Von dem Gott, der dein Herz prüft und es zur Ruhe bringt
Durch KI transkribiert – bei Fragen meldet euch bei [email protected] der Raum ist echt voll. Schön, dass ihr alle da seid. Und was würde es für einen Unterschied heute morgen machen, wenn Jesus auch noch in diesem Raum wäre? Was würde es für einen Unterschied für die Gefühle und Gedanken deines Herzens machen, wenn Jesus neben dir in der Reihe sitzt? Wenn er der Predigt zuhört, würden da nicht sofort alle Gefühle und alle Gedanken des Herzens verblassen, verstummen über das Staunen über unseren Herrn Jesus? Die Gedanken über das Älterwerden oder vielleicht eine bevorstehende Operation, eine immer wieder aufflammende Krankheit, würden sie nicht in Jesu Gegenwart einfach verblassen? Die Trauer über den Verlust eines lieben Menschen oder ein Schicksalsschlag eines lieben Menschen, würden sie nicht durch Jesu Präsenz ganz gestillt werden? Die Verzweiflung oder der Zorn über eine immer ungerechtere Welt, mit der du auf der Arbeit oder in der Schule konfrontiert bist oder deine Kinder, würde nicht Jesu Dasein allein alles ändern? Die finanziellen Sorgen, die mit dem Hauskauf, dem Hausverkauf oder dem Hausbau verbunden sind oder eine ständig ansteigende Miete, würde nicht Jesus die ständig kreisenden Gedanken zur Ruhe bringen? Oder auch die Niedergeschlagenheit über die eigene Sünde, über den Streit, was auch immer es sein mag, würden sie nicht verfliegen, weil Jesus sich doch neben dich setzt? Und ich bin mir sicher, ganz ganz sicher würden sie das und ich hoffe, das glaubt auch ihr. Es gibt sicherlich viele Gedanken, Gefühle unseres Herzens, die heute morgen da sein können, aber sie alle müssen weichen, wenn Jesu Gegenwart Einzug nimmt in unseren Herzen. Nicht nur, weil auf einmal der Allwissende, Allgegenwärtige, Allmächtige und Heilige Gott für jeden von uns ganz nahe ist, sondern auch, weil dieser Gott Macht hat, dein und mein Herz zu prüfen, aber auch zur Ruhe zu bringen. Und Gott hat mir diesen Text Psalm 139 aufs Herz gelegt. Ich glaube, das erste Mal vor drei Jahren bei unserer jungen Erwachsenkreisfreizeit noch mit Arthur damals, also als Arthur noch Teil des Kreises war und den Kreis angeleitet hat. Genau, du bist immer noch da, danke. Immer noch unser Pastor und das ist sehr gut. Und ich bin mir sicher, viele von euch kennen diesen Psalm sehr gut, vielleicht sogar besser als ich. Und er hat euch sicherlich schon in vielen Abschnitten des Lebens begleitet. David setzt sich in diesem Psalm mit den schwierigsten Gefühlen und Gedanken seines Herzens auseinander. Da gab es in Davids Leben zum Beispiel die Situation, als er vor Saul fliehen musste. In einer Höhle hätte er die Möglichkeit gehabt, Saul zu töten, aber nein, er entscheidet sich dagegen und nimmt nur einen Fetzen von dem Gewand, wo Saul ihm doch nach dem Leben getrachtet hatte. Wie konnte David mit diesen schwierigen Gefühlen seines Herzens umgehen? Wie konnte er diese Gedanken von Verzweiflung, Angst, Zorn, wie konnte er sie bewältigen? Dieser Psalm, wenn ihr ihn aufschlagt, das möchte ich euch bitten, dass ihr das tut, es adressiert an den Chorleiter von David. Es ist ein Lehrpsalm von David, der ist quasi zum auswendig Lernen für das Volk Israel gedacht. Und David möchte, dass sie verstehen, wie sie ihr Herz bei Gott selbst prüfen und zur Ruhe bringen. Lasst uns diesen Text zusammen lesen. Ich lese aus der Elberfelder vor. Dem Chorleiter von David ein Psalm. Herr, du hast mich erforscht und erkannt. Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen. Du verstehst mein Trachten von fern, mein Wandeln und mein Liegen. Du prüfst es. Mit all meinen Wegen bist du vertraut, denn das Wort ist noch nicht auf deiner Zunge. Siehe her, du weißt es genau. Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen. Du hast deine Hand auf mich gelegt. Zu wunderbar ist die Erkenntnis für mich, zu hoch. Ich vermag sie nicht zu erfassen. Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist? Wohin fliehen vor deinem Angesicht? Steg ich zum Himmel hinauf, so bist du da. Bettete ich mich in dem Sheol. Siehe, du bist da. Erhöbe ich die Flügel der Morgenröte. Liese mich nieder am äußersten Ende des Meeres. Auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen. Und spräche ich, nur Finsternis möge mich verbergen und Nacht sei das Licht um mich her. Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern und die Nacht würde leuchten wie der Tag. Die Finsternis wäre wie das Licht. Denn du bildetest meine Nieren, du wobst mich in meiner Mutter Leib. Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke und meine Seele erkennt es sehr wohl. Nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen. Gewoben in den Tiefen der Erde. Meine Urform sahen deine Augen. Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war. Für mich aber. Wie schwer sind deine Gedanken, Gott, wie gewaltig sind ihre Summen. Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand. Ich erwache und bin noch bei dir. Mögest du, Gott, den Gottlosen töten? Ihr Blutmenschen weicht von mir. Sie, die mit Hinterlist von dir reden, vergeblich die Hand gegen dich erheben. Sollte ich nicht hassen, Herr, die dich hassen, und sollte mir nicht ekeln vor denen, die gegen dich aufstehen? Mit äußerstem Hass hasse ich sie. Sie sind Feinde für mich. Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken. Und sieh, ob ein Weg, der mühseil bei mir ist, und leite mich auf einem ewigen Weg. Das ist Gottes Wort. Lasst mich noch mal kurz beten. Vater im Himmel, Herr Jesus Christus und Heiliger Geist, wir beugen uns vor dir heute morgen und wir beugen uns vor deinem Wort und danken dir für diesen Text. Wir danken dir für dein Wesen, was uns daraus so nahe wird. Und wir bitten dich, dass du jetzt alles andere beiseite schiebst, um uns allein dich sehen zu lassen. Amen. In diesem Psalm sehen wir auf so eindrückliche Art und Weise, wie David mit den schwierigsten Emotionen seines Herzens umgeht. Wir haben am Ende hier gelesen, dass es Feinde um David herum gibt. David nennt sie Blutmenschen. Die trachten ihm nach dem Leben und die erheben sich gegen Gott. Das ist der Kontext von der Situation. Oder das ist der Kontext, die Situation, in der David sich befindet. Wir bekommen hier nichts Konkreteres gesagt, aber wir können die Psalmen 138 bis 144 als so eine Einheit sehen. Sie sind alle von David geschrieben. Und sie alle thematisieren auf ähnlicher Art und Weise diese Gefühle des Herzens. Psalm 142 z.B. trägt die Überschrift, als David in der Höhle war. Es könnte auf der Flucht vor Saue gewesen sein. Psalm 141 überschreibt einen Kommentator damit, dass es ein Abend-Salm zu Absaloms-Zeiten ist. Absalom, der selbst als eigener Sohn David auch nach dem Leben trachtete. Psalm 139 hat keine solche Überschrift, aber ich möchte dir im Verlauf der Predigt zeigen, dass Davids Situation so gut wie folgt vorstellbar ist. David hat Feinde hinter sich. Sie jagen ihn und er stolpert aufgewühlt und erschöpft womöglich vorwärts in eine Höhle hinein, in das Tiefe, in das Dunkle. Das ist ein ungefähres Bild, was wir vor Augen haben können. So könnte es sich zugetragen haben. Aber David erhebt sich nicht über seine Situation. Er klagt Gott nicht an dafür, dass das passiert. Noch versucht er diese Situation mit Biegen und Brechen auf eigene Faust zu lösen. Nein, David, er demütigt sich bei Gott mit diesen übermannenen Gefühlen seines Herzens. Psalm 139 ist wie eine Fortführung von Psalm 138, Vers 6, wo es heißt Ja, der Herr ist erhaben, doch er sieht den Niedrigen und den Hochmütigen erkennt er von fern. David hält an dieser Erhabenheit Gottes fest. Er wird nicht wie seine Feinde zum Ankläger Gottes, sondern die starken Emotionen, die in ihm förmlich brüllen, die bringt er zu Ruhe im Nachsinn über Gottes Wesen. Darin prüft er sein Herz und dort selbst findet er Ruhe. Seine Faszination von dem Wesen Gottes, von den Wesenszügen, man könnte auch sagen von den Charaktereigenschaften seines Gottes, die führt dazu, dass David sich ganz Gott ausliefern möchte. Herr, du hast mich erforscht und erkannt, das ist die einrahmende Idee in diesem Psalm und ist gleichzeitig auch die Hauptidee. Die haben wir einmal zu Anfang in Vers 1 und dann nochmal zu Ende in Vers 23. Erforsche mich Gott und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken. Es ist ein anhaltender Prozess für David. Nichts, was er einmal gelernt hat und dann nie wieder brauchte, sondern er muss sich immer wieder bewusst dafür entscheiden, sich in dieses Wesen Gottes, in das Wesen seines Gottes hinein zu werfen förmlich und zu lernen, was es bedeutet, dass Gott sein Herz prüft und zu Ruhe bringen kann. Ich habe dieser Predigt den Titel gegeben, Psalm 139, von dem Gott, der dein Herz prüft und es zur Ruhe bringt. Und wir schauen uns vier Wesenszüge unseres Gottes an, die dir helfen, dein Herz zu prüfen und es bei Gott allein zur Ruhe zu bringen. Das ist erstens, dein Gott ist der Allwissende. Zweitens, dein Gott ist der Allgegenwärtige. Dein Gott ist der Allmächtige und dein Gott ist der Heilige. Diese vier Wesenszüge, die begegnen uns hier im Psalm 139 und ich freue mich darauf, jetzt einfach mit euch abzutauchen in diesen Text und alles andere beiseite zu schieben und ganz allein auf Gott zu schauen. Dein Gott, der Allwissende. Wir sehen, wie David sich mit den aufgewühlten Gefühlen seines Herzens zuerst in Gottes Allwissenheit wirft. Das bringt sein Herz zur Ruhe. David, er weiß, wer Gott ist. Das sehen wir ganz am Anfang hier. Er spricht ihm mit Namen an, Herr in Großbuchstaben, Yahweh. Das zeigt Davids Vertrautheit mit seinem Gott und auch seine Demut. Er selber ist nicht Herr der Situation, sondern Gott ist Herr. Andächtig ruft er hier aus. O Herr, erforsche mich. Ist wie wenn ein Kind zu seinem Papa ruft. O Papa, hilf mir. Und David weiß, dass Gott ihn bereits ganz kennt. Sein Gott ist der Allwissende Gott. Du hast mich erforscht und erkannt. Es ist ein anhaltender Prozess für David. Das Forschen, das ist eine Sache nachgehen. Sie prüfen, bis wir wirklich verstehen, was es ist. Vielleicht hast du schon mal so eine Comicfigur mit einer Lupe in der Hand rumlaufen sehen. Spätestens jetzt hast du wahrscheinlich ein Bild dazu im Kopf. Und manchmal ist es ein bisschen lächerlich dargestellt, aber das ist wirklich das, was man mit bloßem Auge nicht sieht. Das ist das Erforschen einer Sache. Es ist wie wenn David Labastida an seiner Doktorarbeit geschrieben hat und ein Buch aufgeschlagen hat und es von vorne bis hinten erforscht hat, um aufzuschreiben, was darin geschrieben steht für andere Leute, dass sie verstehen. Man will etwas wirklich ergründen, etwas durchschauen. Das ist genau das, was Gott mit Davids Herzen macht. Zweimal sagt David in diesem Psalm, dass Gott ihn erforscht und erkennt. Am Ende sehen wir diese Bedeutung des Prüfens auch noch mittendrin. Vers 23, erforsche mich und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken. Es ist wie ein Rahmen, den Gott um Davids Herz zieht und da zoomt er jetzt rein in das Herz, in die ganze Tiefe davon. Er will sehen oder Gott sieht, wie es wirklich darin aussieht und das will auch David verstehen. Es geht darum, wie David mit seinem Herzen vor Gott steht. Was ist seine Position vor Gott? Was ist in seinem Herzen in dieser schwierigen Situation? Was ist sein Stand vor Gott, sein Herzensstand? Gott kennt das Innerste von Davids Herzen. Er weiß um all die aufgewühlten Gefühle und Gedanken. Florian hat uns eingeleitet mit Jeremia. Komm mal kurz mit zu Jeremia 17, Vers 9 und 10. Da sagt Gott durch den Propheten Jeremia, trügerisch ist das Herz, mehr als alles und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus? Ich, der Herr, bin es, der das Herz erforscht und die Nieren prüft. Gott kann mehr sehen von unserem Herzen, als wir alle hier im Raum voneinander. David liegt wie ein offenes Buch, ausgeforscht vor Gott. Es gibt keine Ecke in Davids Herzen, die Gott nicht kennt. Psalm 44, Vers 22 sagt, denn Gott kennt die Geheimnisse des Herzens und dessen ist David sich neu bewusst in dieser Situation. David kommt hier ins Nachsinnen, ins Staunen, was Gott alles weiß, statt über seine Situation zu grübeln. Denkt David über den ersten Wesenszug von Gott nach, seine Allwissenheit. Sein Gott ist der allwissende Gott. Manche von euch wissen, ich mag Grammatik, vielleicht ein bisschen mehr als manch anderer und es ist echt interessant, wenn man hier mal reinschaut, denn was ist das Subjekt in den ersten vier Versen? Oh oh oh, Schule zurück, was war das Subjekt? Aber es ist ganz einfach, du kennst mein Sitzen, du Gott kennst mein Sitzen, du verstehst mein Trachten von Fernen, mein Wandel und mein Liegen, in dem Fall ist es das Subjekt, du prüfst es, also du ist wieder das Subjekt. Mit all meinen Wegen bist du vertraut, denn das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge, siehe Herr, du weißt es genau. Gott ist derjenige, der hier den Ton angibt in Davids Situation. Er kennt Davids Äußeres und er kennt sein Inneres. Gott weiß alles über jeden, zu jeder Zeit. Das ist Gottes Allwissenheit. Ein Kommentator beschreibt diese Verse wie folgt, die hebräischen Worte, die hier verwendet werden, für das Sitzen, Aufstehen, Gehen, Liegen, die drücken die Gesamtheit aller menschlichen Zustände aus und das Wort, was in der Elberfelder mit Trachten übersetzt ist, steht für die Gesamtheit des menschlichen Geistes und Seelenleben. Das hebräische Wort für Wege umfasst alles menschliche Handeln. Leute, das ist alles, was uns ausmacht als Menschen. David fängt nicht an mit ich, Armer, Schlucker, sondern mit du Gott, du Gott bist. Du kennst, du verstehst, du prüfst, du vertraut, du bist vertraut, du weißt, was hier passiert und was mit mir passiert. Arthur, du hast mal zu mir gesagt, es bringt nichts, wenn ich mit mir selbst rede, also wenn du mit dir selbst redest. Ich muss mit Gott reden und so ein Gespräch beginnt am besten mit du Gott, nicht mit ich bin oder ich habe oder ich möchte oder ich fühle. Ich habe mir in der Vorbereitung auch die Frage gestellt, wenn Gott doch allwissend ist, warum spricht David hier von erforschen und erkennen, von prüfen, ist doch klar, dass Gott schon alles kennt. Ich denke, die Antwort liegt am ehesten da, dass David sich erkennen muss. David muss sich selbst mit den Gefühlen und Gedanken seines Herzens besser verstehen in der Allwissenheit Gottes. Johannes Calvin sagte einmal, die Summe aller Erkenntnis ist Selbsterkenntnis und Gottes Erkenntnis. Und im Nachdenken über diese Allwissenheit Gottes, da lernt David sich und sein Herz selbst besser verstehen. Dass Gott alles über jeden zu jeder Zeit weiß, das ist für David Trost. Er kann sein Herz daran prüfen und kann es zur Ruhe bringen. Es zeigt seine Demut vor Gott, denn das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge, siehe her, du weißt es genau, sagt er in Vers 4. Sein Gott, der erwissene Gott, der weiß schon Bescheid über alles, was aus seinem Herzen kommt, noch bevor es von der Zunge geformt wird, noch bevor die Lippen es aussprechen, weiß sein Gott es schon. Erinnert euch an die Situation, die ich eingangs skizziert habe, Davids Situation, auf der Flucht vor seinen Feinden und vor ihm das Unbekannte. Er stolpert aufgewühlt und erschöpft vorwärts, vielleicht sind da Verzweiflung und Zorn in seinem Herzen über seine Widersacher, vielleicht Angst und Klagen gegen Gott, aber all diese Gefühle müssen weichen, wenn er an die Allwissenheit seines Gottes denkt. Die Allwissenheit seines Gottes, die nimmt jeglicher Verzweiflung, Angst, Zorn, jeglichem Klagen alle Kraft. Benedikt Peters sagt dazu, kein anderer Psalm beschreibt in so eindringlichen Worten die Unmittelbarkeit der Seele zu Gott wie dieser. David weiß sich von Gott umgeben und er fühlt es auch. Von hinten und von vorne hast du mich umschlossen, du hast deine Hand auf mich gelegt. David staunen über diese Allwissenheit seines Gottes, die strömt über in das Bewusstsein, dass Gott gegenwärtig ist. Gott weiß, wie sich David fühlt, weil er selbst da ist. Wir sprechen gleich noch mehr über diese, auch die Allgegenwahrheit Gottes, aber ich möchte noch einen Aspekt hervorheben, der Allwissenheit seines Gottes, der eng damit zusammenhängt. Stellt euch wieder Davids Situation vor, er stolpert vorwärts, womöglich in die Tiefen einer Höhle, von hinten kommen seine Feinde, aber Gott ist dazwischen, Gott hat ihn von hinten umschlossen und von vorne ist Gott, er hält ihn fest auch in den Tiefen der Höhle. David darf das wissen, dass sein allwissender Gott sehr genau weiß, was er da tut. Diese Sprache, ich hab meine Hand auf dich gelegt, ist so eine bedeutungsvolle Sprache und im Alten Testament da sehen wir Handauflegung bei zum Beispiel dem Sühneopfer, der Priester identifiziert, die Sünde des Volkes quasi mit dem Opfer. Wir sehen es aber auch bei Segnung und wir sehen es interessanterweise als Mose, Joshua die Hand auflegt, um ihn als neuen Führer des Volkes in das gelobte Land zu bestimmen. Neuer Führer, David, während Saul noch der meinte rechtmäßige König zu sein, ist David, der von Gott auserwählte. Gott hat seine Hand auf David gelegt, trotzdem seine Situation jetzt gerade so überhaupt gar nicht danach auszusehen scheint, dass er der neue König sein soll. Gott hat ihn auserwählt, er hat ihn bestimmt, er hält ihn fest, er wird nicht zulassen, dass er verloren geht. Und wenn wir mal kurz zu Vers 10 springen, dann sehen wir da, dass Gottes Hand ihn leiten wird und seine Rechte ihn fassen wird. Gott weiß, was er tut, darüber kann David nur noch mehr in Staunen kommen. Zu wunderbar ist die Erkenntnis für mich, zu hoch, ich vermag sie nicht zu erfassen. David kann es gar nicht ganz begreifen, wie herrlich diese Zusage ist und wenn er das nicht ganz begreifen kann, wie viel weniger so gesehen wir. Und trotzdem dürfen wir lernen in diesem Psalm über die Tiefe von Gottes Wesen. Für den ungläubigen Menschen ist es eine furchterregende Botschaft, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen, wie Hebräer 10, 31 sagt. Es ist wie, wenn ein Schüler in einer Prüfung schummelt und dann realisiert, mein Gott weiß und sich vor ihm verantworten muss für sein Vergehen. Für den gläubigen Menschen hingegen, und das trifft auf David zu und hoffentlich auch auf dich, das ist so eine schöne, ehrfurchterregende und gleichzeitig beruhigende Zusage, in Gottes Hand zu sein. David sagt im Psalm 31 Vers 6, in deine Hand befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöst, Herr, du Gott der Treue. Wenn du an diesen Gott glaubst, an den David glaubt, dann ist dein Schicksal nicht in Händen von Menschen um dich herum, nicht in Händen von Ärzten, nicht in Händen der Wissenschaft, sondern in den Händen deines allwissenden Gottes. Dieser Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden. Er ist auf diese Erde gekommen, um unsere Schuld zu begleichen aufgrund unserer Sünde. Dafür ist er im Kreuz gestorben und der erlöste und vergebene Mensch, der kann sagen, ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst, weil er für unsere Schuld da gestorben ist. Jesus selbst, er tritt für uns ein vor dem Vater. In Johannes 17, ihr kennt hoffentlich dieses Gespräch zwischen Jesus und dem Vater, da sagt er, ich bitte dich für sie, nicht für die Welt, bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast und dann wenig später bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, denn dass sie eins seien, wie wir, wie Jesus und der Vater, dahin beruft er uns. Er wird uns sicher ans Ziel bringen, in diese Gemeinschaft mit Gott. Die Allwissenheit deines Gottes, die kann dir in schweren Wendungen des Lebens ein wirklicher Trost sein. Was auch immer passiert, du darfst dein Herz dabei Gott prüfen und du darfst neu realisieren, dass Gott ganz genau weiß, was er tut. Es ist kein Unfall, es ist kein Schicksalsschlag, es ist der Allwissende, der dich persönlich durch seine Hand führt. Der Schüler oder Student, der Gott kennt und schummeln möchte, der kriegt ganz schön Bange vor seinem Allwissenden Gott hoffentlich und es hält ihn davon ab zu schummeln, weil er Gott fürchtet hoffentlich und Gott kennt auch den Ausgang seiner Prüfung, wenn es mal daneben geht. Gott weiß auch, wie er eine Prüfung im letzten Moment noch in etwas richtig Gutes verkehren kann. Nimm dir ein Beispiel an David. Denke in deiner Situation ganz bewusst an die Allwissenheit deines Gottes. Setze dich selbst, wie David hier, in die Allwissenheit deines Gottes und erzähl deiner Situation, wie groß dein Gott ist. Es wird dir helfen, dein Herz zu prüfen vor Gott und bei ihm zur Ruhe zu bringen. Wir hatten schon gesehen, dass die Allwissenheit fließend in die Allgegenwart Gottes übergeht und das ist Gottes Wesen, deswegen ist es fließend für David und deswegen ist es das auch für uns. Sein Gott, wenn er der Allwissende ist, er muss der Allgegenwärtige sein und genau in dieser Allgegenwart Gottes darf David sich wiederwerfen mit dem aufgewühlten Herzen. Sein Zirkelschluss ist jetzt in Vers 7. Wohin sollt ich gehen vor deinem Geist? Wohin fliehen vor deinem Angesicht? Dass David hier von fliehen spricht unterstreicht nochmal diese Rechenschaft, die er wirklich zu Gott hat, indem er vor ihm steht, von Angesicht zu Angesicht. David muss sich vor Gott verantworten. Er kann nicht daraus fliehen. Gott ist nicht an Raum und Zeit gebunden. Gottes Geist, er ist überall und ganz persönlich mit jedem von uns. A.W. Tozer, er definiert die Allgegenwart Gottes wie folgt. Das Wort gegenwärtig bedeutet in unserem Sprachgebrauch hier oder nahe. Es ist wie wenn Jesus neben dir Martin in der Reihe sitzt und gleichzeitig hier neben mir steht. Es ist wie wenn Jesus neben Timo an der Technik sitzt und gleichzeitig in der Kinderstunde ist. Wir sind an Raum und Zeit gebunden, aber er nicht. Er ist zu jeder Zeit bei jedem von uns. Er ist allgegenwärtig. Wie als Gott zu Mose von Angesicht zu Angesicht sprach, so steht David hier vor Gott. Und wenn wir mal kurz in Vers 16 reinschauen, dann wird uns das besonders bildhaft beschrieben von David. Meine Urform sahen deine Augen. David kommt so in Staunen über den Allgegenwertigen und er muss es für sich selbst nochmal durchdeklinieren, was hier überhaupt passiert. Hier ist wieder so ein Töpfchen Grammatik, der interessant ist. Achtet mal auf den Konjunktiv in den nächsten Versen von acht bis zwölf. Stiege ich zum Himmel hinauf, so bist du da. Bettete ich mich in dem Schil, siehe du bist da. Erhöbe ich die Flügel der Morgenröte, lese mich nieder am äußersten Ende des Meeres. Auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen. Und spreche ich, nur Finsternis möge mich verbergen und Nacht sei das Licht um mich her. Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern und die Nacht würde leuchten wie der Tag. Die Finsternis wäre wie das Licht. Der Konjunktiv, den wir hier mal eingangs sehen, ist die Möglichkeitsform im Deutschen. Und wenn ihr es ganz genau nehmen wollt, ist ein Konjunktiv zwei. Warum ist es interessant, Magnus? Weil der Konjunktiv zwei gibt uns per Definition unwirkliche Situationen, Wünsche oder Vermutung. All diese Orte sind für David in Raum und Zeit gebunden nicht zugänglich, aber selbst wenn er dahingehen würde, wenn er könnte, dann wäre Gott auch da. Über das, was David erreichen kann, ist Gott überall. Das Nähe für uns ist vielleicht noch Flügel der Morgenröte, wenn wir morgens den Sonnenaufgang sehen oder das Ende des Meeres. Aber wer von uns kann dahin gehen? Niemand. Und David sagt, selbst wenn ich könnte, Gott wäre schon da. Was für eine herrliche Zusage. Und gleichzeitig haben wir hier auch noch, was die Psymen so charakterisiert, jetzt wieder noch so ein theologisches Fachwort obendrauf, ein antithetischer Parallelismus. Also Parallelismus besagt ja, dass die eine Aussage nochmal auf eine andere Art und Weise wiedergegeben wird und es kann ein synthetischer sein, sprich auf eine ähnliche Art und Weise, sich ergänzend oder es kann ein antithetischer, ein Gegensatz sein. Schaut mal hier rein in den Text, ob ich dort hingehen würde oder dort hingehen würde. Was ist immer der Kontrast, der aufgeht, ist siehe Herr, Entschuldigung, so bist du da. Siehe, du bist da. Das ist Davids Überzeugung, egal wohin er sich bewegen würde. Gott ist schon da und das unterstreicht er hier nochmal. Es gibt keinen Ort auf dieser Erde und darüber hinaus, an dem Gott nicht ist. Selbst in der lebensbedrohlichen Situation, in der David sich befindet, hinter ihm seine Feinde vorwärts stolpernd in die Höhle, Gott ist da. Und er weiß, auch in weiter Entfernung würde Gottes Rechte ihn noch fassen und seine Hand ihn noch leiten. Gottes Rettung kommt noch bei David an. Das sehen wir auch im Psalm 138 Vers 7, da sagt er, wenn ich auch mitten in Bedrängnis wandeln muss, du belebst mich gegen den Zorn meiner Feinde, wirst du deine Hand ausstrecken und deine Rechte, Rechte wird mich retten. Egal wohin David gehen würde, er wäre nicht fern von der Rettung Gottes. Und das ist nicht nur ortsmäßig wahr, sondern das es auch emotional war. Wir haben vorhin gesungen, wo ich auch stehe, du bist schon da, wenn ich auch fliehe, du bist mir nah. David ist völlig überzeugt, es gibt keinen besseren Ort für ihn, als in der Allgegenwart seines Gottes. Psalm 84 Vers 11 sagt, denn ein Tag in deinen Vorhilfen ist besser als tausend. Viel lieber an der Schwelle stehen in deinem Haus, in dem Haus meines Gottes, als wohnen in den Zelten des Unrechts. Ihr könnt euch auch die Geschichte von den Chroniken von Narnia vorstellen. Aslan, die Hauptfigur. Er ist am Anfang eher selten zu sehen, aber wann immer die Gefühle des Herzens durcheinander geraten und Gefahr droht, da tritt er aus der Finsternis hervor und er bringt Licht. Er bringt das Licht in die Finsternis und so ist unser Gott. Wenn es richtig hart kommt im Leben, dann ist es manchmal schwer an der Allgegenwart Gottes festzuhalten. Florian sagte mir vorhin noch zu der ersten Predigt, heute ist Günthers Geburtstag. Sein Zustand, in diesem Wachkoma zu sein, hat mich manchmal daran erinnert, wenn du dort hingegangen bist und ihn besucht hast. Draußen schien die Sonne, aber es wirkte wie die Finsternis, wie die Nacht, die über ihn hereingebrochen war. Man hat sich gefragt, wann hört das auf und gleichzeitig realisiert, es wird wahrscheinlich nie wieder besser. Wahrscheinlich hat Günther sich das auch gefragt, vielleicht sogar wann her endlich, wann holst du mich hier raus. Es war wie als wäre die Nacht über ihn hereingebrochen und wir Menschen wissen da oft nicht, was wir sagen sollen. Aber dieser Psalm spricht in diese schweren Situationen und er gibt Trost. Wir dürfen wissen, Gott hatte Günther nicht vergessen, er hatte David nicht vergessen und er hat auch dich nicht vergessen. Vers 11 Und spreche ich, nur Finsternis möge mich verbergen, und Nacht sei das Licht um mich her, auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern und die Nacht würde leuchten wie der Tag. Die Finsternis wäre wie das Licht, das Licht der Welt. Jesus sagt, ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht den Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben. Als Jesus am Kreuz gestorben ist und begraben wurde, da ist für die Jünger bestimmt auch die Nacht hereingebrochen. Aber als dann am dritten Tage die Sonne aufging und Maria morgens diese Botschaft teilte, dass der Herr auferstanden ist, da hatte das Licht über die Finsternis gesiegt. Thomas musste erst noch Jesu Wunden fühlen und einigen der Jüngern ist er sogar erschienen von Angesicht zu Angesicht. Vielleicht ist es auch für dich manchmal schwer vorstellbar, dass Gott wirklich da ist. Aber Gottes Wort sagt es uns hier. Er ist allgegenwärtig, er ist auferstanden und er lebt, unser Herr Jesus Christus, er ist hier. Jesus kann durch seine Gegenwart Licht in deine Kämpfe bringen und ich glaube, Finsternis ist hier nicht nur als eine physische Sache zu verstehen, sondern auch als eine geistliche Dimension. Albträume, Versuchungen zu Sünde, Anfeindungen, Beziehungen, Bösartigkeit der Menschen um dich herum, all das kann dein Herz ängstigen und zur Verzweiflung bringen. Aber Jesus bringt Licht durch seine Gegenwart in deine Situation. Stell dich mit deiner Situation immer wieder in die Allgegenwart deines Gottes. Prüfe dein Herz, ob du ihm wirklich zutraust, dass er da ist und mit dir geht dadurch. Lege diese Dinge ins Gebet vor ihn immer wieder, auch wenn sich nichts zu ändern scheint. Er wird das Licht in die Finsternis bringen. Denn dein Gott ist nicht nur der Allwissene Allgegenwärtige, sondern er ist auch der Allmächtige Gott. Das zeigt David uns hier als drittes auf. Sein aufgewühltes Herz kann er bei dem allmächtigen Gott prüfen. In Vers 13 sehen wir zu Beginn, dass er anfängt mit einem Denn. Das ist Davids logischer Gedankengang. Er fängt an, mit Gott weiß alles. Okay, wenn Gott alles weiß, dann muss er allgegenwärtig sein. Wenn er allwissend ist und allgegenwärtig ist, dann ist die logische Konsequenz, er ist allmächtig. Das ist der Grund dafür, dass Gott allwissend sein kann und allgegenwärtig sein kann, dass er allmächtig ist. David ergräbt sich tiefer in dieses Wesen Gottes. Er klammert sich da dran und Tozer sagt noch mal dazu, die Allmacht Gottes bedeutet schlussendlich einfach, dass Gott alle Macht hat. Er ist unser Schöpfer. Er ist derjenige, der uns geschaffene Wesen erschaffen hat, gemacht hat. Gott allein ist allmächtig, sagt Psalm 62, Vers 12. Und diese Eigenschaft, die bringt David wieder zum Staunen. Vers 14, ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke und meine Seele erkennt es sehr wohl. David sieht, wie erstaunlich und ausgezeichnet, wie einzigartig Gott jeden einzelnen Menschen, jeden von uns gemacht hat. Und in der Allmacht seines Gottes erkennt er die wahren Schöpfungswunder. Was sind die wahren Schöpfungswunder? Gott bildet die Nieren. Vers 13. Ja, die Nieren im Hebräischen stehen für das Innerste des Menschen. Es ist der Sitz des Verstandes, der Sitz aller Gefühle. Es beschreibt alles, was im Herzen gedacht oder gefühlt wird. Und das passiert schon im Bauch der Mutter. Schon dort ist es ein ganzer Mensch. Deswegen schmerzt es uns auch so, wenn ein Verlust da ist von einem ungeborenen Kind. Dieser Mensch ist einzigartig. Vers 15 heißt es, nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewoben in den Tiefen der Erde. Gewoben beschreibt das Verweben von zwei kostbaren Stoffen. Jeder Mensch ist von Beginn an einzigartig, kunstvoll, kostbar zusammengewoben. Gott macht etwas ganz Wunderbares. Woraus machte das? Aus Staub. Aus den Tiefen der Erde. Aus den ganzen Tiefen formt er etwas so kostbares, so kunstvolles. Jedes Baby wird in den Händen des allmächtigen Gottes geformt und gehalten. Schaut noch mal in Vers 16, das ist dieses so schöne Bild. Meine Urform sah an deine Augen. Gott formt und hält dieses Baby von Anfang an. Es ist wie, wenn mein Sohn mich anschaut. Gott ist der Schöpfer von jedem Baby. Was für ein schönes Bild von der Allmacht unseres Schöpfers. Und in dein Buch waren sie alle geschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war. Der zweite Teil von Vers 16. Er, der Allwissende und allmächtige Gott. Er weiß, wie viele Tage ein jeder von uns hat und er wird etwas so kunstvoll und kostbares in seinen Augen, was so gewoben wurde von ihm. Er wird nicht zulassen, dass es verloren geht. Er hält es fest in seinen Händen. So schwer das für uns auch manchmal anzunehmen sein mag, aber in diesen Versen sehen wir die Allmacht unseres Schöpfers so deutlich vor Augen. Wenn wir in die Welt schauen, dann sehen wir, wie Abtreibung legalisiert wird, wie Politik und Pharmaindustrie aktiv in diese Richtung arbeiten und man kann dabei Verzweiflung empfinden. Man kann sich machtlos fühlen. Und David hätte angesichts seiner Situation auf der Flucht sich auch machtlos fühlen können gegen die gottlosen und blutgierigen Menschen um ihn herum, die ihm nach dem Leben trachten und er hätte in Verzweiflung und Zorn verfallen können. Aber er tut es nicht. Vers 17 und 18. Für mich aber wie schwer sind deine Gedanken, Gott, wie gewaltig sind ihre Summen. Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand. Ich erwache und bin noch bei dir. Was wirklich zählt, ist, was Gott sich zum Leben gedacht hat, nicht was die Menschen sich zum Leben denken. Und darin, in der Schönheit unseres allmächtigen Schöpfers darin liegt die ganze Kraft, die Verzweiflung und die Angst und den Zorn in deinem Herzen und meinem Herzen zu stillen. Melanie und ich haben vor Rubens Geburt einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht und bei diesem Kurs ging es zwei Tage lang darum, aus meiner Sicht, was für Wunder alles bei der Geburt passieren. Am ersten Abend bin ich aber nach Hause gefahren oder wir sind nach Hause gefahren und mich überkam richtig Unzufriedenheit, weil Gott ausgeklammert wurde. In allem. Er hat es doch so gemacht und spricht dadurch so klar zu uns Menschen, ich bin der Schöpfer. Seht, das mache ich so. Und dieser Zorn oder diese Unzufriedenheit hat mich leider auch gelähmt über diesen Schöpfer zu sprechen bei diesem Kurs. Es wäre doch so eine gute Gelegenheit gewesen, über genau den Schöpfer zu sprechen, der uns Jesus Christus das Evangelium fürs Heil aller Menschen gegeben hat. Denn unser Gott, Jesus Christus, ist doch eben der, durch den alles geschaffen ist und für den alles geschaffen ist. Jesus, der allmächtige Gott, der sagt uns im Missionsbefehl. Kommt noch mal kurz mit. Matthäus 28. Ich weiß, ihr kennt diese Stelle sehr gut, aber ich möchte, dass wir genau hinschauen. Ab Vers 18. Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach, mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. Das ist unser Gott, der Herr Jesus Christus. Kennst du das vielleicht, dass Gott ausgeklammert wird in den Gesprächen in der Familie oder in deinem Freundeskreis und das dich zur Verzweiflung zum Zorn bringt oder zumindest stumm macht? Arbeitskollegen vielleicht sogar über Gott lästern oder Gottes Schöpferkraft verwerfen. Dann kann schon Verzweiflung in unserem Herzen aufkommen, aber erzähl dieser Welt da draußen, wie herrlich, wie allmächtig dein Schöpfer ist. Vielleicht denkst du in Berlin auch manchmal darüber nach, was war das jetzt gerade auf der Straße, wenn ein Mann daherkommt, der aussieht wie eine Frau oder eine Frau wie ein Mann und du dich fragst, wie passt das mit meinem Gottesbild zusammen? Und ich vielleicht auch irgendwo ein bisschen davor ekelst, wohin die Gesellschaft sich entwickelt. Aber dann erzähl dieser Welt da draußen bei den Evangelisationseinsätzen oder in deiner Freizeit, wie herrlich unser allmächtiger Schöpfergott ist. Wir haben nicht die Macht, Menschen zu retten. Wir haben die Aufgabe von ihm zu erzählen, wie groß er ist und er rettet. Könnt ihr noch? Wir haben noch eine vierte Eigenschaft oder einen vierten Wesenszug unseres Gottes. Dein Gott, der Allwissende, der Allgegenwärtige, der Allmächtige und dein Gott ist der Heilige. David steht jetzt mit seinem aufgewühlten Herzen vor seinem Heiligen Gott und er muss sich prüfen darin, muss sein Herz prüfen, um es überhaupt zur Ruhe bringen zu können. Es wirkt nämlich fast so, als ob jetzt die Stimmung kippt. David spricht davon in Vers 19. Mögest du Gott den Gottlosen töten, ihr Blutmenschen weicht von mir. Es sind Menschen, die sich gegen Gott erheben und ihm nach dem Leben trachten. Vers 20. Sie, die mit Hinterlist von dir reden, vergeblich die Hand gegen dich erheben, sollte ich nicht hassen Herr, die dich hassen und sollte mir nicht ekeln vor denen, die gegen dich aufstehen. Es sind die gleichen Menschen, über die David im Psalm 138, Vers 6 sagt, den Hochmütigen erkennt Gott von fern. Sie denken genau so, wie es Friedrich Nietzsche einmal gesagt hat. Der Philosoph, der sagte Gott ist tot, Gott bleibt tot, wir haben ihn getötet. Und vielleicht sagt man das heute nicht mehr genau so, aber Herr Nachbar, in der modernen Welt denken sie doch nicht, dass es einen Gott gibt. Der Mensch denkt von sich selbst aus, er ist das höchste Wesen im Universum. Und gleichzeitig gibt so viele Beweise auf täglicher Basis dafür, dass wir fehlbar sind. Wir machen Fehler und Sündungen und dieser stolze menschlichen Herzen, das ist, das ist wahrscheinlich die größte Sünde des Menschen. Gott allein ist heilig und keiner außer ihm. Gottes Heiligkeit bedeutet, er allein ist der Haben über alles und absolut frei von Sünde. Er allein ist der Heilige. David ist so voller Eifer für seinen Gott und möchte nicht, dass diese Heiligkeit Gottes beschmutzt wird und gleichzeitig fragt er sich, wie soll ich dann damit umgehen, dass sich Feinde gegen dich Gott erheben, sollte ich sie nicht auch hassen? Er möchte ein reines Gewissen haben und gleichzeitig nicht sündigen in seinem Zorn. Jesus sagt uns in der Bergpredigt, wir sollen unsere Feinde lieben und gleichzeitig sehen wir, wie der Ärger oder der Zorn, ein heiliger Zorn über die Tempeldiener ihn verzerrt hat, als er sie ausgetrieben hat aus dem Tempel die Wechsler. Und ich denke, da liegt kein Widerspruch. Für den Menschen ist es äußerst selten, heiligen Zorn zu empfinden. Bei Jesus haben wir es gesehen. Aber wenn die Motive im Herzen wirklich von Gott durchleuchtet und erforscht sind, ich denke, dann kann die Sündhaftigkeit und das Böse im Menschen gehasst werden und gleichzeitig die Not dieses verlorenen Menschen gesehen werden und dieser Not mit der Baumherzigkeit und mit der Sanftmut begegnet werden, die unser Herr Jesus Christus uns gezeigt hat. Er ist, als wir noch seine Feinde waren, für uns gestorben. David steht demütig vor Gott und er ist bereit, sich prüfen zu lassen. Erforsche mich Gott, Vers 23, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken. Sind wir dazu bereit? Sind wir dazu bereit, uns immer wieder in diese Gegenwart dieses heiligen Gottes zu stellen und uns erforschen zu lassen? Das ist kein vergangener, abgeschlossener Prozess. Nein, das ist ein Präsens geschrieben, weil es sowohl die Vergangenheit betrifft, die Gegenwart, aber auch die Zukunft. Das ist ein anhaltender Prozess. Perfekt wäre der richtige Ausdruck gewesen. Etwas, was angefangen hat und andauert. Danke, Ali. Gott kennt dein und mein Inneres und alles, was in unserem Herzen ist. Nicht nur das vergangene, sondern gegenwärtige und zukünftige. David, er versucht in dieser Gegenwart des heiligen Gottes, er versucht, sich selbst und sein Herz besser zu verstehen. Und Rudi Tissen hat einmal gesagt, erst wenn wir in seinem Licht, in Gottes Licht stehen, fangen wir an, uns besser zu verstehen. Erst im Licht von Gottes Heiligkeit kann David sein eigenes Herz überhaupt richtig fassen. Aber das ist das Wichtigste für dich, für David, für dich und für mich, dass wir immer wieder bereit sind dazu. David betet zum Abschluss, und sieh, ob ein Weg, der mühsam bei mir ist, und leite mich auf ewigem Weg in Vers 24. Andere Übersetzungen sagen hier auch, sieh, ob ich auf einem bösen Weg bin oder auf einem abgürtischen Weg, auf einem Weg, der mich in meinem Zorn von dir wegführt, Gott. Diesen Weg will David nicht einschlagen, sondern er will sich leiten lassen von Gott auf dem ewigen Weg. David möchte den guten Kampf des Glaubens kämpfen und das ewige Leben ergreifen. Dies aber ist das ewige Leben, das er den allein wahren Gott Jesus Christus erkennt. Er ist das heilige und gerechte, vollkommene Opferlamm, das für uns sterben konnte, für unsere Sünde. Er reinigt jeden, der an ihn glaubt, von seiner Sünde und schenkt ewiges Leben mit diesem heiligen Gott. Ich muss euch enttäuschen, der Sommer ist leider schon fast vorbei, der Herbst kommt und bald steht wieder Halloween vor der Tür. Man kann unterschiedliche Ansichten dazu haben, aber ich denke, wir sehen eine Gesellschaft, die den Tod verherrlicht oder zumindest auf ein großes Podest hebt und die auch noch unsere Kinder dazu anleitet, darin Freude zu finden. Vielleicht ist es nicht überall so ausladend wie bei unserem Nachbar, der wieder sein Haus mit Skeletten tapezieren wird, aber ich denke, vor einem heiligen Gott muss sich jeder dafür verantworten. Und Jesus sagte in Matthäus 18 Vers 6, wenn aber jemand eines dieser Kleinen, die an mich Glauben zu Fall bringt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinem Hals gehängt und er in die Tiefen des Meeres versenkt würde. Als Eltern kann einen das vielleicht auch traurig machen, dass Kinder in einer Gesellschaft groß werden, wo viel verworrenes, verwirrtes Zeug passiert in einer verdrehten und verkehrten Welt. Vielleicht kommt da Verzweiflung und Zorn auch in deinem Herzen auf und vielleicht sind seine Kinder sogar an der einen oder anderen Stelle fasziniert von dem einen oder anderen von Halloween, aber dann erzähl ihnen, wie viel größer und wie viel herrlicher Gott ist. Das nimmt in deinem Herzen alle Verzweiflung, alle Angst und das kann auch Ihr Herz, das deiner Kinder wirklich zur Ruhe bringen und speisen und laben an einem Allwissenden, an einem Allgegenwärtigen, an einem Allmächtigen Gott, der heilig ist. Ich möchte schließen mit einem Zitat von Spurgeon. Timo, wenn du es hast, kannst du es gerne anwerfen. Spurgeon sagt, wirf dich in das tiefste Meer der Göttlichkeit, verliere dich in seiner Unermesslichkeit und du wirst erfrischt und gestärkt hervorgehen. Ich kenne nichts anderes, das die Seele so sehr zu trösten, die schwellenen Wogen der Bekümmerung und der Traurigkeit so zu stillen und zu den Winden der Anfechtung so zu reden vermag, wie das andächtige Nachsinnen über das Wesen Gottes. Lass mich beten. Vater im Himmel, Herr und Heiland und Heiliger Geist, wir stehen hier und wir wollen uns vor dir demütigen. Wir wollen unser Herz prüfen und bei dir Ruhe finden für unser Herz. Du weißt um alle Emotionen, die einen jeden von uns beschäftigen und ich hoffe, dass dein Wort uns da Trost und Kraft schenkt. Bitte schenke auch in der kommenden Woche, dass wir immer wieder an dein Wort denken, dass wir uns immer wieder aus deinem Wort speisen und dass wir verstehen, wie viel Herrlicher du bist und dass in dieser Herrlichkeit, in deiner Herrlichkeit alles andere verblassen muss. Guter und treuer Herr leitet du uns durch diese Welt. Amen.
