Lebe täglich im Bewusstsein deiner Vergänglichkeit
Psalm 90

Durch KI Transkribiert – Bei Fragen meldet euch bei [email protected]

Herzlichen Dank für diese liebenvollen Worte und auch die Gelegenheit, die wir haben dürfen, heute hier zu sein.

Ich bringe ganz herzliche Grüße mit aus meiner Gemeinde, aus der Leuchtturm-Gemeinde.

Wir sind froh und dankbar auf die Art und Weise, miteinander verbunden zu sein und uns so auch gegenseitig mal auszuhelfen.

Jonathan Edwards wird im Alter von 17 Jahren durch die Gnade Gottes gerettet.

Er beginnt sofort mit vollem Eifer zu dienen.

Er hat es bei seinem Vater, der ebenfalls Pastor war, lange gesehen und Jonathan hatte die Sorge und die Überzeugung, Gott treu zu sein.

Und damit es nicht nur bloße Worte sind, verfasst er seinen eigenen Wunsch, noch bevor er 20 wird, in 70 Vorsätze.

70 Vorsätze, die wie Absichtserklärungen waren und die alle mit dem Wort entschlossen begannen.

Und dann folgte eine kurze Erklärung, die im Wort Gottes für Wurzel und Begründung war.

Und einer seiner Vorsätze, der fünfte, lautet, ich habe mich entschlossen, keinen Augenblick der Zeit zu verlieren, sondern sie so gewinnbringend wie möglich zu nutzen.

Auf englisches Originalzitat, never to lose one moment of time, but to improve it the most profitable way I possibly can.

Trotz seiner jungen Jahre war er tief überzeugt, dass er die kurze Zeit, die Gott ihm gibt, so gut nutzen will, wie er es kann.

Und ich bin überzeugt, dass die meisten von euch, die heute hier im Raum sind, genau den gleichen Wunsch mit sich tragen.

Es stellt sich also die Frage, wie geht das, wie mache ich das?

Und die Antwort darauf finden wir nicht in dem Studium der Vorsätze von Jonathan Edwards, auch wenn die vorbildlich für uns ein Beispiel sind, sondern wir wollen uns Gottes Wort zuwenden und dürft gerne Psalm 90 aufschlagen.

Der Text, durch den wir heute gehen werden, Psalm 90 und ich habe die Predigt überschrieben mit, lebe täglich in dem Bewusstsein deiner Vergänglichkeit, lebe täglich in dem Bewusstsein deiner Vergänglichkeit.

Wir schauen uns dazu drei Punkte an, bedenke wer Gott ist, bedenke wer du bist und lebe freudig diese Abhängigkeit.

Das Ziel von der ganzen Predigt soll es sein, dass wir uns dieser Ewigkeit Gottes im Gegensatz zu der eigenen Vergänglichkeit bewusst werden, damit wir unser kurzes Leben, was wir hier auf der Erde haben, so zweckmäßig nutzen können zu Gottes Ehre, wie es geht.

Wir lesen uns den ganzen Text am Anfang einmal durch, Psalm 90, ab Vers 1.

Ein Gebet Moses des Mannes Gottes, Herr, du bist unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht, ehe die Berge wurden und du die Erde und den Erdkreis hervorbrachtest, ja, von Ewigkeit zur Ewigkeit bist du Gott, du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst, kehrt zurück ihr Menschenkinder, denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der vergangen ist und wie eine Nachtwache, du lässt sie da hinfahren wie eine Wasserflut, sie sind wie ein Schlaf, wie das Gras, das am Morgen aufsprießt, am Morgen blüht es und sprießt, am Abend welkt es und verdorrt, denn wir werden aufgerieben durch deinen Zorn und schnell hinweggerafft durch deinen Grimm, du hast unsere Missetaten vor dich hingestellt, unser geheimstes Tun in das Licht deines Angesichts, denn alle unsere Tage schwinden dahin durch deinen Zorn, wir verbringen unsere Jahre wie ein Geschwätz, unser Leben währt 70 Jahre und wenn es hochkommt, so sind es 80 Jahre und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es und wir fliegen dahin, wer erkennt aber die Stärke deines Zorns, deinen Grimm, so wie er zu fürchten ist, lehre uns, unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen, kehre zurück, oh Herr, wie lange noch und hab Erbarmen mit deinen Knechten, sättige uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir jubeln und fröhlich sein unser Leben lang, erfreue uns so viele Tage, wie du uns beugtest, so viele Jahre, wie wir Unglück sahen, lass deinen Knechten, deinen Walten sichtbar werden und deine Herrlichkeit ihren Kindern und die Freundlichkeit des Herrn, unseres Gottes sei über uns und das Werk unserer Hände fördere du für uns, ja das Werk unserer Hände wollest du fördern.

Dieser Psalm ist ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes, wie wir in dem ersten Satz finden.

Wir kennen vielleicht sonst die anderen fünf Bücher Mose, die er geschrieben hat, aber das hier ist ein Psalm, den Mose geschrieben hat, der Einzige, der in einem Psalm im Bücher vorkommt.

Und der Text macht nicht deutlich, wann und in was für einer Situation dieser Psalm verfasst wurde.

Einige gehen davon aus, dass der Kontext von dem Psalm eine Begebenheit aus vierte Mose 20 ist.

In vierte Mose 20 wird die Situation von Israel im vierzigsten Jahr, also im letzten Jahr der Wüstenwanderung beschrieben.

Und ich fasse uns die einfach mal kurz zusammen, was da passiert ist.

Am Anfang wird berichtet, dass Mose Schwester Miriam stirbt, das Volk hadert einmal mehr mit Mose, sie wären lieber tot, als mit ihm durch die Wüste zu irren.

Und dieses Murren führt Mose und Aaron vor das Angesicht Gottes, sie fragen Gott um Rat.

Sie bekommen den Auftrag, zu einem Felsen zu sprechen, der dem Volk Trinkwasser geben soll.

Mose ist leider ungehorsam und anstatt zum Felsen zu sprechen, schlägt er ihn zweimal mit seinem Stab.

Und Gott ist so gnädig und gibt dem Volk zwar das erhoffte Wasser, aber Mose wird deshalb bestraft.

Mose wird bestraft, weil er ungehorsam war und weil er gesündigt hat.

Und dieser scheinbar so kleine Fehltritt, dieser kleine Ungehorsam führt dazu, dass Mose so kurz vor dem Ziel das verheißene Land nicht sehen darf.

Das, wofür er die ganzen letzten 40 Jahre gelebt und gelitten hat, darf er nicht zu Ende bringen.

Und Aaron, der an dieser Sünde mitbeteiligt ist, stirbt ebenfalls.

Das ist der Kontext von 4.

Mose 20 und wie gesagt, möglicherweise, wir können es nicht zu 100% sagen, aber es wäre ein Grund, diese ganze Situation, dass Mose das, was er erlebt hat, diese Begebenheiten, dass es ihn dazu gedrängt hat, die Wahrheiten, die wir heute im Psalm 90 sehen werden, niederzuschreiben.

Und wir können diesen Kontext aus 4.

Mose einfach mal ein bisschen im Hinterkopf behalten und starten mit dem ersten Punkt.

Bedenke, wer Gott ist.

Im zweiten Teil von Vers 1 heißt es, Herr, du bist unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht.

Die Elberfelder CSV sagt, Herr, du bist unsere Wohnung gewesen von Geschlecht zu Geschlecht.

Wenn wir das ganze Leben von Mose denken, ein kleiner Junge, der früh aus seinem Elternhaus raus musste, bei gottlosen Ägyptern aufwächst, mit 40 Jahren flieht er aus Ägypten heraus, weil er einen Mord begangen hat, verbringt weitere 40 Jahre irgendwo in der Fremde.

Gott beruft ihn dann auf eine einzigartige Weise, mit 80 Jahren zum Anführer und Leiter des Volkes zu werden.

Anschließend befindet er sich 40 weitere Jahre lang ohne festen Wohnsitz mit dem gesamten Volk Israel in der Wüste.

Sie irren die ganze Zeit umher, sind immer wieder damit beschäftigt, die Zelte abzubauen, aufzubauen und sie haben keinen physischen Zufluchtsort.

Aber dann dieser Beginn, Herr, du bist unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht.

Mose wusste, wer seine wahre Zuflucht gewesen ist, wer seine Wohnung war.

Es war nicht die vier Wände von einer tollen Villa in einer schönen, ruhigen, sonnigen Gegend irgendwo am Meer.

Mose wusste, dass seine Zuflucht nicht in vier Wänden steckte, sondern allein bei Gott war.

Und das nicht nur in seinem Leben, sondern schon über Generationen hinweg.

Mose kannte seine Vorfahren Abraham, Isaac, Jakob und Josef.

Er kannte ihre Geschichten, die Gott mit ihnen geschrieben hat und wie Gott über sie gewacht hat.

Und Mose ist dabei zu sehen, wie Gott die erste Generation des Volkes Israel aus Ägypten herausführt und ist auch bereits Zeuge davon, wie er die nächste Generation hervorbringt und auch weiterhin führt.

Und deshalb kann Mose sagen, dass Gott ihre Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht ist.

Gott ist der Ort ihrer Ruhe, ihrer Sicherheit.

Er sucht es nicht irgendwo in der physischen Behausung, sondern er findet seine Ruhe und seine Sicherheit allein in Gott.

Und diesen Gott, in dem er ruht, in dem er seine Zuflucht findet, beschreibt er dann weiter ab Vers 2, wenn er sagt, ihr hätt die Berge wurden und du die Erde und den Erdkreis hervorbrachtest, ja von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott.

Mose beschreibt hier jetzt ab Vers 2 Gott als Schöpfer, der schon vor Ewigkeit her existiert hat.

Und um das zu illustrieren, um das zu veranschaulichen, verwendet Mose majestätische Beispiele.

Und macht deutlich, Gott existierte schon vor den Bergen.

Ja, Gott ist sogar derjenige, der die Berge erschaffen hat.

Berge sind etwas Schönes, etwas Erhabenes und vielleicht kommt der ein oder andere von euch gerade aus dem Urlaub und hat vielleicht noch so das letzte Bild aus den Augen oder vor den Augen, wie das ausgesehen hat, wenn man sich in den Bergen befindet.

Wisst ihr, wenn ihr mal im Süden auf der Sieben unterwegs seid, Richtung Alpen, gibt es eine Raststätte mit dem Namen Allgäuer Tor.

Und wenn man an dieser Raststätte vorbeifährt, eröffnet sich ein großartiger Blick auf die Alpen.

Das ganze Panorama ist zu sehen und ich finde den Namen der Raststätte so passend gewählt.

Und wenn wir das dann angucken, dann wirken diese Berge für uns felsenfest, unzerstörbar.

Aber Gott steht immer noch über ihnen.

Nein, Gott ist sogar derjenige, der sie gemacht hat.

Das ist das, was der Text uns sagt.

Und nicht nur die Berge, sondern die ganze Erde, den gesamten Erdkreis ist von Gott hervorgebracht worden durch sein Wort.

Und Gott war schon da, bevor all das existiert hat, weil Gott ewig ist.

Versucht ihr es manchmal in euren Gedanken, sich das vorzustellen, was es heißt, ewig zu sein?

Es hört nicht auf, es geht ewig weiter, es gibt keinen Zeitpunkt.

Wir kommen damit sehr schnell an unsere Grenzen, weil unser Verstand so begrenzt ist.

Wir sind an Zeit und Raum gebunden.

Und vielleicht sagen wir manchmal, man, das dauert ja ewig.

Wobei das vielleicht nur ein paar Sekunden sind, in denen wir ungeduldig darauf warten, bis das Auto vor uns weiterfährt, oder bis sich die Kinder endlich angezogen haben.

Aber ihr Lieben, Gott ist tatsächlich ewig.

Gott ist wirklich ewig.

Und nicht nur hier Psalm 90 sehen wir das, andere Autoren der Bibel bekräftigen das genauso.

Psalm 102, Verse 26 bis 28.

Du hast vor Zeiten die Erde gegründet und die Himmel sind das Werk deiner Hände.

Sie werden vergehen, du aber bleibst.

Sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, wie ein Gewand wirst du sie wechseln und sie werden verschwinden.

Du aber bleibst, der du bist und deine Jahre nehmen kein Ende.

Oder Paulus, der dann in seinem Brief zu Timotheus sagt, im ersten Kapitel, 1.

Timotheus 1, 17, dem König der Ewigkeit, aber dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinweisen Gott, sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

Bedenke, wer Gott ist.

Mose war von dieser Ewigkeit Gottes überzeugt.

Die ganze Schrift macht es deutlich und vielleicht habt ihr schon mal in der Theologie das Fremdwort Transzendent gehört oder auch selber genutzt.

Gott transzendiert die Zeit, das ist ein ziemlich komplizierter Begriff.

Was bedeutet der?

Du kannst es so vorstellen, wir Menschen sind in der Zeit wie in einer Art Käfig gefangen.

Wir kommen aus diesem Käfig nicht heraus, alles was wir tun, passiert innerhalb dieses Käfigs.

Bei Gott ist es nicht so.

Gott ist außerhalb dieses Käfigs, aber Gott kann vollkommen in diesen Käfig eingreifen.

Das bedeutet Transzendent, er hat keine Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, Gott steht vollkommen über der Zeit und trotzdem kann er in jeden einzelnen Moment der Zeit eingreifen.

Und für uns ist es vollkommen unmöglich das irgendwie nur zu erfassen, weil wir verstehen Zeit als eine Abfolge von verschiedenen Ereignissen, die hintereinander abfolgen.

Wenn euer Ehepartner, vielleicht ein Schulfreund oder eure Kinder kommen und anfangen zu erzählen und sprudeln und ihr kennt das vielleicht, wenn ihr sagt, mach mal langsam, wie hat die Geschichte angefangen, wo ging es los, was war der Ursprung, erzähl mal der Reihe nach.

Wir Menschen brauchen das, bei Gott ist es nicht so.

Und deshalb sagt er von sich selbst in Jesaja 46 in den Versen 9-10, Jesaja 46, 9-10, gedenkt an das Frühere von der Uhrzeit her, dass ich Gott bin und keiner sonst.

Ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist, ich verkündige von Anfang an das Ende und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist.

Ich sage, mein Ratschluss soll zustande kommen und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen.

Bedenke, wer Gott ist, dieser ewige Gott, der so unvergleichbar ist und so unfassbar für unseren Verstand, der ist die Zuflucht, von der Mose anfangs gesprochen hat.

Und ihr Lieben, dieser Gott ist heute immer noch derselbe.

Und dann stellt sich die Frage, was macht diese Ewigkeit Gottes mit dir?

Wie reagierst du auf Gottes Ewigkeit?

Wisst ihr, für diejenigen von uns, die Gott lieben, die Gott glauben, die Gott nachfolgen, ist es ein unfassbarer Trost, weil Gott über jeden Augenblick erhaben ist.

Gott hat immer das gesamte Bild vor Augen.

Wir sind in diesem Käfig von Raum und Zeit gebunden, aber Gott steht darüber.

Er sieht Anfang und Ende auf einmal.

Und es ist nicht nur so, dass er irgendwie so däumchendrehend zuschaut, sondern Gott ist derjenige, der in seiner Souveränität alles lenkt.

Es gibt nichts, was aus seiner Hand ihm irgendwie entgleitet.

Und einmal mehr ein Zitat aus Jesaja 40, diesmal der Vers 28, wo der Prophet sagt, weißt du es denn nicht?

Hast du es denn nicht gehört?

Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde, noch matt.

Sein Verstand ist unerschöpflich.

Wisst ihr, wenn du hier sitzt und du hast vielleicht ein paar Minuten des Gottesdienstes verpasst, kannst du das nicht mehr nachholen.

Die Zeit ist abgelaufen.

Wir werden im zweiten Punkt noch genauer darauf eingehen, aber wir werden sehen, dass alles, was wir sehen, um uns herum hat ein Ablaufdatum.

Um uns herum schreit alles nach Vergänglichkeit, aber Gott ist ewig.

Gott ist davon nicht betroffen.

Und deswegen ist er auch unsere Zuflucht und darf auch deine Zuflucht sein.

Selbst diese so schönen und unzerstörbaren Berge, die werden einmal vergehen, aber Gott bleibt.

Nichts in dieser Welt kann dir sicheren Halt geben, außer Gott allein.

Und deswegen darfst du dich an ihn, an sein Wort und an seine Verheißungen klammern.

Mose hat mit dieser so kurzen und sehr präzisen Beschreibung das ewige Wesen Gottes beschrieben.

Und er stellt jetzt in den nächsten Versen jetzt darauf folgenden vollkommenen Kontrast her.

Und damit kommen wir zum zweiten Punkt.

Bedenke, wer du bist.

Wir haben am ersten Punkt deutlich gesehen, wer Gott ist und jetzt schauen wir uns, wer wir sind.

Ein völliger Kontrast, völliger Gegensatz.

Und er schreibt in Vers 3, Mose schreibt in Psalm 90, Vers 3, Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst, kehrt zurück, ihr Menschenkinder.

Mose beschreibt, wie Gott dafür sorgt, dass wir Menschen dorthin kommen, von wo wir gekommen sind.

Der Bezug zu 1.

Mose 3, 19, wo er sagt, denn du bist Staub zum Menschen und zum Staub wirst du wieder zurückkehren.

Gott hat den Menschen aus Staub erschaffen.

Der Mensch existiert für ein paar Jahrzehnte, so Gott will, und kehrt dann wieder zum Staub zurück.

Mose und das ganze Volk Israel haben das zigfach erlebt.

Die Bibel sagt uns in 2.

Mose 12, dass 600.000 Mann aus Ägypten ausgezogen sind.

Wenn wir dann noch Frauen und Kinder mit hinzurechnen, kommen wir wahrscheinlich auf mindestens 1,5 Millionen Menschen.

Und wenn wir dann den Tod dieser 1,5 Millionen Menschen auf die 38 Jahre, die Israel länger wandern musste, verteilen, kommen wir auf über 100 Tote pro Tag.

Also 1,5 Millionen Menschen verteilt auf 38 Jahre sind über 100 Tote am Tag.

Und wenn wir dann jetzt noch davon ausgehen, wahrscheinlich, dass die meisten eher gegen Ende gestorben sind, dann hatte Israel pro Tag mehrere hundert Tote.

Und Mose ist mit ziemlicher Sicherheit der Bestatter mit der höchsten Quote an Beerdigung.

Das Volk hatte ständig vor Augen und Mose vor allem, wie Gott dafür gesorgt hat, dass die Menschen wieder zum Staub der Wüste zurückkehren.

So eindrücklich und es geht uns heute noch genauso, obwohl wir nicht durch die Wüste gehen, aber wir kehren zum Staub der Wüste, zu Staub der Erde zurück und deshalb bedenke, wer du bist.

Vers 4 macht Mose dann einen kurzen Einschub, um diesen Kontrast nochmal zu verdeutlichen und sagt dann, denn tausend Jahre sind vor dir, wie der gestrige Tag, der vergangen ist und wie eine Nachtwache.

Gott ist nicht an Zeit gebunden, deshalb sind für ihn tausend Jahre wie ein Tag.

Es ist vorhin schon gesagt, wir Menschen, wir leben in einer Abfolge von Ereignissen.

Vielleicht seid ihr heute zu spät aufgestanden, habt nicht viel oder gar nichts frühstücken können, seid deshalb vielleicht ein bisschen zu spät zum Gottesdienst gekommen und wir verfallen in pure Hektik.

Aber wir können nicht einfach Zeit irgendwie überspringen oder die Zeit weglassen.

Wir sind an Zeit gebunden, aber bei Gott gibt es keine Hektik.

Gott ist nicht an Zeit gebunden, Gott sieht Anfang und Ende auf einmal und deshalb dieser Vergleich hier, tausend Jahre sind für Gott wie ein Tag oder noch kürzer, wie der Text sagt, wie eine Nachtwache.

Eine Nachtwache dauerte normalerweise vier Stunden.

Mose verwendet hier diesen Vergleich in Vers 4 mit den tausend Jahren und einen Tag, um Gottes Erhabenheit über die Zeit zu illustrieren.

Dieser Vers ist kein Argument dafür, dass wir in der Schöpfungsgeschichte einen Tag mit tausend Jahren gleichsetzen.

Diese Illustration ist kein Hinweis darauf, dass Gott eine andere Maßeinheit hat als wir.

Mose will hier einfach nur deutlich machen, dass Gott nicht an Zeit gebunden ist.

Und um dann wieder zurück zu Menschen zu kommen, um zu bedenken, wer wir sind, fährt er fort in den Versen 5 und 6 und sagt, du lässt sie, also die Menschen, da hinfahren wie eine Wasserflut, sie sind wie ein Schlaf, wie das Gras, das am Morgen aufsprießt, am Morgen blüht und sprießt, am Abend welkt es und verdorrt.

Mose benutzt hier drei verschiedene und sehr einfache Bilder, um deutlich zu machen, wer wir sind und wie wir sind, vergänglich.

Das erste Bild ist am Anfang von Vers 5, wo er sagt, du lässt sie da hinfahren wie eine Wasserflut.

Unser Leben kann so schnell vorbei sein wie eine Flut.

Große Wassermaßen reißen alles mit sich, was sich ihnen in den Weg stellt.

Und vielleicht hat Mose an dieser Stelle ein Wadi in Israel vor Augen.

Wadis sind Täler oder Flüssläufe in der Wüste und es kann passieren, wenn es in der Wüste, in den Bergen regnet, dass sich da die Wassermassen sammeln, weil der Boden so trocken ist, er kann das ganze Wasser nicht aufsammeln, dann fließt das Wasser, die Berge hinunter in so ein Tal, in so ein Wassertal rein, so ein Wadi und alles, was dann nicht fest steht, wird einfach weggeschwemmt.

Und es kann sehr schnell passieren.

Und genau so ist es mit dem Leben des Menschen, gerade geboren und schon beerdigt.

Und der Mensch ist vollkommen machtlos, auch wenn er vielleicht versucht, für immer jung zu bleiben, viele Millionen investiert, um den Alterungsprozess vielleicht irgendwie zu verlangsamen.

Der Tod kommt unausweichlich.

Hebräer 9,27 sagt, und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.

Das war das erste Bild.

Das zweite Bild, was Mose dann verwendet, wo er sagt, sie sind wie ein Schlaf.

Kennt ihr das, wenn ihr morgens aufwacht und dann denkt, ich bin doch gerade erst eingeschlafen, die Nacht ist so kurz.

Vielleicht war es bei dir heute so, aber genau so kurzlebig ist unser Leben, wie ein Schlaf.

Und als drittes sagt er dann, wie das Gras, das am Morgen aufsprießt, am Morgen blüht es und sprießt, am Abend welkt es und verdorrt.

Das Gras, was in der Wüste morgens frisch blüht und sobald der Abend kommt, es schon wieder verwelkt ist.

Und auch hier, dieser Prozess ist nicht aufzuhalten, der Abend kommt unausweichlich.

Dein kurzweiliges Leben hier auf der Erde ist wie eine reißende Flut, wie ein Schlaf oder wie schnell wirkendes Gras.

Und wenn ihr dann noch mal kurz zurück zu Vers 5 kehrt, wer handelt hier an wem?

Wer handelt hier an wem?

Moses schreibt, du lässt sie dahinfahren.

Wir haben am Anfang gesehen, es ist ein Gebet Moses zu Gott, es heißt, Moses sagt hier zu Gott, du lässt sie dahinfahren.

Gott ist der Handelnde.

Gott ist derjenige, der über Raum und Zeit erhaben ist, der Leben gibt und Leben nimmt.

Und im ersten Punkt haben wir gesehen, bedenke, wer Gott ist.

Und hier auch in dem Text sehen wir, dass Gott derjenige ist, der das Sagen hat.

Und es sagt auch Psalm 135, Vers 6, alles, was dem Herrn wohlgefällt, das tut er im Himmel und auf Erden, in den Meeren und in allen Tiefen.

Deine Zeit steht in Gottes Hand, deshalb bedenke, wer du bist.

Wenn du das nächste Mal stolz wirst und dich gegen Gott aufspielst, weil du denkst, dass es besser ist, wie du handeln möchtest, bedenke, wer Gott ist und bedenke, wer du bist.

Oder wenn du niedergeschlagen, wenn du verzweifelt bist, wenn dein Problem unlösbar scheint, bedenke, wer du bist und bedenke, wer Gott ist.

Vielleicht stellt ihr euch die Frage, warum muss der Tod unbedingt kommen?

Warum ist der Mensch im Gegensatz zu Gott so vergänglich?

Und die Begründung finden wir dann in den nächsten Versen.

Wir lesen zuerst Vers 7, denn wir werden aufgerieben durch deinen Zorn und schnell hinweggerafft durch deinen Grimm.

Aufgerieben durch den Zorn Gottes, hinweggerafft durch Gottes Grimm.

Und was ist der Grund?

Sünde, Sünde ist daran schuld, dass wir sterben müssen.

Für Gott sind unsere Vergehen wie ein offenes Buch.

Selbst wenn wir manchmal vielleicht meinen, ach, es hat er nicht mitbekommen, es hat er nicht gesehen.

Aber am Beispiel von Volk Israel, Gott hat sehr deutlich gesehen, was im Volk Israel gelaufen ist und was dort passiert ist.

Und Gott hat sie dafür bestraft.

Nadab und Abihu haben dem Herrn ein fremdes Feuer gebracht und die mussten damit oder deshalb mit ihrem Leben bezahlen.

Die Rotte Korachs hat sich mit 250 Personen gegen die Leitung oder die von Gott eingesetzte Leitung aufgelehnt und musste sterben.

Die gesamte erste Generation musste sterben, weil sie Gott nicht vertraut haben.

Sünde ist für Gott kein Kavaliersdelikt, Sünde muss bestraft werden und das tut Gott durch seinen Zorn, weil er gerecht ist.

Und es ist an dem Volk Israel so eindrücklich, so deutlich und Mose wusste das, Mose hat es miterlebt.

Er kannte Gott und das schreibt er dann in Vers 8.

Du hast unsere Missetaten vor dich hingestellt, unser geheimstes Tun in das Licht deines Angesichts.

Und vielleicht sitzt du jetzt da und denkst, ach, das betrifft mich nicht.

Ich bin nicht so wie die Israeliten, so viele Sünden habe ich nicht auf mich geladen.

Wisst ihr, was Gottes Wort dazu sagt?

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus unserem Herrn.

Und dieses Urteil der Sünde, des Todes, das gilt für dich, das gilt für jeden von uns.

Durch die Sünde, die wir von Adam und von Eva vererbt haben, weil sie gegen Gott rebelliert haben, stehen wir schuldig vor Gott.

Und diese vorher genannten Beispiele im Volk Israel, die haben einfach nur deutlich gemacht, dass Gott in manchen Situationen seinen Zorn ganz spezifisch ausgeübt hat.

Adab und Nabihu, Korach und Mose haben Gottes Zorn ganz spezifisch erlebt, weil er sie wegen einer bestimmten Sünde bestraft hat.

Sie haben gesündigt und wurden sofort bestraft und das muss nicht immer so sein.

Und dennoch dürfen wir hier festhalten und sagen, Gott ist zornig über die Sünde des Menschen und deswegen muss jeder sterben.

Diesen Faden nimmt Mose dann wieder auf in den Versen 9 bis 10 und sagt, unser Leben wert 70 Jahre und wenn es hochkommt, so sind es 80 Jahre und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es und wir fliegen dahin, wer erkennt aber die Stärke deines Zorns, deinen Grimm, so wie er zu fürchten ist.

All unsere Tage schwinden.

Die Übersetzung hier der Schlachter sagt, wir verbringen unsere Jahre wie ein Geschwätz.

Elberfelder CSV sagt, wir verbringen unsere Jahre zu wie einen Gedanken oder Benedikt Peters, der übersetzt, wir vertun unsere Jahre wie ein Seufzer.

Wieder diese Vergänglichkeit so gut illustriert, unser Leben dauert nicht länger als ein Gedanke oder ein Seufzer.

Und er schreibt hier in Vers 10, dass es maximal 70 bis 80 Jahre sind.

Stellt euch die Frage, ok, ich kenne Leute, die sind älter als 80, was ist mit denen?

Gibt es Menschen, die älter werden können?

Klar, diese Altersgrenze hier im Psalm 90 ist keine absolute Prophetie, dass kein Mensch je mehr als 80 Jahre alt wird.

Mose selber ist 120 Jahre alt geworden, aber wenn ein Mensch Mitte 70 ist, weiß er, dass er nicht mehr lange zu leben hat.

Das ist das, was Mose hier deutlich machen will.

Mose will die Vergänglichkeit veranschaulichen.

Und selbst wenn das Lebenswerk, auch wenn es noch so groß und noch so erfolgreich war, ist es nichtig.

Man investiert viel Arbeit, viel Schweiß, viel Geld, es ist trotzdem so schnell vorbei.

Oder habt ihr schon mal jemanden in eurem Leben sagen hören, Mann, mein Leben vergeht so langsam.

Ich habe es noch nie gehört.

Die meisten behaupten genau das Gegenteil und sagen, hey, wo sind die Jahre hin?

Und beim nächsten runden Geburtstag, Mann, schon wieder zehn Jahre vorbei.

Bedenke, wer du bist.

Vers 11 sagt er dann, wer erkennt aber die Stärke deines Zorns, deinen Grimm, so wie er zu fürchten ist.

Mose stellt hier die Frage in den Raum und sagt, gibt es jemanden, der das wirklich begreift, dass Gott derartig zornig über unsere Sünde ist?

Sieht jemand die ganzen Leichen im Volk Israel in der Wüste und zieht den richtigen Schluss, dass Sünde der Grund dafür ist?

Mose war ein Mann Gottes, der gottesfürchtig war.

Er war nicht fehlerlos.

Aber Mose war sich dessen bewusst, wie viel Schuld er und das ganze Volk selbst auf sich geladen haben.

Und er weiß, dass Gott zornig darüber sein muss, und trotzdem geht er immer wieder ins Gebet und bittet Gott um Erbarmen.

Ein Beispiel ist 2 Mose 34, wo es heißt, da neigte sich Mose schnell zur Erde und betete an und er sprach, oh Herr, wenn ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so ziehe mein Herr in unserer Mitte, obwohl es ein halsstarriges Volk ist und vergib uns unsere Schuld und Sünde und nimm uns an als dein Eigentum.

Mose hat um Erbarmen gefläht, weil Mose gewusst hat, wie vergänglich er ist.

Mose wusste, wer Gott ist und Mose wusste, wer er selber ist.

Wie geht es dir, wenn du über deine Vergänglichkeit nachdenkst?

Wenn du über deine Sünde nachdenkst?

Wenn du über den Zorn Gottes nachdenkst, den du eigentlich verdient hast?

Fühlt es dazu, dass du demütig wirst, dass du ehrfürchtig vor Gott bist, wenn du Gott in das richtige Licht rückst und dich selbst in das richtige Licht rückst, bedenke, wer Gott ist und bedenke, wer du bist.

Genau das hat Mose getan, aber er bleibt nicht dabei stehen, sondern dieses Wissen darüber, wer Gott ist und wie der Mensch vor Gott steht, das treibt ihn weiter ins Gebet und er bringt einige Bitten nun ab Vers 12 vor und damit kommen wir zum dritten Punkt, lebe freudig diese Abhängigkeit, lebe freudig diese Abhängigkeit.

Vers 12 heißt es, der so gut bekannt ist, lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen.

Mose hat als Mann Gottes diese Abhängigkeit von Gott gekannt und diese Bitten, die er jetzt vor Gott bringt, dienen einzig und allein dazu, dass sie verstehen, dass sie als Volk Gottes zur Ehre Gottes leben sollen, dass Gottes Gebote im Mittelpunkt stehen sollen.

Und er beginnt damit und sagt, dass Gott uns lehren soll, unsere Tage zu zählen.

Von Natur aus sind wir nicht dazu geneigt, uns ständig vor Augen zu führen, dass wir einmal sterben werden.

Und deshalb ist diese Bitte so notwendig, lehre uns unsere Tage zählen.

Und er legt hier bewusst den Fokus darauf auf Tage, obwohl der Kontext hier immer wieder von Jahren spricht und auch wenn wir heute darüber nachdenken, ist es so, wir feiern nicht jeden Tag, den wir gelebt haben, zumindest wahrscheinlich die meisten von uns.

Wir feiern, wenn wir ein Jahr gelebt haben.

Es erinnert uns daran, dass wir älter geworden sind.

Bei Beerdigungen wird das Alter der Verstorbenen nicht in Tagen angegeben, sondern in Jahren.

Wir denken eher in größeren Zeitabschnitten und legen vielleicht manchmal nicht so viel Wert auf einzelne Tage.

Aber umso mehr ist es notwendig, dass Gott uns lehrt, unsere Tage zu zählen.

Und die Israeliten hatten es sehr gut vor Augen, wie ihre Zeit tickt.

Für Thimose 14 heißt es in den Versen 29 bis 30, Gott hat dazu ihnen gesagt, eure Leichname sollen in dieser Wüste fallen und alle eure Gemusterten, die ganze Zahl von 20 Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt, keiner von euch soll in das Land kommen, über dem ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, um euch darin wohnen zu lassen, ausgenommen Kaleb, der Sohn Jefunis und Joshua, der Sohn Nuns.

Diese Männer, die hier erwähnt und die gemustert wurden, die wussten sehr genau, meine Zeit läuft ab.

Gott hat gesagt, dass wir 40 Jahre lang in der Wüste sein werden und auf dem Weg Richtung Kanaan liefen sie förmlich ihrem Tod entgegen.

Und all die anderen drumherum, die jünger waren, die warteten nur darauf, bis der letzte Rebell von Kadesh Banea endlich tot war, damit sie nach Kanaan kommen konnten.

Sie hatten es eindrücklich vor Augen, ihre Tage zu zählen.

Trotzdem haben sie nicht beständig mit dieser Ewigkeit vor Augen gelebt.

Deshalb ist das Gebet von Moses so essenziell, wenn er sagt, lehre uns unsere Tage richtig zu zählen, damit wir ein weises Herz erlangen.

Edwards hat in seiner Bitte an Gott so formuliert, Gott präge die Ewigkeit auf meine Augäpfel.

Wie geht das, wir brauchen die tägliche Erinnerung daran, an das, was wir vorher herausgearbeitet haben.

Gott ist ewig, wir sind vergänglich.

Und indem uns Gott diese Tatsachen vor Augen führt, werden wir weise.

Der Tod ist der Bestandteil unseres Lebens, dass es immer wieder auf Beerdigung bewusst wird, dass der Tod vor keinem Menschen Halt macht, egal wie alt wir sind.

Und denkt nochmal daran zurück, wie viel Beerdigung Moses durchgeführt hat.

Moses hat diesen Tod täglich vor Augen gehabt.

Er wusste, dass sein Tod bevorstand.

Und trotzdem betet er zu Gott, das zeigt, wie abhängig er von Gott seine verbleibende Zeit leben wollte, weil der Mensch, der hasst es, sich mit dem Tod zu beschäftigen.

Der Mensch füllt sein Leben lieber mit Ablenkung, mit Unterhaltung und so weiter, um ja nicht an den Tod zu denken.

Der Mensch will gar nicht auf Beerdigungen gehen, der will nicht mit dem Tod konfrontiert werden.

Und trotzdem ist es so notwendig, genau dieses Gebet zu beten, lehre uns unsere Tage zu zählen.

Wir wollen im täglichen Bewusstsein unserer Vergänglichkeit leben.

Wir wollen unsere Zeit nicht mit belanglosen Aktivitäten füllen.

Wir wollen uns Schätze im Himmel sammeln, indem wir Gott und unseren Menschen mehr dienen als uns selbst.

Es geht nicht darum, ein so bequemes Leben wie möglich zu führen.

Jesus hat uns dazu aufgefordert, ihm nachzufolgen, sein Kreuz auf uns zu nehmen.

Jesus hat nie gesagt, mach dir dein Leben so bequem wie möglich.

Nein, er hat gesagt, nimm mein Kreuz auf dich und folge mir nach.

Es geht darum, die Kosten zu überschlagen, ja zuerst die Leiden, aber später die Herrlichkeit in der Ewigkeit, wenn wir das physische Leben hinter uns haben.

Wenn du jetzt vielleicht an gestern oder an die vergangene Woche denkst und einfach mal reflektiert oder dir heute Abend die Zeit nimmst, wie habe ich meine Zeit ausgelebt?

Habe ich versucht, sie eher totzuschlagen oder habe ich sie bewusst ausgelebt?

Habe ich die Dienstgelegenheiten genutzt, die ich bekommen habe in dem Umfeld, wo ich bin, oder habe ich mir eher versucht, das Leben so bequem wie möglich zu machen?

Wie würde unser Tagesablauf aussehen, wenn es die letzten Stunden deines Lebens sind?

Warum leben wir dieses Prinzip nicht jeden Tag?

Versteht mich nicht falsch, wir brauchen Ruhezeiten und jeder von uns hat sich wahrscheinlich über den Sommer gefreut, Ruhe, Erholung, mehr oder weniger vielleicht hier oder dort für Körper, mal durchatmen, raus aus dem Alltag zu kommen.

Wir können nicht non-stop durchpaulen, weil wir eben vergängliche Wesen sind, aber in was für einem Verhältnis stehen diese Dinge?

Wir sind nicht dazu geschaffen worden, vor uns hin zu vegetieren, wenn unsere Zeit sich ganze Zeit nur darum dreht, uns und unseren eigenen Bedürfnissen nachzugehen, dann beten wir uns selbst an und nicht Gott.

Die Stadt Nineveh hat 40 Tage Zeit gehabt, um Buße zu tun.

Als die Ankündigung des Gerichts kam und sie haben Buße getan, sie haben richtig reagiert, sie haben gesagt, dass es die heiligsten Tage ihres Lebens sind.

Sie hätten auch sagen, ach komm, lass uns voll fressen und voll laufen lassen, morgen sind wir tot.

Nein, sie haben sich gedemütigt, sie haben das Zeitfenster, was von Gott ihnen gegeben wurde, sinnvoll genutzt, sie haben täglich in dem Bewusstsein ihrer Vergänglichkeit gelebt.

Gott macht uns manchmal aber auch durch zeitliche Herausforderungen weise.

Wir merken, dass wir begrenzt sind, dass wir beschränkt sind, es kommen mehrere Schwierigkeiten auf einmal.

Wir müssen sie in unserer begrenzten Zeit irgendwie gut handeln.

Wir wissen nicht ganz, wie wir sie anpacken sollen, aber wir dürfen uns aus Römer 8 ermutigen lassen.

Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

Das macht uns zu weisen Menschen, indem wir die Zeit sinnvoll und zweckgemäß nutzen, indem wir die Ewigkeitsperspektive vor Augen haben, indem wir uns dessen bewusst sind, unser physisches Leben ist begrenzt und hat Einfluss auf die Ewigkeit.

Leere uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen und die weiteren Bitten, die jetzt in den nächsten Versen kommen, die ordnen sich alle genau dieser Bitte unter.

Und wenn wir die jetzt einzeln durchgehen, achtet mal ganz genau darauf, in welcher Haltung dieses so kurze und vergängliche Leben gelebt werden soll.

Weil wenn man nur über die Kürze des Lebens nachdenkt und die Vergänglichkeit, dann kann man schnell mal den Mut verlieren, traurig werden und die Hoffnung verlieren.

Aber achtet mal darauf, mit wie viel Freude Mose uns ermutigt, dieses kurze Leben zu leben.

Er sagt in Vers 13, kehre zurück, oh Herr, wie lange noch, und hab Erbarmen mit deinen Knechten.

Kommt euch diese Bitte vielleicht bekannt vor?

Kehre zurück.

Wir haben die vorher in Vers 3 gesehen, wenn Gott zu den Menschenkindern sagt, kehr zurück.

Wir haben gesehen, dass es bedeutet, dass Gott den menschlichen Körper wieder zurück zum Staub schickt.

Nun kommt Mose mit der gleichen Bitte zu Gott, aber wovon soll Gott zurückkommen?

Gott ist doch allgegenwärtig.

Mose bittet, dass Gott hier sein Wesen wieder zeigt.

Mose bittet darum, dass Gott sein Wesen wieder zeigt, dass Gott zurückkommt.

Und hab Erbarmen mit deinen Knechten.

Das ist die Bitte, die Mose an Gott richtet, obwohl er weiß, dass der Zorn, den Gott hat, obwohl er weiß, dass es vollkommen gerechtfertigt ist.

Aber Mose kannte Gott.

In 2.

Mose 34, Vers 6 sagt er.

Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief, der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue.

Genauso fährt er fort und bittet in Vers 14, sättige uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir jubeln und fröhlich sein unser Leben lang.

Mose sagt nicht, ach komm, hilf mir, den Abend zu überstehen.

Mose sagt, der Herr, sättige mich früh mit deiner Gnade, weil er weiß, er braucht Gott von der Früh an.

Und Mose weiß, dass er in Gottes Zorn oder trotz Gottes Zorn diese Gnade Gottes braucht.

Und Mose will satt davon werden, er will gesättigt werden.

Und Gott ist jemand, der gerne gibt.

Gott will dieses Gebet um Gnade und Erbarmen gerne erhören.

Und genau das führt dazu, dass wir uns freuen können, dass wir uns jubeln können, weil wir uns dessen bewusst sind, dass wir diese Gnade nicht verdient haben.

Aber wenn wir diese Gnade erfahren haben, ist es dieses kurzweilige Leben wert, Gottes oder sich an Gottes Wesen und an seinem Werk zu erfreuen.

Wir werden nicht depressiv oder resignieren, sondern wir freuen uns über die Zeit, auch wenn sie kurz ist und über die Gnade, die Gott schenkt.

Genau damit fährt auch dann in Vers 15 fort und sagt, erfreue uns so viele Tage, wie du uns beugtest, so viele Jahre, wie wir Unglück sahen.

Gott hilfe uns in dieser kurzen Zeit, die wir als Volk noch haben, uns zu erfreuen.

Die Israeliten, die haben so viel Leid, so viel Tod, so viel Streit, so viel Elend gesehen.

Sie haben gesehen, wie Gott seine Gerechtigkeit erfüllt, indem er die Menschen einfach dahin rafft und sterben lässt.

Aber deshalb die Bitte, dass Gott Freude an diesen verbleibenden Tagen schenkt.

Und wie können Gottes Knechte sich freuen?

In Vers 16 sagt er, lass deinen Knechten dein Walten sichtbar werden und deine Herrlichkeit ihren Kindern.

Indem sie von sich weg gucken, sondern auf Gottes Wesen gucken, auf Gottes Handeln, das erfüllt mit Freude die Tatsache, dass Gott sie nicht einfach alle auf der Stelle vernichtet.

Das allein darf sie erfreuen, dass Gott immer noch Barmherzigkeit erweist, dass Gott seine Verheißung nicht zurückgezogen hat, dass Gott sie immer noch durch die Wüste führt.

All das darf sie erfreuen, dass Gott sogar zwischendurch mithilfe seiner Schlange Rettung geschenkt hat, dass Gott in diesem vergänglichen und sündigen Umfeld immer noch Gnade schenkt.

Genau darauf soll ihr Blick gerichtet werden in diesem kurzen Leben, weil das ist sinnvoll investierte Zeit, sich mit Gott und mit seinem Wesen zu beschäftigen.

Ihr Lieben, und genau das werden wir eine ganze Ewigkeit lang tun.

Johannes 17 Vers 3 sagt Jesus in seinem Gebet, das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott und den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen.

Wir werden die ganze Zeit damit beschäftigt sein, Gott und seine Herrlichkeit zu erkennen und sein Handeln und sein Wort, es gibt uns einen kleinen Vorgeschmack darauf und es darf uns in Staunen versetzen, es darf uns erfreuen.

Und er schließt ab in Vers 17 und sagt, und die Freundlichkeit des Herrn unseres Gottes sei über uns und das Werk unserer Hände fördere du für uns, ja das Werk unserer Hände wollest du fördern.

Josef wünscht sich die Freundlichkeit des Herrn, selbst in dem Zorn Gottes wünscht er sich Freundlichkeit, selbst unter Gericht will er in die Gnade des Herrn fallen.

Weil wenn Gott das Werk ihrer Hände fördert, dann ist es sinnvoll investierte Zeit, die kurzen Tage, die sie haben.

All das, was wir aus uns heraus tun, das zieht nur Gottes Zorn auf sich, weil es von Sünde und Egoismus durchdrängt ist, weil wir unsere Tage gerne verschwenden mit Dingen, die Gott nicht verherrlichen.

Aber deshalb dieser Aufruf und dieses Gebet, lebe in dieser Abhängigkeit und wir dürfen genauso wie Mose sagen, lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen.

Immer wieder uns vor Augen führen, Gott ist ewig, wir sind vergänglich.

Gott hat uns nur ein kurzes Zeitfenster gegeben, hier auf der Erde, in dem wir wirken können.

Aber diese Zeit wollen wir lauter Freude und mit Hoffnung auf eine Ewigkeit bei ihm eifrig zu seiner Ehre nutzen.

Genau dafür sind wir erschaffen.

Mit dieser Hoffnung wollen wir dieses Leben in seiner Abhängigkeit führen und diese Abhängigkeit drücken wir im Gebet aus.

Wir dürfen beten darum, dass Gott uns diese Perspektive des kurzen Lebens und der Ewigkeit Gottes vor Augen führt.

Wir dürfen darum beten, dass Gott sich erbarmt, dass Gottes Walten in unserem Leben sichtbar wird und dass Gott die Werke, die er bereits für uns vorbereitet hat, dass er die fördert, damit es keine verschwendete Zeit ist.

Jonathan Edwards hat sich das in seinem jungen Leben früh vorgenommen, seine Zeit gut zu investieren.

Er ist damit ein Vorbild für uns heute.

Ich möchte abschließen mit Epheser 5, die Verse 15 bis 16, wo Paulus an die Gemeinde in Ephesus schreibt, seht nun darauf, wie er mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.

Das ist unser Auftrag.

Wir bedenken, wer Gott ist, wir bedenken, wer wir sind und wir bedenken, wie vergänglich wir sind und trotzdem wie viel Hoffnung und Freude wir haben, dass wir diese kurze Zeit freudig in seiner Abhängigkeit leben und beten.

Amen.