Wenn deine Weisheit nicht ausreicht
Prediger 8,1-17

Durch KI transkribiert – Bei Fragen meldet euch bei [email protected]

und wir haben das Vorrecht, diesen Herrn aller Zeit zu betrachten, indem wir seinen Wort anschauen und indem wir Gemeinschaft auch darunter haben.

Und damit ein herzliches Willkommen, einen schönen guten Morgen an euch alle.

Ich möchte diese Zeit im Buch Prediger mit zwei Beispielen beginnen, die ich voran stellen möchte.

Seine stellt euch vor, ein Bruder oder eine Schwester kommt zu euch, um Rat von euch zu holen.

Er oder sie fängt an und erzählt, die Situation auf meiner Arbeit ist seit Monaten angespannt.

Mein Chef trifft Entscheidungen, die niemand wirklich nachvollziehen kann.

Mein Kollege, der redet sich ständig aus seinen Aufgaben raus und wird am Ende noch dafür gelobt, während ich meine Arbeit versuche gewissenhaft und aufrichtig zu machen und dafür dann am Ende auch noch kritisiert werde.

Ich verstehe das einfach nicht.

Ich habe gebetet dafür, ich habe Rat gesucht, ich habe überlegt, gehandelt, ich habe versucht meinen Chef auf eine respektvolle Art und Weise anzusprechen.

Ich habe meine Worte wohl bedacht, gewählt, ich habe sogar gefragt, ob es an mir liegt, aber es wird nicht besser.

Ich will nicht rebellisch sein, ich will auch nicht bitter werden über die Situation, ich will einfach verstehen, warum Gott das zulässt.

Einfach verstehen, warum es meinem Kollegen gut geht, der falsch handelt und mir schlechter, ich versuche richtig zu handeln.

Ich will einfach nur verstehen, warum Gott nicht eingreift.

Oder nehmen wir einen Schüler, nennen wir ihn Emil.

Emil ist nicht auffällig, Emil versucht seinen Schulalltag gut zu meistern, Emil macht seine Hausaufgaben treu, Emil arbeitet im Unterricht mit und ist meistens freundlich.

Aber seit einiger Zeit haben es ein paar Schüler aus seiner Klasse auf ihn abgesehen.

Erst waren es nur kleine fiese Bemerkungen, ein Spruch über seine Kleidung, ein Lachen, wenn er was im Unterricht gesagt hat.

Aber dann wurden es Nachrichten im Klassenchat.

Irgendwann werden Bilder von ihm und Memes dazu rumgeschickt.

In der Pause stellen sich diese Klassenkameraden ihm in den Weg und sobald ein Lehrer vorbeikommt, tun sie alle so, als wäre nichts.

Emil versucht weise zu handeln, er schlägt nicht, er beleidigt nicht zurück, er redet mit seinen Eltern, seine Eltern reden mit der Schule, er spricht mit dem Vertrauenslehrer, er betet, er versucht nicht verbittert zu werden und trotzdem hört es nicht auf.

Jetzt ist er bei dir in der Kinderstunde, in der Jungschar oder in der Jugend und sagt und fragt dich, ich verstehe das nicht, ich habe doch nichts gemacht, warum kommen die einfach damit durch und warum merkt niemand was wirklich passiert, warum hilft Gott nicht.

Das sind zwei Bilder, zwei Einblicke, zwei Situationen, in denen wir eine Sache lernen.

Weisheit allein reicht im Leben nicht aus.

Keiner von uns kann in diesen beiden Situationen antworten, ja wenn du nur weise genug bist, dann klärt sich die Situation schon.

Nein, im Gegenteil, Weisheit ist eigentlich schon Teil des Gesprächs, denn Weisheit hat in der Situation schon dazu beigetragen, besonnen handeln zu wollen und das Unrecht gleichzeitig zu erkennen.

Aber sie reicht eben nicht aus, um die Situation zu begründen, um sie zu erklären, um zu verstehen warum Gott zulässt, was er zulässt.

Und damit kommen wir zum Buch Prediger.

Wir befinden uns mittendrin in diesem Buch, die die Nichtigkeit eines Lebens unter der Sonne so gut aufzeigt.

Salomo schreibt das gegen Ende seines Lebens und lässt besonders die Zeitrevue passieren, in der er sich von Gott abgewandt und versucht hat, im Leben unter der Sonne den Sinn zu finden.

Wir bekommen den Eindruck, wenn wir den Prediger lesen, dass der Prediger vergessen hat, was Salomo selbst, also er selbst in den Sprüchen zuvor geschrieben hat oder gar das außen vor lassen, was der Vater Salomos David in so vielen Psalmen zum Ausdruck gebracht hat.

Der Prediger konzentriert sich auf ein Leben unter der Sonne, ein Leben, das nicht über die Sonne hinwegblickt.

Und wenn der Prediger über Gottesfurcht spricht, wie er das auch in Kapitel 8 tun wird, dann schon fast auf eine distanzierte Art und Weise.

Er beobachtet das Leben in einer gefallenen Welt, das Gott einfach aus der Gleichung entfernt und trotzdem sieht er auch die, die Gott fürchten.

Und so sind wir in Kapitel 8.

Und bevor wir uns Kapitel 8 zuwenden, ein ganz kurzer Rückblick, wie wir denn zu Kapitel 8 überhaupt gekommen sind.

In Prediger 1 und 2 sucht der Prediger den Sinn des Lebens in Weiszeit, in Genuss, in Arbeit, in Erfolg, in Partys und Feiern und muss aber feststellen, dass es ein Haschen nach Wind ist.

In Prediger 3 zeigt er uns auf, dass alles seine Zeit hat und Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat und trotzdem können wir das Werk Gottes nicht ergründen.

Trotzdem geht es denen gut, die Böses tun.

Auch das ist nichtig.

Prediger 4 dreht sich um Unterdrückung, um Einsamkeit, um Konkurrenzkampf miteinander.

Ein mühseliges, nichtiges und ungerechtes Leben unter der Sonne.

Prediger 5 und 6 warnen vor einer leichtfertigen Religiosität, vor der Geldliebe und der falschen Sicherheit.

Dein Herz wird durch Besitz, Erfolg oder ein langes Leben nicht satt.

Es hat keinen Sinn.

Prediger 7 hat uns dabei geholfen, den Nutzen zu beachten, das bessere zu wählen und gleichzeitig die Nutzlosigkeit des Perfektionismus zu bedenken.

Und immer wieder halte es durch diese Kapitel.

Es ist nichtig.

Das ist ein Haschen nach Wind.

Es ist wie Seifenblasen, die eine nach der anderen einfach zerplatzt und nichts zurücklässt.

Und das ändert sich auch in Prediger Kapitel 8 nicht.

Und so lasst uns diesen Text gemeinsam lesen und achtet beim Lesen darauf, wie wir zwar den Nutzen und den Wert der Weisheit sehen, aber im selben Moment feststellen, dass deine Weisheit, meine Weisheit nicht ausreicht.

Prediger Kapitel 8.

Gottes Wort sagt, wer ist wieder weise und wer versteht die Deutung dieser Sache?

Die Weisheit eines Menschen erleuchtet sein Angesicht und die Härte seiner Gesichtszüge wird verwandelt.

Ich sage, befolge dem Fehl des Königs und zwar wegen des vor Gott geleisteten Eides.

Lass dich nicht von seinem Angesicht verscheuchen und verdritt keine schlechte Sache, denn er tut alles, was er will.

Denn das Wort des Königs ist mächtig und wer darf zu ihm sagen, was machst du?

Wer aber das Gebot bewahrt, der will nichts von einer bösen Sache wissen und das Gesetz, das Herz des Weisen weiß um Zeit und Gericht.

Denn für jedes Vorhaben gibt es eine Zeit und ein Gericht, denn das Böse des Menschen lastet schwer auf ihm.

Denn er weiß nicht, was geschehen wird und wer sagt ihm, wie es geschehen wird?

Kein Mensch hat Macht über den Wind, dass er den Wind zurückhalten könnte.

So gebietet auch keiner über den Tag des Todes.

Auch gibt es im Krieg keine Entlassung und der Frevel rettet den nicht, der ihn verübt.

Dies alles habe ich gesehen und mein Herz, all dem Treiben gewidmet, das geschieht unter der Sonne in einer Zeit, da ein Mensch über den anderen herrscht und zu seinem Schaden.

Ich sah dann auch, wie Gottlose begraben wurden und zur Ruhe einging, wenn solche, die Recht gehandelt hatten, den heiligen Ort verlassen mussten und vergessen wurden in der Stadt.

Auch das ist nichtig, weil der Richterspruch über die böse Tat nicht rasch vollzogen wird.

Darum ist das Herz der Menschenkinder davon erfüllt, Böses zu tun.

Wenn auch ein Sünder hundertmal Böses tut und lange lebt, so weiß ich doch, dass es denen gut gehen wird, die Gott fürchten, die sich scheuen vor seinem Angesicht.

Aber dem Gottlosen wird es nicht gut ergehen und er wird dem Schatten gleich seinen Tage nicht verlängern, weil er Gott nicht fürchtet.

Es ist eine Nichtigkeit, die auf Erden geschieht, dass es Gerechte gibt, denen es nach dem Tun der Gottlosen ergeht und Gottlose, denen es nach dem Tun der Gerechten ergeht.

Ich habe gesagt, dass auch das nichtig ist.

Darum habe die Ich die Freude gepriesen, weil es für den Menschen nichts Besseres gibt unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein, dass ihnen das begleiten soll bei seiner Mühe alle Tage seines Lebens, die Gott ihm gibt unter der Sonne.

Als ich mein Herz darauf richtete, die Weisheit zu erlernen und das geschäftige Treiben zu betrachten, das sich auf Erden abspielt, so dass einer seinen Augen wieder bei Tag noch bei Nacht Schlaf gönnt, da sah ich an dem ganzen Werk Gottes, dass der Mensch das Werk nicht ergründen kann.

Das geschieht unter der Sonne.

Obwohl der Mensch sich Mühe gibt, es zu erforschen, so kann er es nicht ergründen.

Und wenn auch der Weise behauptet, er verstehe es, so kann er es dennoch nicht ergründen.

Lass mich noch einmal kurz beten, bevor wir in den Text einsteigen.

Vater, habt ihr Dank für diesen Text.

Habt ihr Dank für dein Wort.

Habt ihr Dank, dass es unsere Augen erleuchtet und so bete ich, dass du Gnade schenkst zum Reden und zum Hören und dass du uns darüber führst und ermutigst, wo es nötig ist.

Amen.

Das Thema Weisheit wurde schon in Kapitel 7 sehr deutlich.

Gleichzeitig wurde in Kapitel 7 auch sehr deutlich, dass Weisheit etwas ist, was Menschen nicht erlangen.

Stattdessen wird in Prediger Kapitel eine andere Wahrheit deutlich, nämlich die totale Verdorbenheit des Menschen.

Und so könnte die Frage in Kapitel 8 Vers 1 fast schon rhetorisch sein.

Wer ist wie der Weise und wer versteht die Deutung einer Sache?

Und die Antwort darauf?

Niemand.

Es gibt keinen wirklich Weisen und niemand kennt die Lösung oder Deutung einer Sache.

Und das wird nicht nur in Kapitel 8 Vers 1 deutlich, sondern auch Kapitel 8 Vers 17.

Der Weise kann es nicht erkennen.

Und so rahmt die Weisheit Kapitel 8 quasi ein.

Und so lasst uns kurz innehalten und noch einmal über die Weisheit nachdenken, von der Salomo hier schreibt.

In Kapitel 7 haben wir gelernt, dass Salomo, wenn er von der Weisheit spricht, eher vom normalen Menschenverstand, von der Klugheit, der Schlauheit redet, weil er die Weisheit in den direkten Kontrasten mit Gerechtigkeit stellt.

Das heißt, hier wird aus der Perspektive unter der Sonne geschrieben.

Gott wird also aus der Gleichung genommen.

Deshalb kann er sagen, dass niemand wirklich weiß ist.

Wenn es um Weisheit geht, die wir in den Sprüchen zum Beispiel finden, Sprüche 9 Vers 10, wo es heißt, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit und die Erkenntnis des heiligen Einsicht.

Gott ist in Kapitel 8 nicht zwangsläufig Bestandteil dieser Weisheit und trotzdem ist der Mensch in der Lage, etwas zu tun, was mit Klarheit, mit Verständnis, mit Klugheit, mit Menschenverstand auch gelingen kann.

Und diese Klarheit kann laut Kapitel 8 Vers 1 auch dazu führen, ein freundliches Wesen zu sein, einen klaren Blick zu haben, weil die Härte der Gesichtszüge verwandelt ist.

Es ist möglich, und wir wissen das schlau, um mit einem geschärften Menschenverstand durchs Leben zu gehen.

Weisheit hat ihren Wert, aber gleichzeitig hat sie ihre Grenzen, weil sie am Ende nicht ausreicht.

Und das werden wir im Verlauf des Kapitels sehen.

Wenn wir uns anschauen, dass uns die Weisheit dabei hilft, besonnen zu handeln, wenn wir sehen, dass uns die Weisheit dabei hilft, Unrecht zu erkennen, und wenn uns die Weisheit hilft, unsere Grenzen zu akzeptieren.

Nun zuerst hilft dir die Weisheit, besonnen zu handeln.

Das ist der Wert.

Aber, und das ist der Mangel, sie gibt dir keine Kontrolle über deine Umstände.

Also sie hilft dir, besonnen zu handeln, aber sie gibt dir keine Kontrolle.

Laut Wikipedia ist Besonnenheit im Unterschied zur Impulsivität die überlegte, selbstbeherrschte Gelassenheit, die besonders in schwierigen oder heiklen Situationen den Verstand die Oberhand behalten lässt, um vorschnelle und unüberlegte Entscheidungen oder Taten zu vermeiden.

Besonnenheit denkt nach, überlegt, bevor sie handelt.

Weisheit hilft uns, besonnen zu handeln im Umgang mit Autoritäten und im Umgang mit unseren Umständen.

In den ersten, in Versen 2 bis 4 spricht der Prediger von der Besonnenheit im Umgang mit Autoritäten, deren Handlung dem Unterstellten nicht passt.

In Vers 2 finden wir dafür gleich die Voraussetzungen für den Rest.

Den Befehl des Königs zu folgen, kommt aus der Tatsache, dass wir vor Gott den Eid abgelegt haben.

Nämlich, dass wir anerkennen, dass Gott ihn eingesetzt hat.

Auch ein Ungläubiger erkennt, okay, ich habe nicht alles in der Hand, ich, irgendwer, irgendwas muss da sein und wir kennen so die Eide unserer Präsidenten, unserer Kanzler, die sagen, ja mit Gottes Hilfe möchte ich das regieren, so helfe mir Gott, auch wenn sie die Hand in manchen Fällen schon lange nicht mehr auf die Bibel legen und dennoch ist Gott derjenige, der Obrigkeiten einsetzt und der sie absetzt.

Und wenn sie von Gott kommt, dann sollte eigentlich klar sein, dass ich die Position ehre, solange nicht von mir erwartet wird, dass ich sündige.

Und dazu ermutige ich euch einfach die Predigt von Jonathan zu Römer Kapitel 13 anzuhören, die ihr im Predigtarchiv findet.

Nun, ich bin mir dessen bewusst, wenn wir das lesen, dann denkt jeder von uns, okay, ich gehe jetzt nicht an den Hof des Königs, um mich zu beschweren.

Wir haben gar keinen König mehr bei uns, um ihm zu widersprechen, um ihn anzuklagen.

Und gleichzeitig hat jeder von uns Autoritäten, Vorgesetzte über sich und zwar das ganze Leben hindurch.

Kinder haben Eltern, Kinder haben auch Lehrer als Vorgesetzte.

Wir haben Vorgesetzte bei der Arbeit, Vorgesetzte im Staat, wir haben Älteste in der Gemeinde.

Und da hilft es doch sehr, in manchen Fällen besonnen zu handeln, einen Schritt zurückzutreten, die Worte abzuwägen, die man sagen möchte, um nicht mit Unrecht auf Unrecht zu antworten oder jeden Gedanken sofort auszusprechen.

Und die Schlachterübersetzung sagt in Vers 3, lasst sich nicht von seinem Angesicht verscheuchen und vertritt keine schlechte Sache, denn er tut, was er will.

Und wir könnten das hier als passiv verstehen.

Ja, ich wurde vom König verscheucht, aber das ist in dem Text nicht der Fall.

Die Aussage der Autorität des Königs in diesem Fall, die gefallen mir nicht, also drehe ich mich auf dem Matzals um und stürme aus dem Palast oder aus dem Büro.

Vielleicht stampfe ich raus.

Das ist impulsiv und im Falle eines Königs kann es dich wortwörtlich Kopf und Kragen kosten.

Warum?

Weil ein König tut, was immer er will.

Und selbst wenn es uns nicht Kopf und Kragen kostet, ist es nicht besonnen und damit nicht vernünftig.

Nun, die meisten Ausleger, wenn wir weiterlesen, die sind sich einig, dass diese schlechte Sache und später auch in Vers 5, die böse Sache, mit einem Komplott gegen die Obrigkeit gleich zu setzen ist.

Ein Auflehnen gegen den König und einen Komplott zu schmieden, der ihn aus dem Leben führt.

Und im Licht von Vers 2, dass Gott diese Obrigkeit eingesetzt hat, ist es gut sich dort zu hinterfragen, ob das das Richtige ist.

Vers 4 dann geht um die Besonnenheit in unseren Worten.

Denn der König oder die Autorität hat Macht und wir sollen ihn nicht respektlos hinterfragen.

Wir sollen ihn nicht respektlos behandeln.

Und hier ist ein arameisches Sprichwort, das in der ähnlichen Zeit geschrieben wurde und das das Ganze sehr gut auf den Punkt bringt.

Das Sprichwort lautet, wie soll Holz mit Feuer streiten?

Wie soll Fleisch mit einem Messer streiten?

Oder wie soll irgendjemand mit einem König streiten?

Und wir sehen die Unausgewogenheit dieses Sprichwort, denn was kann Holz gegen Feuer schon ausrichten?

Was kann ein Messer, was kann Fleisch gegen ein Messer ausrichten?

Und so auch niemand gegen einen König.

Warum nicht?

Weil der König mächtig ist, weil er tut, was er will.

Und gleichzeitig hilft uns Vers 5, uns der Autorität unterzuordnen, solange sie nicht von uns erwartet, dass wir sündigen.

Warum hilft uns Vers 5?

Weil der, der nachdenkt, weiß, dass es Zeit und Gericht gibt.

Der Weise denkt tatsächlich darüber nach, auch wenn die Weisheit nicht ausreicht, die Situation oder den Umstand zu ändern und zu kontrollieren, so hilft sie doch, besonnen zu reagieren, besonnen zu handeln, besonnen zu sein.

Also wir haben in diesen Versen die Voraussetzung, wenn es um Besonnenheit mit der Autorität geht, denn es ist ein Eid, den wir vor Gott ablegen, weil wir wissen, dass Gott Obrigkeiten einsetzt.

Wir sehen die Besonnenheit, nicht wegzutreten ohne Aufforderungen, keinen Komplott zu schmieden und die Worte weise zu wählen.

Und wir sehen am Ende von Vers 5 die Gewissheit und eine gewisse Gelassenheit, das Wissen um Zeit und Gericht.

Und diese Anweisung, das was Salomo hier schreibt, das soll seine Leser daran erinnern und darin belehren, wie wir mit Autoritäten umgehen, wie wir ihnen gegenübertreten, auch solchen, die ihre Macht missbrauchen.

Weisheit hilft, besonnen mit Autoritäten umzugehen, aber deine Weisheit reicht nicht aus, denn deine Weisheit mag vielleicht richtig mit diesen Autoritäten umgehen, aber sie gibt dir nicht die Kontrolle über die Autoritäten, weil keiner von uns so weise ist, dass er Könige ein- und absetzt, außer Gott allein.

Das heißt, der Bruder oder die Schwester, die zu dir kommen und über die Arbeit berichten und raten möchten, kann besonnen sein, aber wird die Situation letztendlich wahrscheinlich nicht ändern.

Aber du kannst, weil dein Gegenüber ein Gläubiger ist, auf Zeit und Gericht hinweisen, auf das was kommt, besonnen im Umgang mit Autoritäten, aber auch in den Versen 5 bis 9 besonnen im Umgang mit deinen eigenen Umständen.

Und dass wir keine Kontrolle über unsere Umstände haben, das gefällt wahrscheinlich den wenigsten von uns.

Ja, ich will am liebsten meine Umstände alle kontrollieren, denn dann wäre mein Leben ja scheinbar gut.

Ich will nicht singen, wenn die Welt auch tobt, Stürme kommen und gehen, bleibt einer doch bestehen und das ist der Herr.

Ich will stattdessen singen, wenn die Welt auch tobt, Herrscher kommen und gehen, versuche ich doch alles zu kontrollieren.

Oh, ich fürchte mich sehr, weil ich der Lüge glaub, nur ich selbst bin der Herr meiner Zeit.

Ich der Höchste, ich der Erste halte doch nichts in der Hand, denn mein Thron, der wackelt sehr, hat keinen Bestand.

Ich bin mächtig, ich bin herrlich, ich vertraue mir allein, denn ich selbst bin der Herr meiner Zeit.

Ihr Lieben, das trifft so häufig auf uns alle zu, auf mich und auf euch.

Warum?

Weil wir Versen 6 bis 8 so häufig nicht wahrhaben wollen.

Wir wollen nicht wahrhaben, dass es für alles eine Zeit und ein Gericht gibt und dass das nicht unsere Zeit ist, in der das passiert.

Ja, zu meiner Zeit soll Gott handeln, nicht zu seiner Zeit.

Wir sehen aber auch, dass das Gewissen eines bösen Menschen schwer auf ihm lastet in Vers 6.

Also wir wollen nicht wahrhaben, dass Vers 6 bis 8 wahr ist.

Wir wollen auch nicht wahrhaben, dass Vers 7 wahr ist, denn wer weiß oder er weiß nicht, was geschehen wird und wer sagt ihm, wie es geschehen wird.

Oh, wie gerne würde ich das alles über die Umstände, in die Gott mich stellt, wissen.

Und einige Ausleger packen das noch zum König, zu der Autorität und gehen da auch bis Vers 9.

Andere sagen aber, hier wechselt er ein bisschen das Thema und richtet den Blick auf deine Umstände und nicht mehr den Umgang mit Autoritäten.

Er wechselt den Blick und zeigt uns auf, wir können eigentlich gar nichts kontrollieren.

Können besonnen sein, aber nichts kontrollieren.

Und das erinnert uns an Prediger 3, Vers 1, wo es heißt, alles hat seine bestimmte Stunde und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit.

Gutes und Schlechtes, woher kommt beides?

Aus der Hand Gottes.

Nun, wenn ich mir jetzt anmaße, Gott zu sein, dann maße ich mir mit Vers 8 an, Macht über den Wind zu haben, die ich aber letztendlich nicht habe, die auch letztendlich keinen Klimaschützer hat.

Dann maße ich mir an, über den Tag des Todes gebieten zu können.

Aber auch das ist eine Anmaßung, denn Gott hat jeden Tag festgelegt.

Und so geht es weiter und Salomo macht sehr deutlich, dass es völliger, völlige Sicherheit ist, dass Gott deniges der Zeit und Gericht bringt, weil kein Mensch die Kontrolle haben kann.

Ja, im Krieg gibt es keine Entlassung.

Eine Schülerin, eine Mitschülerin von unserer Tochter, deren Vater ist aktuell an der Front in der Ukraine, schon seit mehreren Jahren.

Er kann nicht einfach kommen.

Es gibt keine Entlassung im Krieg und genauso wissen wir, dass der Frevel den nicht rettet, der ihn verübt.

Wir können nicht durch Sünde, Sünde bewältigen.

Und so können wir uns nicht darüber überheben oder anmaßen, Gott leicht zu sein, zu sagen, ich bin der Herr meiner Zeit, weil Gott derjenige ist, der Zeit und Gericht in der Hand hält.

Keiner von uns kann die Zeit kontrollieren, keiner von uns kann den Tod aufhalten.

Wenn du dir anmaßt, der Herr deiner Zeit sein zu wollen, dann wirst du unruhig werden, wirst du dir Sorgen machen, verzweifelt sein.

Warum?

Weil die Kontrolle über dein Leben oder deine Kontrolle über dein Leben nichts weiter als eine Illusion ist, die früher oder später wie eine Seifenblase zerplatzt.

Deine Weisheit reicht nicht aus.

In Vers 9 macht Salomo noch einmal deutlich, er hat sich das alles ganz genau angeschaut, er hat das ganz genau beobachtet und noch viel mehr.

Er hat es geprüft, er hat es verstanden, bewertet und was ist das Fazit?

Das Fazit ist, weil diese Welt so verdorben ist, gebrauchen manche ihre Autorität unter der Sonne, um andere auszunutzen.

Und er denkt dabei vielleicht zuerst an den König, den er vorher anspricht, aber wir können auch an diejenigen denken, die kleinen Fische, wenn ihr so wollt, die, sobald sie ein bisschen Autorität bekommen, sie so einsetzen, dass sie anderen das Leben schwer machen.

Weisheit hilft dir vielleicht dabei, besonnen zu sein, aber sie gibt dir keine Kontrolle über deine Umstände.

Was können wir abschließend zu diesem ersten Punkt sagen?

Im Endeffekt ein fünffacher Nutzen der Besonnenheit.

Ja, Besonnenheit oder besonnen zu sein bedeutet einen klaren Verstand und eine freudige Einstellung zu haben.

Das ist Vers 1.

Besonnen zu sein bedeutet, einen überlegten Mund zu haben, Vers 2 bis 4 einen klaren Blick zu haben, Vers 5 bis 7 und dann laut Vers 8 eine demütige Einstellung zu besitzen.

Weisheit hilft dir, besonnen zu sein, aber sie gibt dir keine Kontrolle über deine Umstände.

In den Versen 10 bis 15 finden wir den zweiten Wert und Mangel der Weisheit.

Sie hilft dir, Unrecht zu erkennen, aber gibt dir keine Gerechtigkeit unter der Sonne.

Wenn du das Leben betrachtet, wirst du ernüchtert feststellen, dass ein Leben in der Gegenwart, in hier und jetzt, so oft von Ungerechtigkeit geprägt ist.

Du erkennst in den Versen 10 und 11 die ernüchternde Ungerechtigkeit der Gegenwart.

Wo es heißt, ich sah dann auch, wie Gottlose begraben wurden und zu Ruhe einging, während solche, die Recht gehandelt hatten, den Heiligen Gott verlassen mussten und vergessen wurden in der Stadt.

Auch das ist nichtig.

Vers 10.

In Kapitel 3 haben wir schon gesehen, dass der Tod der große Gleichsteller für alle Menschen ist.

Ob du reich bist, ob du arm bist, woher du auch kommst, am Ende werden alle sterben.

Und trotzdem sehen wir hier, dass selbst im Tod noch ungerecht gehandelt wird.

Die ungerechten Toten werden in der Stadt begraben, vielleicht sogar im Tempel begraben oder in der Synagoge damals.

Die gerechten Verstorbenen landen außerhalb der Stadt.

Und das ist in unserer Geschichte nicht viel anders.

Ihr könnt Kathedralen und Kirchen besuchen und könnt die Gräber von Kaisern und Königen dort finden, die alles andere als gerecht waren.

Ihre Gräber könnt ihr heute noch besichtigen.

Die gerechten aber, die zu dieser Zeit gelebt haben, die wurden im Gegensatz dazu irgendwo verscharrt und keiner weiß wo.

Ein scheinbares Unrecht.

Und dann kommt Vers 11 und jeder von uns sagt beim Lesen, genau so ist es.

Vers 11, weil der Richter Spruch über die böse Tat nicht rasch vollzogen wird, darum ist das Herz der Menschenkinder davon erfüllt, Böses zu tun.

Erleben, wenn der Prediger uns ein was lehrt, dann ist es, dass es nichts Neues unter der Sonne gibt.

Weisheit hilft uns, diese ernüchternde Ungerechtigkeit der Gegenwart zu erkennen, aber nicht Gerechtigkeit zu erwirken.

Wir wissen, dass die Mühlen der Gerechtigkeit auch bei uns im Land langsam, manchmal willkürlich malen, dass Täter auf Bewährung freigelassen werden oder eine Strafe bekommen, die nicht im Ansatz der Tat entspricht, die sie verübt haben.

Und Salomo schreibt hier im Endeffekt, weil das Rechtssystem so langsam handelt, verliert das Gesetz seine Ungerechtigkeitseindämmende Wirkung.

Das Gesetz ist gegeben, um Ungerechtigkeit eigentlich einzudämmen.

Das heißt, wenn eine Strafe für eine böse Tat nicht schnell kommt, dann denken sich viele, dann kann ich ja einfach fröhlich so weiter machen.

Verse 10 und 11 erklären, dass der Mensch umso entschlossener Böses tut, weil das Urteil über seine Tat nicht schnell vollzogen wird.

Und nun führt Salomo diesen Gedanken weiter.

Die Weisheit reicht aus, um Ungerechtigkeit zu erkennen.

Sie kann keine Gerechtigkeit unter der Sonne heraufbeschwören und trotzdem denkt Salomo in den nächsten Schritt und zeigt uns, dass wir die ermutigende Gerechtigkeit der Zukunft erkennen können, wenn wir Gott fürchten.

Verse 12 und 13.

Das heißt, Salomo schaut nicht auf das Unrecht, das er vor Augen wahrnimmt, sondern er hebt den Blick über die Gegenwart hinaus, über die Sonne, auf die Gerechtigkeit in der Zukunft.

Aber erst noch einmal der ernüchternde Blick in die Gegenwart.

Verse 12a.

Wenn auch ein Sünder hundertmal Böses tut und lange lebt, der Sünder tut nicht nur einmal Böses, sondern hundertmal und trotzdem scheint er einfach ungehindert weiterleben zu können.

Das erwartete Gericht bleibt aus und unter der Sonne sieht es so aus, als hätte seine Gottlosigkeit keine Folgen.

Und die Zahl 100 hier, die unterstreicht einfach nur die Häufigkeit und die Hartnäckigkeit seines Handelns.

Er tut das Böse wieder und wieder und freut sich laut Römer 1 auch noch mit denen und an denen, die ebenfalls das Unrecht verüben.

Denn es gibt ja keine sichtbaren Konsequenzen.

Und das ist auch in unserer Arbeitssituation und bei Emil so.

Jeder weitere Tag ohne sichtbare Konsequenzen scheint einfach nur die Überhabenheit und den Stolz der Gottlosen zu bestätigen und zu schüren.

Die ernüchternde Ungerechtigkeit der Gegenwart.

Nun wir können vielleicht nachvollziehen, was die beiden aus unserem Beispiel durchmachen.

Die Ungerechtigkeit anderer wird zur Versuchung für das eigene Herz, für einen selbst.

Zuerst leiden sie unter der Sünde der anderen, dann beginnen sie vielleicht Sünde mit Sünde zu bekämpfen.

Und das, was wir in den Kinderstunden versuchen, den Kindern beizubringen, ist, dass Sünde alles ist, was wir denken, was wir sagen und was wir tun, was Gott nicht gefällt.

Ja, ich würde jetzt alle Kinder bitten aufzustehen und das mitzumachen.

Euch nicht, aber alles zu denken, zu sagen und zu tun, was Gott nicht gefällt.

Und Sünde mit Sünde zu bekämpfen kann schon in meinen Gedanken beginnen.

Ich brauche keine Taten dazu und schließlich ist es ein Anklagen Gottes.

Und hier können wir diesen beiden eine Frage stellen, die einen Blick von der Gegenwart weg auf die Gerechtigkeit in der Zukunft lenkt.

Wir könnten sie fragen.

Denkst du, Gottes Urteil ist verlässlicher als die Umstände, in denen du dich gerade befindest oder nicht?

Ist Gottes Urteil verlässlicher als die Umstände, in denen du dich gerade befindest?

Das ist eine Frage nach dem, was dein Gegenüber fürchtet.

Ja, wenn ich die Umstände fürchte, dann will ich einfach nur, dass es vorbei ist.

Wenn ich Gott fürchte, wird meine Antwort auf diese Frage sein, ich denke, dass Gottes Urteil verlässlicher ist als die Umstände, in denen ich gerade bin.

Und so antwortet Salomo auf diese Frage eigentlich mit der festen Gewissheit und sagt, so weiß ich doch.

Ich bin davon überzeugt.

Ich weiß, Schreibt er in Vers 12 und wird noch einmal sehr deutlich, dass er am Ende seines Lebens, nachdem er Buße getan hat, schreibt, er hat die feste Überzeugung, welche, dass es denen gut gehen wird, die Gott fürchten, die sich fürchten vor seinem Angesicht.

Wenn du Gott fürchtest, dann kannst du wahrhaft weise sein, weil du auf ihn blickst, auf das blickst, was er sagt, was er tut, wer er ist.

Und das ist der Anfang der Erkenntnis und der Weisheit.

Die Gottesfurcht ist also ausschlaggebend für das, wie wir das Leben betrachten.

Lieben, in unserer Situation vom Anfang mit deinem Gegenüber und auch Emil, da ist es so, dass wir die Umstände und die Ungerechtigkeit nicht kleinreden müssen.

Salomo erlaubt uns, das Unrecht zu erkennen, zu benennen.

Er verharmlost weder die Bosheit des Sünders noch das lange Ausbleiben sichtbarer Gerechtigkeit.

Er versucht auch gar nicht erst diese Spannung irgendwie aufzulösen, dass es den ungerechten Gut und den gerechten schlecht geht und dennoch weigert Salomo sich und sollten wir uns weigern, den Blick auf die ernüchternde Gegenwart zum Maßstab unserer Interpretation zu machen.

Steht ihr das?

Ich kann nicht oder ich sollte nicht meine aktuellen Umstände zu meiner Brille machen, die ich aufsetze und durch die ich das ganze Leben betrachte.

Da weigert sich auch Salomo.

Stattdessen sagt er, wir müssen auf das Ende, auf die Zukunft schauen, müssen diese gottesfürchtige Brille anschauen, dass Gott am Ende gerecht richten wird.

Denn laut Vers 12, denen die Gott fürchten, denen wird es gut gehen.

Und in Vers 13, was ist am Ende mit den Gottlosen?

Denen wird es nicht gut ergehen, am Ende wird gezählt, am Ende, auch wenn es aktuell noch nicht sichtbar ist, wird die Gerechtigkeit Gottes siegen.

Weisheit hilft uns also dabei, Ungerecht zu erkennen.

Aber sie gibt uns keine Gerechtigkeit unter der Sonne.

Und nur die Gottesfurcht erkennt an, dass Gott am Ende gerecht richten wird.

Und wie hilft das unseren beiden Freunden?

Nun, wir können sie ermutigen und ihnen helfen, auf das Ende zu blicken.

So wie Asaph es in Psalm 73 macht, wenn er das Leben der Gottlosen betrachtet und sich darüber aufregt und versucht das zu verstehen und dann in der Mitte des Psalms die Kehrtwende macht.

Die Kehrtwende nennen sagt, bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende acht gab.

Für wahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Boden, du lässt sie fallen, dass sie in Trümmer sinken.

Gott wird am Ende gerecht richten.

Und wenn du Gott fürchtest, ist die Gerechtigkeit in der Zukunft eine Ermutigung und ein Trost auch für dich schon jetzt.

Salomo erklärt uns vielleicht im Ansatz, warum Unrecht geschieht.

Und er zeigt uns zusätzlich auf, dass das Unrecht und der Ungerechte vergeht, denn er ist dem Schatten gleich.

Immer noch Vers 12, der seine Tage nicht verlängern kann, weil er Gott nicht fürchtet.

Ein Schatten kann den Tag nicht verlängern.

Der Schatten ist zwar da und vielleicht jetzt, jetzt gerade vielleicht weniger, aber wäre er vielleicht proportional so groß wie ihr, weil die Sonne so hoch steht.

Und je länger der Tag wird, desto länger wird der Schatten, desto scheinbar größer wird der Schatten.

Aber was passiert, wenn die Sonne untergegangen ist?

Dann ist der Schatten weg.

Er verschwindet.

Wer Gott nicht fürchtet, ist wie ein Schatten.

Er ist kurz da, wird vielleicht immer größer, um dann einfach für immer weg zu sein.

Und wenn du Gott fürchtest, wenn du sein Kind bist, dann ist der Blick auf die Zukunft tröstlich und ermutigend.

Denn nirgendwo haben wir in der Schrift das Versprechen, dass für gottesfürchtige Menschen schon jetzt jede Situation gut ausgeht.

Ganz im Gegenteil.

Paulus verspricht Timotheus, wenn er ihm schreibt, in 2.

Timotheus 3, dass er sagt, alle, die Gott wohlgefällig leben wollen, werden Verfolgung erleiden.

Und das macht Salomo hier auch deutlich in Vers 14.

Ja, es gibt Gerechte, denen es nach dem Tun der Gottlosen gibt und es gibt Gottlose, denen es nach dem Tun der Gerechten geht.

Und so müssen wir festhalten, dass das Gutgehen des Gottesfürchtigen nicht ein angenehmes, problemloses, bequemes Leben in der Gegenwart ist.

Wer von euch hat aktuell ein angenehmes, problemloses und bequemes Leben?

Gut, ich hätte es nicht anders erwartet.

Hätte sich einer gemeldet, dann würde ich zu euch in die Seelsorge kommen.

Wie macht ihr das?

Ihr Lieben, keiner von uns kann sagen, ich gehöre dem Herrn, ich bin sein Kind und jetzt habe ich ein problemloses Leben.

Keiner von uns kann das sagen.

Den Gottlosen geht es gut, den Gottesfürchten fürchtigen geht es schlecht.

Das, was unter der Sonne geschieht, ist und bleibt ein offenes Rätsel.

Das zeigt Salomo im ganzen Predigerbuch auf.

Natürlich kann man sagen, am Ende macht der Tod alles gleich und trotzdem ist und bleibt es jetzt gerade aktuell in der Gegenwart ungerecht.

Das, was ich erlebe, ist unrecht.

Die Gerechten werden behandelt, als wären sie böse, die Bösen werden behandelt, als wären sie gerecht.

Und dieses Rätsel nennt Salomo einfach nur Nichtigkeit.

Es ist sinnlos, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Es ist nichtig, es ist ernüchternd, es ist erdrückend, wenn wir uns darüber den Kopf zerschlagen und nicht über die Sonne hinweg sehen.

Wer Gott fürchtet, darf wissen, am Ende sieht Gott, was Menschen übersehen und er wird zu seiner Zeit in der Zukunft vollkommen gerecht richten.

Vielleicht ändert das die Situation am Arbeitsplatz nicht sofort, vielleicht wird der Kollege weiterhin gelobt fürs Nichtstun und dein eigenes gewissenhaftes Handeln wird kritisiert.

Weisheit kann die Umstände nicht kontrollieren, kann sie nicht ändern.

Weisheit kann auch nicht zwangsläufig Gerechtigkeit unter der Sonne hervorbringen.

Aber die Gottesfurcht hebt den Blick über die Umstände hinaus, zoomt quasi raus, begebt sich ins Flugzeug auf 10.000 Meter Höhe und schaut auf das Ende, schaut auf das, was Gott tut und auf das Wissen, dass Gott am Ende gerecht handelt.

Das selbe gilt für Emil.

Vielleicht kommen diejenigen, die ihn quälen, jetzt aktuell davon.

Vielleicht erkennen die Lehrkräfte und die Mitschüler auch nicht das ganze Ausmaß des Unrechts, was geschieht.

Aber Emil darf eine Sache wissen und von einer Sache ermutigt sein, nämlich dass Gottes Urteil, das er am Ende fällen wird, nicht von der Wahrnehmung der Menschen heute abhängt.

Ihr habt das verstanden?

Gottes Urteil in der Zukunft hängt nicht von der Wahrnehmung anderer Menschen ab.

Kann ich sagen, hätte mein Lehrer das gesehen, dann wäre es jetzt gerecht.

Nein, so ist es nicht.

Der Herr übersieht weder seine Not noch die Schuld der anderen.

Gottes verzögertes Eingreifen hat daher nichts mit Gottes Gleichgültigkeit im Leben von Emil zu tun.

Aber die Weisheit reicht nicht aus, um Gerechtigkeit hervorzubringen.

Das kann nur Gott.

Und wisst ihr was?

Er wird es am Ende tun.

Also, du erkennst das ernüchternde Unrecht der Gegenwart, du erkennst die ermutigende Zukunft in deiner Gottesfurcht und drittens erkennst du die Konsequenzen deiner Gottesfurcht.

Vers 15, darum schreibt er, darum habe ich die Freude gepriesen, weil es für den Menschen nichts besseres gibt als unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein, dass ihn das begleiten soll bei seiner Mühe alle Tage seines Lebens, die Gott ihm gibt unter der Sonne.

Die Konsequenz der Gottesfurcht ist ein Leben der Zuversicht und Freude.

Warum?

Weil wir wissen, dass Gott uns alles anvertraut.

Alle Umstände, jeden Besitz, jede Herausforderung, jede Freude.

Alles kommt von Gott.

Ihr könnt Kapitel 3 nochmal dazu lesen im Prediger.

Und so kommt er auch in Kapitel 3, so wie hier in Vers 15, zu der Schlussfolgerung.

Ich soll mich einfach freuen an dem, was Gott jetzt gerade gibt.

Mein Teil ist das, was Gott mir gibt.

Der Teil kommt von Gott selbst und ein Kommentator sagt dazu so treffend, Salomo sagt nirgends, und das ist wichtig, dass man das Leben genießen soll, nur um sich einfach zu betäuben und den Schmerz von Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Tod nicht mehr zu spüren.

Das ist nicht das Ziel des Genusses.

Stattdessen macht er deutlich, wir sollen die Freude, die Gott uns gibt, nicht versäumen, nur weil wir unbedingt Gottes Arbeit übernehmen wollen, seine Autorität und sein Handeln.

Wenn du dich ständig über die scheinbare Ungerechtigkeit des Lebens aufreibst, bringt dir das keine Freude, keinen Frieden, keine Ruhe und letztens keine Lösung.

Hinter allem, was unter der Sonne passiert, steht Gott und sein weises Geben und seine gute Fürsorge.

Weiter schreibt er dazu, warum genau manches passiert, kann kein Mensch komplett durchschauen.

Selbst die Weisesten sind im Vergleich zu Gottes Weisheit eigentlich nur Stümper.

Hör auf, dir den Kopf an der Wand einzurennen, nur um das Leben zu verstehen.

Es bringt nichts, dich ständig aufzureiben, weil du Ungerechtigkeit nicht erklären oder aus deinem Leben ausräumen kannst.

Und im Neuen Testament finden wir eine ähnliche Wahrheit.

Wenn Paulus an die Philippa schreibt, freut euch im Herrn, wie häufig?

Alle Zeit, sehr gut.

Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren, der Herr ist nahe und dann sorgt euch um nichts, sondern im Allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagungen, wir sollen uns darüber freuen, wir sollen Danksagen, eure Anliegen vor Gott kund werden.

Das ist Vers 6, den kennen viele von uns.

Vers 7 geht weiter mit einer Verheißung, dann wird der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, eure Gedanken und eure Herzen bewahren in Christus Jesus.

Und erst dann sind wir in der Lage, Vers 8 anzuwenden, über alles nachzudenken, was war, was rein, was erbar ist, das fängt an.

Wir freuen uns im Herrn, wir bringen ihm unsere Sorgen, dann wird er uns bewahren.

Und das ist die Idee aus Prediger Kapitel 8.

Die Konsequenz der Gottesfurcht ist, sich an dem zu freuen, was Gott dir heute an Gutem anvertraut, weil du weißt, dass er eines Tages absolut gerecht richten wird.

Nun, bis jetzt haben wir gesehen, dass die Weisheit uns dazu hilft, besonnen zu sein, aber uns keine Kontrolle über die Umstände gibt.

Wir haben gesehen, dass die Weisheit uns dabei hilft, Unrecht zu erkennen, aber keine Gerechtigkeit wirkt unter der Sonne.

Und der letzte Wert und Mangel der Weisheit ist, dass die Weisheit dir dabei hilft, deine Grenzen zu akzeptieren, aber sie gibt dir keinen Einblick in Gottes Wirken.

Die letzten beiden Verse.

Als ich mein Herz darauf richtete, die Weisheit zu erlernen und das geschäftige Treiben zu betrachten, das sich auf Erden abspielt, sodass einer seinen Augen weder bei Tag noch bei Nacht Schlaf gönnt, da sah ich an dem ganzen Werk Gottes, dass der Mensch das Werk nicht ergründen kann.

Das geschieht unter der Sonne.

Obwohl der Mensch sich Mühe gibt, es zu erforschen, so kann er es nicht ergründen.

Wenn auch der Weise behauptet, er verstehe es, so kann er es dennoch nicht ergründen.

Drei Mal in Vers 17 kommt nicht ergründen vor und das ist wichtig zu verstehen.

Wenn ein Vers etwas dreimal wiederholt, dann ist es wichtig für uns.

Nicht ergründen.

Das ist die unüberwindbare Grenze menschlicher Weisheit.

Ein Mensch kann besonnen forschen.

Er kann beobachten.

Er kann nachdenken.

Er kann nach Zusammenhängen suchen.

Er kann sich so sehr abmühen, dass er darüber Tag und Nacht brütet.

Entweder durch Sorgen oder durch den Versuch, alles erklären zu wollen, und das hält ihn nachts wach.

Wer von euch schläft friedvoll ein, wenn er sich Sorgen macht?

Ich mich, ich nicht.

Die Sorgen werden eher größer und größer, wie ein schwarzes Loch, wenn ich sie nicht dem anvertraue, der alles weiß.

Es raubt uns den Schlaf, wenn wir versuchen, alles zu erklären.

Und selbst der größte Einsatz, den irgendein Mensch bringen kann, wird niemals einen umfassenden Einblick in das Wirken Gottes geben.

Das Problem liegt nicht darin, dass die Menschen zu wenig nachdenken.

Der Weise, der sein ganzes Leben dem Verstand widmet und dem Verstehen widmet, wird an seine Grenzen stoßen.

Der Wert der Weisheit kann bestimmt vieles erkennen.

Aber das Problem ist, zu viel nachzudenken, weil man sich anmaßt, hinter den Vorhang des göttlichen Wirkens blicken zu können.

Weisheit kann beschreiben, was geschieht.

Weisheit kann manchmal erklären, wie Dinge geschehen.

Weisheit kann nicht erkennen und nicht aus eigener Kraft sehen, warum Gott etwas geschehen lässt.

Und wie es sich in seinen umfassenden Plan einfügt.

Dazu brauchen wir Gottes Furcht, Gottes Weisheit und ein Vertrauen, das auf ihn ausgerichtet ist.

Denn wir Menschen betrachten immer nur einen ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz kurzen Abschnitt unseres Lebens.

Ja, vielleicht ist es die ganze Lebensspanne, vielleicht ist es ein kleines bisschen.

Und wir sehen vielleicht den einzelnen Faden, während Gott was sieht, den ganzen Teppich.

Wir sehen ein schmerzhaftes Ereignis, eine schmerzhafte Situation im Hier und Jetzt.

Aber wir wissen, dass Gott den Platz dieser Situation im Gesamtwerk seines Planes und seines Wirkens einbettet.

Unser begrenzter Verstand, und das müssen wir akzeptieren, kann Gottes Wege niemals vollständig beurteilen.

Und so ist die Unergründlichkeit des Wirkens Gottes ein Hinweis auf unsere Begrenztheit.

Salomo spricht von dem Werk Gottes in Vers 17.

Hinter dem, was unter der Sonne geschieht, wirkt am Ende Gott, auch wenn wir seinen Wirken nicht vollständig erklären oder einordnen können.

Und Hiob hat eine ähnliche Haltung.

Ja, und wenn wir eine Person haben, wo wir sagen würden, das wäre so gut, wenn der wüsste, warum der durchmacht, was er durchmacht.

Ja, am liebsten würde ich, ich würde Hiob aufschlagen, Hiob 1 und 2, und ich würde ihm zurufen wollen, Gott macht was Gutes.

Hiob erfährt niemals, warum er leidet.

Aber Hiob versucht auch gar nicht, das zu erklären.

Ja, stattdessen schreibt er in Hiob 23, wenn ich aber nach Osten gehe, so ist er nirgends.

Wende ich mich nach Westen, so bemerke ich ihn nicht.

Wirkt er im Norden, so erblicke ich es nicht.

Verbirgt er sich im Süden, so kann ich ihn nicht sehen.

Das ist Vers 8 und 9 in Hiob 23.

Aber dann kommt Vers 10.

Und er schreibt, ja, er kennt meinen Weg.

Wenn er mich prüft, so werde ich wie Gold hervorgehen.

Versteht ihr das?

Hiob kann Gott nicht sehen und das Handeln Gottes nicht verstehen.

Aber worauf vertraut er?

Er vertraut darauf, dass Gott ihn sieht.

Ja, Hiob muss nicht erklären und können, was Gott tut, aber Hiob versteht, Gott sieht mich und Gott hat einen Plan mit dem, was er tut.

Sein Trost liegt nicht darin, Gottes Handeln erklären zu wollen.

Das wäre unmöglich.

Ja, wir haben dann das Vorrecht, dass wir direkt von Anfang an im Buch Hiob wissen, warum Hiob leidet.

Hiob erfährt das an keiner einzigen Stelle.

Nicht mal am Ende, nicht mal wenn Gott ihm antwortet aus dem Gewittersturm, er erfährt das nicht.

Sein Trost liegt nicht darin, Gottes Handeln erklären zu können, sondern dem Gott zu vertrauen, der ihn sieht, auch wenn er ihn vielleicht gerade nicht sehen kann.

Und so ist die angemessene Reaktion auf unsere Begrenztheit, weder Verzweiflung oder Spekulation, auch nicht Sorgen, Furcht und Angst, die uns Tag und Nacht wach hält, sondern Gottes Furcht, die Freude und das Vertrauen.

Vielleicht das Einordnende, die zwei Kreise, die wir im Prediger 3 angeschaut haben, den Kreis des Vertrauens und den Kreis der Verantwortung.

Und vielleicht sitzt du heute hier und dir raubt, wie unseren beiden Freunden vom Eingangsbeispiel, gerade der Versuch, den Schlaf Gottes Wirken in irgendeiner Situation deines Lebens entschlüsseln zu wollen.

Warum hat Gott es zugelassen?

Wie wird es weitergehen?

Was möchte Gott damit erreichen?

Nun, manche dieser Fragen wird Gott vielleicht beantworten, andere nicht.

Und so lass mich dir sagen und mir selbst auch sagen, wir müssen nicht verstehen, wir müssen nicht alles verstehen, um Gott vertrauen zu können.

Du und ich, wir sind nicht dazu berufen, die verborgenen Ratschlüsse Gottes zu entschlüsseln.

Sondern du und ich, wir sind dazu berufen, mit David im Psalm 139 einzustimmen, dass es mir zu hoch, zu wunderbar ist, dass er sich begreifen kann.

Das ist unsere Berufung, mit Paulus einzustimmen in Römer Kapitel 11, wenn er sagt, wer kann Gott einen Ratschlag geben, wer kann das ergründen, was er tut?

Nein, stattdessen lobt und preist er Gott in Ewigkeit.

Amen.

Wir müssen anbeten geben, anbeten bringen, die ihm gebührt durch Vertrauen auf ihn.

Weisheit reicht nicht aus.

Sie reicht nicht aus, um unsere Umstände zu kontrollieren, sie reicht nicht aus, um Gerechtigkeit hervorzubringen und sie reicht auch nicht aus, um Gottes Wirken zu verstehen.

Das kann in einem minimal begrenzten Ausmaß nur die Weisheit Gottes, zum die wir ihn bitten müssen.

Und am Ende ist Gott derjenige, der die endgültige Antwort auf Salomos ganzen Fragen hier beantwortet.

Und er beantwortet sie in der Person und dem Werk von Jesus Christus.

Der Prediger zeigt uns die Grenzen menschlicher Weisheit auf.

Er zeigt, das funktioniert nicht.

Und das ist sehr gut so.

Denn niemand kann sich dem Erlöser zuwenden, bevor er nicht zuerst versteht und merkt und erkennt, dass er nichts erkennt.

Und dass er aus eigener Kraft absolut nichts schafft, dass das Leben aus eigener Kraft gelebt, ohne Perspektive, ohne Ziel, einfach nur nichtig ist, weil du es unter der Sonne lebst.

Und so lasst uns diese Punkte, die wir gerade angeschaut haben, kurz auf Christus anwenden, weil in ihm sehen wir auch das, was im Prediger 8 steht.

Aber wir halten uns vor Augen, er ist die Weisheit in Person und er ist Gott selbst.

Das erste war, Weisheit hilft dir, besonnen zu sein, aber sie gibt keine Kontrolle über die Umstände.

Nun Christus war wahrscheinlich die besonnenste Person, die jemals gelebt hat, muss er gewesen sein.

Aber im Gegensatz zu uns hatte er die absolute Kontrolle über jeden Umstand, weil er Gott ist.

Weisheit hilft uns, Unrecht zu erkennen, aber sie gibt keine Gerechtigkeit unter der Sonne.

Oh, wie sehr, wie sehr sehen wir das Unrecht, das Christus um unsere Willen angetan wurde.

Oder wenn ein Gerechter gottlos behandelt wurde, dann Jesus Christus.

Um unsere Willen, um meine Willen.

Und was war das Ergebnis?

Eine ewige Gerechtigkeit, die hat er erwirkt, die schon unter der Sonne beginnt und weit über die Sonne hinaus reicht, weil er Gott ist.

Und letztens haben wir gesehen, Weisheit hilft dir, deine Grenzen zu akzeptieren, aber sie gibt dir keinen Einblick in Gottes Wirken.

Christus hatte den vollen Einblick.

Wenn ihr die Evangelien durchlässt, dann lest ihr immer wieder und Jesus sagte seinen Jüngern, dass die Zeit noch nicht gekommen ist.

Und dann plötzlich, jetzt ist die Zeit gekommen.

Und die Jünger wussten nicht, wann die Zeit gekommen ist.

Jesus hatte den vollen Einblick und Durchblick.

Er hat die absolute Kontrolle und den Einblick in das Wirken Gottes.

Und so wusste er, jetzt ist die Zeit gekommen, in der der Sohn des Menschen sein Leben lässt als Lösegeld für alle, die an ihn glauben.

Nur Gott kann einem Leben wirklich Sinn geben.

Ohne die errettende Gnade Gottes, die in dem gerechten Leben, dem ungerechten Tod und der triumphierenden Auferstehung und Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus, ohne die Gnade, die wir in den Maßstäben aus seinem Wort haben, wird ein Mensch haltlos, hilflos, orientierungslos umherirren.

Weil er nicht weiß, was sein Leben unter der Sonne eigentlich bezwecken soll.

Jay Adams, ein Bibelausleger und Seelsorger, schreibt in seinem Kommentar dazu, nur an Christus Gläubige haben die Chance und das Privileg, das Leben zu verstehen.

Weil sie Gottes Kinder sind und der Heilige Geist in ihnen wohnt und ihnen hilft, biblische Weisheit zu bekommen.

Und jetzt ein Satz, der mich hat schmunzeln lassen.

Diese geistliche, göttliche Weisheit nicht zu nutzen, ist das dümmste, was du machen kannst.

Und außerdem ist es eine Beleidigung für den, der uns diese Möglichkeit überhaupt gegeben hat.

Diese Weisheit nicht zu nutzen, ist das dümmste, was wir machen können.

Weil unsere eigene Weisheit nicht ausreicht.

Und ich möchte abschließen mit ein paar Versen aus dem ersten Korinther Brief, 1.

Korinther Kapitel 1, wo es ab Vers 20 heißt, wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Welt sei, hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?

Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, Predige 8 übrigens, sie erkannten ihn nicht, gefiel es Gott durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben.

Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen, verkündigen wir Christus den Gekreuzigten.

Den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit, denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, verkündigen wir Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Denn das törichte Gottes ist weiser als die Menschen und das schwache Gottes ist stärker als die Menschen.

Lasst mich beten.

Treu Gott und Vater, habt ihr Dank, dass du deinen Sohn gesandt hast, deinen Sohn, der die Weisheit und deine Kraft ist.

Habt ihr Dank, dass wir zu dir kommen dürfen, weil du uns erwählt hast, das Schwache, das Törichte der Welt, um zu erkennen, wer du bist.

Herr, du siehst, wie häufig wir uns versuchen, an unsere Weisheit zu klammern und wie sie zwar einen Wert hat, aber gleichzeitig einen großen Mangel darstellt.

Und so bete ich, dass du uns hilfst, besonnen zu sein, um auf dich zu vertrauen, dass du uns hilfst, Unrecht richtig einzuordnen, aber aufs Ende zu blicken.

Und dass du uns hilfst, auch demütig zu sein, weil unser menschlicher Verstand niemals an das heranreicht, was du tust.

Und so beten wir, dass du Gnade schenkst, wenn wir in diese Woche gehen, dass wir auf dich schauen, dass wir unseren Trost, unsere Ermutigung in dir finden.

Weil wir wissen, dass du der Inge bist, der am Ende gerecht richtet.

Amen.