noch Großes tun?

Nun die Geschichte nimmt eine Wendung, die man nicht erwartet hätte.

Über Nacht schlägt Gott dieses Volk, dieses feindliche Volk in und es geht weg und der Sieg ist viel, viel größer als sie es sich je erdacht hätten.

Auch da war es nicht umsonst auf Gott zu warten.

Und wenn du in deinem Leben an einem Punkt stehst, wo du dich fragst, macht es denn jetzt wirklich noch Sinn, länger auf Gott zu vertrauen, dann ist dieser Aufruf aus Psalm 131 wieder eine Ermutigung und eine Aufforderung, ja jederzeit, hare auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit.

Ob 2026 dein letztes Jahr ist oder ob noch viele Jahre folgen, haren auf den Herrn ist immer richtig.

Es gibt bei Gott keine Abkürzungen.

Es gibt keine einfache Lösung, die Unruhe deiner Seele zu befriedigen.

Es gibt keine schnellere Lösung, dein Single-Sein zu beseitigen, wenn Gott dir nicht einen Partner an die Seite gibt.

Es gibt keine Lösung für die Unruhe in der Seele, wenn Jesus Christus dir nicht groß wird, wenn du ihn nicht erkennst als den, der er ist, nämlich der allmächtige, allwissende Gott, der vielmehr weiß, als du es je könnte.

Und dieser Aufruf, hare auf den Herrn Israel, ist ein Aufruf für dich, dich ganz ihm anzuvertrauen, komme was wolle.

Wenn wir hier jetzt am Beginn von Jahr 2026 stehen und wir nicht wissen, was kommt, dann ist es unsere Aufgabe, es ist deine Aufgabe, freu dich auf ihn zu warten.

Nicht Däumchen drehend, mal sehen was passiert, sondern aktiv das zu tun, wo Gott dich hineingestellt hat.

Aktiv den Auftrag zu tun, den er dir gegeben hat, ein Licht zu sein für diese Welt, die Tugenden des Herrn zu verkündigen, deine Arbeit treu zu verrichten, deine Kinder treu in der Zucht und Ermahnung des Herrn zu erzählen.

Einfach weiter zu gehen und zu warten und zu vertrauen darauf, dass Gott selber, der der Herr, der Herrnis es wohl machen wird.

Ob du single bist, ob du verheiratet bist, ob du Vater bist, ob du Mutter bist, ob du arbeitslos bist, ob du beschäftigt bist, ob du studierend bist, egal ob du krank bist oder gesund bist, dein 2026 liegt nicht in deiner Hand, es liegt in Gottes Hand.

Und wenn du heute hier sitzt und Jesus Christus noch nicht kennst, Jesus Christus nicht der Herr ist für dich und du noch nicht die Lösung, die Vergebung deiner Sünden durch ihn empfangen hast, dann ist heute der Tag, an dem du anfängst auf ihn zu harren, ihm zu vertrauen, an ihn zu glauben, von nun an bis in Ewigkeit.

Und Eckstein Gemeinde, wir stehen hier am Eingangstor von 2026, wir wissen nicht was kommt, aber wir wissen eins, Gott ist mit uns.

Wir wissen nicht, was uns erwarten wird bezüglich des Gebäudes, wir wissen nicht, wie viele Gläubige Gott noch hinzuschenkt, wir wissen nicht, was er alles tun wird in unserer Mitte, aber wir haben diesen einen Auftrag und den rufen wir uns miteinander zu, wir harren auf den Herrn.

Genau genommen ist es wahr, dass im Vergleich zum 31.12. am 01.01. noch vieles ziemlich gleich ist und in dieser Tatsache liegt auch unser Trost, nämlich dass auch unser Gott der Gleiche ist, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit und so sei dieser eine Vorsatz für dich genug, nämlich der harre auf den Herrn und bring deine Seele vor ihm zur Ruhe mit all den Unruhen, die sich in deiner Seele toben zu seiner Ehre.

Vater und dafür preisen wir dich, dass du ein Gott bist, der ja haben ist und groß ist und dessen Pracht und Majestät unvergleichlich ist mit jenem, was wir uns vorstellen können, aber der trotzdem und so nah ist, dass wir uns in seinen Armen bergen dürfen.

Woher?

Und wir brauchen dich.

Wir brauchen dich als derjenige, der uns immer wieder vor Augen malt.

Es gibt Dinge, die zu groß sind und zu wunderbar sind.

Es gibt Dinge, die wir nicht beeinflussen können, die wir nicht im Griff haben, die wir nicht kontrollieren können, die wir einfach nur dir anvertrauen müssen, weil du der Einzige bist, der groß ist und Großes tut.

Herr, wir bitten dich, lehre uns auf dich zu harren.

Lehre uns auf dich zu harren, besonders dann, wenn die Zukunft ungewiss ist, wenn der Ausblick unsicher ist, wenn die Perspektive nicht sicher ist, wenn der Weg vor uns nur neblig ist, dass wir gerade dann einfach nur treu wie ein entwöhntes Kind an der Hand ihrer Mutter vorangehen, in dem Wissen.

Wir wissen es zwar nicht, aber du weißt es.

Oh Herr, lehre uns dieses Jahr wieder auf dich zu harren, zu deiner Ehre.

Amen.